eBook Reader im Weihnachtsmarkt – die Verfügbarkeitsproblematik

21. Dezember 2012
von
Lesezeit: 2:15 Min.
eBook Reader im Weihnachtsmarkt – die Verfügbarkeitsproblematik

Immer wieder werden aktuelle Verkaufszahlen stellvertretend für den Erfolg eines Geräts oder einer ganzen Geräteklasse präsentiert und unterschiedlich bewertet. Doch wenn man die aktuelle Verkaufssituation betrachtet stellt man sich unweigerlich die Frage: hätte das Weihnachtsgeschäft für den eBook Reader Markt hierzulande nicht noch ungleich besser ausfallen können, wären die entsprechenden Geräte auch lieferbar?

Vor allem wenn man die aktuellste Gerätegeneration mit integrierter Beleuchtung betrachtet fällt schnell auf, dass die Nachfrage hier deutlich größer gewesen wäre als das verfügbare Angebot. eBook Reader mit eingebauter Beleuchtung sind und waren nämlich im deutschsprachigen Raum in den letzten Tagen und Wochen immer wieder vergriffen. Mit ein wenig Glück lässt sich noch ein Restposten in dem ein oder anderen Shop auftreiben. In den meisten Geschäften und Online-Shops ist die Lieferzeit derzeit aber mit 1-3 Wochen für Kobo Glo und Bookeen Frontlight und sogar 5-7 Wochen für den Kindle Paperwhite angegeben. User haben jedoch berichtet, dass einige Filialen von Staples oder Media-Markt noch ein paar wenige Restbestände des Kobo Glo führen und auch einige Online-Händler hier scheinbar wieder Nachschub bekommen haben (sofern die online angezeigten Lagerbestände stimmen). Gänzlich schlimm sieht die Lage dann beim Paperwhite aus, welcher auch noch wochenlang nicht erhältlich sein wird. Auf ebay wurden in den vergangenen Tagen sogar verrückte Preise von bis zu 200€ für die günstigere WiFi-Version geboten.

Es ist ein wenig schade, dass hier scheinbar doch einiges an Wachstumspotential vergeudet wurde, vor allem da die Konkurrenz am Tabletmarkt nicht unbedingt kleiner wird. Und die Tatsache dass es die Vorgängergeneration zu günstigen Preisen in Hülle und Fülle gibt, macht dieses Manko auch nicht wett. Denn gerade das neue Beleuchtungsfeature könnte für viele potentielle Käufer von eBook Readern das entscheidende Feature sein, welches diese Geräte zum Buchersatz werden lässt.

Hintergrund vor allem der Amazon-Problematik dürfte sein, dass man sich vor allem auf den anglikanischen Raum konzentriert – stellt dieser derzeit doch den Hauptabsatzmarkt für eBooks und eBook Reader dar. Sowohl in UK (Amazon-UK-Link) als auch in den USA werden die Paperwhite Reader auf der Amazon Homepage als lagernd angegeben. Man wollte hier scheinbar nicht riskieren auf den wichtigsten Absatzmärkten gerade zur Weihnachtszeit ins Hintertreffen zu geraten. Dass dies gerade für eBook-Entwicklungsländer wie Deutschland oder Österreich natürlich etwas schade ist, da man hier jeden Impuls und jede Möglichkeit brauchen könnte um den eBook Markt zu stärken, ist klar. Die derzeitig starke Nachfrage nach eBook Readern lässt jedoch hoffen, dass wir hier bald den Anschluss finden können.

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