Icarus Illumina 2

Mit dem Icarus Illumina hat das niederländische Unternehmen vor wenigen Monaten schon für Aufsehen gesorgt, denn der eBook Reader bietet ein frei erweiterbares Android Betriebssystem, das sich sogar mit der eBook-Flaterate von Skoobe problemlos nutzen lässt. Natürlich funktionieren auch viele andere Programme und ganz generell wurde die Benutzeroberfläche sehr gut an die Erfordernisse des monochromen E-Ink Bildschirms angepasst. Für Modding-Freunde und Individualisten genau das Richtige für personalisierten Lesebetrieb.

Wie schon bei PocketBook, nimmt die E-Ink Pearl Ära nun aber auch bei Icarus (bzw. dem Hersteller Boyue) relativ abrupt ein Ende. Der Illumina wurde nämlich vor kurzem, ebenso wie der Touch Lux 3, auf E-Ink Carta umgestellt. Das neue Gerät wird unter dem gleichen Namen und der gleichen Modellnummer (E653) verkauft.

Wir werfen nachfolgend daher nochmal einen Blick auf das Gerät und schauen uns an wie sich der Carta-Illumina schlägt.

Unboxing, Verarbeitung & Austattung

Der Icarus Illumina wird in der gleichen Verpackung verkauft wie der Pearl-Vorgänger. Dabei ist nicht nur das Design gleich, sondern auch die gesamte Beschriftung inkl. technischer Daten, die den eReader mit E-Ink Pearl Display ausweisen. Einen kleinen Unterschied gibt’s dann aber doch: Das Modell 2015 besitzt einen Aufkleber, der das Gerät mit verdoppeltem internen Speicher ausweist. Anstatt 4 GB besitzt der Illumina nun 8 GB Speicherplatz.

Auch am eBook Reader selbst hat sich augenscheinlich nichts geändert: Der Illumina 2015 sitzt im gleichen Gehäuse wie das alte Modell, womit das erneuerte Gerät den gleichen sehr guten haptischen Eindruck macht. Nichts klappert, wackelt oder knarzt – alles wirkt grundsolide. Das mattschwarze Gehäuse ist also bestens verarbeitet.

Eine aussterbende Art: Beim Icarus Illumina gibt’s weiterhin Blättertasten neben dem Bildschirm

Weiterhin befinden sich insgesamt sechs Tasten an der Vorderseite: Beidseitig des Displays jeweils zwei Tasten zum Umblättern, sowie eine Aktualisierungs-Taste links und eine Zurück-Taste rechts neben dem Bildschirm. Die Maße des Geräts bleiben mit 168x118x9 mm unverändert. Mit einem Gewicht von (gemessenen) 199 Gramm ist der Icarus Illumina zwar nicht schwer, aber liegt tendentiell eher im oberen Mittelfeld. Inzwischen geht der Trend im 6 Zoll Segment in Richtung der 180 Gramm Marke.

Vom insgesamt 8 GB großen Speicherplatz sind 5,55 GB frei verfügbar – im Grunde mehr als genug selbst für umfangreiche eBook-Bibliotheken. Wenn das aber doch nicht ausreicht, kann man weiterhin per MicroSD-Karte für Abhilfe sorgen und um 32 GB erweitern, womit man durchschnittlich für mehrere zehntausend eBooks Platz hat. Das sollte somit auch ausreichen, wenn man sich eine riesige Bibliothek mit tausenden kostenlosen eBooks angelegt hat.

Für App-Installationen stehen insgesamt 0,98 GB zur Verfügung, wobei ab Werk 792 MB frei sind. Das sollte für die allermeisten Anwender ebenfalls vollkommend ausreichend sein. Bei Bedarf kann man Apps ansonsten auch (partiell) auf den restlichen Speicher verschieben und Platz schaffen.

Wie vom Vorgänger bereits gewohnt, kann man auch hier Android Apps frei installieren. Neu mit dabei: Ein alternativer App-Store

Wieder mit dabei ist natürlich auch die drahtlose Netzwerkunterstützung (WLan), sodass man mit dem ausgezeichneten mobilen Android-Browser auf das Internet zugreifen kann. Auf den Google Play Store muss man zwar verzichten, allerdings bietet Icarus einen alternativen App-Store, der Installationen auch ohne Registrierung oder Anmeldung erlaubt – sehr praktisch. Die Auswahl ist aber wenig überraschend geringer als bei Google. Sollte man ein Programm nicht finden, kann man aber natürlich weiterhin den Weg der manuellen Installation gehen und die APK-Datei selbst herunterladen und auf das Gerät kopieren. Außerdem lassen sich auch App-Stores von Amazon oder F-Droid nutzen.

Angetrieben wird das Gerät weiterhin von einem Dual-Core-Prozessor von Rockchip der mit maximal 1 GHz taktet und so mehr als ausreichend Leistung für die tägliche Nutzung bereitstellt. Der Arbeitsspeicher ist mit 512 MB ebenfalls großzügig bemessen. Problematisch bleibt allerdings die Akkulaufzeit, die zwar mit einem vergangenen Update verbessert worden sein soll, aber in diesem neuerlichen Test wieder mit vergleichsweise schnellen Leerläufen auffällt.

Display & Beleuchtung

Wie bereits eingangs erwähnt, ist der Hauptgrund für diese neue Betrachtung des Icarus Illumina die zum Einsatz kommende Displaytechnik. Anstatt E-Ink Pearl setzt das Gerät nun auf E-Ink Carta.

Die Bildschirmdiagonale bleibt mit 6 Zoll ebenso gleich wie die Auflösung von 1024×758 Pixel. Die Pixeldichte beträgt somit 212 ppi, was im normalen Lesebetrieb, wie gewohnt, mehr als ausreichend ist. Wirkliche Unterschiede zu höher auflösenden Geräten (Kobo Glo HD, Kindle Voyage …) sieht man im Grunde nur bei kleinen Bedienelementen oder besonders kleiner Schriftgröße auf den ersten Blick.

Das E-Ink Carta Display des neuen Illumina erweist sich sowohl optisch als auch in unserem standardisierten Messverfahren als merkliche Verbesserung zum alten Modell. In erster Linie macht sich dies durch einen sichtbar helleren Bildschirmhintergrund bemerkbar, der das Lesen angenehmer und freundlicher macht. Das nachfolgende Vergleichsbild zeigt den Unterschied zwischen dem Pearl- und Carta-Modell bei guter Umgebungshelligkeit.

Der Icarus Illumina mit E-Ink Carta Display (rechts) hat das klar bessere Display – auch bei guter Ausleuchtung (wie hier im Bild) ist der Unterschied zum alten Pearl-Modell (links) deutlich erkennbar.

Anmerkung: Um die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen noch besser sichtbar zu machen, wurde das Messverfahren erneut angepasst, sowie eine andere Lichtquelle verwendet. Die nachfolgenden Zahlen wurden neu ermittelt und sind nicht direkt mit den alten (aus früheren Tests) vergleichbar. Es handelt sich um eine praxisnahe Messung, nicht um das maximale Kontrastverhältnis.

Kontrastverhältnis ohne Beleuchtung (höher ist besser)

Der eBook Reader liegt damit nun auf Augenhöhe mit der Carta-Konkurrenz.

Aber auch die Beleuchtung wurde nachgebessert und präsentiert sich ganz anders: Die Farbwolkenproblematik ist völlig verschwunden, sodass man davon ausgehen darf, dass nun entweder eine bessere Endkontrolle bei den genutzten LEDs stattfindet (d.h. die Farbtemperatur wird besser abgeglichen), oder eine andere Lichttägerfolie zum Einsatz kommt (oder beides).

Der neue Illumina (rechts) bleibt von der Farbwolkenproblematik verschont

Zwar ist ein leichter vertikaler Helligkeitsverlauf sichtbar, den gibt’s allerdings auch bei namhaften Konkurrenten und ist weit weniger störend als die Farbwolken.

Das Kontrastverhältnis verbessert sich mit aktivierter Beleuchtung ebenfalls, was dieses Mal unter anderem an der extrem hohen Maximalhelligkeit liegt (siehe unten).

Kontrastverhältnis X:1, mit voller Helligkeit (höher ist besser)

  • Bookeen Muse Frontlight 10.78
  • Kindle Voyage 10.5
  • Icarus Illumina 2015 (Carta) 10.2
  • Kobo Aura H2O 10.0
  • PocketBook Touch Lux 3 9.54
  • PocketBook Touch Lux 2 9.4
  • Kobo Glo HD 9.21
  • Kindle Paperwhite 2 9.0
  • Icarus Illumina 2015 (Pearl) 7.4
  • Tolino Vision 2 7.4
  • Tolino Vision 1 6.5
  • PocketBook Ultra 4.9

Erreicht wird der hervorragende Kontrastwert mit Beleuchtung durch die Kombination aus guter Lichtträgerfolie und hoher Maximalhelligkeit – ganz ähnlich wie beim Bookeen Muse Frontlight.

Die höchste Helligkeitsstufe bringt es auf unglaubliche 375 cd/m². Das ist ein enorm hoher, beinahe schon absurd hoher Wert. Zwar bringen es auch viele Mittelklasse-Tablets auf einen solchen Wert, aber bei eBook Readers ist das die absolute Ausnahme.

In Natura heißt das, dass man auch in gut ausgeleuchteten Räumen eine deutliche Erhellung des Hintergrundes bewirken kann. Allerdings leuchtet der Bildschirm so hell, dass dies gelegentlich sogar blendet. Glücklicherweise kann man die Helligkeit natürlich wieder in 24 Stufen regulieren, sodass man die Strahlkraft des Displays den eigenen Bedürfnissen anpassen kann.

Während das neue Modell im Vergleich zum Vorgänger bisher in jeder Hinsicht besser war, gibt’s an dieser Stelle allerdings einen Nachteil zu verbuchen. Während das E-Ink Pearl Modell mit einer minimalen Helligkeit von 0,7 cd/m² sehr schwach geleuchtet hat, was in vollständig abgedunkelten Räumen ein klarer Vorteil ist (um nicht geblendet zu werden), kann man den neuen Illumina nur auf mindestens 6,72 cd/m² regeln. Auch diesen Nachteil teilt sich der Illumina mit dem Bookeen Modell. Das ist für lichtempfindliche Personen jedenfalls ein Nachteil.

Maximale Bildschirmhelligkeit in cd/m² (höher ist besser)

  • Icarus Illumina 2015 (Carta) 375
  • Kindle Voyage 122
  • Kobo Glo 121
  • Kobo Aura 112
  • Kobo Aura H2O 99
  • PocketBook Touch Lux 2 96
  • Kindle Paperwhite 2 91
  • PocketBook Sense 70
  • Icarus Illumina 2015 (Pearl) 60
  • Tolino Vision 2 53
  • Tolino Shine 41
  • PocketBook Ultra 40

Minimale Bildschirmhelligkeit in cd/m² (niedriger ist besser)

  • Icarus Illumina 2015 (Carta) 6.72
  • Kobo Glo 4
  • Tolino Shine 2.4
  • PocketBook Sense 2.4
  • Tolino Vision 2 2.2
  • PocketBook Ultra 2
  • Kobo Aura H2O 1.2
  • Kobo Aura 1.2
  • PocketBook Touch Lux 2 1.1
  • Icarus Illumina 2015 (Pearl) 0.7
  • Kindle Voyage 0.2
  • Kindle Paperwhite (2013) 0.2

Zwischenfazit: Letztendlich präsentiert sich der neue Illumina mit klaren Verbesserungen, insbesondere das Kontrastverhältnis und die Beleuchtungsqualität machen einen deutlichen Sprung vorwärts. Ein Nachteil ist aber die hohe Minimalhelligkeit der Beleuchtung – das konnte der Vorgänger besser.

Lesen & Benutzerfreundlichkeit

Bei der Software des Icarus Illumina gibt es im Vergleich zu unserem ersten Test des Vorjahresmodells nur geringfügige Anpassungen. Die wichtigste ist der bereits vorab installierte alternative App-Store. Die genutzte Android-Version ist wieder 4.2.2, womit auch sonst quasi alles beim Alten bleibt – was allerdings kein Nachteil ist.

Die erstmalige Aktivierung ist ebenso unkompliziert wie beim Vorgänger: Einschalten und los geht’s. Der Startbildschirm präsentiert sich aufgeräumt und übersichtlich – zunächst allerdings in englischer Sprache. Ein kurzer Ausflug ins Einstellungsmenü behebt das, sodass die Bedienoberfläche auch in Deutsch angezeigt wird.

Aufgeräumter und übersichtlicher Startbildschirm

In der oberen Bildschirmhälfte befinden sich die zuletzt gelesenen eBooks, darunter die vier zuletzt hinzugefügten Dateien. Am unteren Bildschirmrand sitzen die vier Verknüpfungen Bücher, Apps, Einstellungen und Browser. Auf Wunsch kann man drei der Verknüpfungen auch ändern.

Bibliothek und Lesebetrieb

Die Adobe DRM-Autorisierung kann man entweder direkt am Gerät oder wie gewohnt über den PC vornehmen.

Die Bibliothek nutzt die bestehende Verzeichnisstruktur des Dateisystems

Die Bibliothek verfügt über mehrere Anzeigemodi und Sortierungsmöglichkeiten, sowie eine Suchfunktion. Dabei wird die Verzeichnisstruktur des Dateisystems verwendet, sodass man die bestehenden Ordner vom PC kopieren und problemlos weiter benutzen kann. Mit dem Bearbeitungsmodus lassen sich einige Anpassungen direkt am Gerät vornehmen, wobei weiterhin die Möglichkeit fehlt, neue Ordner zu erstellen. Dafür muss man entweder den Umweg über den PC gehen oder eine alternative Android-App nutzen.

Die Textanpassung ist umfangreich und funktioniert schnell und zuverlässig. Neben der schrittweisen Anpassung der Schriftgröße, kann man auch die Schriftart, den Zeilenabstand (12 Stufen, von 0,8 bis 1,9) und die Seitenränder (12 Stufen 0 bis 55 Pixel) verändern. Weiterhin steht die Pinch-To-Zoom-Geste zur Schriftgrößenanpassung zur Verfügung. Auch eigene Schriftarten können nachinstalliert werden.

Gute Schriftbildanpassungsoptionen

Markierungen, Notizen & Wörterbuch

Wieder mit dabei sind Notizen, Markierungen und Lesezeichen. Die Auswahl dafür klappt wie gewohnt über ein Kontextmenü, nachdem man einen kurzen Moment auf ein Wort getippt bzw. den Finger über den Textabschnitt gezogen hat.

Lesezeichen kann man über das Lesemenü erstellen und finden sich dann gesammelt in der Lesezeichenübersicht.

Auch die Wörterbuchfunktion lässt sich über das genannte Kontextmenü aufrufen, wobei standardmäßig die StarDict-App genutzt wird. Die Anzeige scheint dabei besser zu funktionieren als noch beim Vorgänger, sodass nun tatsächlich auch die richtigen Suchergebnisse, der vielen vorinstallierten Wörterbücher, angezeigt werden.

Die Wörterbuchfunktion öffnet sich in der Mitte des Bildschirms. Nachteil bleibt die vergleichsweise lange Verzögerung, bis die Wortdefinition angezeigt wird. Wie immer gilt an dieser Stelle auch zu erwähnen, dass freie Wörterbuch-Apps in ihrer Qualität natürlich nicht mit redaktionell erstellten und gepflegten Angeboten des Duden & Co. mithalten können.

PDF-Anzeige

Die PDF-Anzeige des Icarus Illumina gehört zu den besseren im 6 Zoll eReader Segment. Das ist in erster Linie der schnelle Dual-Core-CPU und dem ausreichend großen Arbeitsspeicher zu verdanken, sodass man selbst sehr große Dateien relativ problemlos öffnen und navigieren kann.

Zur PDF-Nutzung stehen mit Pinch-To-Zoom-Geste, Kontrastverstärkung, Text-Reflow und Randbeschnitt zudem einige praktische Navigations- und Anzeigemöglichkeiten zur Verfügung.

Leider gibt’s weiterhin keine speziellen Blättermodi (z.B. Spaltenmodus) um den Bildausschnitt schrittweise zu verändern. Stattdessen muss man den Ausschnitt im vergrößerten Zustand immer verschieben.

Freie Android-App-Installation

Den größten Pluspunkt holt sich der Illumina zweifellos mit den App-Erweiterungsmöglichkeiten. Dank Android 4.2.2 kann man fast alle modernen Android-Applikationen nachinstallieren. Natürlich gibt’s hierbei die üblichen E-Ink bedingten Einschränkungen (nicht alle Programme funktionieren am langsamen Schwarz-Weiß-Display), aber unterm Strich ist die App-Funktionalität sehr gut. Auf GMail und andere Google Apps muss man aufgrund des fehlenden Google Frameworks aber weiterhin verzichten.

Mit Hilfe des Root-Zugriffs lässt sich das Gerät außerdem sehr umfangreich individualisieren – noch mehr als es die freien Apps sowieso schon erlauben. So kann man dann auch die vorinstallierte eBook-App gegen andere Programme ersetzen und auch sonst allerhand Anpassungen vornehmen. Damit fallen die Nachteile des regulären Leseprogramms, der PDF-Anzeige oder Bibliothek nicht allzu schwer ins Gewicht.

Ebenfalls praktisch: In manchen Apps funktionieren die Blättertasten des Geräts tadellos (z.B. Skoobe – siehe Videobericht). Ansonsten hat man die Möglichkeit, die Blättertasten als Lautstärkenregler zu nutzen. Zwar hat der Illumina keine Audiofunktion, aber einige Applikationen erlauben das Blättern über die Lautstärketasten. So umgeht Icarus mögliche Inkompatiblitäten geschickt.

Das aktuelle Modell lief im Testzeitraum absolut tadellos und ohne Abstürze. So muss es sein.

Fazit

Die aktualisierte Version des Icarus Illumina kann, wie schon der Vorgänger, mit der sehr guten Anpassung der Android-Bedienoberfläche und den damit verbundenen freien App-Installationen überzeugen. Das ist zweifellos die allergrößte Stärke des Geräts, denn damit lassen sich im Grunde alle bekannte Leseprogramme nutzen und sogar eBook-Flaterates (wie z.B. Skoobe) problemlos verwenden.

Die dedizierte Aktualisierungstaste seitlich des Bildschirms ist dabei besonders hilfreich, da nur ein Bruchteil der verfügbaren Android-Apps für das E-Ink Display angepasst wurde. Mit Hilfe der Taste kann man Ghosting mit einem Knopfdruck schnell und unkompliziert entfernen.

Der E-Ink Carta Bildschirm des aktualisierten Illumina kann ebenfalls überzeugen und liegt im guten Mittelfeld. Das ausgezeichnete Kontrastverhältnis mit aktivierter Beleuchtung ergänzt den sehr guten Eindruck und sorgt dafür, dass der eBook Reader in (fast) jeder Beleuchtungssituation bestens ablesbar ist. Ein Nachteil ist aber die hohe Grundhelligkeit der Beleuchtung, was für lichtempfindliche Personen im abgedunkelten Raum ein Problem darstellen könnte.

Auch bei der Ausleuchtungsqualität kann der neue Icarus Illumina überzeugen und punktet mit einer relativ gleichmäßigen Leichtverteilung – dieses Mal ganz ohne Farbwolken.

Der Icarus Illumina ist weiterhin ein gutes Gerät und die wohl beste Android-Umsetzung bei einem eReader. Ein paar Schwächen gibt’s aber weiterhin auszubessern.

Icarus bietet auch mit dem Neuen wieder ein gutes Lesegerät bzw. den aktuell offenen besten Android eBook Reader. Wirklich verwunderlich ist das allerdings nicht, denn abseits des Displays hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht wirklich viel geändert.

In jedem Fall sollten Modding-Freunde und Individualisten einen genaueren Blick auf den Illumina werfen, denn es ist die weiterhin beste und modernste Android-Umsetzung auf einem dedizierten Lesegerät. Letztendlich kann sich der Icarus Illumina eine gute Endnote von 1,8 holen.

Datenblatt

Technische Daten: Icarus Illumina 2
AllgemeinHerstellerIcarus
Markteinführung2015
Verfügbare FarbenSchwarz, Weiß, Rot
Wassergeschütztnein
GrößeMaße168 x 118 x 9 mm
Gewicht197 g
DisplayDisplaytechnologieE-Ink Carta
Displaygröße6 Zoll
Displayauflösung1024x758 Pixel
Pixeldichte212 ppi
Farbtiefe16 Graustufen
Touchscreenja, kapazitiv
Eingebaute Beleuchtungja
Blaulichtreduktionnein
Plane Frontnein
VerbindungenUSBja
Bluetoothnein
WLanja, 802.11b/g/n
GSM / UMTSnein
SpeicherInterner Speicher4 GB
Speicherkartenerweiterungja, MicroSD-Karte
FunktionenBetriebssystemAndroid Jelly Bean (4.2.2)
Lautsprechernein
Text-to-Speechnein
Blättertastenja
Unterstützte Dateiformate

TXT, PDF, EPUB, PDF, FB2, HTML, RTF, MOBI, DJVU , CHM, IRC , JPG, BMP

Unterstützte DRM-DateiformateAdobe DRM
SonstigesAkkulaufzeit / Akkukapazitätk.A., 1.500 mAh
Lagesensornein
Integrierter eBook Storenicht bekannt
Sonstiges

Android offen für APK-Installationen

Noch bevor Kindle und Tolino in Deutschland an den Start gegangen sind, hat Chalid seinen ersten eBook Reader im Jahr 2007, aus Begeisterung an der Technik, aus den USA importiert. Als Mitbegründer und Chef-Redakteur hat er seit der Gründung von ALLESebook.de, im Jahr 2010, inzwischen über 100 eReader zahlreicher Hersteller getestet. Mehr erfahren