Digitales Notizbuch: Überblick, Kaufberatung & Vergleich

Digitale, elektronische Notizbücher mit augenfreundlichen E-Paper Displays erfreuen sich seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit. Die Auswahl der papierlosen Schreibhilfen ist jedoch groß und unübersichtlich. Hier bekommst du einen umfangreichen Überblick.

Eigene Testgeräte und Fotos Über 40 E-Ink Tablets getestet Partnerlinks sind mit * markiert

Das beste digitale Notizbuch 2026

Das beste digitale Notizbuch gibt’s nicht. Alle haben ihre Daseinsberechtigung und können je nach Anforderung eine gute Wahl sein. Wir klären nachfolgend über die Details auf!

Du bist auf der Suche nach einem digitalen Notizbuch? Dann bist du hier genau richtig!

Die Geräteklasse der digitalen Notizbücher besitzt üblicherweise einen augenfreundlichen, reflektiven Bildschirm (meist E-Ink) in der Größe zwischen 7 und 13,3 Zoll und eine verzögerungsarme Stifteingabe. Die Geräte werden manchmal auch elektronische Notizbücher, E-Note Geräte oder E-Ink-Tablets genannt, wobei alle Bezeichnungen im Wesentlichen zumeist das Gleiche meinen, obwohl es im Detail durchaus relevante Unterschiede gibt (siehe Sektion „Fragen vor dem Kauf“).

Das 10- bis 11-Zoll-Segment hat sich in den vergangenen Jahren als Sweetspot zwischen Handlichkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis herauskristallisiert und wird dementsprechend auch von den allermeisten Herstellern am aktivsten bedient. Nachfolgend liegt der Fokus daher auf diesem Segment.

Mit Amazon, Kobo, reMarkable, Supernote, BOOX und Viwoods buhlen inzwischen zahlreiche Unternehmen um die Gunst der Kunden und bieten dabei teils ganz unterschiedliche Zugänge zur digitalen Notiznehmung.

Das führt auch dazu, dass es das beste digitale Notizbuch schlichtweg nicht gibt. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Und welches die beste Wahl ist, hängt in erster Linie von den eigenen Anforderungen ab.

Daher sehen wir uns die wichtigsten Vertreter mit ihren wesentlichsten Merkmalen und konkreten Kaufempfehlungen nachfolgend an.

Die passenden Geräte auf einen Blick

Unsere Empfehlungen nach Einsatzzweck

Die passenden Geräte auf einen Blick
KategorieGerätWarumPreisAktionen
Lesen + NotizenKindle Scribe (11 Zoll, mit Frontlicht)Kindle Scribe (11 Zoll, mit Frontlicht)AmazonEin heller 11-Zoll-Bildschirm, sehr direkte Stifteingabe und lange Ausdauer verbinden die Kindle-Bibliothek mit unkomplizierten Alltagsnotizen. – Details
Ablenkungsfrei schreibenSupernote A5X2 MantaSupernote A5X2 MantaSupernoteÜberschriften, Schlagwörter, Links und Offline-Handschriftsuche machen aus vielen handschriftlichen Seiten eine gut nutzbare Sammlung. – Details
Android & PDFsBOOX Go 10.3 (Gen II) LumiBOOX Go 10.3 (Gen II) LumiBOOXDas scharfe Schwarzweißdisplay, Frontlicht und starke PDF-Werkzeuge treffen auf ein leichtes Gehäuse und Android mit Google Play. – Details
Mit FarbeBOOX Note Air6 CBOOX Note Air6 CBOOXFarbe, ein sehr schneller ladeloser Stift, umfangreiche Notizen, hervorragende PDF-Werkzeuge und freie Apps kommen hier besonders gut zusammen. – Details

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1Lesen + NotizenKategorie 1 von 4

Lesegeräte mit Notizfunktion

Lesegeräte mit Notizfunktion sind im Herzen eReader, die um handschriftliche Notizen erweitert wurden. Kindle und Kobo verbinden ihre Buchbibliotheken mit einer einfacheren Notizbedienung, bieten aber weniger Spezialwerkzeuge als BOOX oder Supernote.

Empfehlung
Kindle Scribe (11 Zoll, mit Frontlicht)
Amazon

Kindle Scribe (11 Zoll, mit Frontlicht)

11 Zoll300 ppiFrontlichtEMR-Stift

Ein heller 11-Zoll-Bildschirm, sehr direkte Stifteingabe und lange Ausdauer verbinden die Kindle-Bibliothek mit unkomplizierten Alltagsnotizen.

  • Scharfes 300-ppi-Display mit sehr gleichmäßigem Frontlicht
  • Präziser EMR-Stift ohne Ladebedarf
  • Sehr gute Ausdauer im Test
  • Praktische Anmerkungen in Kindle-Büchern
  • Keine freie App-Installation
  • Weniger Organisationswerkzeuge als BOOX und Supernote
  • Für den vollständigen Dokumentexport weiterhin an Amazons Wege gebunden

Der beleuchtete Schwarzweiß-Scribe ist die schlüssigste Wahl für alle, die vor allem lesen, Bücher kommentieren und nebenbei schreiben.

Alternativen

  • Kobo Elipsa 2E Kobo Elipsa 2E Für die Kobo-Bibliothek und EPUB-Dateien: bewährtes Lesegerät mit Notizen, aber niedrigerer Auflösung und langsamerer Stifteingabe. 399,90 €bei Proshop Angebot

Ausführlich: Lesegeräte mit Notizfunktion

Kindle Scribe: Lesen und Schreiben passen endlich zusammen

Der Kindle Scribe mit Frontlicht ist ein großer eReader, bei dem Lesen und Schreiben sinnvoll zusammenfinden. Bücher kommentieren, einen Gedanken festhalten und danach im Dokument weiterlesen gelingt ohne den Einrichtungsaufwand eines offenen Android-Tablets. Die dritte Generation verbessert dabei vor allem die Hardware: mehr Lesefläche, ein dünneres Gehäuse und eine Stifteingabe, die im Test ausgesprochen unmittelbar wirkte. Wer hingegen beliebige Apps, besonders tiefe Notizorganisation oder einen vollständig frei wählbaren Dateiablauf benötigt, stößt weiterhin an die Grenzen des Kindle-Systems.

Der 11-Zoll-Bildschirm stellt Schwarzweißinhalte mit 300 ppi dar. Kleine Schrift, Handschrift und Bedienelemente erscheinen klarer als beim älteren Scribe; der hellere Hintergrund hilft beim Lesen ohne Frontlicht. Abends lässt sich die Beleuchtung sehr weit herunterregeln und in der Farbtemperatur verändern. Ihre ausgezeichnete Gleichmäßigkeit gehört zu den Stärken des getesteten Geräts. Ganz ohne Rückschritt bleibt das Display jedoch nicht: Schwache Reste vorheriger Ansichten fallen gelegentlich stärker auf als beim Vorgänger.

Der Premium Pen benötigt keinen Akku und keinen Ladevorgang. Eine Rinne im Rahmen und kräftige Magnete halten ihn am Gerät. Beim Schreiben überzeugen die geringe Verzögerung, saubere diagonale Linien und eine zuverlässige Handballenerkennung. Der gemessene Wert von ungefähr zehn Millisekunden lag im damaligen Vergleich der getesteten Schwarzweiß-E-Ink-Tablets besonders niedrig. Die Stiftspitze bleibt optisch nah an der Schrift, während die Oberfläche einen angenehmen Widerstand bietet. Der Radierer am Stiftende fühlt sich überraschend ähnlich wie ein herkömmlicher Radierer an.

Seine besondere Stärke spielt der Scribe in Kindle-Büchern aus. Active Canvas schafft Platz für Handschrift und lässt den Buchtext um die Notiz herumfließen. Gedanken bleiben dadurch direkt beim passenden Abschnitt sichtbar, auch wenn sich die Schriftgröße ändert. Dazu kommen textgebundene Randnotizen, Markierungen und getippte Anmerkungen. Das ersetzt keine frei beschriftbare PDF-Seite, passt aber gut zu veränderlich gesetzten eBooks. Beim Export der Buchnotizen fehlte im Test der umgebende Buchtext; außerhalb des Kindle kann dadurch wichtiger Zusammenhang verloren gehen.

Für gewöhnliche Notizbücher stehen verschiedene Stifte, ein Lasso, Ordner und Unterordner bereit. Gezeichnete Formen werden nach kurzem Halten der Spitze sauber ausgerichtet. Im getesteten Stand gab es 30 Vorlagen, aber keine eigenen Vorlagen, Ebenen oder Schlagwörter. Damit eignet sich das Gerät gut für Mitschriften und alltägliche Gedanken, bleibt bei aufwendiger Organisation jedoch hinter spezialisierten Notizsystemen zurück. Die globale Handschriftsuche erleichtert das Wiederfinden: Neue Schrift musste im Test zunächst online erfasst werden, danach ließen sich die bereits erfassten Inhalte auch offline durchsuchen.

PDFs lassen sich mit dem Stift direkt auf der Seite bearbeiten. Vergrößern, Querformat und anpassbare Ränder reichen für viele gewöhnliche Dokumente, während BOOX mehr Werkzeuge für komplexe Seiten bietet. Im Test konnten auch per USB übertragene PDFs beschrieben werden. Für die Ausgabe samt eingebetteten Anmerkungen waren anschließend die Exportfunktionen erforderlich, etwa per E-Mail oder Cloudspeicher; ein vollständiger USB-Rundweg ergab sich daraus nicht. Die Kindle-Bibliothek bleibt beim Lesen bequem, Hörbücher sind jedoch an Audible gebunden. Eine offene App-Auswahl bietet der Scribe nicht.

Die Ausdauer gehört zu den großen Stärken: Im kontinuierlichen Schreibtest waren es ungefähr 16 Stunden ohne Licht und über 13 Stunden mit auf 40 Nits eingestellter Beleuchtung. Das sind Testbedingungen, keine garantierten Ladeabstände. Zusammen mit dem ladelosen Stift ergibt sich trotzdem ein angenehm unkompliziertes Gesamtpaket. Wer tiefere Notizorganisation oder freie Apps benötigt, ist bei Supernote beziehungsweise BOOX besser aufgehoben.

Welche Variante passt?

Gemeint ist hier die neue 11-Zoll-Generation, nicht der frühere 10,2-Zoll-Scribe. Sie wird auch ohne Frontlicht und als Scribe Colorsoft angeboten. Das unbeleuchtete Modell setzt immer ausreichend Umgebungslicht voraus; für wechselnde Einsatzorte ist die beleuchtete Variante die praktischere Wahl. Der Colorsoft lohnt sich, wenn farbige Markierungen und Dokumente regelmäßig gebraucht werden. Seine Stärken und Grenzen stehen im Farbvergleich weiter unten.

Der Kobo Elipsa 2E bleibt eine Alternative für die Kobo-Bibliothek und EPUB-Dateien. Die erweiterten Notizbücher mit Handschrifterkennung sowie der lokale Export gefallen weiterhin. Sein 10,3-Zoll-Display bietet allerdings nur 227 ppi, und die Stifteingabe reagiert weniger unmittelbar. Als vertrauter großer Kobo mit zusätzlicher Schreibfunktion ist er interessant; als reine Notizempfehlung stehen die spezialisierten Geräte weiter vorne.

2Ablenkungsfrei schreibenKategorie 2 von 4

Ablenkungsfreie Notizbücher

Ablenkungsfreie digitale Notizbücher wie reMarkable und Supernote haben einen klaren Fokus auf die Notiznehmung. eBooks lesen geht auch, aber weniger komfortabel als auf Kindle und Kobo.

Empfehlung
Supernote A5X2 Manta
Supernote

Supernote A5X2 Manta

10,7 Zoll300 ppiOhne FrontlichtEMR-Stift

Überschriften, Schlagwörter, Links und Offline-Handschriftsuche machen aus vielen handschriftlichen Seiten eine gut nutzbare Sammlung.

  • Ausgezeichnete Notizorganisation
  • Offline-Handschrifterkennung und Suche
  • Präzises Schreibgefühl mit keramischer Spitze
  • Flexibles 10,7-Zoll-Display mit 300 ppi
  • Kein Frontlicht
  • Umständliches Half Folio
  • Hoher Paketpreis

Wer hauptsächlich schreibt und seine Notizen später gezielt wiederfinden und verknüpfen möchte, bekommt mit dem Manta ein hervorragendes Werkzeug.

Ausführlich: Ablenkungsfreie Notizbücher

Supernote Manta: Notizen wiederfinden ist die eigentliche Stärke

Das Supernote A5X2 Manta überzeugt dort am meisten, wo handschriftliche Notizen später wiedergefunden und miteinander verbunden werden sollen. Überschriften, Schlagwörter, Links und Handschriftsuche sind ausgesprochen gut umgesetzt. Zusammen mit dem präzisen Stift und dem robusten Bildschirm ergibt das ein hervorragendes digitales Notizbuch. Als großes Lesegerät oder offenes Android-Tablet fällt das Urteil deutlich schwächer aus. Und einige Zubehörentscheidungen machen die Handhabung unnötig kompliziert.

Dazu passen der 10,7 Zoll große, flexible 300-ppi-Bildschirm und die Kombination aus FeelWrite-2-Oberfläche und keramischer Stiftspitze. Das Schreiben fühlt sich präzise und natürlich an. Der EMR-Stift muss nicht geladen werden, die Keramikspitze nutzt sich bei bestimmungsgemäßer Verwendung nicht wie eine übliche Kunststoffspitze ab. Ein Frontlicht fehlt allerdings: Bei schlechtem Umgebungslicht braucht man eine Lampe.

Fast noch wichtiger ist jedoch, was nach dem Schreiben passiert. Das Manta gehört zu den wenigen E-Ink-Notizgeräten, bei denen Organisation nicht wie eine Pflichtübung wirkt, sondern wie ein echter Produktvorteil. Offline-Handschrifterkennung, globale Suche, Überschriften, Schlagwörter, Verlinkungen, Aufgaben und Kalendereinträge greifen sauber ineinander und machen aus losen Notizseiten ein belastbares System. Gerade Überschriften- und Keyword-Funktionen sind so gut eingebunden, dass sie nicht nur technisch vorhanden sind, sondern den Alltag wirklich beschleunigen. Damit setzt sich das Supernote nicht nur von einfacheren Reader-Notizfunktionen ab, sondern auch von manchen Konkurrenten, die beim Schreibgefühl stark sind, ihre Inhalte danach aber weniger elegant wieder auffindbar machen. Auch Kleinigkeiten wie die verschiebbare Werkzeugleiste zahlen auf dieses Gefühl ein, dass hier konsequent um den Notiz-Workflow herum gedacht wurde.

Das Half Folio ist weniger gelungen. Die Befestigung mit Haken macht das Abnehmen umständlich, und aufgeklappt verdeckt die Hülle die haftenden Gummifüße. Auch PDF-Werkzeuge und zusätzliche Apps überzeugten im Test weniger als die Notizfunktionen. Der hohe Paketpreis bleibt am ehesten für Menschen nachvollziehbar, die die besondere Notizorganisation täglich nutzen.

reMarkable Paper Pure: Möglichst einfach schreiben

Das Paper Pure ersetzt das reMarkable 2 als aktuelles Schwarzweißmodell. Seine Stärke liegt weiterhin in der ruhigen, leicht verständlichen Oberfläche: Notizbuch öffnen und schreiben. Der helle Hintergrund, kräftiges Schwarz und gut kontrollierte Nachbilder lassen das Display angenehmer wirken, als die Auflösung von 226 ppi vermuten lässt. An die Schärfe eines 300-ppi-Geräts kommt es dennoch nicht heran, und ein Frontlicht fehlt auch hier.

Der aktive Marker lädt seitlich am Gerät. Sein härterer Kontakt auf dem strukturierten Glas unterscheidet sich spürbar vom weicheren Schreibgefühl des reMarkable 2. Besonders kritisch bleibt die Handschriftsuche: Sie ist vorhanden, setzt aber Connect und eine Online-Indexierung voraus. Der Kauf lohnt sich vor allem, wenn die einfache reMarkable-Bedienung und die zuverlässige Synchronisation wichtiger sind als eine möglichst große Funktionsvielfalt. Einen allgemeinen Preis-Leistungs-Sieg liefert das Paper Pure nicht.

Für unterwegs: Nomad oder Paper Pro Move

Wer das strukturierte Supernote-System in kleinerem Format sucht, kann das 7,8-Zoll-Nomad ansehen. Auch hier fehlt eine Beleuchtung. Das reMarkable Paper Pro Move bietet dagegen Farbe und Frontlicht auf 7,3 Zoll. Sein schmales Format ist für kurze Notizen handlich, bei längeren Mitschriften und PDFs aber eng. Zum hohen Preis ist es eher ein bewusst gewähltes Zweitgerät als der beste universelle Einstieg.

3Android & PDFsKategorie 3 von 4

Schwarzweiß-Tablets mit Android

Freie Lese-Apps, umfangreiche Notizwerkzeuge und starke PDF-Funktionen: Wer diese Möglichkeiten wirklich nutzt, bekommt mit BOOX mehr Freiheit, muss sich aber auch etwas einarbeiten.

Empfehlung
BOOX Go 10.3 (Gen II) Lumi
BOOX

BOOX Go 10.3 (Gen II) Lumi

10,3 Zoll300 ppiFrontlichtAndroid 15

Das scharfe Schwarzweißdisplay, Frontlicht und starke PDF-Werkzeuge treffen auf ein leichtes Gehäuse und Android mit Google Play.

  • 300-ppi-Schwarzweißdisplay mit Frontlicht
  • Sehr gute PDF-Werkzeuge
  • Umfangreiche Notiz-App und Google Play
  • Leichtes, dünnes Gehäuse
  • Stift muss separat per USB-C geladen werden
  • Einarbeitung in die vielen Funktionen
  • Im Test Softwareaussetzer und sichtbare Nachbilder

Für die meisten ist beim Go 10.3 der Gen II Lumi die angenehmere Wahl: Die Beleuchtung macht das Gerät an mehr Orten nutzbar.

Ausführlich: Schwarzweiß-Tablets mit Android

Go 10.3 Gen II Lumi: Das entscheidende Extra heißt Beleuchtung

Das BOOX Go 10.3 (Gen II) Lumi ergänzt die Go-Idee um ein alltagstaugliches Frontlicht. Damit bleibt das große Schwarzweißdisplay auch dann nutzbar, wenn das Umgebungslicht nicht ausreicht. Beim Lesen am Abend, beim Bearbeiten einer Unterlage auf Reisen oder für eine kurze Notiz auf dem Sofa muss nicht zuerst eine Lampe gesucht werden. Gerade dieser kleine Komfortunterschied macht das Lumi für wechselnde Einsatzorte interessant. Die unbeleuchtete Schwester bietet den flacheren Abstand zwischen Stift und Bild, verlangt dafür aber konsequent nach ausreichend äußerem Licht.

Der 10,3 Zoll große Bildschirm zeigt Schwarzweißinhalte mit 2480 × 1860 Pixeln und 300 ppi. Das ergibt scharfen Text und sauber aufgelöste Handschrift. Bei farblich codierten Dokumenten bleibt die Darstellung auf Graustufen beschränkt; wer Farben zuverlässig auseinanderhalten muss, sollte diese Einschränkung vor der Auswahl berücksichtigen. Für Bücher, Textunterlagen und viele PDFs bietet die monochrome Anzeige dagegen eine passende Grundlage. Das Frontlicht lässt sich in Helligkeit und Farbtemperatur regeln, auch wenn der besonders warme Bereich begrenzter ausfällt, als manche Abendleser erwarten dürften.

Der mitgelieferte InkSense Plus erkennt 4096 Druckstufen. Es handelt sich um einen aktiven Stift mit eigenem Akku und separatem USB-C-Ladeanschluss. Er ersetzt damit die passive EMR-Technik des ersten Go 10.3. Das bringt eine zusätzliche Ladeaufgabe und schränkt die Auswahl beliebiger Ersatzstifte ein. Beim eigentlichen Schreiben fällt der Kompromiss erfreulich klein aus: Die Eingabe ist gut brauchbar, und die Oberfläche unterstützt ein kontrolliertes, papierähnliches Schreibgefühl. Der Stift muss nicht täglich geladen werden, aber eine automatische Ladung direkt am Tablet wäre bequemer.

Das Lumi eignet sich besonders für Dokumente mit festem Seitenlayout. PDFs lassen sich direkt beschriften, vergrößern und in passenden Ansichten lesen. Bei einem eBook mit veränderlichem Textlayout ist mehr Aufmerksamkeit nötig: Ändert man nachträglich Schriftgröße oder Seitenaufteilung, können sich handschriftliche Anmerkungen gegenüber dem Text verschieben. Für präzise Randnotizen und gemeinsam weitergegebene Unterlagen bleibt eine feste PDF-Seite deshalb die klarere Arbeitsgrundlage.

Android 15 mit Google Play erlaubt zusätzliche Lese- und Arbeits-Apps. Die BOOX-Notiz-App bietet unter anderem Ebenen, Vorlagen, Handschriftsuche und Verknüpfungen. Das braucht etwas Einarbeitung, wächst aber auch mit umfangreicheren Notizsammlungen mit. Herunterladbare Apps sind nicht automatisch für E Ink geeignet; die eigenen Notiz- und Lesewerkzeuge sind deshalb ein wichtiger Teil der Empfehlung. Besonders gut gefällt bei PDFs der Spaltenmodus: Statt eine vergrößerte Seite ständig hin- und herzuschieben, bewegt man sich in sinnvoller Reihenfolge durch ihre Abschnitte.

Völlig reibungslos war die getestete Lumi-Firmware nicht: Apps schlossen sich unerwartet, und das Kontrollzentrum hakte. Auch Nachbilder waren sichtbarer als erwartet. Ob spätere Updates diese Probleme beheben, ist damit nicht neu geprüft. Der positive Gesamteindruck beruht auf der Schreiboberfläche, dem Licht, dem geringen Gewicht und den ausgezeichneten PDF-Funktionen. Wer diese Stärken benötigt, bekommt ein sehr vielseitiges Gerät.

Ohne Licht oder mit größerem Bildschirm?

Das Go 10.3 Gen II ohne Licht bringt Stiftspitze und Bild näher zusammen. Bei gutem Licht ist das ein schönes Schreibgerät, für die meisten wechselnden Alltagssituationen überwiegt aber der Komfort des Lumi. Wer bewusst immer am hellen Schreibtisch arbeitet, kann den flacheren Bildschirmaufbau höher gewichten.

Für große Fachtexte und A4-nahe Unterlagen ist das 13,3-Zoll-BOOX Note Max die passendere Größenklasse. Es zeigt mehr von einer Seite und erleichtert parallele Notizen, ist aber schwerer, unbeleuchtet und fiel im Test durch deutliche Nachbilder auf. Das gleich große Tab X C ergänzt Farbe und Frontlicht. Es ist teuer und ebenfalls klar ein Schreibtischgerät; die mäßige Ausdauer und die im Test unzuverlässige Akku-Restanzeige gehören ausdrücklich in die Abwägung.

4Mit FarbeKategorie 4 von 4

Farbige Notizbücher und Allrounder

Farbe hilft bei Markierungen, Diagrammen und Skizzen. Welche Lösung passt, hängt ebenso von der Software ab wie vom Bildschirm: BOOX für freie Apps, Kindle fürs Lesen und reMarkable fürs konzentrierte Schreiben.

Empfehlung
BOOX Note Air6 C
BOOX

BOOX Note Air6 C

10,3 ZollKaleido 3300 / 150 ppiAndroid 16

Farbe, ein sehr schneller ladeloser Stift, umfangreiche Notizen, hervorragende PDF-Werkzeuge und freie Apps kommen hier besonders gut zusammen.

  • Kräftigeres Schwarz und flottere Bedienung als beim 5C
  • Sehr schneller EMR-Stift ohne Ladebedarf
  • Starke Notiz- und PDF-Werkzeuge
  • Android 16 mit Google Play
  • Dunklerer Hintergrund als bei Schwarzweiß-E-Ink
  • Kürzere Laufzeit als beim Note Air5 C
  • Mehr Einstellungen und Einarbeitung als bei Kindle oder reMarkable

Wenn Vielseitigkeit bei einem Farb-E-Ink-Tablet wichtig ist, ist das Note Air6 C die stärkste Wahl in dieser Größenklasse.

Ausführlich: Farbige Notizbücher und Allrounder

BOOX Note Air6 C: Der vielseitigste Farb-Allrounder

Das BOOX Note Air6 C richtet sich an Menschen, die Bücher, Dokumente und handschriftliche Notizen auf einem Gerät zusammenbringen möchten. Seine Stärke ist die Verbindung dieser Aufgaben: Eine PDF-Datei lässt sich lesen und beschriften, daneben stehen eine umfangreiche Notiz-App und zusätzliche Android-Anwendungen bereit. Dadurch passt das Tablet ebenso zu Fachliteratur im Studium wie zu Besprechungsunterlagen oder persönlichen Arbeitsnotizen. Es bleibt allerdings ein E-Ink-Gerät. Wer häufig Videos abspielt oder flüssige Animationen erwartet, setzt andere Schwerpunkte als dieses digitale Notizbuch.

Das 10,3-Zoll-Display verwendet E Ink Kaleido 3. Schwarzweißinhalte erscheinen mit 2480 × 1860 Pixeln und 300 ppi, Farbinhalte mit 1240 × 930 Pixeln und 150 ppi. Farbige Markierungen, Diagramme und Illustrationen lassen sich dadurch besser unterscheiden als auf einem reinen Schwarzweißgerät. Die Farbe bleibt jedoch zurückhaltender und gröber aufgelöst als auf einem LCD-Tablet. Die einstellbare Beleuchtung kombiniert warmes und kaltes Licht und ist gerade in Innenräumen eine sinnvolle Ergänzung zum dunkleren Hintergrund eines Farb-E-Ink-Panels.

Gegenüber dem Note Air5 C wirkt Schwarz kräftiger, die Bedienung reagiert flotter und der Stift zeichnet unmittelbarer. Das sind spürbare Verbesserungen im Alltag, ohne die Reihe grundsätzlich neu auszurichten. Der mitgelieferte Pen3 unterstützt 4096 Druckstufen und Neigungserkennung. Die Schreiboberfläche bietet Widerstand für kontrollierte Handschrift. Dazu kommen die vielen Werkzeuge der BOOX-Notiz-App, mit denen sich Aufzeichnungen strukturieren und weiterverarbeiten lassen. Besonders überzeugend ist der Umgang mit PDFs: Lesen, Markieren und direktes Beschriften gehören zu den zentralen Aufgaben des Tablets.

Android 16 und der vorinstallierte Google Play Store erlauben eine individuelle Zusammenstellung der Apps. Wer bereits eine bestimmte Lesebibliothek oder einen Cloud-Dienst nutzt, kann diese Umgebung weiterverwenden. Diese Freiheit bringt mehr Möglichkeiten, aber auch mehr Menüs und Einstellungen mit sich. Das Note Air6 C passt deshalb besonders zu Nutzern, die ihr Gerät einrichten und dessen Werkzeuge gezielt einsetzen möchten. Für ausschließliches Lesen ist ein geschlossenes System häufig übersichtlicher.

Der mitgelieferte EMR-Stift benötigt keinen Akku. Die Eingabeverzögerung sank im Test gegenüber dem Note Air5 C von etwa 16 auf elf Millisekunden; beim normalen Schreiben fällt der Nachlauf kaum noch auf. Die magnetische Halterung sitzt nun auch sinnvoll unterhalb der Lautstärketasten. Das sind kleine Verbesserungen, die bei täglicher Nutzung helfen.

Die Kehrseite ist die Laufzeit. Ohne Frontlicht waren im Dauerlesetest ungefähr 22 statt 30 Stunden beim 5C möglich. Mit rund 40 Nits Beleuchtung schrumpfte der Unterschied auf 13 zu 14 Stunden; beim Schreiben waren es mit dieser Helligkeit etwa fünf statt sechs Stunden. Der neuere Chip liefert also keinen Ausdauergewinn. Wer bereits ein Note Air5 C besitzt, muss deshalb nicht wechseln. Für den Neueinstieg oder den Ersatz eines älteren Modells ist das 6C insgesamt trotzdem die überzeugendere Kombination aus Darstellung, Tempo und Funktionsumfang.

Kindle Scribe Colorsoft: Das ruhigere Farbdisplay fürs Lesen

Der Scribe Colorsoft verbindet ein angenehm ruhiges Farbdisplay mit sehr direkter Stifteingabe. Schon wenig Frontlicht macht ihn auch für gewöhnliche Bücher attraktiv. Seine Stärke liegt im Zusammenspiel von Lesen, Markieren und Notizen; für eigene Dokumente bleiben die Übertragungswege und Amazons Verarbeitung entscheidende Einschränkungen.

Mit etwas Frontlicht tritt die feine RGB-Struktur gegenüber anderen Kaleido-Geräten weniger hervor; Farben und feine Abstufungen wirken besonders sauber. Wer vor allem Bücher liest, markiert und alltägliche Notizen festhält, kann das höher gewichten als die App-Freiheit des BOOX. Die Software bleibt aber ein Kindle-System: Ebenen, eigene Vorlagen und frei installierbare Apps gehören nicht zu seinen Stärken. Bei eigenen Dokumenten sind außerdem Import und Export zu beachten. Der hervorragende Bildschirm macht diese Einschränkungen leichter akzeptierbar, hebt sie aber nicht auf.

reMarkable Paper Pro: Mehr Fläche für konzentriertes Schreiben

Das reMarkable Paper Pro verbindet eine große Farbfläche mit angenehm direkter Handschrift und einer übersichtlichen Notizoberfläche. Besonders am Schreibtisch profitieren PDFs, Skizzen und farbige Anmerkungen davon. Das schwere, kantige Gehäuse und der harte Stiftkontakt machen es jedoch weniger bequem, als die Vorstellung eines digitalen Papierblocks vermuten lässt.

Das 11,8-Zoll-Farbdisplay mit Beleuchtung bietet viel Platz für Notizen und Dokumente. Schwarze Striche wirken ausgesprochen direkt; farbige Striche bauen sich sichtbar in mehreren Schritten auf. Das Blinken, der harte Stiftkontakt und das Gewicht sind echte Unterschiede zum gewohnten Papierblock. Ordner, Tags, Ebenen und die ruhige Oberfläche passen gut zur konzentrierten Arbeit. Handschriftsuche ist inzwischen mit Connect verfügbar. Eine freie App-Auswahl erhält man damit weiterhin nicht. Das Paper Pro lohnt sich vor allem, wenn die größere Farbfläche regelmäßig genutzt wird und die einfache Bedienung Vorrang hat.

Der große E-Ink Tablet Vergleich

In der unten eingeblendeten Tabelle hast du die Möglichkeit zum E-Ink Tablet Vergleich. Darin findest du digitale Notizbücher und E-Ink-Tablets ab dem Jahr 2019. Mit den Filtern kannst du die Auswahl nach bestimmten Kriterien wie Hersteller, Displaytechnologie, Beleuchtung, Preis, Gewicht usw. einschränken. Die Tabelle wird in Echtzeit angepasst, sodass du weiter unten sofort siehst, welche Geräte deinen Kriterien entsprechen.

34 von 34
Filter
Filtern nach
Jahr

Erscheinungsjahr

Limitiere die angezeigten Geräte nach Erscheinungsjahren. Hinweis: Die Tabelle enthält auch ältere Modelle; ein Eintrag bedeutet nicht, dass das Gerät noch neu erhältlich ist.

Beleuchtung

Eingebaute Beleuchtung

Soll das Gerät eine integrierte Beleuchtung haben? Hinweis: Mit integrierter Beleuchtung kann man auch bei Dunkelheit lesen.

Displaygröße

Displaygröße

Wie groß soll das Display sein?

Displaytechnik

Bildschirmtechnologie

Welche Displaytechnik soll genutzt werden? Tipp: Schwarzweiß-E-Ink bietet meist den helleren Hintergrund; Farbe hilft bei Markierungen und Diagrammen.

Pixeldichte

Pixeldichte

Schränke die Geräte nach Pixeldichte ein. Tipp: Je höher die Pixeldichte, desto schärfer der Text.

Auflösung

Displayauflösung

Schränke die Geräte nach Displayauflösung ein. Hinweis: Eine höhere Auflösung verbessert die Textschärfe.

Plane Front

Plane Front

Soll der Bildschirm mit dem Rest des Gehäuses bündig abschließen, ohne fühlbare Kanten an den Rändern?

Wasserschutz

Wasserschutz

Soll das Gerät einen Wasserschutz besitzen? Inkl. vollständiger Wasserdichtheit und sonstiger Wasserschutzoptionen.

Speicherkarte

Speicherkartenerweiterung

Wähle aus, ob eine externe Speicherkarte unterstützt werden soll. Hinweis: Meist ist eine Erweiterung nicht unbedingt nötig.

Blättertasten

Blättertasten

Soll das Gerät Blättertasten besitzen? Hinweis: Blättertasten vereinfachen die Bedienung mitunter.

Onleihe

Onleihe

Soll die Onleihe unterstützt werden? Hinweis: Mit der Onleihe kannst du eBooks in der Bücherei ausleihen.

Hersteller

Hersteller

Geräte nach Herstellern einschränken.

Preis

Preis

Wie viel darf das Gerät kosten?

Gewicht

Gewicht

Wie schwer darf das Gerät sein? Hinweis: Umso leichter, desto einfacher die Handhabung.

Alle 34 digitale Notizbücher werden unten angezeigt.

FarbeStiftLichtSystem
BOOX Go 10.3BOOX202410,3 ZollCarta 1200300S/WEMRohneAndroid375 g420 €
Bigme B751Bigme20247 ZollE Ink300S/WStift–Android207 g239 €
Bigme inkNoteX ColorBigme202410,3 ZollKaleido 3300150 FarbeFarbeStiftWarmlichtAndroid––
Kobo Libra ColourKobo20247 ZollKaleido 3300150 FarbeFarbeStiftWarmlichtgeschlossen200 g230 €
Penstar eNotePenstar202410,3 ZollCarta HD227S/WEMRohneAndroid––
PocketBook InkPad EoPocketBook202410,3 ZollKaleido 3300150 FarbeFarbeEMRWarmlichtAndroid470 g569 €
Viwoods AiPaperViwoods202410,65 ZollCarta 1300300S/WEMRohneAndroid370 g–
reMarkable Paper ProreMarkable202411,8 ZollGallery 3229FarbeStiftFrontlichtgeschlossen525 g649 €
BOOX Note Air 3BOOX202310,3 ZollCarta227S/WEMRWarmlichtAndroid450 g449 €
BOOX Note Air 3CBOOX202310,3 ZollKaleido 3300150 FarbeFarbeEMRWarmlichtAndroid430 g–
BOOX Tab Mini CBOOX20237,8 ZollKaleido 3300150 FarbeFarbeEMRWarmlichtAndroid310 g499 €
BOOX Tab Ultra CBOOX202310,3 ZollKaleido 3300150 FarbeFarbeEMRWarmlichtAndroid480 g–
BOOX Tab Ultra C ProBOOX202310,3 ZollKaleido 3300FarbeEMRWarmlichtAndroid450 g700 €
BOOX Tab XBOOX202313,3 ZollCarta 1250207S/WEMRWarmlichtAndroid560 g950 €
Bigme inkNote Color+Bigme202310,3 ZollKaleido 3300150 FarbeFarbeStiftWarmlichtAndroid––
Bigme inkNoteSBigme202310,3 ZollE Ink227S/WStiftWarmlichtAndroid–369 €
Kobo Elipsa 2EKobo · ohne Datenblatt202310,3 ZollCarta227S/WUSIWarmlichtgeschlossen390 g399,99 €
PocketBook InkPad X ProPocketBook · ohne Datenblatt202310,3 ZollCarta227S/WEMRWarmlichtAndroid350 g419 €
BOOX Note Air2 PlusBOOX202210,3 ZollCarta227S/WEMRWarmlichtAndroid445 g530 €
BOOX Nova Air CBOOX · ohne Datenblatt20227,8 ZollKaleido Plus300100 FarbeFarbeEMRWarmlichtAndroid235 g450 €
BOOX Nova Air2BOOX20227,8 ZollCarta300S/WEMRWarmlichtAndroid235 g390 €
BOOX Tab UltraBOOX202210,3 ZollCarta227S/WEMRWarmlichtAndroid480 g650 €
Huawei MatePad PaperHuawei202210,3 ZollCarta227S/WStiftFrontlichtAndroid360 g499 €
Kindle ScribeAmazon202210,2 ZollCarta300S/WEMRWarmlichtgeschlossen433 g370 €
BOOX Max Lumi2BOOX · ohne Datenblatt202113,3 ZollCarta207S/WEMRWarmlichtAndroid570 g900 €
BOOX Nova AirBOOX · ohne Datenblatt20217,8 ZollCarta300S/WEMRWarmlichtAndroid235 g350 €
BOOX Nova3 ColorBOOX20217,8 ZollKaleido Plus300100 FarbeFarbeEMRFrontlichtAndroid265 g320 €
BOOX Pagebox LumiBOOX202113,3 ZollCarta207S/WEMRWarmlichtAndroid570 g–
Bookeen NotéaBookeen202110,3 ZollCarta227S/WEMRWarmlichtAndroid460 g400 €
Kobo ElipsaKobo202110,3 ZollCarta 1200227S/WUSIFrontlichtgeschlossen383 g400 €
Kobo SageKobo20218 ZollCarta 1200300S/WUSIWarmlichtgeschlossen241 g290 €
BOOX Max LumiBOOX · ohne Datenblatt202013,3 ZollCarta207S/WEMRWarmlichtAndroid570 g900 €
BOOX Note AirBOOX · ohne Datenblatt202010,3 ZollCarta227S/WEMRWarmlichtAndroid420 g440 €
Boyue Likebook AlitaBoyue201910,3 ZollCarta227S/WEMRWarmlichtAndroid395 g–

UVP = unverbindliche Preisempfehlung aus unserer Gerätedatenbank. Sortierung per Klick auf die Spaltenüberschrift.

Welches Notizbuch passt zu mir?

Grob lassen sich die aktuellen Geräte in drei Gruppen einteilen. Entscheide zuerst, was du hauptsächlich machen willst – ausführlich in der Zusammenfassung darunter.

Lesegeräte mit Notizfunktion

Kindle Scribe, Scribe Colorsoft, Kobo Elipsa 2E

Im Herzen eReader mit bequemem Zugang zur eigenen Buchbibliothek, ergänzt um handschriftliche Notizen. Für alltägliche Mitschriften reicht das gut; aufwendige Notizorganisation bieten andere Systeme.

Ablenkungsfreie Notizbücher

Supernote Manta und Nomad, reMarkable Paper Pure und Paper Pro

Klarer Fokus auf Notizen: Supernote hilft besonders beim Strukturieren und Wiederfinden, reMarkable bei einer möglichst einfachen Schreibumgebung. Freie Apps stehen nicht im Mittelpunkt.

E-Ink-Tablets mit Android

BOOX Go 10.3 Gen II Lumi, Note Air6 C

Apps installieren, PDFs bearbeiten und viele Notizwerkzeuge nutzen. Die große Freiheit erfordert mehr Einarbeitung; die Wahl zwischen Schwarzweiß und Farbe hängt von den eigenen Dokumenten ab.

Zusammenfassung: Welches E-Ink Tablet ist das beste für mich?

Welches E-Ink Tablet ist also das richtige? Es kommt auf dein angedachtes Nutzungsverhalten an:

  • Kindle Scribe mit 11 Zoll und Frontlicht, wenn du vor allem liest, Bücher kommentierst und unkompliziert Notizen festhältst.
  • Supernote Manta für intensive Handschrift und gut organisierte Notizsammlungen; das kleinere Nomad für ein handlicheres Format. Beide verzichten auf Frontlicht.
  • reMarkable Paper Pure für eine besonders einfache, konzentrierte Schreibumgebung; Paper Pro für mehr Fläche, Farbe und Beleuchtung. Die Connect-Kosten für Handschriftsuche mit einplanen.
  • BOOX Go 10.3 Gen II Lumi für ein leichtes Schwarzweißgerät mit Frontlicht, sehr guten PDF-Werkzeugen und Android-Apps. Das unbeleuchtete Gen II passt gezielt zum hellen Arbeitsplatz.
  • BOOX Note Air6 C, wenn Farbe, umfangreiche Notizen, PDFs und freie Apps gemeinsam gefragt sind. Für Besitzer eines Note Air5 C besteht kein dringender Wechselgrund.
  • Kindle Scribe Colorsoft, wenn ein möglichst ruhiges Farbdisplay und die Kindle-Bibliothek wichtiger sind als freie Apps und besonders tiefe Notizfunktionen.
  • BOOX Note Max oder Tab X C für große Dokumente am Schreibtisch: Note Max in Schwarzweiß ohne Licht, Tab X C mit Farbe und Beleuchtung. Größe, Ghosting beziehungsweise Akkuschwächen gehören zur Entscheidung.

Wenn du dir noch nicht ganz sicher bist, dann sieh dir auch die nachfolgende Sektion an, in der wichtige Fragen vor dem Kauf behandelt werden. Diese lassen dein Nutzungsprofil besser eingrenzen und erleichtern so (hoffentlich) die Kaufentscheidung.

Fragen vor dem Kauf

Weil die Auswahl an digitalen Notizbüchern inzwischen sehr groß ist, es aber nicht das beste E-Ink Tablet gibt, ist es besonders wichtig sich vorher Gedanken darüber zu machen, welche Anforderungen man an das Gerät stellt.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst, die vor dem Kauf besonders wichtig zu wissen sind. Hat man hier bereits vorab seine Anforderungen angeklärt, fällt die Entscheidung zum Kauf des richtigen E-Ink Tablets später leichter.

Primäre Anwendung

Die wichtigste Frage die man vorab beantworten muss ist: Was genau will ich mit dem E-Ink Tablet primär machen?

Auch wenn man mit allen genannten Geräten Notizen nehmen kann, der Fokus liegt je nach Hersteller teils doch sehr unterschiedlich. Und obwohl die verschiedenen Begriffe oft austauschbar verwendet werden (auch von mir), lassen sich die aktuellen Geräte grob in folgende Kategorien einteilen:

  1. Lesegeräte mit Notizfunktion,
  2. Ablenkungsfreie digitale Notizbücher,
  3. E-Ink Tablets mit Erweiterbarkeit.

In die erste Kategorie der Lesegeräte mit Notizfunktion fallen ganz klar alle Notiznehmungs-Geräte von Amazon Kindle und Kobo. Diese sind im Herzen eigentlich eReader und wurden um die handschriftlichen Notizfunktionen erweitert.

Das klappt grundsätzlich gut, im Vergleich zu den anderen beiden Kategorien fällt aber auf, dass der Funktionsumfang geringer ausfällt. Ob dieser letztendlich ausreicht, solltest du mit der Lektüre der jeweiligen Testberichte klären.

Grundsätzlich sind diese Geräte die besten Lesegeräte, da der Fokus der Hersteller seit vielen Jahren darauf liegt.

In die zweite Kategorie der ablenkungsfreien digitalen Notizbücher fallen die Geräte von Remarkable und Supernote. Diese haben einen klaren Fokus auf die Notiznehmung. Zwar kann man damit auch eBooks lesen, das Leseerlebnis ist letztendlich aber weniger komfortabel als auf Kindle und Kobo. Das liegt an der geringeren Funktionsvielfalt, teils komplizierteren Bedienung und teils längeren Reaktionszeiten.

Diese Geräte sind also ganz klar als digitale Notizbücher positioniert, wobei die Notiznehmung auf Notizbuchseiten im Vordergrund steht. PDF-Dateien lassen sich ebenso kommentieren, in diesem Punkt können die E-Ink Tablets (siehe nachfolgend) aber deutlich mehr.

Mit der dritten Kategorie der E-Ink Tablets mit Erweiterungsmöglichkeit kommen wir zur Klasse der „eierlegenden Wollmilchsau“. Hierbei handelt es sich üblicherweise um Geräte mit Android oder AOSP (Android Open Source Project) Betriebssystem. Fast alle lassen das Sideloading von Apps zu, einige auch die direkte Installation aus dem Google Play Store.

Der große Vorteil dieser Geräte liegt in der besonders freien Anwendung. Insbesondere auf den Onyx Boox Geräten läuft eine ausgesprochen gut angepasste Android-Variante für E-Ink Displays.

Der große Nachteil der Geräte liegt aber oftmals in der komplizierteren Bedienung. Auch hier ist Boox wieder hervorzuheben. Die Geräte können viel, der Einstieg ist aber selbst für technikaffine Personen nicht immer intuitiv. Neuere Oberflächen vereinfachen manches; entscheidend bleibt, welche Apps und Werkzeuge man tatsächlich braucht.

Passive und aktive Stifteingabe

Ebenso sollte man sich die Frage nach der bevorzugten Stifteingabe stellen. Mit der passiven und aktiven Stifteingabe gibt es zwei unterschiedliche Varianten.

Die passive Stifteingabe basiert üblicherweise auf Wacom-EMR-Technik. Das Gerät versorgt den Stift induktiv mit Energie. Der Stift benötigt dadurch weder einen Akku noch einen Ladevorgang.

Wie fein die Spitze ist und wie sich das Schreiben anfühlt, hängt vom konkreten Stift und der Bildschirmoberfläche ab. Die Technik allein entscheidet das nicht.

Ein aktiver Stift benötigt Strom und muss daher mehr oder weniger häufig aufgeladen werden. Eine Regel, wie oft das der Fall ist, gibt es nicht und hängt alleine von der Implementierung des Herstellers ab. Manche aktive Stifte kommen mit einer Akkuladung Wochen oder Monate aus, andere nur einige Tage.

Bei vielen Stiften muss man die Spitze nach einiger Zeit tauschen, weil sie sich beim Schreiben abnutzt. Eine Ausnahme sind etwa Supernotes keramische Spitzen auf der dafür vorgesehenen Oberfläche.

Datenaustausch

Und zu guter Letzt muss man sich auch über den Datenaustausch mit dem Gerät Gedanken machen. Denn anders als man vielleicht vermuten könnte, klappt der nicht immer ohne Weiteres über den USB-Massenspeicher.

Einige Hersteller setzen auf die Nutzung der Cloud, sodass man die Notizen nicht direkt aus dem internen Speicher des Geräts kopieren kann.

Andere Anbieter verwenden lokale Webservices, sodass man Notizen zwar über USB, aber etwas kompliziert über einen Webservice mit dem Internet-Browser vom Gerät kopieren kann.

Und letztendlich gibt es natürlich auch Hersteller, wo der Datenaustausch aller Dateitypen (Notizen, PDFs und eBooks) problemlos über die USB-Massenspeicherfunktion klappt.

Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile, sodass man sich im Vorhinein einfach im Klaren darüber sein muss, wie der bevorzugte Datenaustausch aussehen soll. Darauf basierend lässt sich die Wahl nach dem passenden Hersteller schon sehr gut einschränken.

Häufige Fragen

Welche Arten von digitalen Notizbüchern gibt es?

Grob drei: Lesegeräte mit Notizfunktion (Kindle Scribe, Kobo), ablenkungsfreie digitale Notizbücher (reMarkable, Supernote) und E-Ink-Tablets mit Android und App-Installation (z. B. BOOX). Was am besten passt, hängt davon ab, ob du vor allem liest, schreibst oder Apps brauchst.

Passive oder aktive Stifteingabe?

Passive EMR-Stifte benötigen keinen Akku und werden vom Gerät induktiv versorgt. Aktive Stifte müssen je nach Modell am Tablet oder separat geladen werden. Das Schreibgefühl hängt auch von Spitze und Oberfläche ab. Viele Spitzen nutzen sich ab; Supernotes keramische Spitzen sind eine Ausnahme.

Wie komme ich an meine Notizen?

Je nach Hersteller über eine Cloud, über einen lokalen Webservice im Browser oder ganz einfach per USB-Massenspeicher. Kläre vor dem Kauf, welcher Weg zu deinem Alltag passt.

Digitales Notizbuch oder eBook Reader?

Wer hauptsächlich Romane liest, ist mit einem eBook Reader besser bedient: leichter, günstiger und mit der besseren Lesesoftware. Ein Notizbuch lohnt sich, wenn du handschriftlich schreibst, PDFs kommentierst oder skizzierst.

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