Tolino Epos 3 vorgestellt: Behutsame Modellpflege mit E-Ink Carta 1200

Geschätzte Lesezeit: 3:37 min.

Nachdem im vergangenen Jahr die Vision-Reihe aktualisiert wurde, ist heuer die jüngste Tolino-Reihe am Zug.

Heute geht der Tolino Epos 3 in der dritten Generation mit neuester E-Ink Technologie, neuer Hardwareplattform, neuem Softwareunterbau und behutsam verändertem Design an den Start und löst den Epos 2 ab, der bereits seit 2019 am Markt ist.

Neueste Bildschirmtechnik

Eine der größten Neuerungen betrifft die nun verwendete E-Ink Carta 1200 Bildschirmtechnologie. Dabei handelt es sich um die derzeit modernste E-Paper-Technik aus dem Hause der E-Ink Holdings, die bereits im Tolino Vision 6 zum Einsatz kommt.

Dort konnte die neue Technologie bereits mit hervorragenden Kontrastwerten und einer besonders gleichmäßigen Ausleuchtung überzeugen. Ob auch der Tolino Epos 3 hier anknüpfen kann, sehen wir uns im Testbericht an.

Die Bildschirmauflösung bleibt mit 1920×1440 Pixel ebenso unverändert wie die Displaydiagonale von 8 Zoll. Damit ergibt sich wieder eine gestochen scharfe Pixeldichte von 300 ppi.

Mit Hilfe der eingebauten Beleuchtung lässt sich das Display beleuchten, wobei wenig überraschend auch wieder eine Nachtlichtfunktion zur Anpassung der Farbtemperatur zur Verfügung steht.

Beim neuen Bildschirm verzichtet man dieses Mal auf E-Ink Mobius Technik. Das ist die flexible Bauform auf Kunststoffbasis (statt Glas), die das Vorgänger-Display nicht nur bruchsicher, sondern auch leichter gemacht hat.

Verfeinertes Gehäuse

Optisch präsentiert sich der Tolino Epos 3 kaum anders als der Vorgänger – zumindest bei schnellem Hinsehen.

Tatsächlich wurde aber ebenso wie beim Vision 6 im Detail Hand angelegt und das Gehäuse rundum verfeinert.

Am auffälligsten ist das Fehlen des charakteristischen Knicks der Griffleiste. Stattdessen biegt sich der Griff zur Außenkante hin jetzt leicht. Das verbessert die Handhabung spürbar, wie bereits der Vision 6 bewiesen hat.

Ebenso neu sind die beiden Hardwaretesten. Es handelt sich nun um zwei völlig getrennte Knöpfe. Das verbessert die Handhabung, da sie jetzt auf ihrer gesamten Länge einen relativ gleichmäßigen Druckpunkt besitzen.

Aufgrund des neuen Displays und wohl auch wegen ein paar sonstiger Änderungen am Gehäuse, hat der neue Epos ein wenig an Gewicht zugelegt: Statt 195 Gramm bringt der Epos 3 nun 232 Gramm auf die Waage. Das ist zwar mehr als beim Vorgänger, für einen 8 Zöller aber weiterhin völlig in Ordnung.

Sorgenfreies Lesen am Wasser mit IPX8 Zertifizierung

Neue Plattform

Zwei wesentliche Neuerungen befinden sich unter der Haube.

Erstens: Der Tolino Epos 3 verwendet jetzt die gleiche Hardwarebasis wie der Vision 6. Somit besitzt der Epos jetzt auch den Quad-Core-Chip AllWinner B300. Zusammen mit E-Ink Carta 1200 soll das die Reaktionszeit des Geräts weiter verbessern. Außerdem wurde auch der Arbeitsspeicher auf 1 GB RAM verdoppelt.

Zweitens: Zusammen mit der neuen Hardware-Plattform setzt der Epos 3 auf Android 8.1 als Unterbau. Davon bekommt man als normaler Nutzer zwar nichts mit, für Bastler, die den eReader rooten möchten, um eigene Apps zu nutzen, ist das aber ein wesentlicher Vorteil gegenüber der Vorgängergeneration.

Ein wenig kritisch muss man in diesem Zusammenhang allerdings die Akkukapazität erwähnen. Diese bleibt mit 1.200 mAh unverändert, was in Anbetracht der stärkeren Hardware verglichen mit dem Vorgänger für kürzere Akkulaufzeiten sorgen dürfte.

Neu ist die USB-C Ladebuchse, unverändert bleibt der IPX8 Wasserschutz erhalten.

Der Tolino Epos 3 ist ab sofort für 279 Euro erhältlich.

Kobo-Verwandtschaft

eReading-Veteranen kommt der Epos 3 natürlich sofort bekannt vor, denn es handelt sich um das Schwestermodell zum Kobo Sage.

Ebenso wie das bereits bei den vorigen Modellen der Fall war, bündeln Kobo und die deutschen Buchhändler im Zuge der Tolino-Allianz ihre Kräfte und verwenden weitestgehend die gleiche Hardware.

Das zeigt sich insbesondere in einem interessanten Detail: Der Tolino Epos 3 besitzt mit 32 GB Speicherplatz (30 GB verfügbar) nun dreimal so viel Platz wie der Vorgänger. Eine so große Speichermenge ist natürlich immer gern gesehen, diese nur mit eBooks zu befüllen, geschieht im Normalfall aber eher selten.

Der Grund für die gewachsene Speichermenge liegt mitunter in der Hörbuchunterstützung des Kobo Sage. Hörbücher brauchen nämlich wesentlich mehr Speicherplatz. Die Unterstützung dafür fehlt bei Tolino allerdings (noch). Mich würde es nicht wundern, wenn daran bereits gearbeitet wird.

Wie sich der Tolino Epos 3 im Alltag schlägt, erfährst du im Testbericht.

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Abruf der Informationen am 24. September 2022 um 21:59. Die Preise werden regelmäßig aktualisiert. Alle Angaben dieses Preisvergleichs sind ohne Gewähr.

Datenblatt

Technische Daten: Tolino Epos 3
AllgemeinHerstellerTolino
Markteinführung2022
Verfügbare FarbenSchwarz
Wassergeschütztja, IPX8-Zertifizierung
GrößeMaße181,4 x 160,5 x 7,6 mm
Gewicht232 g
DisplayDisplaytechnologieE-Ink Carta 1200
Displaygröße8 Zoll
Displayauflösung1920x1440 Pixel
Pixeldichte300 ppi
Farbtiefe16 Graustufen
Touchscreenja, kapazitiv
Eingebaute Beleuchtungja
Blaulichtreduktionja
Plane Frontja
VerbindungenUSBja, USB-C
Bluetoothnein
WLanja
GSM / UMTSnein
SpeicherInterner Speicher32GB
Speicherkartenerweiterungnein
FunktionenBetriebssystemAndroid 8.1
Lautsprechernein
Text-to-Speechnein
Blättertastenja
Unterstützte DateiformateEPUB, PDF, TXT (Kompatibel mit eBooks öffentlicher Bibliotheken z. B. Onleihe) und tolino select
Unterstützte DRM-Dateiformatenicht bekannt
SonstigesAkkulaufzeit / Akkukapazität1.200 mAh
Lagesensorja
Integrierter eBook Storeja
SonstigesIPX8-Zertifiziert, AllWinner B300 Quad-Core CPU, 1 GB RAM

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Noch bevor Kindle und Tolino in Deutschland an den Start gegangen sind, hat Chalid seinen ersten eBook Reader im Jahr 2007, aus Begeisterung an der Technik, aus den USA importiert. Als Mitbegründer und Chef-Redakteur hat er seit der Gründung von ALLESebook.de, im Jahr 2010, inzwischen über 100 eReader zahlreicher Hersteller getestet. Mehr erfahren