eBook Reader

Hier findest du eBook Reader Empfehlungen, sowie eine interaktive Vergleichstabelle, die du mit Auswahlfeldern selbst filtern kann.

Ich werde oft gefragt, welcher der beste eBook Reader ist, denn Freunde und Bekannte wissen, dass ich »etwas« mit eReadern mache. Da sich die Frage unter vielen verschiedenen Gesichtspunkten betrachten lässt, gibt es bedauerlicherweise keine einfache Antwort. Interessenten haben schließlich unterschiedliche Anforderungen, Geschmäcker und Preisvorstellungen.

Dennoch gibt es aber natürlich trotzdem immer Modelle, die sich der Masse abheben. Im Zuge der nachfolgenden Top-3-Liste nenne ich die wichtigsten Geräte, mit denen man als Geschenk oder zum Eigenbedarf kaum etwas falsch machen kann – inklusive jeweils einer passenden Alternative.

Weiterführend kannst du in der darauf folgenden Vergleichstabelle auch zahlreiche aktuelle eBook Reader Modelle nach verschiedensten Kriterien filtern, um das richtige Modell für deinen Bedarf zu finden.

Welchen eBook Reader kaufen? (Top 3)

Der beste Allrounder: Tolino Vision 4 HD. Fast schon als eierlegende Wollmilchsau kann der vierte Vision bezeichnet werden. Der eReader bietet neben den Vorzügen des günstigeren Shine (300 ppi Display, hohe Kontrastwerte, gleichmäßige Beleuchtung) außerdem einen eingebauten Wasserschutz und eine sehr nützliche Blaulichtreduktion. Damit lässt sich die Beleuchtung in den Abendstunden auf eine wärmere Farbtemperatur umstellen, was nicht nur subjektiv angenehmer ist, sondern auch eine Störung des Schlafrhythmus verhindern soll. Einzig die fehlende Speicherkartenerweiterung ist als kleines Manko zu sehen – dürfte für die meisten Nutzer aber nicht allzu schwer ins Gewicht fallen.

  • Alternative: Zwar ohne Blaulichtreduktion, aber mit allerhand sonstigen Funktionen im Gepäck, ist der PocketBook Touch HD eine sehr gute Alternative im gleichen Preissegment. Dieser besitzt eine Audiounterstützung, (Blätter-)Tasten und eine mittlerweile seltene Speicherkartenerweiterung. Die umfangreiche Software bietet die beste Bibliotheksfunktion, tolle Schriftanpassungsmöglichkeiten und die beste PDF-Anzeige.

Tolino Vision 4 HD jetzt kaufen


Preis-Leistungs-Sieger: Kindle Paperwhite. Der wohl erfolgreichste eBook Reader am Markt kommt von Amazon und wird bereits in der dritten Generation angeboten. Er zeichnet sich durch eine besonders einfache Einrichtung und Bedienung aus. Gleichzeitig bietet der 300 ppi Bildschirm eine gestochen scharfe Abbildleistung mit hohen Kontrastwerten. Verbunden mit dem niedrigen Preis kann sich der Paperwhite den Preis-Leistungs-Sieg holen. Die größte Stärke des Kindle ist aber auch seine größte Schwäche: Beim eBook-Kauf ist man stark an Amazon gebunden und kann ePub-eBooks aus anderen Shops nur mit Konvertierung nutzen.

  • Alternative: Die beste (offene) Alternative im gleichen Preissegment stellt der Tolino Shine 2 HD dar. Dieser bietet eine ähnliche Technik und ist dank ePub-Unterstützung mit vielen anderen Shops nutzbar. Außerdem lässt sich das Android-Betriebssystem rooten und das Gerät somit bestens individualisieren.

Kindle Paperwhite jetzt kaufen


Mit dem besonderen Extra: Tolino Epos. Der Epos vereint die bisherigen Vorzüge der Tolino-Welt mit einem 7,8 Zoll großen Bildschirm. Im Grunde handelt es sich bei dem Gerät um einen größeren Vision 4 HD. Der jüngste Neuzugang bietet die exakt gleichen Vorzüge wie das kleinere Schwestermodell. Das gewachsene Display sorgt für besonders entspanntes Lesen, für das man allerdings auch etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

  • Alternative: Eine ebenso interessante Alternative ist der neue Kindle Oasis 2. Dieser bietet mit 7 Zoll zwar eine kleinere Anzeigefläche – diese ist aber dennoch größer als bei den meisten anderen Geräten (6 Zoll). Die asymmetrische Bauweise kann haptisch auf ganzer Linie überzeugen, die Blättertasten erleichtern die Bedienung und der eingebaute Wasserschutz sorgt für sorgenfreies Lesen in Wassernähe. Auf eine blaulichtreduzierte Beleuchtung muss man im Gegensatz zum Tolino Epos aber verzichten.

Tolino Epos jetzt kaufen

eBook Reader Vergleich

In der unten eingeblendeten Tabelle findest du aktuelle in Deutschland und Österreich erhältliche eBook Reader aus den Jahren 2014 bis 2017. Mit den Filtern kannst du die Auswahl nach bestimmten Kriterien wie Hersteller, Displaytechnologie, Beleuchtung, Preis, Gewicht usw. einschränken. Die Tabelle wird in Echtzeit angepasst, sodass du direkt sehen kannst, welche eBook Reader deinen Kriterien entsprechen.

Erscheinungsjahr

Limitiere die angezeigten Geräte nach Erscheinungsjahren. Hinweis: Geräte ab 2015 sind meist weiter verfügbar.

Eingebaute Beleuchtung

Soll der eReader eine integrierte Beleuchtung haben? Hinweis: Mit integrierter Beleuchtung kann man auch bei Dunkelheit lesen.

Displaygröße

Wie groß soll der Bildschirm sein?
Hinweis: 6 Zoll eignet sich sehr gut zum Lesen von Romanen, Geschichten etc.

Displaytechnik

Welche Displaytechnik soll genutzt werden? Tipp: E-Ink Carta bietet die aktuell beste Ablesbarkeit.

Pixeldichte

Schränke die eReader nach Pixeldichte ein. Tipp: Je höher die Pixeldichte, desto schärfer der Text.

Displayauflösung

Schränke die eReader nach Displayauflösung ein. Hinweis: Eine höhere Auflösung verbessert die Textschärfe.

Plane Front

Soll der Bildschirm mit dem Rest des Gehäuses bündig abschließen, ohne fühlbare Kanten an den Rändern?

Blaulichtreduktion

Soll eine blaulichtreduzierte bzw. natürliche Beleuchtung vorhanden sein, um den Schlafrythmus nicht zu stören?

Wasserschutz

Soll das Gerät einen Wasserschutz besitzen? Inkl. vollständiger Wasserdichtheit und sonstiger Wasserschutzoptionen.

Speicherkartenerweiterung

Wähle aus, ob eine externe Speicherkarte unterstützt werden soll. Hinweis: Meist ist eine Erweiterung nicht unbedingt nötig.

Blättertasten

Soll das Gerät Blättertasten besitzen? Hinweis: Blättertasten vereinfachen die Bedienung mitunter.

Onleihe

Soll die Onleihe unterstützt werden? Hinweis: Mit der Onleihe kannst du eBooks in der Bücherei ausleihen.

Hersteller

eReader nach Herstellern einschränken. Hinweis: Amazon, Tolino und PocketBook sind die gängigsten.

Preis

Wie viel darf der eReader kosten? Hinweis: Zwischen 100 und 130 Euro bekommt man das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Gewicht

Wie schwer darf der eReader sein? Hinweis: Umso leichter, desto einfacher die Handhabung.

Filter zurücksetzen

Du willst von vorne beginnen? Dann kannst du mit dem unten gezeigten Knopf alle Optionen zurücksetzen und einen Reset der Suchoptionen durchführen.

In der Vergleichstabelle befinden sich aktuell 36 eBook Reader.
Legende: : Ja : Nein : Retina Auflösung : Beste Anzeigetechnik : Beleuchtung : Blaulichtreduktion : Geringes Gewicht : Wassergeschützt

BezeichnungDisplayDisplaytechnologieTouchscreenGewichtPreis
6 Zoll
1024x758 Pixel
212 ppi
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
190 g
9,7 Zoll
1200x825 Pixel
150 ppi
E-Ink Pearl
unbeleuchtet

induktiv
520 g
320 €
6 Zoll
1024x758 Pixel
212 ppi
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
197 g
8 Zoll
1024x758 Pixel
159 ppi
E-Ink Pearl
beleuchtet

kapazitiv
280 g
199 €

Kindle
(2016)
6 Zoll
800x600 Pixel
167 ppi
E-Ink Pearl
unbeleuchtet

Infrarot
161 g 
69,99 €
Hier kaufen
6 Zoll
800x600 Pixel
167 ppi
E-Ink Pearl
unbeleuchtet

infrarot
191 g
6 Zoll
1448x1072 Pixel
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
131 g 
289,99 €
Hier kaufen
7 Zoll
1680x1264 Pixel
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet, mit Helligkeitssensor

kapazitiv
194 g
229,99 €
Hier kaufen
6 Zoll
1448x1072 Pixel
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
205 g
119,99 €
Hier kaufen
6 Zoll
1448x1072 Pixel
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet, mit Helligkeitssensor

kapazitiv
180 g 
189,99 €
Hier kaufen
6,8 Zoll
1430x1080 Pixel
265 ppi
E-Ink Carta 
beleuchtet

infrarot
233 g
179,00 €
Hier kaufen
7,8 Zoll
1872x1404 Pixel
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet, mit Helligkeitssensor

kapazitiv
230 g
229,00 €
Hier kaufen
6 Zoll
1448x1072 Pixel
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet

infrarot
180 g 

Onyx Boox i63ML Newton
(2014)
6 Zoll
1024x758 Pixel
212 ppi
E-Ink Carta 
beleuchtet

Infrarot
238 g
8 Zoll
1600x1200 Pixel
250 ppi
E-Ink Pearl
beleuchtet

infrarot
350 g

Onyx Boox M96
(2014)
9,7 Zoll
1200x825 Pixel
150 ppi
E-Ink Pearl
unbeleuchtet

induktiv
510 g
6,8 Zoll
1440x1080 Pixel
265 ppi
E-Ink Pearl
beleuchtet

kapazitiv
250 g
189 €
6 Zoll
1442x1072
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
205 g
229 €

PocketBook Aqua
(2014)
6 Zoll
800x600 Pixel
167 ppi
E-Ink Pearl
unbeleuchtet

kapazitiv
170 g 
6 Zoll
1024x768 Pixel
167 ppi
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
180 g 
129,00 €

PocketBook Basic 2
(2014)
6 Zoll
800x600 Pixel
167 ppi
E-Ink Vizplex
unbeleuchtet
188 g 
69 €

PocketBook InkPad 1
(2014)
8 Zoll
1600x1200 Pixel
250 ppi
E-Ink Pearl
beleuchtet

kapazitiv
350 g
8 Zoll
1600x1200 Pixel
250 ppi
E-Ink Pearl
beleuchtet

kapazitiv
300 g
199 €
6 Zoll
1024x758 Pixel
212 ppi
E-Ink Pearl
beleuchtet, mit Helligkeitssensor

kapazitiv
155 g 
149 €
6 Zoll
1448x1072 Pixel
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet

Infrarot
180 g 
149,99 €
Hier kaufen

PocketBook Touch HD 2
(2017)
6 Zoll
1448x1072 Pixel
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet

Infrarot
180 g 
6 Zoll
1024x758 Pixel
212 ppi
E-Ink Pearl
beleuchtet

kapazitiv
208 g
6 Zoll
1024x758 Pixel
212 ppi
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
208 g
6 Zoll
1024x758 Pixel
212 ppi
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
175 g 
7,8 Zoll
1872x1404 Pixel
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
260 g
249,00 €
Hier kaufen
6 Zoll
800x600 Pixel
160 ppi
E-Ink Carta 
unbeleuchtet

Infrarot
170 g 
69,00 €
Hier kaufen
6 Zoll
1448x1072 Pixel
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet

Infrarot
184 g 
119,00 €
Hier kaufen
6 Zoll
1024x758 Pixel
212 ppi
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
178 g 
6 Zoll
1024x758 Pixel
212 ppi
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
174 g 
6 Zoll
1448x1072 Pixel
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
174 g 
6 Zoll
1448x1072 Pixel
300 ppi 
E-Ink Carta 
beleuchtet

kapazitiv
174 g 
179,00 €
Hier kaufen

Kindle, Tolino oder PocketBook?

Mittlerweile haben sich drei eBook Reader Hersteller bzw. eBook Anbieter am deutschen Markt etabliert und dürfen zum sogenannten „Mainstream“ gezählt werden: Amazon mit der Marke „Kindle“, die deutschen Filialisten mit der Marke „Tolino“ und das schweizer Unternehmen „PocketBook“.

Kindle galt lange als Platzhirsch am eBook Markt. Die Dominanz der Amazon-Marke konnte in den vergangenen Jahren durch die Tolino-Allianz langsam aber sicher gebrochen werden. Mittlerweile ist der deutsche eBook-Anbieter ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Marktes. PocketBook hat es in Hinblick auf die Marktanteile als unabhängiger Hersteller zwar schwieriger, ist den allermeisten digitalen Lesefreunden aufgrund der traditionsreichen Vergangenheit aber dennoch ein Begriff. Kobo wiederum bietet seit der Tolino-Partnerschaft hierzulande keine Geräte unter eigenem Namen an. Daneben gibt es noch einige kleinere Hersteller wie Onyx oder Icarus, die allerdings in erster Linie als Nischenanbieter verstanden werden können.

Für die meisten Interessenten stellt sich daher die Frage: Kindle, Tolino oder PocketBook? Nachfolgend werden die Vorteile der einzelnen Angebote und Plattformen kurz aufgeschlüsselt.

Kindle Vorteile

  • Große Indie-Auswahl: Mittlerweile haben die meisten eBook-Shops zwar beinahe das selbe Angebot an Titeln von großen Verlagen, was die Auswahl an eBooks angeht, die von Indieautoren stammt, ist Amazon aber weiterhin der Marktführer. Für Vielleser gibt es somit viele kostengünstige Titel zu entdecken.
  • eBook-Flatrate: Apropos Vielleser – wer wirklich andauernd am Lesen ist, der kann sich mit Kindle Unlimited austoben. Für nur 9,99 Euro pro Monat kann man aus mehr als 1 Million eBooks wählen. Der Großteil stammt dabei aus der Selfpublisher-Szene, aber auch populäre Verlagstitel sind dabei.
  • Großer Softwareumfang: Amazons zeitlicher Vorsprung beim Markteinstieg macht sich auch heute noch bemerkbar. Die Software der eBook Reader ist ausgereifter und bietet einige nützliche Zusatzfunktionen, die man bei der Konkurrenz (noch) nicht findet (z.B. einen Vokabeltrainer).
  • Besser vernetztes Angebot: Als Kunde des Versandriesen hat man außerdem den Vorteil, dass die digitalen Angebote über das Prime-Abo stark miteinander vernetzt sind. Nutzt man Amazon regelmäßig, ist eine Prime-Mitgliedschaft eine sinnvolle Investition, die kostenlosen Premium-Versand, Video-Streaming und andere Services beinhaltet.

Tolino Vorteile

  • Offenes System: Will man sich nicht unbedingt an einen Anbieter binden, dann ermöglichen die Tolino-Modelle dank ePub-Unterstützung auch die Nutzung anderer Shops. Zwar kann man den eingebauten Store nicht ändern, allerdings hat man dennoch mehr Freiheit beim eBook-Kauf als bei Amazon.
  • eBook Reader mit Blaulichtreduktion: Keiner der anderen beiden Hersteller bietet Modelle mit blaulichtreduzierter Beleuchtung. Der Nutzen auf den Schlafrhythmus ist zwar fraglich, allerdings kann ich zumindest aus persönlicher Erfahrung davon berichten, dass die wärmere Farbtempertur insbesondere abends deutlich angenehmer ist und den Lesekomfort ungemein erhöht.
  • Eigene Apps dank Android-Rooting: Es handelt sich zwar nicht um eine reguläre Funktion, das Rooting des Android-Systems ist aber für Individualisten eine besonders praktische Sache. So kann man alternative Leseapps oder auch die eBook-Flatrate von Skoobe nutzen.
  • Vor-Ort-Service: Auch Amazon ist im lokalen Elektro-Fachhandel erhältlich, der Verkauf im örtlichen Buchhandel bleibt aber den Tolino-Geräten vorenthalten. Da die großen Filialisten nicht nur Händler sondern auch Content-Anbieter sind, ist das Hilfsangebot in den Geschäften naturgemäß etwas stärker vorhanden.
  • Onleihe-Kompatibel: Dank ePub-Unterstützung kann man auch den eBook-Verleih der Onleihe nutzen und so auf das Angebot der örtlichen Bücherei zurückgereifen.

PocketBook Vorteile

  • Offenes System und Plattformunabhängigkeit: Ebenso wie die Tolino-Modelle bietet PocketBook ein offenes System. Kauft man den eReader direkt beim Hersteller, ist das Gerät quasi plattformunabhängig und an keinen Shop gebunden. Die Sammlung der Nutzungsdaten lässt sich zudem in den Geräteeinstellungen deaktivieren.
  • Umfangreichste Softwarefunktionen: Ganz ohne Zweifel bekommt man bei PocketBook in Hinblick auf den Softwareumfang am meisten fürs Geld. Kein anderes System bietet so viele Möglichkeiten, z.B. um die eigene eBibliothek zu verwalten oder PDF-Dateien zu betrachten.
  • Vor-Ort-Service und Community-Aktivität: Zwar hat PocketBook nicht so ein großes Netzwerk an Buchhandelspartnern wie die Tolino-Allianz, allerdings werden die Geräte weiterhin bei verschiedenen Buchhändlern angeboten. So bekommt man auch hier eine gute Beratung vor Ort geboten. Ebenfalls erwähnenswert ist die Community-Aktivität von PocketBook, die es ermöglicht Kritik und Wünsche direkt zu übermitteln (wenngleich dieser Service eine rein freiwillige Leistung ist, die jederzeit eingestellt werden kann).
  • Onleihe-Kompatibel: Der beliebte eBook-Verleih funktioniert natürlich auch auf allen PocketBook-Modellen.

Fragen vor dem Kauf

Wenn man ein dedizierte Lesegerät erwerben möchte, dann gilt es vor dem Kauf ein paar Fragen zu beantworten. Nachfolgend klären wir ganz allgemein über eReader auf und dringen dann mit jedem weiteren Punkt tiefer in Materie ein.

Was ist eigentlich ein eBook Reader

Bei einem “eBook Reader” (auch: eReader) handelt es sich um ein Lesegerät für elektronische Bücher. Ganz pauschal trifft diese Definition ebenso auf PCs, Smartphones und Tablets zu, die immer häufiger zum Lesen digitaler Bücher verwendet werden. Im Speziellen meint man damit aber Geräte, deren Hauptverwendungszweck das Lesen von eBooks ist.

Dedizierte Lesegeräte zeichnen sich hauptsächlich durch spezielle Bildschirme aus, die eine augenschonende Ablesbarkeit und mehrwöchige Akkulaufzeiten ermöglichen. Diese werden E-Paper- oder E-Ink-Displays genannt. Aktuell hat die E-Ink Holdings ein Quasimonopol, sodass fast alle namhaften Hersteller auf Panels dieser Firma (ein Tochterunternehmen von Prime View International [PVI]) zurückgreifen.

E-Ink zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass nach dem erfolgten Bildaufbau kein Strom benötigt wird. Ein einmal aufgebautes Bild kann unbegrenzt lange gezeigt werden, auch wenn der Geräteakku leer ist.

Die Optik des E-Paper-Displays ähnelt einer bedruckten Papierseite, ist im Normalfall aber etwas gräulicher bzw. dunkler und spiegelungsarm – somit auch bei Blendempfindlichkeit geeignet.

E-Ink sieht nicht nur mit dem freien Auge so ähnlich aus wie Papier, sondern präsentiert sich auch unter dem Mikroskop so

Das geringe Gewicht ist ein weiterer Vorteil von eBook Readern. Es bewegt sich für Geräte mit einer 6 Zoll Bildschirmdiagonale (z.B. Kindle Paperwhite, Pocketbook Ultra, Tolino Shine, uva.) meist im Bereich zwischen 150 und 220 Gramm, was circa einem typischen Taschenbuch entspricht. Neben dem 6 Zoll Format gibt es außerdem kleinere 5 Zoll (z.B. PocketBook Mini) und größere 8 Zoll (z.B. PocketBook InkPad, TrekStor Pyrus Maxi) Formate bzw. dazwischen auch 6,8 Zöller (z.B. Kobo Aura H2O).

Lange Zeit galt die fehlende Bildschirmbeleuchtung als größter Nachteil dedizierter eReader. Bei E-Ink handelt es sich um eine reflexive Anzeigetechnologie (womit sie rückseitig lichtundurchlässig ist), d.h. externe Lichteinstrahlung ist nötig um eine Ablesbarkeit zu gewährleisten – ganz gleich wie beim Papierbuch. Daher erlaubt die Displaytechnik keine eingebaute Hintergrundbeleuchtung, wie das bei herkömmlichen Bildschirmen und Monitoren (LCDs, AMOLED, etc.) der Fall ist.

Im Jahr 2012 wurde dieser Kritikpunkt von allen wichtigen Herstellern (ausgenommen Sony) ausgeräumt – inzwischen werden Frontbeleuchtungen fast schon standardmäßig eingebaut und erlauben es auch bei Dämmerung und Dunkelheit zu lesen, sowie gleichzeitig die taschenbuchähnliche Bilddarstellung beizubehalten.

Dabei sitzen im Gehäuserahmen des eBook Readers mehrere LEDs, die eine hauchdünne Plastikfolie seitlich beleuchten. Diese Folie verteilt das Licht wiederum gleichmäßig über dem Bildschirm. Auch bei Tageslicht sorgt dies für eine bessere Ablesbarkeit, weshalb im Zweifel immer auf einen beleuchteten eBook Reader zurückgegriffen werden sollte.

Nachteilig ist die vergleichsweise träge Reaktionszeit der Anzeigetechnologie, was dank des spezialisierten Einsatzgebiets hingegen nicht allzu negativ ins Gewicht fällt. Schnelle Bildwechsel und Animationen sind aber kaum möglich. Die einfärbige Displayanzeige mindert die Nutzbarkeit farbgebundener Magazine und Medien, weshalb einige andere Firmen an stromsparenden bzw. -effizienten Alternativtechnologien forschen. Diverse Konzepte (Mirasol, Liquavista, IRX Technologies [mittlerweile insolvent]) existieren, konnten sich nach z.T. zaghaften Etablierungsversuchen bisher nicht durchsetzen.

Besonders praktisch: Mit einer integrierten Beleuchtung lässt sich auch im absolut Dunkeln wunderbar lesen

Neben der Hardware sorgt auch die Software für einen gehobenen Lesestandard. Ein großer Vorteil liegt in der Anpassbarkeit das Schriftbildes. Man muss sich nicht mit den relativ kleinen Schriftgrößen üblicher Taschenbücher zufrieden geben, sondern kann die Größe stufenweise den eigenen Vorlieben und Bedürfnissen anpassen. Besonders im Sinne der Barrierefreiheit kann ein eBook Reader für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen hilfreich sein.

Eine Textdarstellung im Querformat kann hierbei vorteilhaft sein, ebenso wie eine Vorlesefunktion.

Bei vielen eReadern kann man außerdem Zeilenhöhe und Randabstände ändern, die Textausrichtung umstellen oder eine andere Schriftart wählen. Der Umfang der Einstellungsmöglichkeiten unterscheidet sich je nach Hersteller, weshalb ein Blick auf unsere eBook Reader Tests empfohlen sei, in denen wir die einzelnen Funktionen immer genau beschreiben.

Vor- und Nachteile von eReadern

Warum sollte man zusätzlich zum Buch auch noch Geld für ein eigenes Gerät zum Lesen ausgeben? Warum sollte man sich ein weiteres elektronisches Gerät, welches regelmäßig an den Strom muss, zulegen? Warum sollte man sich mit DRM beim eBook herumschlagen, wenn man ein normales Buch nach belieben verborgen oder verkaufen kann? Nicht zu vergessen die emotionale Komponente: Das Gefühl ein gebundenes Buch zu lesen und dieses gesammelt, optisch ansprechend in einem Bücherregal aufzubewahren.

Das alles spricht nicht unbedingt für eBooks und eReader, aber bei weiterer Überlegung sind auch viele Vorteile zu nennen:

  • eBook Reader können dank kompakter Maße und geringem Gewicht fast immer und überall mitgeführt werden. Besonders auf Reisen, aber auch bei Platzmangel in den eigenen vier Wänden ist dies praktisch, denn auf einem eReader kann eine komplette Bibliothek auf kleinstem Raum gespeichtert werden. Damit ist man dann auch unterwegs flexibel in der Wahl seiner Bücher.
  • Einer der größten Vorteile von eBook Readern besteht in der Möglichkeit das Schriftbild des eBooks anzupassen. So kann man schnell und unkompliziert die Schriftgröße und meist auch die Schriftart anpassen. Dadurch lässt sich je nach Bedarf mit oder ohne Brille lesen bzw. das Schriftbild generell an den persönlichen Geschmack des Lesers bzw. der Leserin anpassen.
  • Während man ein traditionelles Papierbuch Seite für Seite nach einer gesuchten Stelle durchblättern muss, kann man eBooks nach Schlagwörtern und auch ganzen Textpassagen durchsuchen.
  • Mit einer integrierten Wörterbuchfunktion lassen sich auch anderssprachige Texte verständlich machen. Hierfür kann man einzelne Worte direkt ins Deutsche übersetzen lassen.
  • eBooks kann man 24 Stunden am Tag kaufen und sind direkt nach dem Kauf verfügbar – und man braucht nicht einmal das Haus zu verlassen oder auf den Postboten zu warten.
  • Aktuelle Buchtitel sind als eBooks meist um 20-30% günstiger, als die gebundene Ausgabe. Neben kostenpflichtigen eBooks gibts es auch zehntausende Buchklassiker zum kostenlosen Download.
  • Der Blättervorgang auf einem eReader ist ausgesprochen komfortabel. So kann man, ohne umzugreifen oder nachzugreifen, die Buchseite einfach per Knopfdruck (oder optional mit einem Wisch über den Touchscreen) blättern.

Unterm Strich überwiegen unserer Meinung nach die Vorteile. Besonders die höhere Flexibilität sprechen für die Anschaffung und durch den meist günstigeren Preis der eBooks im Vergleich mit herkömmlichen Büchern, kommt es mit der Fortdauer der Anwendung auch zur Amortisation. Weiters fällt der Stromverbrauch von eReadern mit eInk-Technologie so gering aus, dass der Nachteil bezüglich der Akkulaufzeit im Lesealltag kaum ins Gewicht fällt. Damit bleiben letztendlich nur zwei Fragen die man für sich beantworten muss:

  • Ist DRM, und damit die begrenzten Weitergabe und Wiederverkaufsmöglichkeit erworbener eBooks, ein K.O.-Kriterium?
  • Kann man sich emotional vom gewohnten Buchlesegefühl lösen und das bedruckte Blatt Papier gegen elektronische Tinte eintauschen?

eBook Reader vs. Tablet

Eine der wichtigsten Fragen die sich vorab stellt, ist die nach der Geräteklasse: Soll es ein dedizierter eBook Reader (wie z.B. der Kindle Paperwhite) sein, oder doch lieber ein Tablet (wie z.B. ein Apple iPad)? Wo liegt der Unterschied?

Der E-Ink Bildschirm (rechts) bietet eine papierähnliche Anzeige. Der LCD (links) mit „Retina“-Auflösung präsentiert sich für Papierfreunde unter dem Mikroskop weniger attraktiv.

Diese Frage lässt sich grob folgend beantworten: Ein eBook Reader dient fast ausschließlich dem Lesen von Romanen und die Bildschirmdarstellung ähnelt der eines gedruckten Buches, da es sich meist um nicht hintergrundbeleuchtete Geräte handelt. Die meisten eBook Reader nutzen ein sogenanntes E-Ink Display. Im Gegensatz dazu dient ein Tablet häufig dem vielseitigen Multimediakonsum von Video, Musik, Bildern und Spielen. Sie sind meist mit einem traditionellen LCD ausgestattet und daher unter Umständen etwas anstrengender für die Augen.

Die Gründe für die schlechtere Verträglichkeit von LCD-Bildschirmen liegt oftmals an zwei Dingen:

  • Bildschirme mit einer niedrigen Pixeldichte, d.h. solche bei denen die einzelnen Bildpunkte weit auseinanderliegen, haben eine verhältnismäßig unscharfe Abbildleistung. Je näher der Bildschirm den Augen kommt, desto eher sieht man diese winzigen Lücken in Form von schwarzen Pünktchen. Außerdem entsteht durch eine geringe Auflösung auch ein kantigeres Schriftbild, das dem Lesefluss schaden könnte. In den letzten Jahren hat sich diese Problematik allerdings deutlich abgeschwächt, denn Bildschirme mit HD- und Full-HD-Auflösungen sind mittlerweile keine Seltenheit mehr und sorgen für eine gestochen scharfe Bilddarstellung.
  • Das größere Problem ist oftmals die verwendete Ansteuerung der Hintergrundbeleuchtung des LCD. Diese erfolgt aus Kostengründen meist via sogenannter Pulsweitenmodulation (kurz: PWM). Die Art der Ansteuerung sorgt dafür, dass der Bildschirm leicht flackern kann. Im Normalfall ist dieser Effekt für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar, allerdings gibt es immer wieder Berichte davon, dass Personen trockene oder tränende Augen oder auch Kopfschmerzen von dieser Art von Bildschirmen bekommen. Leider weisen die Hersteller die verwendete Ansteuerungsmethode nicht aus, sodass man sich vorher umfassend darüber informieren muss.

Offenes oder geschlossenes System?

Dieser Punkt dürfte für die meisten bestehenden eBook Reader Besitzer bereits ein alter Hut sein. Dennoch darf der Punkt des „Ökosystems“ nicht unerwähnt bleiben.

Damit meint man nicht ein biologisches Ökosystem in der Natur, sondern das gesamte Angebot des Anbieters.

Einer der Wegbereiter des eBook-Marktes ist der US-Versandriese Amazon. Deren System wird unter dem Namen „Kindle“ betrieben. Es handelt sich um ein geschlossenes Ökosystem. Amazon nutzt ein eigenes Dateiformat und Kopierschutz. Die Geräte des Unternehmens unterstützen gängigen Formate (ePub und Adobe DRM) nicht. Das bedeutet, dass man eBooks für einen Amazon eReader in erster Linie beim Versandhändler kaufen muss. Andere Shops bieten das passende Dateiformat nur selten an.

Amazon oder nicht, das ist hier die Frage

Für Kunden kann dies ein Vor- und ein Nachteil sein. Vorteilhaft ist die unkomplizierte Abwicklung beim Kauf. Als Kindle-Nutzer muss man den eBook Reader beim ersten Mal im Grunde nur einschalten und kann schon loslegen. Es sind nur wenige Ersteinrichtungsschritte notwendig, was die Nutzung für nicht so technikversierte Personen extrem vereinfacht.

Der Kauf eines Kindle bedeutet allerdings, dass ein späterer Wechsel zu einem anderen Hersteller erschwert ist. Die bereits erworbenen eBooks mit Kopierschutz kann man auf sonstigen eReadern nicht so einfach nutzen.

Unter einem offenes Ökosystem versteht man die fehlende Bindung an einen Anbieter. D. h. es ist zwar ein Shop am Gerät integriert, dennoch ist der eBook Reader grundsätzlich auch ohne diesen problemlos nutzbar. Man kann jeden anderen ePub Store verwenden. Beispiel: Man kauft einen Kobo Glo HD, kann die digitalen Bücher aber ebenso bei Thalia kaufen. In diesem Fall hat man die freie Wahl.

Aber auch hier gibt es einen Nachteil. Die weite Verbreitung des Kopierschutzes der Firma Adobe macht den Ersteinrichtungsprozess für Anfänger oftmals zur Hürde. Die erstmalige Nutzung wird dadurch (unnötig) erschwert. Glücklicherweise bieten immer mehr deutsche Verlage ihre Dateien auch mit weichem DRM an.

Unterm Strich kann man festhalten: Mit einem offenen System ist man flexibler beim späteren eBook-Erwerb und einem eventuellen Anbieterwechsel. Mit dem geschlossenen System ist der eBook-Kauf einfacher und man muss sich keine Gedanken über den Kopierschutz machen. Es ist letztendlich Geschmackssache für welches Ökosystem man sich entscheidet. Preisunterschiede gibt es bei eBooks aufgrund der Buchpreisbindung nämlich nicht.

Datenblätter

Details zu den populärsten eBook Readern findest du auf den folgenden Einzelseiten: