Kobo Elipsa

Der Elipsa vereint den ersten E-Ink Carta 1200 Bildschirm im 10,3 Zoll Format und Stiftunterstützung mit bekannten Kobo Tugenden

Derzeit kein geprüftes Angebot. Der Preis zum Marktstart lag bei 400 €.
Alternativen vergleichen

Auf einen Blick

Mit seinem riesigen 10,3 Zoll großen Display gilt der Kobo Elipsa weniger als eReader, sondern eher als E-Ink Tablet. Die große Bildschirmdiagonale erlaubt die Anzeige großformatiger PDF-Dateien und mit Stiftunterstützung eine komfortable Notiznehmung. Darüber hinaus kann man natürlich auch normale eBooks lesen. Dank Hörbuchunterstützung und schnellem Prozessor wird der Elipsa zu einem komfortablen Allrounder in einem bisher wenig beachteten Größensegment.

Ideal für: Handschriftliche Notizen · PDFs und Fachliteratur · Große Bibliothek offline

Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?

Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.

  • Handschriftliche NotizenStifteingabe auf dem Display Ideal
  • PDFs und Fachliteratur10,3-Zoll-Display, nahe an A4 Ideal
  • Romane und Sachbücher227 ppi, für die meisten scharf genug Gut
  • Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht, aber kein Warmlicht Gut
  • Große Bibliothek offline32 GB Speicher Ideal
  • Hörbücher und VorlesenÜber Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher Gut

Kobo Elipsa im Überblick

Kobo war einer der ersten Mainstream-eReader-Hersteller, der bereits vor rund 10 Jahren mit dem Aura HD einen Schritt in Richtung größerer Bildschirmdiagonale (6,8 Zoll) gegangen sind. Den Weg setzte man später mit dem Aura One (7,8 Zoll) und Forma (8 Zoll) fort.

Mit dem Kobo Elipsa wächst die Displaydiagonale nochmals kräftig auf 10,3 Zoll, womit der kanadische eReading-Spezialist in ein Marktsegment stößt, das sich vom klassischen eReading wegbewegt.

Neue E-Ink Carta 1200 Technik mit riesigem Display

Kobo Elipsa, Bild 2Der 10,3 Zöller nutzte als erstes Gerät in dem Größensegment ein E-Ink Carta 1200 Bildschirm. Die zu dem Zeitpunkt modernste E-Ink Anzeigetechnologie, zeichnet sich durch noch bessere Kontrastwerte aus.

Im ersten Moment klingt das sehr gut, hat aber auch einen nicht zu unterschätzenden Nachteil: Ein E-Ink Carta 1200 Bildschirm baut auf einem Glassubstrat auf. Das bedeutet, dass das Display, ebenso wie die allermeisten anderen E-Ink-Bildschirme, anfällig für Bruchschäden ist.

Bei kleineren eReadern ist das üblicherweise kein Problem, aber je größer die Bildschirmdiagonale wird, desto eher wirkt z.B. beim Transport Torsion auf das Gehäuse. Solche Spannungskräfte können dem Display aufgrund der Glas-Basis durchaus gefährlich werden.

Der 8 Zoll große Kobo Forma oder das 10,3 Zoll große PocketBook InkPad X besitzen im Gegensatz dazu ein E-Ink Carta Mobius Display, das dank flexibler Bauform kaum (bzw. gar nicht) anfällig für Bruchschäden ist.

Mal abgesehen davon, dass ein sorgsamer Umgang mit einem Elektronikgerät nie verkehrt ist, sollte man beim Kobo Elipsa wohl noch einen Tick genauer auf Handhabung und Transport achten.

Kleine Kompromisse

Während ich die Displaytechnologie trotz Fehlen der flexiblen Mobius-Bauform nicht als Kompromiss einschätze, trifft das auf die nachfolgenden beiden Punkte nicht zu:

Der Kobo Elipsa lässt sich zwar wie gewohnt mit eingebauten LEDs beleuchten, allerdings muss man auf eine Farbtemperaturanpassung verzichten. Auch wenn eine gute Ablesbarkeit damit zu jeder Tages- und Nachtzeit gewährleistet ist, zu einem Preis von rund 400 Euro ist das Fehlen einer Blaulichtreduktion in meinen Augen durchaus schmerzhaft. Insbesondere, weil das unwesentlich teurere PocketBook InkPad X eine solche Farbtemperaturanpassung besitzt.

Weniger tragisch, aber jedenfalls trotzdem erwähnenswert, ist außerdem das Fehlen eines Wasserschutzes. Den bekommt man beim genannten Mitbewerb aber auch nicht. Der kleinere Kobo Sage besitzt ihn allerdings.

Hörbuchunterstützung und Stifteingabe

Gemeinsam mit dem Sage hat der Elipsa zudem die Hörbuchunterstützung über Bluetooth und die Stifteingabe mit dem aktiven Kobo-Stylus.

Die Notiznehmung mithilfe der drucksensitiven Stifteingabe ist gleichzeitig auch das größte Verkaufsargument für den eReader – auch wenn es nach Kobo geht. Denn der Hersteller stellt auf der offiziellen Produktseite und sonstigen Marketingmaterialien vor allem diesen Aspekt in den Vordergrund.

Stifteingabe als wichtiges Verkaufsargument
Stifteingabe als wichtiges Verkaufsargument

Das ist nicht verwunderlich, denn das Größensegment um 10 Zoll bewegt sich außerhalb der üblichen eReader-Größen zwischen 5 und 8 Zoll. Dementsprechend überrascht der Fokus auf eine neue Zielgruppe nicht.

Die Stifteingabe ist auch das wesentliche Hardware-Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem anderen Mainstream-10-Zöller Pocketbook InkPad X.

Bekannte Hardware

Neben der modernen Displaytechnik besitzt der Kobo Elipsa außerdem einen schnelleren Prozessor als bisherige Kobo-Modelle. Die bis zu 1,8 GHz schnellen Quad-Core CPU teilt sich das Gerät nur mit dem Kobo Sage. Zukunftssicher ist der Elipsa außerdem dank USB-C Ladebuchse.

Mit einem Gewicht von 383 Gramm ist das E-Ink Tablet zwar kein Leichtgewicht, bewegt sich aber noch durchaus in einem für die Größe angemessenen, komfortablen Rahmen.

Fazit

Der größte Kompromiss beim Kobo Elipsa ist aus meiner Sicht jedenfalls die fehlende Blaulichtreduktion. Wäre die Stifteingabe nicht, fiele daher die Empfehlung zum PocketBook InkPad X leicht.

Aber da ist dann eben doch die Unterstützung für den Kobo-Stylus, die den Elipsa zu einer durchaus interessanten Alternative zum PocketBook-Modell macht. Denn auch wenn man mit dem 10 Zöller problemlos klassische eBooks lesen kann, für die Zielgruppe, die ein solches Gerät bevorzugt zum Lesen großformatiger PDF-Dateien oder zur Notiznehmung verwenden wird, ist die Stiftunterstützung ein sehr großer Pluspunkt.

Wenn du allerdings auf der Suche nach einem etwas alltagstauglicheren (sprich: handlicheren) Lesegerät bist, das dir eine ähnliche Funktionalität bietet, dann lohnt sich der Blick zum Kobo Sage. Der ist mit seinem 8 Zoll Bildschirm auch groß (aber nicht riesig), besitzt einen Wasserschutz, eine Blaulichtreduktion und kann ebenfalls mit dem Kobo-Stift verwendet werden.

Datenblatt: Kobo Elipsa

  • Display 10,3″ Carta 1200 16 Graustufen, Touchscreen
  • Auflösung 227 ppi 1872 × 1404 Pixel
  • Gewicht 383 g 227,5 × 193 × 7,6 mm
  • Speicher 32 GB kein Speicherkartenslot
  • Wasserschutz Keine von Wasser fernhalten
  • Licht Frontlicht
  • Bedienung Touch + Stift keine Blättertasten
  • Audio Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher

Allgemein

Hersteller
Kobo
Gerätetyp
eReader, E-Note
Marktstart
2021
Preis zum Marktstart
400 €

Display

Technologie
E Ink Carta 1200
Größe
10,3 Zoll
Auflösung
1872 × 1404 px
Pixeldichte
227 ppi
Farbdisplay
Nein
Graustufen
16
Touchscreen
Ja, kapazitiv + USI-Stift
Beleuchtung
Frontlicht
Plane Front
Ja

Gehäuse & Bedienung

Maße
227,5 × 193 × 7,6 mm
Gewicht
383 g
Wasserschutz
Nein
Blättertasten
Nein
Lagesensor
Ja

Verbindungen

USB
USB-C
Bluetooth
Ja
WLAN
Ja
Mobilfunk
Nein
GPS
Nein

Hardware

Speicher
32 GB
Speicherkarte
Nein
Lautsprecher
Nein
Mikrofon
Nein
Betriebssystem
Linux

Software

Vorlesefunktion (TTS)
Nein
eBook-Shop
Ja

Unterstützte Dateiformate

  • EPUB
  • EPUB3
  • FlePub
  • PDF
  • MOBI
  • JPEG
  • GIF
  • PNG
  • BMP
  • TIFF
  • TXT
  • HTML
  • RTF
  • CBZ
  • CBR

Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.

Alternativen zum Kobo Elipsa

Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.

Im Vergleich

Kobo Elipsa im Vergleich mit ähnlichen Geräten
Merkmal Kobo Elipsa Kobo Elipsa Kindle ScribeKindle Scribe Onyx Boox Tab UltraOnyx Boox Tab Ultra Onyx Boox Go 10.3Onyx Boox Go 10.3
UVP zum Marktstart400 €370 €650 €420 €
Display10,3″ Carta 120010,2″ Carta10,3″ Carta10,3″ Carta 1200
Pixeldichte227 ppi300 ppi227 ppi300 ppi
Gewicht383 g433 g480 g375 g
Wasserschutz––––
Blättertasten––––
Warmlicht–JaJa–
Speicher32 GB16 GB128 GB + microSD64 GB
BluetoothJaJaJaJa
Marktstart2021202220222024
Geräteseite Zum Test Zum Gerät Zum Test

Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.