PocketBook Era im ausführlichen Test

Geschätzte Lesezeit: 24:45 min.

Der PocketBook Era schließt die 7-Zoll-eBook-Reader-Lücke im Portfolio des Schweizer eReading-Spezialisten. Aber mehr als das: Mit neuester Displaytechnik, asymmetrischen Gehäusedesign, Wasserschutz und Audiounterstützung – sogar über einen eingebauten Lautsprecher – verspricht der Era ein hochinteressantes Lesegerät für gehobene Ansprüche zu sein.

Im nachfolgenden Testbericht sehen wir uns an, ob der jüngste PocketBook eReader diese Ansprüche erfüllt.

Hinweis: Das Testgerät wurde ohne Bedingungen und ohne Einflussnahme auf den Test von PocketBook bereitgestellt.

Video-Test (Englisch)

Nachfolgend eine Zusammenfassung des Testberichts als englischsprachiges Video-Review:


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Abruf der Informationen am 1. Dezember 2022 um 11:28. Die Preise werden regelmäßig aktualisiert. Alle Angaben dieses Preisvergleichs sind ohne Gewähr.

Verarbeitung, Ausstattung und Handhabung

Der PocketBook Era gehört zu den kompaktesten 7 Zöllern am Markt. Das verdankt er dem sehr schmalen Rahmen um das Display, wobei eine Seite aufgrund des asymmetrischen Designs etwas breiter ist.

Wer schon länger hier mitliest, weiß, dass ich ein großer Fan dieser Bauform bin. Die seitliche Haltung des eReaders empfinde ich generell als komfortabler. Eine wesentliche Rolle dabei spielt auch das Vorhandensein von Blättertasten, die dabei mit dem Daumen leicht erreichbar sind.

Praktische, frei belegbare Tasten

Diese fehlen beim Era – wie bei quasi jedem PocketBook-Modell – natürlich auch nicht. Vier Tasten (Hometaste, Vor- & Zurückblättern, Powertaste) befinden sich am äußeren Rand, wobei die beiden mittig positionierten Blättertasten den größten Platz einnehmen.

Die guten Druckpunkte der Knöpfe beschränken sich dabei auf die Mitte der Tasten. Auch wenn ich generell eine gleichmäßige Druckpunktverteilung bevorzuge, wie sie beispielsweise am Kindle Oasis vorhanden ist, macht die Implementierung am Pocketbook Era durchaus Sinn. Denn die vier Knöpfe gehen nahtlos ineinander über, wodurch sie, ohne hinzusehen, kaum zu unterscheiden sind. Dadurch, dass sie am äußeren Rand aber nicht drückbar sind, werden unbeabsichtigte Betätigungen zuverlässig verhindert.

Sehr guter Qualitätseindruck

Die Bauqualität des Era ist insgesamt sehr ansprechend und folgt dem InkPad Lite sowohl optisch als auch qualitativ. Der seitliche Rahmen um das Gerät besteht aus Kunststoff, sieht aber beinahe aus wie Aluminium und erinnert sehr an diverse hochpreisige Smartphones und Tablets.

Hochwertig anmutender Gehäuserahmen (mit USB-C-Anschluss)

Die Vorderseite ist abgesehen von den Tasten durchgehend, d.h. der Bildschirm/Touchscreen sitzt nicht vertieft im Gehäuse wie z.B. beim Tolino Vision 6. Die Gehäusefront soll nun außerdem kratzfester sein als früher. Das alles unterstreicht den hohen Qualitätseindruck zusätzlich.

Geriffelte Rückseite

Das geriffelte Plastik auf der Rückseite wirkt im ersten Moment allerdings etwas weniger hochwertig als die Front und der seitliche Rahmen. Allerdings folgt PocketBook hierbei dem Motto „Form follows function“ und hat eine Bauform gewählt, die eine besonders gute Griffigkeit des Era gewährleistet. Denn die Rillen im Kunststoff sorgen dafür, dass man den eReader immer sicher in der Hand hält. Der Kindle Oasis fühlt sich im Vergleich dazu, durch die glatte Aluminiumoberfläche, „rutschiger“ an.

Asymmetrisches Design, mit einem genialen Kniff

Das asymmetrische Design des Era kennt man bereits seit geraumer Zeit von einigen anderen Herstellern. Der erste Kindle Oasis hat es vor einigen Jahren stark in den Mainstream gerückt und Tolino/Kobo sind schließlich gefolgt.

Tatsächlich hatte PocketBook mit dem „360°“ aber bereits vor deutlich längerer Zeit einen eReader mit dieser Bauform im Sortiment. Der Era knüpft nun nach vielen Jahren nun daran an.

Ausgezeichnete Handhabung, dank cleveren Designs

Die Wartezeit hat sich gelohnt, denn der PocketBook Era ist ohne Übertreibung die komfortabelste Umsetzung eines asymmetrischen eReaders, die ich bisher getestet habe. Das liegt an einem kleinen, aber entscheidenden Detail: Der Rahmen ist in Richtung der oberen und unteren Seite angewinkelt. Das sorgt dafür, dass die Ecken des Era nicht in die Handflächen drücken, sondern der Rahmen locker im Handballen aufliegt.

Mich würde es nicht wundern, wenn andere Hersteller diesen Designkniff in Zukunft kopieren. Die Haptik verbessert sich dadurch enorm.

Umfangreiche Ausstattung

Der PocketBook Era ist in zwei Speichervarianten erhältlich: Mit 16 oder 64 GB nicht erweiterbaren, internen Speicher. Die größere Speichervariante richtet sich insbesondere an Hörbuchkonsumenten. Denn der Era unterstützt, wie inzwischen (beinahe) alle höherpreisigen PocketBook-Modelle, eine Audioausgabe.

Ein Lautsprecher ist direkt eingebaut

Diese erfolgt entweder über Bluetooth und passende Kopfhörer bzw. Lautsprecher oder über den eingebauten Lautsprecher des Geräts. Der Era ist das erste Mainstream-Modell, das einen Lautsprecher direkt im Gerät integriert. Bisher kennt man das nur von diversen chinesischen Android-eReadern, die sich eher abseits des Mainstreams bewegen.

Der Lautsprecher lässt sich durchaus laut einstellen, allerdings leidet dann die Qualität hörbar. Aus meiner Sicht lohnt sich die Nutzung daher in erster Linie in leiserer Umgebung.

Die Akkukapazität von 1.700 mAh ist großzügig bemessen und sorgt für lange Laufzeiten. Die gute Ausstattung hat allerdings ihren Preis: Mit einem Gewicht von 228 Gramm ist der PocketBook Era vergleichsweise schwer. Der Unterschied zum 40 Gramm leichteren Kindle Oasis ist deutlich spürbar und auch der Tolino Vision 6 ist immerhin um 13 Gramm leichter.

Die Konkurrenz von Amazon (links: Kindle Oasis) ist spürbar leichter

Dank der ausgezeichneten Bauform (siehe oben) ist die Handhabung des Era aber trotzdem kein Problem, wenngleich die rund 230 Gramm für mich an der oberen Grenze dessen sind, was ich für einen 7 Zöller bevorzugen würde.

Und zu gu­ter Letzt sei an dieser Stelle auch der eingebaute IPX8-Wasserschutz erwähnt, der in Anbetracht der Premium-Ausrichtung des eReaders natürlich nicht fehlen darf. Ein Dual-Core-Prozessor mit bis zu 1 GHz Takt und 1 GB RAM Arbeitsspeicher sorgen für die nötige Leistung und mit dem USB-C-Anschluss ist der eReader außerdem fit für die Zukunft.

Tolino Vision 6 (links) vs. PocketBook Epos (rechts)

Display und Beleuchtung

Der PocketBook Era besitzt ein 7 Zoll großes E-Ink Carta 1200 Display. Es handelt sich um den ersten PocketBook-eReader mit der neuen Technologie.

Diese verspricht bessere Kontrastwerte und eine höhere Reaktionsfreudigkeit. Bei der Konkurrenz von Amazon (Kindle Paperwhite) und Tolino (Vision 6, Epos 3) kommt diese bereits zum Einsatz und kann mit einer tollen Anzeigequalität überzeugen.

Gute Kontrastwerte dank E-Ink Carta 1200

Auch wenn der Bildschirm des PocketBook Era einen guten Kontrast bietet, kann dieser trotz der gleichen Technik aber nicht ganz mit den Konkurrenten mithalten. Nicht falsch verstehen: Der Era ist bestens ablesbar, aber im direkten Vergleich zu den genannten Mitbewerbern ist der Kontrastunterschied zuungunsten des Era nicht von der Hand zu weisen.

Beleuchtungsqualität und Nachtlicht

Wie beinahe alle PocketBook-Modelle besitzt der Era eine eingebaute Beleuchtung mit Nachtlicht-Funktion. Die Beleuchtung erfolgt, wie in dieser Bauform üblich, von der Seite. Das ist erwähnenswert, weil die seitliche Frontbeleuchtung eines E-Ink Bildschirms anfälliger auf Unregelmäßigkeiten ist, als bei der „normalen“ Beleuchtung von unten (wie z.B. beim InkPad 3).

0 Prozent Nachtlicht

Das gilt auch für den Era: Die Ausleuchtung ist in Ordnung, allerdings ist ein Helligkeitsverlauf, insbesondere bei heller Lichteinstellung, wahrnehmbar. Reduziert man die Helligkeit oder nutzt ausschließlich das warm-orange Nachtlicht, reduziert sich der Effekt.

50% Nachtlicht

Ebenfalls nicht ganz optimal klappt in meinen Augen die Mischung der kalt-weißen und warm-orangen LEDs. Je nach Einstellung kommt es am rechten Displayrand (bei der Griffleiste) zu leichten Verfärbungen. Aber auch hier gilt aber wieder: Reduziert man die Helligkeit, werden diese unauffällig(er).

100% Nachtlicht

Helligkeit

Mit einer maximalen Helligkeit von 63 cd/m² der kalt-weißen LEDs und 59 cd/m² der warm-orangen LEDs, bewegt sich der PocketBook Era am Niveau der meisten anderen eReader des Unternehmens und ein wenig unterhalb der meisten Konkurrenten.

Die Ablesbarkeit lässt sich damit auch tagsüber gut verbessern. Für die abendliche Beleuchtung ist die maximale Helligkeit ausreichend bzw. ohnehin zu hell. Die niedrigste Helligkeit ist mit nur 0.7 cd/m² ausreichend niedrig um auch bei Dunkelheit nicht geblendet zu werden.

Die Farbtemperatur beträgt ohne Nachtlicht 8100 Kelvin. Mit Nachtlicht liegt die Lichtfarbe bei 2700 Kelvin.

Wie immer gilt es bei diesen Werten (Helligkeit und Farbtemperatur) zu bedenken, dass innerhalb der Modellreihe Schwankungen möglich sind und es erfahrungsgemäß von Gerät zu Gerät Abweichungen gibt.

Maximale Bildschirmhelligkeit in cd/m² (höher ist besser)

  • Tolino Vision 5 (warm) 175
  • Kindle Oasis 3 (kalt) 170
  • Tolino Shine 3 (warm) 146
  • Kindle Oasis 3 (warm) 131
  • Tolino Vision 5 (kalt) 130
  • Tolino Page 2 126
  • Tolino Vision 6 (warm) 124
  • Tolino Shine 3 (kalt) 118
  • Tolino Vision 6 (kalt) 108
  • PocketBook Touch HD 3 (kalt) 90
  • Kindle Paperwhite 4 90
  • Tolino Shine 2 HD 89
  • PocketBook InkPad 3 Pro (kalt) 85
  • Huawei MatePad Paper 81
  • PocketBook InkPad 3 (kalt) 79
  • PocketBook Touch HD 3 (warm) 75
  • PocketBook InkPad 3 Pro (warm) 73
  • PocketBook InkPad 3 (warm) 69
  • PocketBook Era (kalt) 63
  • PocketBook Era (warm) 59
  • PocketBook InkPad X (kalt) 50
  • PocketBook InkPad Lite (kalt) 47
  • PocketBook InkPad X (warm) 44
  • PocketBook InkPad Lite (warm) 36

Minimale Bildschirmhelligkeit in cd/m² (niedriger ist besser)

  • PocketBook Color 3.1
  • Tolino Page 2 3.1
  • Tolino Shine 3 (warm) 2.7
  • Tolino Vision 5 (warm) 2.7
  • Tolino Shine 3 (kalt) 1.8
  • Huawei MatePad Paper 1.6
  • Tolino Vision 5 (kalt) 1.2
  • Tolino Vision 6 (kalt) 1.2
  • Tolino Vision 6 (warm) 1.0
  • PocketBook Inkpad 3 0.7
  • PocketBook Inkpad 3 Pro 0.7
  • PocketBook Touch HD 3 0.7
  • PocketBook Era 0.7
  • Kindle Oasis 3 0.6
  • PocketBook Inkpad X 0.4
  • PocketBook Inkpad Lite 0.1

Touchscreen und Ghosting

Die Bedienung des Geräts erfolgt neben den zuvor genannten Hardwaretasten primär über den kapazitiven Touchscreen. Der Touchscreen reagiert schnell und präzise.

Das Ghostingverhalten des PocketBook Era ist sehr gut und etwas besser als bei den E-Ink Carta 1200 Konkurrenten. Ein sehr schwaches „Durchscheinen“ der vorigen Seite ist zwar erkennbar, man muss allerdings schon aktiv danach suchen.

Beleuchtungs- und Nachtlichtautomatik

Der PocketBook Era besitzt die gleiche Beleuchtungsautomatik, wie man sie auch von anderen Geräten des Unternehmens kennt. Diese ist für die reguläre Beleuchtung und das orangefarbene Nachtlicht separat einstell- und aktivierbar.

In den Tiefen des Einstellungsmenüs ein wenig versteckt, kann man diese Automatik auch individualisieren. In einem Zeitdiagramm lassen sich Helligkeit und Nachtlicht abhängig von der Uhrzeit definieren.

Die Beleuchtungsautomatik lässt sich anpassen

Gegenüber einem eingebauten Lichtsensor hat diese Art der Automatisierung den Vorteil, dass sie nicht störanfällig auf Lichtveränderungen ist. Der Nachteil besteht aber natürlich darin, dass sie auch nicht unmittelbar auf die Umgebung reagiert.

Unabhängig davon, handelt es sich um eine sehr gute Lösung, insbesondere wenn man Wert auf eine möglichst gute Individualisierbarkeit legt.

Zwischenfazit Bildschirm

Der Bildschirm des PocketBook Era lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück.

Auf der einen Seite ist der Bildschirm wunderbar ablesbar, anderseits hatte ich mir aber trotzdem mehr erhofft. Nachdem ich bereits andere E-Ink Carta 1200 Modelle getestet habe, hatte ich mir beim Era ähnlich hohe Ausleuchtungsqualität und Kontrastwerte erwartet.

Aber wie heißt ein Sprichwort: Erwartungen sind die Basis für Enttäuschungen. Das trifft hier zu. Ohne die Erwartungshaltung an E-Ink Carta 1200 im Hinterkopf, hätte ich den Vergleich zur Konkurrenz zwar trotzdem vorgenommen, aber mir genau das hier beschriebene Ergebnis erwartet. Dementsprechend wäre ich auch nicht enttäuscht gewesen.

Aus meiner Sicht wäre PocketBook daher besser beraten gewesen, den eReader ohne E-Ink Carta 1200 zu vermarkten. Denn der Technikname ist ohnehin nur eingefleischten eReading-Fans ein Begriff und es sind natürlich ausgerechnet sie, die deshalb besonders genau hinschauen.

Langer Rede kurzer Sinn: Die Ablesbarkeit ist gut, aber nicht hervorragend.

Lesen und Benutzerfreundlichkeit

Der PocketBook Era ist quasi ein Einhorn unter den Mainstream-eReadern, denn die Registrierung im eingebauten Shop oder bei den verschiedenen verfügbaren Services ist nicht zwingend nötig und trotzdem kann man alle Gerätefunktionen ohne Einschränkung nutzen. Mit Ausnahme des eBook- bzw. Hörbuch-Kaufs im eingebauten Shop natürlich. Der eBook-Store lässt sich dann aber zumindest trotzdem noch durchstöbern.

Auch die anonymisierte Datenübertragung an PocketBook lässt sich in den Geräteeinstellungen deaktivieren, womit der Era eine datenschutzfreundliche Wahl ist.

Nachfolgend wird der Test der Softwareversion U700.6.7.775 beschrieben.

Startbildschirm

Der Startbildschirm folgt dem bekannten PocketBook-Schema: Oben befinden sich die drei zuletzt gelesenen oder hinzugefügten Titel, darunter die Empfehlungen des eingebauten eBook-Shops.

Im Gegensatz zur Konkurrenz erlaubt PocketBook das Ausblenden der Shop-Empfehlungen, sofern das Gerät direkt beim Hersteller gekauft wurde. Das könnte sich aber anders verhalten, wenn man den eReader bei einem Partnershop erwirbt und sollte ggf. vorher abgeklärt werden, wenn man die Empfehlungen auf keinen Fall nutzen will.

Übersichtlicher Startbildschirm

Deaktiviert man die Shop-Einblendung, ändert sich auch die darüber befindliche Anzeige minimal: Nun werden die vier zuletzt gelesenen/geladenen eBooks in einer größeren Ansicht mittig am Startbildschirm platziert und die Shop-Sektion verschwindet.

Am oberen Bildschirmrand befindet sich die Statusleiste. Mit einem Antippen erlangt man schnellen Zugriff zur Beleuchtungsanpassung und einigen anderen wichtigen Funktionen (WLAN, Sync, Taskmanager, Flugmodus, Suche). Ähnlich wie bei Android werden an dieser Stelle außerdem Systembenachrichtungen angezeigt.

Am unteren Bildschirmrand befinden sich regulär fünf Verknüpfungen:

Diese lassen sich auch anpassen. Bis auf die App-Verknüpfungen lassen sich alle Punkte ändern oder entfernen.

Die Verknüpfungen am unteren Rand lassen sich anpassen

Bibliothek

Die Bibliotheksfunktion des PocketBook Era ist die derzeit beste im 7-Zoll-Segment bzw. generell am eReading-Markt. Dank zahlreicher Filter- und Sortierungsmöglichkeiten lassen sich selbst große eBook-Sammlungen komfortabel direkt am Gerät verwalten.

eBooks lassen sich nach folgenden Kategorien filtern:

Sortieren kann man die Titel nach Öffnungsdatum, Hinzufügungsdatum, Titel und Autor.

Regulär wird die Coveransicht mit großen Bildern genutzt, alternativ lässt sich die Ansicht zweistufig verkleinern, sodass der Buchtitel und Autor dann auch in Textform daneben angezeigt werden.

Übersichtliche Bibliothek

Die stufenlose Scrollrichtung bleibt eine PocketBook-Besonderheit. Der Seitenwechsel erfolgt nicht mit seitlichem Wischen, wie das bei vielen anderen Anbietern der Fall ist, sondern nach oben und unten.

Nutzt man hierfür den Touchscreen scrollt man stufenlos durch die Bibliothek, was am E-Ink-Bildschirm zunächst etwas ungewohnt ist. Da PocketBook die Reaktionsfreudigkeit weiter verbessert hat, klappt das nach kurzer Eingewöhnung aber ausgesprochen gut.

Will man dennoch lieber schrittweise weiterschalten, wie das auch bei Kindle klappt, kann man die Blättertasten oder virtuellen Knöpfe am Bildschirmrand benutzen.

Bibliothek mit verschiedenen Filtermöglichkeiten

Erwähnenswert ist außerdem, dass der PocketBook Era sowohl die Verwendung einer Verzeichnisstruktur, als auch das Schlagwortsystem von Calibre unterstützt. Hat man also schon ein System zur Sortierung seiner eBooks eingerichtet, kann man das ohne nennenswerten Aufwand am Era weiterverwenden.

Lesebetrieb

Im eBook blättert man mit einem Antippen oder Wischen auf den Touchscreen um, oder mit den Blättertasten. Nicht nur die Tastenbelegung lässt sich am Era den eigenen Bedürfnissen anpassen, sondern auch die Touchzonen.

Die neun Touchzonen können mit vordefinierten Aktionen versehen werden, womit PocketBook die ohnehin bereits umfangreichen Individualisierungsoptionen auf das nächste Level hebt.

Das Lesemenü erscheint mit einem Antippen

Das Lesemenü öffnet man standardmäßig mit einem Antippen in die Mitte des Bildschirms oder mit der Menütaste. Am unteren Rand werden die verfügbaren Optionen eingeblendet:

Seiten- und Randabstände, Schriftgröße (zwischen 6 und 40 Punkt) und Silbentrennung können adaptiert werden. Ebenso lässt sich die Schriftart ändern und auch im Stil zwischen Normal, Fett und Kursiv anpassen. Fehlt die gewünschte Schriftart, lässt sich diese einfach nachinstallieren.

Als wäre das noch nicht genug, erlaubt PocketBook außerdem das Ein- und Ausblenden der Seitenzahlen, Statusleiste, verbleibenden Seitenanzahl bis zum Kapitelende und die Deaktivierung der integrierten Seitenzahlen, sodass die Leseposition durch die Software bestimmt wird. Die Berechnung dafür kann aber mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen.

Markierungen und Notizen

Jahrelang hatte ich PocketBooks Notiznehmungsfunktion kritisiert, weil sie nicht sonderlich intuitiv zu bedienen war. Das ist beim Era nicht mehr der Fall.

Es gibt weiterhin zwei unterschiedliche Notiznehmungsmodi, jedoch sind die wichtigsten Funktionen sowohl im einfachen als auch im erweiterten Modus verfügbar.

Tippt man für ca. 2 Sekunden auf ein Wort, öffnet sich das Kontextmenü und man kann ein Wort markieren oder eine Notiz verfassen. Außerdem lassen sich auch im einfachen Modus Notizen öffnen und bearbeiten. Das klappte früher nicht.

Einfache Notiznehmung

Diese kleinen Änderungen sorgen dafür, dass die Benutzeroberfläche weit aufgeräumter wirkt und sich schlichtweg intuitiver bedienen lässt.

Der erweiterte Notiznehmungsmodus zeigt am oberen Bildschirmrand die Auswahl für alle verfügbaren Funktionen:

  • Markieren
  • Notiz schreiben
  • Handschriftliche Markierung
  • Radiergummi
  • Bildschirmfoto (mit Größenauswahl)

Wörterbuch

Auch an der Wörterbuchfunktion hat PocketBook gearbeitet und mehrere nützliche Neuerungen implementiert.

Zunächst ist zu erwähnen, dass der Era mit der getesteten Firmware keine ABBYY Lingvo Wörterbücher mehr besitzt. Stattdessen gibt es (fast) nur noch die „PocketBook“-Wörterbücher (siehe Liste unten), die ohne genaue Quellangabe auskommen. Der Wegfall ist aus meiner Sicht zu verkraften, denn oft klappte das Auffinden eines Wortes in den ABBYY-Wörterbüchern nur in der Nennform.

Verbesserte Wörterbuchfunktion

Das bringt uns zum zweiten Punkt: Grammatikalische Formen werden nun zuverlässiger gefunden. Das liegt aber nicht unbedingt am größeren Umfang der Wörterbücher, sondern an einer Funktionsänderung. Gibt es keine exakte Übereinstimmung, sucht die Wörterbuchfunktion nach dem nächstbesten Wort. Das machen übrigens auch viele Mitbewerber so und klappt erstaunlich gut. Gelegentlich kommt es aber auch zu völlig falschen Zuordnungen, sodass man manuell nachbessern muss, um das richtige Wort zu finden.

Weiterhin unpraktisch finde ich die Zwei-Klick-Lösung zum Öffnen eines Wörterbucheintrags: Zuerst muss man das Wort mit einem langen Antippen auswählen und dann aus dem Kontextmenü die Wörterbuchfunktion öffnen. Das geht bei Amazon oder Kobo mit einem Klick weniger – bei Tolino braucht es ebenso zweifaches Antippen.

Fairerweise muss man allerdings erwähnen, dass ein Wörterbuchmodus zur Verfügung steht, der diesen Nachteil entschärft. Ist dieser aktiviert, lässt sich ein Wort mit einem einfachen Antippen sofort nachschlagen. Das geht allerdings auf Kosten des Kontextmenüs, das man erst wieder aufrufen kann, wenn der Wörterbuchmodus beendet wurde.

Verwendet man die Wörterbuchfunktion oft, dann lohnt es sich diese mit einer individuellen Tastenfunktion oder der neuen Touchzonen-Anpassung zu verwenden. Mit einem Drücken/Antippen lässt sich der Wörterbuchmodus aktivieren und das Wort schnell nachschlagen.

Große Wörterbuchauswahl

Wenn man den Modus nicht ständig aktivieren und deaktivieren möchte, lässt sich das Wörterbuchfenster auch am unteren Bildschirmrand anheften. Ebenso praktisch ist die Möglichkeit die Schriftgröße innerhalb des Wörterbuchfensters anzupassen und direkt eine Notiz für das nachgeschlagene Wort zu hinterlegen. Auf diesem Weg lässt sich eine Vokabelliste generieren.

Einen weiteren Pluspunkt sammelt PocketBook zudem mit der nochmals deutlich gewachsenen Anzahl an kostenlos verfügbaren Wörterbüchern. Folgende Wörterbücher lassen sich direkt aus der Benutzeroberfläche heraus herunterladen (Anbieter PocketBook sofern nicht anders genannt):

  • Arabic -> English
  • Armenian -> English
  • Azerbaijan -> English
  • Chinese (simplified) -> English
  • Chinese (traditional) -> English
  • Czech -> English
  • Dutch -> English
  • English -> Arabic
  • English -> Armenian
  • English -> Azerbaijani
  • English -> Chinese (simplified)
  • English -> Chinese (traditional)
  • English -> Czech
  • English -> Dutch
  • English -> English (Webster’s 1913)
  • English -> Estonian
  • English -> French
  • English -> German
  • English -> Greek
  • English -> Hebrew
  • English -> Hungarian
  • English -> Italian
  • English -> Latvian
  • English -> Lithuanian
  • English -> Polish
  • English -> Portuguese
  • English -> Romanian
  • English -> Russian
  • English -> Slovak
  • English -> Spanish
  • English -> Swedish
  • English -> Turkish
  • English -> Ukranian
  • Estonian -> English
  • French -> English
  • German -> English
  • German -> Russian
  • Greek -> English
  • Hebrew -> English
  • Hungarian -> English
  • Italian -> English
  • Italian -> Italian (Wiktionary)
  • Latvian -> English
  • Lithuanian -> English
  • Polish -> English
  • Portuguese -> English
  • Romanian -> English
  • Slovak -> English
  • Spanish -> English
  • Spanish -> Spanish (Wiktionary)
  • Swedish -> English
  • Turkish -> English
  • Ukranian -> English

Kurzgesagt: PocketBook bietet mit dieser eindrucksvoll langen Liste an kostenlos verfügbaren Wörterbüchern mit großem Abstand die international wohl am besten nutzbare Wörterbuchfunktion am Markt.

In der Wörterbuchauswahl werden die Wörterbücher nun außerdem nach Ausgangssprache kategorisiert, sodass die Übersicht deutlich besser ist als früher. Nicht benötigte Wörterbücher lassen sich löschen, was die Übersicht bei häufigem Wörterbuchwechsel weiter verbessert. Gelöschte Wörterbücher können später einfach über das Menü wieder installiert werden.

Hörbücher, Musik und Text-To-Speech

PocketBook unterstützt bereits seit geraumer Zeit die Ausgabe von Audio entweder über Bluetooth oder den beigelegten USB-C-Adapter und kabelgebundene Kopfhörer und Lautsprecher. Der Hörbuchfokus wurde beim Era mit dem Einbau eines Lautsprechern nochmal intensiviert.

Die Nutzung des Lautsprechers klappt unkompliziert, indem man einfach mit der Wiedergabe des gewünschten Inhalts startet. Die Lautstärke lässt sich dabei immer in der Benutzeroberfläche anpassen.

Etwas weniger reibungslos verlief die Nutzung von Bluetooth-Kopfhörern in meinem Test. Das Koppeln klappte zwar völlig problemlos, die Audioausgabe funktionierte aber erst nach einem Geräte-Neustart. Danach klappte der Part aber ohne Probleme. Nachdem ich die Kopfhörer-Verbindung dann jedoch wieder getrennt habe, übernahm der Lautsprecher die Ausgabe erst, als ich Bluetooth am Gerät manuell deaktiviert habe. Hier gibt’s dementsprechend also noch ein wenig Optimierungsbedarf, damit der Wechsel zwischen Bluetooth und eingebautem Lautsprecher etwas reibungsloser klappt.

Musikplayer-Anwendung

Man hat die Möglichkeit Hörbücher oder Musik mit Hilfe des Hörbuch- bzw. Musikplayers abzuspielen, oder die bekannte Text-To-Speech-Funktion (TTS) zu nutzen. Mit TTS kann man sich den eBook-Text ganz einfach von einer computergenerierten Stimme vorlesen lassen.

Die Text-To-Speech-Funktion lässt sich in einem Buch über den Menüpunkt „Stimme“ aktivieren. Die Bedienelemente werden am unteren Bildschirmrand eingeblendet. Für zahlreiche Sprachen kann man direkt am Gerät verschiedene männliche und weibliche Stimmen herunterladen. Download und Installation nehmen nur wenige Minuten in Anspruch.

Das vorgelesene Wort wird dick unterstrichen, sodass man der Stimme im Text einfach folgen kann. Die Sprechgeschwindigkeit lässt sich anpassen.

Die Qualität der TTS-Engine ist gewohnt gut. Die computergenerierten Stimmen können zwar trotzdem nicht mit einem echten Hörbuch-Sprecher mithalten, sind aber gut genug um als Lesehilfe genutzt zu werden oder Autofahrten oä. zu überbrücken.

Text-To-Speech klappt auch über den eingebauten Lautsprecher

Der Musik-Player bietet den bekannten Funktionsumfang: Man kann einzelne Dateien oder ganze Verzeichnisse hinzuzufügen und Wiedergabelisten im M3U-Format erstellen. Die Auswahl lässt sich durch Löschen einzelner Titel aus der Liste und durch eine Veränderung der Anordnung bearbeiten. Zufallswiedergabe und Titelwiederholung stehen als Optionen zur Verfügung. Der Audioplayer läuft grundsätzlich im Hintergrund weiter, sodass man auch während des Lesens Musik hören kann.

Der separat verfügbare Hörbuch-Player ist ähnlich aufgebaut und funktioniert grundsätzlich gleich. Funktionen wie Zufallswiedergabe oder Titelwiederholung, die im Hörbuch sinnfrei sind, stehen aber nicht zur Verfügung. Die Aufteilung von Hörbüchern und Musik auf zwei Anwendungen, sorgt für eine gute Übersicht. So lassen sich Musik und Hörbücher unkompliziert getrennt voneinander sortieren.

Einfacher und guter Hörbuchplayer

Der große Vorteil gegenüber der Hörbuch-Lösung von Amazon (Kindle, Kindle Paperwhite & Kindle Oasis) besteht darin, dass man nicht an einen Anbieter (Audible) gebunden ist. Dafür kann man aber wiederum gar keine Audible Hörbücher nutzen und muss sich grundsätzlich woanders umsehen. Das ist allerdings nur ein kleiner Nachteil dafür, dass man sich nicht an ein Ökosystem bindet und auch kostenlose Hörbücher nutzen kann.

PDF-Funktionalität und -Ablesbarkeit

Neben der umfangreichsten Bibliotheksfunktion punktet die PocketBook-Software auch mit der besten PDF-Anzeige unter den Mainstream-Anbietern. Auch wenn das 7 Zoll Display nicht zum Lesen großformatiger DIN A4 Dokumente gemacht wurde, können die zahlreichen nützlichen Softwarefeatures und das 300 ppi Display diesen Umstand gut kaschieren.

Praktische PDF-Anzeigemodi

Folgende Anzeigemodi stehen zur Verfügung:

  • Scroll-Modus
  • Einzelne Seite
  • Spalten (2 & 3)
  • Reflow
  • Zoom (zwischen 30 und 300 Prozent)
  • Randbeschnitt (aus, automatisch, manuell)
  • Korrektur (Gamma, Helligkeit, Kontrast)

Die Handhabung großer, bildlastiger Dateien klappte im Test ohne Stabilitätsprobleme.

eBook-Shop und PocketBook Cloud

Mit dem eingebauten Shop lassen sich eBooks am PocketBook Era direkt über WLan erwerben. Welcher Shop am Gerät im Einsatz ist, hängt davon ab, wo es gekauft wurde. Die grundlegende Funktionalität bleibt aber unabhängig davon immer gleich und ist in die PocketBook-Cloud integriert.

Wie auch von anderen Anbietern gewohnt, muss man sich im Shop registrieren/anmelden und kann (eine passende Zahlungsmethode vorausgesetzt) eBooks kaufen und herunterladen. Alle im Shop gekauften eBooks werden automatisch in den Online-Speicher geladen und sind mit dem eReader synchronisierbar. 

Im Gegensatz zu früher ist kein zusätzlicher Pocketbook-Cloud-Account nötig, was die Komplexität deutlich reduziert.

Sehr gute Shopintegration

Die einzige Sache die mir am Shop derzeit noch nicht gefällt, ist die Suchfunktion. Die Suchergebnisse lieferten in meinen Tests das gesuchte Buch häufig erst auf hinteren Positionen.

Zusätzlich sei an dieser Stelle die Dropbox-Synchronisation erwähnt. Damit lässt sich der PocketBook Era mit einem Cloud-Ordner synchronisieren, was allerhand Nutzungsmöglichkeiten eröffnet. Man kann sich z.B. mit Calibre Nachrichtenfeeds ins ePub-Format konvertieren und im Dropbox-Verzeichnis ablegen lassen. Dieses wird anschließend mit dem Lesegerät synchronisiert, sodass man die Nachrichten im passenden Format direkt am eBook Reader lesen kann. Diese Funktion lässt sich ebenfalls dazu nutzen, um eBooks am PC zu kaufen und unkompliziert für das Gerät zur Verfügung zu stellen.

Als weitere Synchronisationsoption gibt’s außerdem Send-to-PocketBook: Damit lassen sich eBooks per E-Mail direkt auf das Gerät schicken.

Unterm Strich präsentiert sich die Shop- und Cloudfunktionalität im Vergleich zu früher als intuitive Lösung, die man auch im Alltag ohne langwierige Ersteinrichtung schnell und sinnvoll nutzen kann. Damit steht PocketBook den Mitbewerbern von Amazon, Tolino und Kobo in Sachen Komfort beim eBook-Kauf in nichts nach – bzw. hat in einigen Punkten sogar klar die Nase vorne.

Internetbrowser und Onleihe

Der Web-Browser funktioniert gewohnt gut und das Rendering von Webseiten klappt meist fehlerfrei, sodass man den Browser problemlos und üblicherweise frustfrei für kurze Recherchen im Internet verwenden kann. Auch alternative eBook-Stores können mit dem Browser genutzt werden.

Mit dem Browser lassen sich alle möglichen Webseiten besuchen – auch fremde Shops

Zum Funktionsumfang gehören Pinch-To-Zoom, Weiterschalten des Bildausschnitts mit den Blättertasten, ein Querformatmodus und Favoriten. Bei Bedarf kann man Bilder und Javascript deaktivieren. Obwohl der Browser grundsätzlich schnell funktioniert, kann er es mit der Android-Konkurrenz von Tolino in Sachen Reaktionsfreudigkeit und Geschwindigkeit nicht ganz aufnehmen.

Für die Onleihe steht inzwischen eine eigene Anwendung zur Verfügung. Es handelt sich im Grunde um eine Browser-Anwendung, die speziell für die Onleihe-Nutzung reserviert ist. Das erleichtert den Einstieg und erhöht den Komfort zum Ausleihen von eBooks.

Fazit

Der PocketBook Era wurde ein paar Wochen vor dem eigentlichen Marktstart angekündigt und vor allem von eingefleischten eReading-Fans sehnsüchtig erwartet. Die Kombination aus neuester E-Ink Carta 1200 Bildschirmtechnik mit bekannten PocketBook-Tugenden klang wie ein Versprechen nach dem (fast) perfekten eReader.

Geworden ist es am Ende „nur“ ein sehr gutes Gerät.

Die einzige „Schwäche“ des Era betrifft ausgerechnet das Display. „Schwäche“ setze ich in Anführungszeichen, denn wie bereits erwähnt, ist der Bildschirm keineswegs schlecht. Allerdings konnte der Era die enorm hohe Erwartungshaltung nicht erfüllen, die mit E-Ink Carta 1200 im Vorfeld einhergegangen ist. Stattdessen liegt das Gerät eher am üblichen (hohen) Niveau „normaler“ E-Ink Carta Geräte.

Abgesehen davon gibt’s aber nichts zu meckern. Ganz im Gegenteil.

PocketBook Era: Gutes Display, tolle Verarbeitung, beste Haptik und herausragende Software

Der PocketBook Era gehört für mich haptisch zu den besten Geräten am Markt. Das schafft der eReader mit einer sehr guten Verarbeitung und einem cleveren Designkniff. Zusätzlich ist der eReader mit Wasserschutz, Lautsprecher, Bluetooth und großem Akku bestens ausgestattet.

Die größten Pluspunkte sammelt der Era aber zweifellos bei der Software. Ich hatte es bereits im InkPad Lite Testbericht angemerkt und kann mich an dieser Stelle nur wiederholen: PocketBook hat die Benutzeroberfläche in den vergangenen Jahren gezielt optimiert und verfeinert, sodass sie Kindle und Tolino hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit nicht mehr nachsteht. Obwohl der Funktionsumfang teilweise wesentlich größer ist als bei den Mitbewerbern, wirkt die Software aufgeräumt und ist einfach zu bedienen. Damit ist der Era auch eReading-Laien zu empfehlen.

Lediglich an der Suchfunktion des eingebauten Shops sollte PocketBook noch Hand anlegen, denn das gewünschte Buch zu finden, kann manchmal schwieriger sein, als es das sollte.

Unterm Strich hat mich der Pocketbook Era im Test in beinahe allen Punkten überzeugt und verdient sich damit eine sehr gute Testnote von 1,5.

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Noch bevor Kindle und Tolino in Deutschland an den Start gegangen sind, hat Chalid seinen ersten eBook Reader im Jahr 2007, aus Begeisterung an der Technik, aus den USA importiert. Als Mitbegründer und Chef-Redakteur hat er seit der Gründung von ALLESebook.de, im Jahr 2010, inzwischen über 100 eReader zahlreicher Hersteller getestet. Mehr erfahren