PocketBook InkPad X Pro: E-Ink Tablet mit Android vorgestellt

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Vor wenigen Wochen geleakt, wurde das Pocketbook InkPad X Pro heute offiziell vorgestellt. Es tritt die Nachfolge des InkPad X an, wendet sich jedoch an eine andere Zielgruppe.

Mit diesem Tablet betritt PocketBook die Welt der digitalen Notizbücher. Diese Geräteklasse zeichnet sich, wie klassische eReader, durch ein augenfreundliches E-Ink Display aus, bietet jedoch zusätzlich eine latenzarme Stifteingabe für eine natürliche Notiznehmung.

Erstes Android-Gerät von PocketBook

Das PocketBook InkPad X Pro ist das erste E-Ink Gerät von PocketBook mit Android, was einige interessante Fragen aufwirft. In der Pressemitteilung wird auf die mögliche Verwendung von Drittanbieter-Apps hingewiesen. Dies deutet darauf hin, dass PocketBook die Installation von Android-Anwendungen zulässt.

Es bleibt jedoch unklar, ob dies über den Google Play Store möglich ist oder nur per Sideloading. Da PocketBook jedoch explizit „Android“ verwendet und das Trademark nutzt, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Google-Dienste integriert sind.

Update: Inzwischen habe ich Feedback von PocketBook erhalten, dass der Google Play Store integriert sein wird. Das bedeutet, dass man Apps unkompliziert darüber installieren wird können.

Allerdings ist die Verwendung von Android 8.1, einer vergleichsweise alten Version, etwas enttäuschend. Zwar funktionieren viele Apps darauf, jedoch benötigen immer mehr Anwendungen neuere Versionen.

Datenschutzfreundliche E-Ink Tablet Alternative?

Ein Pluspunkt könnte allerdings sein, dass das PocketBook InkPad X Pro möglicherweise das datenschutzrechtlich unbedenklichste E-Ink Tablet auf dem Markt sein wird. Alle anderen aktuellen E-Ink Tablets stammen von chinesischen Herstellern mit teils undurchsichtigen Datenschutzpraktiken.

Mit dem Einstieg von PocketBook in diesen Markt könnte für besonders datenschutzbewusste Personen eine Alternative zu den anderen Geräten vorhanden sein.

Bekanntes, bruchsicheres Display

Die Display-Technik ist zwar bekannt, in diesem Marktsegment aber bisher selten eingesetzt worden: Das PocketBook InkPad X Pro verwendet einen 10,3 Zoll großen E-Ink Mobius Bildschirm mit einer Auflösung von 227 ppi. Mobius gilt als eine der leichtesten und robustesten E-Ink Technologien.

Der Bildschirm verfügt natürlich wieder über eine integrierte Frontbeleuchtung. Die Farbtemperatur kann, wie bei Pocketbook gewohnt, zwischen kalt-weiß und warm-orange angepasst werden.

Erstmals für PocketBook erfolgt die handschriftliche Notizeingabe über einen WACOM-Touchscreen. Diese Technik sorgt für sehr kurze Reaktionszeiten bei der Stifteingabe und ermöglicht ein natürliches Schreibgefühl.

Vermutlich ein Leichtgewicht

Aufgrund der Displaytechnik und dem Fehlen einer planen Displayfront könnte das Tablet eines der leichtesten digitalen Notizbücher auf dem Markt werden. Das genaue Gewicht hat PocketBook bislang noch nicht angegeben. Der Vorgänger wog jedoch nur 300 Gramm, was für ein 10,3-Zoll-Tablet sehr leicht ist.

Ich schätze, das InkPad X Pro wird etwa 350 Gramm wiegen, was immer noch sehr leicht wäre. Zum Vergleich: Die meisten anderen digitalen Notizbücher im 10-Zoll-Bereich wiegen zwischen 400 und 500 Gramm.

Das höhere Gewicht im Vergleich zum Vorgängermodell erwarte ich wegen der zusätzlichen Technologie des WACOM-Touchscreens und weil ich annehme, dass der Akku aufgrund der leistungsstärkeren CPU und Androids größer ist.

Die Maße bleiben mit 24,9 х 17,3 х 0,77 cm quasi unverändert.

Vermutlich mit niedrigem Gewicht

Stärkere CPU, mehr Arbeitsspeicher

Die technische Basis des InkPad X Pro wurde ebenfalls überarbeitet. Statt des zuvor verwendeten Dual-Core-Prozessors ist nun eine Quad-Core-CPU verbaut. Der Arbeitsspeicher wurde auf 2 GB verdoppelt.

Zudem kann man sich wieder über eine Audiounterstützung und die für PocketBook typische umfangreiche Formatunterstützung (AZW, AZW3, DOC, DOCX, EPUB, FB2, FB2.ZIP, HTM, HTML, MOBI, PDF, PRC, RTF, TXT, PNG, BMP, JPG, JPEG) freuen.

Verfügbarkeit und Preis

Das PocketBook InkPad X Pro wird im Herbst 2023 erhältlich sein, ein genaues Datum wurde jedoch noch nicht angegeben.

Im Lieferumfang sind neben dem WACOM-Stift auch eine Schutzhülle mit Sleepfunktion enthalten.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 419 Euro liegt es im unteren Preissegment dieser Gerätekategorie.

Sobald das Gerät verfügbar ist, werde ich es natürlich genauer unter die Lupe nehmen. Da mein Fokus zuletzt verstärkt auf digitalen Notizbüchern lag, wird der Vergleich zu anderen Modellen besonders spannend sein.

Technische Spezifikationen

Technische Daten: PocketBook InkPad X Pro
AllgemeinHerstellerPocketBook
Markteinführung2023
Verfügbare FarbenMist Grey
Wassergeschütztnein
GrößeMaße249 х 173 х 7,7 mm
Gewichtnicht bekannt
DisplayDisplaytechnologieE-Ink Carta Mobius
Displaygröße10,3 Zoll
Displayauflösung1872×1404 Pixel
Pixeldichte227 ppi
Farbtiefe16 Graustufen
Touchscreenja, kapazitiv & induktiv
Eingebaute Beleuchtungja
Blaulichtreduktionja
Plane Frontnein
VerbindungenUSBja, USB-C
Bluetoothja
WLanja
GSM / UMTSnein
SpeicherInterner Speicher32GB
Speicherkartenerweiterungnicht bekannt
FunktionenBetriebssystemAndroid 8.1
Lautsprechernicht bekannt
Text-to-Speechja
Blättertastenja
Unterstützte DateiformateAZW, AZW3, DOC, DOCX, EPUB, FB2, FB2.ZIP, HTM, HTML, MOBI, PDF, PRC, RTF, TXT, PNG, BMP, JPG, JPEG, MP3
Unterstützte DRM-Dateiformatenicht bekannt
SonstigesAkkulaufzeit / Akkukapazitätnicht bekannt
Lagesensornicht bekannt
Integrierter eBook Storeja
Sonstiges

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Noch bevor Kindle und Tolino in Deutschland an den Start gegangen sind, hat Chalid seinen ersten eBook Reader im Jahr 2007, aus Begeisterung an der Technik, aus den USA importiert. Als Mitbegründer und Chef-Redakteur hat er seit der Gründung von ALLESebook.de, im Jahr 2010, inzwischen über 100 eReader zahlreicher Hersteller getestet. Mehr erfahren
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