PocketBook überarbeitet Online-Shop von Grund auf

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PocketBook gilt hierzulande in erster Linie als Hardwarehersteller freier eBook Reader. Das Unternehmen bringt auch nach vielen aktiven Jahren, weiterhin regelmäßig neue Lesegeräte auf den Markt.

Dabei setzt PocketBook zu einem guten Teil auf Vertriebspartner, deren Shops auf den eReadern voreingestellt genutzt werden können. Für geraume Zeit waren auch größere Filialisten wie Osiander oder die Mayersche Buchhandlung mit im Boot, bevor die beiden zur Tolino-Allianz gewechselt sind.

Das war ein durchaus schwerer Schlag für PocketBook in Deutschland, der die Sichtbarkeit der Marke jedenfalls reduziert hat – in einer Zeit in welcher der Zweikampf zwischen Amazon und Tolino immer stärker wurde und viele andere Marktteilnehmer ohnehin zurückgedrängt hat. PocketBook ist aber weiterhin ein wichtiger Partner für Umbreit und Ceebo bzw. Buchmedia (Österreich & Schweiz). Damit ist PocketBook eine Alternative zu Tolino für viele kleinere Buchhändler.

Stärkerer Service- und Shop-Fokus

Nun weitet PocketBook das eigene Angebot aus. Vor wenigen Wochen hat der eReader-Spezialist den deutschen Online-Shop grundlegend überarbeitet. Zuvor lediglich als Kaufmöglichtkeit für eBook Reader und Hüllen, kann man jetzt auch direkt eBooks und Hörbücher auf PocketBook.de kaufen.

Für eBooks wird der verwendete Kopierschutz im Eigenschaftsreiter einer Detailseite gut sichtbar wiedergegeben. Bezahlt werden kann mit Kreditkarte oder Paypal. Die Umsetzung folgt wohl in Zusammenarbeit mit Libreka. Die beiden Unternehmen haben bereits in der Vergangenheit kooperiert.

Abgesehen vom möglichen Literatur- und Hardwarekauf gilt die Webseite auch als Anlaufstelle für Service und Supportanliegen. Man kann dort Firmwares und Anleitungen, sowie passende Stimmen für die Ivona Text-to-Speech Engine der kompatiblen eReader herunterladen.

Unterm Strich ist die Shopumsetzung gut gelungen und Hardwaresendungen werden ebenfalls schnell versandt, wie ich schon feststellen konnte. Man darf allerdings zu Recht anmerken, dass der stärkere Fokus auf das eigene eBook-Geschäft sicherlich schon früher gut gewesen wäre. So hätte man nicht nur eine stärkere Kundenbindung geschafft, sondern wäre bei entsprechendem Erfolg eventuell sogar im Stande dazu gewesen die Lesegeräte querzufinanzieren – wie es die Konkurrenz ebenfalls macht.

Aber wie heißt es so schön – besser spät als nie. Eine zusätzliche, offene Shop-Alternative kann aus Kundensicht jedenfalls nicht schaden.