Sony PRS-T1

Mit dem PRS-T1 hat sich nicht nur die Namensgebung verändert, sondern auch die Optik der Sony eReader-Serie.

Steckbrief

Der Sony PRS-T1 stellt einen kleinen Neustart der Sony Reader-Serie dar. Es ist das erste Mal, dass Sony auf Android als Betriebssystem setzt. Das führt zu einer völligen Neugestaltung der Software.

Auch die Hardware wurde gründlich überarbeitet. Es kommt zwar wie schon beim Vorgänger auch, weiterhin E-Ink Pearl Technik und ein Infrarot-Touchscreen zum Einsatz, allerdings erstmals ein vollständig aus Plastik bestehendes Gehäuse. Alle Vorgänger hatten bis dahin noch zu weiten Teilen Aluminiumapplikationen.

Negativ ist anzumerken, dass das alle Geräte mit einer glänzenden Oberfläche versehen sind. Das führt besonders beim schwarzen Modell zu störenden Spiegelungen und Lichtreflexionen.

Der Sony PRS-T1 wurde bereits kurz nach Erscheinen gerootet, sodass man vollen Zugriff auf das Android-System bekommt. Dies erlaubt die Installation vieler verschiedener Anwendungen, sodass der Sony PRS-T1 bei Hackern und Moddern schnell zu einem beliebten Gerät aufgestiegen ist. Der PRS-T1 wurde vom Sony PRS-T2 abgelöst.

Videotest

Testbericht

Mit dem PRS-650 war Sony lange Zeit der Platzhirsch am deutschsprachigen eBook Reader Markt. Besonders was Formatkompatibilität, Verarbeitung und Bedienung anging, hatte man die Nase vor der Konkurrenz von Thalia (Oyo) und den kleineren eReader-Herstellern. Seit dem Marktstart des PRS-650 hat sich allerdings viel getan. Inzwischen befinden sich neben Sony auch andere internationale Konzerne (namentlich Amazon und Kobo) auf dem deutschen eBook-Markt und drohen Sony die ehemalige Vormachtstellung abzugraben. Auch Thalia steht mit einer verbesserten Version des Oyo in den Startlöchern.

Mit den bekannten Tugenden soll der Sony PRS-T1 sich aber gegen diese neue Konkurrenz behaupten. Besonders das geringe Gewicht und das neue Betriebssystem sollen dem Reader dabei helfen die Vormachtstellung zu halten. Ob das gelingen kann, erfährst du im nachfolgenden Testbericht.

Unboxing

Die Verpackung des PRS-T1 ist im Vergleich zum Vorgänger nochmal etwas geschrumpft – der Lieferumfang ist allerdings gleich geblieben. Neben dem Reader befinden sich ein USB-Kabel, der Stylus und Kurzanleitungen in mehreren Sprachen in der Verpackung.

Drei Reader-Generationen zuvor wurden noch Lederhüllen mitgeliefert. Dies hat sich im Laufe der Zeit leider geändert, sodass die originalen Sony-Hüllen extra gekauft werden müssen. Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass solche Hüllen bei keinem Gerät mehr mitgeliefert werden. Schade ist’s dennoch.

Verarbeitung

Eine der größten Veränderungen des Sony PRS-T1 betrifft sein Äußeres. Die vorangegangenen Sony-Reader-Generationen waren immer mit diversen Aluminium-Applikationen ausgestattet, welche den Geräten einen sehr hochwertigen Eindruck verliehen haben. Auch die Verarbeitung hat gestimmt.

Mit dem PRS-T1 geht Sony bei der Materialwahl erstmals einen anderen Weg. Der neue Reader besteht nun vollständig aus Plastik. Der größte Vorteil des Kunststoffes liegt beim Lesebetrieb im ausgesprochen geringen Gewicht. Laut offiziellen Angaben wiegt der Sony Reader WiFi nur 168 Gramm – laut meiner Waage wird das mit 165 Gramm aber sogar noch etwas unterboten. Damit ist der PRS-T1 wohl der leichteste 6 Zoll eBook Reader am Markt.

Die Befürchtung, dass das Plastik auch einen negativen Einfluss auf die Verarbeitung haben könnte, bestätigt sich nicht. Der Reader ist, wie von Sony gewohnt, sehr gut verarbeitet. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Materialwahl auf Kosten der Wertigkeit geht. Die verwendeten Alu-Applikationen bei älteren Modellen fühlen sich einfach besser an.

Sony hat sich in Punkto Materialwahl aber dennoch einen Fauxpas geleistet: Der Reader ist mit einer glänzenden Plastikoberfläche versehen. Es ist uns leider absolut unbegreiflich, warum man bei einem Lesegerät ein solches Designelement implementiert, wenn es im laufenden Betrieb durch Lichtreflexionen ablenkt. Außerdem sorgt diese polierte Plastikoberfläche dafür, dass man jede einzelne Berührung des Readers in Form eines Fingerabdrucks sieht. Hier bietet die Konkurrenz von Kobo und Amazon deutlich praktikablere Lösungen.

Update (24.11.2011): Hier findest du einen Praxistest zu einer Klebefolie für den PRS-T1, welche den Glanz eliminiert.

Die glänzende Oberfläche spiegelt und sammelt Fingerabdrücke …

Unter dem Display des PRS-T1 befinden sich fünf Tasten, welche allesamt einen gleichmäßigen und guten Druckpunkt aufweisen: Vorblätter- und Zurückblätter- , Home-, Zurück- und Menütaste. Der Power-Knopf ist an die untere Seite des Geräts gerückt und ersetzt den Slider, welchen man von älteren Geräten kennt. In diesen Knopf ist eine LED zur Anzeige des Ladestatus integriert. Daneben befindet sich der 3,5 mm Klinkenanschluss zur Audioausgabe und der Micro-USB-Anschluss.

Die Rückseite des Reader WiFi ist mit einer matten Plastikoberfläche (warum ging das nicht auch auf der Vorderseite?!) versehen und an den Rändern leicht abgerundet. Auf der linken Seite befindet sich der MicroSD-Kartenslot, welcher durch eine Abdeckung geschützt wird.

Insgesamt erinnert das neue Design des PRS-T1 sehr stark an die Smartphones aus dem Hause Sony.

Der Kobo Touch (links) hat eine deutlich praktikablere Oberflächenbeschichtung

Der Kindle 4 (links) ist zwar ebenso leicht, hat aber keinen Touchscreen

Ausstattung

Der Sony Reader WiFi ist mit 2GB internem Speicher ausgestattet, wovon ca. 1,2 GB frei verfügbar sind. Wie bereits erwähnt, kann man die Speicherkapazität aber dank eines MicroSD-Karteneinschubs um bis zu 32GB erhöhen. Die Unterstützung für Sonys eigenes Speicherkartenformat Memory Stick Duo Pro wurde fallen gelassen.

Eine der größten Neuerungen des Geräts betrifft – wie der Name „Reader WiFi“ schon verrät – die neue Drahtlosverbindung. Der Sony PRS-T1 ist mit WLan b/g/n ausgestattet und erlaubt so direkten Zugriff auf das Internet und den integrierten Sony Store. Neu mit dabei ist auch das Betriebssystem Android. Sony setzt bei der Reader-Familie hier erstmals auf das beliebte Smartphone- und Tablet-Betriebssystem.

Display

Bevor der Reader offiziell vorgestellt wurde, bestand die leise Hoffnung, dass Sony hier ein ähnlich hochauflösendes Display verwendet, wie iriver beim Story HD. Das ist leider nicht geschehen. Beim neuen PRS-T1 kommt die gleiche Displaytechnik zum Einsatz wie schon bei der PRS-x50er Serie, dem Kobo Touch, Amazon Kindle usw. – d.h. der Reader ist mit einem 6 Zoll 800×600 Pixel auflösenden eInk-Pearl Display ausgestattet. Trotz des gleichgebliebenen Displays war Sony aber nicht untätig. Der Touchscreen wurde um eine Multi-Touch-Funktion erweitert. Zum Einsatz kommt hier nach wie vor die gleiche Infrarot-Technik wie bei den Vorgängern, diesmal kann man allerdings die beliebte Pinch-to-Zoom-Geste nutzen, um Inhalte zu vergrößern und zu verkleinern.

Die Reaktion des Touchscreens ist ausgezeichnet, was vermutlich hauptsächlich daran liegt, dass die Infrarot-Sensoren etwas höher positioniert sind als noch beim PRS-650. Schon wenn man den Finger nur 1-2 Millimeter über das Display hält, wird eine Eingabe erkannt. Bei ungünstiger Haltung des Readers kann das etwas stören, aber im Endeffekt ist es mir bei der täglichen Handhabung eigentlich nicht negativ aufgefallen.

Viele neue eBook Reader aktualisieren den Bildschirm häufig erst bei jedem sechsten Seitenwechsel. Dadurch sind die Seitenwechsel eine Spur schneller und der Akkuverbrauch etwas geringer. Dieses Blätterverhalten resultiert allerdings in einem leichten Ghosting-Effekt, sodass man Inhalte der vorigen Textseite oft noch schleierhaft erkennen kann. Sony will sich mit solchen Problemchen nicht herumschlagen und aktualisiert den Bildschirm bei jedem Seitenwechsel. Es gibt (leider) auch keine Einstellung um dieses Verhalten zu ändern.

Lesen & Benutzerfreundlichkeit

Die Ersteinrichtung des PRS-T1 ist denkbar einfach: Man wählt Sprache und Land, stellt Uhrzeit und Datum ein und ist auch schon fertig. Man landet danach direkt am Homescreen und kann loslegen.

Ganz oben am Bildschirm befindet sich eine schmale Statusleiste, welche den Akkuladestand, die Uhrzeit (bei Betätigen der Menütaste) und den WLan-Status anzeigt. Mit einem Antippen der Statusleiste öffnet sich das Benachrichtigungsfenster, wie man das üblicherweise von Android am Handy oder Tablet kennt. Von hier aus kann man WLan aktivieren und auch zu den WLan-Einstellungen springen. Sehr praktisch. Die Einstellung des WLans funktioniert völlig problemlos: Es werden die Netzwerke in der Umgebung durchsucht, man wählt das richtige aus, gibt die Zugangsdaten ein und ist fertig. Der PRS-T1 lässt sich aber natürlich auch völlig ohne eine Drahtlosverbindung betreiben. Diese wird nur benötigt, wenn man den Internetbrowser oder den integrierten Sony Store nutzen will. Direkt unter den WLan-Einstellungen werden Systembenachrichtigungen angezeigt, wie z.B. fertige Downloads oder die aktuelle Musikwiedergabe.

Über die Statusleiste aktiviert man WLan und kann den Ladestand des Akkus ablesen

Der Homescreen ist auf zwei Seiten aufgeteilt. Mit einem virtuellen Knopf an der unteren Seite des Displays (oder den Blättertasten) kann zwischen beiden Seiten hin und her geschalten werden, wobei die Home-Taste unter dem Display immer zur ersten Homescreen-Seite führt. Auf dieser sieht man das zuletzt gelesene Buch in einer Coveransicht, welchem ein großzügiges Drittel der Bildschirmfläche eingeräumt wird. Direkt darunter zeigt ein weiteres Drittel des Bildschirmplatzes, die drei zuletzt hinzugefügten Buchtitel – ebenfalls in einer Coveransicht. Am unteren Ende des Displays befinden sich insgesamt vier Knöpfe: Bücher, Reader Store, Periodika und Sammlungen.

Unter dem Punkt Bücher steht eine 3 mal 3 Coveransicht bereit. Diese zeigt die eBooks wahlweise sortiert nach Datum, Titel, Autor, Dateiname oder zuletzt gelesen. Alternativ lässt sich auch eine Listenansicht aktivieren, welche auf einer Seite ebenfalls neun Buchtitel zeigt. Sofern sich mehr Bücher auf dem Reader befinden, werden einfach weitere Seiten angelegt, welche man durchblättern kann. Hat man zu viele Bücher am Reader, kann man eine Suchfunktion nutzen, um die Buchtitel zu durchsuchen. Der Menüpunkt Periodika ist gleich aufgebaut wie der Menüpunkt Bücher. Hier werden automatisch Zeitschriften und Zeitungen abgelegt, welche im Sony-Store gekauft wurden.

Hat man seine Bücher lieber in Ordnern sortiert, dann wechselt man zum Menüpunkt Sammlungen. Hier kann man eigene Ordner anlegen und Bücher darin platzieren. Die Sammlungen werden in einer Listenansicht angezeigt. Innerhalb der Sammlungen stehen die gleichen Ansichten und Funktionen zur Auswahl, wie im Menüpunkt Bücher. Eine Sammlung kann einfach über den extra dafür vorgesehenen Knopf in der Kopfzeile angelegt werden. Löschen kann man eine solche Sammlung über das Optionsmenü, oder indem man mit dem Finger einen kurzen Moment darauf verweilt und dann den Punkt „Löschen“ aus dem Kontextmenü wählt.

Texteingaben zum Anlegen einer Sammlung, aber auch für jede andere Schreib-Funktion am Reader, erfolgen vollständig über die Onscreen-QWERTZ-Tastatur. Diese erscheint automatisch, wenn man Text eingeben kann. Die Reaktion der Tastatur ist ausgesprochen schnell, wobei es manchmal ein bisschen stört, dass sie so nah an den Bildschirmrändern sitzt. Wie von Android üblich, besitzt die Tastatur eine Autokorrekturfunktion. Diese scheint zwar direkt oberhalb der Tastatur auf, hat aber offenbar keinen Zugriff auf eine Wortdatenbank. Die einzigen zwei Wörter die sie ab und zu vorschlägt sind „Sony“ und „Reader“, sowie verschiedene Satzzeichen. Das ist zwar nicht tragisch, aber eine funktionierende Autokorrekturfunktion würde die Texteingabe, selbst auf einer solch guten Tastatur wie dieser, nochmals erleichtern.

Öffnet man eines der Bücher, bietet der PRS-T1 viele Funktionen um die Lesbarkeit zu verbessern. Fangen wir beim normalen EPUB-eBook an. Über das Optionsmenü kann man die Schrift anpassen. Es stehen acht Schriftgrößen zur Auswahl, welche glücklicherweise feiner abgestuft sind als noch beim Vorgängermodell. Für Personen mit Sehbehinderung sollte die maximale Schriftgröße groß genug sein (siehe Bildergalerie). Erstmals erlaubt Sony mit dem Reader WiFi auch eine Änderung der Schriftart. Es stehen sieben unterschiedliche Schriftarten zur Verfügung. Leider hat man hier dann aber schon Schluss gemacht und weitere Textanpassungen weggelassen. So fehlen z.B. die mittlerweile gängigen Anpassungen der Rand- oder Zeilenabstände oder der Textausrichtung. Pinch-to-Zoom vergrößert den Textausschnitt, passt den Textfluss allerdings nicht an die Bildschirmbreite an. Das heißt um die Schriftgröße zu verändern, muss man immer den Weg über das Menü gehen.

Über das Optionsmenü kann man die Ansicht anpassen

Der Blättervorgang erfolgt entweder über das Display, indem man nach rechts oder links wischt, oder über die eigens dafür vorgesehenen Blättertasten. Beides funktioniert schnell und zuverlässig. Leider gibt es keine Möglichkeit um den Bildschirmblättervorgang anzupassen, wie z.B. beim Kobo Touch. Will man mehrere Seiten überblättern, dann behält man den Finger nach einem Wisch einfach am Display, bzw. hält die Blättertaste gedrückt. Ist das zu langsam, dann kann man über das Optionsmenü in die Seitennavigation wechseln und mit einem Schieberegler vor- und zurückspulen oder auch die gewünschte Seitennummer einfach direkt eingeben.

Eine der Stärken der Sony Reader war immer die PDF-Anzeige. Auch der PRS-T1 kann hier punkten, wenngleich wir uns weitere Verbesserungen gegenüber dem PRS-650 gewünscht hätten. Der PRS-T1 unterstützt sowohl Text-Reflow, d.h. eine Anpassung des Textes an die Bildschirmbreite, als auch verschiedene Zoom-Optionen. Die Text-Reflow-Option wird einfach aktiviert, indem man die Schriftgröße über das Menü ändert. Der Text verhält sich dabei wie in einer normalen ePub-Datei und kann markiert oder durchsucht werden. Die Schriftart lässt sich allerdings nicht ändern.

Will man das Layout einer PDF-Datei (mit Bildern, Tabellen etc.) allerdings erhalten, so nutzt man besser eine der verschiedenen Zoom-Optionen. Mit der Pinch-To-Zoom-Geste kann man einen Bildschirmausschnitt vergrößern. Der Inhalt wird dabei nicht an die Bildschirmbreite angepasst, sondern abgeschnitten. Um weiterlesen zu können, muss man den Bildausschnitt mit dem Finger wählen. Für reine Text-Dokumente ist das hin und her scrollen nicht besonders praktisch – für Comics, Mangas oder technische Dokumente mit Diagrammen etc. kann es allerdings sehr nützlich sein. Neben dieser einfachen Zoom-Möglichkeit kann man über das Optionsmenü auch die Ansicht anpassen. Im Punkt „Seitenmodus“ kann man zwischen einer zwei- oder drei-Spalten-Ansicht wählen, oder die Querformatanpassung (Panoramabreite-Anpassung) aktivieren. Die Spaltenansicht ist zum Betrachten von Artikeln in Kolumnenform gedacht: Zuerst wird die linke Seitenhälfte angezeigt, danach die rechte. In der Querformatanpassung wird die Bildschirmausrichtung automatisch angepasst und die Seitenränder beschnitten, sodass der Inhalt der PDF-Datei etwas größer wird. Die Seite wird dabei ebenfalls in zwei Teile geteilt – zuerst wird die obere Seitenhälfte angezeigt, danach die untere. Hier geht die Übersicht aber leider etwas verloren, da die Teilung der Seite nicht genau im Verhältnis 50:50 geschieht, sondern sich beide Teile überlappen. Das bedeutet, dass man immer einige Zeilen von der vorherigen Ansicht sieht.

Im nächsten Menüpunkt zur Anpassung der Ansicht, kann man den Seitenbeschnitt selbst vornehmen. Dazu zieht man den eingeblendeten Rahmen einfach über den entsprechnden Ausschnitt, welchen man vergrößern will. Im Querformat ist dieser Beschnittrahmen allerdings arg eingeschränkt, wodurch man den Text kaum vernünftig vergrößern kann.

Die Anpassung von Kontrast und Helligkeit funktioniert in ePub- und PDF-Dateien. Sinnvoll ist diese Option bei grafikintensiven Dokumenten, wo Bilder aufgrund des Graustufen-Displays vielleicht nicht gut lesbar sind. Für reine Textdokumente braucht man eine solche Anpassung nicht.

PDF-Anzeige im Detail (Video vom 12.11.2011):

Um ein Wort zu markieren, bleibt man mit dem Finger einfach einen kurzen Moment drauf. Daraufhin ist das Wort ausgewählt und ein Kontextmenü erlaubt diese Markierung permanent zu setzen, eine Notiz hinzuzufügen, im restlichen Text nach dem gleichen Wort/der gleichen Textstelle zu suchen und bei Wikipedia oder Google nachzuschlagen. Eine Notiz kann mittels Tastatur oder Zeichnung erstellt werden. In beiden Fällen öffnet sich ein kleines Fenster, in welchem man seine Eingaben machen kann – entweder mit Onscreen-Tastatur, oder mit dem Finger bzw. mitgelieferten Stift. Um die Notiz anzusehen, bleibt man wieder länger mit dem Finger auf der Markierung. Alternativ lässt sich eine Notiz auch direkt im Text zeichnen, indem man den entsprechenden Punkt aus dem Menü wählt. Dies eignet sich gut um z.B. zwei Textstellen auf einer Seite mit einer Linie zu verbinden o.ä.

Wortauswahl und Wörterbuch

Hat man das Wort ausgewählt, erscheint an der unteren Seite des Bildschirms auch ein kleines Fenster, welches die Wortbedeutung anzeigt. Bedauerlicherweise besitzt der Sony Reader WiFi kein Deutsch-Deutsch Wörterbuch, wie z.B. der Kindle 4 oder Kobo Touch. Damit lassen sich deutsche Wörter leider auch nicht nachschlagen. Zur Verfügung stehen: New Oxford American Dictionary, Oxford Dictionary of English, Französisch-Englisch, Deutsch-Englisch, Spanisch-Englisch, Italienisch-Englisch, Niederländisch-Englisch. Alle mehrsprachigen Wörterbücher ermöglichen eine Übersetzung vom und ins Englische und können direkt im Buch gewechselt werden.

Lesezeichen können mit einem einfachen Antippen in die rechte obere Ecke des Bildschirms gesetzt werden. Diese werden mit einem virtuellen Eselsohr angezeigt.

Alle Markierungen, Notizen, Zeichnungen und Lesezeichen können über den Menüpunkt „Notizen“ direkt im Buch gesammelt in einer Liste angezeigt werden. Mit einem Antippen springt man dann direkt zur entsprechenden Stelle im Buch. Auf der zweiten Seite des Homescreens kann man auch alle Notizen buchübergreifend anzeigen lassen. Diese werden allerdings etwas unübersichtlich in einer großen Liste und nicht nach Buch bzw. in Ordnern gesammelt. Allerdings kann man diese lange Liste nach Datum, Titel (der Notiz – nicht des Buches) oder Dateiname sortieren und mit der Suchfunktion filtern.

Über das Optionsmenü im Buch gibt es die Möglichkeit die Ausrichtung des Bildschirms zu verändern. Man kann hier aber nur zwei Richtungen einstellen: Hochformat (Standard) und Querformat 90 Grad. Warum man hier nicht auch ins Querformat 270 Grad wechseln kann, erschließt sich mir nicht ganz. Das wäre zum rechtshändigen Halten des Readers sehr nützlich.

Die Bildschirmausrichtung lässt sich nur in eine Richtung drehen

Ebenfalls über das Menü kann man die Suchfunktion innerhalb eines Buches öffnen. Diese funktioniert zwar ganz gut, ist aber nicht so übersichtlich wie bei anderen Geräten. Sucht man nach einem Wort, springt man einfach immer von einer gefundenen Textstelle zur nächsten, anstatt eine Auswahlliste über die Fundstellen geliefert zu bekommen.

Die zweite Seite des Homescreens beherbergt alle Zusatzfunktionen des Readers. Allen voran ist hier der Internetbrowser zu nennen. Auf keinem anderen eBook Reader gibt es einen vergleichbar guten Browser. Das verwundert allerdings wenig, denn der Browser wird standardmäßig bei Android mitgeliefert. Die genialsten Features des Browsers sind der Nutzen der Pinch-To-Zoom- und der Text-Reflow-Funktion. Hat man eine Webseite geöffnet, kann man mit der Pinch-to-Zoom-Geste den Webseiteninhalt schnell und einfach vergrößern. Hat man das gemacht, lässt sich der Text mit einem Doppel-Tippen aufs Display an die Bildschirmbreite anpassen. Somit braucht man nicht die ganze Zeit nach rechts und links zu scrollen, sondern hat den entsprechenden Text der Webseite wie eine Buchseite vor sich. In dieser Ansicht funktionieren sogar die Blättertasten unterhalb des Displays, um zum nächsten Textabschnitt zu springen.

Internet Browser im Detail (Video vom 17.11.2011):

Aber auch die sonstige Navigation im Browser ist spielend einfach. Neben der Adresseile befindet sich ein kleines Herz-Icon, welches zu den Lesezeichen führt. Hat man hier erstmal alle wichtigen Seiten abgelegt, kann man ohne den Umweg über die Tastatur recht schnell und einfach diverse News-Seiten und ähnliches abklappern. RSS Feeds bei Feedburner können problemlos angezeigt werden, reine XML Feeds allerdings ebenso wenig wie bei der Konkurrenz von Amazon und Kobo. Ein weiterer kleiner Nachteil ist das häufige Aktualisieren (Page-Refresh) des Bildschirms, welches anfänglich etwas nervt – aber man gewöhnt sich daran. Jedenfalls ist der Internetbrowser des PRS-T1 eine angenehme Überraschung. Während dieses Feature bei anderen Readern meist noch im Experimentierstatium steckt, kann der Browser am PRS-T1 fast restlos überzeugen und geht als völlig regulärer Internetbrowser durch, welchen man auch für längere Surfeinlagen wunderbar verwenden kann.

Der ausgezeichnete Internetbrowser passt Texte automatisch an die Bildschirmbreite an

Im Gegensatz zu vielen anderen Readern unterstützt der PRS-T1 auch Audiodateien. Die Ausgabe erfolgt über den 3,5 mm Klinkenanschluss bzw. die dazu passenden Kopfhörer (welche nicht im Lieferumfang enthalten sind). Direkt im Gerät sind keine Lautsprecher integriert. Über den Menüpunkt Audio kann man den Musikplayer öffnen, welcher dem alten Player am PRS-650 trotz unterschiedlichem Betriebssystem sehr ähnelt – leider. MP3s werden nur nach den Metadaten sortiert und gruppiert, nicht nach Ordnern oder eigenen Sammlungen. So muss man schon am PC alles richtig bearbeiten, damit es am Reader passt. Hat man den richtigen Interpreten aus der Cover- oder Listenansicht gewählt, werden die Musiktitel angezeigt. Nach Wahl des Titels startet die Wiedergabe, wobei nicht zwischen unterschiedlichen Interpreten hin und her geschalten werden kann. Die Lautstärke lässt sich außerdem nur noch über den Musikplayer ändern, denn eine Hardware-Schaltwippe hat der PRS-T1 nicht mehr (im Gegensatz zum PRS-650). Wenn man während des Lesens irgendetwas an der Musikwiedergabe ändern will, muss man zurück zum Homescreen und von diesem in den Musikplayer wechseln. Es gibt leider keine Möglichkeit aus dem Buch heraus direkt dort hin zu springen. Neben der Lautstärkeregelung steht auch eine Wiederholungs- und Zufallswiedergabe-Funktion zur Verfügung.

Unterm Strich kann die Musikwiedergabe mit dieser eingeschränkten Funktionalität nicht wirklich überzeugen. Es ist zwar nett sie zu haben, aber man könnte das Ganze sicher deutlich besser implementieren. Außerdem vermisst der Sony PRS-T1 eine Text-To-Speech-Funktion, welche der Kindle 3 oder Kindle Touch beispielsweise bieten.

Als Gimmick, wenn man so will, verfügt der PRS-T1 auch über eine Handzeichnungs-Anwendung. In dieser kann man mit dem Stift oder Finger einfache Notizen oder Zeichnungen erstellen. Für einen umfangreichen Text ist die Eingabe zwar nicht geeignet, aber für eine schnelle Notiz oder eine einfache Zeichnung reicht es allemal. Neben der Handschrift-Notiz kann man auch Text-Notizen erstellen, welche mit der Onscreen-QWERTZ-Tastatur eingegeben werden. Dies geschieht in einer eigenen Anwendung.

Einen Bildbetrachter hat der Sony Reader WiFi ebenfalls. Mit diesem kann man Bilder schnell und unkompliziert öffnen und betrachten und mit einem Wisch links oder rechts zum nächsten Bild wechseln. Mit der Diashow-Funktion lässt sich dies in einem einstellbaren Intervall auch automatisieren. Die Pinch-To-Zoom-Geste steht auch hier zur Verfügung.

Der PRS-T1 ist der erste Reader aus dem Hause Sony am europäischen Markt, welcher einen integrierten Buch-Store hat. Leider ist der deutschsprachige Shop noch nicht zugänglich, sodass wir uns hier kein abschließendes Bild machen konnten. Allerdings erlaubt der US-Store einen kleinen Einblick was uns erwartet. Öffnet man den Store, wird man von einem Willkommensbildschirm begrüßt, auf welchem man sich einloggen und registrieren kann, oder den man wahlweise auch einfach überspringt und zur Startseite wechselt. Obwohl ich einen gültigen US-Account aus Sony PRS-505 Zeiten besitze, konnte ich mich damit leider nicht einloggen. Der Homescreen des Stores präsentiert sich ausgesprochen übersichtlich. Ganz oben befindet sich der Warenkorb und Log-In-Knopf und direkt darunter eine Suchleiste. Hier kann man einfach den gewünschten Buchtitel eingeben und wird mit einer Suchergebnisliste konfroniert, welche vier Buchtitel mit Cover, Autor, Preis und Bewertung beinhaltet. Über virtuelle Knöpfe auf der unteren Seite des Displays kann man die Suchergebnisliste durchblättern.

Die Ergebnisse lassen sich außerdem nach Relevanz, Datum, Verkaufszahlen, Titel und Preis sortieren. Es gibt auch die Möglichkeit Suchfilter anzulegen, wobei man hier nach Kategorie, Bewertung und Preis filtern kann. Die Werte sind alle fix vorgegeben, sodass man den Preisfilter beispielsweise nicht besonders genau einschränken kann.

Detailseite eines eBooks im (US-)Reader-Store

Die Detailseite eines Buches präsentiert sich ebenso übersichtlich wie der restliche Shop. Insgesamt weiß der Shop damit durchaus zu gefallen, wobei der von Kobo in meinen Augen noch eine Spur übersichtlicher ist. Allerdings gilt es diese Informationen über den Sony-Store mit Vorsicht zu genießen, da es sich hier um eine Beschreibung des US-Stores handelt. Möglicherweise ist der deutsche Buchshop anders aufgebaut.

Unterm Strich bleibt zu sagen, dass die Bedienung des PRS-T1 recht einfach von der Hand geht und man sich auch als Techniklaie schnell zurechten finden sollte. Allerdings fordert das komplexere Android-Betriebssystem welches im Hintergrund seinen Dienst leistet, seinen Tribut. Ab und zu (eher selten, aber doch ist’s mir negativ aufgefallen) wurde der Reader nämlich deutlich langsamer, als er eigentlich sein sollte. Außerdem ist das Leseprogramm einmal abgestützt, sodass das Buch geschlossen wurde. Solche Probleme scheinen kein Einzelfall zu sein. In einer Umfrage im englischsprachigen eReader-Forum Mobileread, mit aktuell 105 Teilnehmern/innen, hatten rund 56 Prozent schon mindestens einmal ein solches Problem. Hier sollte Sony schleunigst nachbessern.

Kompatibilität

Eine Paradedisziplin der Sony Reader war immer die breite Formatunterstützung. Hier hat Sony leider etwas abgespeckt. Während früher noch Microsoft-Office-Dateien unterstützt wurden, erkennt sie der Sony PRS-T1 nicht mehr. Folgende Dateiformate werden unterstützt: EPUB, PDF, TXT, MP3, AAC, JPEG, PNG, GIF, BMP.

Im Gegensatz zu den Amazon Kindle Modellen unterstützt der PRS-T1 auch ePub-Dateien, womit man digitale Bibliotheksdienste wie z.B. Onleihe ohne Probleme verwenden kann. Ein Vorteil gegenüber dem Kobo Touch (zumindest im Moment) besteht außerdem darin, dass die gesamten Lese-Funktionen und -Optionen für alle ePub-Dateien zur Verfügung stehen. Die Notiznehmung beim Kobo Touch funktioniert aktuell z.B. nur bei Büchern aus dem Kobo Store.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des Sony PRS-T1 hängt stärker denn je von der jeweiligen Nutzung ab. Mit dem potenten Internet-Browser und der Möglichkeit MP3s anzuhören, kann man eine volle Akkuladung in wenigen Stunden verbrauchen.

Aber keine Sorge, das passiert nur wenn man wirklich viel im Internet surft. Im normalen Lesebetrieb, mit gelegentlichem Internetzugriff, hält der Akku des PRS-T1 etwa gleich lang wie der des PRS-650 und folgt den Tugenden eines eBook Readers. Da der Reader noch nicht allzu lang am Markt ist, können wir hier aber noch kein abschließendes Urteil abgeben.

Wird der Reader geladen, zeigt eine LED direkt am Power-Knopf den Ladezustand an. Ist der Akku noch nicht voll, leuchtet die LED rot. Wenn der Ladevorgang beendet ist, erlischt das Licht.

Software & Synchronisation

Wie im eBook-Reader-Sektor üblich, kann man den Sony PRS-T1 einfach mit dem mitgelieferten Micro-USB-Kabel an den PC anschließen, woraufhin der Reader als Wechseldatenträger erkannt wird. Der PRS-T1 wird dabei als Doppeldatenträger erkannt. Das eine Laufwerk (Laufwerksname: READER) dient dazu die Inhalte auf das Gerät zu spielen, das Andere (Laufwerksname: SETTINGS) enthält die Reader-Software für PC und Mac. Die Software braucht man für gewöhnlich zwar nicht, in diesem Fall ist es aber gut, dass sie gleich dabei ist, denn der Reader wird von Adobe Digital Editions aktuell (03.11.2011) nicht erkannt. DRM geschützte eBooks lassen sich somit nicht mittels ADE auf den Reader kopieren. Um gekaufte Bücher aber dennoch lesen zu können, muss die Sony-Reader-Software installiert werden, womit der PRS-T1 für DRM-Inhalte dann autorisiert werden kann. Hat man das erstmal gemacht, kann man die in ADE importierten DRM-geschützten eBooks auch ohne Probleme auf den Reader kopieren.

Die Installationsdatei für die Sony Software befindet sich am zweiten Laufwerk (SETTINGS) und kann so schnell und unkompliziert installiert werden. Sie wurde für den neuen Reader WiFi komplett neu gestaltet und hat mit der tristen Software älterer Reader optisch nur noch wenig gemeinsam. Allerdings gibt’s immer noch ein paar Macken, welche man von früher kennt. Auch wenn die Software recht übersichtlich gestaltet ist, bleibt die Bedienung etwas träge. Wenn man beispielsweise die Synchronisationseinstellungen ändert, dann reagiert die Software ein paar Momente lang nicht. Manchmal werden die gemachten Einstellungen außerdem nicht gespeichert.

Die Software ist in drei Teile geteilt: Eigene Bibliothek (PC), Store und Reader. In die eigene Bibliothek kann man Bücher, Periodika, Audio, Bilder, Notizen, Favoriten und Sammlungen importieren. Diese werden dann – auf Wunsch – mit dem PRS-T1 synchronisiert. Im Menüpunkt Bücher lässt sich sowohl eine Coveransicht (mit variabler Covergröße), als auch eine Listenansicht einstellen. Außerdem stehen verschiedene Sortierungsoptionen zur Auswahl.

Die neue Sony-Reader-Software

Fazit

Mit dem Reader WiFi, oder PRS-T1 wie die Modellnummer lautet, hat es Sony wieder geschafft ein hervorragendes Gerät abzuliefern. Obwohl die Konkurrenz in den vergangenen Monaten immer weiter aufgeholt hat, kann Sony diese mit dem neuen Reader weiter auf Distanz halten. Der PRS-T1 punktet vor allem durch ein umfangreiches Softwarepaket, einer einfachen Bedienung und einer guten Verarbeitung.

Allerdings muss man beim Kauf des Reader WiFi auch ein paar Schwächen in Kauf nehmen, welche vermeidbar gewesen wären. Allen voran ist hier das glänzende Gehäuse zu nennen. Warum man als Oberfläche hier auf einen lichtreflektierenden Fingerabdruckmagneten setzt, bleibt ein absolutes Rätsel.

Als zweiter Nachteil wären die – noch immer – mageren Textanpassungensmöglichkeiten zu nennen. Mit dem PRS-T1 hat Sony zwar auf die Kundenstimmen gehört und die Schriftgrößenveränderung feiner abgestuft sowie die Möglichkeit integriert die Schriftart zu ändern, aber man kann weder die Rand- noch die Zeilenabstände anpassen und auch die Textausrichtung nicht verändern. Schade, denn das Betriebssystem Android bietet mit Sicherheit die nötige Flexibilität um diese Funktionen zu implementieren. Zuletzt ist noch der aktuelle DRM-Ärger mit Adobe Digital Editions zu nennen. Dies lässt sich zwar mit der Sony eigenen Software umgehen, sollte aber möglichst bald ausgebessert werden.

Das war’s dann aber auch schon mit den Nachteilen. Der PRS-T1 ist ansonsten nämlich der aktuell Beste seiner Klasse. Das unglaublich geringe Gewicht macht auch längeres Lesen zu einem wahren Vergnügen. Selbst nach zahlreichen eBook Reader Tests bin ich immer wieder erstaunt darüber, wie nur wenige Gramm zwischen verschiedenen Modellen einen so großen Unterschied im laufenden Lesebetrieb machen können. Den nächsten großen Pluspunkt holt sich Sony in der Softwareaufbereitung. Alle wichtigen Funktionen wie Markierung, Lesezeichen oder Notiznehmung funktionieren genauso wie man es sich erwartet und zusätzlich bietet der PRS-T1 auch noch einen ausgezeichneten Internetbrowser, welcher sich nicht bloß zum schnellen Nachlesen irgendeiner kleinen Information eignet, sondern durchaus zur häufigen und längeren Nutzung. Als Tüpfelchen auf dem i verfügt der Reader auch noch über das Betriebssystem Android, welches sich mittels „Root“ (ein Artikel zu dem Thema wird folgen) auch wunderbar mit Apps erweitern lässt.

Unterm Strich kann uns der Sony Reader WiFi mehr als nur überzeugen und verdient sich eine Wertung von 1,4 – Sehr Gut.

Der Vorgänger hat die gleiche Wertung bekommen. Warum kann sich der PRS-T1 hier nicht absetzen? – werden sich vermutlich einige von euch fragen. Das liegt hauptsächlich daran, dass es trotz einiger Pluspunkte auch Abzüge bei Formatunterstützung, Textanpassungsoptionen, Haptik/Materialwahl und Softwarestabilität gibt, welche beim Vorgänger und der Konkurrenz zum Teil besser gelöst sind. Ob sich der Umstieg vom PRS-650 lohnt? Das hängt eigentlich nur davon ab, ob man die neuen Internetfeatures nutzen will oder nicht.

Fotos

Vorgänger

Der PRS-T1 ist der Nachfolger des Sony PRS-650. Es war das erste Mal, dass es bei einem eReader-Generationenwechsel von Sony keine großen technischen Neuerungen gab. Display- und Touchscreentechnik sind gleich geblieben. Stattdessen wurde die Bauform überarbeitet und das Gewicht verringert, sowie Android (nicht offen) eingesetzt, um die Bedienoberfläche weiter zu vereinfachen.

Datenblatt

Technische Daten: Sony PRS-T1
AllgemeinHerstellerSony
Markteinführung2011
Verfügbare FarbenSchwarz, Weiß, Rot
Wassergeschütztnicht bekannt
GrößeMaße173 x 110 x 8,9 mm
Gewicht168 g
DisplayDisplaytechnologieE-Ink Pearl
Displaygröße6 Zoll
Displayauflösung800 x 600 Pixel
Pixeldichtenicht bekannt
Farbtiefe16 Graustufen
Touchscreenja, Infrarot
Eingebaute Beleuchtungnein
Blaulichtreduktionnein
Plane Frontnicht bekannt
VerbindungenUSBja, USB 2.0 (Micro USB)
Bluetoothnein
WLanja, 802.11b/g/n
GSM / UMTSnein
SpeicherInterner Speicher2GB
Speicherkartenerweiterungja, MicroSD-Karte
FunktionenBetriebssystemLinux (Android)
Lautsprechernein
Text-to-Speechnein
Blättertastenja
Unterstützte Dateiformate

EPUB, PDF, mp3, AAC, JPEG, PNG, GIF, BMP, TXT

Unterstützte DRM-Dateiformate

EPUB, PDF

SonstigesAkkulaufzeit1 Monat, oder 14.000 Seiten
Lagesensornein
Integrierter eBook Storeja
Sonstiges

12 Wörterbücher, Wikipedia- und Google-Suche, Internet-Browser, 3,5mm Klinkenstecker