Barnes and Noble eBook Reader

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Über Barnes and Noble

Zwar ist Barnes & Noble mit dem ersten Nook deutlich nach Amazon an den Start gegangen, dennoch konnte man aber rasch Marktanteile gewinnen. Das verdankte man einerseits dem innovativen und ansprechenden ersten Gerät, andererseits des stationären Buchläden, auf die Amazon verzichten muss. Man erreichte damit eine große Anzahl an potentiellen Kunden, die nicht im Internet bestellen, was zum damaligen Zeitpunkt nicht so selbstverständlich war wie heute.

Mit dem zweiten Modell konnte der Buchhändler an den Erfolg anknüpfen. Als besondere Innovation setzte man auf Android als Betriebssystem – damals noch in Version 2.1. In technischer Hinsicht lag man auf Augenhöhe mit Amazon.

Danach begann allerdings ein langsamer Abstieg den man nicht mehr aufhalten konnte. Im Jahr 2012 brach man mit dem ersten beleuchteten eReader (seit dem Sony PRS-700) zwar eine neue Entwicklung am Markt los, wurde dann im Grunde aber davon überrollt. Das Leuchtmodell hatte ein paar Macken, die der Amazon-Konkurrent (Kindle Paperwhite) nicht besaß. Der um 6 Monat spätere Marktstart des Kindle war dabei letztendlich unproblematisch für Amazon.

Barnes & Noble hat dabei den Fehler gemacht und die Entwicklung dedizierter Lesegeräte zugunsten eigener Tablets auf Eis gelegt, sodass es im Weihnachtsgeschäft keine überarbeitete Version des fehlerbehafteten Nook Glowlight gab. In der Folge brach das Digitalgeschäft des Buchhändlers zusammen, denn Vielleser wollen offensichtlich auf augenfreundlichen Displays lesen und haben kein Interesse an dem Mehr an Funktionalität eines Tablets. Umgekehrt scheinen sich Tablet-Interessenten nicht beim Buchhändler umgesehen zu haben, sondern eher bei den traditionellen Elektronikshops. Letztendlich führte das dann auch dazu, dass die Tablets sich schlecht verkauft haben. Barnes & Noble hat also an zwei Fronten verloren.

Erst im Jahr 2013 folgte eine neue Version des Nook Glowlight. Allerdings in abgespeckter Version – d.h. ohne Speicherkartenerweiterung und Blättertasten. Damit hat man sich dem Kindle Paperwhite angenähert und keine Alleinstellungsmerkmale mehr besessen. Gleichzeitig besaß der Amazon-Konkurrent aber mit E-Ink Carta die bessere Displaytechnik. Immerhin wurde die Kratzempfindlichkeit der Lichtträgerfolie korrigiert und die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung erhöht. Letztendlich reichte das aber nicht um die Kunden vom neuen Modell zu überzeugen, sodass die Verluste des Digitalgeschäfts noch weiter angestiegen sind. Im Jahr 2014 gab es schließlich kein neues dediziertes Lesegerät, stattdessen setzt man wieder auf Tablets. Diesmal allerdings nicht in Eigenentwicklung, sondern von Samsung. Ob der Abwärtstrend damit aufgehalten werden kann, ist zweifelhaft.

Mittlerweile ist nicht mehr nur die internationale Expansion des Nook Geschäfts außerhalb der USA und Großbritannien offen, sondern die generelle Zukunft des Barnes & Noble Digitalgeschäfts. Eine Abspaltung steht schon länger im Raum, könnte sich aufgrund der desaströsen Geschäftszahlen aber womöglich noch länger hinziehen.