Tablets

In unserer Datenbank befinden sich aktuell 50 Tablets. Für Detailinformationen zu einem Gerät, wähle bitte einen der folgenden Hersteller:

Wie auch bei unserer eBook Reader Datenbank, kannst du technische Daten und Beschreibungen von Tablets einzeln betrachten, oder zwei Geräte miteinander vergleichen. Navigiere dazu einfach zu einem der gewünschten Tablets und nutze das Auswahlmenü um das zweite Gerät auszuwählen. Anmerkung: Die Tablet-Datenbank ist ein relativ junger Bereich hier auf ALLESebook.de, d.h. die Datenblätter werden im Moment noch laufend aktualisiert und erweitert, sodass der Umfang in Kürze noch deutlich wachsen wird.

Tipp: Hier hast du die Möglichkeit die verschiedenen Tablets direkt in einer Übersichtstabelle miteinander zu vergleichen: Tablet Vergleich

Was ist ein Tablet?

Bei einem “Tablet“ (auch: Tablet-PC oder Tabletcomputer) handelt es sich um einen kompakten Computer ohne Tastatur, der in erster Linie für den mobilen Betrieb gedacht ist. Die Bedienung erfolgt über einen eingebauten (meist kapazitiven) Touchscreen, sodass die Eingaben direkt am Bildschirm erfolgen (inkl. virtueller Tastatur).

Tablets gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Hier zu sehen von links nach rechts: 7 Zoll (Kobo Arc 7 HD), 7,85 Zoll (PocketBook SURFpad 3), 8,9 Zoll (Tolino Tab 8.9), 10 Zoll (Kobo Arc 10 HD)

Der Leistungsumfang kann von Hersteller zu Hersteller, aber auch je nach Preisklasse, erheblich schwanken, orientiert sich im Großen und Ganzen aber am Smartphone. Es kommen im Wesentlichen drei Betriebssysteme zum Einsatz:

  • Android (Google)
  • iOS (Apple)
  • Windows (RT) (Microsoft)

Während Android und Windows auf Tablets vieler verschiedener Hersteller (Acer, PocketBook, Kobo, Toshiba, usw.) zur Anwendung kommen, wird iOS ausschließlich auf Apple Tablets (iPads) verwendet. Im Gegensatz zum Heim-PC-Sektor hat Windows am Tablet-Markt bisher allerdings keinen nennenswerten Anteil.

Aufgrund der stromsparenden Eigenschaften hat sich bei Tablet-Chips die ARM-Architektur durchgesetzt. Zwar gab es in der Vergangenheit auch von Intel Bestrebungen mit eigener Prozessorarchitektur in das Tablet- und Smartphonesgement vorzustoßen, allerdings wurden die Chips vom Markt nicht angenommen. Mittlerweile ist auch Intel Lizenznehmer für die ARM-Architektur.

Die ARM-Chips sorgen dafür, dass Tablets mit einer Akkuladung durchgehende Laufzeiten von mehreren Stunden erreichen, flüssig bedienbar sind und keine aktive Kühlung benötigen. Die meisten Tablets sind im Betrieb daher völlig leise, da sie keinen eingebauten Lüfter besitzen, wie das beim Notebook meist der Fall ist.

Der größte Stromfresser bei einem Tablet ist aber der Bildschirm. Die LCD-Technik hat sich aufgrund der breiten Anwednungsmöglichkeiten und Flexibilität durchgesetzt, wobei viele verschiedene Display-Hersteller am Markt vertreten sind. Daher empfiehlt es sich immer einen genauen Blick auf den Bildschirm zu werfen (siehe unten).

Unter dem Mikroskop: Retina (links) mit 323 ppi im Vergleich zu einer "normalen" Pixeldichte (rechts) mit 163 ppi

Ein wichtiger Faktor zur Bewertung eines Displays ist die Pixeldichte. Diese wird in "Pixel pro Zoll" (ppi; pixel per inch) angegeben. Je höher diese Anzahl ist, desto schärfer ist die Anzeigeleistung des Tablets. Als untere Grenze für noch gut ablesbare Bildschirme kann man circa mit 150-160 ppi rechnen. Bei Tablet-PCs mit 230-260 ppi handelt es sich meist um Geräte mit HD-Displays. Ab 300 ppi ist die Rede von "Retina"-Bildschirmen. Der Begriff wurde von Apple zur Vorstellung des iPhone 4 geprägt (und in den USA als Markenname registriert) und soll darauf hinweisen, dass das menschliche Auge aus einem typischen Betrachtungsabstand keine einzelnen Pixel mehr erkennen kann. Dies äußert sich in einer gestochen scharfen Abbildleistung des Bildschirms.

Ein wichtiger Bereich für Tablets sind sogenannte “Apps”. Das sind Applikationen bzw. Programme die für den mobilen Betrieb entworfen wurden. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Programme mit völlig unterschiedlichen Anwendungsgebieten. Dies reicht von simplen Spielen, über Navigationssysteme bis hin zu vollwertigen Office-Applikationen. Apps können von einem “App-Store” heruntergeladen werden, der am Tablet meist vorinstalliert ist. Die Anzahl der verfügbaren Apps hängt dabei in erster Linie vom Betriebssystem ab. Während iOS und Android Apps im Umfang von rund 1 Million Stück bieten, gibt es bei Windows nur etwa 150.000 verfügbare Programme.

Es ist natürlich schon eine Reihe an unterschiedlichen Apps vorinstalliert, sodass die wichtigen Grundfunktionen von Anfang an nutzbar sind. Zu den Kernfunktionen gehören Audio-, Bild- und Video-Wiedergabe genauso wie das Internetsurfen. E-Mail-Empfang, sowie Kontakt- und Kalenderverwaltung sind ebenfalls meist mit den vorinstallierten Programmen möglich.

Worauf muss man beim Tablet Kauf achten?

Der Tablet-Markt ist in den vergangenen Jahren förmlich explodiert. Als Apple das erste iPad im Jahr 2010 vorgestellt hat, trat das Unternehmen eine Lawine los. Das damals wieder entdeckte Marktsegment hat seitdem ganz besonders an den PC- und Notebook-Verkäufen genagt und vor allem den traditionellen PC-Herstellern wie HP oder Dell massiv zugesetzt. Das liegt auch daran, das besonders viele kleine Unternehmen mit günstigen Tablets auf den Markt drängen.

Aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Herstellern ist daher besondere Aufmerksamkeit beim Tablet-Kauf geboten. Folgende Fragen sollte man vor dem Kauf eines Geräts beantworten können:

  • Wie gut ist der Bildschirm? (Auflösung, Farbwiedergabe und Betrachtungswinkel)
  • Welcher Chipsatz kommt zum Einsatz? (Single-, Dual-, oder Quad-Core)
  • Wie lange hält der Akku? (Hängt auch vom verwendeten Chipsatz ab)
  • Welche Verbindungs- und Anschlussmöglichkeiten gibt es? (3G, WLan, Bluetooth, GPS …)
  • Welches Betriebssystem ist installiert? (Android ICS, Jelly Bean …)
  • Wie schwer ist das Tablet? (Zu schwere Geräte sind bei längerer Nutzung oft unpraktisch)

Generell gilt zu sagen, dass man mit einem Apple iPad nicht allzu viel falsch machen kann. Dabei sollte man sich lediglich darüber bewusst sein, dass der Preis im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Android-Tablets meist höher liegt und die Anpassungsmöglichkeiten geringer sind. Im Gegenzug erhält man aber ein tadellos verarbeitetes Gerät mit guter Leistung, einem tollen Bildschirm und einer langen Akkulaufzeit. Außerdem bietet das Apple Betriebssystem im Moment die meisten speziell für Tablets angepassten Apps, sodass die Nutzung bei bestimmten Anwendungen ein wenig besser ausfällt.

Android Tablets sind ein völlig anderer Bereich des Marktes. Aufgrund der Offenheit des Betriebssystems kann jeder Hersteller auf Android zurückgreifen, sodass die Anzahl der Tablets mit diesem System inzwischen ungeahnte Höhen erreicht hat. Die Qual der Wahl ist hier besonders groß. Auf eine umfangreiche Ausstattung und eine gute Verarbeitung kann man sich meist bei den großen Elektronikherstellern wie Samsung, LG oder Asus verlassen. Aber auch viele kleinere Hersteller bieten durchaus gute Geräte, die für die meisten Anwendungsgebiete völlig ausreichen. PocketBook und Kobo sind z.B. mit preisgünstigen und tollen Tablets am Markt vertreten.

Windows Tablets machen nur einen sehr kleinen Marktanteil aus, wobei hier oft Arbeitsprozesse im Vordergrund stehen, die dank verfügbarer Microsoft Office Pakete etwas besser zu erledigen sind als bei der Konkurrenz. Abgesehen davon haben die Tablets häufig den Ruf eine kürzere Akkulaufzeit zu bieten und aufgrund des relativ beschränkten App-Angebots generell weniger Möglichkeiten zu haben.

Android ist das am häufigsten genutzte Tablet-Betriebssystem (hier: PocketBook SURFpad 3 7,85″)

Beim Kauf eines Android-Tablets ist zunächst auf den Bildschirm inkl. Touchscreen zu achten. Unabhängig von der Bildschirmauflösung sollte das Display möglichst große Betrachtungswinkel ermöglichen. D.h. auch wenn man seitlich oder von schräg oben auf den Bildschirm schaut, sollte sich die Qualität bzw. helligkeit nur minimal verschlechtern. Gibt es bei der schrägen Ansicht deutliche Farbveränderungen, sollte man die Finger davon lassen. Ebenfalls wichtig ist die maximale und minimale Bildschirmhelligkeit. Je heller das Display ist, desto eher lässt sich damit auch im Freien arbeiten. Gleichzeitig will man aber natürlich auch eine möglichst niedrige Helligkeitsstufe zur Verfügung haben, damit das Tablet bei absoluter Dunkelheit nicht blendet.

Ein ebenfalls wesentlicher Punkt ist der Touchscreen. Zwar kommt mittlerweile fast überall die gleiche Technik zum Einsatz, allerding unterscheidet sich die Handhabung zum Teil deutlich. Man sollte daher darauf achten, dass der Touchscreen auch bei sanften Berührungen sofort reagiert und im Optimalfall keine Eingabe “übersieht”. Das Frustpotential mit einem nicht einhundertprozent korrekt arbeitenden Touchscreen kann besonders hoch sein.

Abgesehen davon hängen die restlichen Dinge (siehe oben, "Fragenkatalog") in erster Linie vom Nutzungsprofil ab. Um die Frage nach dem richtigen Tablet beantworten zu können, sollte man also wissen, was man damit machen will. Auch die Größe des Bildschirms ist dafür ausschlaggebend: Die kleinste Größe für ein Tablet ist 7 Zoll (darunter werden die Geräte meist Phablets oder Smartlets genannt – eine Mischung aus Smartphone und Tablet). Daneben gibt es 8, 9 und 10 Zoll Geräte, die ebenfalls weit verbreitet sind – und meist teurer als die kleinen. An dieser Stelle empfiehlt sich ein Blick auf unsere Testberichte, in denen wir laufend neue Geräte einem Testlauf unterziehen und ausführlich beschreiben.