Nachfolgend geben wir dir allgemeine Tipps zum eReader Kauf und klären weiterführend über die besten eBook Reader des Jahres 2016 auf. Die Kaufberatung ist sowohl für Personen interessant, die schon ein elektronisches Lesegerät besitzen und dieses durch ein neues Modell ersetzen möchten, als auch für Leseratten die noch nicht digital lesen, aber mit dem Gedanken spielen, einen eBook Reader zu kaufen.

Zusätzlich erhältst du auf den Einzelseiten weiterführende Informationen zu den verschiedenen Herstellern (Auswahl im Menü) und Modellen. Darin werden Technik, Funktionen und Eigenheiten der Geräte nochmals umfassend beschrieben. Insgesamt befinden sich 157 eBook Reader in unserer Datenbank.

Zuletzt aktualisiert am 14. September 2016.

Den besten eBook Reader gibt’s nicht

Kurzfassung: Top 5 eBook Reader

Ich werde oft gefragt, welcher der beste eBook Reader ist. Meine Freunde wissen, dass ich »etwas« mit eReadern mache, weshalb die Frage natürlich nicht überraschend kommt.

Viele sind dann aber verwundert, dass ich keine einfache Antwort geben kann. Denn genauso wie man die Frage nach dem besten Smartphone, Tablet oder Auto unter vielen verschiedenen Gesichtspunkten betrachten kann, ist das auch bei eBook Readern der Fall.

Im Zuge dieser Kaufberatung will ich einen Einblick in wichtige Merkmale geben, die es bei der Auswahl zu bedenken und beachten gilt. Dabei werde ich das Thema genauso beantworten, wie ich es Face-To-Face mit Freunden und Bekannten mache.

Für all jene, die lieber eine kurze Antwort haben möchten, habe ich die nachfolgende Top 5 Liste erstellt. Die Reihung erfolgt nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Im weiteren Verlauf der Seite werden die Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle dann ausführlicher beschrieben.

  1. Den ersten Platz sichert sich (hauchdünn) der Kindle Paperwhite. Der Vorsprung auf die Konkurrenz ist zwar deutlich geschrumpft, Gesamtpaket und Preis-Leistungs-Verhältnis sind aber weiterhin am besten. Besonders gut umgesetzt sind die erweiterten Funktionen wie Wörterbücher, Vokabeltrainer und Kindersicherung.
  2. Auf dem zweiten Platz liegen zwei Geräte: Der Kobo Glo HD und der Tolino Shine 2 HD. Beide Modelle liegen in ähnlichen Preisregionen wie der Paperwhite, bieten aber unterm Strich eine etwas geringere Funktionalität. Der größe Vorteil ist hier aber wiederum die ePub-Unterstützung und damit verbundene freie Shopwahl.
  3. Der vierte Platz gehört dem jüngsten Neuzugang im Bunde: Der PocketBook Touch HD konnte in unserem Test eine ausgezeichnete Figur machen. Mit Blättertasten, Speicherkartenerweiterung und Audiounterstützung kann er sich zum am besten ausgestatteten 6 Zöller der Top 5 krönen, alllerdings muss man dafür auch tiefer in die Brieftasche greifen als bei den zuvor genannten Modellen
  4. Am fünften Platz liegt der wassergeschützte Kobo Aura H2O. Der eReader bietet einen größeren Bildschirm und kann mit einer tollen Ablesbarkeit überzeugen, kostet aber nochmal ein Stück mehr als die anderen Geräte. Das verhindert letztendlich eine bessere Platzierung.
  5. Bonus: Auch wenn es eigentlich nur eine Liste mit fünf Geräten sein sollte, würde sie sich nicht vollständig anfühlen, wenn man den Kobo Aura ONE nicht erwähnt. Der 7,8 Zoll große eBook Reader bietet mit einem speziellen balulichtreduzierten Nachtmodus, Wasserschutz und niedrigem Gewicht, ein Leseerlebnis der besonderen Art. Das Gerät knackt die 200 Euro Grenze aber recht deutlich, weshalb er in Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis den anderen fünf genannten eReadern nachsteht.

Letztendlich gilt festzuhalten, dass die genannten Modelle allesamt sehr eng beisammen liegen. Sortiert man die Liste nach unterschiedlichen Gesichtspunkten, lässt sich die Reihenfolge auch ohne weiteres ändern. Langer Rede kurzer Sinn: Mit keinem der sechs genannten Modelle kann man etwas falsch machen.

Anmerkung: Im Verlauf der letzten Jahre sind über 60 unterschiedliche eReader durch meine Hände gegangen. Alle angeführten Modelle wurden im Praxistest ausführlich getestet und erprobt. Die Empfehlungen und Tipps sind gut durchdacht und stammen aus erster Hand!

Fragen vor dem Kauf

Wenn man ein dedizierte Lesegerät erwerben möchte, dann gilt es vor dem Kauf ein paar Fragen zu beantworten. Nachfolgend klären wir ganz allgemein über eReader auf und dringen dann mit jedem weiteren Punkt tiefer in Materie ein.

Was ist eigentlich ein eBook Reader?

Bei einem “eBook Reader” (auch: eReader) handelt es sich um ein Lesegerät für elektronische Bücher. Ganz pauschal trifft diese Definition ebenso auf PCs, Smartphones und Tablets zu, die immer häufiger zum Lesen digitaler Bücher verwendet werden. Im Speziellen meint man damit aber Geräte, deren Hauptverwendungszweck das Lesen von eBooks ist.

Dedizierte Lesegeräte zeichnen sich hauptsächlich durch spezielle Bildschirme aus, die eine augenschonende Ablesbarkeit und mehrwöchige Akkulaufzeiten ermöglichen. Diese werden E-Paper- oder E-Ink-Displays genannt. Aktuell hat die E-Ink Holdings ein Quasimonopol, sodass fast alle namhaften Hersteller auf Panels dieser Firma (ein Tochterunternehmen von Prime View International [PVI]) zurückgreifen.

E-Ink zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass nach dem erfolgten Bildaufbau kein Strom benötigt wird. Ein einmal aufgebautes Bild kann unbegrenzt lange gezeigt werden, auch wenn der Geräteakku leer ist.

Die Optik des E-Paper-Displays ähnelt einer bedruckten Papierseite, ist im Normalfall aber etwas gräulicher bzw. dunkler und spiegelungsarm – somit auch bei Blendempfindlichkeit geeignet.

E-Ink unter dem Mikroskop

Das geringe Gewicht ist ein weiterer Vorteil von eBook Readern. Es bewegt sich für Geräte mit einer 6 Zoll Bildschirmdiagonale (z.B. Kindle Paperwhite, Pocketbook Ultra, Tolino Shine, uva.) meist im Bereich zwischen 150 und 220 Gramm, was circa einem typischen Taschenbuch entspricht. Neben dem 6 Zoll Format gibt es außerdem kleinere 5 Zoll (z.B. PocketBook Mini) und größere 8 Zoll (z.B. PocketBook InkPad, TrekStor Pyrus Maxi) Formate bzw. dazwischen auch 6,8 Zöller (z.B. Kobo Aura H2O).

Lange Zeit galt die fehlende Bildschirmbeleuchtung als größter Nachteil dedizierter eReader. Bei E-Ink handelt es sich um eine reflexive Anzeigetechnologie (womit sie rückseitig lichtundurchlässig ist), d.h. externe Lichteinstrahlung ist nötig um eine Ablesbarkeit zu gewährleisten – ganz gleich wie beim Papierbuch. Daher erlaubt die Displaytechnik keine eingebaute Hintergrundbeleuchtung, wie das bei herkömmlichen Bildschirmen und Monitoren (LCDs, AMOLED, etc.) der Fall ist.

Im Jahr 2012 wurde dieser Kritikpunkt von allen wichtigen Herstellern (ausgenommen Sony) ausgeräumt – inzwischen werden Frontbeleuchtungen fast schon standardmäßig eingebaut und erlauben es auch bei Dämmerung und Dunkelheit zu lesen, sowie gleichzeitig die taschenbuchähnliche Bilddarstellung beizubehalten.

Dabei sitzen im Gehäuserahmen des eBook Readers mehrere LEDs, die eine hauchdünne Plastikfolie seitlich beleuchten. Diese Folie verteilt das Licht wiederum gleichmäßig über dem Bildschirm. Auch bei Tageslicht sorgt dies für eine bessere Ablesbarkeit, weshalb im Zweifel immer auf einen beleuchteten eBook Reader zurückgegriffen werden sollte.

Nachteilig ist die vergleichsweise träge Reaktionszeit der Anzeigetechnologie, was dank des spezialisierten Einsatzgebiets hingegen nicht allzu negativ ins Gewicht fällt. Schnelle Bildwechsel und Animationen sind aber kaum möglich. Die einfärbige Displayanzeige mindert die Nutzbarkeit farbgebundener Magazine und Medien, weshalb einige andere Firmen an stromsparenden bzw. -effizienten Alternativtechnologien forschen. Diverse Konzepte (Mirasol, Liquavista, IRX Technologies [mittlerweile insolvent]) existieren, konnten sich nach z.T. zaghaften Etablierungsversuchen bisher nicht durchsetzen.

Besonders praktisch: Mit einer integrierten Beleuchtung lässt sich auch im absolut Dunkeln wunderbar lesen

Neben der Hardware sorgt auch die Software für einen gehobenen Lesestandard. Ein großer Vorteil liegt in der Anpassbarkeit das Schriftbildes. Man muss sich nicht mit den relativ kleinen Schriftgrößen üblicher Taschenbücher zufrieden geben, sondern kann die Größe stufenweise den eigenen Vorlieben und Bedürfnissen anpassen. Besonders im Sinne der Barrierefreiheit kann ein eBook Reader für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen hilfreich sein.

Eine Textdarstellung im Querformat kann hierbei vorteilhaft sein, ebenso wie eine Vorlesefunktion.

Bei vielen eReadern kann man außerdem Zeilenhöhe und Randabstände ändern, die Textausrichtung umstellen oder eine andere Schriftart wählen. Der Umfang der Einstellungsmöglichkeiten unterscheidet sich je nach Hersteller, weshalb ein Blick auf unsere eBook Reader Tests empfohlen sei, in denen wir die einzelnen Funktionen immer genau beschreiben.

Vor- und Nachteile von eBooks und eReadern

Warum sollte man zusätzlich zum Buch auch noch Geld für ein eigenes Gerät zum Lesen ausgeben? Warum sollte man sich ein weiteres elektronisches Gerät, welches regelmäßig an den Strom muss, zulegen? Warum sollte man sich mit DRM beim eBook herumschlagen, wenn man ein normales Buch nach belieben verborgen oder verkaufen kann? Nicht zu vergessen die emotionale Komponente: Das Gefühl ein gebundenes Buch zu lesen und dieses gesammelt, optisch ansprechend in einem Bücherregal aufzubewahren.

Das alles spricht nicht unbedingt für eBooks und eReader, aber bei weiterer Überlegung sind auch viele Vorteile zu nennen:

  • eBook Reader können dank kompakter Maße und geringem Gewicht fast immer und überall mitgeführt werden. Besonders auf Reisen, aber auch bei Platzmangel in den eigenen vier Wänden ist dies praktisch, denn auf einem eReader kann eine komplette Bibliothek auf kleinstem Raum gespeichtert werden. Damit ist man dann auch unterwegs flexibel in der Wahl seiner Bücher.
  • Einer der größten Vorteile von eBook Readern besteht in der Möglichkeit das Schriftbild des eBooks anzupassen. So kann man schnell und unkompliziert die Schriftgröße und meist auch die Schriftart anpassen. Dadurch lässt sich je nach Bedarf mit oder ohne Brille lesen bzw. das Schriftbild generell an den persönlichen Geschmack des Lesers bzw. der Leserin anpassen.
  • Während man ein traditionelles Papierbuch Seite für Seite nach einer gesuchten Stelle durchblättern muss, kann man eBooks nach Schlagwörtern und auch ganzen Textpassagen durchsuchen.
  • Mit einer integrierten Wörterbuchfunktion lassen sich auch anderssprachige Texte verständlich machen. Hierfür kann man einzelne Worte direkt ins Deutsche übersetzen lassen.
  • eBooks kann man 24 Stunden am Tag kaufen und sind direkt nach dem Kauf verfügbar – und man braucht nicht einmal das Haus zu verlassen oder auf den Postboten zu warten.
  • Aktuelle Buchtitel sind als eBooks meist um 20-30% günstiger, als die gebundene Ausgabe. Neben kostenpflichtigen eBooks gibts es auch zehntausende Buchklassiker zum kostenlosen Download.
  • Der Blättervorgang auf einem eReader ist ausgesprochen komfortabel. So kann man, ohne umzugreifen oder nachzugreifen, die Buchseite einfach per Knopfdruck (oder optional mit einem Wisch über den Touchscreen) blättern.

Unterm Strich überwiegen unserer Meinung nach die Vorteile. Besonders die höhere Flexibilität sprechen für die Anschaffung und durch den meist günstigeren Preis der eBooks im Vergleich mit herkömmlichen Büchern, kommt es mit der Fortdauer der Anwendung auch zur Amortisation. Weiters fällt der Stromverbrauch von eReadern mit eInk-Technologie so gering aus, dass der Nachteil bezüglich der Akkulaufzeit im Lesealltag kaum ins Gewicht fällt. Damit bleiben letztendlich nur zwei Fragen die man für sich beantworten muss:

  • Ist DRM, und damit die begrenzten Weitergabe und Wiederverkaufsmöglichkeit erworbener eBooks, ein K.O.-Kriterium?
  • Kann man sich emotional vom gewohnten Buchlesegefühl lösen und das bedruckte Blatt Papier gegen elektronische Tinte eintauschen?

eBook Reader oder Tablet?

Eine der wichtigsten Fragen die sich vorab stellt, ist die nach der Geräteklasse: Soll es ein dedizierter eBook Reader (wie z.B. der Kindle Paperwhite) sein, oder doch lieber ein Tablet (wie z.B. ein Apple iPad)? Wo liegt der Unterschied?

Diese Frage lässt sich grob folgend beantworten: Ein eBook Reader dient fast ausschließlich dem Lesen von Romanen und die Bildschirmdarstellung ähnelt der eines gedruckten Buches, da es sich meist um nicht hintergrundbeleuchtete Geräte handelt. Die meisten eBook Reader nutzen ein sogenanntes E-Ink Display. Im Gegensatz dazu dient ein Tablet häufig dem vielseitigen Multimediakonsum von Video, Musik, Bildern und Spielen. Sie sind meist mit einem traditionellen LCD ausgestattet und daher unter Umständen etwas anstrengender für die Augen.

Der E-Ink Bildschirm (rechts) bietet eine papierähnliche Darstellung, auch unter dem Mikroskop. Der LCD (links) mit „Retina“-Auflösung zeigt trotz tadelloser Bildqualität unter dem Mikroskop sein wahres Gesicht

Die Gründe für die schlechtere Verträglichkeit von LCD-Bildschirmen liegt oftmals an zwei Dingen:

  • Bildschirme mit einer niedrigen Pixeldichte, d.h. solche bei denen die einzelnen Bildpunkte weit auseinanderliegen, haben eine verhältnismäßig unscharfe Abbildleistung. Je näher der Bildschirm den Augen kommt, desto eher sieht man diese winzigen Lücken in Form von schwarzen Pünktchen. Außerdem entsteht durch eine geringe Auflösung auch ein kantigeres Schriftbild, das dem Lesefluss schaden könnte. In den letzten Jahren hat sich diese Problematik allerdings deutlich abgeschwächt, denn Bildschirme mit HD- und Full-HD-Auflösungen sind mittlerweile keine Seltenheit mehr und sorgen für eine gestochen scharfe Bilddarstellung.
  • Das größere Problem ist oftmals die verwendete Ansteuerung der Hintergrundbeleuchtung des LCD. Diese erfolgt aus Kostengründen meist via sogenannter Pulsweitenmodulation (kurz: PWM). Die Art der Ansteuerung sorgt dafür, dass der Bildschirm leicht flackern kann. Im Normalfall ist dieser Effekt für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar, allerdings gibt es immer wieder Berichte davon, dass Personen trockene oder tränende Augen oder auch Kopfschmerzen von dieser Art von Bildschirmen bekommen. Leider weisen die Hersteller die verwendete Ansteuerungsmethode nicht aus, sodass man sich vorher umfassend darüber informieren muss.

Offenes oder geschlossenes Ökosystem?

Dieser Punkt dürfte für die meisten bestehenden eBook Reader Besitzer bereits ein alter Hut sein. Dennoch darf der Punkt des „Ökosystems“ nicht unerwähnt bleiben.

Damit meint man nicht ein biologisches Ökosystem in der Natur, sondern das gesamte Angebot des Anbieters.

Einer der Wegbereiter des eBook-Marktes ist der US-Versandriese Amazon. Deren System wird unter dem Namen „Kindle“ betrieben. Es handelt sich um ein geschlossenes Ökosystem. Amazon nutzt ein eigenes Dateiformat und Kopierschutz. Die Geräte des Unternehmens unterstützen gängigen Formate (ePub und Adobe DRM) nicht. Das bedeutet, dass man eBooks für einen Amazon eReader in erster Linie beim Versandhändler kaufen muss. Andere Shops bieten das passende Dateiformat nur selten an.

Amazon oder nicht, das ist hier die Frage

Für Kunden kann dies ein Vor- und ein Nachteil sein. Vorteilhaft ist die unkomplizierte Abwicklung beim Kauf. Als Kindle-Nutzer muss man den eBook Reader beim ersten Mal im Grunde nur einschalten und kann schon loslegen. Es sind nur wenige Ersteinrichtungsschritte notwendig, was die Nutzung für nicht so technikversierte Personen extrem vereinfacht.

Der Kauf eines Kindle bedeutet allerdings, dass ein späterer Wechsel zu einem anderen Hersteller erschwert ist. Die bereits erworbenen eBooks mit Kopierschutz kann man auf sonstigen eReadern nicht so einfach nutzen.

Unter einem offenes Ökosystem versteht man die fehlende Bindung an einen Anbieter. D. h. es ist zwar ein Shop am Gerät integriert, dennoch ist der eBook Reader grundsätzlich auch ohne diesen problemlos nutzbar. Man kann jeden anderen ePub Store verwenden. Beispiel: Man kauft einen Kobo Glo HD, kann die digitalen Bücher aber ebenso bei Thalia kaufen. In diesem Fall hat man die freie Wahl.

Aber auch hier gibt es einen Nachteil. Die weite Verbreitung des Kopierschutzes der Firma Adobe macht den Ersteinrichtungsprozess für Anfänger oftmals zur Hürde. Die erstmalige Nutzung wird dadurch (unnötig) erschwert. Glücklicherweise bieten immer mehr deutsche Verlage ihre Dateien auch mit weichem DRM an.

Unterm Strich kann man festhalten: Mit einem offenen System ist man flexibler beim späteren eBook-Erwerb und einem eventuellen Anbieterwechsel. Mit dem geschlossenen System ist der eBook-Kauf einfacher und man muss sich keine Gedanken über den Kopierschutz machen. Es ist letztendlich Geschmackssache für welches Ökosystem man sich entscheidet. Preisunterschiede gibt es bei eBooks aufgrund der Buchpreisbindung nämlich nicht.

Beste Technik oder bestes Gesamtpaket?

Ist die Frage nach dem System beantwortet, stellt sich auch gleich die nächste: Will man die beste, fortschrittlichste Technik, oder möchte man lieber das beste Gesamtpaket haben?

In beiden Fällen muss man in einigen Bereichen Abstriche in Kauf nehmen, womit wir wieder bei eingangs erwähnten Punkt sind: Kein eBook Reader ist perfekt. Das beste Gerät gibt es nicht. Jeder eReader hat Vor- und Nachteile.

Der Kobo Aura H2O bietet das wohl beste Display – mit und ohne Beleuchtung

In Hinblick auf die Technik ist meist die Bildschirmqualität ausschlaggebend. Obwohl alle Hersteller die gleiche Anzeigetechnologie der E Ink Holdings nutzen (E-Ink Display mit elektronischer Tinte), unterscheidet sich das Endergebnis mitunter sehr stark.

Als Auswahlkriterium sollte in den meisten Fällen das Kontrastverhältnis des Bildschirms dienen. Je höher der Kontrast, umso besser ist der angezeigte Text ablesbar. Dabei kann sich die Anzeigequalität ohne und mit aktivierter Beleuchtung deutlich unterscheiden.

Nachfolgend werfen wir einen kurzen Blick auf die aktuellsten Modelle. In einem praxisnahen Messverfahren haben wir die Kontrastwerte ermittelt.

Kontrastverhältnis X:1, ohne Beleuchtung (höher ist besser)

  • Kobo Aura H2O 8.98
  • Kindle Voyage 8.48
  • Kobo Glo HD 7.99
  • Kindle Oasis 7.97
  • Kobo Aura One 7.91
  • PocketBook Touch HD 7.90
  • Tolino Vision 3 HD 7.88
  • Tolino Shine 2 HD 7.75
  • Kindle Paperwhite 3 7.61
  • PocketBook Touch Lux 3 7.45

Kontrastverhältnis X:1, mit voller Helligkeit (höher ist besser)

  • Kindle Voyage 10.5
  • Kobo Aura One 10.22
  • Kobo Aura H2O 10.0
  • Kindle Oasis 9.82
  • PocketBook Touch Lux 3 9.54
  • Tolino Vision 3 HD 9.36
  • Kindle Paperwhite 3 9.33
  • Kobo Glo HD 9.21
  • Tolino Shine 2 HD 9.1
  • PocketBook Touch HD 9.07

Weiterhin gilt zu bedenken, dass das Kontrastverhältnis nur so gut ist, wie die Beleuchtungsqualität. Der beste Kontrast ist sinnlos, wenn der Bildschirm fleckig und ungleichmäßig ausgeleuchtet wird.

Auch hier gilt wieder: Die Technik zur Beleuchtung ist bei allen Herstellern grundsätzlich gleich. Es gibt in der Praxis jedoch große Unterschiede.

Die aktuell homogenste Ausleuchtung besitzten folgende Modelle: Kobo Aura H2O, Kobo Glo HD, Kindle Oasis, Kindle Paperwhite 3, PocketBook Touch HD, Tolino Shine 2 HD und Tolino Vision 3 HD.

Eine Frage der Schärfe

Neben dem Kontrastverhältnis ist auch die Displayschärfe ein wichtiger Punkt. Mit dem Erscheinen des Kindle Voyage ist dieser stark in den Fokus gerückt.

In erster Linie gilt die Pixeldichte von 300 Ppi als Maßstab. Dabei handelt es sich um eine sogenannte „Retina“-Auflösung. Dieser Marketingbegriff wurde zwar von Apple geprägt, trifft aber auch auf eBook Reader zu. Einzelne Bildpunkte sind bei normalem Leseabstand nicht mehr erkennbar. Die Schrift ist gestochen scharf und unterscheidet sich kaum noch vom gedruckten Buch.

Das nachfolgende Vergleichsbild zeigt den gleichen Textausschnitt auf dem PocketBook Touch Lux 3 (212 ppi) und Kobo Glo HD (300 ppi) unter dem Mikroskop. Mit Hilfe des Schiebers kannst du die Bildanzeige ändern und die beiden Auflösungen direkt miteinander vergleichen:

Original ImagePocketBook Touch Lux 3 (212 ppi)
Modified ImageKobo Glo HD (300 ppi)

Wie man sehen kann, löst der Retina-Bildschirm des Kobo sehr viel feiner und schärfer auf. Natürlich ist dieser Unterschied mit freiem Auge bei normalem Leseabstand nicht so auffällig wie in dieser stark vergrößerten Aufnahme, aber trotzdem sichtbar.

Kaufberatung nach Preisklassen

Der Sommer nähert sich mit großen Schritten und da will man dann natürlich auch in der prallen Sonne lesen können. Smartphone und Tablet sind dazu nicht geeignet – stattdessen greift man zum eBook Reader. Die dedizierten Lesegeräte bieten mit ihrem E-Paper-Display eine papierähnliche Ablesbarkeit, auch bei direkter Sonneneinstrahlung. Und dann der eingebauten Beleuchtung kann man auch in der Nacht lesen.

Damit man beim Kauf nicht zum falschen Hersteller bzw. Modell greift, gibt es nachfolgend den Frühlings- und Sommer-Einkaufsguide. Darin stelle ich euch die wichtigsten Modelle vor. Wir schauen uns gemeinsam die aktuell empfehlenswertesten Anbieter und gängigsten eReader kurz an und sprechen nutzungsabhängige Kaufempfehlungen aus.

Amazon, Tolino, Kobo und PocketBook sind die hierzulande bekanntesten und wichtigsten Größen am deutschen eReader-Markt. Daneben gibt es auch ein paar kleinere Nischenanbieter für das besondere Etwas.

eBook Reader bis 100 Euro

Einstiegsmodelle im Frühling und Sommer 2016, bis 100 Euro. Von rechts nach links: Kindle, Kindle Paperwhite 2, PocketBook Touch Lux 3 und Tolino Shine

Wenn du unsicher bist, ob der Beschenkte überhaupt digital lesen möchte, dann ist es sinnvoll, etwas weniger Geld für einen eReader auszugeben.

Hierbei unterscheide ich zunächst zwischen den unbeleuchteten Einstiegsgeräten und den etablierten Leuchtmodellen. eBook Reader ohne integrierte Beleuchtung gibt’s bereits für rund 70 Euro. Der Kindle ist hierbei eine unkomplizierte Wahl. Trotz des niedrigen Preises muss man sehr wenige Einschränkungen in Kauf nehmen. Der eReader zeichnet sich nämlich durch einen sehr guten Funktionsumfang aus, denn das Gerät nutzt die gleiche Benutzeroberfläche wie die teureren Modelle von Amazon.

Gleiches gilt für den Kobo Touch 2.0. Auch dieses Gerät kommt ohne eingebaute Beleuchtung aus und bietet die gleiche Software wie die hochpreisigeren Kobo eReader (siehe unten). Allerdings muss man für das Einstiegsmodell von Kobo mit rund 85 Euro deutlich mehr auf den Tisch legen. Der Kindle Touch ist aus der preislichen Perspektive daher die vernünftigere Wahl, denn im gleichen Preisbereich zum Kobo Touch 2.0 gibt’s bereits beleuchtete Geräte.

Der jüngste Neuzugang in diesem Preissegment ist der Tolino Page. Der eReader tritt preislich in direkte Konkurrenz zum Kindle, kann aber mit der viel besseren Anzeigequalität punkten. Dank E-Ink Carta Display ist die Ablesbarkeit des Tolino-Page-Bildschirms einfacher und kann sogar mit einigen deutlich teureren Geräten mithalten. Nur in Hinblick auf den Softwareumfang hat der Page gegenüber dem Kindle das nachsehen.

Auch der PocketBook Touch Lux 3 ist für rund 100 Euro erhältlich und nutzt die gleiche Displaytechnologie. Im Gegensatz zum Paperwhite 2 kann man den Lux 3 dank E-Pub Unterstützung aber mit jedem beliebigen eBook-Shop (außer Amazon) nutzen und besitzt zudem eine Speicherkartenerweiterung. Nennenswert ist außerdem, dass der Softwareumfang größer ist als beim Kindle-Konkurrenten, dafür aber nicht ganz so intuitiv.

Als letztes Modell der Unter-100-Euro-Riege ist der Tolino Shine 1 zu nennen. Es handelt sich um den ersten eReader der Tolino Allianz (aus dem Jahr 2013), der gelegentlich für 88 Euro weiterhin im Sortiment der Buchhandelspartner zu finden ist. Eine Kaufempfehlung kann man hier allerdings nur noch schwer aussprechen. Die Software ist zwar gut bestückt und einfach zu bedienen, aber die Anzeigequalität hinkt gewaltig hinter den moderneren Leuchtmodellen her. Selbst wenn man das Gerät noch im Laden findet, sollte man den Aufpreis von nur rund 12 Euro daher auf jeden Fall in den Touch Lux 3 investieren, oder einen Blick auf den etwas teureren Nachfolger (Shine 2 HD, siehe unten) werfen.

Der ebenfalls im Bild befindliche Kindle Paperwhite 2 wurde mittlerweile zugunsten des Nachfolgers (siehe unten) aus dem Amazon-Sortiment genommen.

In der Preisklasse verdienen sich somit folgende Geräte eine uneingeschränkte Empfehlung:

eBook Reader zwischen 100 und 150 Euro

Komfortmodelle im Frühling und Sommer 2016 – alle mit Beleuchtung – zwischen 100 und 150 Euro. Von links nach rechts: Kindle Paperwhite 3, Tolino Shine 2 HD, Kobo Glo HD, Icarus Illumina, Bookeen Muse Frontlight

Deutlich heißer wird der Konkurrenzkampf im Preisbereich zwischen 100 und 150 Euro. Hier finden sich auch die wichtigsten Neuvorstellungen des Jahres 2015.

Den Anfang macht in dieser Kategorie der Kindle Paperwhite 3 ab rund 120 Euro. Es handelt sich um das Nachfolgermodell des vorhin genannten Paperwhite 2, der seit dem Sommer 2015 am Markt ist. Im Vergleich zum Vorgänger wurde der Bildschirm aufgewertet, sodass dieser mit einer hohen Auflösung von 1448×1072 Pixel besonders scharf ist. Die Pixeldichte beträgt 300 ppi („Retina“-Auflösung). Damit sieht die Schrift wie gedruckt aus. Bei den Softwarefunktionen gibt’s keine nennenswerten Unterschiede im Vergleich zum Vorgänger.

Die quasi exakt gleiche Technik nutzt auch der auf der Frankfurter Buchmesse 2015 vorgestellte Tolino Shine 2 HD für 120 Euro. Das neue Shine-Modell zeichnet sich ebenfalls durch die hohe Auflösung aus und besitzt eine gefälligere Optik als der Vorgänger. Der größte Pluspunkt im Vergleich zum ersten Shine (siehe oben) ist jedoch die deutlich verbesserte Anzeigequalität. Diese muss sich nun nicht mehr hinter der Konkurrenz verstecken und befindet sich locker auf Augenhöhe mit Amazon und Kobo. Der Softwareumfang ist allerdings etwas geringer als bei der Konkurrenz. Erwähnenswert ist jedoch, dass das Android-System des Tolino Shine 2 HD gerootet werden kann. Für Technikfans stellt dies einen tollen Mehrwert dar.

Auch der Kobo Glo HD darf sich mit dem Retina-Label schmücken, denn der jüngste 6 Zöller von Kobo besitzt ebenfalls einen 300 ppi Bildschirm. Die Technik entspricht damit den anderen beiden zuvor genannten Geräten. Allerdings muss man mit 130 Euro etwas mehr auf den Tisch legen. Der Softwareumfang ist größer als bei Tolino, wobei insbesondere die tolle Schriftbildanpassung weiterhin konkurrenzlos ist.

Gerade noch in der unter 150 Euro Preisklasse befindet sich ab sofort außerdem der PocketBook Touch HD (UVP: 149 Euro). Das jüngste PocketBook-Modell unterscheidet sich technisch (in Hinblick auf den Bildschirm) kaum von den anderen drei Modellen. Kontrast und Beleuchtungsqualität sind bei allen Geräten gleichwertig. Punkten kann der Touch HD jedoch mit der Zusatzausstattung in Form von größerem internen Speicherplatz, MicroSD-Erweiterung, Blättertasten und Audiounterstützung. Die sehr umfangreiche Software rundet das tolle Gesamtbild ab.

Amazon bietet die ausgereiftesten Funktionen mit tollen Boni (Vokabeltrainer, Kindersicherung), während Tolino, Kobo und PocketBook mit der offenen E-Pub-Unterstützung punkten können. Dadurch kann man die drei mit quasi jedem beliebigen eBook-Shop (abseits Amazon) nutzen.

Ebenfalls eine Erwähnung wert sind zwei Modelle abseits des Mainstreams: Der Bookeen Muse Frontlight (105 Euro) und der Icarus Illumina (120 Euro). Wie auch die anderen eBook Reader dieser Preisklasse nutzen sie E-Ink Carta Technik und bieten tolle Kontrastwerte. Im Gegensatz zur Konkurrenz muss man sich hier allerdings mit einer niedrigeren Auflösung und (zu) hellen Beleuchtung zufrieden geben. Außerdem sind die Softwares beider Modelle weniger umfangreich. Der Illumina kann aber mit einem offenen Android-Betriebssystem punkten (ohne es rooten zu müssen), was wiederum für Technikfans und Bastler ein netter Bonus ist. Der Tolino Shine 2 HD bietet im direkten Vergleich mit Root allerdings mehr Vorteile (jedoch mit möglichem Garantieverlust).

Das Gerät von Bookeen kämpft in Deutschland mit schwindenden Vertriebspartnern, sodass man nicht nur beim Kauf Geduld haben muss, sondern eventuell bei einer etwaigen Garantieabwicklung. Daher empfiehlt es sich mittlerweile den Blick eher auf die anderen genannten Modelle zu richten.

In der Preisklasse verdienen sich somit folgende Geräte eine uneingeschränkte Empfehlung:

eBook Reader ab 150 Euro

Premiumklasse im Frühling und Sommer 2016, von links nach rechts: Kindle Voyage, Kindle Oasis, Tolino Vision 3 HD, Kobo Aura H2O

Die Königsklasse unter den eBook Readern ist insbesondere für Personen interessant, die sich schon einhunderprozentig sicher sind, dass sie auch in Zukunft digital lesen möchten. Der günstigste eReader in diesem Preisbereich ist der Tolino Vision 3 HD (für rund 160 Euro). Ebenso wie der Shine 2 HD (siehe oben) wurde das Gerät auf der Frankfurter Buchmesse 2015 präsentiert und nutzt dabei im Grunde die gleiche Technik (300 ppi Display) wie das günstigere Modell.

Die wichtigsten Unterschiede sind der eingebaute Wasserschutz, die plane Gehäusefront (wie bei einem Smartphone oder Tablet) und die Tap2Flip-Funktion. Das sind zwar durchaus nette Boni, der Aufpreis von 40 Euro zum Tolino Shine 2 HD erscheint allerdings etwas hoch. Obwohl der Vision 3 HD zwar der bisher beste eReader der Tolino Allianz ist, lohnt es sich deshalb trotzdem den Blick auf den Shine 2 HD zu richten.

Der Kobo Aura H2O ist zwar bereits seit 2014 am Markt, bleibt aber auch in diesem Sommer das beste Premium-Modell mit dem in meinen Augen besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Der eBook Reader bietet einen hochauflösenden E-Ink Carta Bildschirm (1430×1072 Pixel) mit einer Größe von 6,8 Zoll (265 ppi). Damit ist das Display sichtbar größer als bei allen bisher genannten Konkurrenzmodellen und bietet ebenfalls eine sehr hohe Textschärfe. Der größte Pluspunkt des eReaders ist aber ohne Zweifel die wirklich hervorragende Anzeigequalität.

Außerdem bietet der Aura H2O ein wasserdichtes Gehäuse mit IP67-Zertifizierung und eine Speicherkartenerweiterung. Der einzige Nachteil erscheint in Anbetracht der sonstigen Vorteile fast schon lächerlich: Das Gehäuse ist sehr empfindlich auf Fingerabdrücke. Mit rund 180 Euro muss man für den tollen Kobo Aura H2O etwas tiefer in die Tasche greifen.

Ebenfalls eine Empfehlung wert, ist der im Sommer 2016 vorgestellte Kobo Aura ONE. Das Gerät zeichnet sich durch ein hochauflösendes und ungewöhnlich großes 7,8 Zoll Display aus und bietet darüber hinaus auch einen einzigartigen blaulichtreduzierten Beleuchtungsmodus. Hier muss man jedoch mit 230 Euro noch mehr auf den Tisch legen als gegenüber dem ohnehin schon sehr guten Aura H2O.

Noch ein wenig teurer ist das erste Premium-Modell von Amazon – ebenfalls im Jahr 2014 erschienen. Der Kindle Voyage ist ab 190 Euro erhältlich und bringt ebenso wie die meisten anderen Modelle dieser Übersicht einen 6 Zoll großen Retina-Bildschirm mit (300 ppi). Das Kontrastverhältnis des Bildschirms ist ausgezeichnet und das aktuell beste am Markt.

Der Voyage besitzt ein hochwertiges Magnesium-Gehäuse, eine kratzfeste, plane Gehäusefront, drucksensitive Blättertasten neben dem Bildschirm und einen Helligkeitssensor zur automatischen Beleuchtungsregulierung. So viele Extras hat sonst kein anderer eReader.

Amazon bietet seit April 2016 außerdem ein zweites Luxus-Modell an, das sich der Versandriese mit einem Preis ab 290 Euro auch gut bezahlen lässt. Das Gerät hört auf den Namen Kindle Oasis und punktet mit einem enorm leichten Gehäuse (nur 131 Gramm) und einer asymmetrischen Bauform. Damit ist der eReader auf ein pefektes Bedienerlebnis ausgerichtet.

Aber auch sonst kann das Gerät dank des 300 ppi E-Ink Carta Displays, der hervorragenden Beleuchtung und tollen Verarbeitung überzeugen. Das mitgelieferte Ledercover ist dabei ebenso hochwertig wie das Gerät.

Neben den genannten Mainstream-Modellen gibt es noch diverse 8 Zoll Geräte, die ebenfalls im gleichen Preisbereich liegen. Hierbei sind das PocketBook InkPad und der Bookeen Cybook Ocean zu nennen. Das riesige Display hat gegenüber den kleinen 6 Zoll Modellen auf jeden Fall einige praktische Vorteile. Allerdings bietet nur einziger 8 Zöller eine so hochwertige Anzeigequalität wie man das von den hier empfohlenen Geräten geboten bekommt – der Kobo Aura ONE. Die restlichen Modele im 8 Zoll Segment müssen sich weiter hinten einreihen.

In der Preisklasse verdient sich somit folgendes Gerät eine uneingeschränkte Empfehlung:

Eine Empfehlung mit Vorbehalt gibt’s für:

Fazit Kaufberatung

Mit den aktuellen Modellen kann man kaum etwas falsch machen.

Wie man sehen kann, gibt es auch heuer wieder eine große Auswahl an sehr guten eBook Readern. Im Vergleich zu den Vorjahren fällt auf, dass das Feld deutlich näher zusammengerückt ist.

In den letzten Jahren gab es in jedem Preisbereich relativ klare Gewinner. Das ist heuer besonders zwischen 100 und 150 Euro ganz anders. Die drei Konkurrenten Kindle Paperwhite 3, Tolino Shine 2 HD und Kobo Glo HD liegen sehr nah beisammen. Tolino und Kobo haben hier einen sehr großen Schritt vorwärts gemacht und nutzen nun eine ebenso gute Anzeigetechnik wie Amazon. Was die Software angeht, besitzt jedes der drei Geräte gewisse Vor- und Nachteile, sodass es hier verstärkt auf die individuellen Bedürfnisse ankommt. Daher lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die Detailseiten in unserer Datenbank, bzw. auf die Testberichte.

In den anderen Preisbereichen sind die Unterschiede ein wenig größer, sodass die Kaufempfehlungen etwas leichter fallen.

Unterm Strich sind eBook Reader mittlerweile aber auf einem so hohen Niveau angekommen, dass man sie ruhigen Gewissens verschenken kann und man sich keine allzu großen Gedanken über mögliche Mängel in der Anzeigequalität oder bei den Softwarefunktionen machen muss.

Detailbeschreibung: Komfortklasse

Die eReader im Preisbereich zwischen 99 und 149 Euro fassen wir unter dem Label der „Komfortklasse“ zusammen. All diese Geräte besitzen eine tolle Ablesbarkeit und intuitive Software.

Drei Alteingesessene und eine Überraschung in der Komfortkategorie


Kindle Paperwhite

Der Kindle Paperwhite ist der meistverkaufte eBook Reader seiner Klasse. Das aktuelle Modell wurde im Sommer 2015 vorgestellt und ist die dritte Generation der beleuchteten eReader-Serie Amazons. Ebenso wie die anderen Neuvorstellungen des Jahres besitzt das Gerät ein Retina-Display mit 300 ppi. Während der Kontrast des Paperwhite im guten Mittelfeld liegt, gehört die Beleuchtungsqualität wiederum zu den besten am Markt.

Die Ausleuchtung des Bildschirms erfolgt gleichmäßig und die Helligkeit lässt sich sehr gut regulieren. Nur wenige Hersteller gelingt der Spagat zwischen hohem Kontrast und guter Beleuchtungsqualität. Damit schafft es der eBook Reader an die Spitze unserer Wertungsskala.

  • Der wohl beste Allrounder zum Spitzenpreis

Der Kindle Paperwhite kann aber auch abseits des Bildschirms überzeugen. Die Software ist intuitiv aufgebraut, reagiert flott und ist auch für Techniklaien schnell verständlich. Beim ersten Start wird eine Schnellstartanleitung eingeblendet, bei der die wichtigsten Funktionen kurz vorgestellt werden. Amazon bietet neben den üblichen Funktionen außerdem einen Vokabeltrainer und eine Kindersicherung. Beides sucht man bei den Mitbewerbern vergeblich.

Der Kindle Paperwhite ist technisch hochwertig und gleichzeitig kostengünstig. Das Kindle-System bietet einen sehr einfachen Zugang, sodass man sich schnell zurechtfindet. Mit dem Kauf kann man kaum etwas falsch machen.

  • 3G-Version verfügbar
  • Hervorragende Beleuchtung
  • Sehr guter Kontrast
  • Einfache Synchronisation
  • Intuitive Bedienung
  • Ansprechende Haptik
  • 300 ppi Display
  • Geschlossenes Ökosystem
  • Keine Speicherkartenerweiterung

Kobo Glo HD

Der Kobo Glo HD bietet ebenso wie der neue Paperwhite ein hochauflösendes Retina Display mit 300 Ppi. Die Textschärfe ist sogar noch ein wenig besser, denn der ebook Reader nutzt einen Infrarot-Touchscreen. Diese Technik kommt ohne Plastikbeschichtung am E-Ink Display aus, was der Anzeigequalität zugute kommt.

  • Der ausgezeichnete Kobo Glo HD erweitert das Portfolio des Unternehmens.

Der Glo HD kann außerdem mit einer hochwertigen Beleuchtung begeistern. Sie kommt ohne sichtbaren Farb- und Helligkeitsverlauf aus und kann qualitativ locker mit dem Paperwhite 3 mithalten.

Der größte Vorteil gegenüber dem Kindle-Konkurrenten ist das offene System (siehe oben). Außerdem darf man sich über die bekannten Kobo-Tugenden freuen. Die Benutzeroberfläche ist aufgeräumt und die Textanpassung ist weiterhin die beste am Markt.

Der Kobo Glo HD bietet aktuell eines der besten Gesamtpaket. Zusammen mit Kindle Paperwhite und Tolino Shine HD befindet er sich an der Spitze seiner Klasse.

  • Sehr hohe Auflösung
  • Hervorragende Beleuchtung
  • Sehr guter Kontrast
  • Umfangreiche Schriftanpassung
  • Intuitive Bedienung
  • Infrarot-Touchscreen
  • Registrierungszwang
  • Keine Speicherkartenerweiterung

Tolino Shine 2 HD

Der aus Deutschland stammende Hauptkonkurrent des Kindle Paperwhite ist der neu erschienene Tolino Shine 2 HD. Das Gerät ist bei allen großen Filialisten erhältlich. Es bietet in weiten Teilen die gleiche technische Ausstattung.

Der 300 Ppi Bildschirm ist gestochen scharf und bestens ablesbar. Der Kontrast ist gleich gut wie bei Kobo und Amazon. Die Frontbeleuchtung des Displays kann sich ebenfalls sehen lassen. Sie ist gleichmäßig, hat einen angenehmen Farbton und lässt sich gut in der Helligkeit regulieren. Wie auch der Kobo Glo HD besitzt der Shine 2 HD einen Infrarot-Touchscreen.

Die Formatoffenheit wird durch die Tolino-Partner immer wieder hervorgehoben. Wie eingangs erwähnt kann man dank ePub-Unterstützung bei quasi jedem beliebigen Shop einkaufen. Nur Amazon eignet sich zum eBook-auf für Tolino-Besitzer nicht. Auch der Verleihservice der Onleihe lässt sich problemlos nutzen.

  • Auch tagsüber macht die Beleuchtung Sinn.

Der Funktionsumfang der Software entspricht dem Standard. Erwähnenswert ist der Internet-Browser. Dieser stellt Webseiten fehlerfrei dar und unterstützt seit dem letzten Softwareupdate endlich Lesezeichen.

Unterm Strich steht der Softwareumfang jenem von Amazon oder Kobo damit kaum nach (und ist in Teilbereichen) sogar besser. Will man sich nicht an Amazon binden, ist der Tolino Shine 2 eine ausgezeichnete Alternative.

  • Sehr hohe Auflösung
  • Einfache Bedienung
  • Hervorragende Beleuchtung
  • Sehr guter Kontrast
  • Infrarot-Touchscreen
  • Intuitive Bedienung
  • Praktische Synchronisation
  • Ausgezeichneter Browser
  • Keine Speicherkartenerweiterung
  • Etwas geringerer Funktionsumfang

PocketBook Touch Lux 3

Als vierte Empfehlung der Komfortklasse ist der mit 99 Euro bepreiste PocketBook Touch Lux 3 zu nennen. Der eReader wurde 2015 vorgestellt, ist allerdings das einzige neue Modell ohne Retina-Auflösung. Dennoch ist der Bildschirm gleichzeitig die wichtigste Neuerung im Vergleich zum Vorgänger.

Der Touch Lux 3 nutzt nun, ebenso wie die Mitbewerber, E-Ink Carta. Die Ablesbarkeit verbessert sich dadurch deutlich. Der Abstand zur Konkurrenz ist somit kleiner als noch beim Vorgängermodell. Dennoch ist die geringere Pixeldichte ein nicht zu übersehender Nachteil.

  • Der Touch Lux 3 ist ein tolles Lesegerät

Das verbesserte User Interface (Version 5.x) sorgt für eine intuitive Handhabung. Die Nutzung fällt damit ebenso leicht wie bei Amazon, Tolino und Kobo. Einziger Nachteil: Die Reaktionsfreudigkeit ist nicht ganz so hoch wie bei der Konkurrenz. D.h. die Software ist gefühlt etwas langsamer.

Der größte Vorteil ist der große Funktionsumfang. Dazu gehört die sehr gute PDF-Anzeige, die Bibliotheksverwaltung mit Calibre-Unterstützung und frei belegbare Tasten.

Mit einem Preis von 99 Euro ist der PocketBook Touch Lux 3 sehr günstig und ebenfalls einen genaueren Blick wert. Die frei belegbaren Tasten sind im mehrheitlich tastenlosen Lineup ein netter Bonus.

  • Sehr guter Kontrast mit Beleuchtung
  • Frei belegbare Tasten
  • Verschiedene PDF-Modi
  • Umfangreiche Bibliotheksfunktion
  • Hübsche Bedienoberfläche
  • Speicherkartenerweiterung
  • Ansprechende Haptik
  • Gelegentlich langsam
  • Manchmal sichtbares Ghosting

Premiumklasse mit dem besonderen Extra

Nachdem die Preise der eBook Reader seit Jahren fallen, haben die Hersteller Ende 2014 die höherpreisige Premiumklasse ins Leben gerufen. Diese Kategorie richtet sich in erster Linie an Personen die das beste Gerät haben wollen – unabhängig vom Preis.

Zwei Premiumgeräte mit unterschiedlicher Größe


Kobo Aura ONE

Der Kobo Aura ONE ist das aktuell nicht nur eines der besten Modelle der Premiumklasse, sondern auch das ungewöhnlichste. Der eBook Reader besitzt ein hochauflösendes 8 Zoll Display mit 300 ppi. Als Technik kommt E-Ink Carta zum Einsatz. Zusätzlich zu diesen ohnehin schon tollen werten bietet der eReader auch einen blaulichtreduzierten Beleuchtungsmodus, der die Schlafqualität verbessern soll.

Fairerweise muss man aber sagen, dass die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung im direkten Vergleich zu den kleineren Konkurrenten etwas ungleichmäßiger erfolgt. In der Praxis erweist sich die Umsetzung unterm Strich dennoch als überaus gelungen, wodurch der Aura One auch dank der großen Bildschirmdiagonale einen echten Mehrwert gegenüber den 6 Zöllern bietet.

  • Keine Frage: Der Aura One ist der unterm Strich beste Achtzöller am Markt.

Der Aura One bietet einen Wasserschutz mit IPX-Zertifizierung. Dieser wird mit Hilfe einer speziellen Nanobeschichtung der Elektronik erreicht. Das bedeutet, dass dieser bei bis zu zwei Metern bis zu 30 Minuten wasserdicht ist.

Die moderne Optik mit planer Gehäusefront und die umangreiche Software runden das hervorragende Gesamtbild des Kobo Aura One ab. Will man den technisch ungewöhnlichsten eReader haben, führt im Grunde kein Weg am jüngsten Kobo-Modell vorbei.

  • Blaulichtreduktion
  • Große 7,8 Zoll Anzeigefläche
  • Wassergeschützt
  • Umfangreiche Schriftanpassung
  • Intuitive Bedienung
  • Hoher Preis
  • Registrierungszwang

Kobo Aura H2O

Der Kobo Aura H2O ist das aktuell beste Modell der Premiumklasse. Der eBook Reader besitzt ein hochauflösendes Display mit 265 Ppi. Als Technik kommt E-Ink Carta zum Einsatz. Die praktische Umsetzung ist hervorragend: Der Aura H2O besitzt das beste Gesamtpaket aus Kontrast, Beleuchtung und Helligkeit. Im Grunde lässt das Modell keine Wünsche offen.

Ein Pluspunkt ist die größere Bildschirmdiagonale. Mit 6,8 Zoll ist der eReader größer als die hier gezeigten Konkurrenzgeräte. Der Anzeigebereich entspricht ca. dem eines Taschenbuches.

  • Der aktuell wohl beste eBook Reader am Markt, inkl. Wasserschutz

Der Aura H2O bietet einen Wasserschutz mit IP67-Zertifizierung. Das bedeutet, dass dieser bei bis zu einem Meter bis zu 30 Minuten wasserdicht ist.

Die Softwarefunktionen können ebenfalls überzeugen. Es gibt im Grunde nur einen Nachteil: Die Vorderseite ist extrem anfällig auf Berührungen. Das klingt im ersten Moment zwar nicht schlimm, kann für empfindliche Personen aber störend sein. Die Berührungsflecken (Fingerabdrücke, Fett-Tapser) lassen sich nur schwer entfernen. Der Bildschirm ist davon glücklicherweise jedoch nicht betroffen (nur der Rahmen).

Legt man großen Wert auf eine kompromisslos gute Ablesbarkeit dann führt im Grunde kein Weg um den Kobo Aura H2O. Man muss mit 179 Euro jedoch mehr Geld auf den Tisch legen als bei den meisten anderen Geräten.

  • Bestes Display
  • Beste Beleuchtung
  • Große 6,8 Zoll Anzeigefläche
  • Wasserdicht
  • Umfangreiche Schriftanpassung
  • Intuitive Bedienung
  • Infrarot-Touchscreen
  • Hoher Preis
  • Registrierungszwang

PocketBook Touch HD

Preislich liegt der PocketBook Touch HD irgendwo zwischen Komfortklasse und Premium-Segment. Wenn man aber die gehobene Ausstattung mit 8 GB Speicherplatz, MicroSD-Erweiterungsmöglichkeit und Audiounterstützung ansieht, dann kann eigentlich kein Zweifel daran bestehen, dass der eBook Reader im High-End-Bereich angesiedelt ist.

Der Touch HD kann darüber hinaus mit den gleichen Tugenden punkten, die bereits den PocketBook Touch Lux 3 eine Empfehlung eingebracht haben. Im Gegensatz zum Lux 3 bietet der Neuzugang aber einen 300 ppi E-Ink Carta Bildschirm und Infrarot-Touchscreen. Die praktische Umsetzung ist ebenso gelungen wie bei den Konkurrenten von Amazon, Tolino und Kobo.

In Hinblick auf den Softwareumfang kann der eReader besonders bei der unglaublich flexiblen Bibliothek punkten. Aber auch die PDF-Anzeige sucht ihresgleichen. Dank schneller Reaktionszeiten ist die Bedienung des PocketBook Touch HD auch deutlich angenehmer als beim Touch Lux 3.

Möchte man einen möglichst großen Funktionsumfang haben, nicht auf eine Speicherkartenerweiterung verzichten und auch die bestmögliche Anzeigequalität genießen, dann lohnt sich der Aufpreis auf 149 Euro auf jeden Fall.

  • Sehr hohe Auflösung
  • Hervorragende Beleuchtung
  • Sehr guter Kontrast
  • Infrarot-Touchscreen
  • Frei belegbare Tasten
  • Praktische PDF-Modi
  • Umfangreiche Bibliotheksfunktion
  • Hübsche Bedienoberfläche
  • Speicherkartenerweiterung
  • Ansprechende Haptik
  • Gelegentlich langsam
  • Manchmal sichtbares Ghosting
  • Empfindlich für Fingerabdrücke

Kindle Oasis

Der Kindle Oasis ist für 289 Euro (bzw. 349 Euro für die 3G-Version) das zweite Premiummodell von Amazon. Ebenso wie Paperwhite und Voyage kommt auch im Oasis ein E-Ink Carta Display mit 300 ppi zum Einsatz. Die Schrift ist damit gestochen Scharf und bestens ablesbar.

In unserem Test erwies sich die eingebaute Beleuchtung als mitunter beste am Markt: Die Ausleuchtung des Bildschirms erfolgt sehr gleichmäßig und verbessert den Kontrast. Die hohe Maximalhelligkeit sorgt zudem dafür, dass man auch tagsüber von der Beleuchtung profitiert.

  • Die Beleuchtung verbessert die Ablesbarkeit auch tagsüber deutlich.

Der wahre Clou des Kindle Oasis ist aber nicht das Display, sondern das ultra-leichte Gehäuse. Mit nur 131 Gramm ist der Premium-eReader das leichteste Leuchtmodell. Die damit verbundene, ungewöhnliche asymmetrische Bauform verhilft dem Oasis zur besten Handhabbarkeit am Markt. Kein anderes Lesegerät lässt sich so entspannt in der Hand halten.

Ein Nachteil ist wiederum die geringe Akkulaufzeit ohne die mitgelieferte Ladehülle. Die Stromversorgung des Geräts ist nämlich zweigeteilt: Ein kleinerer Akku befindet sich im eReader, der größere Akku sitzt im Cover.

Wenn man von diesem Manko absieht, dann gibt’s im Grunde nichts zu bemängeln. Wenn man bereit ist den hohen PReis zu bezahlen, dann bekommt man ein hervorragendes Leserlebnis geboten, das dank der Bauform tatsächlich einzigartig ist.

  • Sehr geringes Gewicht
  • Hochwertiges Ledercover im Lieferumfang
  • Mechanische Blättertasten
  • Sehr gleichmäßige Ausleuchtung
  • 3G-Version verfügbar
  • Einfache Synchronisation
  • Intuitive Bedienung
  • Hochwertiges Gehäuse
  • Hoher Preis
  • Kurze Akkulaufzeit ohne Ladehülle
  • Keine Speicherkartenerweiterung
  • Geschlossenes Ökosystem

Kindle Voyage

Der Kindle Voyage ist für 189 Euro (bzw. 249 Euro für die 3G-Version) das zweite Premiummodell im Bunde. Der eBook Reader ist ebenfalls mit einem hochauflösenden (300 Ppi) E-Ink Carta Display ausgestattet und bietet hervorragende Kontrastwerte.

Eine tolle Innovation bietet der Voyage hinsichtlich der Blättertasten. Diese befinden sich beidseitig neben dem Bildschirm und sind druckempfindlich. Damit ist der eReader für Links- und Rechtshänder bestens geeignet und bietet allen Nutzern einen hohen Nutzungskomfort.

  • Viele sinnvolle Neuerungen, leider mit einer Macke

Ebenfalls neu ist das Magnesiumgehäuse, das den Voyage nicht nur leicht (180 Gramm) macht, sondern auch sehr hochwertig ist. Der eingebaute Helligkeitssensor sorgt dafür, dass man die Beleuchtung automatisch regulieren lassen kann. Wie bei einem Smartphone wird die Helligkeit der Frontbeleuchtung je nach Umgebungslicht reguliert.

Leider kann ich für das Gerät aber trotzde keine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen. Seit dem Marktstart gibt es nämlich Qualitätsschwankungen der Beleuchtung.

Diese machen sich in einem sichtbaren Farbverlauf bemerkbar. Dieser ist je nach Gerät unterschiedlich stark ausgeprägt. Den Kundenbewertungen nach scheint eine Vielzahl an Einzelgeräten betroffen zu sein. Bei einem Kauf sollte man daher sofort nach Erhalt einen ausführlichen Blick auf die Ausleuchtungsqualität werfen. Hat man dieses Problem, dann empfiehlt sich ein Umtausch.

Das Problem haben aber nicht alle Voyage. Bekommt man einen fehlerfreien eBook Reader, darf man sich über eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung und die besten Kontrastwerte freuen.

Wenn man einen möglichen (bei Amazon ohnehin unkomplizierten) Austausch nicht scheut, dann ist der Voyage auf jeden Fall einen Blick wert.

  • Hohe Kontrastwerte
  • Innovative Blättertasten
  • Helligkeitssensor
  • 3G-Version verfügbar
  • Einfache Synchronisation
  • Intuitive Bedienung
  • Hochwertiges Gehäuse
  • Hoher Preis
  • Qualitätsschwankungen der Beleuchtung
  • Keine Speicherkartenerweiterung
  • Geschlossenes Ökosystem

Tolino Vision 3 HD

Der Tolino Vision 3 HD ist mit einem Preis von 159 Euro das günstigste Premiummodell in dieser Übersicht. Als Anzeigetechnologie kommt wie bei allen anderen hier angeführten eBook Readern E-Ink Carta zum Einsatz. Die Punktdichte ist mit 300 Ppi ebenso hoch wie beim Kindle Voyage.

Gegenüber den Amazon-Konkurrenten hat der Vision 3 HD den Vorteil, dass er wassergeschützt ist.

Das Gerät ist aber nicht wasserdicht (wie der Kobo Aura H2O). Stattdessen ist die Elektronik per Nano-Coating vor Kurschlüssen und Korrosion geschützt. Ebenso wie beim Shine 2 HD ist die Formatoffenheit ein weiterer Vorteil gegenüber den Kindle-Mitbewerber.

  • Unverkennbare Optik mit dem lachenden Bildschirmschoner

Im Gegensatz zum Vorgänger muss man dieses Mal aber keine Abstriche in der Displayqualität machen. Die Ausleuchtung ist sehr gleichmäßig und die Kontrastwerte sehr gut. Der Vision 3 HD reicht zwar nicht ganz an die zwei anderen Premiummodelle ran, ist aber dennoch sehr gut.

Der Funktionsumfang entspricht exakt dem des günstigeren Shine 2 HD. Der einzige Unterschied ist die Tap2Flip-Funktion. Mit dieser kann man mit einem kurzen Klopfen auf die Rückseite des Geräts vorwärtsblättern.

Unterm Strich präsentiert sich der Tolino Vision 3 HD als toller eReader, der allerdings preislich und funktional eher zwischen der Komfort- und Premiumklasse liegt. Der günstigere Shine 2 HD aus gleichem Haus ist kaum schlechter, aber deutlich günstiger.

  • Integrierter Wasserschutz
  • Tap2Flip
  • Hohe Auflösung (300 ppi)
  • Sehr guter Kontrast
  • Einfache Bedienung
  • Praktische Synchronisation
  • Ausgezeichneter Browser
  • Keine Speicherkartenerweiterung
  • Etwas geringerer Funktionsumfang

Einsteigerklasse für digitale Skeptiker

Zur Einsteigerklasse zähle ich alle Geräte die um zumindest 20 Prozent günstiger sind als der Durchschnitt der Komfortklasse. In erster Linie ermöglichen sie einen preisgünstigen Start zum digitalen Lesen.

Die Zielgruppe dieser eBook Reader sind Personen die noch nicht so recht wissen, ob sie überhaupt auf einem Elektronikgerät lesen möchten. Der Abschied vom Buch ist aus emotionaler Sicht nicht immer einfach. Mit dem günstigen Kauf eines Basismodells kann man den möglichen finanziellen Ausfall bei Nichtgefallen niedrig halten.

Drei gute und günstige eBook Reader im Einsteigersegment


Kindle

Das wichtigste Einstiegsmodell ist der Kindle Touch. Der Basisereader von Amazon ist für 69 Euro erhältlich und liefert einen großen Funktionsumfang mit einfacher und intuitiver Bedienung. Hauptgründe für den niedrigen Preis sind die fehlende Beleuchtung und das niedriger auflösende E-Ink Pearl Display. Über beide Dinge kann man als Einsteiger oder Gelegenheitsleser zunächst hinwegsehen.

  • Basismodell für Einsteiger

Der Nachteil des Kindle betrifft, wie bei allen anderen Modellen des Unternehmens, die Geschlossenheit des Systems. Der Versandriese legt viel Wert, alles aus einer Hand zu liefern. D. h. der Kindle ist vornehmlich darauf ausgelegt, eBooks bei Amazon zu kaufen. Das ePub-Format wird ebenso wenig unterstützt wie eine Adobe ID. Somit kann man in den meisten anderen Shops nicht einkaufen und die Onleihe ist ebenfalls nicht zugänglich.

Als Alternativen bietet Amazon die Leihbücherei für Prime Kunden an, sowie den Abo Service „Kindle Unlimited“.

  • Niedriger Preis
  • Einfache Synchronisation
  • Intuitive Bedienung
  • Billiges Gehäuse
  • Keine Beleuchtung
  • Keine Speicherkartenerweiterung
  • Geschlossenes Ökosystem

Tolino Page

Der Tolino Page tritt in direkte Konkurrenz zum Kindle, kann das Einstiegsmodell von Amazon in puncto Kontrastverhältnis locker übertrumpfen. Der Tolino eReader nutzt nämlich als einziges in dieser Preisklasse ein modernes E-Ink Carta Display. Obwohl sich die (niedrige) Auflösung nicht vom Amazon-Konkurrenten entscheidet, ist die Ablesbarkeit dadurch merklich angenehmer.

  • Nanu, Shine mal 2? Nein, links ist der neue Tolino Page, rechts dahinter der Tolino Shine

Nachteile muss man hingegen nur wenige in Kauf nehmen. Der offensichtlichste wurde bereits angesprochen: Die niedrige Auflösung kommt nur noch in diesem Kostensegment zum Einsatz. Außerdem muss man auf eine eingebaute Beleuchtung verzichten, wodurch man bei Dämmerung und Dunkelheit auf eine externe Lichtquelle angewiesen ist.

Die Software ist gleich wie bei den anderen Tolino-Modellen und einfach zu bedienen. Zwar ist der Shop des Verkäufers unveränderlich eingestellt, allerdings kann man auch eBooks von anderen Händlern kaufen und nutzen. Auch die Onleihe ist mit dem Tolino Page verwendbar.

  • Hervorragender Kontrast
  • Niedriger Preis
  • Einfache Synchronisation
  • Intuitive Bedienung
  • Toller Webbrowser
  • Niedriges Gewicht
  • Billiges Gehäuse
  • Keine Beleuchtung
  • Keine Speicherkartenerweiterung

Kobo Touch 2.0

Ein weiterer eBook Reader der Einsteigerklasse ist der Kobo Touch 2.0 (für rund 80 Euro), der sich in technischer Hinsicht kaum vom Kindle Touch unterscheidet. Der besondere Vorteil ist die Offenheit des Systems und die mögliche Nutzung von ePub-Dateien. D.h. man kann eBooks nicht nur im angeschlossenen Shop erwerben, sondern in quasi jedem beliebigen eBook-Store (außer bei Amazon).

Das Modell steht letzten Informationen nach bereits kurz vor der Ablöse und dürfte von einem aktualisierten Touch 2.0 ersetzt werden. Das aktuelle Touch-Modell wird daher in einigen Märkten bereits für nur 30 Euro abverkauft.

Ein Preis für den Kobo Touch 2.0 steht ebenso wenig fest wie ein Erscheinungstermin. Wenn das kanadische Unternehmen den üblichen Marktzyklen folgt, dann ist ein Start im September oder Oktober wahrscheinlich. Der Preis dürfte wieder bei rund 60 Euro liegen.

  • Niedriger Preis
  • Speicherkartenerweiterung
  • Intuitive Bedienung
  • Keine Beleuchtung

Bonusklasse: Android eBook Reader

Neben der Luxusklasse hat sich 2014 an anderer Stelle die Android-Klasse etabliert.  Die Modelle erlauben die Installation beliebiger Apps, sodass man die Gerätefunktionalität umfassend erweitern kann. Im Grunde präsentieren sich die eBook Reader schon eher als Tablet mit E-Ink Display.

Android-eReader haben 2014 eine kleine Renaissance erlebt

Die zwei wichtigsten Geräte sind der Onyx Boox Afterglow 2 und der Icarus Illumina. Beide bieten eine durchdachte Monochromanpassung der Android-Bedienoberfläche. Wobei der Afterglow 2 den etwas größeren Funktionsumfang und die direkte Integration des Google Play Store mitbringt. Dadurch ist die App-Installation besonders einfach. Verarbeitung, Gewicht und Handhabung sind ansonsten gleichwertig.

Der Icarus Illumina bietet seit dem letzten Modellupgrade das bessere E-Ink Carta Display.

Der wichtigste Bonus beider Geräte gegenüber den Mainstream-Angeboten ist die mögliche Nutzung von Skoobe. Die eBook-Flaterate lässt sich nämlich nur mit Android oder iOS App nutzen, was auf regulären eBook Readern nicht klappt. Bei diesen beiden Lesegeräten ist es möglich direkt am augenschonenden E-Paper-Bildschirm zu lesen und die Vorteile der Flaterate zu genießen.


Fazit

Wie man sehen kann, gibt es eine Reihe unterschiedlicher Modelle, die man ruhigen Gewissens kaufen oder verschenken kann. Als wichtigstes Sorglosgerät ist der Kindle Paperwhite zu nennen, der preiswert ist und gleichzeitig eine ausgezeichnete Funktionalität bietet. Will man sich nicht an einen Anbieter binden, dann empfiehlt sich der Blick zum Tolino Shine 2 HD, Kobo Glo HD oder PocketBook Touch Lux 3.

Das Sahnehäubchen des eReader-Marktes ist ohne Zweifel der Kobo Aura H2O. Dafür muss man aber tiefer in die Tasche greifen.

Die Android-Modelle sind in erster Linie für technikaffine Personen interessant. Sie bieten zwar eine gute Grundfunktionalität, sind unterm Strich aber etwas komplizierter zu bedienen.

All jene die nun zwischen mehreren Geräten schwanken, sei an dieser Stelle unser eBook Reader Vergleich und unsere Testberichte empfohlen. In diesen Sektionen unserer Homepage stellen wir verschiedene Modelle ausführlich vor und einander direkt gegenüber und klären über Stärken und Schwächen auf. Damit sollten sich auch die letzten Zweifel ausräumen lassen!

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