PocketBook Q: Der erste PocketBook-eReader im Smartphone-Format

Bereits Ende August 2026 hat PocketBook mit dem PocketBook Q einen eReader in der Größe eines Smartphones angekündigt – ein Format, das bisher vor allem BOOX mit der Palma-Reihe besetzt hat. Auf der IFA in Berlin war das Gerät anschließend erstmals zu sehen. In den Handel kommen soll der Q im vierten Quartal zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 199 Euro.
PocketBook positioniert das Gerät als Alltagsbegleiter, mit dem man einhändig lesen und Hörbücher hören kann, ohne sich von Benachrichtigungen ablenken zu lassen.
Smartphone-Format mit Blättertasten
Das Display des PocketBook Q misst 5,84 Zoll und basiert auf E Ink Carta 1300. Mit 1576 × 788 Pixeln ergibt sich eine Pixeldichte von 300 ppi, das SMARTlight-Frontlicht lässt sich in Helligkeit und Farbtemperatur anpassen. Das Gehäuse misst 154 × 75,8 × 6,5 Millimeter und wiegt nur 130 Gramm – damit ist der Q leichter als die meisten Smartphones.
Auf physische Bedienelemente muss man trotz der schlanken Bauform nicht verzichten: An der Seite sitzen Blättertasten, die das einhändige Lesen erleichtern sollen. Gegen Spritzwasser ist der Q nach IPX4 geschützt. Bei der Farbe steht bisher nur eine Variante in Silber zur Wahl.
Ausstattung: Linux statt Android
Im Gegensatz zu den Palma-Modellen von BOOX setzt PocketBook nicht auf Android, sondern auf sein eigenes Linux-basiertes Betriebssystem. Das bedeutet zwar weniger Freiheit bei der App-Auswahl, dafür aber die übersichtliche und auf das Lesen optimierte Oberfläche der PocketBook-eReader. Unterstützt werden 25 E-Book-Formate ohne Konvertierung, außerdem Adobe- und LCP-DRM. Die Libby-App ist vorinstalliert, Bücher lassen sich über die PocketBook Cloud synchronisieren.
Im Inneren arbeitet ein Rockchip-RK3566-Prozessor mit 1 GB RAM, der Speicher ist mit 32 GB doppelt so groß wie bei den meisten anderen aktuellen PocketBook-eReadern, lässt sich aber nicht erweitern. Hörbücher und die Vorlesefunktion in Deutsch, Englisch und 24 weiteren Sprachen laufen über Bluetooth oder USB-C. Der Akku fasst 1.550 mAh und soll laut PocketBook für mehr als einen Monat Lesezeit reichen.
Preis und Verfügbarkeit
Der PocketBook Q soll im vierten Quartal 2026 zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 199 Euro erscheinen. Ein genaues Datum nennt PocketBook bisher nicht, im PocketBook-Shop ist das Gerät bereits als „bald erhältlich“ gelistet.
Einschätzung
Dass E-Ink-Geräte im Smartphone-Format ihren Platz gefunden haben, hat BOOX mit der Palma-Reihe gezeigt. Der PocketBook Q geht dabei bewusst einen anderen Weg: kein Android, keine Kamera, keine App-Vielfalt – dafür ein fokussiertes Lesesystem, physische Blättertasten, Spritzwasserschutz und ein deutlich niedrigerer Preis. Der ebenfalls neu angekündigte BOOX Palma 3 soll 339,99 Euro kosten.
Für alle, die ein kompaktes Lesegerät für unterwegs suchen und auf zusätzliche Apps verzichten können, klingt das nach einer sehr interessanten Alternative. Das schmale Format eignet sich allerdings vor allem für Romane und Sachbücher, für PDFs oder Comics ist es kaum gemacht. Wie gut die Blättertasten in der Hand liegen und wie lange der Akku tatsächlich durchhält, wird sich zeigen, sobald der Q erhältlich ist.
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