Kobo Libra Colour
Kompakter Farbreader mit Blättertasten und brauchbarer Stifteingabe
- Farben: Schwarz, Weiß
- Preis geprüft am 13.10.2026
- Alle 5 Angebote vergleichen
Affiliate-Link: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Mehrkosten. Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand.
Auf einen Blick
Der Kobo Libra Colour verbindet angenehmes Lesen mit farbigen Markierungen und überraschend vielseitigen Notizbüchern. Sein gerundeter Griff und die Blättertasten passen gut zu langen Büchern; der optionale Stift macht ihn zusätzlich zum handlichen Begleiter für Mitschriften. Dafür verlangt das dunklere Farbdisplay häufiger nach Frontlicht, und die Navigation in Comics und PDFs bleibt umständlich.
Vorteile
- Angenehmer asymmetrischer Griff mit physischen Blättertasten
- Farbe für Buchcover, Illustrationen und handschriftliche Markierungen
- Vielseitige Notizbücher mit zuverlässiger Offline-Handschrifterkennung
- PDF-Anmerkungen direkt in der kopierten Datei
- IPX8-Wasserschutz und Frontlicht mit einstellbarer Farbtemperatur
Nachteile
- Dunklerer Bildschirm und gedeckte Farben gegenüber Schwarzweiß-E-Ink beziehungsweise LCD
- Leichter Helligkeitsverlauf bei kühlem Frontlicht
- Umständliche Navigation in Comics und PDFs
- Ungleiche Druckpunkte der Blättertasten und wenig Platz in der Notizoberfläche
- Stift kostet extra; reguläre Einrichtung benötigt ein Kobo-Konto
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- Handschriftliche NotizenNotizgerät Gut
- PDFs und FachliteraturNur 7 Zoll, PDFs brauchen Zoom Eingeschränkt
- Comics, Magazine, KochbücherFarbdisplay (E Ink Kaleido 3) Ideal
- Romane und Sachbücher300 ppi, sehr scharfe Schrift Ideal
- Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht mit regelbarem Warmlicht Ideal
- Große Bibliothek offline32 GB Speicher Ideal
Angebote und Preisvergleich
-

Kobo Libra Color
Amazon.de
251,90 €Zum Angebot269,99 € -

Kobo Libra Colour
Proshop
269,00 €Zum Angebot -

Kobo Libra Colour
JACOB Elektronik · 32 GB
270,06 €Zum Angebot -
Kobo eBook-Reader eBookReader Libra Colour black Schwarz Bundle …
JACOB Elektronik · 32 GB
295,66 €Zum Angebot -
Kobo eBook-Reader eBookReader Libra Colour black Schwarz Bundle …
Amazon.de
312,71 €Zum Angebot
Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand · Stand: 13.10.2026 · Affiliate-Links
Kobo Libra Colour im Überblick
Der Kobo Libra Colour ist besonders dann interessant, wenn ein Lesegerät mehr leisten soll, als Romane darzustellen, ohne gleich das Format eines großen Schreibtablets anzunehmen. Auf sieben Zoll verbindet er Buchlektüre, farbige Markierungen und eigenständige Notizbücher. Die Stifteingabe ist dabei mindestens so reizvoll wie die Farbe: Eine kurze Mitschrift oder eine Bemerkung direkt im Buch ist schnell erledigt. Wer ausschließlich Schwarzweißtext liest, sollte den dunkleren Bildschirm dagegen bewusst gegen diese zusätzlichen Möglichkeiten abwägen.
Das asymmetrische Gehäuse liegt angenehm in der Hand. Gegenüber dem Libra 2 fallen die Kanten im Griffbereich weicher aus, und rund 200 Gramm lassen sich auch länger bequem halten. Der Kunststoff wirkt ordentlich verarbeitet. Die beiden Blättertasten sind praktisch, benötigen innen allerdings mehr Druck als an den äußeren Enden. Besser gefällt der gut erreichbare Einschalter auf der Rückseite. Der IPX8-Wasserschutz ist eine sinnvolle Ergänzung für ein Gerät, mit dem häufig unterwegs oder am Wasser gelesen wird.
Farbe bringt Nutzen, benötigt aber mehr Licht
Das Kaleido-3-Display stellt Schwarzweißinhalte mit 300 ppi und Farben mit 150 ppi dar. Schon farbige Buchcover erleichtern die Orientierung in der Bibliothek, und Illustrationen gewinnen gegenüber einer reinen Graustufendarstellung. Die Farben bleiben jedoch gedeckt. Beim Libra Colour fällt ihre Sättigung zurückhaltend aus; Abstufungen wirken dafür stimmig. Eine feine Körnung ist aus der Nähe sichtbar, während sie bei normalem Leseabstand wenig stört.
Der Farbfilter macht den Hintergrund dunkler als bei einem Schwarzweißreader. In Innenräumen ist das Frontlicht deshalb oft die angenehmere Wahl. Seine Helligkeit und Farbtemperatur lassen sich einstellen. Im Test zeigte die kühle Beleuchtung einen leichten Verlauf von links nach rechts, der bei reduzierter Helligkeit weniger auffiel. Gewöhnlicher Text blieb weitgehend frei von störenden Nachbildern; bei Bildern und im Dunkelmodus waren sie deutlicher zu sehen. Wer lieber ohne Beleuchtung liest, bekommt mit Farbe also nicht automatisch die bessere Anzeige.
Gute Notizfunktionen auf einer kleinen Arbeitsfläche
Der separat erhältliche Kobo Stylus 2 reagiert schnell genug für natürliches Schreiben. Er muss gelegentlich über USB-C geladen werden und haftet magnetisch am Gerät. Sein leicht wackelnder Radierer macht beim Schreiben allerdings Geräusche, und eine ausgeprägte Papierstruktur fehlt auf der Oberfläche. Im Test entstand außerdem mitunter noch ein Strich, nachdem die Spitze bereits angehoben war. Erst ein größerer Abstand zum Bildschirm beendete diesen Fehler; seine Ursache blieb offen. Das schmälert die sonst gute Reaktion, macht die Funktion aber nicht grundsätzlich unbrauchbar.
Einfache Notizbücher bieten freie Seiten, unterschiedliche Hintergründe und Stiftwerkzeuge. Erweiterte Notizbücher beherrschen zusätzlich strukturierte Handschrifterkennung, Diagramme und mathematische Formeln. Die Umwandlung in Text arbeitete auch ohne aktive WLAN-Verbindung zuverlässig. Ordner, Unterordner und eine Suche helfen beim Wiederfinden. Je nach Notizbuchtyp stehen unterschiedliche Exportwege und Formate bereit, darunter PDF, Word, HTML und Bilddateien. Lokale Weitergabe, Dropbox und die Synchronisierung über das Kobo-Konto ergänzen sich.
Sieben Zoll setzen der Arbeitsfläche Grenzen. Im Test nahmen die obere Werkzeugleiste und die große Seitennavigation unten zusammen viel Platz ein; eine übersichtliche Miniaturansicht aller Notizseiten fehlte. Für kurze Mitschriften ist das gut nutzbar, für lange Arbeitsblätter oder umfangreiche Skizzen wäre mehr Fläche angenehmer. Zweimal fror das Testgerät beim besonders schnellen Wechsel zwischen Buch und Notizbuch ein. Ob spätere Updates das behoben haben, ist offen.
Stärker bei Büchern und Anmerkungen als bei Comics
Beim Lesen überzeugt die klare Kobo-Oberfläche. Schriftgröße, Schriftstärke, Zeilenabstand und Ränder lassen sich fein einstellen; Serien und Sammlungen bringen Ordnung in die Bibliothek. Für die reguläre Einrichtung ist ein Kobo-Konto erforderlich. EPUB-Dateien werden unterstützt, eine geschützte Kindle-Bibliothek lässt sich dagegen nicht einfach übernehmen. Für gespeicherte Webartikel steht in der regulären Firmware inzwischen Instapaper zur Verfügung. Hörbücher aus Kobos Angebot lassen sich über Bluetooth-Kopfhörer oder einen entsprechenden Lautsprecher hören.
Handschriftliche Buchnotizen bleiben verständlich, wenn sich der Text nach einer Schriftänderung neu verteilt: Die ursprüngliche Ansicht bleibt als Bild über die Markierung abrufbar. Im Test gingen dabei keine Notizen verloren. Auch PDF-Seiten ließen sich direkt beschreiben. Beim Zurückkopieren der bearbeiteten Datei auf den Computer waren die Anmerkungen bereits enthalten; ein zusätzlicher Export war nicht nötig. Gerade diese unkomplizierte Verbindung von Lesen und Schreiben macht den Libra Colour attraktiv.
Weniger überzeugend war die Navigation in Comics und großen PDFs. Nach dem Einpassen auf Seitenbreite musste der Ausschnitt von Hand verschoben werden. Beim Wechsel zur nächsten Seite blieb seine alte Position erhalten, sodass man nach dem Erreichen des unteren Seitenendes erneut nach oben schieben musste. Die Software nutzte das Farbdisplay deshalb für solche Dokumente nur eingeschränkt aus. Beim Lesen regulärer Bücher verbrauchte automatisches Umblättern alle 15 Sekunden bei 70 Prozent Frontlicht ungefähr fünf Prozent Akku pro Stunde. Hochgerechnet ergibt das rund 20 Stunden unter diesen Bedingungen.
Seine Stärke bleibt das ausgewogene Zusammenspiel aus einem handlichen Lesegerät und brauchbaren Notizen. Farbe bei Covern, Illustrationen und Markierungen sowie der optionale Stift bieten echten Mehrwert, wenn beides regelmäßig genutzt wird. Für lange Romane ohne Farbinhalte ist ein heller Schwarzweißreader weiterhin eine schlüssige Wahl. Wer dagegen Lesen und gelegentliches Schreiben auf einem kompakten Gerät verbinden möchte, findet im Libra Colour eine überzeugende Kombination mit klar erkennbaren Grenzen bei Bildschirmhelligkeit, Arbeitsfläche und der Navigation in Dokumenten.
Kobo Libra Colour im Video
Testbericht
Von Chalid · Aktualisiert am
Beim Kobo Libra Colour gefällt mir die Stifteingabe fast noch besser als die namensgebende Farbe. Ein kompakter 7-Zoll-Reader, auf dem ich Bücher lesen, direkt in Seiten schreiben und brauchbare Notizbücher führen kann, ist eine reizvolle Kombination. Dazu kommen ein angenehmes Gehäuse, Blättertasten und die übersichtliche Kobo-Oberfläche. Der Farbbildschirm verlangt allerdings Zugeständnisse: Er ist dunkler als Schwarz-Weiß-E-Ink, die Farben bleiben gedeckt, und die Beleuchtung erreicht nicht die Gleichmäßigkeit des Libra 2. Ausgerechnet bei Comics setzt außerdem die Software Grenzen. Der Libra Colour ist deshalb ein sehr guter vielseitiger Reader, aber kein vorbehaltloses Upgrade für jeden, der bislang nur Romane liest.
Angenehmer in der Hand, anspruchsvoller beim Licht
Schon beim ersten Halten fiel mir auf, dass der Libra Colour angenehmer in der Hand liegt als der Libra 2. Das asymmetrische Grunddesign bleibt, die etwas runderen Kanten am Griffbereich machen aber einen spürbaren Unterschied. Mit rund 200 Gramm lässt sich der Reader auch länger gut halten. Das Kunststoffgehäuse wirkt sauber verarbeitet und knarzte bei vorsichtigem Druck nicht. Die Blättertasten sind weiterhin ein großer Pluspunkt, ihr Druckpunkt könnte gleichmäßiger sein: An den äußeren Enden lassen sie sich leichter betätigen, weiter innen braucht es mehr Kraft. Ich hätte mir gewünscht, dass Kobo auch hier nachbessert.

Den Einschalter auf der Rückseite mag ich dagegen sehr. Nach kurzer Gewöhnung finde ich ihn leichter als die winzigen Schalter an vielen Gehäusekanten, und beim Drehen drücke ich ihn nicht versehentlich. Wasserschutz und Bluetooth für Hörbücher ergänzen das Paket sinnvoll. Der Zweikernprozessor reicht für den Alltag gut aus; träge wirkte die Bedienung grundsätzlich nicht. Zweimal fror der Reader allerdings ein, als ich besonders schnell zwischen Notizbuch und Buch wechselte. Das kam selten vor, und ob ein Update das inzwischen behoben hat, kann ich nicht sagen.
Kaleido 3 kombiniert hier eine Schwarz-Weiß-Auflösung von 300 ppi mit einem Farbfilter für 150 ppi Farbauflösung. Einzelne Farbpunkte fallen bei normalem Leseabstand kaum auf, aus der Nähe bleibt aber eine feine Körnung sichtbar. Vor allem ist der Hintergrund dunkler als beim Libra 2. In Innenräumen benutze ich deshalb praktisch immer die Frontbeleuchtung. Damit lässt sich der Text sehr gut lesen. Wer seinen Reader möglichst oft ohne Licht verwenden möchte, bekommt mit Schwarz-Weiß-E-Ink weiterhin die passendere Lösung. Farbe bringt zusätzlichen Nutzen, aber nicht ohne Abstriche bei der Bildqualität.
Kaleido 3 ist die erste Farb-E-Ink-Generation, die ich trotz ihrer Grenzen gerne empfehle. An die gedeckten Farben habe ich mich schnell gewöhnt. Sie leuchten nicht wie auf einem Tablet oder Smartphone, bereichern aber schon die Buchcover auf der Startseite und in der Bibliothek. Beim Libra Colour ist die Sättigung sogar etwas geringer als bei mehreren anderen Kaleido-3-Geräten. Dafür wirken Abstufungen und das Verhältnis der Farben zueinander stimmig. Im normalen Menü fehlen Regler, mit denen man die Darstellung auf unterschiedliche Vorlagen abstimmen könnte. Über Entwickleroptionen lässt sich zwar experimentieren, als benutzerfreundliche Lösung zählt das für mich nicht. Für manche Inhalte hätte ich gerne etwas mehr Farbe, ohne erst versteckte Einstellungen bemühen zu müssen.

Die maximale Helligkeit war zum Testzeitpunkt womöglich die höchste unter den Kaleido-3-Geräten. Die Gleichmäßigkeit ist gut, hat mich nach dem ausgezeichneten Libra 2 aber etwas enttäuscht. Mit kühlem Licht zeigt sich ein Helligkeitsverlauf von links nach rechts. Wer dafür empfindlich ist, kann ihn bemerken, besonders bei hoher Einstellung. Etwas weniger Helligkeit mildert den Unterschied deutlich, ohne dass die Lesbarkeit gleich leidet. Auch warmes Licht ist möglich. Der Dunkelmodus beschränkt sich auf Bücher; die übrige Oberfläche bleibt davon ausgenommen. Bei normalem Text stören Nachbilder kaum, bei Bildern und im Dunkelmodus treten sie deutlicher auf. Das macht den Bildschirm nicht schlecht, erklärt aber, warum ich Farbe und Beleuchtung vor allem nach den eigenen Lesegewohnheiten beurteilen würde.
Ein kleiner Reader, der ernsthaft Notizen kann
Der optionale aktive Stift muss gelegentlich über USB-C geladen werden. Wie oft genau, kann ich nicht sagen, weil die Anzeige nur einen groben Status statt eines genauen Prozentwerts liefert und der Verbrauch von der Nutzung abhängt. Der Metallstift fühlt sich angenehm an, der Radierer am Ende wackelt allerdings etwas und macht beim Schreiben Geräusche. Seitlich hält ihn ein gut abgestimmter Magnet: sicher genug, ohne das Abnehmen lästig zu machen. Die Reaktion beim Schreiben ist schnell genug für ein natürliches Gefühl. Im direkten Vergleich reagieren spezialisierte Wacom-Notizgeräte etwas flotter, im normalen Gebrauch störte mich der Unterschied aber nicht.
Eine papierähnliche Oberflächenstruktur fehlt mir beim Schreiben. Die Druckerkennung funktioniert, wirkt aber weniger fein abgestuft als bei manchen spezialisierten Schreibtablets. Ärgerlicher war ein gelegentlicher Fehler: Nach dem Anheben wurde die Spitze noch erkannt, obwohl sie den Bildschirm nicht mehr berührte. Erst wenn ich den Stift weiter entfernte, hörte das auf. Die Ursache blieb offen. Es trat allerdings nicht ständig auf, und sonst reagiert der Stift ordentlich. Als gelegentliches Notizwerkzeug überzeugt der Libra Colour trotzdem, und gerade die kompakte Größe macht diese Ergänzung interessant.

Notizbücher lassen sich in Ordnern und Unterordnern organisieren. Einfache Notizbücher bieten freie Seiten mit unterschiedlichen Hintergründen und Stiftwerkzeugen. Erweiterte Notizbücher sind stärker strukturiert: Sie wandeln Handschrift in Text um und nehmen etwa Diagramme und mathematische Gleichungen auf. Die Erkennung war erstaunlich zuverlässig, selbst bei absichtlich unsauberer Schrift, und funktioniert auch ohne aktive WLAN-Verbindung. Mir wäre ein einziges Notizbuch mit allen Funktionen lieber, mit der Aufteilung kann ich aber gut leben. Je nach Notizbuchtyp stehen unterschiedliche Exportformate bereit, darunter PDF, Word, HTML und Bilddateien. Dazu kommen die Synchronisierung über Kobo und die Möglichkeit, Notizen lokal oder über Dropbox weiterzugeben.

Auf dem kleinen Bildschirm verschenkt die Notizoberfläche allerdings unnötig Platz. Sobald die Werkzeugleiste oben sichtbar ist, erscheint unten auch eine große Seitennavigation. Ich habe die Leisten deshalb oft ein- und ausgeblendet, statt einfach weiterzuschreiben. Eine übersichtliche Miniaturansicht aller Seiten fehlt ebenfalls. Immerhin gibt es eine Suche, sogar in einfachen Notizbüchern. Weiß ich noch, nach welchem Wort ich suche, hilft das beim Wiederfinden. Diese Schwächen nehmen der Funktion nicht ihren Wert, zeigen aber, dass die Bedienung noch besser an sieben Zoll angepasst werden könnte.
Sehr gute Buchfunktionen, umständliche Comics
Beim normalen Lesen ist die reduzierte Kobo-Oberfläche angenehm. Die Bibliothek bietet Filter, Sortierung, Sammlungen und Serien, während sich Schriftgröße, Schriftstärke, Zeilenabstand und Ränder per Regler anpassen lassen. Erklärende Wörterbücher funktionieren überwiegend gut; Übersetzungswörterbücher konzentrieren sich vor allem auf Englisch. Für Wikipedia und Google gibt es einen eingebauten Browser, der seinen Zweck erfüllt, aber nicht besonders schnell oder zuverlässig wirkt. Die reguläre Einrichtung verlangt ein Kobo-Konto. Mir wäre die freie Wahl lieber. Der integrierte Shop ist übersichtlich und hilft mit Filtern und einer direkten Suche. Eine vorhandene Kindle-Bibliothek lässt sich dagegen nicht einfach unverändert weiterbenutzen.
Sehr gut gelöst sind handschriftliche Anmerkungen direkt im Buch. Ändere ich später die Textgestaltung, landen sie nicht einfach an der falschen Stelle. Das System hält die ursprüngliche Ansicht als Bild fest und macht sie über die Markierung zugänglich. So bleibt der Zusammenhang zwischen Text und Handschrift erhalten, obwohl die aktuelle Seite anders umbrochen wird. Im Test verschwanden dabei auch keine Notizen. PDF-Seiten lassen sich ebenfalls beschreiben, mit anpassbarer Stiftbreite und Farbe. Kopiere ich die bearbeitete PDF anschließend auf den Computer, sind die Anmerkungen bereits enthalten. Ein gesonderter Export ist dafür nicht nötig, was diesen Ablauf angenehm unkompliziert macht.
Weniger gelungen ist die Navigation durch Comics und große PDF-Seiten. Die Anpassung an die Seitenbreite vergrößert zwar sinnvoll, den sichtbaren Ausschnitt muss ich danach aber von Hand verschieben. Tippen oder die Blättertaste führt zur nächsten Seite und behält dabei die alte Ausschnittposition. War ich zuvor unten angekommen, muss ich auf der neuen Seite wieder selbst nach oben zurück. Das ist beim fortlaufenden Lesen unnötig umständlich. Gerade bei einem Farbreader hätte ich bessere Ansichten für PDF-, CBR- und CBZ-Dateien erwartet. Der Bildschirm könnte bei Comics mehr zeigen, als die Software bequem zugänglich macht.

Hörbücher laufen über Bluetooth, mit einer Oberfläche, die vor allem auf Kobos eigenes Angebot zugeschnitten ist. Eigene Audiodateien lassen sich ebenfalls nutzen, landen aber in einem sehr einfachen zusätzlichen Player. Das ist eine brauchbare Möglichkeit, keine gleichwertig komfortable Alternative. Die Akkulaufzeit ist ordentlich: Beim automatischen Umblättern alle 15 Sekunden mit 70 Prozent Beleuchtung gingen ungefähr fünf Prozent Ladung pro Stunde verloren. Das entspricht hochgerechnet etwa 20 Stunden unter diesen Bedingungen. Andere Lichtstufen, Comics und Stifteingabe verändern die Laufzeit. Mein Fazit fällt positiv aus, vor allem wegen der Kombination aus guter Buchsoftware und Notizen. Für reine Schwarz-Weiß-Lektüre muss man den dunkleren Bildschirm nicht unbedingt in Kauf nehmen; für Farbe und gelegentliches Schreiben ist der Libra Colour dagegen ein sehr reizvolles Gesamtpaket.
Unser Fazit
Datenblatt: Kobo Libra Colour
- Display 7″ Kaleido 3 Farbe, Touchscreen
- Auflösung 300 / 150 ppi 1680 × 1264 Pixel
- Gewicht 200 g 161 × 144,6 × 8,3 mm
- Speicher 32 GB
- Wasserschutz IPX8 geschützt gegen Untertauchen
- Licht Warm + kalt Farbtemperatur regelbar
- Bedienung Tasten + Touch physische Blättertasten
- Audio Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher
Allgemein
- Hersteller
- Kobo
- Gerätetyp
- eReader, E-Note
- Marktstart
- 2024
- Preis zum Marktstart
- 230 €
- Farben
- Schwarz, Weiß
Display
- Technologie
- E Ink Kaleido 3
- Größe
- 7 Zoll
- Auflösung
- 1680 × 1264 px
- Pixeldichte
- 300 / 150 ppi
- Farbdisplay
- Ja
- Farbtiefe
- 4096 colors
- Touchscreen
- Ja
- Beleuchtung
- Frontlicht mit Warmlicht
- Plane Front
- Nein
Gehäuse & Bedienung
- Maße
- 161 × 144,6 × 8,3 mm
- Gewicht
- 200 g
- Wasserschutz
- IPX8
- Blättertasten
- Ja
Verbindungen
- USB
- USB-C
- Bluetooth
- Ja
- WLAN
- Ja, 2,4 und 5 GHz
Hardware
- Prozessor
- Dual-Core · Dual 2.0 GHz
- Speicher
- 32 GB
- Akku
- 2.050 mAh
- Betriebssystem
- Kobo firmware
Software
- eBook-Shop
- Ja
Unterstützte Dateiformate
- EPUB
- EPUB3
- FlePub
- MOBI
- JPEG
- GIF
- PNG
- BMP
- TIFF
- TXT
- HTML
- RTF
- CBZ
- CBR
- Kobo Audiobooks
Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.
Alternativen zum Kobo Libra Colour
Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.
- Ähnliches Gerät

Kindle Colorsoft Signature Edition
ab 299,99 € · 2024- Keine Blättertasten
- 19 g schwerer
- Ähnliches Gerät

PocketBook Era Color
ab 215,10 € · 2024- 29 € teurer (UVP)
- 35 g schwerer
- Wenn der Preis zählt

Tolino Vision Color
ab 192,00 € · 2024- 31 € günstiger (UVP)
Im Vergleich
| Merkmal | Kobo Libra Colour | Kindle Colorsoft Signature Edition | PocketBook Era Color | Tolino Vision Color |
|---|---|---|---|---|
| Aktueller Bestpreis | 251,90 € | 299,99 € | 215,10 € | 192,00 € |
| UVP zum Marktstart | 230 € | ? | 259 € | 199 € |
| Display | 7″ Kaleido 3 | 7″ Kaleido 3 | 7″ Kaleido 3 | 7″ Kaleido 3 |
| Pixeldichte | 300 ppi | 300 ppi | 300 ppi | 300 ppi |
| Gewicht | 200 g | 219 g | 235 g | 200 g |
| Wasserschutz | IPX8 | IPX8 | IPX8 | IPX8 |
| Blättertasten | Ja | – | Ja | Ja |
| Warmlicht | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Speicher | 32 GB | 32 GB | 32 GB | 32 GB |
| Bluetooth | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Marktstart | 2024 | 2024 | 2024 | 2024 |
| Geräteseite | Zum Test | Zum Gerät | Zum Gerät |
Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.








