Kindle Scribe (2024 release)
Die 2024er Auflage verbindet angenehm einfaches Lesen und Schreiben mit Active Canvas; bei Notizorganisation und PDF-Arbeit bleiben Grenzen
Kombi-Angebot
- Farben: Grau, Grün
- Preis geprüft am 17.10.2026
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Auf einen Blick
Der Kindle Scribe von 2024 richtet sich vor allem an Leser, die Gedanken direkt im Buch festhalten möchten. Active Canvas bindet Handschrift an die passende Textstelle und lässt den Buchtext darum herumfließen. Im Test überzeugen außerdem das scharfe 10,2-Zoll-Display, die sehr gleichmäßige Beleuchtung und der Premium Pen mit seinem angenehm gummierten Radierer. Der weiße Bildschirmrahmen und der überarbeitete Stift verändern den Charakter des Geräts weniger als die Fortschritte der Software.
Für aufwendige Notizorganisation und PDF-Arbeit ist der Scribe weniger vielseitig als spezialisierte Schreibtablets; handschriftliche PDF-Anmerkungen setzen weiterhin Send to Kindle voraus. Die frühere Beschränkung der KI-Notizwerkzeuge auf die USA gilt dagegen nicht mehr: Zusammenfassen und Verfeinern sind auch für deutsche Notizen in Deutschland vorgesehen und benötigen eine Internetverbindung. Wer bereits den ersten Scribe besitzt, muss für Active Canvas allein nicht zur 2024er Hardware wechseln.
Vorteile
- 10,2-Zoll-E-Ink-Display mit 300 ppi
- Hochwertiges Aluminiumgehäuse mit 433 Gramm
- Einteiliger Premium Pen mit gummiertem Radierer
- Natürliches Schreibgefühl mit sehr geringer Latenz
- Sehr gleichmäßige Frontbeleuchtung im Test
- Farbtemperaturanpassung und automatische Helligkeit
- Active Canvas für Notizen im Buch
- Notizbücher mit Ordnern; 18 Vorlagen im Test
- Druck- und neigungsempfindlicher Bleistift
- Starke Kindle-Lesefunktionen (X-Ray, Word Wise)
- Hervorragendes Standby-Verhalten
Nachteile
- PDF-Anmerkungen nur über Send to Kindle
- Keine Ebenen im getesteten Notizprogramm
- Buchanmerkungen bleiben an Text und Notizfelder gebunden
- KI-Notizwerkzeuge benötigen eine Internetverbindung
- Hörbücher nur von Audible (via Bluetooth)
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- Handschriftliche NotizenNotizgerät Gut
- PDFs und Fachliteratur10,2-Zoll-Display, nahe an A4 Ideal
- Romane und SachbücherSehr scharf, aber 10,2 Zoll sind groß für eine Hand Gut
- Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht mit regelbarem Warmlicht Ideal
- Große Bibliothek offline16 GB, viel für eBooks, knapp für Hörbücher Gut
- Hörbücher und VorlesenÜber Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher Gut
Angebote und Preisvergleich
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Kindle Scribe (2024 Release) 64 GB, eine Amazon Premium … (Kombi-Angebot)
Amazon.de · 64 GB
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Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand · Stand: 17.10.2026 · Affiliate-Links
Kindle Scribe (2024 release) im Überblick
Bewährte Hardware im neuen Kleid
Als Amazon den ersten Kindle Scribe vorstellte, waren die Erwartungen hoch. Die Hardware hielt, was sie versprach, die Software hinkte dagegen spürbar hinterher. Mit der 2024er Auflage setzt der Versandriese genau dort an: Das Gerät selbst ist kaum mehr als ein Scribe mit aufgefrischtem Design und besserem Stift, die eigentlichen Fortschritte stecken in zwei Jahren Softwarepflege und in der neuen Active-Canvas-Funktion für Kindle-Bücher. Im damaligen Test machte ihn diese Verbindung ausgereifter Lesefunktionen und einfacher Stiftbedienung besonders zugänglich.
Am Gehäuse hat sich wenig geändert, und das ist eine gute Nachricht. Die Rückseite aus Aluminium mit abgerundeten Kanten liegt angenehm in der Hand, Gummifüße sorgen für sicheren Stand auf dem Schreibtisch, und der asymmetrische Aufbau mit breiter Griffleiste bleibt erhalten. Mit 433 Gramm ließ sich der Scribe im Test für seine Größe angenehm handhaben. Beim Speicher stehen erneut 16, 32 oder 64 GB zur Wahl; zum Lesen und Schreiben genügt meist die kleinste Variante, wer viele Hörbücher lädt, greift besser zu mehr Speicher. Wichtigster Teil der Auffrischung ist der mitgelieferte Premium Pen: Er besteht nun aus einem Stück, und sein gummierter Radierer fühlt sich überraschend analog an. Besitzer des Vorgängers können ihn separat nachkaufen, allerdings zu einem happigen Preis. Das Schreibgefühl überzeugte im Test durch die leicht papierartige Oberfläche und die sehr geringe Verzögerung.
Neu ist die Gestaltung der Front. Statt einer einheitlichen Farbe trennt Amazon die Griffleiste nun optisch vom Display, das Gehäuse gibt es in Grau oder einem grünlichen Farbton, der Rahmen um den Bildschirm ist aber immer hellweiß. Dieser Rückgriff auf frühe Kindle-Modelle dürfte die Meinungen spalten, lässt den großen Kindle aber leichter und freundlicher wirken. Bei hoch gedrehter Frontbeleuchtung schimmert der weiße Rahmen minimal mit, ähnlich wie beim reMarkable Paper Pro, nur deutlich dezenter. Das 10,2 Zoll große E-Ink-Panel stellt Text mit 300 ppi sehr scharf dar. Im damaligen Vergleich fiel besonders die gleichmäßige Frontbeleuchtung auf, samt Farbtemperaturanpassung, automatischer Helligkeitsregelung per Lichtsensor und kräftiger Maximalhelligkeit.
Active Canvas, Notizbücher und PDFs
Der größte Fortschritt betrifft das Schreiben in Büchern. Die bisherigen handschriftlichen Haftnotizen hielten zwar zuverlässig ihre Position, auch wenn Schriftart oder Schriftgröße geändert wurden, wirkten aber umständlich. Mit Active Canvas genügt es, direkt auf der Buchseite loszuschreiben: Es entsteht ein Notizfeld, dessen Größe sich anpassen lässt, der Buchtext fließt darum herum, und auch nach einer Änderung der Textdarstellung bleibt die Notiz an der richtigen Stelle. Das ist schneller und natürlicher als jede Haftnotiz und eleganter gelöst als beim Kobo Elipsa 2E, der Anmerkungen als Abbild der Seite sichert und nach einer Layoutänderung nur noch ein Symbol anzeigt. Im damaligen Test ließen sich Notizfelder noch nicht frei verschieben. Die aktuelle Software erlaubt das Ziehen eines Canvas-Feldes, textgebundene Unterstreichungen und Umrandungen sowie Randnotizen im Seitenpanel. Wer die alten Haftnotizen gewohnt ist, kann sie weiterhin nutzen.
Auch die Notizbücher sind seit dem Marktstart deutlich gereift. Ordner und Unterordner bringen Struktur in Mitschriften aus Schule, Studium oder Beruf, im Test ließen sich 18 Vorlagen für das ganze Notizbuch oder für einzelne Seiten wechseln, und eine Seitenübersicht zum Teilen, Verschieben und Löschen ist inzwischen ebenfalls an Bord. Zur Wahl stehen Stift, Füller, Marker, Bleistift und Textmarker in jeweils fünf Strichstärken. Druck- und Neigungserkennung machten den Bleistift im Test zu einem besonders gelungenen Werkzeug zum Skizzieren. Beim Export wandelt der Scribe die Handschrift auf Wunsch in Text um, sodass sich die PDF-Datei am Computer durchsuchen lässt. Ebenen fehlten im getesteten Notizprogramm. Die damalige US-Beschränkung der KI-Werkzeuge ist inzwischen überholt: Zusammenfassen und Verfeinern unterstützen auch deutsche Notizen in Deutschland. Dafür ist eine Internetverbindung erforderlich.
PDFs müssen für handschriftliche Anmerkungen weiterhin über Send to Kindle auf das Gerät gelangen, eine schon zum Start umstrittene Hürde, die geblieben ist. Die Werkzeuge entsprechen denen der Notizbücher, weitere Optionen gibt es kaum; im Querformat und mit Zwei-Finger-Zoom lassen sich Seiten aber ordentlich bearbeiten. Als klassischer Kindle spielt der Scribe dagegen alle Stärken aus: eine Bibliothek mit Filtern und Sammlungen, speicherbare Textlayouts, automatisch erscheinende Wörterbücher, Wikipedia und Übersetzung, dazu Vokabeltrainer, X-Ray und Word Wise. Hörbücher kommen ausschließlich von Audible und laufen mangels Lautsprecher nur über Bluetooth. Whispersync for Voice wechselt dabei nahtlos zwischen Hörbuch und eBook, ein immersiver Lesemodus zur gleichzeitigen Audible-Wiedergabe fehlte im Test jedoch.
Besonders gelungen ist das Energiemanagement. Im Standby verliert der Scribe kaum Ladung und ist auch nach längerer Pause sofort einsatzbereit. Im Lesetest mit einem Seitenwechsel alle 15 Sekunden erreichte er ohne Frontlicht bis zu 91 Stunden, bei maximaler Helligkeit rund 18 Stunden. Mit passend eingestelltem Licht dürften etwa 30 bis 40 Stunden drin sein. Durchgehendes Schreiben ohne Licht ergab rund 13 Stunden.
Fazit
Unterm Strich hat Amazon beim Kindle Scribe (2024) vor allem die Software nachgeschärft, während die Hardware bis auf Rahmen, Farben und Stift unverändert bleibt. Active Canvas ist dabei der echte Gewinn und rückt digitale Bücher ein gutes Stück näher an die Arbeit mit Papier. Bei PDFs und Notizbüchern hat Amazon nach dem schnellen Ausbau zu Beginn dagegen Tempo herausgenommen: Gegenüber dem reMarkable 2 oder spezialisierten Notizgeräten von BOOX und Supernote fehlen fortgeschrittene Organisationsfunktionen. Zwar ist der Scribe als digitales Notizbuch damit nur solide, doch als eReader mit starken Anmerkungsfunktionen, hochwertiger Verarbeitung und der im Test ausgezeichneten Frontbeleuchtung überzeugt er auf ganzer Linie, und gerade seine Einfachheit macht ihn für ein breites Publikum empfehlenswerter als viele Spezialisten. Wer den ersten Scribe besitzt, sollte ihn behalten, denn die neuen Softwarefunktionen sind per Update auch dort verfügbar und der neue Stift lässt sich separat nachkaufen. Bei einem Gebraucht- oder Restpostenkauf entscheidet das konkrete Angebot: Ein gut erhaltener erster Scribe kann ebenso sinnvoll sein.
Kindle Scribe (2024 release) im Video
Testbericht
Von Chalid · Aktualisiert am
Der Kindle Scribe war schon zum Start ein sehr gut gebauter eReader mit einem ausgezeichneten Bildschirm. Als digitales Notizbuch wirkte er dagegen unfertig. Das Modell von 2024 zeigt, wie viel die Software inzwischen aufgeholt hat. Besonders Active Canvas macht handschriftliche Anmerkungen in Büchern deutlich angenehmer. Die neue Optik und der überarbeitete Stift gefallen mir ebenfalls, sind aber nicht der entscheidende Fortschritt. Wer bereits den ersten Scribe besitzt, bekommt die wesentlichen neuen Funktionen per Update und braucht deshalb kein neues Gerät.
Vertrautes Gehäuse, sehr gute Beleuchtung
Am grundlegenden Aufbau hat Amazon wenig geändert. Die Aluminiumrückseite fühlt sich hochwertig an, die abgerundeten Kanten liegen angenehm in der Hand, und die Gummifüße halten das Gerät auf dem Tisch. Auch die breite seitliche Grifffläche bleibt erhalten. Neu ist der weiße Rahmen um den Bildschirm, den Amazon mit einem grauen oder grünblauen Gehäuse kombiniert. Das ist Geschmackssache. Mir gefällt die helle Einfassung, weil der Scribe damit optisch leichter und freundlicher wirkt. Tatsächlich bleibt das Gewicht bei 433 Gramm. Für ein großes E-Ink-Tablet mit Beleuchtung ist das weiterhin angenehm.

Beim Speicher stehen 16, 32 und 64 Gigabyte zur Auswahl. Für Bücher und Notizen reicht die kleinste Variante normalerweise gut aus. Wer viele Hörbücher auf dem Gerät behalten möchte, hat eher einen Grund für mehr Speicher. Der beiliegende Premium-Stift hat nun ein Gehäuse aus einem Stück und einen gummierten Radierer am oberen Ende. Gerade dieser Radierer fühlt sich überraschend analog an. Zusammen mit der papierähnlichen Oberfläche und der geringen Verzögerung gehört das Schreiben weiterhin zu den Stärken des Scribe. Den neuen Stift kann man auch separat kaufen und mit dem ursprünglichen Gerät verwenden.

Der 10,2-Zoll-Bildschirm stellt Text mit 300 ppi sehr scharf dar. Noch mehr überzeugt mich die Beleuchtung: In meinem damaligen Vergleich war sie die beste in dieser Größenklasse, besonders wegen ihrer ausgezeichneten Gleichmäßigkeit. Sie lässt sich in der Farbtemperatur anpassen und auf Wunsch per Lichtsensor automatisch regeln. Die maximale Helligkeit liegt bei ungefähr 120 Nits. Das ist mehr, als ich beim normalen Lesen meist brauche, lässt aber viel Spielraum. Eine kleine Eigenheit bringt der weiße Rahmen mit. Bei hoher Helligkeit leuchtet er leicht mit. Das fällt weniger stark auf als beim reMarkable Paper Pro und stört mich kaum, beim ursprünglichen Scribe war es aber nicht vorhanden.
Active Canvas macht Anmerkungen viel direkter
Die bisherigen handschriftlichen Haftnotizen haben ihren Zweck erfüllt: Auch nach Änderungen an der Textgestaltung blieb eine Anmerkung an der richtigen Stelle. Besonders intuitiv war der Umweg über ein eigenes Notizfenster aber nicht. Mit Active Canvas schreibe ich direkt auf die Buchseite. Der Scribe erzeugt dafür ein Feld, um das der Buchtext herumfließt. Dieses Feld lässt sich vergrößern oder verkleinern und bleibt auch nach einer Änderung von Schriftgröße oder Layout an der passenden Textstelle. Für mich ist das die beste Lösung für solche Buchanmerkungen. Meine Gedanken bleiben beim Lesen sichtbar, statt hinter einem Symbol zu verschwinden.

Im Test konnte ich Wörter nicht wie auf Papier frei einkreisen oder Pfeile quer über den Buchtext ziehen. Auch das Notizfeld ließ sich damals nicht einfach verschieben; ich musste den Inhalt in ein anderes Feld kopieren. Die alten Haftnotizen bleiben zusätzlich verfügbar. Für längere Gedanken gefällt mir Active Canvas erheblich besser: Es gibt ausreichend Platz, ohne dass die Verbindung zum Buchtext verloren geht. Inzwischen unterstützt die Software verschiebbare Canvas-Felder, textgebundene Umrandungen und Randnotizen im Seitenpanel. Diese Ergänzungen habe ich nicht mehr selbst ausprobiert.
Auch die eigentlichen Notizbücher sind inzwischen sinnvoller ausgestattet. Ordner und Unterordner bringen Ordnung in verschiedene Arbeitsbereiche. Beim Anlegen gibt es 18 Vorlagen, die sich später auch für einzelne Seiten ändern lassen. Kugelschreiber, Füllfeder, Marker, Bleistift und Textmarker bieten jeweils fünf Strichstärken und sichtbar unterschiedliche Ergebnisse. Druck und Neigung werden berücksichtigt. Besonders der Bleistift gefällt mir zum Skizzieren ausgesprochen gut. Die Seitenübersicht hilft, längere Notizbücher zu durchsuchen und Seiten zu verschieben, zu teilen oder zu löschen. Solche alltäglichen Handgriffe sind wichtiger als eine lange Liste möglichst exotischer Werkzeuge.

Für anspruchsvollere Arbeit fehlen dennoch Funktionen. Ebenen, mit denen sich verschiedene Teile einer Seite getrennt bearbeiten oder ausblenden ließen, gibt es im getesteten Notizprogramm nicht. Die Organisation erreicht ebenfalls nicht die Tiefe spezialisierter Notizgeräte. Beim Export kann Handschrift dagegen in Text umgewandelt werden; die exportierte PDF lässt sich dann am Computer nach Stichwörtern durchsuchen. Von dieser Funktion muss man die zusätzlichen KI-Werkzeuge zum Zusammenfassen und Aufräumen der Handschrift unterscheiden. Im Test waren diese auf die USA beschränkt; weder Regionswechsel noch VPN halfen auf meinem internationalen Gerät. Inzwischen sind Zusammenfassen und Verfeinern auch für deutsche Notizen in Deutschland vorgesehen. Sie benötigen Internet; wie gut sie heute arbeiten, habe ich nicht geprüft.
PDFs lassen sich ebenfalls handschriftlich bearbeiten. Damit das funktioniert, müssen sie weiterhin über Send to Kindle übertragen werden. Dieser zusätzliche Schritt störte schon beim ersten Scribe und ist geblieben. In der Datei stehen im Wesentlichen die Stiftwerkzeuge der Notizbücher bereit. Querformat und Vergrößern mit zwei Fingern funktionieren für E Ink ordentlich. Wer komplexe Dokumente mit vielen speziellen Ansichten bearbeiten möchte, bekommt hier aber kein besonders umfangreiches Werkzeug.
Ein sehr guter Kindle mit vernünftiger Notizfunktion
Beim normalen Lesen profitiert der Scribe von Amazons vertrauter Oberfläche. Die Bibliothek bietet Filter, Sortierung und Sammlungen. Im Buch lassen sich Textgestaltung und eigene Layoutvorlagen anpassen. Tippe ich ein einzelnes Wort an, öffnet sich das Wörterbuch; zusätzliche Wörterbücher kann ich herunterladen. Wikipedia und die Übersetzung von Wörtern oder ganzen Absätzen ergänzen das. Dazu kommen Vokabeltrainer, X-Ray und Word Wise. Wer beim Lesen häufig Begriffe nachschlägt, bekommt hier eine durchdachte Umgebung. Klassische getippte Notizen bleiben neben den handschriftlichen Möglichkeiten selbstverständlich erhalten.

Bei Hörbüchern ist die Auswahl dagegen auf Audible beschränkt. Andere Shops oder eigene Hörbuchdateien lassen sich nicht nutzen. Weil Lautsprecher fehlen, braucht man Bluetooth-Kopfhörer oder einen Bluetooth-Lautsprecher. Whispersync for Voice wechselt bequem zwischen Hörbuch und passendem eBook, sofern man beide gekauft hat. Das gleichzeitige Mitlesen während der Wiedergabe, wie es die Kindle-App anbietet, fehlte im Test. Der Scribe bleibt hier also bewusst eng an Amazons Angebote gebunden.
Besonders angenehm ist, wie zuverlässig der Scribe seine Ladung im Standby hält und wie schnell er wieder bereit ist. Beim Lesen ohne Beleuchtung und mit einem Seitenwechsel alle 15 Sekunden erreichte er bis zu 91 Stunden. Auf maximaler Helligkeit waren es ungefähr 18 Stunden. Das klingt nach einem großen Einbruch, bedeutet aber auch dauerhaft sehr helle 120 Nits. Mit sinnvoll angepasster Beleuchtung halte ich ungefähr 30 bis 40 Stunden für realistisch. Beim durchgehenden Schreiben ohne Licht kam ich auf rund 13 Stunden. Für einen Arbeits- oder Schultag ist damit ordentlich Reserve vorhanden.
Mein Urteil fällt deshalb klar positiv aus. Der Kindle Scribe von 2024 verbindet einen hervorragenden Lesebildschirm mit sehr guter Beleuchtung, angenehmem Schreiben und einer erfreulich einfachen Bedienung. Active Canvas ist die wichtigste Verbesserung, weil sie eine häufige Tätigkeit tatsächlich besser macht. Für tiefe Notizorganisation oder anspruchsvolle PDF-Arbeit bleiben Supernote, BOOX und reMarkable die interessanteren Spezialisten. Wer vor allem Bücher liest und seine Gedanken dazu aufschreiben möchte, findet im Scribe dagegen einen sehr zugänglichen Begleiter. Ein Wechsel vom ersten Modell lohnt sich dafür nicht: Die Softwareverbesserungen kommen auch dort an. Die neue Gestaltung und der bessere Radierer sind schöne Zugaben, aber kein überzeugender Grund, ein gut funktionierendes Gerät zu ersetzen.
Unser Fazit
Datenblatt: Kindle Scribe (2024 release)
- Display 10,2″ Carta 16 Graustufen, Touchscreen
- Auflösung 300 ppi 2480 × 1860 Pixel
- Gewicht 433 g 230 × 196 × 5,7 mm
- Speicher 16 GB
- Wasserschutz Keine von Wasser fernhalten
- Licht Warm + kalt Farbtemperatur regelbar
- Bedienung Touch keine Blättertasten
- Audio Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher
Allgemein
- Hersteller
- Amazon Kindle
- Gerätetyp
- eReader, E-Note
- Marktstart
- 2024
- Preis zum Marktstart
- 420 €
- Farben
- Grau, Grün
Display
- Technologie
- E Ink Carta
- Größe
- 10,2 Zoll
- Auflösung
- 2480 × 1860 px
- Pixeldichte
- 300 ppi
- Farbdisplay
- Nein
- Graustufen
- 16
- Touchscreen
- Ja
- Beleuchtung
- Frontlicht mit Warmlicht
- Plane Front
- Ja
Gehäuse & Bedienung
- Maße
- 230 × 196 × 5,7 mm
- Gewicht
- 433 g
- Wasserschutz
- Nein
- Blättertasten
- Nein
- Lagesensor
- Ja
Verbindungen
- USB
- USB-C
- Bluetooth
- Ja
- WLAN
- Ja, 2,4 und 5 GHz
Hardware
- Prozessor
- unknown
- Speicher
- 16 GB (bis 64 GB)
- Lautsprecher
- Nein
- Betriebssystem
- Kindle OS
Unterstützte Dateiformate
- AZW3 (nativ/native)
- AZW (nativ/native)
- TXT (nativ/native)
- PDF (nativ/native)
- MOBI (DRM-frei/DRM-free nativ/native)
- PRC (DRM-frei/DRM-free nativ/native)
- DOCX (Konvertierung/conversion)
- DOC (Konvertierung/conversion)
- HTML (Konvertierung/conversion)
- EPUB (Konvertierung/conversion)
- RTF (Konvertierung/conversion)
- JPEG (Konvertierung/conversion)
- GIF (Konvertierung/conversion)
- PNG (Konvertierung/conversion)
- BMP (Konvertierung/conversion)
- AAX (Audible/Bluetooth)
Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.
Alternativen zum Kindle Scribe (2024 release)
Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.
- Wenn du Farbe willst
- Farbdisplay
- Wenn der Preis zählt

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Im Vergleich
| Merkmal | Kindle Scribe (2024 release) | Bigme inkNoteX Color | PocketBook InkPad Lite | Huawei MatePad Paper |
|---|---|---|---|---|
| UVP zum Marktstart | 420 € | ? | 259 € | 499 € |
| Display | 10,2″ Carta | 10,3″ Kaleido 3 | 9,7″ Carta | 10,3″ Carta |
| Pixeldichte | 300 ppi | 300 ppi | 150 ppi | 227 ppi |
| Gewicht | 433 g | ? | 369 g | 360 g |
| Wasserschutz | – | – | – | – |
| Blättertasten | – | – | Ja | – |
| Warmlicht | Ja | Ja | Ja | – |
| Speicher | 16 GB | 128 GB + microSD | 8 GB + microSD | 64 GB |
| Bluetooth | Ja | Ja | – | Ja |
| Marktstart | 2024 | 2024 | 2021 | 2022 |
| Geräteseite | Zum Test | Zum Test | Zum Test |
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