Kindle Scribe 2025

Großer Lesebildschirm, schneller Stift und lange Ausdauer

519,99 €
Zum Angebot bei Amazon.de
  • Farben: Grau
  • Preis geprüft am 21.10.2026

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Auf einen Blick

Der Kindle Scribe der dritten Generation verbindet einen hellen 11-Zoll-Bildschirm mit sehr direkter Stifteingabe und ausgesprochen guter Ausdauer im Test. Er passt besonders zu Lesern, die Bücher kommentieren und ein unkompliziertes Notizbuch dabeihaben möchten. Amazons geschlossenes System und die Grenzen der getesteten Notizsoftware bleiben der Preis für diese einfache Bedienung.

Ideal für: PDFs und Fachliteratur · Lesen im Bett und bei Nacht · Große Bibliothek offline

Vorteile

  • Scharfer 11-Zoll-Bildschirm mit sehr gleichmäßigem, warm einstellbarem Frontlicht
  • Sehr direkte, genaue Stifteingabe ohne Stiftakku
  • Praktische handschriftliche Anmerkungen in Kindle-Büchern
  • Lange Laufzeiten im Lese- und Schreibtest
  • Workspace mit Cloud-Import und OneNote-Export

Nachteile

  • Geschlossenes System ohne freie App-Auswahl
  • Keine Ebenen, Schlagwörter oder eigenen Vorlagen im getesteten Notizprogramm
  • Teilweise mehr Ghosting als beim Vorgänger
  • Vernetzte Notizfunktionen bleiben an Amazon gebunden
  • Exportierte Buchnotizen verlieren den umgebenden Buchtext

Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?

Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.

  • Handschriftliche NotizenNotizgerät Gut
  • PDFs und Fachliteratur11-Zoll-Display, nahe an A4 Ideal
  • Romane und SachbücherSehr scharf, aber 11 Zoll sind groß für eine Hand Gut
  • Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht mit regelbarem Warmlicht Ideal
  • Große Bibliothek offline32 GB Speicher Ideal
  • Hörbücher und VorlesenÜber Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher Gut

Angebote und Preisvergleich

  • Kindle Scribe 32 GB (neueste Generation)

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Kindle Scribe 2025 im Überblick

Der Kindle Scribe mit Frontlicht ist ein großer eReader, bei dem Lesen und Schreiben sinnvoll zusammenfinden. Bücher kommentieren, einen Gedanken festhalten und danach im Dokument weiterlesen gelingt ohne den Einrichtungsaufwand eines offenen Android-Tablets. Die dritte Generation verbessert dabei vor allem die Hardware: mehr Lesefläche, ein dünneres Gehäuse und eine Stifteingabe, die im Test ausgesprochen unmittelbar wirkte. Wer hingegen beliebige Apps, besonders tiefe Notizorganisation oder einen völlig freien Umgang mit Dateien benötigt, stößt weiterhin an die Grenzen des Kindle-Systems.

Mehr Lesefläche bei weniger Gewicht

Der 11-Zoll-Bildschirm stellt Schwarzweißinhalte mit 300 ppi dar. Kleine Schrift, Handschrift und Bedienelemente erscheinen klarer als beim älteren Scribe; der hellere Hintergrund hilft beim Lesen ohne Frontlicht. Abends lässt sich die Beleuchtung sehr weit herunterregeln und in der Farbtemperatur verändern. Ihre ausgezeichnete Gleichmäßigkeit gehört zu den Stärken des getesteten Geräts. Ganz ohne Rückschritt bleibt das Display jedoch nicht: Schwache Reste vorheriger Ansichten fallen gelegentlich stärker auf als beim Vorgänger.

Kindle Scribe 2025 mit geöffneten Beleuchtungseinstellungen auf dem Lesebildschirm

Die große Lesefläche zeigt Text und Beleuchtungseinstellungen zugleich, ohne unruhig zu wirken.

Weiße Vorderseite, graue Aluminiumrückseite und ein bündiger Bildschirm geben dem Scribe eine aufgeräumte Form. Mit rund 400 Gramm und einem 5,4 Millimeter dünnen Gehäuse bleibt er für seine Fläche angenehm handhabbar. Die symmetrischeren Ränder ersetzen allerdings den breiten seitlichen Griff des älteren Modells. Beim einhändigen Lesen muss der Daumen deshalb bewusster positioniert werden. Ständige Fehlberührungen waren im Test kein Problem, dennoch ist die alte Griffidee für lange Lesesitzungen nachvollziehbar. Auf dem Tisch halten Gummifüße das Gerät beim Schreiben zuverlässig an seinem Platz.

Kindle Scribe mit gleichmäßigem Rahmen und Landschaftsmotiv auf dem Display

Gleichmäßige Rahmen und die geradlinige Front prägen das neue Design.

Ein sehr guter Stift und praktische Buchnotizen

Der Premium Pen benötigt keinen Akku und muss nicht geladen werden. Eine Rinne im Rahmen und kräftige Magnete halten ihn am Gerät. Beim Schreiben überzeugen die geringe Verzögerung, saubere diagonale Linien und eine zuverlässige Handballenerkennung. Der gemessene Wert von ungefähr zehn Millisekunden lag im damaligen Vergleich der getesteten Schwarzweiß-E-Ink-Tablets besonders niedrig. Die Stiftspitze bleibt optisch nah an der Schrift, während die Oberfläche einen angenehmen Widerstand bietet. Der Radierer am Stiftende fühlt sich überraschend ähnlich wie ein herkömmlicher Radierer an.

Kindle Scribe 2025 mit Premium Pen in der Hand

Der helle Premium Pen bleibt griffbereit neben dem Gerät und passt optisch zum reduzierten Design des neuen Scribe.

Seine besondere Stärke spielt der Scribe in Kindle-Büchern aus. Active Canvas schafft Platz für Handschrift und lässt den Buchtext um die Notiz herumfließen. Gedanken bleiben dadurch direkt beim passenden Abschnitt sichtbar, auch wenn sich die Schriftgröße ändert. Dazu kommen textgebundene Randnotizen, Markierungen und getippte Anmerkungen. Die aktuelle Software unterstützt außerdem verschiebbare Canvas-Felder und Umrandungen, die am Buchtext ausgerichtet werden. Das ersetzt keine frei beschriftbare PDF-Seite, passt aber gut zu veränderlich gesetzten eBooks. Beim Export der Buchnotizen fehlte im Test der umgebende Buchtext; außerhalb des Kindle kann dadurch wichtiger Zusammenhang verloren gehen.

Für gewöhnliche Notizbücher stehen verschiedene Stifte, ein Lasso, Ordner und Unterordner bereit. Gezeichnete Formen werden nach kurzem Halten der Spitze sauber ausgerichtet. Zum Testzeitpunkt gab es 30 Vorlagen, aber keine eigenen Vorlagen, Ebenen oder Schlagwörter. Damit eignet sich das Gerät gut für Mitschriften und alltägliche Gedanken, bleibt bei aufwendiger Organisation jedoch hinter spezialisierten Notizsystemen zurück. Die globale Handschriftsuche erleichtert das Wiederfinden: Neue Handschrift musste im Test zunächst online erfasst werden, danach ließen sich die bereits erfassten Inhalte auch offline durchsuchen.

Nützliche Verbindungen, klare Systemgrenzen

Im Workspace können Bücher, Dokumente und Notizbücher gemeinsam in Ordnern liegen. Google Drive und OneDrive liefern Dateien direkt auf das Gerät, während sich Notizen auch an OneNote ausgeben lassen. Das macht den Scribe praktischer für Arbeitsunterlagen, ersetzt Amazons eigene Cloud aber nicht. Bei aktivierter Synchronisierung werden Notizbücher und Ordner online abgeglichen; die automatische Synchronisierung lässt sich abschalten. Funktionen wie die KI-Suche und das Zusammenfassen von Notizen bleiben vernetzte Dienste. Diese Notizwerkzeuge gibt es inzwischen auch in Deutschland. Lokal arbeiten sie trotzdem nicht, und einzelne Funktionen können je nach Land fehlen.

Kindle Scribe 2025 mit geöffnetem Microsoft-OneDrive-Import

Der OneDrive-Zugriff ist direkt auf dem Gerät verfügbar und holt Dokumente ohne Umwege auf den Scribe.

PDFs lassen sich mit dem Stift direkt auf der Seite bearbeiten. Vergrößern, Querformat und anpassbare Ränder reichen für viele gewöhnliche Dokumente, während BOOX mehr Werkzeuge für komplexe Seiten bietet. Im Test konnten auch per USB übertragene PDFs beschrieben werden. Für die Ausgabe samt eingebetteten Anmerkungen waren anschließend die Exportfunktionen erforderlich, etwa per E-Mail oder Cloudspeicher; komplett per USB hin und zurück ging es also nicht. Die Kindle-Bibliothek bleibt beim Lesen bequem, Hörbücher sind jedoch an Audible gebunden. Eine offene App-Auswahl bietet der Scribe nicht.

Besonders stark fiel die Ausdauer im Test aus. Im kontinuierlichen Schreibrobotertest hielt der Scribe ungefähr 16 Stunden durch, mit auf 40 Nits eingestelltem Frontlicht noch über 13 Stunden. Beim eBook-Lesen waren es mehr als 60 Stunden ohne Beleuchtung beziehungsweise rund 40 Stunden bei 40 Nits. Wer WLAN, Lesen und Schreiben mischt, kommt auf andere Werte. Zusammen mit dem Stift, der ohne Laden auskommt, macht die gute Ausdauer den Scribe angenehm unkompliziert. Er überzeugt vor allem als großer Kindle für Menschen, die beim Lesen eigene Gedanken festhalten möchten. Seine Stärken liegen in dieser Verbindung, während andere Geräte maximale App-Freiheit und besonders anspruchsvolle Notizorganisation besser bedienen.

Kindle Scribe 2025 im Video

reMarkable Should Be Worried: Kindle Scribe REVIEW

Testbericht

Chalid Von · Aktualisiert am

Der neue Kindle Scribe mit Frontlicht ist besonders überzeugend, wenn Lesen, Anmerkungen in Büchern und alltägliche Notizen zusammengehören. Das Schwarzweißmodell bietet ein klares 300-ppi-Display, einen Stift ohne Ladebedarf und eine hervorragende Akkulaufzeit. Dazu kommt die vertraute Kindle-Leseumgebung. Die Notizfunktionen sind inzwischen so weit gereift, dass sie sich wie ein sinnvoller Teil des Geräts anfühlen. Amazon macht daraus kein offenes Arbeitstablet, aber einen großen eReader, auf dem man auch sehr gut schreiben kann.

Mehr Bildschirm, weniger Gewicht

Die weiße Vorderseite und graue Aluminiumrückseite wirken hochwertig. Der bündige Bildschirm und die symmetrischere Form geben dem Scribe ein modernes Tablet-Aussehen. Den breiten seitlichen Griff des Vorgängers vermisse ich trotzdem etwas. Beim einhändigen Halten muss man bewusster darauf achten, wo der Daumen liegt. Die verbliebenen Ränder sind aber breit genug, dass versehentliche Berührungen kein ständiges Problem werden. Das bleibt eher eine persönliche Vorliebe als ein schwerer Nachteil. Das Display wächst von 10,2 auf elf Zoll, während das Gehäuse schmaler und nur etwas höher wird. Mit gemessenen rund 395 Gramm und 5,4 Millimetern Dicke lässt es sich gut handhaben und wirkt trotzdem stabil.

Neuer Kindle Scribe mit weißem Rahmen, Bergmotiv und rechts befestigtem Stift in beiden Händen.
Weißer Rahmen und seitlich befestigter Stift prägen die neue Form.

Auf dem Tisch helfen die Gummifüße spürbar gegen Verrutschen beim Schreiben. Die Einschalttaste sitzt jetzt auf derselben Seite wie die magnetische Stiftbefestigung. Eine leichte Rinne im Rahmen nimmt den nun vollständig runden Stift auf; zusammen mit den kräftigen Magneten hält sie ihn sicher. Anders als viele neuere Notiztablets bleibt der Scribe bei Wacom EMR. Der Stift ist passiv, braucht keinen Akku und muss nicht am Gerät geladen werden. Auch andere passende EMR-Stifte lassen sich verwenden. Diese Einfachheit ist bei einem Gerät, das man jederzeit zum Schreiben zur Hand nehmen möchte, ein handfester Vorteil.

Sehr direktes Schreiben ohne Stiftakku

Der mitgelieferte Stift gefällt mir sehr gut. Er liegt angenehm in der Hand, besitzt eine etwas spitzere Spitze als viele andere EMR-Stifte und einen Radierer, dessen Widerstand einem echten Gummiradierer erstaunlich nahekommt. Die Genauigkeit ist ausgezeichnet, auch diagonale Linien bleiben ohne das typische Wackeln vieler kapazitiver Systeme sauber. Die gemessenen ungefähr zehn Millisekunden Verzögerung sind der niedrigste Wert unter den hier bisher getesteten Schwarzweiß-E-Ink-Tablets. Die Linie erscheint fast unmittelbar unter der Spitze. Auch die zuverlässige Handballenerkennung und der verringerte Abstand zur sichtbaren Schrift tragen zum direkten Gefühl bei. Die Oberfläche bleibt papierähnlich, klingt beim Schreiben aber etwas leiser und weniger kratzig als zuvor. In stillen Räumen gefällt mir das.

Kindle Scribe mit linierten handschriftlichen Notizen und einem weißen Stift in der rechten Hand.
Die klare Notizansicht lässt der Handschrift viel Platz.

Scharfes Schwarzweißbild und sehr gleichmäßiges Licht

Die neue Oberflächenstruktur streut reflektiertes Licht etwas weniger stark und macht das Bild dadurch weniger weich als beim älteren Scribe. Schrift, Handschrift und kleine Bedienelemente wirken klarer. Das elf Zoll große E-Ink-Panel mit 300 ppi bietet hohen Kontrast und einen helleren Hintergrund als zuvor: Gemessen wurden etwa L* 65 bis 66 statt ungefähr 63 bis 64 beim alten Modell. Bei gutem Tageslicht kann das Frontlicht ausgeschaltet bleiben. Anders als beim Farbmodell liegt kein RGB-Filter über dem Bild, dessen dunkleren Hintergrund man durch zusätzliche Beleuchtung ausgleichen müsste.

Bei ungünstigem Umgebungslicht hilft eine der gleichmäßigsten Beleuchtungen in dieser Größenklasse. Nur ein sehr geringer Verlauf von links nach rechts ist erkennbar; das getestete Schwarzweißmodell verteilt das Licht sogar etwas besser als der Scribe Colorsoft. Die maximale mittlere Helligkeit beträgt rund 102 Nits bei kalter und etwa 85 Nits bei warmer Lichtfarbe. Ganz unten sind ungefähr 0,1 Nits möglich. Damit lässt sich die Beleuchtung auch für empfindliche Augen sehr weit zurücknehmen. Der entscheidende Vorteil ist die Wahl: tagsüber ohne Licht lesen, abends genau so viel ergänzen, wie man braucht.

Kindle Scribe mit warm beleuchteter Rasterseite in beiden Händen.
Die warme Lichtfarbe legt einen gelblichen Ton über die Seite.

Die schwächste Displayeigenschaft ist das Ghosting. Schwache Reste vorheriger Ansichten sind gelegentlich deutlicher zu sehen als beim älteren Scribe. Das Verhalten liegt ungefähr auf dem Niveau der hier verglichenen BOOX Go 10.3 Gen 2, Supernote Manta und Viwoods AiPaper. Meist lässt es sich gut handhaben, vor dem ansonsten sehr sauberen Schriftbild fällt es aber auf. Die neue Generation verbessert also Schärfe und Hintergrundhelligkeit, ohne in jeder Displaydisziplin gleichzeitig zuzulegen.

Der Workspace öffnet die Tür ein Stück

Der frühere Notizbereich heißt jetzt Workspace und kann Bücher, Dokumente und Notizbücher in gemeinsamen Ordnern zusammenführen. So liegen Unterlagen und Gedanken zu einem Thema beieinander. Dateien lassen sich direkt aus Google Drive und OneDrive importieren, darunter PDFs, EPUBs und Word-Dokumente. Notizen können an OneNote ausgegeben werden, wobei jede Scribe-Seite eine eigene Seite im dortigen Notizbuch erhält. Anmeldung, Freigabe und Dateiauswahl funktionieren recht unkompliziert. Diese Verbindungen ersetzen Amazons Cloud allerdings nicht. Bei aktivem WLAN und eingeschalteter Synchronisierung werden Notizbücher und Dokumente weiterhin über Amazons System abgeglichen. Die automatische Synchronisierung lässt sich abschalten. Wer vollständige Dateikontrolle und einen konsequent lokalen Ablauf möchte, erhält ihn damit noch nicht.

Workspace-Ordner School auf dem Kindle Scribe mit PDF-Vorschauen, Unterordnern und einem Notizbuch.
Im Workspace liegen Notizbücher, PDFs und Unterordner gemeinsam.

Bei besonders vertraulichen Notizen bleibt diese Cloud-Abhängigkeit ein Vorbehalt. Ob Amazon die gespeicherten Scribe-Notizbücher in seiner Cloud verschlüsselt, war zum Testzeitpunkt öffentlich nicht klar nachvollziehbar. Das heißt nicht, dass die Daten unverschlüsselt sind, Entwarnung kann ich für solche Inhalte aber auch nicht geben. Wer sensible Aufzeichnungen lokal halten möchte, sollte diese Einschränkung bei der Gerätewahl entsprechend gewichten.

Die eigentliche Notiz-App ist inzwischen angenehm alltagstauglich. Unterschiedliche Stifte, Strichbreiten, Druck- und Neigungserkennung sind gut umgesetzt; besonders der Bleistift ist ausgewogen abgestimmt. Mit dem Lasso lassen sich Inhalte verschieben, kopieren und einfügen. Ordner und Unterordner sorgen für Ordnung, die Seitenübersicht zeigt bis zu neun Vorschaubilder, die dank 300 ppi brauchbar erkennbar bleiben. Hält man nach dem Zeichnen eines Rechtecks, Ovals, Dreiecks oder einer Linie den Stift kurz aufgesetzt, wird die Form begradigt. Die 30 Vorlagen, die zum Testzeitpunkt zur Verfügung standen, sind ordentlich gestaltet. Eigene Vorlagen, Ebenen und Schlagwörter fehlten jedoch. Für normale Notizen reicht das gut, für tiefere Organisation bleibt Luft nach oben.

Die globale Handschriftsuche unterstützt 20 Sprachen und kostet kein zusätzliches Abo. Neue Handschrift muss zunächst online indexiert werden; anschließend funktioniert die Suche auch offline. Das ist ein wichtiger Unterschied zu einer vollständig lokalen Erkennung, aber ein sehr nützlicher Alltagsgewinn. Je mehr Notizbücher sich ansammeln, desto wichtiger wird das Wiederfinden. Darüber hinaus lassen sich über die Suchleiste Fragen zu den eigenen Notizen stellen und Zusammenfassungen erzeugen, auch über mehrere Notizbücher hinweg. Diese KI-Funktionen verarbeiten die Inhalte in Amazons Cloud. Der Komfort hat damit dieselbe grundsätzliche Datenabhängigkeit wie der übrige vernetzte Arbeitsablauf.

Bücher lesen und mit eigenen Gedanken ergänzen

Beim Lesen ist der Scribe ein großer, hochwertiger Kindle. Bücher kaufen und die Bibliothek zwischen Geräten synchronisieren gelingt bequem. Schrift, Abstände und Ränder lassen sich anpassen und als Themen speichern, ein systemweiter Dunkelmodus ist ebenfalls vorhanden. Die nicht abschaltbaren Shop-Empfehlungen auf der Startseite stören die sonst ruhige Umgebung. Nützlich sind dagegen schnelle Notizen, die später in ein Notizbuch wandern können, und der direkte Rücksprung zu zuletzt verwendeten Büchern oder Dokumenten. Bei ausgewählten eBooks liest Assistive Reader den Text über Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher vor; das gilt nicht pauschal für jeden Titel.

Die eBook-Anmerkungen sind für mich eine der stärksten Kaufbegründungen. Schreibt man direkt auf die Buchseite, schafft das System Platz und lässt den Buchtext um die Notiz fließen. Gedanken müssen damit nicht in winzige Ränder gequetscht werden. Bei meinem Test konnte ich einzelne Wörter nicht beliebig einkreisen oder einen Pfeil exakt an eine Textstelle setzen; Unterstreichen und Hervorheben mit dem Stift waren möglich. Die aktuelle Software unterstützt inzwischen Umrandungen, die am Buchtext ausgerichtet werden; ausprobiert habe ich das noch nicht. Am Text verankerte Randnotizen sind eine weitere Möglichkeit. Angeheftete Notizen nehmen längere Gedanken auf, ohne das Seitenlayout zu verändern. Getippte Notizen und die Umwandlung handschriftlicher Eingaben in Text ergänzen das Angebot. Diese verschiedenen Wege sind praktisch aufeinander abgestimmt und deutlich sinnvoller als bloßes Kritzeln über einer beweglichen Textseite.

Buchseite auf dem Kindle Scribe, deren Text rechts um eine handschriftliche Notiz und darunter weiterläuft.
Der Buchtext macht Platz für die handschriftliche Notiz.

Wörterbuch, Wikipedia-Nachschlagen und Übersetzungen sind wie gewohnt vorhanden. Ein eigener Kindermodus fehlt bei den Scribe-Modellen weiterhin. Die größte Schwäche der Buchnotizen zeigt sich aber erst beim Export: Die erzeugte PDF enthält die Anmerkungen ohne den umgebenden Buchtext. Zum Durchsehen der eigenen Gedanken genügt das, für eine nachvollziehbare kommentierte Buchfassung fehlt oft der Zusammenhang. Die gute Bedienung auf dem Gerät überträgt sich damit nicht vollständig auf die ausgegebene Datei.

PDFs lassen sich direkter bearbeiten. Handschrift liegt fest auf der Seite, Querformat, Ränder und Kontrast sind einstellbar. Zoomen per Fingergeste und Verschieben vergrößerter Seiten funktionieren für E Ink ordentlich, auch wenn BOOX wesentlich tiefere PDF-Werkzeuge bietet. Die wichtigste Änderung im Test: Per USB kopierte PDFs ließen sich direkt auf dem Gerät beschreiben. Für diese Dateien war der Umweg über Send to Kindle beim Import damit nicht mehr zwingend. Um die Datei samt Anmerkungen wieder auszugeben, benötigt man weiterhin die Exportfunktionen, etwa per E-Mail oder in den Google- beziehungsweise Microsoft-Cloudspeicher. Dabei werden die Anmerkungen in die PDF eingebettet. Das ist deutlich flexibler, aber kein vollständiger Hin- und Rückweg per USB.

Kindle Scribe im Querformat mit PDF-Text, einer handschriftlichen Randnotiz und einem Pfeil.
PDFs lassen sich im Querformat mit festen handschriftlichen Anmerkungen versehen.

Hörbücher laufen über Audible und Bluetooth. Eigene Hörbuchdateien anderer Anbieter lassen sich nicht einfach aufspielen. Auch gleichzeitiges Mitlesen und Hören über Immersion Reading fehlt weiterhin. Whispersync for Voice ermöglicht bei unterstützten Titeln immerhin den Wechsel zwischen eBook und Hörbuch, wenn man beide Fassungen besitzt. Das passt zur Kindle-Grundidee: innerhalb des vorgesehenen Systems bequem, außerhalb davon deutlich eingeschränkt.

Ausdauer, die im Alltag den Unterschied macht

Im kontinuierlichen Schreibrobotertest hielt der Scribe ungefähr 16 Stunden durch. Selbst mit Frontlicht auf 40 Nits waren es noch über 13 Stunden. Beim eBook-Lesen wurden ohne Licht mehr als 60 Stunden und bei 40 Nits rund 40 Stunden gemessen. Diese Kombination aus Ausdauer, schneller Stifteingabe und dünnem Gehäuse ist außergewöhnlich. Zusammen mit dem ladelosen Stift muss man sich im Alltag vergleichsweise wenig um Energieversorgung kümmern. Wer WLAN, Lesen und Notizen mischt, kommt natürlich auf andere Werte.

Der beleuchtete Schwarzweiß-Scribe ist die bislang schlüssigste Verbindung aus großem Kindle und unkompliziertem Notizbuch. Er schreibt schnell und genau, hält lange durch und bietet ausgesprochen praktische eBook-Anmerkungen. Workspace, Cloud-Importe, Handschriftsuche und USB-PDF-Anmerkungen verringern frühere Einschränkungen spürbar. Ebenen, Schlagwörter und eigene Vorlagen fehlten im getesteten Notizprogramm, und Amazons Ökosystem bleibt die grundlegende Grenze. Mit 500 US-Dollar beziehungsweise 520 Euro zum Testzeitpunkt ist das kein günstiges Gerät. Wer vor allem liest, Bücher kommentiert und normale Notizen macht, bekommt dafür aber ein sehr stimmiges Paket. Für maximale Offenheit und komplexe Dokumentarbeit bleibt ein vielseitigeres System die passendere Wahl.

Unser Fazit

519,99 € bei Amazon.de Zum Angebot

Datenblatt: Kindle Scribe 2025

  • Display 11″ E Ink 16 Graustufen, Touchscreen
  • Auflösung 300 ppi
  • Gewicht 400 g 245 × 189 × 5,4 mm
  • Speicher 32 GB
  • Wasserschutz Keine von Wasser fernhalten
  • Licht Warm + kalt Farbtemperatur regelbar
  • Bedienung Touch keine Blättertasten
  • Audio Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher

Allgemein

Hersteller
Amazon Kindle
Gerätetyp
eReader, E-Note
Marktstart
2025
Preis zum Marktstart
520 €
Farben
Grau

Display

Technologie
E Ink
Größe
11 Zoll
Pixeldichte
300 ppi
Farbdisplay
Nein
Graustufen
16
Touchscreen
Ja
Beleuchtung
Frontlicht mit Warmlicht
Plane Front
Ja

Gehäuse & Bedienung

Maße
245 × 189 × 5,4 mm
Gewicht
400 g
Wasserschutz
Nein
Blättertasten
Nein

Verbindungen

USB
USB-C
Bluetooth
Ja
WLAN
Ja, 2,4 und 5 GHz

Hardware

Prozessor
Quad-Core · Quad-Core
Speicher
32 GB (bis 64 GB)
Mikrofon
Ja
Betriebssystem
Kindle OS

Software

Vorlesefunktion (TTS)
Ja
eBook-Shop
Ja

Unterstützte Dateiformate

  • AZW3 (nativ/native)
  • AZW (nativ/native)
  • TXT (nativ/native)
  • PDF (nativ/native)
  • MOBI (DRM-frei/DRM-free nativ/native)
  • PRC (DRM-frei/DRM-free nativ/native)
  • DOCX (Konvertierung/conversion)
  • DOC (Konvertierung/conversion)
  • HTML (Konvertierung/conversion)
  • EPUB (Konvertierung/conversion)
  • RTF (Konvertierung/conversion)
  • JPEG (Konvertierung/conversion)
  • GIF (Konvertierung/conversion)
  • PNG (Konvertierung/conversion)
  • BMP (Konvertierung/conversion)
  • AAX (Audible/Bluetooth)

Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.

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Im Vergleich

Kindle Scribe 2025 im Vergleich mit ähnlichen Geräten
Merkmal Kindle Scribe 2025 Kindle Scribe 2025 Kindle Scribe ColorsoftKindle Scribe Colorsoft Kindle Scribe (2024 release)Kindle Scribe (2024 release) TCL NXTPAPER 11 PlusTCL NXTPAPER 11 Plus
Aktueller Bestpreis519,99 €649,99 €??
UVP zum Marktstart520 €650 €420 €249 €
Display11″11″ Kaleido 310,2″ Carta11,5″ TCL NXTPAPER
Pixeldichte300 ppi300 ppi300 ppi229 ppi
Gewicht400 g400 g433 g490 g
Wasserschutz–?–Ja
Blättertasten–?––
WarmlichtJaJaJa–
Speicher32 GB32 GB16 GB256 GB
BluetoothJaJaJaJa
Marktstart2025202520242025
Geräteseite Zum Test Zum Test Zum Gerät

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