reMarkable Paper Pro
Viel Platz und Farbe für Notizen, mit härterem Stiftkontakt
- Preis geprüft am 16.10.2026
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Auf einen Blick
Das reMarkable Paper Pro verbindet ein großes Farbdisplay mit angenehm direkter Handschrift und einer übersichtlichen Notizoberfläche. Besonders am Schreibtisch profitieren PDFs, Skizzen und farbige Anmerkungen davon. Das schwere, kantige Gehäuse und der harte Stiftkontakt machen es jedoch weniger bequem, als die Vorstellung eines digitalen Papierblocks vermuten lässt.
Vorteile
- Großes 11,8-Zoll-Farbdisplay für Notizen und Dokumente
- Schwarze Striche erscheinen im Test ausgesprochen direkt
- Gut abgestimmte Zeichenwerkzeuge, Ebenen und Vorlagen
- Wertiges Aluminiumgehäuse mit sicherem Stand auf dem Tisch
- Farbe und direkte PDF-Anmerkungen erweitern die Notizarbeit
Nachteile
- 525 Gramm und kantige Form erschweren längeres Halten
- Harter Stiftkontakt und wellige lange Linien im Test
- Farbaufbau blinkt; Details können körnig wirken
- Leselicht im Test schwach (gemessen vor der helleren Option aus Update 3.19)
- Keine reguläre Android-App-Auswahl; einige Funktionen benötigen Connect
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- Handschriftliche NotizenNotizgerät Gut
- PDFs und Fachliteratur11,8-Zoll-Display, nahe an A4 Ideal
- Comics, Magazine, KochbücherFarbdisplay (E Ink Gallery 3) Ideal
- Romane und Sachbücher229 ppi, für die meisten scharf genug Gut
- Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht, aber kein Warmlicht Gut
- Große Bibliothek offline64 GB Speicher Ideal
Angebote und Preisvergleich
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reMarkable Paper Pro mit Marker Plus
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699,00 €Zum Angebot
Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand · Stand: 16.10.2026 · Affiliate-Links
reMarkable Paper Pro im Überblick
Das reMarkable Paper Pro spielt seine Stärken vor allem dort aus, wo eine Notiz mehr als schwarze Schrift braucht. Die 11,8-Zoll-Fläche bietet Platz für Skizzen, farbige Anmerkungen und längere Dokumente. Schwarze Striche erscheinen ausgesprochen direkt, während die aufgeräumte Oberfläche wenig vom eigentlichen Schreiben ablenkt. Das ist ein überzeugender Schwerpunkt für ein digitales Notizbuch. Das Paper Pro ersetzt damit weder ein allgemeines Android-Tablet noch einen kleinen, leichten Buchreader.
Farbe schafft Platz für andere Inhalte
Das Canvas-Color-Display basiert auf E Ink Gallery 3 und löst mit 2160×1620 Pixeln auf. Seine Farben entstehen durch unterschiedlich gefärbte Partikel statt durch einen dauerhaften Farbfilter. Ohne eingeschaltetes Licht erschienen farbige Inhalte heller und angenehmer als auf Kaleido-Tablets im direkten Vergleich. Die Darstellung bleibt trotzdem gedämpfter als auf einem LCD. Für Markierungen, Diagramme oder Comics ist sie nützlich, ohne die Leuchtkraft eines klassischen Tablets zu erreichen.
Bei reinem Text führt dieser Vorteil nicht automatisch zur besten Lesbarkeit. Der Hintergrund ist dunkler als bei den verglichenen Schwarzweißgeräten und leicht gelblich. Das fällt allerdings vor allem im direkten Vergleich auf. Feine Details wirkten im Test teilweise körnig, Gelb trat kräftig hervor. Grün gelang dagegen besser als bei der früheren Gallery-3-Umsetzung. Fertig aufgebaute PDF-Seiten zeigten erfreulich wenige Nachbilder; beim Scrollen und Farbaufbau war mehr Unruhe sichtbar.

Das eingebaute Leselicht war im Test eine willkommene Hilfe bei schwachem Umgebungslicht, mit ungefähr vier Nits und fünf Stufen aber sehr begrenzt. Die ersten beiden Einstellungen waren besonders dunkel. Seit Softwareversion 3.19 gibt es eine zusätzliche Option für ein helleres Leselicht. Die gemessenen vier Nits stammen noch aus der Zeit davor. Die Lichtfarbe lässt sich weiterhin nicht einstellen.
Direkte Tinte ist nicht dasselbe wie weicher Stiftkontakt
Beim Schreiben muss man die schnelle Darstellung von der mechanischen Haptik trennen. Schwarze Linien erreichten im Test sehr rasch ihre endgültige Schwärze. Gerade dadurch wirkt die Eingabe unmittelbarer, als es die gemessenen rund 20 Millisekunden Stiftverzögerung allein erklären. Mit den beworbenen zwölf Millisekunden lässt sich dieser Wert nicht direkt vergleichen, denn das sichtbare Nachdunkeln und die gesamte Reaktion auf eine Stiftbewegung sind unterschiedliche Vorgänge.
Die harte Spitze setzt hörbar auf und kratzt deutlich über die strukturierte Oberfläche. Im Vergleich zum reMarkable 2 fühlt sich das weniger weich an. Lange diagonale Linien zeigten außerdem Wellen, die auch nach Reinigung und einem Spitzenwechsel blieben. Normale Handschrift war davon weniger betroffen als sorgfältige Skizzen. Der Marker Plus lag sehr ausgewogen in der Hand; sein Radierer ist praktisch. Der aktive Stift haftet magnetisch an der Seite und wird dort geladen.

Das Aluminiumgehäuse ist hochwertig verarbeitet, verlangt mit rund 525 Gramm aber nach einem festen Arbeitsplatz. Schmale Ränder und die kantige Form machen es weniger angenehm, das Gerät länger in der Hand zu halten. Auf dem Tisch sorgen vier große Gummifüße für sicheren Stand, und die große Fläche hilft bei umfangreicheren Notizen. Die Folios können das Gerät beim Öffnen und Schließen aufwecken beziehungsweise schlafen legen. Auch das Abnehmen des Markers weckt es.

Fokussierte Software mit späteren Erweiterungen
Ordner, Tags, Favoriten, Vorlagen und Ebenen bringen Ordnung in die Arbeit, ohne eine komplizierte Oberfläche zu verlangen. Die Zeichenwerkzeuge sind sorgfältig abgestimmt; Druck und Neigung lassen sich gut nutzen. Eine vergrößerbare und verschiebbare Notizfläche ergänzt das sinnvoll. Farbige Striche bauen sich allerdings in mehreren Schritten auf. Wer auf Blinken empfindlich reagiert, sollte diesen Unterschied zu ruhigerer schwarzer Handschrift ernst nehmen.
Inzwischen sind einige Funktionen hinzugekommen. Seit Version 3.22 steht mit Connect eine Suche in handschriftlichen und getippten Notizen bereit. Die Handschriftsuche, die im Test noch fehlte, ist damit keine grundsätzliche Lücke mehr. Im September 2026 überarbeitete Version 3.28 außerdem die EPUB-Darstellung, ihre Formatierung und Sprachunterstützung. Ob sich Suche und EPUB-Bedienung dadurch spürbar verbessern, bleibt allerdings abzuwarten.
Für PDFs bleiben Fläche und direkte Anmerkungen überzeugende Argumente. Im Test half der Kontrastmodus kleinem Text, konnte aber helle Farben und Graustufen beeinträchtigen; auch dieser Filter wurde später weiterentwickelt. Ein Buchshop und frei installierbare Android-Lese-Apps gehören nicht zum regulären System. Für Connect-Funktionen braucht man das entsprechende Abonnement. Der größte Nutzen entsteht deshalb, wenn das Paper Pro tatsächlich als Notiz- und Dokumentenwerkzeug eingesetzt wird.
Das Ergebnis ist ein eigenständiges Tablet mit einem klaren Kompromiss: mehr Raum und Farbe gegen Gewicht, härteren Stiftkontakt und sichtbaren Farbaufbau. Für regelmäßige Arbeit am Tisch ist diese Mischung reizvoll. Wer hauptsächlich lange Romane in der Hand liest oder viele verschiedene Apps braucht, setzt einen anderen Schwerpunkt. Das Paper Pro lohnt sich vor allem dann, wenn farbige Notizen und große Dokumente im Alltag wirklich genutzt werden.
reMarkable Paper Pro im Video
Testbericht
Von Chalid · Aktualisiert am
Das reMarkable Paper Pro gefällt mir besonders dann, wenn eine Notiz mehr als schwarze Schrift braucht. Farbige Anmerkungen, große Skizzen und PDFs profitieren deutlich vom 11,8-Zoll-Display. Die reduzierte Oberfläche lässt mich schnell mit der eigentlichen Arbeit anfangen, und schwarze Striche erscheinen ausgesprochen direkt. Trotzdem ist das Paper Pro kein uneingeschränkt besserer Nachfolger des reMarkable 2. Der Stift setzte im Test härter auf, lange Linien konnten wellig werden, und die Beleuchtung war mit der damaligen Software erstaunlich schwach. Ob sich diese Mischung lohnt, hängt vor allem davon ab, wie viel man mit der zusätzlichen Fläche und den Farben anfangen kann.
Ein großes Notizbuch für den Schreibtisch
An der Verarbeitung gibt es wenig auszusetzen. Das Aluminiumgehäuse wirkt sehr hochwertig, die angedeuteten Buchseiten im Rahmen sind ein schönes Detail. In der Hand macht sich die Größe allerdings bemerkbar. Zusammen mit 525 Gramm Gewicht, den schmalen Seitenrändern und den recht scharfen Kanten ist das Tablet weniger bequem zu halten als das reMarkable 2. Bei mir liegt es deshalb meistens auf dem Tisch. Dort helfen die vier großen Gummifüße auf der Rückseite zuverlässig gegen Verrutschen. Für längere Notizen gefällt mir dieser Arbeitsplatz gut: Es gibt mehr Fläche, ohne dass ich ständig auf die nächste Seite wechseln muss. Unterwegs muss man dafür ein deutlich größeres Gerät unterbringen.

Die Folios unterstützen jetzt das automatische Aufwecken und Einschlafen beim Öffnen und Schließen. Auch das Abnehmen des Stifts weckt das Tablet. Seine magnetische Befestigung an der Seite hält sehr ordentlich; ein versehentlich herunterfallender Stift war im Test kein Problem. Anders als beim Vorgänger ist er aktiv und wird an dieser Position geladen. Eine kleine Anzeige informiert über seinen Akkustand. Der getestete Marker Plus liegt sehr ausgewogen in der Hand und hat am oberen Ende einen praktischen Radierer.
Farbe ohne Filter, Licht mit engen Grenzen
Das Display verwendet Gallery 3. Die Farben entstehen durch unterschiedlich gefärbte Partikel im Bildschirm, nicht durch einen permanenten Farbfilter wie bei Kaleido 3. Ohne eingeschaltete Beleuchtung sehen farbige Inhalte deshalb heller und angenehmer aus als auf den verglichenen BOOX-Farbtablets. Mit einem iPad kann die Darstellung optisch nicht mithalten; die Farben bleiben gedämpft. Daran habe ich mich im Alltag aber schnell gewöhnt. Bei reinem Text waren die verglichenen Exemplare von Kindle Scribe und reMarkable 2 leichter lesbar. Der Hintergrund des Paper Pro ist dunkler und leicht gelblich, wobei mir der Farbton vor allem im direkten Vergleich auffällt. Schwarz wirkt bei genauer Betrachtung etwas bläulich und erreicht nicht die Tiefe der verglichenen Kaleido-Anzeigen.

Trotz der neuen Beleuchtung bleibt der Abstand zwischen Stiftspitze und sichtbarer Linie erfreulich klein. Er liegt etwa auf dem Niveau des reMarkable 2, etwas unter dem des Kindle Scribe, aber über dem des BOOX Go 10.3. Zum Testzeitpunkt war die Helligkeit sehr gering: Gemessen wurden maximal ungefähr vier Nits bei nur fünf Stufen. In heller Umgebung kann ich den dunkleren Bildschirm damit kaum aufhellen. Gerade bei einem Farbdisplay finde ich das eine verpasste Chance. Andere Farb-E-Ink-Geräte holen mit ihrer stärkeren Beleuchtung deutlich auf und zeigen teilweise sogar mehr Bilddetails.
Bei meinem Test reichte das Licht im Dunkeln grundsätzlich zum angenehmen Lesen, sobald sich die Augen angepasst hatten. Die ersten beiden Stufen sind für mich allerdings so schwach, dass praktisch nur drei brauchbare Einstellungen bleiben. Dazu kommen leichte Lichthöfe am unteren Rand, Unterschiede zwischen Mitte und oberem Bereich sowie sichtbarer Lichtaustritt an äußeren Kanten. Der weiche Schimmer direkt am Bildschirm stört mich weniger als das Licht am Gehäuserand. Die Farbtemperatur lässt sich nicht verändern und passt sich auch nicht automatisch an; das habe ich mit einem Spektrometer überprüft. Trotz dieser Kritik möchte ich die Beleuchtung nicht missen. Bei schlechtem Umgebungslicht ist sie klar hilfreicher als gar keine.

Auch bei den Bildwechseln lohnt eine Unterscheidung. Fertig aufgebaute PDF-Seiten zeigen erfreulich wenig Ghosting, also Reste vorheriger Inhalte. Beim Wechsel aus der Übersicht in ein Notizbuch bleiben eher schwache Umrisse zurück. Beim Scrollen können gelbliche Nachbilder zunächst deutlich sein, verschwinden anschließend aber größtenteils von selbst. Farbdarstellung bringt zusätzlich sichtbares Blinken mit sich, weil die Partikel nacheinander ausgerichtet werden. Mich stört das nicht besonders, empfindlichere Nutzer können es anders sehen. Farbige Stiftlinien erscheinen außerdem nicht sofort in ihrer endgültigen Farbe, sondern werden in mehreren Schritten fertig aufgebaut. Schwarze Notizen bleiben deutlich ruhiger.
Direkte Striche, ein härteres Schreibgefühl
Beim Schreiben spüre ich durchaus Reibung auf der strukturierten Oberfläche. Die harte Spitze fühlt sich dennoch rauer und zugleich etwas rutschiger an als bei anderen E-Ink-Tablets. Vor allem das Aufsetzen gefällt mir weniger: Jeder neue Strich beginnt mit einem recht harten, hörbaren Tippen, ähnlich wie bei Apple Pencil und iPad. Hinzu kommt ein ausgeprägtes Kratzgeräusch. Lange, besonders diagonale Linien zeigen mit dem Originalstift häufig deutliche Wellen. Reinigen des Displays und Wechseln der Spitze haben das im Test nicht behoben. Für Skizzen ist das störend, bei normaler Handschrift fällt es kaum auf. Andere ausprobierte Stifte waren keine verlässliche Lösung und hatten teils noch stärkere Probleme mit Linien oder Neigung.

Bei der sichtbaren Reaktion spielte das Paper Pro für mich zum Testzeitpunkt dagegen in einer eigenen Klasse. Gemessen habe ich etwa 20 Millisekunden Stiftverzögerung. Das ist mehr als die beworbenen zwölf Millisekunden. Schwarze Striche erreichen aber tatsächlich besonders schnell ihre endgültige Schwärze, statt erst langsam nachzudunkeln. Dieser Teil des Vorgangs dauerte im Test ungefähr zwölf Millisekunden. Möglicherweise meint reMarkable mit seiner Angabe genau das. Für das Schreibgefühl auf dem Bildschirm ist der Unterschied trotzdem entscheidend. Das Ergebnis wirkt unmittelbarer und natürlicher, obwohl ich die physische Haptik des reMarkable 2 weiterhin lieber mag.
Die Linux-basierte Software konzentriert sich auf Notizen und Skizzen. Ordner, Unterordner, Tags und Favoriten sorgen für Ordnung, ohne mich mit Einstellungen zu überladen. Besonders gelungen sind die Zeichenwerkzeuge. Druck und Neigung reagieren intuitiv, und der Bleistift war zum Testzeitpunkt die beste Umsetzung, die ich ausprobiert hatte. Auch Kugelschreiber, Fineliner, Textmarker und Pinsel sind sorgfältig abgestimmt. Die Farbe hilft, Anmerkungen visuell auseinanderzuhalten. Mit Ebenen kann ich Kommentare getrennt ablegen und bei Bedarf ausblenden. Gute Vorlagen und eine in beide Richtungen verschiebbare, vergrößerbare Notizfläche ergänzen das sinnvoll. Gerade diese Kombination aus einfacher Bedienung und gut ausgearbeiteten Werkzeugen macht das Tablet angenehm.

Einige Lücken hatte die Software damals dennoch. Getippter Text lässt sich nicht einfach frei positionieren und passt nicht sauber zu den Linien der Vorlagen. Handschrift wird grundsätzlich ordentlich in Text umgewandelt, der Vorgang muss aber manuell gestartet werden und ist nicht besonders schnell. Vor allem gab es zu diesem Zeitpunkt keine Suche durch unkonvertierte Handschrift. Die vollständige Laufwerksverschlüsselung ist dagegen willkommen; ein Fingerabdrucksensor würde das Entsperren bequemer machen, fehlt aber. Die kostenlose Cloud-Nutzung war im Test an zuletzt geöffnete und synchronisierte Notizen innerhalb von 50 Tagen gebunden. Für die unbegrenzte Aufbewahrung war Connect erforderlich. Die heutigen Tarife können davon abweichen.
Nach längerer Schreibarbeit wird die untere Hälfte etwas warm. Das ist spürbar, für mich aber nicht unangenehm. Draußen erschien außerdem ein Hinweis zu Licht und Wärme. Danach wirkten Nachbilder stärker, passend zum Hinweis auf häufigere Bildauffrischungen. Das muss nicht bei jeder Nutzung im Freien so sein, zeigt aber, dass sich das Display nicht unter allen Bedingungen gleich verhält.
Gut für Dokumente, nur eingeschränkt ein eReader
Für PDFs ist die große Fläche ein echter Vorteil. A4-Inhalte lassen sich beinahe in Originalgröße anzeigen und direkt beschriften. Kleine Schrift profitierte im Test vom damaligen Kontrastmodus, der sie kräftiger machte, dabei aber helle Farben und manche Grauabstufungen beeinträchtigen konnte. Zoomen und Verschieben funktionieren gut, auch wenn die Touch-Reaktion gelegentlich direkter sein dürfte. Bei farbigen Dokumenten und Comics gefällt mir das größere Format ebenfalls. Gelb tritt etwas stark hervor, Grün sieht besser aus als bei der früheren Gallery-3-Umsetzung. Aus der Nähe wirkt die Darstellung teilweise körnig. Beim Aktualisieren ist zudem ein sehr leises Fiepen hörbar, das mich persönlich nicht stört. Zusammengenommen ist das ein brauchbarer Comic- und Dokumentenleser mit klaren Eigenheiten.

ePub-Bücher ließen sich in meinem Test ebenfalls öffnen, die damaligen Lesefunktionen blieben aber rudimentär. Es gibt keinen integrierten Buchshop, und die Kindle-App lässt sich nicht installieren. Als primären eReader würde ich das Paper Pro deshalb nicht wählen. Bei der Laufzeit sollte man wiederum zwischen Schreiben und Lesen unterscheiden. Beim durchgehenden Schreiben hielt der Akku bei mir ungefähr sechs bis sieben Stunden. Ein reines Text-PDF mit einem Seitenwechsel alle 15 Sekunden verbrauchte ohne Licht rund sieben Prozent Akku pro Stunde, entsprechend ungefähr 14 Stunden. Mit voller Beleuchtung waren es etwa zwölf. Bei farbreichen Comics lagen die Werte ungefähr bei zwölf Stunden ohne Licht und elf Stunden mit voller Beleuchtung. Die beworbenen zwei Wochen sind damit keine zwei Wochen ununterbrochener Arbeit.
Am Ende nutze ich das Paper Pro trotz seiner Schwächen gerne. Die große Arbeitsfläche, die nützliche Farbe und die direkte Darstellung schwarzer Striche geben Notizen und PDFs einen spürbaren Mehrwert. Beim Licht und beim härteren Stiftkontakt hätte ich mir andere Entscheidungen gewünscht. Auch das Wellen langer Linien und das Blinken beim Farbaufbau sollte man nicht kleinreden. Wer mit einem Schwarzweiß-Notiztablet bereits zufrieden ist, braucht diese Kompromisse nicht automatisch einzugehen. Wer Farbe und Platz regelmäßig nutzt, bekommt dagegen ein eigenständiges, angenehm konzentriertes Arbeitsgerät.
Unser Fazit
Datenblatt: reMarkable Paper Pro
- Display 11,8″ Gallery 3 Farbe, Touchscreen
- Auflösung 229 ppi 2160 × 1620 Pixel
- Gewicht 525 g 274,1 × 196,6 × 5,1 mm
- Speicher 64 GB
- Licht Frontlicht
- Bedienung Touch keine Blättertasten
- Akku 5.030 mAh
- System reMarkable OS (Linux-based)
Allgemein
- Hersteller
- reMarkable
- Gerätetyp
- E-Note
- Marktstart
- 2024
- Preis zum Marktstart
- 649 €
Display
- Technologie
- E Ink Gallery 3
- Größe
- 11,8 Zoll
- Auflösung
- 2160 × 1620 px
- Pixeldichte
- 229 ppi
- Farbdisplay
- Ja
- Farbtiefe
- up to 20,000 colors
- Touchscreen
- Ja
- Beleuchtung
- Frontlicht
Gehäuse & Bedienung
- Maße
- 274,1 × 196,6 × 5,1 mm
- Gewicht
- 525 g
- Blättertasten
- Nein
Verbindungen
- USB
- USB-C
- WLAN
- Ja, 2,4 und 5 GHz
Hardware
- Prozessor
- Quad-Core · 1.8 GHz quad-core Cortex-A53
- Arbeitsspeicher
- 2 GB
- Speicher
- 64 GB
- Akku
- 5.030 mAh
- Betriebssystem
- reMarkable OS (Linux-based)
Unterstützte Dateiformate
- EPUB (import)
- PNG
- SVG (export)
Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.
Alternativen zum reMarkable Paper Pro
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- Ähnliches Gerät
- 74 g schwerer
- Wenn der Preis zählt

TCL NXTPAPER 11
UVP 249 € · 2023- 400 € günstiger (UVP)
- 63 g leichter
- 11-Zoll-Display
Im Vergleich
| Merkmal | reMarkable Paper Pro | TCL NXTPAPER 12 Pro | TCL NXTPAPER 11 |
|---|---|---|---|
| Aktueller Bestpreis | 699,00 € | ? | ? |
| UVP zum Marktstart | 649 € | ? | 249 € |
| Display | 11,8″ Gallery 3 | 12,2″ TCL NXTPAPER | 11″ TCL NXTPAPER |
| Pixeldichte | 229 ppi | 213 ppi | 213 ppi |
| Gewicht | 525 g | 599 g | 462 g |
| Wasserschutz | ? | – | ? |
| Blättertasten | – | – | – |
| Warmlicht | – | – | – |
| Speicher | 64 GB | 256 GB + microSD | 128 GB + microSD |
| Bluetooth | ? | Ja | Ja |
| Marktstart | 2024 | 2023 | 2023 |
| Geräteseite | Zum Gerät | Zum Gerät |
Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.









