Onyx Boox Note Max
13,3-Zoll-E-Note ohne Frontlicht für A4-PDFs, Handschrift und Schreibtischarbeit
Auf einen Blick
Mit dem BOOX Note Max rückt BOOX seine große Geräteklasse konsequent in Richtung Schreibtischarbeit und fast A4-großer PDF-Flächen. Das 13,3-Zoll-Carta-1300-Display, Android 13, 6 GB RAM und 128 GB Speicher machen schnell klar, dass hier nicht gemütliches Sofa-Lesen, sondern Dokumente, Split-Screen und Handschrift im Mittelpunkt stehen. Gegenüber typischen 10,3-Zoll-E-Notes gewinnt das Gerät vor allem an Ruhe und Übersicht, verliert dafür aber spürbar an Mobilität. Zwar fehlt das Frontlicht, doch genau für helle Büros, Uni-Alltag und lange Arbeitsphasen liefert das BOOX Note Max die große, scharfe Arbeitsfläche, die vielen kleineren Modellen fehlt. Wer A4-nahe PDFs ernsthaft lesen und annotieren will, bekommt hier eines der interessantesten Großformate auf dem Markt.
Vorteile
- Fast A4-große Arbeitsfläche für PDFs, Notizen und Split-Screen
- Scharfes 13,3-Zoll-Carta-1300-Display mit 300 ppi
- Offenes Android 13 mit viel Spielraum für produktive Apps
- Sehr dünnes Gehäuse mit Lautsprechern, Mikrofon und starker Grundausstattung
Nachteile
- Kein Frontlicht für dunklere Umgebungen
- Für unterwegs deutlich weniger handlich als 10,3-Zoll-Geräte
- App-lastige Oberflächen bleiben auf monochromem E Ink nur eingeschränkt komfortabel
- Eher ein Schreibtischgerät als ein universeller Alltagsbegleiter
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- Handschriftliche NotizenStifteingabe auf dem Display Ideal
- PDFs und Fachliteratur13,3-Zoll-Display, nahe an A4 Ideal
- Apps aus anderen StoresAndroid 13, Apps installierbar Ideal
- Romane und SachbücherSehr scharf, aber 13,3 Zoll sind groß für eine Hand Gut
- Lesen im Bett und bei NachtKeine Beleuchtung Eingeschränkt
- Große Bibliothek offline128 GB Speicher Ideal
Onyx Boox Note Max im Überblick
Mit dem BOOX Note Max schließt BOOX die Lücke zwischen mobilen 10,3-Zoll-E-Notes und fast A4-großen Schreibtischgeräten. 13,3 Zoll, 300 ppi, Android 13 und ein nur 4,6 Millimeter dünnes Gehäuse zeigen sofort, dass dieses Modell nicht als gemütlicher Alltags-Reader gedacht ist, sondern als große Arbeitsfläche für PDFs, Notizen und Dokumente. Genau das ist seine Stärke und zugleich sein Kompromiss. Das Note Max bietet deutlich mehr Ruhe und Übersicht als kleinere Geräte, verlangt dafür aber eine Nutzung eher am Schreibtisch, in der Uni oder am Besprechungstisch als in der Sofaecke.
Große Arbeitsfläche statt Kompromissformat
Seine größte Stärke liegt in der Fläche selbst. A4-nahe PDFs, wissenschaftliche Texte, Musiknoten und geteilte Ansichten profitieren spürbar davon, dass hier seltener gezoomt, verschoben oder mit verkleinerten Seiten gearbeitet werden muss. In der 10,3-Zoll-Klasse bleibt vieles zwar brauchbar, aber oft nur knapp komfortabel. Das Note Max wirkt hier großzügiger und dadurch entspannter. Auch handschriftliche Markierungen und Notizen profitieren davon, weil Randbemerkungen und größere Layouts nicht sofort um jeden Zentimeter kämpfen müssen.
Diese Größe hat allerdings einen klaren Preis. Für sein Format ist das Gerät zwar erstaunlich dünn, mit rund 615 Gramm aber eben nicht leicht. Das Note Max ist kein Begleiter, den man abends beiläufig in einer Hand hält. Für kurze Wege, Meetings oder das Lesen im Sessel taugt es durchaus, seine eigentliche Stärke entfaltet es aber dort, wo es liegen, stehen oder bewusst eingesetzt werden kann. Wer vor allem unterwegs liest, ist mit kleineren BOOX-Modellen meist besser bedient. Wer dagegen lange Arbeitsphasen mit großen Dokumenten plant, bekommt genau das Format, das vielen anderen E-Notes fehlt.

Auf dem Schreibtisch zeigt sich schnell, warum dieses Großformat eher liegen als ständig mitgenommen werden will.
Offenes Android, große Fläche und ein klarer Schwerpunkt
Zusätzlich grenzt sich das Note Max durch seine Plattform ab. Mit 6 GB RAM, 128 GB Speicher, USB-C, Wi-Fi, Bluetooth, Lautsprechern und Mikrofon bringt es mehr mit als viele puristische Schreibgeräte. Das offene Android-System erlaubt alternative Lese-Apps, Cloud-Dienste und spezialisierte Werkzeuge, wodurch das Gerät deutlich näher an einem flexiblen Arbeitsinstrument liegt als etwa ein reMarkable Paper Pro. Gleichzeitig bleibt es bei monochromem E Ink. App-lastige Oberflächen, hektische Navigation oder multimediale Nutzung wirken deshalb funktional, aber nicht wirklich elegant. Das Note Max ist dann am besten, wenn es als konzentriertes Lese-, Schreib- und PDF-Werkzeug eingesetzt wird und nicht als Tablet-Ersatz für jede Situation dienen soll.

An den Kanten wird sichtbar, wie schlank das große Gehäuse trotz seiner umfangreichen Ausstattung ausfällt.
Ebenso wichtig ist der sichtbarste Kompromiss im Alltag: Ein Frontlicht gibt es nicht. In hellen Büros, Bibliotheken oder am Fenster passt das perfekt zur großen, papiernahen Arbeitsfläche. Abends auf dem Sofa oder in schwach beleuchteten Räumen wirkt das Gerät dagegen deutlich unpraktischer als kleinere Modelle mit Beleuchtung. Unterm Strich ist das BOOX Note Max eines der spannendsten Großformate für alle, die mit PDFs, Handschrift und langen Dokumenten wirklich arbeiten. Wer genau diese ruhige, fast A4-große Fläche sucht, findet hier ein sehr überzeugendes Werkzeug; wer ein lockeres Unterwegs-Gerät oder einen universellen Tablet-Ersatz erwartet, sollte eher zu einem kleineren Modell greifen.
Onyx Boox Note Max im Video
Testbericht
Von Chalid · Aktualisiert am
Das BOOX Note Max macht vor allem eine Sache ausgesprochen gut: große PDF-Seiten in einer Größe anzeigen, in der man sie tatsächlich lesen und bearbeiten möchte. Sein 13,3-Zoll-Display kommt A4 und US-Letter nahe, Text bleibt mit 300 ppi fein, und der Stift reagiert schnell. Für wissenschaftliche Arbeiten ist das eine starke Kombination. Trotzdem würde ich das Tablet nicht uneingeschränkt empfehlen. Deutliche Nachbilder zwingen außerhalb der Notizbücher häufig zum manuellen Auffrischen. Das stört beim längeren Arbeiten auf einer PDF-Seite weniger als beim Blättern, Navigieren und Benutzen wechselnder Apps. Genau dieser Unterschied entscheidet darüber, ob das Note Max eine gute Wahl ist.
Viel Arbeitsfläche, wenig Lust auf die Tasche
Mit 4,6 Millimetern ist das Gehäuse erstaunlich dünn. Der flache Aluminiumrahmen und die matte Kunststoffrückseite wirken hochwertig; die weicheren Einlagen des Go 10.3 fehlen. Gemessen wurden ungefähr 600 Gramm, rund 15 Gramm weniger als angegeben. Durch die gleichmäßige Verteilung fühlt sich das Gewicht günstiger an, als die Zahl vermuten lässt. Der breite Rand bietet außerdem Platz zum Greifen, ohne gleich das Display zu berühren. Trotzdem wird daraus kein bequemes Tablet für langes Halten. Die große Fläche fällt im Alltag stärker auf, als ich erwartet hatte. Das Note Max passt gut auf einen Schreibtisch, deutlich weniger gut zum beiläufigen Mitnehmen von Raum zu Raum.

Bei einem so großen E-Ink-Display verdient die Stabilität besondere Aufmerksamkeit. Unter der Anzeige sitzt eine starre Backplane aus Glas, die bei Verwindung brechen kann. Gemeint ist nicht die Schreiboberfläche, die man berührt. Der Rahmen hielt beim vorsichtigen Versuch, das Tablet zu verwinden, erfreulich fest und zeigte keine sichtbare Bewegung. Im anschließenden normalen Gebrauch traten ebenfalls keine Probleme auf. Das garantiert natürlich nicht, dass das Display nie bricht. Der Eindruck einer soliden Konstruktion ist aber deutlich besser, als die enorme Fläche und geringe Dicke zunächst befürchten lassen.
Mit Snapdragon 855 und sechs GB RAM gehörte das Note Max zum Testzeitpunkt zu den schnellsten E-Ink-Tablets. Von 128 GB Speicher sind etwa 102 GB nutzbar. Mikrofon, Stereolautsprecher, WLAN und Bluetooth sind vorhanden. Ärgerlicherweise fehlt ausgerechnet der Fingerabdrucksensor, der das Entsperren eines geschützten Notizgeräts bequemer machen würde. Dafür sitzt USB-C unten links unterhalb des Griffbereichs und ist besser erreichbar als der seitliche Anschluss der Note-Air-Modelle. Seitliche Kontakte verbinden das optionale Tastaturcover mit dem Tablet. Rechenleistung und Anschlüsse sind somit ordentlich, die tägliche Handhabung ist an einzelnen Stellen aber weniger durchdacht, als es die gehobene Geräteklasse erwarten lässt.
Das Tastaturcover überzeugt mich nicht. Es ist schnell aufgestellt und die Tasten lassen sich angenehm bedienen, doch der feste Winkel schränkt die Sitzposition ein. Geschlossen wirkt die Hülle wenig stabil. Schwerer wiegt, dass die Tastatur direkt auf der nicht kratzfesten, papierartig strukturierten Displayoberfläche liegt. Dauerhafte Kratzer habe ich zwar nicht festgestellt, das Risiko ist aber unnötig. Für den Test gab es nur QWERTY; die Spracheinstellung kann die Belegung ändern, natürlich nicht die Beschriftung. Ich würde das normale Folio und eine kompakte Bluetooth-Tastatur bevorzugen. Das Folio steht stabiler und bietet zwei Neigungen. Die etwas höhere Eingabeverzögerung einer externen Tastatur ist dafür der kleinere Kompromiss.

Scharfe Schrift, störende Nachbilder
Das Carta-1300-Display stellt 3200×2400 Pixel dar. Kleine Schrift ist dadurch ausgesprochen fein, und die matte Oberfläche reduziert Reflexionen wirkungsvoll. Der Hintergrund des Testgeräts war nur minimal dunkler als beim Go 10.3. Vergleiche mit Go 10.3, Supernote Manta und Viwoods AiPaper an derselben Position unter gleicher Beleuchtung zeigten insgesamt ähnliche Kontrastverhältnisse. Geringe Helligkeitsunterschiede einzelner Geräte sollte man deshalb nicht überbewerten; auch der Schwarzwert verändert sich. Weißes Papier bleibt allerdings sichtbar heller. Eine eingebaute Beleuchtung gibt es nicht. Bei gutem Umgebungslicht ist das unproblematisch, am dunkleren Arbeitsplatz muss eine Lampe helfen. Ein kleiner Helligkeitsschub direkt am Gerät, wie bei einem Note Air, ist eben nicht möglich.
Die größere Einschränkung sind Nachbilder. Nach dem Umblättern blieb teilweise so viel von der vorherigen Seite stehen, dass deren Text noch lesbar war. Ich kann übliche E-Ink-Reste normalerweise gut ausblenden, hier fiel mir das schwer. Ein anderer Auffrischungsmodus verbessert die Situation etwas, kostet aber Schärfe und beseitigt das Problem nicht ausreichend. Zuverlässig hilft eine vollständige manuelle Auffrischung. Bei einem Fachartikel, an dessen Seite man länger arbeitet, ist das ein vertretbarer zusätzlicher Handgriff. Beim Roman, bei Notenblättern oder beim Navigieren durch Apps wird derselbe Handgriff schnell lästig. Innerhalb der Notizbücher ist das Verhalten überraschend deutlich besser. Auf ein Update, das auch den Rest des Systems verbessert, sollte man beim Kauf aber nicht setzen.

Beim Schreiben zeigt das Note Max dagegen seine beste Seite. Die Oberfläche bietet genau den Widerstand, den ich für ein natürliches Schreibgefühl mag. Sie fühlt sich dem Go 10.3 sehr ähnlich an, reagiert mit gemessenen 17 Millisekunden aber merklich schneller als dessen 30 Millisekunden. Ohne Lichtschicht sitzt die sichtbare Linie außerdem näher an der Stiftspitze. Auf der großen Fläche kann man entspannt schreiben und muss weniger auf den Seitenrand achten. Der beiliegende Wacom-Stift Pen Plus funktioniert ordentlich, sein geriffelter Kunststoff gefällt mir haptisch jedoch weniger gut; ein Radierer fehlt. Die magnetische Befestigung hält stärker als beim Go 10.3. Für das beste Schreibgefühl würde ich trotzdem zum BOOX Pen2 Pro greifen.

Zwei statt vier E-Ink-Modi empfinde ich hier nicht als gravierenden Verlust. Die reduzierte Auswahl macht die Bedienung übersichtlicher. Android 13 ist deutlich an die kontrastreiche Graustufenanzeige angepasst und bietet Google Play für die einfache App-Installation. Trotzdem bleibt Einarbeitung nötig. Scrollende Anwendungen profitieren vom schnelleren A2-Modus, andere brauchen angepasste Kontraste, damit Bedienelemente ordentlich erkennbar werden. Die vielen BOOX-Optionen können anfangs unübersichtlich sein, sind nach etwas Beschäftigung aber gut nutzbar. Im Test im Februar 2025 war der Sicherheitspatch von Oktober 2024 installiert. Spätere Updates können das inzwischen geändert haben.
Bei den Netzwerkverbindungen bleibt ein offener Punkt. Neben den üblichen Google-Verbindungen kommunizierte das Gerät auch mit chinesischen Servern. Was dabei übertragen wurde, konnte ich nicht klären. Ob es um die eigenen Notizen oder nur um harmlose Statistikdaten geht, bleibt damit offen. Gerade auf einem Gerät für persönliche Aufzeichnungen wünsche ich mir eine klare Möglichkeit, solche Hintergrundkontakte abzustellen. Die bewusste Nutzung eines Cloud-Dienstes ist für mich eine andere Entscheidung als zusätzliche Kommunikation im Hintergrund.
Besonders stark bei Dokumenten und strukturierten Notizen
Eine A4- oder Letter-PDF lässt sich oft einfach öffnen und in annähernd gewohnter Seitengröße lesen. Dieser geringe Einrichtungsaufwand ist der eigentliche Luxus des großen Displays. Bei winzigen Schriften helfen weiterhin Randbeschnitt und der BOOX-Spaltenmodus. Letzterer zerlegt die Seite in Abschnitte, die nacheinander durchlaufen werden können, statt immer wieder frei zu zoomen und zu verschieben. Das ist bei wissenschaftlichen Mehrspaltern ausgesprochen praktisch. Mit dem Stift lassen sich Anmerkungen direkt auf der Seite setzen. Sie werden in der PDF gespeichert und bleiben nach dem Zurückkopieren auf den Computer verfügbar. Farblich unterschiedene Kurven oder Abbildungen kann die monochrome Anzeige allerdings nicht wiedergeben. Wer davon stark abhängt, muss die Vorteile der großen Fläche gegen ein kleineres Farbgerät abwägen. Wenn Farbe keine Rolle spielt, war das für mich zum Testzeitpunkt klar das beste PDF-Erlebnis auf E Ink.

Zum Testzeitpunkt war die Notiz-App für mich die umfangreichste auf E Ink. Sie bietet verschiedene Stifte, Ebenen, Formen, Vorlagen und Audioaufnahmen. Dateien, Webseiten und andere Notizseiten lassen sich verknüpfen. Besonders nützlich bei langen Mitschriften ist die Gliederung: Einer Seite kann ein eigener Eintrag zugewiesen werden, aus dem ein Inhaltsverzeichnis entsteht. Das geht weniger nahtlos als bei Supernote, ist durch die Unabhängigkeit vom Seiteninhalt aber flexibel. Noch wichtiger: Beim PDF-Export bleibt diese Struktur als Lesezeichen erhalten. Große Notizsammlungen sind damit auch auf dem Computer navigierbar. Handschrift lässt sich suchen und in getippten Text umwandeln. Nach der ersten Online-Aktivierung arbeitet die Texterkennung dafür offline. Ausgewählte Zeichenwerkzeuge berücksichtigen zudem Druck und Neigung.

Ganz störungsfrei schreibt es sich dennoch nicht. Beim Abstützen des Unterarms am unteren Displayrand wurden gelegentlich Systemgesten oder virtuelle Navigationstasten ausgelöst. Die Handballenerkennung verhindert diese Unterbrechungen nicht zuverlässig. Das ist kein Totalausfall, aber im Schreibfluss unnötig. Kleine Verbesserungen wie sinnvoll gekürzte statt abgeschnittener Beschriftungen zeigen zugleich mehr Feinschliff. Für die Sicherung über ein Onyx-Konto stehen US-, europäische und BOOX-Standardserver zur Wahl. Zusätzlich gibt es einen Notiztyp für Tastatureingaben als einfache Textverarbeitung; bei größerem Bedarf lässt sich beispielsweise Word für Android installieren.
Auch normale E-Books gehören zum Funktionsumfang. Die Bibliothek lässt sich filtern und sortieren, Schrift, Abstände und Layout können als wiederverwendbare Themen gespeichert werden. Markierungen und Wörterbuchabfragen sind vorhanden. Standardmäßig erfolgt die Wortsuche online; lokale Wörterbücher müssen selbst beschafft und installiert werden. Die Vorlesefunktion nutzt Androids Sprachsynthese und lässt sich um Stimmen, Sprachen und Dialekte erweitern. Sie ersetzt klanglich kein professionelles Hörbuch, ist zum Weiterhören oder Sprachenlernen aber nützlich. Für den reinen Romanleser bleiben Größe und häufiges manuelles Auffrischen trotzdem schwerer zu rechtfertigen als für den PDF-Nutzer.
Die Laufzeit ist ordentlich, gemessen an der Gerätefläche aber enttäuschend unspektakulär. Kontinuierliches Schreiben war bis zu sieben Stunden möglich. Beim Lesen wurden bis zu 18 Stunden erreicht, mit Seitenwechsel alle 15 Sekunden und vollständiger Auffrischung nach jeweils fünf Seiten. Ohne automatische Vollauffrischung stieg der Wert nur auf etwa 19 Stunden. Ein Arbeitstag mit wechselnden Schreib- und Ruhephasen ist damit plausibel. Apps können deutlich anders verbrauchen. Als Belastungsbeispiel lief ein bildschirmfüllendes YouTube-Video ungefähr sechs Stunden.
Für 650 US-Dollar beziehungsweise 700 Euro zum Testzeitpunkt bot das Note Max einen vergleichsweise günstigen Einstieg in große E-Ink-Arbeitsflächen. Besonders Studierende, Lehrende und Forschende, die am festen Arbeitsplatz PDFs lesen, kommentieren und ausführlich mitschreiben, profitieren davon. Schärfe, Platz und Stiftreaktion passen hervorragend zu dieser Aufgabe. Zum Testzeitpunkt war es für mich deshalb wahrscheinlich das beste E-Ink-Notiztablet für Studium, Lehre und Forschung am festen Arbeitsplatz. Die Nachbilder bleiben allerdings ein wesentlicher Einwand und sollten über den vielen Funktionen nicht vergessen werden. Wer täglich viel unterwegs ist, fährt mit dem Go 10.3 oder einem anderen kleineren Tablet bequemer. Werden Farben und Beleuchtung benötigt, ist ein Note Air4 C die passendere Richtung. Das Note Max ist ein starkes Spezialwerkzeug für große Dokumente, dessen Kompromisse man vor dem Kauf bewusst akzeptieren muss.
Datenblatt: Onyx Boox Note Max
- Display 13,3″ Carta 1300 Touchscreen
- Auflösung 300 ppi 3200 × 2400 Pixel
- Gewicht 615 g 287,5 × 243 × 4,6 mm
- Speicher 128 GB
- Licht Keine
- Bedienung Touch + Stift keine Blättertasten
- Audio Lautsprecher plus Bluetooth
- Akku 3.700 mAh
Allgemein
- Hersteller
- BOOX
- Gerätetyp
- eReader, E-Note
- Marktstart
- 2025
- Preis zum Marktstart
- 699,99 €
- Farben
- Grau
Display
- Technologie
- E Ink Carta 1300
- Größe
- 13,3 Zoll
- Auflösung
- 3200 × 2400 px
- Pixeldichte
- 300 ppi
- Farbdisplay
- Nein
- Touchscreen
- Ja, kapazitiv + EMR-Stift
- Beleuchtung
- Nein
- Plane Front
- Ja
Gehäuse & Bedienung
- Maße
- 287,5 × 243 × 4,6 mm
- Gewicht
- 615 g
- Blättertasten
- Nein
- Lagesensor
- Ja
Verbindungen
- USB
- USB-C
- Bluetooth
- Ja
- WLAN
- Ja
Hardware
- Prozessor
- Octa-Core · 2.8 GHz Octa-core + BSR
- Arbeitsspeicher
- 6 GB
- Speicher
- 128 GB
- Lautsprecher
- Ja, Stereo
- Mikrofon
- Ja
- Akku
- 3.700 mAh
- Betriebssystem
- Android 13
Unterstützte Dateiformate
- CAJ
- DJVU
- CBR
- CBZ
- EPUB
- EPUB3
- AZW3
- MOBI
- TXT
- DOC
- DOCX
- FB2
- CHM
- RTF
- HTML
- ZIP
- PRC
- PPT
- PPTX
- PNG
- JPG
- BMP
- TIFF
- WAV
- MP3
Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.
Alternativen zum Onyx Boox Note Max
Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.
- Wenn du viel abends liest

BOOX Tab X
UVP 950 € · 2023- Warmlicht
- 55 g leichter
- 250 € teurer (UVP)
Im Vergleich
| Merkmal | Onyx Boox Note Max | BOOX Tab X |
|---|---|---|
| UVP zum Marktstart | 699,99 € | 950 € |
| Display | 13,3″ Carta 1300 | 13,3″ Carta 1250 |
| Pixeldichte | 300 ppi | 207 ppi |
| Gewicht | 615 g | 560 g |
| Wasserschutz | ? | – |
| Blättertasten | – | – |
| Warmlicht | – | Ja |
| Speicher | 128 GB | 128 GB |
| Bluetooth | Ja | Ja |
| Marktstart | 2025 | 2023 |
| Geräteseite | Zum Gerät |
Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.









