Boox Go 6
Kompakter 6-Zoll-eReader mit Carta 1300, offener Android-Basis und mehr Freiheit als Kindle oder Kobo
Auf einen Blick
Mit dem BOOX Go 6 bringt Boox einen besonders leichten 6-Zoll-eReader auf den Markt, der sich weniger wie ein klassischer Shop-Reader anfühlt als wie ein offenes Lesewerkzeug für unterwegs. Android 11, Google Play, MicroSD und die flexible BOOX-Software verschaffen ihm deutlich mehr Spielraum als Kindle, Kobo oder PocketBook, ohne das handliche Reiseformat aufzugeben. Zwar ist die Oberfläche komplexer als bei den geschlosseneren Konkurrenten und manche Apps starten einen Tick gemächlicher als auf größeren BOOX-Modellen, doch das kontraststarke Carta-1300-Display, das sehr geringe Gewicht und die offene Plattform machen den Go 6 zu einem der interessantesten 6-Zoll-Reader für flexible Lesende.
Vorteile
- Kompaktes 6-Zoll-Format
- Kontraststarkes Carta-1300-Display
- Google Play und MicroSD
- Flexible PDF- und Cloud-Nutzung
Nachteile
- Komplexere Oberfläche als Kindle oder Kobo
- Android 11 nicht mehr ganz frisch
- App-Starts teils etwas träge
- Kein Lautsprecher, kein Wasserschutz
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- Romane und Sachbücher300 ppi, sehr scharfe Schrift Ideal
- Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht mit regelbarem Warmlicht Ideal
- Badewanne, Strand und PoolNicht gegen Wasser geschützt Eingeschränkt
- Einhändig umblätternNur Touch, keine Tasten Gut
- Hörbücher und VorlesenÜber Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher Gut
- PDFs und FachliteraturNur 6 Zoll, PDFs brauchen Zoom Eingeschränkt
Boox Go 6 im Überblick
Der BOOX Go 6 zielt auf eine Nische, die gar nicht so leicht zu treffen ist: Er will so klein und unkompliziert in die Tasche passen wie ein klassischer 6-Zoll-eReader, gleichzeitig aber deutlich mehr Freiraum bieten als die geschlossenen Systeme von Amazon oder Kobo. Genau darin liegt sein Reiz. Im Kern ist der Go 6 ein sehr kompakter Android-Reader, der sich technisch und vom Format her eng an den früheren Poke 5 anlehnt, durch das neuere Carta-1300-Display aber sichtbar gewinnt. Wer einfach nur ein Gerät zum Bücherausleihen, Shoppen und Loslesen sucht, findet anderswo den bequemeren Einstieg. Wer hingegen bewusst einen kleinen, leichten und offenen Reader sucht, bekommt hier ein ungewöhnlich rundes Gesamtpaket.
Kompakt, leicht und erstaunlich alltagstauglich
Mit 148 x 108 x 6,8 Millimetern und nur 146 Gramm gehört der Go 6 zu den angenehmsten Geräten seiner Größenklasse, wenn es ums Lesen unterwegs geht. Gerade im Alltag zeigt sich dieser Vorteil sofort: Der Reader liegt leicht in der Hand, lässt sich auch bei längeren Sitzungen ohne große Ermüdung halten und wirkt dabei trotzdem nicht billig oder fragil. Die plane Front mit Schutzglas lässt ihn moderner erscheinen als viele einfache 6-Zoll-Modelle, und beim Anfassen wirkt das Gehäuse trotz des geringen Gewichts erfreulich solide. Im Vergleich zum BOOX Poke 5 bleibt die Grundidee nahezu identisch, doch der Go 6 wirkt insgesamt etwas erwachsener. Gegenüber einem Kindle Paperwhite oder Kobo Clara BW ist er nicht der komfortablere Reader, aber eindeutig der flexiblere, sobald es um eigene Apps, Dateiformate und individuelle Arbeitsweisen geht.

Zur kompakten Hardware passt, dass Boox die Ausstattung sinnvoll zusammenstellt. 32 GB interner Speicher sind für einen Reader dieser Klasse ordentlich, und die MicroSD-Erweiterung ist gerade deshalb willkommen, weil viele Konkurrenten in diesem Format gar keinen Kartenslot mehr bieten. Bluetooth 5.0 ist ebenfalls an Bord, Audio lässt sich also an Kopfhörer oder Lautsprecher ausgeben, auch wenn das Gerät selbst keinen Lautsprecher besitzt. Ein Mikrofon ist vorhanden, ebenso USB-C mit OTG. Stylus-Funktionen, Blättertasten oder einen offiziellen Wasserschutz darf man hier dagegen nicht erwarten. Der Go 6 bleibt ein sehr klar fokussierter Reader: leicht, offen und mobil, aber ohne die Komfort-Extras größerer oder teurerer Geräte.
Das Display ist das eigentliche Upgrade
Der wichtigste Fortschritt steckt im 6-Zoll-Display. Boox setzt auf ein Carta-1300-Panel mit 300 ppi, und genau dieser Wechsel macht den Go 6 interessanter als die ältere Poke-5-Generation. Im direkten Vergleich wirkt die Darstellung kontrastreicher, Schwarzflächen sind satter, und Schrift erscheint klarer, ohne dass daraus gleich ein dramatischer Generationssprung würde. Es ist kein Effekt, der den Vorgänger plötzlich alt aussehen lässt, aber einer, den man im Alltag schnell zu schätzen weiß. Dazu kommt eine sehr kräftige Frontbeleuchtung mit einstellbarer Farbtemperatur, die auch bei warmem Licht noch hell genug bleibt und den Go 6 im Bett oder unterwegs deutlich flexibler macht als viele minimalistische Reader ohne Lichtreserve. Zwar fehlt die besonders aufwendige Super-Refresh-Technik der größeren BOOX-Modelle, doch die vier bekannten Aktualisierungsmodi reichen aus, um den Reader für unterschiedliche Inhalte sinnvoll abzustimmen.

Auch als Lesegerät im engeren Sinn macht der Go 6 einen überzeugenden Eindruck. Die Textdarstellung lässt sich fein anpassen, Schriftart, Schriftstärke, Ränder und Abstände sind schnell verändert, und die Bibliothek bietet genug Sortier- und Filtermöglichkeiten, um nicht im Chaos zu enden. Cloud-Anbindungen wie Dropbox oder Google Drive passen gut zum offenen Charakter des Geräts. Gleichzeitig zeigt sich hier aber auch die typische BOOX-Seite: Man bekommt viele Stellschrauben, muss sich dafür aber stärker einarbeiten als bei einem Kindle oder Kobo. Der Go 6 ist kein Reader, der seine Möglichkeiten hinter einer maximal reduzierten Oberfläche versteckt. Er ist eher ein Werkzeug für Nutzer, die bewusst mehr Kontrolle wollen und dafür bereit sind, sich mit Menüs und Optionen auseinanderzusetzen.

Offenes Android bringt Freiheit – und eine Lernkurve
Der eigentliche Trumpf des Go 6 ist seine offene Software-Basis. Google Play ist vorhanden, Apps lassen sich also ähnlich unkompliziert nachinstallieren wie auf einem Smartphone oder Tablet, nur eben innerhalb der Grenzen eines E-Ink-Bildschirms. Genau das hebt ihn deutlich von Kindle, Kobo oder PocketBook ab. Wer unterschiedliche Reader-Apps nutzt, mit EPUBs und PDFs parallel arbeitet oder seine Quellen nicht an ein einziges Ökosystem binden will, bekommt hier wesentlich mehr Freiheit. Android 11 ist dafür allerdings nur bedingt ein Pluspunkt: Es ist kein aktueller Stand mehr, wirkt in diesem Preissegment also nicht ganz frisch, markiert für Boox aber immerhin einen Schritt in die richtige Richtung. Die Kehrseite betrifft den Software-Feinschliff. Manche Apps starten spürbar langsamer als auf größeren BOOX-Modellen mit mehr RAM, und die Oberfläche ist komplexer als bei den eingespielten Mainstream-Readern.

Trotzdem beschränkt sich der Go 6 nicht auf die Rolle des flexiblen EPUB-Readers. Gerade bei PDFs schlägt er sich besser, als man es einem 6-Zöller zunächst zutrauen würde. Die hohe Schärfe kommt kleinen Schriftgraden zugute, und die PDF-Ansicht profitiert von den BOOX-typischen Darstellungsoptionen stärker als viele kompakte Konkurrenten. Für lange Fachtexte im A4-Format bleibt ein größeres Gerät natürlich angenehmer, doch für gelegentliche PDFs, spontane Dokumente und gemischte Lesebibliotheken ist der Go 6 überraschend vielseitig. Unterm Strich ist der BOOX Go 6 deshalb kein Reader für alle, aber ein sehr gelungener Reader für die richtige Zielgruppe: Wer maximale Einfachheit sucht, fährt mit Kindle oder Kobo besser; wer dagegen einen kleinen, sehr leichten und offen nutzbaren eReader mit starkem Display sucht, findet hier eines der derzeit spannendsten 6-Zoll-Geräte.
Boox Go 6 im Video
Testbericht
Von Chalid · Aktualisiert am
Der BOOX Go 6 ist ein eReader, den ich gerne länger in der Hand halte. Er ist klein, leicht und trotzdem angenehm solide. Dazu kommt ein kontrastreiches Schwarzweißdisplay, das dem äußerlich fast identischen Poke 5 sichtbar voraus ist. Sein wichtigstes Argument bleibt aber Android: Verschiedene Buchangebote und Lese-Apps lassen sich auf einem einzigen kompakten Gerät nutzen. Dafür muss man sich stärker mit Einstellungen beschäftigen als bei Kindle, Kobo oder PocketBook. Wer diese Freiheit tatsächlich braucht, bekommt hier für mich den damals wohl besten Android-eReader mit sechs Zoll. Wer einfach nur ein Buch öffnen möchte, wird nicht jede zusätzliche Option als Vorteil empfinden.
Klein und leicht, ohne billig zu wirken
Mit 146 Gramm liegt der Go 6 nochmals 14 Gramm unter dem Poke 5. Das allein ist kein riesiger Sprung, zusammen mit den kompakten Abmessungen macht es das Lesen aber ausgesprochen mühelos. Selbst mit der magnetischen Hülle bleibt das Gesamtgewicht knapp unter 235 Gramm. Auch längeres Halten fällt mir leicht. Dabei knarzt das Gehäuse nicht, wenn ich etwas Druck ausübe. Die Rückseite hat eine etwas andere Oberfläche als beim Poke 5, am grundsätzlichen Format hat sich dagegen nichts geändert. Für unterwegs ist gerade diese unspektakuläre Kombination aus wenig Gewicht und wenig Platzbedarf sehr angenehm.

Vorne sitzt ein bündiges, kratzfestes Glas. Das macht den Reader zu einem unkomplizierten Begleiter in der Tasche, sollte aber nicht mit Unempfindlichkeit verwechselt werden. Das verwendete Aluminosilikatglas ist kein Gorilla Glass und erreicht nicht die Widerstandsfähigkeit hochwertiger Smartphone-Gläser. Der seitliche Rahmen steht zudem etwas über die Glaskante hinaus. Ob das bei einem Sturz gezielt schützen soll, kann ich nur vermuten. Insgesamt wirkt das Gerät für seine Größe und sein geringes Gewicht erfreulich stabil.
Der Prozessor hat nun acht Kerne, während die zwei Gigabyte Arbeitsspeicher eher knapp wirken. Für typische Leseaufgaben reichen sie im Test aus. Beim Start mancher Apps merkt man trotzdem, dass größere BOOX-Geräte mit mehr RAM schneller sind. Ich sehe den Go 6 deshalb zuerst als eReader und erst danach als kleines Android-Tablet. Von den 32 Gigabyte internem Speicher sind ungefähr 21 nutzbar, zusätzlich gibt es einen microSD-Steckplatz. Ein Mikrofon ist eingebaut, ein Lautsprecher fehlt. Für Ton braucht man eine Bluetooth-Verbindung. Persönlich hätte ich bei einem Lesegerät eher den Lautsprecher als das Mikrofon gewählt.
Der deutlichste Fortschritt steckt im Display
E Ink Carta 1300 ist das wichtigste sichtbare Upgrade. Die Auflösung bleibt bei scharfen 300 ppi, die Schwarztöne sind aber kräftiger als beim Poke 5. Schon ohne Beleuchtung lässt sich der Unterschied im direkten Vergleich erkennen, mit eingeschaltetem Licht wird er deutlicher. Das ist kein Sprung von schlecht zu gut, denn auch der Vorgänger hatte ein ordentliches Display. Der Go 6 wirkt schlicht etwas satter. Auch die Reaktionszeit verbessert sich leicht. Diese kleinen Fortschritte ergänzen sich zu einem sehr guten Textbild, ohne das vertraute Konzept grundlegend zu verändern.

Die Beleuchtung hat reichlich Reserven. Mit den kaltweißen LEDs erreichte sie im Test ungefähr 210 Nits, mit den warmweißen rund 155 Nits. So viel Helligkeit werde ich beim Lesen kaum benötigen, die zusätzliche Wahlmöglichkeit ist trotzdem willkommen. Ganz perfekt ist die Ausleuchtung nicht: Nach oben hin gibt es eine leichte Farbverschiebung. Wer auf solche Unterschiede empfindlich reagiert, kann sie bemerken. Bei niedrigeren, alltagstauglichen Helligkeiten fällt sie deutlich weniger auf. Insgesamt ist die Beleuchtung gut, nur eben nicht die gleichmäßigste, die ich bisher gesehen habe.
Beim Ghosting bleibt es dagegen weitgehend beim bekannten Verhalten. Der Go 6 besitzt keine BOOX Super Refresh Technology, sondern vier herkömmliche Aktualisierungsmodi. Schnellere Einstellungen erleichtern das Scrollen und die Bedienung bewegter Android-Oberflächen, verschlechtern aber die Bildqualität. Je nach App bleiben mehr oder weniger Nachbilder stehen. Selbst bewegte Bilder sind im schnellsten Modus möglich, für mich ist das hier aber vor allem eine Demonstration der Flexibilität. Wichtiger ist, dass man eine Lese-App mit störenden Animationen oder schwachen Kontrasten an die Anzeige anpassen kann. Das erfordert etwas Einarbeitung.
Viele Lesefunktionen, ein paar unnötige Umwege
Die BOOX-Oberfläche ist für E Ink angepasst und grundsätzlich gut gemacht. Bibliothek, Filter und Sortierung sind übersichtlich, Cloud-Dienste wie Dropbox und Google Drive lassen sich einbinden. Im Buch kann ich Schrift, Größe und Strichstärke sowie Ränder und Abstände weitreichend verändern. Die überarbeiteten Menüs sehen aufgeräumter aus als beim Start des Poke 5. Nicht jede der vielen Funktionen erklärt sich allerdings von selbst. Anfangs dauert es deshalb etwas länger, bis die eigenen Abläufe sitzen. Hat man diese Phase hinter sich, ist die tägliche Bedienung deutlich weniger kompliziert, als die Vielzahl der Optionen zuerst vermuten lässt.
Ein langer Druck auf ein Wort öffnet unter anderem das Wörterbuch. In meinem Test nutzte es standardmäßig einen Online-Dienst. Per Wischbewegung gelangt man zu den ebenfalls online arbeitenden Übersetzungen, die auch ganze Absätze erfassen können. Das ist praktisch, solange eine Verbindung besteht. Die lokale Wörterbuchauswahl ist dagegen schwach. Direkt lassen sich nur drei Wörterbücher herunterladen, zwei davon chinesische. Wer mehr möchte, landet über einen Link im Browser und muss passende Dateien selbst suchen. Kindle, Kobo und PocketBook lösen diesen Teil deutlich bequemer. Markierungen und Textnotizen lassen sich ebenfalls über das Kontextmenü anlegen.

Die Vorlesefunktion gefällt mir besser. Sobald Bluetooth-Kopfhörer oder ein Lautsprecher verbunden sind, kann der Go 6 den Text mit der Android-Sprachausgabe vorlesen. Sprache, Stimme und Dialekt lassen sich anpassen. Das ersetzt keine professionell eingesprochene Hörbuchfassung, funktioniert als Lesehilfe aber ordentlich. Gerade weil Android verschiedene Angebote zugänglich macht, wäre ein eingebauter Lautsprecher eine praktische Ergänzung gewesen. Mit einem ohnehin vorhandenen Bluetooth-Gerät lässt sich die Funktion dennoch gut nutzen.
Überraschend gut gelingt auch der Umgang mit PDFs. Sechs Zoll bleiben für eine komplette große Seite klein, und scharfe Schrift allein löst dieses Platzproblem nicht. Die Darstellungsmodi helfen aber beim automatischen Vergrößern, besonders bei wissenschaftlichen Texten mit mehreren Spalten. Dadurch muss ich mich nicht ständig von Hand durch winzige Ausschnitte arbeiten. Auch komplexere, großformatige Dateien verarbeitet der Go 6 im Test gut. Für einen Reader dieser Größe war das für mich damals die beste PDF-Anzeige. Sie macht daraus kein großes Dokumententablet, erweitert den praktischen Nutzen unterwegs aber deutlich.

Der eingebaute Buchshop ist weniger überzeugend, weil er sich auf kostenlose gemeinfreie Titel beschränkt. Für aktuelle Literatur sind andere Wege interessanter: Apps für Kindle und Kobo, der Browser oder die Übertragung eigener Dateien vom Computer. Mit Libby lässt sich auch das Angebot unterstützter Bibliotheken nutzen. Google Play ist integriert, die Installation geht deshalb ähnlich wie auf einem normalen Android-Gerät. Danach kann je nach App noch etwas Arbeit an den E-Ink-Einstellungen nötig sein. Die Freiheit liegt also tatsächlich darin, verschiedene Leseangebote zusammenzubringen, nicht darin, dass jede beliebige App sofort perfekt auf diesem Bildschirm funktioniert.

Ein überraschender Punkt war die Softwarebasis: Das Testgerät lief mit Android 11, obwohl zunächst Android 12 angekündigt worden war. Warum, blieb unklar. Der angezeigte Sicherheitspatch stammte vom Februar 2024. Spätere Updates können das inzwischen geändert haben. Bei einer Untersuchung mit Wireshark zeigte das Gerät außerdem gelegentliche Verbindungen zum Hersteller. Welche Inhalte dabei übertragen wurden, ließ sich daraus nicht erkennen. Eine leicht erreichbare Möglichkeit, solche Kontakte abzuschalten, hätte ich mir gewünscht.
Auch der damalige Preis macht den Go 6 interessanter als den Poke 5. Zum Testzeitpunkt kostete er 170 Euro beziehungsweise 150 US-Dollar, während der Vorgänger mit 190 Euro beziehungsweise 170 US-Dollar gestartet war. Diese Senkung um jeweils 20 Euro beziehungsweise Dollar ist für mich eine der wichtigsten Änderungen. Damit passt das Gesamtpaket besser zum Preis, auch wenn der Kindle Paperwhite im damaligen Vergleich in den USA gleich viel und in Europa noch 20 Euro weniger kostete.
Die Laufzeit passt gut zum kompakten Lesegerät. Mit einem Seitenwechsel alle 15 Sekunden verbrauchte der Go 6 ohne Licht ungefähr drei Prozent Akku pro Stunde, mit Beleuchtung auf halber Maximalhelligkeit rund vier Prozent. Daraus ergeben sich etwa 33 beziehungsweise 25 Stunden Lesen pro Ladung. Andere Android-Apps, schnellere Aktualisierungsmodi und andere Lichtstufen können diese Werte deutlich verkürzen. Für den getesteten Leseablauf ist das Ergebnis trotzdem sehr ordentlich. Zusammen mit dem geringen Gewicht und dem kräftigen Textbild macht es den Go 6 zu einem überzeugenden Begleiter. Sein Mehrwert gegenüber einfacheren Readern liegt vor allem in der App-Auswahl, der Vorlesefunktion und den guten PDF-Werkzeugen. Dafür muss man die anfängliche Einarbeitung und einzelne Softwareumwege akzeptieren.
Datenblatt: Boox Go 6
- Display 6″ Carta 1300 16 Graustufen, Touchscreen
- Auflösung 300 ppi 1448 × 1072 Pixel
- Gewicht 146 g 148 × 108 × 6,8 mm
- Speicher 32 GB plus Speicherkartenslot
- Wasserschutz Keine von Wasser fernhalten
- Licht Warm + kalt Farbtemperatur regelbar
- Bedienung Touch keine Blättertasten
- Audio Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher
Allgemein
- Hersteller
- BOOX
- Gerätetyp
- eReader
- Marktstart
- 2024
- Preis zum Marktstart
- 170 €
- Farben
- Schwarz, Weiß
Display
- Technologie
- E Ink Carta 1300
- Größe
- 6 Zoll
- Auflösung
- 1448 × 1072 px
- Pixeldichte
- 300 ppi
- Farbdisplay
- Nein
- Graustufen
- 16
- Touchscreen
- Ja, kapazitiv
- Beleuchtung
- Frontlicht mit Warmlicht
- Plane Front
- Ja
Gehäuse & Bedienung
- Maße
- 148 × 108 × 6,8 mm
- Gewicht
- 146 g
- Wasserschutz
- Nein
- Blättertasten
- Nein
- Lagesensor
- Nein
Verbindungen
- USB
- USB-C
- Bluetooth
- Ja
- WLAN
- Ja, 2,4 und 5 GHz
- Mobilfunk
- Nein
Hardware
- Prozessor
- Octa-Core · 2.0 GHz Octa-core
- Arbeitsspeicher
- 2 GB
- Speicher
- 32 GB
- Speicherkarte
- Ja, microSD
- Lautsprecher
- Nein
- Mikrofon
- Ja
- Akku
- 1.500 mAh
- Betriebssystem
- Android 11
Unterstützte Dateiformate
- CAJ
- DJVU
- CBR
- CBZ
- EPUB
- EPUB3
- AZW3
- MOBI
- TXT
- DOC
- DOCX
- FB2
- CHM
- RTF
- HTML
- ZIP
- PRC
- PPT
- PPTX
- PNG
- JPG
- BMP
- TIFF
- WAV
- MP3
Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.
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- Wenn du am Wasser liest

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Im Vergleich
| Merkmal | Boox Go 6 | PocketBook Verse Pro | Tolino Shine 5 | Kobo Clara BW |
|---|---|---|---|---|
| Aktueller Bestpreis | ? | 152,10 € | 149,00 € | 168,85 € |
| UVP zum Marktstart | 170 € | 169 € | 119 € | 140 € |
| Display | 6″ Carta 1300 | 6″ Carta | 6″ Carta 1300 | 6″ Carta 1300 |
| Pixeldichte | 300 ppi | 300 ppi | 300 ppi | 300 ppi |
| Gewicht | 146 g | 186 g | 173 g | 174 g |
| Wasserschutz | – | IPX8 | IPX8 | IPX8 |
| Blättertasten | – | Ja | – | – |
| Warmlicht | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Speicher | 32 GB + microSD | 16 GB | 16 GB | 16 GB |
| Bluetooth | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Marktstart | 2024 | 2023 | 2024 | 2024 |
| Geräteseite | Zum Test | Zum Gerät | Zum Gerät |
Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.







