Kobo Clara Colour
Kleiner Farbreader mit einfacher Bedienung und begrenzter Dokumentfläche
- Farben: Schwarz, Weiß
- Preis geprüft am 14.10.2026
- Alle 3 Angebote vergleichen
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Auf einen Blick
Der Kobo Clara Colour überzeugt vor allem als kleiner, unkomplizierter Buchreader. Farbige Markierungen ergänzen seine guten Textfunktionen, und das leichte Format lässt sich angenehm mitnehmen. Die Farben fallen im Vergleich zurückhaltend aus; für große Comics und PDFs sind sechs Zoll und die einfachen Dokumentansichten schnell zu wenig. Wer Farbe hauptsächlich bei Covern und Hervorhebungen möchte, ist hier gut aufgehoben.
Vorteile
- Kompaktes und leicht mitzunehmendes 6-Zoll-Format
- Übersichtliche Oberfläche mit gut eingebundenem Shop und Instapaper
- Präzise Textauswahl und nützliche farbige Markierungen
- Große Helligkeitsreserve sowie einstellbare Lichtfarbe
- IPX8-Schutz und offizielle Reparaturmöglichkeiten
Nachteile
- Zurückhaltende Farben und dunklerer Hintergrund als bei Schwarzweiß-Readern
- Kleine Fläche und einfache PDF-Ansichten schränken die Arbeit mit Dokumenten ein
- Keine eingebauten Blättertasten oder Stifteingabe
- Ausleuchtung im Vergleich weniger gleichmäßig als bei den besten Geräten
- Zwei bestimmte Beta-Versionen können eigene Inhalte ausblenden; regionale Dienste eingeschränkt
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- Comics, Magazine, KochbücherFarbdisplay (E Ink Kaleido 3) Ideal
- Romane und Sachbücher300 ppi, sehr scharfe Schrift Ideal
- Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht mit regelbarem Warmlicht Ideal
- Badewanne, Strand und PoolIPX8-Wasserschutz Ideal
- Einhändig umblätternNur Touch, keine Tasten Gut
- Hörbücher und VorlesenÜber Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher Gut
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Kobo Clara Colour im Überblick
Der Kobo Clara Colour macht den größten Eindruck nicht durch möglichst viele Funktionen, sondern dadurch, dass er sich unkompliziert mitnehmen lässt. Das kleine Gehäuse ist im Alltag ein klarer Vorteil, und die übersichtliche Oberfläche passt dazu. Bücher finden, öffnen und lesen verlangt wenig Eingewöhnung. Die zusätzlichen Farben ändern diese Grundausrichtung nicht: Er bleibt ein kompakter Buchreader, dessen Nutzen bei passenden Inhalten wächst, ohne zum kleinen Arbeits-Tablet zu werden.
Handlich, aber kein kleiner Alleskönner
Mit sechs Zoll, 174 Gramm und Abmessungen von 160 x 112 x 9,2 mm liegt der Clara Colour nah am klassischen Taschenbuch-Reader. Die symmetrische Bauform verzichtet auf die breite Tastenseite des Libra Colour. Für unterwegs ist das angenehm; wer gezielt mit Hardwaretasten blättern möchte, findet hier dagegen keine eingebauten Seitentasten. Auch ein Kobo Stylus wird nicht unterstützt. Farbige Hervorhebungen setzt man per Textauswahl, eine Handschriftfunktion gibt es nicht.
Genau diese Textauswahl gelingt gut. Markierungen lassen sich präzise setzen, und unterschiedliche Farben helfen dabei, beim späteren Lesen verschiedene Gedanken auseinanderzuhalten. Dazu kommen umfangreiche Schriftoptionen und gut eingebundene Wörterbücher. Diese alltäglichen Funktionen tragen das Konzept stärker als die bloße Möglichkeit, eine bunte Comicseite anzuzeigen. Ein kleines Display kann eine Datei zwar darstellen, gewinnt dadurch aber keinen zusätzlichen Platz für Sprechblasen, Randnotizen oder mehrere Spalten.
Farbe bereichert das Lesen, aber mit sichtbaren Kompromissen
Das Kaleido-3-Display arbeitet bei Schwarzweiß mit 300 ppi und bei Farbinhalten mit 150 ppi. Im direkten Gerätevergleich fallen die Farben des Clara Colour eher entsättigt aus. Grün kommt besser zur Geltung, während Rot und Blau gegenüber kräftiger abgestimmten Modellen weniger Wirkung entfalten. Die zurückhaltende Abstimmung bewahrt stellenweise feinere Bilddetails, macht den Kobo aber nicht zur ersten Wahl für besonders lebendige Illustrationen. Für Cover und farbige Textmarkierungen ist der Mehrwert deutlicher.
Der zusätzliche Farbfilter verdunkelt den Hintergrund. In Innenräumen ist etwas Frontlicht deshalb meist angenehmer als eine vollständig unbeleuchtete Seite. Helligkeit und Farbtemperatur lassen sich über ComfortLight PRO anpassen. Das schwarze Vergleichsgerät erreichte mit kaltweißem Licht ungefähr 120 Nits und bot damit eine große Reserve. Die Ausleuchtung war brauchbar, aber weniger gleichmäßig als bei den stärksten Konkurrenten im selben Vergleich. Mehr Helligkeit bedeutet also nicht automatisch die bessere Lichtqualität.
Für Romane ohne farbige Inhalte bleibt ein Schwarzweißreader wie der Clara BW eine naheliegende Alternative. Wer hingegen häufig große Comics oder PDFs liest, profitiert meist stärker von mehr Bildschirmfläche. Der Clara Colour bietet für feste Seitenlayouts nur einfache Navigationsmöglichkeiten. Vergrößerung allein ersetzt keine komfortable Führung durch eine aufwendig gestaltete Seite. Bei BOOX und PocketBook waren die entsprechenden Werkzeuge im Test vielseitiger.
Gute Lesefunktionen, klar begrenzte Erwartungen
Der integrierte Kobo-Shop und Instapaper für gespeicherte Webartikel fügen sich gut in die einfache Oberfläche ein. EPUB und PDF gehören zur nativen Formatunterstützung; die 16 GB Speicher werden teilweise vom System genutzt. Kobo-Hörbücher lassen sich über Bluetooth-Kopfhörer oder Lautsprecher hören. Sie sind wie Kobo Plus und die integrierte Bibliotheksausleihe an unterstützte Länder und Angebote gebunden. Für Deutschland ist die direkte Libby-Ausleihe derzeit nicht offiziell freigegeben. Eine besonders offene App-Plattform wie Android wird der Reader dadurch aber nicht.
Im automatisierten Lesetest hielt das schwarze Vergleichsgerät rund 23 Stunden durch: mit ungefähr 40 Nits Beleuchtung, einem Seitenwechsel alle 15 Sekunden und nach Möglichkeit einer vollständigen Aktualisierung nach fünf Seiten. Das ist eine brauchbare Ausdauer. Bei den heute angebotenen Farbvarianten gibt es außerdem einen Unterschied: Für das schwarze Modell sind 1.500 mAh angegeben, für die spätere weiße Ausführung 1.900 mAh. Die weiße Variante mit dem größeren Akku war nicht Teil dieses Tests.
IPX8-Wasserschutz und offizielle Reparaturmöglichkeiten ergänzen die mobile Ausrichtung. Ersatzteile und Anleitungen für zentrale Komponenten schaffen eine konkrete Alternative zum vollständigen Austausch des Readers. Nach einer Reparatur ist die ursprüngliche Abdichtung allerdings nicht automatisch gewährleistet. Bei der Software gibt es außerdem ein Problem, das nur zwei bestimmte Versionen betrifft: Die Beta-Versionen 5.18.270971 und 6.0.274403 können eigene Bücher, Notizen und Lesestatistiken ausblenden. Anfang Oktober 2026 stand die Korrektur noch aus; ein Zurücksetzen oder das Aufspielen älterer Software kann die betroffenen Inhalte endgültig entfernen.
Der Clara Colour ist damit ein angenehmer kleiner Reader, dessen stärkste Argumente Kompaktheit, einfache Bedienung und gute Buchfunktionen bleiben. Im Farbvergleich setzt er sich weder durch besonders satte Bilder noch durch herausragende Dokumentwerkzeuge ab. Wer gezielt einen handlichen Kobo mit farbigen Markierungen und Covern sucht, kann mit dieser Kombination gut bedient sein. Für anspruchsvolle Bildinhalte oder umfangreiche PDF-Arbeit würde ich dagegen ein größeres Gerät mit passenderen Ansichten vorziehen.
Kobo Clara Colour im Video
Testbericht
Von Chalid · Aktualisiert am
Der Kobo Clara Colour zeigt seine Stärken beim gewöhnlichen Lesen deutlicher als bei aufwendigen Comics. Er ist klein, leicht mitzunehmen und erfreulich einfach zu bedienen. Farbige Markierungen ergänzen die guten eBook-Funktionen sinnvoll. Wer wegen des Farbdisplays ein besonders vielseitiges Dokumentgerät erwartet, stößt allerdings schnell an die Grenzen der sechs Zoll und der einfachen PDF-Ansichten. Die Farbe ist hier eine Ergänzung zu einem kompakten Buchleser, keine Verwandlung in ein kleines Tablet.
Das kleine Format bleibt der wichtigste Vorteil
Mit 174 Gramm nach Herstellerangabe ist der Clara Colour leicht genug, um ihn als zusätzlichen Lesebegleiter mitzunehmen. Das symmetrische Gehäuse verzichtet auf die breite Griffseite größerer Geräte. Besonders unterwegs ist das kompakte Format angenehm: Man bekommt einen vollwertigen Zugang zur eigenen Bibliothek, ohne ein deutlich größeres Gerät einpacken zu müssen. Im Vergleich der Farb-eReader ist genau diese unkomplizierte Mitnahme eines seiner überzeugendsten Argumente.

Die Software passt zu diesem Ansatz. Die Oberfläche ist übersichtlich und benötigt wenig Eingewöhnung. Bücher im integrierten Shop zu kaufen und anschließend zu lesen, funktioniert angenehm direkt. Für gespeicherte Webartikel ist inzwischen Instapaper integriert. Das ersetzt weder eine beliebige App-Auswahl noch ein vollwertiges Tablet, muss es für einen Buchleser aber auch nicht. Wer seine Lektüre möglichst einfach zugänglich haben möchte, dürfte diesen klareren Aufbau eher schätzen als die vielen zusätzlichen Menüs eines Android-eReaders.
Farbe hilft beim Markieren, bleibt aber zurückhaltend
Das Kaleido-3-Display stellt schwarzen Text mit 300 ppi und farbige Inhalte mit 150 ppi dar. Im direkten Vergleich wirken die Farben recht entsättigt. Besonders Rot und Blau verlieren gegenüber kräftiger abgestimmten PocketBook- und Kindle-Geräten an Wirkung, während Grüntöne besser zur Geltung kommen. Die zurückhaltendere Abstimmung erhält dafür teilweise feinere Bilddetails. Trotzdem würde ich den Clara Colour nicht wegen besonders lebhafter Farben auswählen. Seine Stärke liegt eher darin, überhaupt Farbe im kleinen Leseformat verfügbar zu machen.

Bei Buchcovern und farbigen Hervorhebungen ist das durchaus angenehm. Text lässt sich präzise auswählen, ohne ständig mit widerspenstigen Auswahlmarkierungen zu kämpfen. Die verschiedenen Markierungsfarben helfen beim Wiederfinden unterschiedlicher Gedanken. Dazu kommen umfangreiche Schriftoptionen, eine ordentliche Bibliothek und gut eingebundene Wörterbücher. Diese alltäglichen Lesefunktionen überzeugen mich mehr als die Aussicht, ganze Comicseiten auf sechs Zoll unterzubringen. Eine Stifteingabe wie beim Libra Colour bietet der Clara Colour nicht.
Der dunklere Hintergrund gehört auch hier zum Kompromiss der Farbtechnik. Innen ist eingeschaltetes Frontlicht meist die angenehmere Wahl. Bereits eine moderate Helligkeit hellt die Seite deutlich auf. Nach oben bietet Kobo vergleichsweise viel Reserve: Die getesteten Geräte erreichten mit kaltweißem Licht ungefähr 120 Nits. Die Ausleuchtung ist brauchbar, fällt aber weniger gleichmäßig aus als bei den besten Geräten des Vergleichs. Für die meisten Leser ist das kein gravierendes Problem; wer auf Helligkeitsunterschiede besonders empfindlich reagiert, sollte genauer hinsehen.

Gute Buchfunktionen, einfache Dokumentansichten
Bei PDFs und Comics fällt das Urteil zurückhaltender aus. Dateien öffnen zu können, ist nur der erste Schritt. Hilfreiche Ansichten, die einen vergrößerten Ausschnitt bequem durch eine Seite führen, machen auf kleinen Bildschirmen einen großen Unterschied. Genau hier bieten BOOX und PocketBook mehr. Auf dem Clara Colour bleibt die Navigation vergleichsweise einfach, und die sechs Zoll verstärken den Platzmangel zusätzlich. Für überwiegend textbasierte Bücher passt das Gerät wesentlich besser als für häufige Arbeit mit großen festen Seitenlayouts.
Bei der Ausdauer schlägt er sich ordentlich. Im neueren Vergleich lief das getestete Gerät rund 23 Stunden durch. Dabei war die Beleuchtung auf ungefähr 40 Nits eingestellt, alle 15 Sekunden wurde umgeblättert und nach jeweils fünf Seiten nach Möglichkeit vollständig aktualisiert. Inzwischen gibt es außerdem eine weiße Variante mit größerem Akku: Kobo nennt dafür 1900 mAh, für das schwarze Modell 1500 mAh. Die weiße Ausführung war nicht Teil dieses Tests.

Der Clara Colour ist insgesamt ein angenehmer kleiner eReader, dem die zusätzlichen Farben bei Covers und Markierungen gut stehen. Die saubere Bedienung und die guten Textfunktionen bleiben seine stärkeren Argumente. Für ausgedehnte Comic- oder PDF-Nutzung würde ich einen größeren Bildschirm mit passenderen Ansichten bevorzugen. Und wer ohnehin ausschließlich Romane ohne Bilder liest, bekommt bei einem Schwarzweißgerät den helleren, sauberer wirkenden Hintergrund. Der Clara Colour lohnt sich vor allem dann, wenn Kompaktheit, einfache Bedienung und ein wenig Farbe gemeinsam gefragt sind.
Unser Fazit
Datenblatt: Kobo Clara Colour
- Display 6″ Kaleido 3 Farbe, Touchscreen
- Auflösung 300 / 150 ppi 1448 × 1072 Pixel
- Gewicht 174 g 160 × 112 × 9,2 mm
- Speicher 16 GB
- Wasserschutz IPX8 geschützt gegen Untertauchen
- Licht Warm + kalt Farbtemperatur regelbar
- Bedienung Touch keine Blättertasten
- Audio Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher
Allgemein
- Hersteller
- Kobo
- Gerätetyp
- eReader
- Marktstart
- 2024
- Preis zum Marktstart
- 160 €
- Farben
- Schwarz, Weiß
Display
- Technologie
- E Ink Kaleido 3
- Größe
- 6 Zoll
- Auflösung
- 1448 × 1072 px
- Pixeldichte
- 300 / 150 ppi
- Farbdisplay
- Ja
- Farbtiefe
- 4096 colors
- Touchscreen
- Ja
- Beleuchtung
- Frontlicht mit Warmlicht
Gehäuse & Bedienung
- Maße
- 160 × 112 × 9,2 mm
- Gewicht
- 174 g
- Wasserschutz
- IPX8
- Blättertasten
- Nein
Verbindungen
- USB
- USB-C
- Bluetooth
- Ja
- WLAN
- Ja, 2,4 und 5 GHz
- Mobilfunk
- Nein
- GPS
- Nein
Hardware
- Prozessor
- Dual-Core · Dual 2.0 GHz
- Speicher
- 16 GB
- Akku
- 1.500 mAh
- Betriebssystem
- Linux-basiertes Kobo-Betriebssystem
Software
- eBook-Shop
- Ja
Unterstützte Dateiformate
- EPUB
- EPUB3
- FlePub
- MOBI
- JPEG
- GIF
- PNG
- BMP
- TIFF
- TXT
- HTML
- RTF
- CBZ
- CBR
- Kobo Audiobooks
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Im Vergleich
| Merkmal | Kobo Clara Colour | PocketBook Verse Pro Color | Tolino Shine Color | Kobo Clara BW |
|---|---|---|---|---|
| Aktueller Bestpreis | 179,00 € | 157,50 € | 144,00 € | 168,85 € |
| UVP zum Marktstart | 160 € | 169 € | 149 € | 140 € |
| Display | 6″ Kaleido 3 | 6″ Kaleido 3 | 6″ Kaleido 3 | 6″ Carta 1300 |
| Pixeldichte | 300 ppi | 300 ppi | 300 ppi | 300 ppi |
| Gewicht | 174 g | 182 g | 173 g | 174 g |
| Wasserschutz | IPX8 | IPX8 | IPX8 | IPX8 |
| Blättertasten | – | Ja | – | – |
| Warmlicht | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Speicher | 16 GB | 16 GB | 16 GB | 16 GB |
| Bluetooth | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Marktstart | 2024 | 2024 | 2024 | 2024 |
| Geräteseite | Zum Gerät | Zum Gerät | Zum Gerät |
Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.








