Viwoods AiPaper

Schlankes Notiztablet mit großer Mobius-Anzeige und klarer Arbeitsoberfläche

554,99 €
Zum Angebot bei Amazon.de
  • Preis geprüft am 13.10.2026

Affiliate-Link: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Mehrkosten. Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand.

Auf einen Blick

Das Viwoods AiPaper verbindet eine große Schreibfläche mit geringem Gewicht und einer übersichtlichen Arbeitsoberfläche. Android und Kalenderfunktionen eröffnen mehrere Wege für Notizen und Dokumente; das fehlende Frontlicht und ein bewusster Umgang mit Online-KI bleiben wichtige Punkte bei der Abwägung.

Ideal für: Handschriftliche Notizen · PDFs und Fachliteratur · Apps aus anderen Stores
Weniger geeignet für: Lesen im Bett und bei Nacht (keine Beleuchtung)

Vorteile

  • Große, scharfe Mobius-Anzeige in einem dünnen und leichten Gehäuse
  • Klar gegliederte Arbeitsoberfläche und zuverlässiger Fingerabdrucksensor
  • Android 13 mit Google-Play-Option, Kalenderanbindung und mehreren Wegen zum Dateiaustausch

Nachteile

  • Kein Frontlicht und je nach Inhalt sichtbares Ghosting
  • Im Test mit dem Vorseriengerät zeigten sich Software- und Stiftschwächen
  • Online-KI und Cloud-Nutzung erfordern eine bewusste Auswahl der übertragenen Inhalte

Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?

Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.

  • Handschriftliche NotizenStifteingabe auf dem Display Ideal
  • PDFs und Fachliteratur10,7-Zoll-Display, nahe an A4 Ideal
  • Apps aus anderen StoresAndroid 13, Apps installierbar Ideal
  • Romane und SachbücherSehr scharf, aber 10,7 Zoll sind groß für eine Hand Gut
  • Lesen im Bett und bei NachtKeine Beleuchtung Eingeschränkt
  • Große Bibliothek offline128 GB Speicher Ideal

Angebote und Preisvergleich

  • Viwood E-Ink-Tablet 10,65 Zoll mit KI, Carta 1300 und Stift

    Viwood E-Ink-Tablet 10,65 Zoll mit KI, Carta 1300 und Stift

    Amazon.de

    554,99 €
    Zum Angebot

Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand · Stand: 13.10.2026 · Affiliate-Links

Viwoods AiPaper im Überblick

Große Schreibfläche in einem dünnen Gehäuse

Das Viwoods AiPaper richtet sich an Menschen, die längere Mitschriften, Unterlagen und Tagesplanung auf einem E-Ink-Tablet zusammenführen möchten. Sein Reiz liegt in der Verbindung aus großzügiger Fläche und einer klar gegliederten Oberfläche. Getestet wurde ein Vorseriengerät: Schon damals überzeugten das leichte Gehäuse und die direkte Stifteingabe, während Software und mitgelieferter Stift noch Schwächen zeigten. Der heutige Funktionsumfang und der inzwischen angebotene W2 Stylus Pro waren nicht Teil des Tests.

Mit 247 x 178 x 4,5 Millimetern und einem angegebenen Gewicht von 370 Gramm ist das AiPaper für seine Größe angenehm schlank. Der Rahmen besteht aus Metall, Front und Rückseite aus Kunststoff. Das 10,65-Zoll-Carta-1300-Display verwendet ein flexibles Mobius-Substrat. Als Träger des Panels dient damit kein starres Glas; unempfindlich gegen Druck und Stürze wird das Gerät dadurch aber nicht. Die große Fläche eignet sich für zusammenhängende Notizen und Dokumente besser als ein kleiner Taschenreader.

Die native Auflösung beträgt 2560×1920 Pixel bei 300 ppi. Schrift erscheint scharf und kontrastreich, farbige Inhalte werden in Graustufen dargestellt. Ein Frontlicht fehlt vollständig. Für abendliche Lektüre oder dunkle Räume ist daher eine externe Lichtquelle nötig. Unterhalb des Bildschirms liegen drei Sensortasten für Zurück, Startseite und KI. Der Fingerabdrucksensor im Einschalter funktionierte bereits im frühen Test zuverlässig und ergänzt die Touch- und Stiftbedienung.

Viwoods AiPaper mit bündiger Front und drei Sensortasten am unteren Rand
Die bündige Front verbindet das große Schwarz-Weiß-Display mit drei Sensortasten am unteren Rand.

Handschrift und eine verständlich gegliederte Oberfläche

Im frühen Test reagierte die Stifteingabe beim ersten Aufsetzen sehr direkt und unterstützte Druck und Neigung. Die gemessene Latenz von rund 30 Millisekunden sorgte für eine flüssig wirkende Handschrift. Beim damaligen Stift trübten allerdings Klappern, eine beschädigte Spitze und ein Kratzer bei stark geneigter Haltung den Eindruck. Der inzwischen angebotene W2 Stylus Pro ist ein neuerer Stift; ob er diese Schwächen behebt, bleibt abzuwarten.

Die Oberfläche teilt den Arbeitsalltag in Bereiche für Notizen, Tagesplanung, Besprechungen, Lesen und gesammelte Inhalte. Diese Struktur war schon am Vorseriengerät schnell verständlich und wirkte weniger überladen als viele umfangreiche Android-E-Ink-Menüs. Heute stehen unter anderem Ordner, Gliederungen, Markierungen und das Teilen von Notizseiten zur Verfügung. Handschrift kann in Text umgewandelt werden. Bei wichtigen Zahlen, Namen und Formulierungen sollte das erkannte Ergebnis trotzdem kontrolliert werden.

Viwoods AiPaper mit Home-Ansicht für Paper, Daily, Meeting, Learning und Picking
Die Startseite ordnet Notizbücher, Kalender, Besprechungen, Lektüre und gesammelte Inhalte in eigene Bereiche.

Der Tagesbereich verbindet handschriftliche Planung mit Aufgaben und einer Anbindung an Google- oder Outlook-Kalender. Besprechungsnotizen können mit Audioaufnahmen und deren Weiterverarbeitung kombiniert werden. Die Bibliothek unterstützt PDF, EPUB, MOBI, AZW und AZW3; Ordner und Unterordner helfen beim Sortieren. Damit eignet sich das Tablet besonders für den Wechsel zwischen Lesen, Notieren und Weiterbearbeiten. Bei aufwendig gestalteten Dokumenten sollte man vorher prüfen, ob die benötigten Ansichten und Exportformate zum eigenen Arbeitsablauf passen.

Im frühen Test waren die EPUB- und PDF-Werkzeuge noch einfach, und bei schnellen Abläufen sowie bestimmten Exporten traten Fehler auf. Auch Ghosting blieb je nach Inhalt und Auffrischungsmodus sichtbar. Spätere Updates können das inzwischen geändert haben. Die heutige Oberfläche bietet zusätzliche Datei- und Exportwege; ob diese fehlerfrei funktionieren, bleibt offen.

Viwoods AiPaper mit geöffnetem Buchtext, Werkzeugleiste und Kapitel-Navigation
Der Lesebereich verbindet den Buchtext mit einer Werkzeugleiste und einer Navigation am unteren Seitenrand.

Offene Apps und bewusst gewählte Online-Funktionen

Android 13, ein Achtkernprozessor mit 2 GHz, 4 GB RAM und 128 GB Speicher bilden die Plattform. Google Play kann inzwischen über die Autorisierung der Google-Dienste in den Einstellungen aktiviert werden. Der fehlende Play Store aus dem frühen Test ist damit kein Thema mehr. USB-C, Dualband-WLAN und Bluetooth ermöglichen unterschiedliche Verbindungen; Dateien lassen sich unter anderem per USB, ViTransfer und über Cloud-Anwendungen austauschen. Ein Lautsprecher fehlt, für Ton kommt beispielsweise ein Bluetooth-Kopfhörer infrage.

KI-Zusammenfassungen, Sprachabfragen und weitere Online-Werkzeuge benötigen eine Internetverbindung und die Verarbeitung durch den jeweiligen Dienst. Lokales Lesen und handschriftliche Notizen bleiben davon getrennt. Die optionale Cloud-Sicherung ist standardmäßig ausgeschaltet. Fingerabdruck- und Passwortschutz ersetzen deshalb nicht die Entscheidung, welche Unterlagen das Gerät verlassen dürfen. Gerade bei beruflichen Dokumenten sollten die gewählten Dienste zu den eigenen Vertraulichkeitsanforderungen passen.

Der Akku fasst 4100 mAh. Der kurze Vorserientest lieferte einen guten ersten Eindruck vom Standby-Verbrauch, sagt über die Laufzeit im langen Arbeitsalltag aber noch wenig aus. Das AiPaper bleibt vor allem durch seine große, dünne Schreibfläche und die nachvollziehbare Arbeitsstruktur interessant. Wer bei gutem Licht schreibt, Dokumente kommentiert und eigene Apps bewusst einrichtet, findet hier eine vielseitige Grundlage. Wer ein beleuchtetes Lesegerät oder einen auf Anhieb verlässlichen PDF-Workflow erwartet, muss die Grenzen dieses Konzepts stärker berücksichtigen.

Viwoods AiPaper im Video

Like reMarkable 2, but with Android? Viwoods AiPaper REVIEW

Testbericht

Chalid Von · Aktualisiert am

Das Viwoods AiPaper hat mich schon ohne seine KI-Funktionen überrascht. Das dünne Gehäuse, die angenehm direkte Stifteingabe und eine erstaunlich aufgeräumte Oberfläche ergeben ein vielversprechendes digitales Notizbuch. Allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Getestet habe ich ein Vorseriengerät während der Kickstarter-Phase, und das nur wenige Tage lang. Gerade bei PDF-Anmerkungen, Export und zuverlässig gespeicherten Notizen gab es noch Probleme, die für ein fertiges Arbeitsgerät schwer wiegen würden.

Dünn und leicht, mit einer durchdachten Hülle

Mit 4,5 Millimetern ist das Tablet ausgesprochen dünn. Trotzdem wirkt das Muster ordentlich verarbeitet: Der Rahmen besteht aus Metall, Vorder- und Rückseite tragen eine Kunststoffschicht. Zwei kleine Spalten an der Vorderseite sind ungewöhnlich, beeinträchtigten die Bedienung aber nicht; ihr genauer Zweck bleibt offen. Das Gerät lässt sich leicht verwinden. Zum Konzept passt das flexible Carta-1300-Mobius-Display, dessen Unterbau aus Kunststoff statt Glas besteht. Das macht es weniger anfällig als eine starre Glasbasis, ist für mich aber kein Freibrief für sorglosen Umgang. Mit ungefähr 365 Gramm liegt das AiPaper angenehm leicht in der Hand.

Die dünne Kunstlederhülle hält das Tablet magnetisch und ergänzt eine seitliche Griffleiste. Das hilft bei den schmalen Displayrändern. Besonders gefällt mir, dass sie beim Zurückklappen keinen dicken Bogen bildet. Zusammen mit Hülle und Stift kommen ungefähr 515 Gramm zusammen. Ob die schlanke Hülle dauerhaft gut aussieht und hält, lässt sich nach dieser kurzen Nutzung nicht beurteilen. Praktisch ist die Stiftschlaufe: Sie sichert den Stift in der Tasche, lässt sich bei Nichtgebrauch aber in einer flachen Aussparung hinter dem Gerät verstecken. Die magnetische Stifthalterung allein dürfte für meinen Geschmack kräftiger sein.

Geöffnete braune Hülle mit herausgezogener Stiftschlaufe neben dem weißen AiPaper.
Die Stiftschlaufe der Hülle lässt sich bei Nichtgebrauch hinter dem Tablet verstauen.

Oben sitzt der Einschalter mit Fingerabdruckleser, unten liegen USB-C und Mikrofon. Ein Lautsprecher fehlt. Bluetooth-Audio ist möglich, nur fehlen der getesteten Oberfläche bequeme Audioregler, sodass der Weg über die vollständigen Android-Einstellungen umständlich wird. Unter dem Display liegen drei unauffällige Sensortasten für Zurück, Home und KI. Ihre Abstände erlaubten mir, das Tablet zu halten, ohne ständig versehentlich eine davon auszulösen. Die feste Belegung der KI-Taste ist trotzdem verschenktes Potenzial: Auch ohne diese Dienste ist das AiPaper brauchbar, und eine frei wählbare Funktion wäre entsprechend sinnvoller.

Das 10,65-Zoll-Display ist etwas größer als die verbreiteten 10,2- und 10,3-Zoll-Formate. Kontrast und Schärfe gefallen mir mit 300 ppi sehr gut. Eine Frontbeleuchtung gibt es nicht, man braucht also ausreichend Umgebungslicht oder eine Lampe. Die Oberfläche hat eine papierähnliche Struktur, fühlt sich aber weniger rau an als die eines Kindle Scribe oder reMarkable 2. Ein anderer Wacom-Stift samt anderer Spitze verändert dieses Gefühl merklich. Die Notiz-App glättet Linien nicht, weshalb schräge Striche trotz der hohen Auflösung etwas kantig aussehen können.

AiPaper mit Wal-Illustration und weißem Stift auf einer grauen Tischplatte.
Das große Schwarz-Weiß-Display kommt ohne eigene Beleuchtung aus.

Das Tablet schreibt besser, als der mitgelieferte Stift verarbeitet ist

Die gemessene Stiftverzögerung lag bei ungefähr 30 Millisekunden. Andere Geräte schaffen etwa 20 Millisekunden, im direkten Gebrauch ist der Unterschied aber schwer auszumachen. Wichtiger war mir, dass der erste Strich nach dem Aufsetzen sofort zuverlässig ankam. Das kurze Verschlucken oder Verzögern der ersten Eingabe, das bei manchen Geräten stört, fiel hier mit der getesteten Software nicht auf. Druck- und Neigungserkennung sind ausgesprochen gut umgesetzt. Gerade mit dem Bleistiftwerkzeug macht Skizzieren Spaß. Das AiPaper fühlt sich an dieser Stelle schon deutlich fertiger an, als sein Vorserienstatus erwarten lässt.

Hand zeichnet helle und dunkle Wellenlinien mit dem weißen Stift auf dem AiPaper.
Mit dem Bleistiftwerkzeug lassen sich unterschiedlich kräftige Linien zeichnen.

Der Stift selbst hält dieses Niveau nicht ganz. Er wirkt durch sein geringes Gewicht weniger hochwertig und klappert leicht. Dazu kommen ungewöhnliche Spitzen statt der verbreiteten Wacom-Form; zehn Ersatzspitzen liegen bei, der spätere Nachschub bleibt trotzdem ein Thema. Beim extrem flachen Halten zum Schattieren kam die Metallfassung der Spitze mit dem Display in Kontakt und hinterließ einen Kratzer. Beim normalen Schreiben trat das nicht auf. Außerdem brach mir eine Spitze, möglicherweise durch zu starken Druck. Schreiben ging anschließend noch, fühlte sich aber zu weich an. Für den Stift besteht deshalb deutlich mehr Verbesserungsbedarf als für das eigentliche Schreibgefühl.

Für Android-Apps stehen HD, Fast und Ultra Fast bereit. HD erhält die saubere Darstellung, die schnelleren Modi tauschen Bildqualität gegen Tempo. Das reicht für viele Apps, bietet aber weniger feine Eingriffsmöglichkeiten als bei BOOX oder Bigme. Je nach Tätigkeit bleiben zudem recht deutliche Bildreste stehen. Ein vollständiger Refresh im Kontrollzentrum räumt sie weg. Genau dafür hätte ich gern eine Geste oder eine andere Belegung der Sensortaste, statt jedes Mal das Menü zu öffnen. Die einfache Bedienung hat also Vorteile, stößt bei solchen wiederkehrenden Handgriffen aber an ihre Grenzen.

Gute Ordnung trifft auf unfertige Arbeitsabläufe

Android 13, ein Achtkernprozessor, 4 GB RAM und 128 GB nicht erweiterbarer Speicher bilden eine ordentliche Grundlage; ungefähr 100 GB standen zur Verfügung. Der Sicherheitspatch war beim Test bereits älter. Google Play und die Google-Dienste fehlten, zusätzliche Apps mussten per Installationsdatei oder alternativem Store aufs Gerät. Die eigene Oberfläche ist erfreulich klar gegliedert und überwiegend flott. Sie war allerdings nur auf Englisch und Chinesisch verfügbar, mit einzelnen holprigen englischen Übersetzungen. Die Aufteilung in separate Apps für Notizen und Besprechungen leuchtet mir nicht völlig ein. Gut funktioniert dagegen der Bereich für Ausschnitte aus anderen Apps: Ein Stiftwisch von rechts oben macht es einfach, einen gelesenen Webartikel mit eigenen Anmerkungen festzuhalten.

Notizen lassen sich in Ordnern, über Favoriten und mit Schlagwörtern organisieren; Unterordner fehlten noch. Die eigentliche Schreiboberfläche mit Stifttypen, Ebenen und Vorlagen ist leicht zu verstehen. Der Radierer am Stiftende entfernt berührte Linienabschnitte statt des ganzen Strichs, was mehr Arbeit machen kann. Schwerwiegender waren Probleme beim schnellen Wechseln: Im Kalender konnte ich durch rasches Antippen verschiedener Tage eine Verlangsamung auslösen. Nach zügigem Weiterblättern verschwanden außerdem gelegentlich gerade angelegte Anmerkungen. Das ließ sich auch bei E-Books nachvollziehen. Eine gute Bedienung allein macht deshalb noch keinen verlässlichen Notizablauf.

AiPaper zeigt die Notizübersicht mit mehreren Heften, Favoritenstern und Ordner-Reiter.
Die Notizübersicht bündelt Hefte, Favoriten und den Zugang zu Ordnern.

Beim Teilen standen das Viwoods-Webinterface, ein QR-Code mit automatischem Server-Upload, E-Mail und Bluetooth zur Verfügung. Eine einfache lokale Exportfunktion, um Notizen anschließend per USB abzuholen, fehlte. Einzelne Seiten und ganze Notizbücher ließen sich über unterschiedliche Ansichten teilen. Der Fingerabdruckleser erleichtert das Entsperren des Tablets und geschützter Notizbücher spürbar. Ärgerlich fand ich die dafür verlangte Anmeldung bei einem Viwoods-Konto. Die vorgesehene Wiederherstellung bei vergessenem Kennwort erklärt diese Entscheidung, macht den Kontozwang für mich aber nicht angenehmer.

Die KI-Funktionen sind mehr als ein zusätzliches Chatfenster. Handschrift lässt sich unter Berücksichtigung des Zusammenhangs in Text umwandeln; im kurzen Ausprobieren gelang das teilweise erstaunlich gut, selbst bei kaum leserlichen Wörtern. Fehler bleiben möglich. Die Umwandlung ganzer Seiten erfolgt jedoch über die Cloud und erzeugt keine automatisch durchsuchbare Handschriftensammlung auf dem Gerät. Davon zu unterscheiden ist die Handschrifteingabe für Textfelder, die lokal zu arbeiten scheint. Analyse und Zusammenfassung vorhandener Notizen finde ich nützlicher als automatisch erzeugte Artikel. Unverständlich bleibt, warum ein Chat mit Rückfragen im Besprechungsbereich möglich ist, in der normalen Notiz-App aber fehlt. Eigene Vorgaben für die Kontextmenüs wären ebenfalls willkommen.

AiPaper mit geöffnetem Fenster zur KI-Textumwandlung über einer handschriftlichen Notiz.
Die KI-Textumwandlung zeigt ihr Ergebnis direkt über der handschriftlichen Seite.

Für solche Funktionen werden Notizinhalte an einen Cloud-Dienst übermittelt und dort analysiert. Das ist eine andere Entscheidung, als ein Dokument lediglich lokal abzulegen. Für Lernnotizen kann der Nutzen attraktiv sein; bei einem privaten Tagebuch oder vertraulichen Besprechungen wäre ich deutlich zurückhaltender. Bei meinem Test blieb offen, wie vollständig sich sämtliche Anfragen einsehen oder löschen lassen und welche Inhalte zusätzlich gespeichert werden. Offen war auch, wie lange die Dienste angeboten werden. Immerhin bleibt das Tablet auch ohne KI nutzbar.

EPUB und PDF gehören zu den schwächeren Bereichen. Grundlegende Textgestaltung und direkte Stiftanmerkungen sind möglich. Bei E-Books wird eine Anmerkung samt damaliger Seitendarstellung festgehalten; öffnet man sie aus der Übersicht, kehrt die passende Textformatierung zurück. Das funktioniert gut. Nach einer späteren Formatänderung fehlt allerdings ein deutlicher Hinweis an der ursprünglichen Stelle. Für PDFs gibt es bis zu zweifache Vergrößerung und ein gut funktionierendes Verschieben mit zwei Fingern, aber keinen spezialisierten Spaltenmodus. Anmerkungen ließen sich teils nicht löschen oder erschienen erst nach erneutem Blättern. Beim Export fehlten sie manchmal in der geteilten PDF. Einzelne Seiten wurden aus der Dokumentansicht als PNG geteilt, ganze PDFs aus der Bibliothek. Als zuverlässige PDF-Arbeitsumgebung war dieser Stand damit noch nicht überzeugend.

AiPaper mit wissenschaftlicher PDF-Seite und handgezeichneten Kreisen im unteren Textbereich.
PDF-Seiten lassen sich beschriften; Speichern und Export waren im Vorserienstand noch unzuverlässig.

Der 4.100-mAh-Akku machte während der wenigen Testtage einen guten Eindruck, auch bei intensiver Nutzung. Im Standby ging ungefähr ein Prozent innerhalb von fünf bis sieben Stunden verloren. Eine Langzeitmessung war in der kurzen Testzeit nicht möglich. Ähnlich vorsichtig fällt mein Gesamturteil aus: Hardware, Stifteingabe und die klare Oberfläche bilden eine starke Grundlage. Anmerkungen und Exporte müssen aber zuverlässig funktionieren, bevor ich das AiPaper als Arbeitsgerät uneingeschränkt empfehlen könnte. Der Prototyp weckt Interesse, weil er schon ohne KI viel richtig macht. Ob daraus ein dauerhaft verlässliches Seriengerät wird, muss sich erst noch zeigen.

Unser Fazit

554,99 € bei Amazon.de Zum Angebot

Datenblatt: Viwoods AiPaper

  • Display 10,7″ Carta 1300 256 Graustufen, Touchscreen
  • Auflösung 300 ppi 2560 × 1920 Pixel
  • Gewicht 370 g 247 × 178 × 4,5 mm
  • Speicher 128 GB kein Speicherkartenslot
  • Licht Keine
  • Bedienung Touch + Stift keine Blättertasten
  • Audio Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher
  • Akku 4.100 mAh

Allgemein

Hersteller
Viwoods
Gerätetyp
eReader, E-Note
Marktstart
2024

Display

Technologie
E Ink Carta 1300
Größe
10,7 Zoll
Auflösung
2560 × 1920 px
Pixeldichte
300 ppi
Farbdisplay
Nein
Graustufen
256
Touchscreen
Ja, kapazitiv + EMR-Stift
Beleuchtung
Nein
Flexibles Display
Ja (Mobius)

Gehäuse & Bedienung

Maße
247 × 178 × 4,5 mm
Gewicht
370 g
Blättertasten
Nein
Lagesensor
Nein

Verbindungen

USB
USB-C
Bluetooth
Ja
WLAN
Ja, 2,4 und 5 GHz
Mobilfunk
Nein

Hardware

Prozessor
Octa-Core · 2.0 GHz Octa-core
Arbeitsspeicher
4 GB
Speicher
128 GB
Speicherkarte
Nein
Lautsprecher
Nein
Mikrofon
Ja
Akku
4.100 mAh
Betriebssystem
Android 13

Software

eBook-Shop
Ja, begrenztes Angebot

Unterstützte Dateiformate

  • PDF
  • EPUB
  • TXT
  • JPG
  • PNG

Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.

Alternativen zum Viwoods AiPaper

Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.

Im Vergleich

Viwoods AiPaper im Vergleich mit ähnlichen Geräten
Merkmal Viwoods AiPaper Viwoods AiPaper Kindle ScribeKindle Scribe PocketBook InkPad EoPocketBook InkPad Eo Onyx Boox Tab UltraOnyx Boox Tab Ultra
Aktueller Bestpreis554,99 €?359,10 €?
UVP zum Marktstart?370 €569 €650 €
Display10,7″ Carta 130010,2″ Carta10,3″ Kaleido 310,3″ Carta
Pixeldichte300 ppi300 ppi300 ppi227 ppi
Gewicht370 g433 g470 g480 g
Wasserschutz?–––
Blättertasten––––
Warmlicht–JaJaJa
Speicher128 GB16 GB64 GB + microSD128 GB + microSD
BluetoothJaJaJaJa
Marktstart2024202220242022
Geräteseite Zum Test Zum Gerät Zum Gerät

Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.

554,99 € Amazon.de
Zum Angebot