Bigme B7
Vielseitiger Farbreader mit Mobilfunk und deutlichen Softwarekompromissen
- Farben: Schwarz, Grün
- Preis geprüft am 17.10.2026
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Auf einen Blick
Der Bigme B7 verbindet Bücher, Android-Apps, Stifteingabe und Telefonie auf sieben Zoll. Das macht ihn für experimentierfreudige Leser interessant. Im Vergleich fallen jedoch die unfertige Software, das begrenzte Frontlicht und die kurze Leselaufzeit stärker ins Gewicht als die lange Ausstattungsliste.
Vorteile
- Sieben Zoll, physische Blättertasten und mobile 4G-Verbindung
- 8 GB RAM, 128 GB Speicher und microSD-Erweiterung
- Sehr gute Ghosting-Kontrolle mit passendem Anzeigemodus
Nachteile
- Unfertige eigene Apps und umständliche Einrichtung
- Wenig Helligkeitsreserve mit rein kühlem Frontlicht
- Rund neun Stunden im Dauerlesetest
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- PDFs und FachliteraturNur 7 Zoll, PDFs brauchen Zoom Eingeschränkt
- Comics, Magazine, KochbücherFarbdisplay (E Ink Kaleido 3) Ideal
- Apps aus anderen StoresAndroid 14, Apps installierbar Ideal
- Romane und Sachbücher300 ppi, sehr scharfe Schrift Ideal
- Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht mit regelbarem Warmlicht Ideal
- Große Bibliothek offline128 GB plus Speicherkarte Ideal
Angebote und Preisvergleich
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Bigme B7 7-Zoll-Farb-EPaper-Tablet mit 8+128 GB Speicher und …
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Bigme B7 im Überblick
Sieben Zoll für mehr als Bücher
Der Bigme B7 ist ein kompakter Farb-eReader mit ungewöhnlich breitem Einsatzbereich. Android 14, nachinstallierbare Anwendungen und 4G-Telefonie erweitern das Buchlesen um Kommunikation und weitere mobile Dienste. Dazu kommt die Möglichkeit, mit einem Stift zu arbeiten. Das Konzept richtet sich damit an Nutzer, die mehrere Werkzeuge in einem handlichen Gerät zusammenführen möchten und bereit sind, die Oberfläche selbst einzurichten. Wer ausschließlich Romane lesen möchte, profitiert deutlich weniger von dieser Vielfalt.
Die hier beschriebene Variante besitzt 8 GB RAM und 128 GB Speicher. Eine microSD-Karte erweitert den Speicherplatz für Bücher, Dokumente und Bilddateien. Daneben gibt es kleinere Speichervarianten. Die Telefonfunktion macht mobile Verbindungen möglich; wie gut Gesprächsqualität und Empfang sind, steht auf einem anderen Blatt. Auch die Stiftunterstützung macht das Gerät noch nicht zu einer ausgereiften Schreibplattform. Im Test stand vor allem der Einsatz als Farbreader im Mittelpunkt.
Das Gehäuse misst 156,6 x 138,6 x 5,8 Millimeter und wird mit 215 Gramm angegeben. Zwei physische Blättertasten sitzen im breiteren seitlichen Rahmen. Die kompakte Fläche eignet sich gut für Bücher, lässt bei großen PDF-Seiten oder längeren handschriftlichen Notizen jedoch wenig Reserve. Speicher und App-Auswahl lösen diese Platzfrage nicht. Für ein umfangreiches digitales Notizbuch bietet ein größeres Tablet die bessere Übersicht.
Farbe und Bildaktualisierung verlangen die passende Einstellung
Das Farbdisplay zeigt Schwarzweißinhalte mit 1680×1264 Pixeln und 300 ppi, die Farbebene erreicht 150 ppi. Cover, Markierungen und einfache Grafiken gewinnen dadurch an Aussagekraft. Im direkten Vergleich wirkt die Farbdarstellung allerdings eher entsättigt. Grün kommt besser zur Geltung als Rot und Blau. Dafür bleiben an einzelnen Stellen Details sichtbar, die kräftigere und kontrastreichere Darstellungen verschlucken können. Farbe ist beim B7 somit ein nützlicher Zusatz, aber kein Ersatz für die Leuchtkraft und Bewegungsdarstellung eines gewöhnlichen Tablets.
Deutlich besser gelingt die Begrenzung von Ghosting, also dem Durchscheinen vorheriger Inhalte. Mit dem passenden E-Ink-Modus fällt das Ergebnis sehr ordentlich aus. Die geeignete Einstellung zu finden ist jedoch umständlicher als bei BOOX. Wer verschiedene Anwendungen verwendet, muss daher mehr Zeit in die Abstimmung von Schärfe, Tempo und Aktualisierung investieren. Erfahrene Nutzer gewinnen dadurch echten Spielraum, für unkompliziertes Weiterlesen ist das aber eine zusätzliche Hürde.
Die Frontbeleuchtung kombiniert warme und kühle LEDs. Beim getesteten Gerät blieb die maximale Helligkeit mit ausschließlich kühlem Licht knapp unter 40 Nits. Das Zumischen warmer LEDs hellt die Anzeige weiter auf, verschiebt aber die Farbwiedergabe. Eine angenehm warme Seite am Abend ist sinnvoll; für möglichst neutrale Farben bleibt die geringe Helligkeitsreserve mit kühlem Licht ein Nachteil. Andere Exemplare können davon abweichen.
Software und Laufzeit entscheiden über den Nutzen
Bigmes eigene Anwendungen wirken weniger ausgereift, als die umfangreiche Ausstattung erwarten lässt. Viele Möglichkeiten stehen nebeneinander, greifen aber nicht so sauber ineinander wie bei besser abgestimmten Lesesystemen. Selbst die komplexere BOOX-Oberfläche wirkt im Vergleich übersichtlicher. Zusätzliche Android-Apps können die Abhängigkeit von vorinstallierten Programmen verringern. Sie beseitigen jedoch nicht automatisch jede Schwäche der Systembedienung. Gerade beim B7 gehört die Bereitschaft zum Einrichten deshalb zur Kaufentscheidung.
Auch die Ausdauer bremst das mobile Konzept. Im kontinuierlichen Lesetest mit ungefähr 40 Nits Beleuchtung, einem Seitenwechsel alle 15 Sekunden und vollständiger Aktualisierung nach fünf Seiten, soweit einstellbar, erreichte der B7 rund neun Stunden. Damit lag er am Ende des Vergleichsfelds. Wie lange eine Akkuladung im Alltag reicht, hängt stark von Licht und Funkverbindung ab; die 3000 mAh auf dem Datenblatt sagen darüber wenig aus.
Der B7 passt am ehesten zu Lesern, die gezielt Mobilfunk, Android-Freiheit und zusätzliche Eingabemöglichkeiten suchen. Das gute Ghosting-Verhalten ist eine Stärke, die man mit der richtigen Einstellung nutzen kann. Wer dagegen einen möglichst einfachen Buchreader sucht, für den wiegen der Aufwand mit der Software, das Frontlicht und die im Test kurze Ausdauer schwer. Die Hardware schafft viele Möglichkeiten, doch Bigmes Feinschliff entscheidet darüber, wie viel davon tatsächlich angenehm nutzbar wird.
Bigme B7 im Video
Testbericht
Von Chalid · Aktualisiert am
Der Bigme B7 will gleich mehrere Aufgaben übernehmen: Bücher lesen, Android-Apps ausführen, handschriftliche Anmerkungen ermöglichen und unterwegs sogar telefonieren. Die Kombination klingt verlockend. Im direkten Vergleich mit anderen Farb-eReadern bleibt davon allerdings weniger übrig, als die lange Ausstattungsliste erwarten lässt. Die Software wirkt unfertig, die Beleuchtung setzt der Farbdarstellung Grenzen und die kurze Laufzeit passt schlecht zu einem Gerät, das man möglichst unkompliziert überallhin mitnehmen möchte.
Vielseitige Hardware mit einer klaren Zielgruppe
Der Sieben-Zoll-Bildschirm bleibt ein brauchbares Format für Bücher und kleinere farbige Inhalte. Dazu kommen Android 14, nachinstallierbare Apps, Speichererweiterung und 4G-Unterstützung einschließlich Telefonie. Das unterscheidet den B7 von einem gewöhnlichen Buchleser. Zu Gesprächsqualität und Empfang kann ich allerdings nichts sagen. Für die Bewertung als eReader sind zunächst die Lesbarkeit, die Bedienung und das Öffnen eigener Inhalte entscheidend. Genau dort kann das Gerät seine theoretischen Vorteile nicht ausreichend in eine angenehmere Nutzung umsetzen.

Am ehesten passt das Konzept zu jemandem, der gerne Einstellungen verändert und bewusst auf zusätzliche Android-Anwendungen setzt. Wer einfach ein Buch öffnen und weiterlesen möchte, handelt sich mit den vielen Funktionen zugleich unnötige Umstände ein. Mir fehlt hier weniger eine weitere Möglichkeit als der Feinschliff an den bereits vorhandenen. Die Mischung aus Telefon, Tablet und eReader sollte den Alltag vereinfachen. Beim B7 muss man stattdessen häufiger selbst dafür sorgen, dass die einzelnen Teile sinnvoll zusammenarbeiten.
Farbe und Ghosting: gute Ansätze mit Einstellbedarf
Die Farben wirken im Vergleich eher entsättigt. Grüntöne kommen besser zur Geltung als Rot und Blau; bei diesen Farben fehlt gegenüber den kräftigeren PocketBook- und Kindle-Darstellungen etwas Ausdruck. Dafür bleiben an manchen Stellen Bilddetails erhalten, die stärker gesättigte oder kontrastreichere Darstellungen verschlucken können. Ein pauschales „schlecht“ wäre deshalb zu einfach. Für meinen Geschmack ergibt sich trotzdem kein besonders überzeugendes Gesamtbild, wenn man die Geräte bei vergleichbarer Beleuchtung nebeneinander betrachtet.

Deutlich besser fällt das Ghosting-Verhalten aus, also das Durchscheinen vorheriger Seiten. Mit dem passenden E-Ink-Modus lässt es sich sehr gut begrenzen. Das ist gerade bei wechselnden Bildern und farbigen Seiten ein echter Pluspunkt. Man muss den geeigneten Modus allerdings erst finden. Die Einstellung wirkt weniger übersichtlich als bei BOOX, obwohl auch dort nicht jede Anwendung ohne Anpassung optimal funktioniert. Die gute Darstellung ist beim B7 somit teilweise das Ergebnis eigener Konfiguration und kein Komfort, den man ab Werk bekommt.
Die Beleuchtung ist der deutlichere Schwachpunkt. Mit ausschließlich kaltweißen LEDs erreicht das Testgerät knapp 40 Nits. Das reicht zum Aufhellen des Hintergrunds, lässt aber weniger Reserve als bei den anderen getesteten Farbgeräten. Durch das Zumischen der warmen LEDs wird der Bildschirm heller. Gleichzeitig verändert sich die Farbdarstellung, sodass man Helligkeit und möglichst neutrale Farben gegeneinander abwägen muss. Eine wärmere Anzeige am Abend ist durchaus sinnvoll; als Voraussetzung für mehr Helligkeit gefällt mir diese Einschränkung weniger.

Software und Laufzeit wiegen schwerer als die Funktionsliste
Bei der vorinstallierten Software bleibt der Eindruck besonders zwiespältig. Es gibt viele Möglichkeiten, aber sie greifen nicht so sauber ineinander wie bei den ausgereifteren Mitbewerbern. Selbst die ohnehin komplexere BOOX-Oberfläche wirkt im direkten Vergleich besser abgestimmt. Zusätzliche Android-Apps können die Abhängigkeit von Bigmes eigenen Anwendungen verringern. Sie beseitigen jedoch nicht automatisch jede Unebenheit der Bedienung. Ich würde den B7 deshalb nur dann näher in Betracht ziehen, wenn genau dieser Bastelaufwand akzeptabel ist.

Dazu kommt die kurze Ausdauer: Im Lesetest mit ungefähr 40 Nits Beleuchtung, einem Seitenwechsel alle 15 Sekunden und vollständiger Aktualisierung nach jeweils fünf Seiten, soweit einstellbar, hielt der B7 rund neun Stunden durch. Damit lag er am Ende des Vergleichsfelds. Das Ergebnis ist eindeutig: Schon als Buchleser verlangt der B7 häufiger nach dem Ladekabel als die meisten Alternativen in dieser Gegenüberstellung.
Die Ausstattung allein macht den Bigme B7 deshalb noch nicht zu einer guten Empfehlung. Sehr ordentliches Ghosting und die Freiheit zusätzlicher Apps sind echte Stärken. Ihnen stehen aber eine umständlichere Einrichtung, wenig ausgereifte Eigenanwendungen, begrenzte Beleuchtungsreserven und die schwache Laufzeit gegenüber. Wer ausschließlich lesen möchte, findet stimmigere Geräte. Für technisch interessierte Nutzer kann der B7 wegen seiner ungewöhnlichen Kombination weiterhin reizvoll sein. Der Softwarekompromiss muss dann allerdings bewusst akzeptiert werden; er verschwindet nicht hinter der langen Liste der Möglichkeiten.
Unser Fazit
Datenblatt: Bigme B7
- Display 7″ Kaleido 3 Farbe, Touchscreen
- Auflösung 300 / 150 ppi 1680 × 1264 Pixel
- Gewicht 215 g 156,6 × 138,6 × 5,8 mm
- Speicher 128 GB plus Speicherkartenslot
- Licht Warm + kalt Farbtemperatur regelbar
- Bedienung Tasten + Touch physische Blättertasten
- Audio Lautsprecher plus Bluetooth
- Akku 3.000 mAh
Allgemein
- Hersteller
- Bigme
- Gerätetyp
- Tablet
- Marktstart
- 2025
- Preis zum Marktstart
- 229 €
- Farben
- Schwarz, Grün
Display
- Technologie
- E Ink Kaleido 3
- Größe
- 7 Zoll
- Auflösung
- 1680 × 1264 px
- Pixeldichte
- 300 / 150 ppi
- Farbdisplay
- Ja
- Farbtiefe
- 4096 colors
- Touchscreen
- Ja, kapazitiv
- Beleuchtung
- Frontlicht mit Warmlicht
Gehäuse & Bedienung
- Maße
- 156,6 × 138,6 × 5,8 mm
- Gewicht
- 215 g
- Blättertasten
- Ja
- Lagesensor
- Ja
Verbindungen
- Bluetooth
- Ja
- WLAN
- Ja, 2,4 und 5 GHz
- Mobilfunk
- Ja, 4G
- GPS
- Ja
Hardware
- Prozessor
- Octa-Core · Octa-core
- Arbeitsspeicher
- 8 GB
- Speicher
- 128 GB
- Speicherkarte
- Ja, microSD
- Lautsprecher
- Ja
- Mikrofon
- Ja
- Akku
- 3.000 mAh
- Betriebssystem
- Android 14
Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.
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Im Vergleich
| Merkmal | Bigme B7 | Kindle Colorsoft Signature Edition | Boox Go Color 7 | Kobo Libra Colour |
|---|---|---|---|---|
| Aktueller Bestpreis | 279,99 € | 299,99 € | ? | 251,90 € |
| UVP zum Marktstart | 229 € | ? | 279,99 € | 230 € |
| Display | 7″ Kaleido 3 | 7″ Kaleido 3 | 7″ Kaleido 3 | 7″ Kaleido 3 |
| Pixeldichte | 300 ppi | 300 ppi | 300 ppi | 300 ppi |
| Gewicht | 215 g | 219 g | 195 g | 200 g |
| Wasserschutz | ? | IPX8 | – | IPX8 |
| Blättertasten | Ja | – | Ja | Ja |
| Warmlicht | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Speicher | 128 GB + microSD | 32 GB | 64 GB + microSD | 32 GB |
| Bluetooth | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Marktstart | 2025 | 2024 | 2024 | 2024 |
| Geräteseite | Zum Test | Zum Test | Zum Test |
Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.








