Bigme HiBreak Color
Kompaktes Farb-E-Ink-Telefon mit 4G und grober Farbdarstellung
Auf einen Blick
Das ursprüngliche Bigme HiBreak Color bringt Farbe, Mobilfunk und GPS in ein angenehm kleines E-Ink-Gerät. Es ist vor allem für Leser interessant, denen farbige App-Hinweise wichtiger sind als eine besonders klare Schwarzweißseite. Die grobe Farbdarstellung, kurze Laufzeit und im Test unzuverlässige Telefonie schränken den Nutzen als Haupttelefon jedoch deutlich ein.
Vorteile
- Kompaktes 5,84-Zoll-Format mit 4G und GPS
- Farbiges E-Ink mit hellem Frontlicht für Karten, Cover und reduzierte App-Oberflächen
- Android 11 mit Google Play, frei belegbarer Taste und microSD-Erweiterung
- Spannendes Nischengerät für Lesen, Navigation und digitale Entschleunigung unterwegs
Nachteile
- Grobe Farbdarstellung, Display dunkler und spiegelnder als bei der Schwarzweiß-Variante
- Telefonie und Empfang bei schwachem Netz nicht verlässlich genug
- Einfacher Lautsprecher und Kameras nur auf Basisniveau
- Android 11 und Sicherheitsstand wirken inzwischen deutlich veraltet
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- Comics, Magazine, KochbücherFarbdisplay (E Ink) Ideal
- Romane und Sachbücher276 ppi, für die meisten scharf genug Gut
- Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht, aber kein Warmlicht Gut
- Einhändig umblätternPhysische Blättertasten Ideal
- Hörbücher und VorlesenEingebauter Lautsprecher plus Bluetooth Ideal
- PDFs und FachliteraturNur 5,8 Zoll, PDFs brauchen Zoom Eingeschränkt
Bigme HiBreak Color im Überblick
Das Bigme HiBreak Color verfolgt eine Idee, die auf dem Markt noch immer selten ist: ein echtes Smartphone-Format, aber mit farbigem E-Ink statt klassischem Smartphone-Display. Genau darin liegt der Reiz des Geräts. Es ist kein Mini-Tablet und auch kein reiner E-Reader mit Mobilfunk-Modul, sondern ein bewusst kompaktes Android-Smartphone für Menschen, die Lesen, ruhigeres Scrollen, Navigation und leichte Kommunikationsaufgaben stärker gewichten als Multimedia-Tempo. Damit positioniert sich das Modell als Spezialist für eine entschleunigte, augenschonendere Nutzung unterwegs. Gleichzeitig ist schnell klar, dass Bigme diesen Ansatz nicht ohne Kompromisse umgesetzt hat: Das Gerät wirkt spannend und eigenständig, verlangt im Alltag aber mehr Toleranz als ein konventionelles Smartphone.
Kompaktes Format mit echter Smartphone-Nähe
Mit 5,84 Zoll bleibt das HiBreak Color deutlich näher am klassischen Smartphone als viele andere E-Ink-Geräte mit Telefonfunktion. Das merkt man sofort in der Hand. Trotz der relativ breiten Displayränder wirkt das Gerät nicht übermäßig klobig, sondern erstaunlich alltagstauglich für Jackentasche, einhändige Bedienung und schnelle Blicke zwischendurch. Auch das Gewicht von rund 170 Gramm passt zu diesem Eindruck. Das Gehäuse ist klar funktional statt luxuriös: viel Kunststoff, keine Premium-Anmutung, aber ein insgesamt solider Eindruck. Für ein Gerät dieser Kategorie ist das wichtiger als spektakuläre Materialien, denn das HiBreak Color lebt davon, dass man es tatsächlich als tägliches Mitnahmegerät nutzen möchte und nicht nur als experimentelles Zweitgerät auf dem Schreibtisch liegen lässt.
Zur Grundausstattung gehören außerdem Elemente, die man von einem Smartphone erwartet: Front- und Rückkamera, LED-Blitz, SIM-Funktion, GPS und ein offenes Android-System mit Google Play. Der Lautsprecher ist allerdings sehr schlicht über die Hörmuschel gelöst und gehört nicht zu den Stärken. Für kurze Sprachausgabe, Telefonie oder Benachrichtigungen reicht das, für Musik oder Videos sollte man aber keine großen Erwartungen mitbringen. Genau diese Mischung aus brauchbarer Smartphone-Basis und spürbar pragmatischer Umsetzung beschreibt das Gerät sehr gut.
Farbiges E-Ink mit klaren Stärken und klaren Grenzen
Der eigentliche Grund, sich für das HiBreak Color zu interessieren, ist natürlich das farbige E-Ink-Display. Bigme kombiniert hier die bekannte E-Ink-Charakteristik mit Farbe, Frontlicht und einer Reihe eigener Bildoptimierungen gegen Ghosting und für flüssigeres Verhalten. Im Alltag entsteht daraus ein Display, das für Texte, einfache Oberflächen, Karten, Coveransichten oder reduzierte App-Nutzung einen eigenen Reiz hat. Das Frontlicht fällt auf der Farbversion zudem vergleichsweise hell aus und hilft dabei, die Farben überhaupt erst zur Geltung zu bringen. Für Innenräume, wechselnde Lichtverhältnisse und dunklere Umgebungen ist das ein echter Pluspunkt.
Gleichzeitig muss man die Schwächen sehr deutlich benennen. Die Farbdarstellung ist mit 92 ppi spürbar grob, die Oberfläche wirkt ab Werk recht glänzend, und das Panel erscheint dunkler als bei der Schwarzweiß-Variante derselben Gerätefamilie. Bigme legt Displayschutzfolien bei, die Reflexionen reduzieren sollen, doch damit verschwindet der grundlegende Kompromiss nicht. Für bunte Magazine, Webgrafiken oder Oberflächen mit vielen kleinen Farbelementen ist das HiBreak Color deutlich blasser und weniger präzise, als der Produktname zunächst vermuten lässt. Farbe ist hier ein funktionaler Zusatznutzen für Akzente, Karten, Markierungen und Cover – kein Ersatz für ein klassisches Smartphone-Display. Wer genau das akzeptiert, bekommt dennoch eine ungewöhnliche und für bestimmte Szenarien sehr spannende Kombination.
Offenes Android, aber nicht durchgehend ausgefeilt
Softwareseitig wirkt das Gerät angenehmer, als man es von manchen E-Ink-Experimenten erwarten würde. Android 11 mit vorinstalliertem Google Play ermöglicht den Zugriff auf bekannte Apps. Die frei belegbare Taste kann das E-Ink-Kontrollzentrum öffnen, um den Anzeigemodus an die jeweilige Anwendung anzupassen. Für Navigation, Messenger, Mail, leichte Lese-Apps, Notizen oder das schnelle Nachschlagen unterwegs ist das ein praktischer Werkzeugkasten. Gerade die Kombination aus 4G und GPS macht das HiBreak Color interessanter als viele kompakte E-Ink-Geräte, die eher wie spezialisierte Reader mit App-Möglichkeit wirken.
Trotzdem bleibt die Software nicht frei von Macken. Die Oberfläche ist funktional, aber nicht in jeder Ecke sauber abgestimmt; manche Details wirken eher aus einer Tablet-Logik übernommen als für eine ausgereifte Smartphone-Oberfläche entworfen. Android 11 ist inzwischen eine alte Plattform. Auf dem getesteten Gerät wurde der Sicherheitspatch vom Januar 2021 angezeigt; außerdem ging gerade das Farbmodell bei eingehenden Textnachrichten unerwartet in den Standby. Spätere Firmware-Updates können das inzwischen geändert haben. Das HiBreak Color fühlt sich deshalb eher wie ein nützlicher Spezialist mit offenem System an als wie ein modernes Mainstream-Smartphone mit verlässlicher Langzeitpflege.
Im praktischen Alltag zeigt sich sehr deutlich, wo das HiBreak Color überzeugt und wo nicht. Positiv ist die Kombination aus kompaktem Format, GPS, Mobilfunk und offener App-Auswahl. Kartenanwendungen profitieren vom ruhigen Display, Lesen unterwegs fühlt sich stimmig an, und auch kurze Foto- oder Scan-Aufgaben sind grundsätzlich möglich. Die Kameras erfüllen ihren Zweck für Schnappschüsse, Dokumente oder spontane Erfassungen, bewegen sich qualitativ aber nur auf Basisniveau. Das ist für diese Produktidee verkraftbar, solange man das Gerät nicht als Kamera-Smartphone missversteht.

Das Schwarzweiß-Schwestermodell zeigt Google Maps im Freien; GPS funktionierte im Test bei beiden ursprünglichen HiBreak-Varianten gut.
Schwieriger wird es bei klassischen Kerntugenden eines Telefons. Die Akkulaufzeit lag im Test schätzungsweise bei 24 bis 48 Stunden normaler Nutzung, meist näher am unteren Ende. Das blieb hinter den 48 bis 96 Stunden des Schwarzweißmodells zurück; starke Nutzung verkürzt die Laufzeit weiter. Noch wichtiger: Bei schwächerem Empfang arbeitet das Gerät zu unzuverlässig, um ihm als Haupttelefon zu vertrauen. Genau hier kippt das HiBreak Color vom faszinierenden Konzeptgerät zum bewusst gewählten Nischenwerkzeug. Als digitales Minimalismus-Smartphone, Navigationsgerät, Lesegerät mit Telefonfunktion oder Zweitgerät mit offener Android-Basis ist es interessant. Als vollwertiger Ersatz für ein ausgereiftes Alltags-Smartphone ist es dagegen zu unbeständig.
Unterm Strich ist das Bigme HiBreak Color deshalb kein Fehlgriff, sondern ein ungewöhnlich klares Spezialangebot. Wer ein kleines E-Ink-Gerät mit Farbe, 4G, GPS, Google Play und echter Smartphone-Anmutung sucht, bekommt hier etwas, das es in dieser Form kaum ein zweites Mal gibt. Wer dagegen maximale Displayschärfe, verlässliche Telefonie, starke Multimedia-Qualität und moderne Softwarepflege erwartet, sollte sich den Kauf sehr genau überlegen. Seine Stärke liegt nicht im Universellen, sondern in einer seltenen Kombination für Menschen, die genau diese Mischung wirklich wollen.
Bigme HiBreak Color im Video
Testbericht
Von Chalid · Aktualisiert am
Das ursprüngliche Bigme HiBreak Color verbindet drei Dinge, die man selten in einem kleinen Gerät bekommt: farbiges E Ink, Mobilfunk und GPS. Das handliche Gehäuse gefällt mir ausgesprochen gut, und farbige Bedienelemente können Android auf E Ink tatsächlich übersichtlicher machen. Trotzdem würde ich unter den beiden ursprünglichen HiBreak-Varianten die Schwarz-Weiß-Ausführung wählen. Beim Color kommen eine grobe Farbdarstellung, eine zunächst glänzende Oberfläche und die kürzere Laufzeit zusammen. Dazu gesellen sich Softwareprobleme und eine unzuverlässige Erreichbarkeit bei schwachem Empfang. Gerade Letzteres verhindert für mich eine Empfehlung als alltägliches Haupttelefon.
Angenehm klein, unangenehm glänzend
Der 5,84-Zoll-Bildschirm lässt rundherum recht breite Ränder, das Gerät bleibt aber deutlich handlicher als ein BOOX Palma. Die Größe erinnert an mein Galaxy S22 mit Hülle, das Gewicht von ungefähr 170 Gramm passt gut dazu. Die strukturierte Rückseite fühlt sich nicht weich an, sondern besteht aus hartem Kunststoff. Das gesamte Gehäuse wirkt funktional und solide. Ich mag diesen Formfaktor: Das Telefon liegt bequem in der Hand, ohne das klobige Gefühl mancher größeren E-Ink-Geräte. Mit damals ungefähr 200 Euro vor Zoll und Steuern war der Einstieg vergleichsweise günstig. Ein SIM-Werkzeug lag bei, ein Ladekabel fehlte allerdings.
Die Farbe erkauft man sich hier mit einem Bildschirm, der ab Werk deutlich spiegelt. Das halte ich bei einem Lesetelefon für eine schlechte Entscheidung. Zwei Schutzfolien lagen bei und reduzieren die Reflexionen wirksam, sobald sie sauber angebracht sind. Genau das war aber nicht einfach: Den ersten Versuch musste ich wegen eingeschlossener Luftblasen aufgeben. Die Folie ist damit keine Nebensache, sondern wichtig für den Alltag. Wer das Gerät nur auspackt und sofort loslegt, sieht zunächst die glänzende Oberfläche.

Der Farbfilter dunkelt den Hintergrund gegenüber der Schwarz-Weiß-Version ab. Gleichzeitig wirkt er etwas heller als die neueren Kaleido-3-Bildschirme mit 150 ppi Farbauflösung. Der Preis dafür ist hier eine Farbauflösung von nur 92 ppi, und das grobe Raster fällt bei farbigen Inhalten deutlich auf. Die gemessenen 135 Nits der Frontbeleuchtung helfen, die Farben kräftiger erscheinen zu lassen. An die Sättigung eines normalen LCD kommt das dennoch nicht heran. Das Bild bleibt zurückhaltend und pastellig. Für die farbliche Unterscheidung von App-Symbolen ist das nützlich; für möglichst saubere Schrift und ruhige Darstellung bevorzuge ich das Schwarz-Weiß-Modell.

Ganz gleichmäßig verteilt sich das Licht nicht. Am unteren Rand sind Lichtkegel zu erkennen, dazu kommt ein Helligkeitsverlauf von oben nach unten. Auf dem schmalen Bildschirm fand ich das weniger störend, als es sich zunächst anhört. Die eigentliche Abwägung liegt für mich beim Farbraster und den Spiegelungen. Farbe löst einzelne Orientierungsprobleme von Android-Oberflächen auf Schwarz-Weiß-E-Ink, bringt aber eigene sichtbare Einschränkungen mit. Für meine Nutzung war dieser Tausch beim HiBreak Color insgesamt nicht überzeugend genug.
Ordentliche Grundlagen, viele kleine Softwarehürden
Der Einschalter liegt oberhalb der Lautstärkewippe, die belegbare Taste auf der gegenüberliegenden Seite. Weil die Tasten nur wenig hervorstehen, braucht das Ertasten etwas Gewöhnung. Die kupferfarbenen Akzente helfen optisch. Der MediaTek Helio P35 mit 6 GB RAM reicht für die üblichen Aufgaben auf E Ink gut aus. Von 128 GB Speicher waren etwa 103 GB nutzbar, eine microSD-Karte ermöglicht mehr Platz. Unter stärkerer Last wird das Telefon etwas warm. Bei der Tonausgabe spart Bigme ungewöhnlich konsequent: Die Hörmuschel ist zugleich der einzige Lautsprecher. Sowohl Musik als auch Gespräche klingen entsprechend wenig überzeugend.
Die Oberfläche wirkt weniger überladen als bei Bigmes Tablets, bleibt aber an vielen Stellen unfertig. Auf dem Testgerät lief Android 11 mit dem Sicherheitspatch von Januar 2021. Bei einem Telefon, das regelmäßig online ist, stört mich dieser alte Stand deutlich. Außerdem fielen häufige Verbindungen zu chinesischen Servern auf; wozu sie dienten und was dabei übertragen wurde, ließ sich nicht klären. Spätere Updates können manches davon inzwischen geändert haben.
Das Kontrollzentrum ist ungeschickt an den rechten Rand gequetscht. Benachrichtigungen tauchen nicht mit den gewohnten Symbolen in der Statusleiste auf, sodass man zum Nachsehen die Leiste herunterziehen muss. Der Sperrbildschirm zeigt sie immerhin an. Speziell das getestete Color wechselte beim Empfang einer SMS auch noch in den Standby; bei der gleichzeitig geprüften Schwarz-Weiß-Version trat das nicht auf. Ein solcher Fehler ist bei einem Telefon besonders ärgerlich. Die starre Uhr im Launcher öffnet lediglich die Datumseinstellungen, Widgets landen auf einer separaten Seite, und ein anderer als Standard gesetzter Launcher wurde in unregelmäßigen Abständen wieder durch Bigmes Oberfläche ersetzt.
Eine Uhr- beziehungsweise Wecker-App fehlte zunächst ebenfalls, ließ sich aber als Google Clock über den Play Store ergänzen. Wenn man diese Hürden umgeht, funktionieren Android-Apps grundsätzlich ordentlich. Die linke Sondertaste hilft dabei: Mit dem Kontrollzentrum belegt führt sie schnell zu den E-Ink-Modi, wenn eine App schlecht lesbar ist oder zu träge reagiert. In HD ist das Bild sauberer, während Fast und Extreme mehr Geschwindigkeit erlauben. Dort lässt sich Auto Clean einschalten, das Bildreste überraschend gut reduziert und mir in manchen Situationen sogar besser gefiel als BOOX Super Refresh. Ganz verschwinden sie nicht, und schnelle Modi brauchen teils mehr Kontrast, damit alle Elemente sichtbar bleiben.
Sogar kurze Videos lassen sich damit brauchbar anschauen. Zum Multimediagerät wird das HiBreak Color trotzdem nicht: Die zurückhaltenden, groben Farben, die Bildqualität der schnellen Modi und der schwache Lautsprecher setzen enge Grenzen. Ähnlich bescheiden sind die Kameras mit 5 Megapixeln vorne und 13 Megapixeln hinten. Für einen schnellen Schnappschuss reicht das, als Urlaubskamera würde ich mich darauf nicht verlassen. Die LED auf der Rückseite kann immerhin als Taschenlampe dienen. Das sind nützliche Ergänzungen zum Lesegerät, keine starken Argumente für einen vollständigen Smartphone-Ersatz.

Der Akku hält kürzer, die Erreichbarkeit bleibt wechselhaft
Beim Akku fällt die Farbversion gegenüber dem Schwarz-Weiß-Gerät klar zurück. Anfangs gingen im Standby ungefähr zwei Prozent pro Stunde verloren, ohne dass ich das Telefon benutzte. Nach einem Neustart, ohne danach Apps zu öffnen, halbierte sich dieser Verbrauch ungefähr. Warum das Color auch dann mehr verbrauchte als die andere Variante, konnte ich nicht klären. Für normale Nutzung lag meine Einschätzung bei etwa 24 bis 48 Stunden, eher am unteren Ende. Intensive Nutzung kann noch kürzere Laufzeiten bedeuten. Von wochenlanger Ausdauer eines klassischen Readers ist das weit entfernt; sogar mein Galaxy S22 hielt im direkten Vergleich länger durch.
Anfangs funktionierte Mobilfunk nach dem Einsetzen der SIM sofort, Anrufe waren möglich und kamen an. Der Aufbau einer Verbindung dauerte etwas länger. Bei schwachem Empfang traten dann wiederholt Probleme auf, obwohl noch ein oder zwei Balken angezeigt wurden. Mit demselben Anbieter am selben Ort konnte das Galaxy S22 telefonieren. Auch WhatsApp und Signal waren wechselhaft: Nachrichten und Anrufe kamen manchmal ohne Verzögerung durch und manchmal nicht zuverlässig. Die meiste Zeit schien das Telefon zwar zu funktionieren. Für mich reicht das aber nicht, wenn ich mich im Alltag darauf verlassen muss, erreichbar zu sein.

Google Maps und GPS funktionierten im Test erfreulicherweise gut. Als kleines E-Ink-Gerät mit Mobilfunk für unterwegs bleibt das HiBreak Color deshalb interessant, wenn Farbe ausdrücklich gewünscht ist. Mir sind seine zusätzlichen Einschränkungen gegenüber dem Schwarz-Weiß-Modell den Mehrwert nicht wert. Das handliche Gehäuse und die brauchbaren E-Ink-Modi zeigen, dass die Grundlage stimmt. Für eine Empfehlung als Haupttelefon müssten aber vor allem die Zuverlässigkeit und der Softwarezustand deutlich besser werden. Die bloße Hoffnung auf ein späteres Update reicht dafür nicht.
Datenblatt: Bigme HiBreak Color
- Display 5,8″ E Ink Farbe, Touchscreen
- Auflösung 276 / 92 ppi 1440 × 720 Pixel
- Gewicht 170 g 154 × 76,8 × 8,6 mm
- Speicher 128 GB plus Speicherkartenslot
- Licht Frontlicht
- Bedienung Tasten + Touch physische Blättertasten
- Audio Lautsprecher plus Bluetooth
- Akku 3.300 mAh
Allgemein
- Hersteller
- Bigme
- Gerätetyp
- Smartphone
- Marktstart
- 2024
Display
- Technologie
- E Ink
- Größe
- 5,8 Zoll
- Auflösung
- 1440 × 720 px
- Pixeldichte
- 276 / 92 ppi
- Farbdisplay
- Ja
- Touchscreen
- Ja
- Beleuchtung
- Frontlicht
Gehäuse & Bedienung
- Maße
- 154 × 76,8 × 8,6 mm
- Gewicht
- 170 g
- Blättertasten
- Ja
Verbindungen
- USB
- USB-C
- Bluetooth
- Ja
- WLAN
- Ja, 2,4 und 5 GHz
- Mobilfunk
- Ja, 4G
- GPS
- Ja
Hardware
- Prozessor
- Octa-Core · MediaTek Helio P35
- Arbeitsspeicher
- 6 GB
- Speicher
- 128 GB
- Speicherkarte
- Ja, microSD
- Lautsprecher
- Ja, Mono
- Mikrofon
- Ja
- Akku
- 3.300 mAh
- Betriebssystem
- Android 11
Software
- eBook-Shop
- Ja, begrenztes Angebot
Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.
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Im Vergleich
| Merkmal | Bigme HiBreak Color | Kobo Clara Colour | PocketBook Verse Pro Color | Tolino Shine Color |
|---|---|---|---|---|
| Aktueller Bestpreis | ? | 179,00 € | 157,50 € | 144,00 € |
| UVP zum Marktstart | ? | 160 € | 169 € | 149 € |
| Display | 5,8″ | 6″ Kaleido 3 | 6″ Kaleido 3 | 6″ Kaleido 3 |
| Pixeldichte | 276 ppi | 300 ppi | 300 ppi | 300 ppi |
| Gewicht | 170 g | 174 g | 182 g | 173 g |
| Wasserschutz | ? | IPX8 | IPX8 | IPX8 |
| Blättertasten | Ja | – | Ja | – |
| Warmlicht | – | Ja | Ja | Ja |
| Speicher | 128 GB + microSD | 16 GB | 16 GB | 16 GB |
| Bluetooth | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Marktstart | 2024 | 2024 | 2024 | 2024 |
| Geräteseite | Zum Test | Zum Gerät | Zum Gerät |
Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.











