Bigme Read
Kompakter Android-eReader mit Frontlicht und Speicherkartenslot
Auf einen Blick
Der Bigme Read bringt Android und Google Play in das klassische 6-Zoll-Format. Er ist damit für Leser interessant, die eigene Dateien und zusätzliche Anwendungen auf einem kleinen E-Ink-Gerät kombinieren möchten. Das verstellbare Frontlicht und der Speicherkartenslot passen dazu; mit 212 ppi bleibt die Textauflösung jedoch unter aktuellen 300-ppi-Modellen, und der Nutzen der App-Freiheit hängt von Bigmes Softwareabstimmung ab.
Vorteile
- Kompaktes 6-Zoll-Format mit warmem und kühlem Frontlicht
- Android mit Google Play für zusätzliche Anwendungen
- microSD bis 1 TB und breite Formatunterstützung für eigene Dateien
Nachteile
- 212 ppi bieten weniger Feinzeichnung als 300-ppi-Displays
- Wenig Übersicht bei fest gestalteten großen PDF-Seiten
- App-Anpassung und Softwarequalität erfordern eine bewusste Auswahl und Einrichtung
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- Romane und Sachbücher212 ppi, für die meisten scharf genug Gut
- Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht mit regelbarem Warmlicht Ideal
- Hörbücher und VorlesenÜber Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher Gut
- PDFs und FachliteraturNur 6 Zoll, PDFs brauchen Zoom Eingeschränkt
- Apps aus anderen StoresAndroid, Apps installierbar Ideal
Bigme Read im Überblick
Der Bigme Read verbindet die Form eines kleinen Buchlesegeräts mit einer offenen Android-Basis. Seine 6-Zoll-Fläche ist vor allem auf fortlaufenden Text und handliche Bibliotheken ausgelegt, während Google Play zusätzliche Anwendungen zugänglich macht. Das ist ein anderes Nutzungskonzept als bei einem Reader, der hauptsächlich seine vorinstallierte Leseumgebung bereitstellt. Interessant dürfte es für Menschen sein, die unterschiedliche Inhalte auf einem kompakten Gerät zusammenführen möchten, ohne dafür gleich ein großes Schreibtablet zu wählen.
Kleines Display mit verstellbarer Beleuchtung
Das monochrome E-Ink-Display hat eine Auflösung von 1024×758 Pixeln und eine Pixeldichte von 212 ppi. Für anpassbare Buchtexte ist das eine brauchbare technische Grundlage, erreicht aber nicht die Feinzeichnung eines 300-ppi-Panels gleicher Größe. Besonders kleine Schrift, feine Bildlinien und eng gesetzte Beschriftungen profitieren von höherer Dichte. Wer gewöhnlich mit größerer Schrift liest, dürfte diesen Unterschied anders gewichten als jemand, der möglichst viel Text auf einer Seite unterbringen möchte.
Die integrierte Frontbeleuchtung lässt sich in 36 Stufen und mit warmem beziehungsweise kühlem Licht einstellen. Damit ist das Lesen nicht auf helles Umgebungslicht beschränkt. Die Lichtfarbe kann außerdem an die Situation angepasst werden. Wie hell und wie gleichmäßig das Licht ausfällt, bleibt allerdings abzuwarten.
Bei Büchern lässt sich der begrenzte Platz mit einer passenden Schriftgröße gut nutzen. Bei fest gestalteten PDF-Seiten ist das schwieriger: Eine ganze Dokumentseite wird auf sechs Zoll deutlich verkleinert. Vergrößern und Verschieben dürften deshalb bei technischen Unterlagen, Tabellen und kleinen Fußnoten häufiger nötig sein. Der Read ist seinem Format nach vor allem ein kompaktes Lesegerät und kein großformatiges Werkzeug für umfangreiche Dokumentarbeit.
Eigene Dateien und zusätzliche Anwendungen
Ein wichtiger Teil des Konzepts ist der microSD-Steckplatz mit Unterstützung für Karten bis zu einem Terabyte. Er schafft Spielraum für lokale Sammlungen, unabhängig davon, welche Dateien gerade auf dem internen Speicher liegen. Das ist besonders dann nützlich, wenn Bücher und Dokumente ohne ständige Verbindung verfügbar sein sollen.
Die Formatunterstützung umfasst unter anderem EPUB, PDF, MOBI, FB2, TXT, RTF und verschiedene Office- sowie HTML-Formate. Damit kann der Reader unterschiedliche eigene Inhalte aufnehmen. Geschützte Dateien aus Buchläden öffnen sich allerdings nicht immer ohne zusätzliche Schritte. Bei Bibliotheken und gekauften Büchern kommt es auch auf deren Schutzverfahren und die jeweils verwendete Leseanwendung an.
Android und Google Play erweitern die Auswahl über die eingebauten Funktionen hinaus. WLAN und Bluetooth gehören ebenfalls zur Ausstattung. Der Vierkernprozessor mit 1,8 GHz bildet die Grundlage für diese Aufgaben; wie flüssig Apps darauf laufen, muss sich im Alltag zeigen. Gerade auf einem kleinen E-Ink-Bildschirm sollten gewünschte Programme übersichtliche Bedienelemente und möglichst wenige bewegte Oberflächen besitzen. Der volle App-Katalog heißt deshalb nicht, dass sich jede Anwendung so nutzen lässt wie auf einem normalen Tablet.
Eine Vorlesefunktion ergänzt das Lesen um gesprochene Buchtexte. Wie nützlich sie ist, hängt von Stimme, Sprache und Bedienung ab, nicht allein davon, dass es sie gibt. Wer zwischen Lesen und Zuhören wechseln möchte, dürfte diesen Ansatz interessant finden.
Bigmes Software bleibt der entscheidende Faktor
Der Read verspricht mehr Auswahl bei Dateien und Anwendungen, als sein schlichtes Format zunächst erwarten lässt. Bei Bigme gehört die Softwarequalität trotzdem fest in die Abwägung. Mehr Möglichkeiten bedeuten auch mehr Einstellungen, unterschiedliche App-Oberflächen und Entscheidungen über die passende Darstellung. Das dürfte eher Leser ansprechen, die ihren Ablauf selbst zusammenstellen möchten, als Menschen, die ein möglichst einheitliches System ohne zusätzliche Einrichtung suchen.
Die Stärke des Read liegt damit in der Verbindung aus Kompaktheit, warmer und kühler Frontbeleuchtung, Speichererweiterung und Android. Die wichtigsten Grenzen sind ebenso klar: Auf sechs Zoll bleibt wenig Platz für große Dokumentseiten, und 212 ppi bieten weniger Reserven für sehr feine Inhalte. Wer diese Einschränkungen bewusst akzeptiert und eine flexible kleine Lesestation sucht, findet im Bigme Read ein nachvollziehbares Konzept. Die Entscheidung sollte sich an den tatsächlich benötigten Anwendungen orientieren und nicht allein an der Länge seiner Funktionsliste.
Datenblatt: Bigme Read
- Display 6″ E Ink
- Auflösung 212 ppi 1024 × 758 Pixel
- Licht Warm + kalt Farbtemperatur regelbar
- Audio Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher
- System Android
Allgemein
- Hersteller
- Bigme
- Gerätetyp
- eReader
- Marktstart
- 2023
- Farben
- Schwarz
Display
- Technologie
- E Ink
- Größe
- 6 Zoll
- Auflösung
- 1024 × 758 px
- Pixeldichte
- 212 ppi
- Farbdisplay
- Nein
- Beleuchtung
- Frontlicht mit Warmlicht
Verbindungen
- USB
- Ja
- Bluetooth
- Ja
- WLAN
- Ja
Hardware
- Prozessor
- Quad-Core · Quad-core 1.8 GHz
- Speicherkarte
- Ja, microSD
- Betriebssystem
- Android
Software
- Vorlesefunktion (TTS)
- Ja
Unterstützte Dateiformate
- TXT
- EPUB
- FB2
- ZIP
- PRC
- MOBI
- RTF
- OEB
- HTML
- HTM
- DOC
- DOCX
- AZW
- AZW3
- EPUB3
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Alternativen zum Bigme Read
Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.
- Wenn es schärfer sein soll

PocketBook Verse Pro
ab 152,10 € · 2023- 300 statt 212 ppi
- Kein Speicherkartenslot
- Ähnliches Gerät

Boox Go 6
UVP 170 € · 2024- 300 statt 212 ppi
- Ähnliches Gerät

PocketBook Verse
ab 112,50 € · 2023
Im Vergleich
| Merkmal | Bigme Read | PocketBook Verse Pro | Boox Go 6 | PocketBook Verse |
|---|---|---|---|---|
| Aktueller Bestpreis | ? | 152,10 € | ? | 112,50 € |
| UVP zum Marktstart | ? | 169 € | 170 € | 129 € |
| Display | 6″ | 6″ Carta | 6″ Carta 1300 | 6″ Carta |
| Pixeldichte | 212 ppi | 300 ppi | 300 ppi | 212 ppi |
| Gewicht | ? | 186 g | 146 g | 182 g |
| Wasserschutz | ? | IPX8 | – | – |
| Blättertasten | ? | Ja | – | Ja |
| Warmlicht | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Speicher | ? | 16 GB | 32 GB + microSD | 8 GB + microSD |
| Bluetooth | Ja | Ja | Ja | – |
| Marktstart | 2023 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Geräteseite | Zum Test | Zum Test | Zum Gerät |
Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.




