BOOX Palma 2

Der BOOX Palma 2 bleibt der ungewöhnlichste Pocket-Reader am Markt – mit offenem Android, Fingerabdrucksensor und echter Hosentaschentauglichkeit, aber ohne Mobilfunk und ohne Schnäppchenpreis.

Derzeit kein geprüftes Angebot. Der Preis zum Marktstart lag bei 300 €.
Alternativen vergleichen

Auf einen Blick

Der BOOX Palma 2 schärft ein ohnehin ungewöhnliches Konzept nach: Er bleibt ein echter eReader im Smartphone-Format, der mit Android 13, Google Play, Fingerabdrucksensor und frei belegbarer Smart-Taste deutlich vielseitiger wirkt als klassische 6-Zoll-Reader von Kindle oder Kobo. Gerade unterwegs spielt das Modell seine größte Stärke aus, weil es mit 170 Gramm tatsächlich in die Hosentasche passt, beim Einhandlesen sinnvoll nutzbare Seitentasten bietet und dank Carta-1200-Display trotz des schmalen 2:1-Formats angenehm scharf bleibt. Gleichzeitig ist die zweite Generation eher Feinschliff als Neuanfang. Die Software wirkt reifer als beim ersten Palma, die Kamera bleibt vor allem für Dokumente interessant, und wer auf einen echten Smartphone-Ersatz mit Mobilfunk hofft, geht weiterhin leer aus. So ist der BOOX Palma 2 vor allem für Lesende spannend, die maximale Mobilität und App-Freiheit suchen und dafür einen hohen Preis sowie etwas Einarbeitung akzeptieren.

Ideal für: Romane und Sachbücher · Lesen im Bett und bei Nacht · Badewanne, Strand und Pool
Weniger geeignet für: PDFs und Fachliteratur (nur 6,1 Zoll, PDFs brauchen Zoom)

Vorteile

  • Wirklich hosentaschentaugliches Reader-Format
  • Scharfes Carta-1200-Display mit 300 ppi
  • Offenes Android 13 mit Google Play und App-Freiheit
  • 6 GB RAM, 128 GB Speicher und microSD-Slot
  • Praktische Kombination aus Blättertasten, Smart-Taste und Fingerabdrucksensor
  • Dual-Frontlicht und wasserabweisende Bauweise

Nachteile

  • Kein Mobilfunk trotz Smartphone-Format
  • Schmales 2:1-Display ist für PDFs und Comics nur bedingt ideal
  • Kamera derzeit vor allem für Dokumente und Nahaufnahmen sinnvoll
  • Hoher Preis für einen so kleinen Reader

Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?

Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.

  • Romane und Sachbücher300 ppi, sehr scharfe Schrift Ideal
  • Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht mit regelbarem Warmlicht Ideal
  • Badewanne, Strand und PoolWassergeschützt-Wasserschutz Ideal
  • Einhändig umblätternPhysische Blättertasten Ideal
  • Hörbücher und VorlesenEingebauter Lautsprecher plus Bluetooth Ideal
  • PDFs und FachliteraturNur 6,1 Zoll, PDFs brauchen Zoom Eingeschränkt

BOOX Palma 2 im Überblick

Ein Reader, der wirklich in die Hosentasche passt

Der BOOX Palma 2 lebt weiterhin von einer Idee, die im eReader-Markt fast niemand sonst so konsequent verfolgt: Er will kein verkleinertes Tablet sein, sondern ein echter Pocket-Reader, der sich im Alltag eher wie ein minimalistisches Zweitgerät als wie ein klassischer 6- oder 7-Zoll-Reader anfühlt. Genau das gelingt ihm bemerkenswert gut. Mit 159 x 80 x 8 Millimetern, rund 170 Gramm Gewicht und der griffigen, leicht gerundeten Rückseite verschwindet der Reader tatsächlich in Jeans- und Jackentaschen, wo Geräte wie ein Kindle Paperwhite oder Kobo Clara deutlich mehr Platz beanspruchen. Gegenüber dem ersten Palma bleibt die Grundidee fast unverändert, doch schon dieser konsequent mobile Zuschnitt macht den Palma 2 wieder zu einem der eigenständigsten BOOX-Modelle im Sortiment.

Beim Lesen zeigt sich schnell, dass dieses Format nicht nur ein Gimmick ist. Zwar wirkt das 6,13-Zoll-Display im 2:1-Verhältnis anfangs schmaler und ungewohnter als die vertraute Fläche klassischer Reader, doch das scharfe Carta-1200-Panel mit 300 ppi, die plane Glasfront und das angenehm warme Dual-Frontlicht machen vieles an diesem Sonderformat wieder wett. Mit Lautstärkewippe als Blättertasten, Fingerabdrucksensor im Power-Button und der frei belegbaren Smart-Taste bringt der BOOX Palma 2 außerdem genau jene Alltagsdetails mit, die unterwegs einen echten Unterschied machen. Wer häufig mit einer Hand liest, bekommt hier ein deutlich praktischeres Bediengefühl als bei vielen anderen Android-Readern, selbst wenn das Gerät optisch eher funktional als elegant auftritt.

BOOX Palma 2 mit geöffneter Leseseite in der Hand
Beim Einhandlesen wirkt das schmale Gerät trotz des ungewöhnlichen Formats erstaunlich natürlich und kontrollierbar.

Offenes Android bleibt die große Stärke – und die größte Hürde

Mit Android 13, Google Play und der typischen BOOX-Freiheit spielt der Palma 2 seine wichtigste Karte dort aus, wo Kindle, Kobo und PocketBook bewusst Grenzen setzen. Wer seine Bibliothek nicht in einem geschlossenen Shop-System einsperren will, sondern je nach Bedarf zur Kindle-App, zu Kobo, Libby, PocketBook Reader, Instapaper oder anderen Android-Apps greifen möchte, findet hier einen der flexibelsten Reader in dieser Größenklasse. Mit 6 GB RAM, 128 GB internem Speicher und microSD-Slot ist auch die Hardware dafür ausreichend dimensioniert. Gerade im Vergleich zu geschlossenen Einstiegs-Readern fühlt sich das Konzept deshalb eher wie ein E-Ink-Werkzeugkasten an als wie ein reines Lesegerät für Romane.

Mit offenem Android, BOOX Super Refresh und einer erkennbar auf E Ink angepassten Oberfläche kombiniert der Reader diese Freiheit zudem mit genug Tempo für Bibliotheken, App-Wechsel und leichtes Scrollen, ohne dass das System zäh wirkt. Gleichzeitig bleibt BOOX eben BOOX: Die vielen Optionen rund um Refresh-Modi, App-Optimierung und Gesten machen das Gerät reizvoll, verlangen aber mehr Einarbeitung als ein Kindle oder Kobo, der im Zweifel einfach nur eingeschaltet werden will. Dazu kommen Lautsprecher, Mikrofone, OTG per USB-C und eine 16-Megapixel-Kamera, die derzeit vor allem für Dokumente und andere Nahaufnahmen sinnvoll wirkt. Wer auf ein echtes E-Ink-Smartphone gehofft hat, stößt hier allerdings weiter auf denselben Haken wie beim Vorgänger, denn ohne Mobilfunk bleibt der Palma 2 trotz seines Telefonformats ein vielseitiger Zweitbegleiter und eben kein Handy-Ersatz.

BOOX Palma 2 mit geöffneter Einstellungs- oder App-Ansicht
Die offene Oberfläche zeigt, dass hier eher ein flexibler Android-Reader als ein geschlossenes Shop-System arbeitet.

Scharfes Display, clevere Details, aber ein teures Nischenmodell

Im Alltag spricht dennoch viel für den Palma 2. Das Display wirkt kontrastreich, das Frontlicht ist mit regelbarer Farbtemperatur auch nachts angenehm, und die etwas weniger spiegelnde Glasoberfläche hinterlässt einen hochwertigeren Eindruck als beim ersten Palma. Hinzu kommen ein wasserabweisendes Gehäuse, Auto-Rotation, Fingerabdrucksensor und die für diese Klasse ungewöhnlich umfangreiche Medienausstattung. Ganz ohne Schattenseiten bleibt das Paket aber nicht: In schnelleren Modi kann Ghosting sichtbar werden, die Ausleuchtung ist nicht vollkommen makellos, und das schmale Format bleibt bei PDFs, Manga-Seiten oder bildlastigen Inhalten naturgemäß weniger souverän als größere BOOX-Geräte oder 7- bis 8-Zoll-Alternativen. Gerade hier merkt man, dass der Palma 2 bewusst ein Spezialist ist und kein Universalgerät für jeden Lesetyp.

BOOX Palma 2 im direkten Displayvergleich mit dem Vorgänger
Im direkten Vergleich wirkt die Glasoberfläche etwas ruhiger, ohne die typischen E-Ink-Kompromisse ganz zu beseitigen.

Auch der Preis hält ihn klar in dieser Nische. Zwar bietet der BOOX Palma 2 mehr Offenheit, mehr Speicher und mehr technische Spielereien als viele ähnlich kleine Reader, doch für ein 6,13-Zoll-Gerät ist er in Europa trotzdem teuer. Wer vor allem ablenkungsfrei Romane lesen möchte, fährt mit einem Kindle Paperwhite, Kobo Clara BW oder selbst mit dem ersten Palma oft günstiger. Wer dagegen maximale Portabilität, App-Freiheit und ein fast schon telefonartiges Bediengefühl sucht, bekommt mit dem BOOX Palma 2 einen ungewöhnlich ausgereiften Pocket-Reader, der seine Kompromisse offen zeigt und gerade deshalb zu den spannendsten Nischenmodellen im aktuellen BOOX-Portfolio gehört.

BOOX Palma 2 im Video

The Ultimate Pocketable eReader: Boox Palma 2 REVIEW

Testbericht

Chalid Von · Aktualisiert am

Der BOOX Palma 2 macht vor allem eine Sache ausgesprochen gut: Er passt dorthin, wo ein gewöhnlicher eReader oft zu breit ist. Für die Jeans braucht man keine zusätzliche Tasche, und beim Lesen lässt er sich bequem in einer Hand halten. Android und der Play Store bringen dazu fast beliebig viele Lese-Apps auf das kleine E-Ink-Display. Das ist eine reizvolle Kombination, allerdings keine besonders günstige. Gegenüber dem ersten Palma ist die zweite Generation ein vorsichtiges Update. Und trotz seiner Telefonform bleibt auch dieser Palma ein eReader ohne Mobilfunk.

Ein gutes Format mit sinnvoll platzierten Tasten

Äußerlich hat sich wenig verändert. Die breiten Bildschirmränder, stark gerundeten Seiten und die raue Rückseite kennt man vom Vorgänger. Das sieht weniger elegant aus als ein modernes Smartphone, funktioniert in der Hand aber sehr gut. Mit 170 Gramm bleibt der Palma 2 angenehm leicht, die strukturierte Rückseite gibt Halt. Die Lautstärkewippe rechts übernimmt auf Wunsch das Umblättern. Sie lässt sich ertasten und auch mit Handschuhen bedienen. Ihre Position direkt unter der Einschalttaste passt beim Lesen gut zum Daumen. Gerade in der Kindle-App ist das deutlich angenehmer, als bei jeder Seite auf den Bildschirm zu tippen.

Weißer BOOX Palma 2 mit Buchtext in einer schwarzen behandschuhten Hand im Freien.
Der schmale Palma 2 lässt sich auch mit Handschuhen in einer Hand halten.

Die Tastenbelegung lässt sich je App einstellen. Das funktioniert mit den meisten Anwendungen, allerdings nicht mit allen. Neu ist der Fingerabdrucksensor in der Einschalttaste, der das Entsperren vereinfacht. Auf der gegenüberliegenden Seite sitzt eine weitere Taste für frei wählbare Aktionen bei kurzem Druck, langem Druck oder Doppelklick. Standardmäßig frischt ein kurzer Druck die Anzeige vollständig auf. Praktisch wäre noch eine Belegung zum Einschalten der rückseitigen Leuchte gewesen; diese Möglichkeit fehlte im Test. Insgesamt hat BOOX die sinnvolle Bedienung des ersten Palma erhalten und an einer wichtigen Stelle ergänzt.

Zum Eindruck eines Telefons tragen auch die beiden Mikrofone und die Lautsprecheröffnungen bei. Bei der Audiowiedergabe arbeitet im Test aber nur der untere Lautsprecher, nicht beide zusammen als Stereopaar. Er ist immerhin hörbar lauter als beim Vorgänger. Die Kamera auf der Rückseite löst mit 16 Megapixeln auf und bekommt diesmal eine richtige Kamera-App statt ausschließlich einer Anwendung zum Scannen von Dokumenten. Trotzdem konnte ich nur im Nahbereich scharfstellen. Auch andere installierte Kamera-Apps änderten daran nichts. Ob diese Einschränkung Absicht ist, kann ich nicht sagen. Für gewöhnliche Fotos ist sie jedenfalls störend.

Palma 2 zeigt eine fotografierte Notiz, das Papier liegt hinter dem Gerät auf dem Tisch.
Dokumente im Nahbereich sind der sinnvollere Einsatz für die Kamera des Testgeräts.

Offenes Android, gut an den kleinen Bildschirm angepasst

Android 13 ist gegenüber Android 11 im ersten Palma der wichtigste Schritt für die App-Kompatibilität. Auf dem Testgerät war der Sicherheitsstand Oktober 2024 installiert. Programme kommen über Google Play oder als selbst installierte APK-Dateien auf das Gerät. Mit dem Snapdragon 690 und sechs Gigabyte Arbeitsspeicher ist ausreichend Leistung für typische E-Ink-Aufgaben vorhanden. Meist begrenzt die Anzeige das Tempo, nicht der Prozessor. Von den 128 Gigabyte Speicher waren ungefähr 96 Gigabyte nutzbar. Wer mehr braucht, kann eine microSD-Karte einsetzen.

Die Oberfläche gefällt mir. BOOX hat die Bedienung seiner größeren Geräte gut auf das schmale Display übertragen. Hohe Kontraste, wenige Grauabstufungen und sinnvoll dimensionierte Symbole sorgen dafür, dass Menüs auf E Ink klar bleiben. Ränder und Abstände wirken etwas ausgewogener als zuvor. Im direkten Vergleich mit dem Bigme HiBreak fühlt sich das System deutlich sorgfältiger abgestimmt an. Es ist trotzdem kein Gerät, das jede beliebige Android-App ohne Eingriff perfekt darstellt. Für die E-Ink-Einstellungen sollte man sich anfangs etwas Zeit nehmen.

BOOX Palma 2 mit geöffnetem Control Center, großen Symbolen und Reglern für die Beleuchtung.
Klare Symbole und hohe Kontraste passen die Oberfläche an E Ink an.

Vier Anzeigemodi reichen von der langsamen, sauberen HD-Darstellung bis zum schnellen Ultra-Fast-Modus. BOOX Super Refresh macht Scrollen erheblich flüssiger und erlaubt sogar Videowiedergabe. Die Bildqualität sinkt dabei, und die Geschwindigkeit eines LCDs erreicht man nicht. Beim reinen Lesen von Text fallen Nachbilder kaum auf. Bei Bildern und schnellen Modi sind sie deutlicher sichtbar. Mit den Einstellungen lässt sich das verbessern, vollständig beseitigen kann man die Grenzen von E Ink aber nicht. Die meisten Apps funktionieren glücklicherweise schon mit den Voreinstellungen ordentlich. Man muss also nicht vor jeder Nutzung erst ein Technikprojekt daraus machen.

Die vorinstallierte Lese-App bietet bereits viele Funktionen. Für mich ist der größere Reiz aber, Kindle, Kobo oder Libby zusätzlich aus dem Play Store installieren zu können. So lässt sich der Palma an die eigene Bibliothek anpassen, statt alle Bücher nach den Möglichkeiten eines einzelnen Shops auszuwählen. Diese Freiheit bezahlt man mit etwas mehr Einarbeitung als bei einem klassischen Kindle oder Kobo. Einen Kritikpunkt möchte ich dabei nicht unterschlagen: Der Palma 2 verbindet sich gelegentlich mit BOOX-Servern, auch wenn ich BOOX-Dienste nicht aktiv verwende. Eine klare Möglichkeit, solche Verbindungen abzuwählen, würde ich begrüßen.

Schmaler Lesebildschirm mit empfindlicherer Oberfläche

Das 6,13-Zoll-Display hat ein Seitenverhältnis von 2:1. Dadurch bleibt das Gerät schmal, die Textzeilen sind aber kürzer als auf einem üblichen sechs Zoll großen eReader. Anfangs muss man sich daran gewöhnen. Nach kurzer Zeit hat es mich beim Lesen nicht mehr gestört. E Ink Carta 1200 mit 300 ppi liefert sehr gute Kontraste und scharfe Schrift. Das ungewöhnliche Format ist damit ein sinnvoller Kompromiss: weniger Breite auf der Seite, dafür ein Gerät, das tatsächlich problemlos in die Hosentasche passt.

Weißer BOOX Palma 2 mit warm beleuchteter Buchseite und kurzen Textzeilen.
Auf dem schmalen Display fallen die Textzeilen kürzer aus.

Die eingebaute Beleuchtung erreicht ungefähr 200 Nits. Das ist weniger als die extrem hohe maximale Helligkeit des ersten Palma, im Alltag aber mehr als ausreichend. Ein leichter Helligkeitsverlauf bleibt sichtbar; die schmale, hohe Anzeige lässt ihn weniger störend wirken als auf breiteren eReadern. Für dunkle Umgebungen kann man die Beleuchtung weit reduzieren und auf einen warmen Orangeton umstellen. Helligkeit und Farbtemperatur lassen sich über den Lichtsensor auch automatisch regeln. Beim getesteten weißen Palma 2 leuchtet der Rahmen etwas mit. Ob das beim schwarzen Palma 2 genauso ist, habe ich nicht überprüft.

Die Oberfläche streut Licht besser und spiegelt weniger als beim ersten Palma. Gleichzeitig ist sie weniger kratzfest. Das ist ausgerechnet bei einem Gerät ärgerlich, das oft in der Hosentasche landen soll. Ich würde deshalb eine Schutzfolie oder das optionale Klappcover einplanen. Das mindert den Vorteil des kleinen Formats nicht grundsätzlich, gehört aber zu den Kosten und zum Umgang mit dem Gerät. Die bessere Entspiegelung ist willkommen; über die empfindlichere Oberfläche sollte man aber nicht hinwegsehen.

Beim Lesen in der Kindle-App mit ausgeschalteter Beleuchtung und einem Seitenwechsel alle 15 Sekunden lag der Verbrauch bei ungefähr drei Prozent pro Stunde. Daraus ergeben sich bis zu rund 33 Stunden pro Ladung. Mit maximaler Beleuchtung waren es ungefähr 23 Stunden. Videowiedergabe bei maximaler Helligkeit leert den Akku deutlich schneller und kam auf etwa sieben Stunden, ist für diesen eReader aber kein typischer Einsatz. Die tatsächliche Laufzeit hängt stark von App, Anzeigemodus und Beleuchtung ab. Der 3.950-mAh-Akku bietet insgesamt ordentliche Reserven.

Der Palma 2 ist für mich ein sehr guter Spezialist für unterwegs. Die Handhabung, die Tasten und das offene App-Angebot passen hervorragend zum Format. Zum Testzeitpunkt kostete er ungefähr 280 US-Dollar beziehungsweise 300 Euro und war damit deutlich teurer als ein klassischer kleiner eReader wie der BOOX Go 6. Die fehlende Mobilfunkfunktion macht diesen Aufpreis schwerer zu akzeptieren: Das Smartphone ersetzt er eben nicht. Wer vor allem günstig und möglichst unkompliziert lesen möchte, findet passendere Geräte. Wer dagegen möglichst wenig Platz braucht und verschiedene Leseangebote auf einem einzigen E-Ink-Gerät bündeln möchte, bekommt ein überzeugendes Paket. Den Displayschutz würde ich beim Kauf direkt mitdenken.

Datenblatt: BOOX Palma 2

  • Display 6,1″ Carta 1200 16 Graustufen, Touchscreen
  • Auflösung 300 ppi 1648 × 824 Pixel
  • Gewicht 170 g 159 × 80 × 8 mm
  • Speicher 128 GB plus Speicherkartenslot
  • Wasserschutz Wassergeschützt geschützt gegen Untertauchen
  • Licht Warm + kalt Farbtemperatur regelbar
  • Bedienung Tasten + Touch physische Blättertasten
  • Audio Lautsprecher plus Bluetooth

Allgemein

Hersteller
BOOX
Gerätetyp
eReader
Marktstart
2024
Preis zum Marktstart
300 €
Farben
Schwarz, Weiß

Display

Technologie
E Ink Carta 1200
Größe
6,1 Zoll
Auflösung
1648 × 824 px
Pixeldichte
300 ppi
Farbdisplay
Nein
Graustufen
16
Touchscreen
Ja, kapazitiv
Beleuchtung
Frontlicht mit Warmlicht
Plane Front
Ja

Gehäuse & Bedienung

Maße
159 × 80 × 8 mm
Gewicht
170 g
Wasserschutz
Wassergeschützt
Blättertasten
Ja
Lagesensor
Ja

Verbindungen

USB
USB-C
Bluetooth
Ja
WLAN
Ja, 2,4 und 5 GHz
Mobilfunk
Nein

Hardware

Prozessor
Octa-Core · Qualcomm Snapdragon 690 + BSR
Arbeitsspeicher
6 GB
Speicher
128 GB
Speicherkarte
Ja, microSD
Lautsprecher
Ja, Mono
Mikrofon
Ja
Akku
3.950 mAh
Betriebssystem
Android 13

Software

Vorlesefunktion (TTS)
Ja
eBook-Shop
Ja, begrenztes Angebot

Unterstützte Dateiformate

  • PDF
  • CAJ
  • DJVU
  • CBR
  • CBZ
  • EPUB
  • EPUB3
  • AZW3
  • MOBI
  • TXT
  • DOC
  • DOCX
  • FB2
  • CHM
  • RTF
  • HTML
  • ZIP
  • PRC
  • PPT
  • PPTX
  • PNG
  • JPG
  • BMP
  • TIFF
  • WAV
  • MP3

Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.

Alternativen zum BOOX Palma 2

Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.

  • Wenn der Preis zählt
    Boox Go 6

    Boox Go 6

    UVP 170 € · 2024
    • 130 € günstiger (UVP)
    • 24 g leichter
    • Kein Wasserschutz
  • Ähnliches Gerät
    PocketBook Verse Pro

    PocketBook Verse Pro

    ab 152,10 € · 2023
    • 131 € günstiger (UVP)
    • Kein Speicherkartenslot
    • 16 g schwerer
  • Ähnliches Gerät
    Tolino Shine 5

    Tolino Shine 5

    ab 149,00 € · 2024
    • 181 € günstiger (UVP)
    • Keine Blättertasten
    • Kein Speicherkartenslot

Im Vergleich

BOOX Palma 2 im Vergleich mit ähnlichen Geräten
Merkmal BOOX Palma 2 BOOX Palma 2 Boox Go 6Boox Go 6 PocketBook Verse ProPocketBook Verse Pro Tolino Shine 5Tolino Shine 5
Aktueller Bestpreis??152,10 €149,00 €
UVP zum Marktstart300 €170 €169 €119 €
Display6,1″ Carta 12006″ Carta 13006″ Carta6″ Carta 1300
Pixeldichte300 ppi300 ppi300 ppi300 ppi
Gewicht170 g146 g186 g173 g
WasserschutzJa–IPX8IPX8
BlättertastenJa–Ja–
WarmlichtJaJaJaJa
Speicher128 GB + microSD32 GB + microSD16 GB16 GB
BluetoothJaJaJaJa
Marktstart2024202420232024
Geräteseite Zum Test Zum Test Zum Gerät

Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.