Penstar eNote

Ausdauerndes Schreibtablet mit Stiftbedienung und neun Direkttasten

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Auf einen Blick

Das ursprüngliche Penstar eNote verbindet nützliche PDF-Werkzeuge und eine sehr lange Leselaufzeit mit einem ungewöhnlich konsequenten Bedienkonzept: Fingerberührungen bleiben wirkungslos, gearbeitet wird mit Stift und Seitentasten. Das hilft beim ungestörten Schreiben, kostet aber Komfort. Fehlendes Frontlicht, sichtbare Stiftverzögerung und die zum Testzeitpunkt begrenzte Software machen es zu einer Alternative für alle, die genau diese Arbeitsweise bewusst suchen.

Ideal für: Handschriftliche Notizen · PDFs und Fachliteratur · Apps aus anderen Stores
Weniger geeignet für: Lesen im Bett und bei Nacht (keine Beleuchtung)

Vorteile

  • Sehr lange Leselaufzeit mit dem 6000-mAh-Akku
  • Nützliche PDF-Modi und direkt gespeicherte Anmerkungen
  • Keine versehentlichen Fingereingaben beim Schreiben
  • Neun physische Tasten, davon acht frei belegbar

Nachteile

  • Kein Frontlicht und keine Fingerbedienung
  • Höhere Stiftverzögerung als bei schnellen Konkurrenzmodellen
  • Proprietäres Stiftsystem ohne Wacom-Kompatibilität
  • Getestete Oberfläche ohne deutsche Sprachoption und mit begrenzten Notizfunktionen

Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?

Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.

  • Handschriftliche NotizenStifteingabe auf dem Display Ideal
  • PDFs und Fachliteratur10,3-Zoll-Display, nahe an A4 Ideal
  • Apps aus anderen StoresPenstar OS (Android 11, tested version), Apps installierbar Ideal
  • Romane und Sachbücher227 ppi, für die meisten scharf genug Gut
  • Lesen im Bett und bei NachtKeine Beleuchtung Eingeschränkt
  • Hörbücher und VorlesenEingebauter Lautsprecher plus Bluetooth Ideal

Penstar eNote im Überblick

Ein Schreibblock mit einer eigenen Bedienlogik

Das Penstar eNote der ersten Generation richtet sich an Menschen, die vor allem schreiben, lesen und Dokumente markieren möchten. Das 10,3-Zoll-Tablet verzichtet auf eine kapazitive Touchschicht und erkennt deshalb keine Fingereingaben. Die Hand lässt sich beim Schreiben bedenkenlos auflegen, und auch beim Umgreifen löst sie keine unerwünschten Gesten aus. Für Menüs und Werkzeuge muss dafür fast immer der passende Stift bereitliegen. Diese Entscheidung prägt den Alltag stärker als eine zusätzliche Funktion in der Ausstattungsliste.

Neun physische Tasten am seitlichen Griffbereich ergänzen die Stiftbedienung. Acht lassen sich mit eigenen Aktionen belegen, etwa zum schnellen Wechsel einer Funktion oder zur vollständigen Bildschirmauffrischung. Weil die Tasten keine Beschriftung tragen, braucht diese Bedienung etwas Übung. Nach der Eingewöhnung können die Direktzugriffe viel Tipparbeit ersparen. Das magnetisch befestigte Halbfolio lässt sich abnehmen und trägt eine Stiftschlaufe. Ohne Hülle brachte das getestete Gerät ungefähr 395 Gramm auf die Waage; damit bleibt es für seine Bildschirmgröße gut handhabbar.

Heller Bildschirm, aber kein Ersatz für jedes Notizbuch

Der monochrome E-Ink-Bildschirm bietet 227 ppi. Sein heller Hintergrund gefällt, während kleine Schrift und feine Details gegenüber höher auflösenden Geräten etwas weniger sauber wirken. Ein Frontlicht gibt es nicht. Abends oder in dunkleren Räumen ist deshalb eine zusätzliche Lichtquelle nötig. Nachbilder fallen etwas stärker auf als bei manchen Konkurrenten; eine passend belegte Taste für die vollständige Aktualisierung ist im Alltag nützlich. Die strukturierte Schreiboberfläche bietet deutlichen Widerstand. Neue Stiftspitzen können darauf allerdings quietschen und durch die Reibung schneller verschleißen.

Das Stiftsystem erkennt 8192 Druckstufen, ist aber nicht mit üblichen Wacom-Stiften kompatibel. Die Auswahl alternativer Stifte bleibt dadurch begrenzt. Die gemessene Verzögerung von ungefähr 50 Millisekunden ist brauchbar, wirkt neben schnelleren Schreibtablets jedoch sichtbar weniger unmittelbar. Eine Neigungserkennung fehlte im Test außerdem. Vorlagen, unterschiedliche Schreibwerkzeuge, Formen, Bilder und Textfelder decken die grundlegenden Notizaufgaben ab. Bei der Organisation helfen Inhaltsverzeichnis, Lesezeichen und Kategorien.

Die Handschriftumwandlung benötigt eine Internetverbindung und war im Test auf Englisch beschränkt. Ihre Geschwindigkeit und Erkennungsqualität schwankten. Auch die Suche ist umständlicher als nötig, weil dafür die geöffnete Notiz verlassen werden muss. Zoom, Querformat, eine erweiterbare Schreibfläche und Schlagwörter fehlten zum Testzeitpunkt. Vier Mikrofone ermöglichen Audioaufnahmen, erfassen dabei aber auch die Schreibgeräusche. Die aufgenommenen MP3-Dateien lassen sich aus dem lokalen Speicher holen, auch wenn eine bequeme Exportfunktion innerhalb der Oberfläche fehlte.

PDF-Stärken und eine Laufzeit, die von den Einstellungen abhängt

Auf dem Testgerät läuft Android 11, als Menüsprachen gibt es Englisch sowie traditionelles und vereinfachtes Chinesisch. Eine deutsche Bedienoberfläche und Google Play fehlen in dieser Softwareversion. Android-Apps lassen sich dennoch manuell installieren. Der Rockchip-Vierkernprozessor mit zwei Gigabyte RAM genügt für einfache Aufgaben, reagiert bei manchen Anwendungen aber träger als leistungsstärkere Alternativen. Die Möglichkeit, einzelne Apps mit unterschiedlichen E-Ink-Modi zu betreiben, erweitert den Spielraum, setzt jedoch Einarbeitung voraus.

Beim Lesen eigener Dokumente überzeugt das eNote besonders mit seinen PDF-Funktionen. Mehrspaltige Seiten und Comics lassen sich in besser lesbare Abschnitte zerlegen, und handschriftliche Markierungen bleiben als zusätzliche Ebene in der PDF erhalten. Für EPUB-Dateien gibt es Texteinstellungen, direkte Anmerkungen und eine geteilte Ansicht. Die vorhandene Vorlesefunktion klingt hingegen deutlich künstlich, und auch die Nachschlagefunktionen eigneten sich im Test nur eingeschränkt für die Nutzung auf Deutsch.

Der Akku hat 6000 mAh. Bei automatischem Seitenwechsel alle 15 Sekunden und vollständiger Auffrischung nach jeweils 50 Seiten waren bis zu 170 Stunden kontinuierliches Lesen möglich. Mit einer Auffrischung nach fünf Seiten und normalem E-Ink-Modus sank dieser Wert auf ungefähr 60 Stunden. Beim Dauerschreiben hielt der Akku rund neun bis zehn Stunden durch. Die Ausdauer ist somit eine Stärke; wie viele Tage eine Ladung im Alltag reicht, hängt aber stark von den Einstellungen ab. Wer die reine Stiftbedienung bewusst möchte, bekommt ein eigenständiges Arbeitsgerät. Wer vor allem bequeme Menüs, Beleuchtung und eine möglichst verzögerungsfreie Stifteingabe sucht, ist mit anderen Geräten besser bedient.

Penstar eNote im Video

Battery King with a Twist: Penstar eNote E-Ink Tablet REVIEW

Testbericht

Chalid Von · Aktualisiert am

Das Penstar eNote ist ein ungewöhnlicher digitaler Schreibblock. Es verzichtet sowohl auf Beleuchtung als auch auf Fingereingaben und setzt stattdessen auf Stift, Seitentasten und eine sehr lange Laufzeit. Das ist nicht bloß ein Verzicht auf Funktionen, sondern verändert die Benutzung spürbar. Man kann die Hand bedenkenlos auflegen und das Tablet ohne Angst vor Fehleingaben greifen. Dafür muss für fast jede Aktion der Stift zur Hand sein. Die guten PDF-Werkzeuge und der große Akku machen diesen Ansatz interessant. Bei Reaktionsgeschwindigkeit, Auflösung und einigen Softwaredetails reicht das ursprüngliche eNote aber nicht an die stärksten Konkurrenten heran.

Bedienung mit Stift und neun Tasten

Anfangs tippt man aus Gewohnheit trotzdem mit dem Finger auf die Anzeige. Das bewirkt nichts: Der Bildschirm erkennt nur den passenden Stift. Beim Schreiben ist das durchweg angenehm, weil eine Handballenerkennung gar nicht erst nötig ist. Die Hand kann keine Systemgeste und keinen zufälligen Strich auslösen. Neun Tasten am Displayrand gleichen einen Teil der Einschränkung aus, acht davon sind frei mit Aktionen belegbar. So lassen sich häufige Schritte direkt erledigen, ohne jedes Mal ein kleines Symbol mit der Spitze anzusteuern. Die Tasten sind allerdings nicht beschriftet. Ihre Belegung muss erst in Fleisch und Blut übergehen; danach funktioniert das überraschend effizient. Wer vor allem bequem mit dem Finger durch Menüs möchte, wird sich trotzdem umstellen müssen.

Penstar eNote mit neun Tasten links und einer eingeblendeten Liste ihrer Funktionen auf der Startseite.
Die eingeblendete Tastenliste zeigt die Funktionen der unbeschrifteten Seitentasten.

Das magnetische Halbfolio gefällt mir gut. Die Magnete sitzen weit genug vom Bildschirm entfernt, um die Anzeige nicht zu stören. Beim Wiederanbringen muss man die Position zunächst etwas üben, danach geht das Abnehmen und Ansetzen bequem. Im direkten Umgang ist das angenehmer als die entsprechende Lösung des Supernote A5 X2. Die Stiftschlaufe gehört zur Hülle. Weil der Stift ohnehin fast immer herausgenommen wird, steht er beim Aufklappen und flachen Ablegen nicht störend im Weg. Der matte Kunststoffstift liegt ordentlich in der Hand, dürfte für mein Empfinden aber etwas schwerer sein. Ein Radierer am Ende und eine belegbare Seitentaste für Radieren oder Markieren sind praktische Ergänzungen.

Aufgeklapptes graues Halbfolio links am Penstar eNote; die Tastenleiste liegt zwischen Hülle und Display.
Das aufgeklappte Halbfolio lässt die Seitentasten frei.

Optisch ist das eNote weniger zurückhaltend, als sein reduziertes Bedienkonzept vermuten lässt. Der Kunststoffstreifen mit den Tasten und die stoffartige Einlage der Hülle treffen meinen Geschmack nur bedingt. Die Verarbeitung ist insgesamt ordentlich: Die Ränder fühlen sich etwas weicher an, die Rückseite besteht aus einem glatten Kunststoffteil. Zu den Seiten wird das Gehäuse schmaler und wirkt deshalb dünner, als es tatsächlich ist. Rund 395 Gramm ohne Hülle sind für ein 10,3-Zoll-Gerät angenehm. Vier Mikrofone und ein kleiner Lautsprecher ergänzen die Ausstattung. Einschalttaste und USB-C befinden sich am oberen beziehungsweise unteren Ende des Griffbereichs und sind gut erreichbar. Ein Fingerabdrucksensor fehlt, was das Entsperren mit Passwort weniger bequem macht.

Rückseite des grauen Penstar eNote in beiden Händen, mit Penstar-Schriftzug und schmal zulaufenden Rändern.
Die glatte Rückseite geht zu den Rändern in schmalere Gehäusepartien über.

Gutes Schreibgefühl, sichtbar verzögerte Linie

Der 10,3-Zoll-E-Ink-Bildschirm bietet 227 ppi und einen erfreulich hellen Hintergrund. Für gewöhnliches Lesen reicht die Schärfe aus; bei kleiner Schrift oder direkt neben einem höher auflösenden Gerät fällt der Unterschied deutlicher auf. Eine Beleuchtung fehlt vollständig. Das passt zum papiernahen Konzept, setzt aber einen ausreichend hellen Arbeitsplatz voraus. Nachbilder sind etwas deutlicher als bei manchen Konkurrenten. Mit einer entsprechend belegten Seitentaste lässt sich die Anzeige schnell vollständig auffrischen, sobald die Reste stören. Die Schreibfolie bietet spürbaren Widerstand, was mir gefällt. Neue Spitzen können darauf allerdings quietschen, und die Reibung kann ihren Verschleiß erhöhen.

Die gute Haptik geht leider nicht mit einer besonders direkten Reaktion auf dem Bildschirm einher. Gemessen wurden ungefähr 50 Millisekunden Stiftverzögerung. Das ist benutzbar, wirkt neben Geräten mit 20 bis 30 Millisekunden aber sichtbar weniger unmittelbar. Hinzu kommt ein proprietäres Stiftsystem: Wacom-Stifte funktionieren nicht. Wer eine andere Form oder Haptik bevorzugt, kann also nicht einfach auf das große Angebot üblicher Wacom-Alternativen zurückgreifen. Das eNote erkennt Druck mit 8.192 Stufen, Neigung unterstützte es bei meinem Test jedoch nicht. Gerade der Bleistiftmodus schöpft das Potenzial der Druckerkennung für mein Empfinden nicht vollständig aus. Gegenüber einem Kindle Scribe könnten die Übergänge weicher und natürlicher ausfallen.

Penstar eNote mit geöffnetem Stiftmenü; der graue Stift wird rechts neben der Anzeige gehalten.
Stiftart, Strichstärke und Farbe werden im Werkzeugfenster eingestellt.

Die Notiz-App deckt viele Grundlagen gut ab. Vorlagen, Bleistift, Kugelschreiber, Pinsel, Kalligrafiestift und Marker werden durch verschiedene Strichstärken und Farboptionen ergänzt. Bunt werden die Farben auf dem monochromen Bildschirm allerdings nicht. Formen, Bilder und Textfelder lassen sich in die Seite einsetzen. Audioaufnahmen sind für Vorlesungen oder Besprechungen nützlich, nehmen allerdings auch die Stiftgeräusche deutlich mit auf. Eine wirksame Unterdrückung dieser Geräusche war nicht erkennbar. Einen Audioexport innerhalb der Oberfläche konnte ich nicht finden. Die MP3-Dateien lassen sich aber aus den lokalen Ordnern holen. Diese Lösung funktioniert, ist jedoch umständlicher als eine direkte Teilen-Funktion.

Die Handschriftumwandlung verwendet MyScript und benötigt eine Internetverbindung. Die Ergebnisse schwankten zwischen schnell und präzise sowie langsam und weniger zuverlässig. Die Erkennungssprache ließ sich nicht von Englisch umstellen. Automatische Umwandlung während des Schreibens ist möglich, bringt bei jedem Einsatz aber eine kurze Pause mit. Auch die Suche verlangt einen Umweg: Sie steht nur in der Notizbuchübersicht zur Verfügung. Um etwas im gerade geöffneten Heft zu suchen, muss man es zunächst verlassen. Inhaltsverzeichnis, Lesezeichen und Kategorien helfen bei der Organisation. PDF-Export lokal oder per E-Mail sowie eine lokale Sicherung sind vorhanden. Querformat, Zoom, eine erweiterbare Schreibfläche und Schlagwörter oder direkte Verknüpfungen auf der Seite fehlen dagegen. Die wichtigsten Werkzeuge sind oben übersichtlich angeordnet, der Funktionsumfang bleibt aber begrenzt.

Penstar eNote mit der Kategorienansicht der Notiz-App und mehreren Ordnerzeilen.
Kategorien ordnen die Notizbücher in einer gemeinsamen Übersicht.

Die auf Android 11 aufbauende Oberfläche ist kontrastreich, schlicht und meist sinnvoll gegliedert. Sie ist allerdings nur auf Englisch sowie in traditionellem und vereinfachtem Chinesisch verfügbar. Eine deutsche Menüführung gab es bei meinem Test nicht. Google Play fehlt ebenfalls, Apps können jedoch manuell nachinstalliert werden. E-Ink-Modi lassen sich wechseln und sogar einzelnen Apps zuweisen. Diese Einstellungen liegen so tief in Untermenüs, dass man sie erst einmal finden muss. Der Rockchip-Vierkernprozessor mit zwei GB RAM genügt für einfache Aufgaben. Manche Apps reagieren aber langsamer als auf leistungsstärkeren Geräten. Die zusätzliche Offenheit ist willkommen, macht aus dem eNote jedoch kein besonders flottes Android-Tablet.

PDF-Stärken und außergewöhnliche Leselaufzeit

Für EPUB-Dateien gibt es eine ordentliche Auswahl an Texteinstellungen. Direkte Anmerkungen, Farbwahl und geteilte Anzeige sind ebenfalls möglich. Im Detail wirkt die Lese-App aber nicht ganz fertig abgestimmt. Das verwendete Wörterbuch ließ sich nicht wechseln, und die Wikipedia-Verknüpfung führte zur chinesischen Version, ohne dass eine Umstellung zu finden war. Die vorhandene Vorlesefunktion klingt so ausgeprägt künstlich, dass sie mir zum längeren Zuhören wenig Freude macht. Die reine Buchlektüre funktioniert damit besser als die ergänzenden Sprach- und Nachschlagefunktionen. Gerade für deutschsprachige Nutzung sollte man diese Grenzen der Software ernst nehmen.

Deutlich stärker ist die PDF-Bedienung. Erweiterte Ansichtsmodi können mehrspaltige Artikel und Comics in besser lesbare Abschnitte aufteilen. Man muss die Optionen zunächst finden und passend einrichten; danach funktionieren sie erfreulich gut. Das ist ein praktischer Vorteil gegenüber vielen schlichten PDF-Anzeigen, bei denen nur eine verkleinerte Gesamtseite bleibt. Mit dem Stift lassen sich Anmerkungen unmittelbar auf die Seite setzen. Sie werden als zusätzliche Ebene direkt in der PDF gespeichert. Kopiert man die Datei anschließend auf den Computer, bleiben die Markierungen an der vorgesehenen Stelle. Für das Lesen und Bearbeiten eigener Dokumente ist das eNote deshalb deutlich brauchbarer, als die einfache Oberfläche zunächst vermuten lässt.

Penstar eNote mit PDF-Einstellungen und einer in vier nummerierte Bereiche geteilten Dokumentvorschau.
Eine PDF-Seite lässt sich in vier nummerierte Lesebereiche unterteilen.

Die größte Besonderheit ist der 6.000-mAh-Akku. Beim automatischen Lesen einer EPUB mit Seitenwechsel alle 15 Sekunden und vollständiger Auffrischung erst nach jeweils 50 Seiten ergibt sich eine Leselaufzeit von bis zu 170 Stunden. Das entspricht ungefähr sieben Tagen ununterbrochenen Lesens, allerdings genau mit diesen sparsamen Standardeinstellungen. Im normalen E-Ink-Modus und mit vollständiger Auffrischung alle fünf Seiten sank die Laufzeit auf rund 60 Stunden. Auch das ist gut, aber eine ganz andere Größenordnung. Während eines zwölfstündigen Dauertests nahm der Verbrauch gegen Ende etwas zu. Möglicherweise steckt ein Softwareproblem dahinter. Bei kürzeren Sitzungen könnte die Laufzeit günstiger ausfallen. Kontinuierliches Schreiben erreichte ungefähr neun bis zehn Stunden und bleibt damit ebenfalls eine Stärke.

Das Penstar eNote passt zu Menschen, die einen ausdauernden Schreibblock oder ein großes Lesegerät mit echten Blättertasten suchen und die konsequente Stiftbedienung akzeptieren. Seine Laufzeit, die nützlichen PDF-Modi und die fehlenden versehentlichen Fingereingaben sind überzeugende Vorteile. Ich bevorzuge im Alltag trotzdem die Bequemlichkeit einer Beleuchtung und eines Touchscreens. Auch die höhere Stiftverzögerung, das proprietäre Stiftsystem und die begrenzte Sprachauswahl bleiben klare Nachteile. Wer diese Eigenheiten bewusst möchte, bekommt ein interessantes Gerät mit soliden Grundfunktionen. Wer einfach einen möglichst reibungslosen digitalen Papierersatz erwartet, sollte die ungewöhnliche Bedienung und die Softwaregrenzen besonders genau abwägen.

Datenblatt: Penstar eNote

  • Display 10,3″ Carta HD 16 Graustufen, Touchscreen
  • Auflösung 227 ppi 1872 × 1404 Pixel
  • Licht Keine
  • Bedienung Tasten + Stift physische Blättertasten
  • Audio Lautsprecher plus Bluetooth
  • Akku 6.000 mAh
  • System Penstar OS (Android 11, tested version)

Allgemein

Hersteller
Penstar
Gerätetyp
eReader, E-Note
Marktstart
2024

Display

Technologie
E Ink Carta HD
Größe
10,3 Zoll
Auflösung
1872 × 1404 px
Pixeldichte
227 ppi
Farbdisplay
Nein
Graustufen
16
Touchscreen
Nur EMR-Stift
Beleuchtung
Nein

Gehäuse & Bedienung

Blättertasten
Ja

Verbindungen

USB
USB-C
Bluetooth
Ja
WLAN
Ja, 2,4 und 5 GHz

Hardware

Prozessor
Quad-Core · Rockchip quad-core
Arbeitsspeicher
2 GB
Lautsprecher
Ja, Mono
Mikrofon
Ja
Akku
6.000 mAh
Betriebssystem
Penstar OS (Android 11, tested version)

Software

Vorlesefunktion (TTS)
Ja

Unterstützte Dateiformate

  • PDF
  • EPUB

Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.

Alternativen zum Penstar eNote

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Im Vergleich

Penstar eNote im Vergleich mit ähnlichen Geräten
Merkmal Penstar eNote Penstar eNote Onyx Boox Go 10.3Onyx Boox Go 10.3 Viwoods AiPaperViwoods AiPaper Kindle ScribeKindle Scribe
Aktueller Bestpreis??554,99 €?
UVP zum Marktstart?420 €?370 €
Display10,3″ Carta HD10,3″ Carta 120010,7″ Carta 130010,2″ Carta
Pixeldichte227 ppi300 ppi300 ppi300 ppi
Gewicht?375 g370 g433 g
Wasserschutz?–?–
BlättertastenJa–––
Warmlicht–––Ja
Speicher?64 GB128 GB16 GB
BluetoothJaJaJaJa
Marktstart2024202420242022
Geräteseite Zum Test Zum Test Zum Test

Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.