- 13,3″ Kaleido 3 · 300 / 150 ppi
- Farbdisplay
- Stifteingabe
- Warmlicht
- Android
- 625 g
Onyx Boox Tab X C
Große 13,3-Zoll-Farb-eNote für PDFs, Split-Screen-Notizen und strukturierte Dokumentenarbeit
- Farben: Grau
- Preis geprüft am 11.10.2026
Affiliate-Link: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Mehrkosten. Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand.
Auf einen Blick
Das BOOX Tab X C ist kein Farb-eReader für Zwischendurch, sondern eine großformatige Arbeitsfläche für alle, die auf E Ink wirklich mit Dokumenten arbeiten wollen. Das 13,3-Zoll-Kaleido-3-Panel kommt A4 spürbar näher als kleinere E-Notes, bringt Farbe dorthin, wo sie bei Diagrammen, Markierungen, Lehrmaterial und Comics tatsächlich hilft, und kombiniert das Ganze mit Frontlicht, Android 13, Google Play sowie der neuen InkSpire-Stifteingabe. Genau dadurch wirkt das Gerät im Alltag ungewöhnlich schlüssig: groß genug für Split-Screen und ernsthafte PDF-Arbeit, offen genug für eigene Apps, aber zugleich ruhig genug für langes Lesen auf E Ink. Die Kehrseite ist ebenso klar. Farben bleiben sichtbar gedämpft, das Gerät ist mit rund 625 Gramm eindeutig kein Handheld-Reader, und für reinen Schwarzweiß-Text bleibt das Note Max die bessere Wahl. Wer jedoch ein digitales Arbeitsgerät im A4-Format für Lesen, Kommentieren, Mitschriften und farbcodierte Inhalte sucht, findet im Tab X C eines der überzeugendsten BOOX-Modelle der aktuellen Generation.
Vorteile
- 13,3-Zoll-Kaleido-3-Display mit echtem Mehrwert für PDFs, Diagramme, Markierungen und Comics
- Große Arbeitsfläche für Split-Screen, Randnotizen und A4-nahe Dokumente
- Frontlicht mit Farbtemperaturanpassung macht ein großes Farb-E-Ink-Gerät alltagstauglicher
- Android 13 und Google Play machen das System sehr offen
- InkSpire-Stift, zwei Lautsprecher, Mikrofon und optionales Keyboard-Cover passen zum Produktivitätsfokus
- 33 Stunden Lesen ohne Frontlicht im Test mit Seitenwechseln alle 15 Sekunden und Vollauffrischung alle fünf Seiten
Nachteile
- Farben bleiben sichtbar pastellig, die Anzeige ist dunkler als bei monochromem E Ink
- Mit rund 625 Gramm klar eher Schreibtisch- als Handheld-Gerät
- Für reinen Schwarzweiß-Text bleibt das Note Max die sauberere Wahl
- Unzuverlässige Akkuanzeige: Die letzten zehn Prozent verschwanden im Test binnen Minuten
- Nur mit dem neuen InkSpire-Stift von BOOX kompatibel
- Premiumpreis für ein bewusst spezialisiertes Einsatzprofil
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- Handschriftliche NotizenStifteingabe auf dem Display Ideal
- PDFs und Fachliteratur13,3-Zoll-Display, nahe an A4 Ideal
- Comics, Magazine, KochbücherFarbdisplay (E Ink Kaleido 3) Ideal
- Apps aus anderen StoresAndroid 13, Apps installierbar Ideal
- Romane und SachbücherSehr scharf, aber 13,3 Zoll sind groß für eine Hand Gut
- Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht mit regelbarem Warmlicht Ideal
Angebote und Preisvergleich
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BOOX Tab X C
BOOX EU
819,99 €Zum Angebot
Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand · Stand: 11.10.2026 · Affiliate-Links
Onyx Boox Tab X C im Überblick
Warum das Tab X C im BOOX-Programm eine Sonderrolle hat
Das BOOX Tab X C ist eines dieser Geräte, deren Sinn sich nicht aus dem Datenblatt, sondern aus dem Einsatzzweck erschließt. Im BOOX-Sortiment steht es genau dort, wo kleinere Farb-eNotes und große monochrome Arbeitsgeräte an ihre Grenzen stoßen: Es kombiniert das A4-nahe 13,3-Zoll-Format mit einem Kaleido-3-Farbpanel, Frontlicht, offenem Android und echter Notizfunktion. Damit ist es weder ein klassischer Sofa-Reader noch ein Ersatz für ein LCD-Tablet, sondern ein spezialisiertes Arbeitsgerät für alle, die große PDFs, Fachtexte, Skripte, Tabellen oder farbig markierte Unterlagen ernsthaft auf E Ink nutzen wollen. Gerade im Vergleich zum kleineren Note Air4 C wird sofort klar, wie viel entspannter große Dokumente auf dieser Fläche wirken. Und im Vergleich zum Note Max zeigt sich ebenso schnell, warum BOOX hier bewusst auf Farbe und Frontlicht setzt: nicht als Effekt, sondern für mehr Struktur im Arbeitsalltag.

Auf dem großen Panel wirken A4-nahe Dokumente sofort deutlich entspannter als auf kleineren E-Notes.
Diese Positionierung bestätigt sich auch in der Praxis. Das Gehäuse ist mit 5,3 Millimetern sehr schlank, wirkt hochwertig und bringt für die Größe dennoch genug Substanz mit, um nicht fragil zu erscheinen. Gleichzeitig bleibt das Tab X C mit offiziell rund 625 Gramm klar ein Schreibtisch-, Taschen- oder Besprechungsraum-Gerät. Wer lange einhändig lesen will, landet hier beim falschen Modell. Wer dagegen regelmäßig mit A4-nahen PDFs, wissenschaftlichen Artikeln oder Notizseiten im Großformat arbeitet, merkt sehr schnell, wie sinnvoll diese Klasse sein kann. Genau dort liegt die eigentliche Stärke: Das Tab X C fühlt sich nicht wie ein aufgeblasener Reader an, sondern wie ein Werkzeug, das aus dem Platzgewinn einen echten Vorteil bei der Arbeit macht.
Farbe, Frontlicht und PDFs mit echtem Nutzwert
Das wichtigste Verkaufsargument des Tab X C ist nicht einfach Farbe, sondern die Art von Farbe, die auf dieser Displaygröße einen praktischen Nutzen hat. Das Kaleido-3-Panel bleibt sichtbar zurückhaltend: Farben wirken eher pastellig als kräftig, und die Anzeige ist dunkler als bei einem monochromen Carta-Gerät. Gleichzeitig zeigt sich sehr klar, warum das hier trotzdem funktioniert. Auf einem 13,3-Zoll-Panel bringen farbige Markierungen, Diagramme, Lehrbuchgrafiken, Tabellen und Comics einen echten Gewinn an Übersicht, den ein reines Schwarzweiß-Gerät nicht bieten kann. Das Tab X C ist deshalb gerade dort überzeugend, wo Dokumente nicht nur aus Fließtext bestehen, sondern visuelle Orientierung brauchen.

Im direkten Vergleich mit dem Note Max zeigt das Tab X C farbige Symbole und Buchcover auf dunklerem Hintergrund.
Hinzu kommt das Frontlicht, das für diese Geräteklasse fast wichtiger ist als die reine Maximalhelligkeit. Weil Kaleido-Displays dunkler wirken, ist das zweifarbige Licht kein beiläufiges Komfortmerkmal, sondern Teil des Nutzungskonzepts. Im Test macht genau das einen Unterschied: Das Panel wird dadurch zwar nicht zum Leuchtdisplay, ist mit aktivem Frontlicht bei wechselnden Lichtverhältnissen aber deutlich flexibler einsetzbar als ein großes monochromes Modell ohne Beleuchtung. Dadurch verschiebt sich die Rolle des Tab X C spürbar. Das Note Max bleibt die stärkere Wahl für reinen Text, maximale Ruhe und höchste Schwarzweiß-Klarheit. Das Tab X C ist dagegen das interessantere Gerät, sobald farbige Hervorhebungen, Diagramme oder visuelle Lerninhalte eine Rolle spielen. Gegenüber dem Note Air4 C steht weniger die reine Farbsättigung im Vordergrund als die größere, viel produktivere Arbeitsfläche.
Besonders stark ist das Gerät bei PDFs. Auf kleineren E-Notes bleibt Split-Screen oft eine eher theoretische Funktion, weil zwei Bereiche nebeneinander schnell zu eng wirken. Hier funktioniert das Konzept endlich glaubwürdig. Notizen neben dem Dokument, Kommentare im Randbereich oder der Wechsel zwischen Text und separater Notizseite fühlen sich nicht beengt an, sondern alltagstauglich. Genau deshalb wirkt das Tab X C so klar auf Studium, Analyse und strukturierte Dokumentenarbeit ausgerichtet. Für Romane oder reine Freizeitlektüre ist es fast überdimensioniert. Für große Vorlagen, Unterrichtsmaterial oder farbig markierte Fachliteratur spielt das Format seine Stärken dagegen sofort aus.
Schreiben, Software und die typischen Grenzen des Konzepts
Beim Schreiben passt die Hardware gut zum Anspruch des Geräts. Der neue InkSpire-Stift arbeitet direkt mit dem Tab X C zusammen, haftet magnetisch, lädt kabellos und kombiniert eine präzise Eingabe mit haptischem Feedback. Das wirkt auf dem Papier zunächst etwas experimentell, fügt sich auf der großen Fläche aber überraschend logisch ins Konzept ein, weil Notizen, Skizzen und Kommentare sichtbar mehr Raum bekommen als auf kleineren Farb-eNotes. Entscheidend ist dabei weniger der Show-Effekt als die Konsequenz, mit der BOOX das Gerät als Schreib- und Dokumentenwerkzeug versteht. Wer häufig Randnotizen macht, Manuskripte markiert oder Lehrmaterial handschriftlich ergänzt, bekommt hier eine der überzeugenderen großen E-Ink-Arbeitsflächen auf dem Markt.

Die große Notizfläche und die direkte Stifteingabe spielen dem Produktivitätskonzept klar in die Karten.
Dazu kommt die für BOOX typische Offenheit. Android 13 mit Google Play macht das Tab X C deutlich flexibler als geschlossenere Ökosysteme. Eigene Lese-Apps, Cloud-Dienste, Browser, Recherche-Tools oder spezialisierte Arbeitsanwendungen lassen sich viel freier einbinden als bei klassischen Readern. Gleichzeitig bleibt das Gerät klar ein E-Ink-System. Animationen, sehr dynamische Apps und hektische Oberflächen eignen sich darauf nur bedingt, und trotz BOOX Super Refresh Technology bleibt Ghosting unter bestimmten Bedingungen ein Thema, auch wenn es im Alltag erfreulich gut kontrolliert wird. Positiv ist dagegen, wie viel Hardware BOOX in dieses Konzept packt: zwei Lautsprecher, Mikrofon, USB-C mit OTG und das optionale Keyboard-Cover machen aus dem Tab X C mehr als nur ein Lesegerät.
Ganz ohne Einschränkungen kommt das Konzept allerdings nicht aus. Das Tab X C ist groß, schwer und teuer, die Farben bleiben technisch bedingt gedeckter als auf einem klassischen Tablet, und für vorhandenes älteres BOOX-Zubehör ist der exklusive InkSpire-Ansatz nicht unbedingt ideal. Hinzu kommt eine Schwäche, die im Test deutlich wurde: Die Laufzeit des 5500-mAh-Akkus bleibt hinter den übrigen Stärken zurück, und die letzten zehn Prozent der Anzeige verschwanden innerhalb weniger Minuten. Damit liefert BOOX hier ein ambitioniertes Spezialwerkzeug, dessen Ausdauer und unzuverlässige Restanzeige man bewusst einplanen muss.
Unterm Strich ist das BOOX Tab X C genau dann stark, wenn man seine Rolle akzeptiert. Es ist nicht das beste Gerät für pure Romanlektüre, nicht das hellste Farbdisplay und nicht das mobilste E-Ink-Modell. Aber als großes, offenes, farbfähiges Dokumenten- und Notizgerät ist es derzeit außergewöhnlich schlüssig. Wer im BOOX-Kosmos vor allem Textklarheit sucht, greift eher zum Note Max. Wer ein kompakteres Farbgerät will, ist mit dem Note Air4 C besser bedient. Wer jedoch eine große E-Ink-Arbeitsfläche mit Farbe, Frontlicht, Split-Screen-Notizen, Google Play und sehr flexibler Dokumentennutzung sucht, bekommt mit dem Tab X C eines der interessantesten Premium-Modelle dieser Gerätekategorie.
Onyx Boox Tab X C im Video
Testbericht
Von Chalid · Aktualisiert am
Das BOOX Tab X C zeigt besonders überzeugend, wofür sich ein großes E-Ink-Farbdisplay lohnt. Diagramme bleiben unterscheidbar, farbige Markierungen behalten ihre Bedeutung, und neben einer PDF-Seite ist tatsächlich Platz für Notizen. Dazu kommt eine ungewöhnlich schnelle Stifteingabe, obwohl BOOX hier auf einen aktiven USI-Stift statt Wacom EMR setzt. Das Ergebnis ist das bislang leistungsfähigste große E-Ink-Arbeitsgerät im Test. Makellos ist es nicht: Die Laufzeit hält mit den übrigen Stärken nicht ganz mit, und die unzuverlässige Akkustandsanzeige ist ein echter Fehler. Für reine Romane wäre das große, teure Tablet außerdem unnötig aufwendig. Bei komplexen Dokumenten spielt es seine Größe dagegen sinnvoll aus.
Farbe hilft auf dieser Fläche tatsächlich
Auf 13,3 Zoll passen A4- und Letter-Dokumente annähernd in Originalgröße. Gerade dort macht Kaleido 3 einen Unterschied zum schwarzweißen Note Max: Farbige Kurven, Hervorhebungen oder Schaubilder müssen nicht erst anhand ähnlicher Grautöne entziffert werden. Die Farben bleiben eher pastellig als kräftig, wirken im direkten Vergleich aber etwas lebendiger als beim Note Air 4C. Die Messung bestätigt diesen kleinen Vorteil über die Farben hinweg. Ein dramatischer Sprung ist es nicht. Für Comics ist die Kombination aus großer Fläche und etwas kräftigeren Farben trotzdem ausgesprochen angenehm. Wichtiger als der reine Farbeffekt ist bei Fachtexten, dass Informationen schneller zuzuordnen sind.

Der Farbfilter hat allerdings einen sichtbaren Preis. Schwarzweißinhalte werden mit 300 ppi dargestellt, Farbe mit 150 ppi und bis zu 4.096 Farbtönen. Die passive RGB-Schicht verdunkelt den Untergrund: Der gemessene Helligkeitswert L* liegt bei 51, beim Note Max bei 66. Ohne Licht ist dieser Unterschied deutlich. Aus weniger als etwa 30 Zentimetern Abstand wird zudem die feine Farbmatrix als Körnung sichtbar. Aus normalem Leseabstand tritt sie weitgehend zurück. Für reinen Text bleibt ein gutes Schwarzweißdisplay deshalb die angenehmere Grundlage. Für bebilderte PDFs nehme ich den dunkleren Hintergrund dagegen gerne in Kauf, weil die Farbe einen wirklichen Nutzen hat.
Die Beleuchtung gleicht den dunklen Untergrund gut aus. Schon eine moderate Einstellung verbessert die Lesbarkeit deutlich; maximal wurden 65 Nits gemessen. Dazu lässt sich der Farbton anpassen. Ein leichter Verlauf von links nach rechts ist vorhanden und auch messbar, fällt auf der großen Fläche im Alltag aber wenig auf. In schwacher Umgebung kann das beleuchtete Tab X C dadurch sogar leichter lesbar sein als das unbeleuchtete Note Max. Der Eindruck entfernt sich bei stärkerem Licht allerdings etwas von Papier. Man gewinnt Flexibilität bei den Lichtverhältnissen und bezahlt dafür später auch mit zusätzlichem Stromverbrauch.
Sehr erfreulich ist das geringe Ghosting. Gemeint sind schwache Reste der vorherigen Anzeige, die nach einem Bildwechsel stehen bleiben. Das Tab X C macht das deutlich besser als das Note Max und gehört hier zu den überzeugendsten getesteten Kaleido-3-Geräten. Mit der tiefen Auffrischung in der Lese-App sind Nachbilder selbst bei Comics kaum störend. Vollständig verschwunden sind sie nicht. Eine wichtige Ausnahme bleibt die Notiz-App: Dort zeigt das Tab X C etwas mehr Nachbilder als das Note Max. Die Verbesserung gilt also nicht für jede Anwendung.
Schneller Stift auf sehr glattem Glas
Die Glasoberfläche besitzt keine raue Papierstruktur. Das hilft der Bildklarheit und der Kratzfestigkeit, fühlt sich beim Schreiben aber ausgesprochen glatt an, selbst gegenüber dem Tab Ultra C Pro. Der InkSpire gleicht das mit einer weichen, fast gummiartigen Spitze aus. Auf dieser Oberfläche ergibt sich eine brauchbare Kontrolle, ohne das kratzige Gefühl eines EMR-Stifts auf matter Folie zu erreichen. Das Aufsetzen klingt immerhin etwas leiser als bei härteren aktiven Stiftspitzen. USI benötigt zudem etwas mehr Druck, bis ein Strich erkannt wird. Der Unterschied ist klein und fällt vor allem im direkten Vergleich auf. Wer das klare Bild schätzt und keine starke Papierreibung erwartet, kann mit dieser Abstimmung gut arbeiten.

Ungewöhnlich ist der Vibrationsmotor im Stift. Bei leichtem bis mittlerem Druck vermittelt er tatsächlich etwas von der Rückmeldung einer Papieroberfläche. Drückt man stärker auf, verschwindet der Effekt jedoch zunehmend. Er verhält sich damit gerade umgekehrt zu echtem Papier und ersetzt keine dynamische Oberflächenstruktur. Fünf Stufen stehen bereit; die mittlere wirkt am ausgewogensten. Die beiden höchsten fühlen sich künstlicher an und sind auch hörbar. Ganz abschalten lässt sich die Vibration ebenfalls. Gelegentlich blieb sie trotz aktivierter Einstellung aus. Kurzes Anheften an das Tablet löste das Problem im Test jedes Mal. Weniger verständlich sind der fehlende Radierer und die fehlenden Ersatzspitzen im Lieferumfang, zumal die Spitze nach dem langen Schreibtest bereits Gebrauchsspuren zeigte.

Bei Tempo und Präzision überzeugt der Wechsel dagegen. Nach neun Millisekunden erscheint der Strich bereits teilweise, nach 18 Millisekunden ist er vollständig dargestellt. Das Schreiben fühlt sich entsprechend direkt an. Der geringe Abstand zwischen Spitze und sichtbarer Linie liegt etwa auf dem Niveau des Note Air 4C, Druck und Neigung werden unterstützt. Nur diagonale Linien zeigen ein leichtes Wackeln, etwas weniger ausgeprägt als beim getesteten reMarkable Paper Pro. Insgesamt erreicht der Stift ein sehr gutes Niveau. Die große Auswahl alternativer Wacom-EMR-Stifte fällt durch den Technikwechsel allerdings weg; der InkSpire lässt sich nicht einfach durch einen solchen ersetzen.
Das große Aluminiumgehäuse ist nur 5,3 Millimeter dick und wirkt ausgesprochen steif. Gemessen wurden allerdings rund 636 Gramm statt der offiziell genannten 625 Gramm. Zusammen mit der großen Grundfläche macht das aus dem Tab X C ein Gerät für den Schreibtisch oder die Tasche mit bewusst eingeplantem Platz. Es ist kein beiläufig mitgenommener kleiner Notizblock. Trotz der soliden Konstruktion bleibt unter den E-Ink-Pixeln eine Glasrückplatte; starke Verwindung im vollen Rucksack sollte man vermeiden. Praktisch sitzen USB-C unten und die Tastaturkontakte links. So lässt sich auch bei geschlossenem Cover laden. Stereolautsprecher sind vorhanden, ein Fingerabdrucksensor fehlt dagegen selbst bei diesem Spitzenmodell.

Starke Dokumentfunktionen, begrenzte Ausdauer
Snapdragon 855 und 6 GB RAM liefern ausreichend Leistung, unter Last wird das Tablet etwas warm. Zum Testzeitpunkt lief Android 13 mit Sicherheitsstand März 2025. Google Play erleichtert die App-Installation, die E-Ink-Anpassungen verlangen aber etwas Einarbeitung. A2 beschleunigt etwa bewegte Oberflächen und kostet dafür Bildqualität. Die eigene Notiz-App ist umfangreich: Stiftarten, Farben, Ebenen, Formen, Vorlagen, Audioaufnahmen und Links decken viele Arbeitsweisen ab. Das manuell angelegte Inhaltsverzeichnis ist weniger nahtlos als bei Supernote, dafür freier vom eigentlichen Seiteninhalt und auch im exportierten PDF erhalten. Gerade bei langen Notizbüchern ist das ein handfester Vorteil.
Notizen lassen sich über ein Onyx-Konto mit Serverstandorten in Europa, den USA oder China synchronisieren. Bei meiner Prüfung der Hintergrundkommunikation zeigten sich diesmal nur direkte Verbindungen zu EU- und US-Servern, keine zu chinesischen Servern. Das muss nicht bei jeder Nutzung so sein. Eine einfache Möglichkeit, die Hintergrundkommunikation ganz abzuschalten, fehlte weiterhin. Wer einzelne Verbindungen kontrollieren möchte, kann eine Software-Firewall einsetzen. Welche Daten genau übertragen werden, verraten die Verbindungsziele allein allerdings nicht.
Das Tastaturcover ist dasselbe Modell wie beim Note Max. Geschlossen wirkt es weiterhin etwas locker, und die Auswahl möglicher Aufstellwinkel ist begrenzt. Am Tab X C ist es dennoch deutlich besser aufgehoben: Die kratzfestere Glasfront entschärft die Sorge vor dem direkten Kontakt der Tastatur mit dem Display. Auch das Problem doppelter Leerzeichen, das sich beim Vorgänger teils auslösen ließ, trat hier nicht auf. Wer regelmäßig tippt und mit der einfachen Aufstellung zurechtkommt, erhält damit eine brauchbare Ergänzung. Das Cover ersetzt kein besonders festes, vielseitig verstellbares Notebook-Scharnier.

Die beste Anwendung bleibt das PDF-Lesen und -Bearbeiten. Die annähernd originale Seitengröße spart ständiges Zoomen. Mit beschnittenen Rändern lässt sich der Inhalt noch etwas vergrößern, während der Spaltenmodus bei Bedarf abschnittsweise durch wissenschaftliche Texte führt. Direktes Annotieren mit dem Stift funktioniert ebenso wie eine separate Notizseite im geteilten Bildschirm. Auf 13,3 Zoll ist diese Teilung tatsächlich brauchbar und nicht nur eine Funktion, die auf dem Datenblatt gut aussieht. Farbcodierte Diagramme und eigene Markierungen bleiben dabei unterscheidbar. Für solche Aufgaben bietet das Tab X C im Test die bislang überzeugendste E-Ink-Lösung.

Auch gewöhnliche E-Books sind gut versorgt. Die Bibliothek lässt sich filtern und sortieren, Textstile können als eigene Designs gespeichert werden. Das Wörterbuch nutzt zunächst eine Onlinequelle; für den Offlinebetrieb muss man passende Wörterbuchdateien selbst aufspielen. Die Android-Sprachausgabe ist überraschend brauchbar und lässt sich um Stimmen, Sprachen und Dialekte erweitern. Ein richtig eingesprochenes Hörbuch klingt natürlicher. Zum Zuhören nebenbei oder als zusätzliche Lesehilfe ist die Funktion aber sinnvoll. Die große Fläche bleibt für reine Romane eher Geschmackssache als ein notwendiger Vorteil.
Der 5.500-mAh-Akku hielt beim kontinuierlichen Schreiben mit dem Schreibroboter 10,5 Stunden ohne Licht, 8,5 Stunden bei 40 Nits und sechs Stunden bei maximalen 65 Nits durch. Beim Lesen mit Seitenwechsel alle 15 Sekunden und vollständiger Auffrischung alle fünf Seiten waren es in derselben Reihenfolge 33, 15 und elf Stunden. Dauernde Bildbewegung verkürzt die Laufzeit weiter: Videowiedergabe ergab 5,5 Stunden ohne Licht und 3,5 Stunden bei voller Beleuchtung. Der Stift erreichte im Dauerschreibtest 14 Stunden ohne Vibration, elf Stunden bei halber und acht Stunden bei voller Vibrationsstärke. Da er seitlich magnetisch haftet und dabei lädt, war seine Ausdauer im Alltag weniger lästig, als diese Zahlen vermuten lassen.
Ärgerlicher ist die Akkustandsanzeige des Tablets. Zwei getestete Geräte zeigten denselben ungleichmäßigen Verlauf: Anfangs sank der Prozentwert langsam, die letzten zehn Prozent verschwanden dagegen innerhalb weniger Minuten. Vollständiges Entladen und anschließendes Laden im ausgeschalteten Zustand verbesserte die Verteilung etwas, beseitigte das schnelle Ende aber nicht. Die Restanzeige ist damit gerade dann unzuverlässig, wenn man sie am dringendsten braucht. Ein späteres Software-Update mag das beheben, im Urteil zählt der Fehler trotzdem.
Zum Testzeitpunkt kostete das Tab X C rund 820 Euro beziehungsweise US-Dollar. Das ist viel Geld, doch für große Fachtexte mit Grafiken, farbigen Markierungen und parallelen Notizen ist der Mehrwert nachvollziehbar. Gegenüber dem Note Max sind Farbe, Beleuchtung und geringeres Ghosting im Lesebetrieb die entscheidenden Verbesserungen. Der aktive Stift schreibt schnell und präzise, auch wenn seine Haptik anders ausfällt und die Langzeithaltbarkeit des Vibrationsmotors offenbleibt. Wer vor allem lange ohne Steckdose lesen möchte, findet das Gesamtpaket weniger passend. Wer dagegen ein großes E-Ink-Gerät zum konzentrierten Arbeiten mit Dokumenten sucht, bekommt hier ein ausgesprochen starkes Werkzeug mit einer klar benennbaren Akkuschwäche.
Unser Fazit
Datenblatt: Onyx Boox Tab X C
- Display 13,3″ Kaleido 3 Farbe, Touchscreen
- Auflösung 300 / 150 ppi 3200 × 2400 Pixel
- Gewicht 625 g 287,5 × 243 × 5,3 mm
- Speicher 128 GB kein Speicherkartenslot
- Wasserschutz Keine von Wasser fernhalten
- Licht Warm + kalt Farbtemperatur regelbar
- Bedienung Touch + Stift keine Blättertasten
- Audio Lautsprecher plus Bluetooth
Allgemein
- Hersteller
- BOOX
- Gerätetyp
- E-Note
- Marktstart
- 2025
- Farben
- Grau
Display
- Technologie
- E Ink Kaleido 3
- Größe
- 13,3 Zoll
- Auflösung
- 3200 × 2400 px
- Pixeldichte
- 300 / 150 ppi
- Farbdisplay
- Ja
- Farbtiefe
- 4096 colors
- Touchscreen
- Ja, kapazitiv + USI-Stift
- Beleuchtung
- Frontlicht mit Warmlicht
- Plane Front
- Ja
Gehäuse & Bedienung
- Maße
- 287,5 × 243 × 5,3 mm
- Gewicht
- 625 g
- Wasserschutz
- Nein
- Blättertasten
- Nein
- Lagesensor
- Ja
Verbindungen
- USB
- USB-C
- Bluetooth
- Ja
- WLAN
- Ja, 2,4 und 5 GHz
- Mobilfunk
- Nein
Hardware
- Prozessor
- Octa-Core · Qualcomm Snapdragon 855 + BSR
- Arbeitsspeicher
- 6 GB
- Speicher
- 128 GB
- Speicherkarte
- Nein
- Lautsprecher
- Ja, Stereo
- Mikrofon
- Ja
- Akku
- 5.500 mAh
- Betriebssystem
- Android 13
Unterstützte Dateiformate
- CAJ
- DJVU
- CBR
- CBZ
- EPUB
- EPUB3
- AZW3
- MOBI
- TXT
- DOC
- DOCX
- FB2
- CHM
- RTF
- HTML
- ZIP
- PRC
- PPT
- PPTX
- PNG
- JPG
- BMP
- TIFF
- WAV
- MP3
Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.
Alternativen zum Onyx Boox Tab X C
Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.
- Wenn es leichter sein soll

Onyx Boox Note Max
UVP 699,99 € · 2025- 10 g leichter
- Kein Warmlicht
- Nur Schwarzweiß
- Ähnliches Gerät

BOOX Tab X
UVP 950 € · 2023- 65 g leichter
- 207 statt 300 ppi
- Nur Schwarzweiß
Im Vergleich
| Merkmal | Onyx Boox Tab X C | Onyx Boox Note Max | BOOX Tab X |
|---|---|---|---|
| Aktueller Bestpreis | 819,99 € | ? | ? |
| UVP zum Marktstart | ? | 699,99 € | 950 € |
| Display | 13,3″ Kaleido 3 | 13,3″ Carta 1300 | 13,3″ Carta 1250 |
| Pixeldichte | 300 ppi | 300 ppi | 207 ppi |
| Gewicht | 625 g | 615 g | 560 g |
| Wasserschutz | – | ? | – |
| Blättertasten | – | – | – |
| Warmlicht | Ja | – | Ja |
| Speicher | 128 GB | 128 GB | 128 GB |
| Bluetooth | Ja | Ja | Ja |
| Marktstart | 2025 | 2025 | 2023 |
| Geräteseite | Zum Test | Zum Gerät |
Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.








