Onyx Boox Note Air 3
Solides E-Ink-Tablet mit Android, starkem Funktionsumfang und kleinen Schwächen beim Display.
Auf einen Blick
Das Boox Note Air 3 ist ein gut verarbeitetes E-Ink-Tablet mit Android 12, 10,3-Zoll-Carta-Display (227 ppi) und solider Ausstattung inklusive microSD-Slot, Fingerabdrucksensor und magnetischem Stylus. Im Vergleich zum Vorgänger bringt es kaum sichtbare Verbesserungen. Die fehlende Super-Refresh-Technologie ist angesichts des kleinen Akkus nachvollziehbar, wirkt im Vergleich zum Note Air 3C aber inkonsequent. Die Stift-Performance und Bedienung sind gewohnt gut. Wer bereits ein Note Air 2 Plus nutzt, muss nicht upgraden – für Neueinsteiger ist es jedoch eine interessante Option.
Vorteile
- Offenes Android 12 mit Google Play
- EMR-Stift-Unterstützung mit niedriger Latenz
- Großer Funktionsumfang
- Hervorragende PDF-Funktionen
- Ausgezeichnete Performance
- Großer interner Speicher
- Stereo-Lautsprecher
- Speicherkartenerweiterung (MicroSD)
- Frontlight mit Farbtemperaturanpassung
Nachteile
- Hoher Preis
- Bedienung nicht immer ganz einfach
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- Handschriftliche NotizenStifteingabe auf dem Display Ideal
- PDFs und Fachliteratur10,3-Zoll-Display, nahe an A4 Ideal
- Apps aus anderen StoresAndroid 12, Apps installierbar Ideal
- Romane und Sachbücher227 ppi, für die meisten scharf genug Gut
- Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht mit regelbarem Warmlicht Ideal
- Große Bibliothek offline64 GB plus Speicherkarte Ideal
Onyx Boox Note Air 3 im Überblick
Mit dem Note Air 3 setzt Boox seine erfolgreiche Serie von Android-basierten E-Ink-Tablets fort und präsentiert einen Nachfolger zum Note Air 2 Plus, der sich optisch und funktional eng an das farbige Note Air 3C anlehnt. Das neue Modell richtet sich an Nutzer, die ein großes, schwarz-weißes E-Ink-Display bevorzugen und dabei nicht auf moderne Tablet-Features verzichten wollen. Die ersten Eindrücke zeichnen ein solides Bild, lassen aber auch Fragen offen – insbesondere in puncto Display und Ausstattung.
Bewährtes Gehäuse, neue Details
Schon beim Auspacken fällt auf, dass Boox seinem minimalistischen Design treu bleibt: Das Note Air 3 nutzt dasselbe robuste Gehäuse wie das Schwestermodell 3C. Das Aluminiumgehäuse überzeugt mit einer hochwertigen Haptik, wirkt stabil und lässt sich kaum verwinden. Mit einem Gewicht von 460 Gramm ist es allerdings spürbar schwerer als angegeben – und paradoxerweise schwerer als das Note Air 3C mit Farbdisplay. Der Unterschied lässt sich bislang nur mutmaßen; das Frontglas scheint vergleichbar, und auch die Displaytechnik (E-Ink Carta mit 227 ppi) ist nicht neu.
Hardware auf solidem Niveau
Technisch bietet das Note Air 3 eine solide, wenn auch nicht überragende Ausstattung. Mit Octa-Core-Prozessor, 4 GB RAM und 64 GB internem Speicher ist es für die meisten E-Reader- und Notizfunktionen gut gerüstet. Der Speicher lässt sich über eine microSD-Karte erweitern, was im Alltag ein echter Pluspunkt ist. Hinzu kommen Stereolautsprecher, Mikrofon und ein USB-C-Anschluss mit Fingerabdrucksensor im Power-Button – letzterer sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern verbessert auch die Handhabung spürbar.
Display: Altbewährte Technik mit kleinen Mängeln
Der 10,3 Zoll große E-Ink Carta Bildschirm mit 227 ppi bleibt hinter den Erwartungen zurück – insbesondere im Vergleich zu Geräten wie dem Kindle Scribe mit 300 ppi. Die Pixeldichte entspricht der des Vorgängermodells und dürfte für reinen Textgebrauch ausreichen, wirkt im Vergleich zu Konkurrenzprodukten jedoch etwas veraltet. Die Frontbeleuchtung ist in Farbtemperatur regelbar und wirkt auf den ersten Blick gleichmäßig, zeigt aber leichte Helligkeitsverläufe, die im Alltag jedoch kaum stören dürften.
Kein Super Refresh – sinnvoller Verzicht oder vertane Chance?
Ein Unterschied zu anderen Boox-Geräten ist das Fehlen der „Super Refresh“-Technologie, die das Scrollen und Abspielen von Videos auf E-Ink deutlich verbessert. Gerade für ein Arbeitsgerät mit Android-Betriebssystem wäre dies eine sinnvolle Ergänzung gewesen – doch angesichts des kleineren 3700-mAh-Akkus verzichtet Boox hier offenbar bewusst, um die Laufzeit nicht zu stark zu beeinträchtigen. Der Verzicht scheint durchdacht, wirkt aber dennoch inkonsequent, da das Note Air 3C mit derselben Akkukapazität genau diese Funktion besitzt.
Zubehör und Bedienung: Praktisch, aber nicht perfekt
Mitgeliefert wird der Boox Pen Plus, der funktional zwar ausreicht, aber nicht die Qualität des optional erhältlichen Pen 2 Pro erreicht. Auch auf einen integrierten Radierer muss man verzichten. Die magnetische Befestigung des Stifts funktioniert mittlerweile sehr zuverlässig. Die Benutzeroberfläche basiert auf Android 12, ist für den E-Ink-Einsatz angepasst und zeigt sich gewohnt performant – auch wenn die Tab-Reihe von Boox mit ihrer flexibleren Oberfläche hier die Nase vorn hat. Erste Tests zeigen eine gewohnt niedrige Stift-Latenz von etwa 20 Millisekunden und ein angenehmes Schreibgefühl.
Evolution statt Revolution
Insgesamt macht das Boox Note Air 3 einen ausgereiften Eindruck. Es ist eine logische Weiterentwicklung des Note Air 2 Plus, ohne große Überraschungen zu bieten. Die Verarbeitungsqualität ist hochwertig, das System reagiert flott, und die Kombination aus Android und E-Ink bleibt ein Alleinstellungsmerkmal in diesem Segment. Wer bereits ein funktionierendes Note Air 2 Plus besitzt, dürfte allerdings nur wenig Anreiz zum Wechsel finden. Für Neueinsteiger oder Umsteiger aus dem Kindle- oder Kobo-Lager könnte das Note Air 3 jedoch eine attraktive Alternative sein – sofern man mit den kleinen Kompromissen bei Display und Ausstattung leben kann.
Onyx Boox Note Air 3 im Video
Datenblatt: Onyx Boox Note Air 3
- Display 10,3″ Carta 16 Graustufen, Touchscreen
- Auflösung 227 ppi 1872 × 1404 Pixel
- Gewicht 450 g 226 × 193 × 5,8 mm
- Speicher 64 GB plus Speicherkartenslot
- Wasserschutz Keine von Wasser fernhalten
- Licht Warm + kalt Farbtemperatur regelbar
- Bedienung Touch + Stift keine Blättertasten
- Audio Lautsprecher plus Bluetooth
Allgemein
- Hersteller
- BOOX
- Gerätetyp
- eReader, E-Note, Tablet
- Marktstart
- 2023
- Preis zum Marktstart
- 449 €
- Farben
- Grau
Display
- Technologie
- E Ink Carta
- Größe
- 10,3 Zoll
- Auflösung
- 1872 × 1404 px
- Pixeldichte
- 227 ppi
- Farbdisplay
- Nein
- Graustufen
- 16
- Touchscreen
- Ja, kapazitiv + EMR-Stift
- Beleuchtung
- Frontlicht mit Warmlicht
- Plane Front
- Ja
Gehäuse & Bedienung
- Maße
- 226 × 193 × 5,8 mm
- Gewicht
- 450 g
- Wasserschutz
- Nein
- Blättertasten
- Nein
- Lagesensor
- Ja
Verbindungen
- USB
- USB-C
- Bluetooth
- Ja
- WLAN
- Ja
- Mobilfunk
- Nein
- GPS
- Nein
Hardware
- Prozessor
- Octa-Core
- Arbeitsspeicher
- 4 GB
- Speicher
- 64 GB
- Speicherkarte
- Ja, microSD
- Lautsprecher
- Ja, Stereo
- Mikrofon
- Ja
- Akku
- 3.700 mAh
- Betriebssystem
- Android 12
Unterstützte Dateiformate
- DJVU
- CBR
- CBZ
- EPUB
- AZW3
- MOBI
- TXT
- DOC
- DOCX
- FB2
- CHM
- RTF
- HTML
- ZIP
- PRC
- PPT
- PPTX
- PNG
- JPG
- BMP
- TIFF
- WAV
- MP3
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Alternativen zum Onyx Boox Note Air 3
Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.
- Wenn der Preis zählt

Onyx Boox Go 10.3
UVP 420 € · 2024- 29 € günstiger (UVP)
- 300 statt 227 ppi
- Kein Warmlicht
- Wenn es schärfer sein soll

Kindle Scribe
UVP 370 € · 2022- 79 € günstiger (UVP)
- 300 statt 227 ppi
- Kein Speicherkartenslot
- Ähnliches Gerät

Onyx Boox Tab Ultra
UVP 650 € · 2022- 201 € teurer (UVP)
- 30 g schwerer
Im Vergleich
| Merkmal | Onyx Boox Note Air 3 | Onyx Boox Go 10.3 | Kindle Scribe | Onyx Boox Tab Ultra |
|---|---|---|---|---|
| UVP zum Marktstart | 449 € | 420 € | 370 € | 650 € |
| Display | 10,3″ Carta | 10,3″ Carta 1200 | 10,2″ Carta | 10,3″ Carta |
| Pixeldichte | 227 ppi | 300 ppi | 300 ppi | 227 ppi |
| Gewicht | 450 g | 375 g | 433 g | 480 g |
| Wasserschutz | – | – | – | – |
| Blättertasten | – | – | – | – |
| Warmlicht | Ja | – | Ja | Ja |
| Speicher | 64 GB + microSD | 64 GB | 16 GB | 128 GB + microSD |
| Bluetooth | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Marktstart | 2023 | 2024 | 2022 | 2022 |
| Geräteseite | Zum Test | Zum Test | Zum Gerät |
Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.




