TCL NXTPAPER 60 Ultra

7,2-Zoll-Smartphone mit NXTPAPER 4.0, EMR-Stift und spürbar entspannterem Leseerlebnis

383,00 €
Zum Angebot bei Amazon.de
  • Farben: Weiß, Schwarz
  • Preis geprüft am 19.10.2026

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Auf einen Blick

Mit dem NXTPAPER 60 Ultra schickt TCL eines der eigenständigsten Lesesmartphones der oberen Mittelklasse ins Rennen. Das 7,2-Zoll-NXTPAPER-4.0-Display bleibt klar ein mattiertes LCD und kein E-Ink-Ersatz, reduziert Spiegelungen im Alltag aber deutlich stärker als klassische Glaspanels. Zusammen mit dem EMR-Stift, den Lesemodi und dem großen Akku entsteht ein Gerät, das für lange Texte, schnelle Notizen und entspanntes Scrollen sinnvoller wirkt als viele normale Android-Smartphones. Zwar liefert TCL kein Flaggschiff mit Top-Kamera und Premium-Materialanmutung, doch gegenüber früheren NXTPAPER-Handys fällt das Gesamtpaket deutlich runder aus. Wer viel auf dem Smartphone liest und genau dafür mehr Komfort sucht, bekommt hier ein ungewöhnlich schlüssiges Angebot.

Ideal für: Handschriftliche Notizen · Comics, Magazine, Kochbücher · Apps aus anderen Stores
Weniger geeignet für: PDFs und Fachliteratur (nur 7,2 Zoll, PDFs brauchen Zoom)

Vorteile

  • Deutlich entspannteres Lesen durch matte, stark entspiegelte NXTPAPER-Anzeige
  • EMR-Stift und NXTPAPER-Modi bringen echten Mehrwert für schnelle Notizen und fokussierte Nutzung
  • Alltagstaugliches Gesamtpaket mit starkem Akku, IP68 und Leistung der oberen Mittelklasse

Nachteile

  • Trotz Komfortvorteil kein E-Ink-Ersatz und sichtbar kontrastärmer als gute OLED-Smartphones
  • Folio- und Pen-Lösung wirkt funktional, aber nicht besonders hochwertig
  • Ultraweitwinkel und Gesamt-Kameraniveau bleiben unter echtem Flaggschiffstandard

Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?

Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.

  • Handschriftliche NotizenStifteingabe auf dem Display Ideal
  • PDFs und FachliteraturNur 7,2 Zoll, PDFs brauchen Zoom Eingeschränkt
  • Comics, Magazine, KochbücherFarbdisplay (TCL NXTPAPER) Ideal
  • Apps aus anderen StoresAndroid 16, Apps installierbar Ideal
  • Romane und Sachbücher359 ppi, sehr scharfe Schrift Ideal
  • Lesen im Bett und bei NachtHintergrundbeleuchtetes Display (LCD) Gut

Angebote und Preisvergleich

  • TCL NXTPAPER 60 Ultra 5G Android-Smartphone, 7,2 Zoll FHD+ …

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TCL NXTPAPER 60 Ultra im Überblick

Mit dem NXTPAPER 60 Ultra treibt TCL seine matte Display-Idee deutlich konsequenter voran als bei den früheren NXTPAPER-Smartphones. Das Modell will kein E-Ink-Ersatz sein und auch kein klassisches Kamera-Flaggschiff, sondern ein großes Lesesmartphone der oberen Mittelklasse, das Augenkomfort erkennbar höher gewichtet als die meisten Konkurrenten. Es spricht Menschen an, die viel auf dem Telefon lesen, markieren, scrollen oder zwischendurch Notizen machen und dafür ein entspannteres Display suchen, ohne auf Farbe, 120-Hz-Tempo und die typischen Smartphone-Funktionen zu verzichten.

TCL NXTPAPER 60 Ultra mit Stift im Hands-on

Das große Smartphone-Format und der Stift gehören hier sichtbar zusammen.

Im Alltag ist dieser Unterschied schnell greifbar. Spiegelungen treten deutlich weniger aggressiv auf als bei typischen Glasdisplays, Fingerabdrücke fallen weniger störend auf, und längere Texte wirken ruhiger als auf einem normalen Smartphone-Panel. Genau deshalb passt das Gerät besonders gut zu Menschen, die Nachrichten, Webseiten, PDFs oder längere Artikel ständig auf dem Handy lesen und sich an Blendungen stören. Wichtig ist aber die richtige Erwartung: Das NXTPAPER 60 Ultra bleibt ein großes LCD-Smartphone mit Farbe, 120-Hz-Alltagstempo und allen Vorteilen eines normalen Mobilgeräts. Das Lesen ist darauf angenehmer, es ersetzt aber weder einen eReader noch ein echtes High-End-OLED mit tiefem Kontrast.

TCL NXTPAPER 60 Ultra im direkten Displayvergleich

Der matte Bildschirm wirkt im direkten Vergleich sichtbar ruhiger.

Displaykomfort und Smartphone-Alltag

Die Ausstattung passt gut zu diesem Eindruck. TCL kombiniert ein 7,2-Zoll-Display mit 2340 x 1080 Pixeln, NXTPAPER 4.0, antireflektierender Oberfläche, Zero-Flicker-Ansatz und weiteren Augenkomfort-Funktionen wie Dim-light Eye Protection und Circadian Screen Comfort. In der Praxis wirkt das nicht wie reines Marketing, weil der matte Look und die reduzierte Spiegelung den Umgang mit dem großen Panel tatsächlich verändern. Dazu kommt, dass das Smartphone mit Dimensity 7400, bis zu 12 GB RAM plus Erweiterung, bis zu 512 GB Speicher, 5200-mAh-Akku und 33-Watt-Laden nicht wie ein Spezialgerät mit großen Alltagslücken auftritt. Es will ein vollwertiges Smartphone bleiben und schafft das insgesamt auch.

Gerade diese Mischung macht den Charakter des Geräts aus. Das NXTPAPER 60 Ultra ist nicht deswegen interessant, weil es in jeder Einzelkategorie dominiert, sondern weil TCL den Nutzwert der Displayidee nicht mit einem zu schwachen Gesamtpaket bezahlt. IP68-Schutz, NFC, eSIM-Option, großzügiger Speicherrahmen und das große Panel machen das Modell vielseitiger, als man es von früheren Spezial-Displaysmartphones erwarten würde. Gleichzeitig zeigen sich aber auch klare Grenzen: Das Gehäuse erreicht kein echtes Premium-Niveau, der Bildschirmkontrast bleibt sichtbar hinter starken OLED-Panels zurück, und wer einen besonders kompakten Begleiter sucht, wird mit 227 Gramm und diesem Format nicht glücklich.

Stift, Modi und produktive Nutzung

Spannend wird das Gerät dort, wo TCL das Lesen mit kleinen Produktivaufgaben verbindet. Der EMR-Stift ist für diese Smartphone-Klasse ein echter Mehrwert, weil schnelle Notizen, Skizzen oder Markierungen damit direkter funktionieren als bei reinen Touch-Lösungen. Dazu kommen NXTPAPER Key, Ink Paper Mode, Color Paper Mode und Max Ink Mode. Diese Modi sind nicht bloß nette Menüpunkte, sondern verändern die Nutzung spürbar: Wer unterwegs länger lesen will, bekommt eine bewusst ruhigere, fokussiertere Darstellung; wer kurze Arbeitsnotizen macht, profitiert von der großen Fläche und der unmittelbaren Stiftreaktion. Besonders für Menschen, die sonst zwischen Smartphone und kleinem Notizgerät wechseln, hat das einen echten praktischen Wert.

TCL NXTPAPER 60 Ultra mit geöffneten NXTPAPER-Modi

Die Lesemodi sind nicht versteckt, sondern direkt im Nutzungskontext erreichbar.

Trotzdem sollte man auch hier nicht zu viel hineinlesen. Das Schreibgefühl wird vom matten Display klar aufgewertet, und die Stiftlatenz wirkt angenehm niedrig, aber die gesamte Zubehörlösung bleibt eher funktional als elegant. Vor allem das Folio- und Pen-Setup wirkt nicht so durchdacht oder hochwertig, dass man damit automatisch ein kleines Profi-Notizsystem bekommt. Für spontane Gedanken, Listen, Anmerkungen und kurze handschriftliche Notizen passt es gut; für Menschen, die täglich lange handschriftlich arbeiten oder eine kompromisslose Premium-Stiftplattform erwarten, bleibt Luft nach oben.

TCL NXTPAPER 60 Ultra beim Schreiben mit dem Stift

Beim Schreiben wirkt die matte Fläche griffiger als ein typisches Glasdisplay.

Kamera, Leistung und Einordnung

Bei der restlichen Hardware setzt TCL auf ein rundes Gesamtbild der oberen Mittelklasse statt auf einzelne Spezifikationsrekorde. Der Dimensity 7400 liefert für den Alltag genug Reserven, Multitasking wirkt stimmig, und der große Akku passt zum Lesefokus des Modells. Die Kameraausstattung mit 50-MP-Hauptkamera, 50-MP-Telekamera mit 3x-Zoom, 8-MP-Ultraweitwinkel und 32-MP-Frontkamera ist für diese Klasse ordentlich. Entscheidend ist aber weniger die nackte Zahl als das Ergebnis: Die Hauptkamera liefert brauchbare bis gute Aufnahmen, während Tele und besonders Ultraweitwinkel nicht dasselbe Niveau halten. Wer vor allem ein starkes Komfort-Smartphone mit brauchbarer Kamera sucht, bekommt hier ein solides Paket; wer bei der Kamera Flaggschiff-Niveau erwartet, eher nicht.

Unterm Strich ist das TCL NXTPAPER 60 Ultra vor allem deshalb interessant, weil es seinen Sonderweg erstaunlich konsequent zu Ende denkt. Das matte NXTPAPER-Display, die geringere Blendung und die Lesemodi bringen im Alltag einen echten Mehrwert für Vielleser auf dem Smartphone. Dazu kommen ein brauchbarer Stift, ein insgesamt alltagstaugliches Technikpaket und ein Preisniveau, das mit 499 Euro für 256 GB beziehungsweise 549 Euro für 512 GB noch im Rahmen einer ambitionierten oberen Mittelklasse bleibt. Die Kehrseite sind der weiterhin LCD-typische Kontrastabstand zu guten OLEDs, das nur funktionale statt edle Stift-Zubehör und ein Kamerasystem ohne Flaggschiff-Anspruch. Genau für Nutzerinnen und Nutzer, die ein großes, entspiegelt wirkendes Lesesmartphone mit Zusatznutzen suchen, ist das aber ein ziemlich schlüssiges Angebot.

TCL NXTPAPER 60 Ultra im Video

Matte Screen Magic: TCL NXTPAPER 60 Ultra Review

Testbericht

Chalid Von · Aktualisiert am

Das TCL NXTPAPER 60 Ultra ist eines der angenehmsten Smartphones, die ich bisher benutzt habe. Dafür ist vor allem das matte Display verantwortlich: Spiegelungen und Fingerabdrücke treten so weit zurück, dass der Unterschied zu einem gewöhnlichen glänzenden Telefon sofort auffällt. Dazu kommen ein großer Bildschirm, ordentliche Leistung und erstmals in dieser NXTPAPER-Bauform ein EMR-Stift. Der Reiz liegt in der Verbindung aus normalem Smartphone-Alltag und einer ruhigeren Bildschirmoberfläche. Ein E-Ink-Gerät wird daraus trotzdem nicht, und zum vollwertigen digitalen Notizbuch reichen weder die Stiftsoftware noch die Zubehörlösung. Als großes Telefon mit nützlicher Notizfunktion überzeugt das Konzept aber deutlich mehr als frühere NXTPAPER-Modelle.

Großes Kunststoffgehäuse, brauchbares Zubehör

Unter den bisher getesteten NXTPAPER-40-, -50- und -60-Modellen fühlt sich das 60 Ultra am hochwertigsten an. Das vollständig aus Kunststoff gefertigte Gehäuse ist sehr stabil und sauber zusammengesetzt. Rahmen und Rückseite nehmen zudem vergleichsweise wenige Fingerabdrücke an. Die große mittige Kamerainsel lässt das Telefon auf dem Tisch weniger kippeln als Geräte mit seitlich versetztem Kamerabuckel. Eine IP68-Einstufung für Wasser- und Staubschutz ist ebenfalls willkommen. Kompakt ist das Gerät allerdings nicht: 227 Gramm, 81 Millimeter Breite und das 7,2-Zoll-Display ergeben selbst für größere Hände ein stattliches Telefon. Dass es nur 7,6 Millimeter dick ist, ändert daran wenig. In eine Tasche passt es noch, doch neben kleineren Smartphones wirkt es massiv.

Rückseite des grauen TCL NXTPAPER 60 Ultra mit zentraler runder Kameraeinheit und TCL-Logo.
Die große runde Kamerainsel sitzt mittig auf der matten Rückseite.

Der Einschalter enthält einen Fingerabdrucksensor und kann wahlweise auf Berühren oder Drücken reagieren. Er funktioniert ordentlich, zählt aber weder bei Tempo noch Zuverlässigkeit zur Spitze. Zusätzlich zur Lautstärkewippe gibt es die eigene NXTPAPER-Funktionstaste für die Bildschirmmodi. Stereo-Lautsprecher oben und unten liefern ausreichend lauten, für diese Klasse ordentlichen Klang. USB-C und 5G gehören dazu. Je nach Markt gibt es entweder zwei SIM-Plätze oder eine Kombination aus physischer SIM und eSIM. Eine microSD-Erweiterung fehlt diesmal. Wer eine große lokale Bibliothek mitnehmen möchte, sollte deshalb die passende Speichervariante wählen.

Der Stift verschwindet nicht im Telefon. Stattdessen steckt er in einem eigenen länglichen Halter, der mit Kunststoffhaken am Schutzcase befestigt wird. Das wiederum sitzt in einem magnetisch abnehmbaren Folio. Bei meinem gekauften 512-GB-Paket waren Case, Folio und Stift dabei; ob das bei jeder Variante so ist, sollte man vor dem Kauf prüfen. Praktisch ist, dass man den Umschlag schnell abnehmen kann. Der glänzende Stifthalter und das Gummiband zum Schließen wirken allerdings improvisiert und passen optisch nicht besonders gut zum matten Telefon. Trotzdem hat die Konstruktion einen Nutzen: Beim Schreiben wird der Halter zur Griffkante. Besonders als Rechtshänder kann man das Gerät daran halten, ohne aufs Display zu greifen.

TCL NXTPAPER 60 Ultra im Case neben dem separat gehaltenen Folio, mit langer schwarzer Stifthalterung an der Seite.
Das Folio lässt sich vom Telefon im Case trennen; die lange Stifthalterung bleibt am Case.

Der Dimensity 7400 mit zwölf GB RAM und wahlweise 256 oder 512 GB Speicher liefert eine gute Leistung im Alltag. Für gelegentliche und mittelschwere Spiele reicht sie ebenfalls, bei längeren Sitzungen wird das Telefon etwas warm, ohne unangenehm heiß zu werden. Eine konkrete Schwäche zeigt die Kamera-App: Drückt man zu schnell hintereinander auf den Auslöser, reagiert sie manchmal nicht und speichert kein Bild. Gerade einen flüchtigen Moment kann das kosten. Das Vibrationsfeedback ist brauchbar, fühlt sich aber eher weich als präzise an. Hier bleibt das 60 Ultra ein Gerät der Mittelklasse, auch wenn seine besondere Oberfläche einen stärkeren Eindruck hinterlässt.

Das matte LCD macht den Unterschied

Das nanostrukturierte matte Glas ist der wichtigste Grund, dieses Telefon überhaupt näher anzusehen. Es dämpft störende Spiegelungen erheblich, und auch Schlieren fallen kaum auf. Der Effekt wirkt feiner als bei einer nachträglich aufgeklebten matten Folie. Sehr gute Blickwinkel unterstützen den papierähnlichen Eindruck, während 120 Hz für flüssiges Scrollen und Animationen sorgen. Der Bildschirm bleibt dabei ein LCD mit eigener Beleuchtung. Sein Kontrast von ungefähr 1.500:1 ist für diese Technik ordentlich, Schwarz wirkt aber weniger tief als auf OLED. Die Oberfläche nimmt dem Bild außerdem etwas Klarheit: Trotz 359 ppi erscheinen Pixelkanten bei genauer Betrachtung leicht weicher. Mich störte das wenig. Die erhöhte Kratzempfindlichkeit des matten Glases ist der praktischere Nachteil; eine Folie darüber würde gerade den besonderen Oberflächeneindruck verändern.

iPhone 13 Pro links und TCL NXTPAPER 60 Ultra rechts unter einem Lichtmuster, das auf dem matten TCL-Display diffus erscheint.
Das Lichtmuster spiegelt sich auf dem TCL rechts deutlich weicher als auf dem iPhone links.

Auch der geringere Blauanteil ist mehr als nur eine Einstellung mit wärmerem Weißpunkt. Bei angeglichener Helligkeit und Farbtemperatur ergab die Messung ungefähr 40 Prozent weniger Blaulicht als beim Galaxy Z Fold 7. Im Papiermodus wird der Unterschied größer, dort trägt allerdings die wärmere Abstimmung zusätzlich dazu bei. Den eigentlichen Gewinn im Alltag spüre ich aber an der entspannten Darstellung ohne ausgeprägte Spiegelbilder, nicht an einer medizinischen Wirkung.

Über die Funktionstaste stehen ein monochromer Modus, eine farbige Papierdarstellung und Max Ink bereit. Max Ink schränkt Funktionen zugunsten der Laufzeit ein. Erfreulicherweise lassen sich nun eigene Apps ergänzen, etwa Kindle, statt auf die vorgegebenen Anwendungen beschränkt zu bleiben. Nervig ist die erzwungene Umschaltanimation: Die ungefähr fünf Sekunden Wartezeit sehen anfangs hübsch aus, werden bei regelmäßiger Nutzung aber schnell lästig. Die Papiermodi verändern die Optik, nicht die zugrunde liegende Displaytechnik. Manuell sind bis zu ungefähr 620 Nits möglich, in Sonne bis zu 850 Nits. Das erleichtert die Nutzung draußen gegenüber älteren NXTPAPER-Telefonen deutlich, reicht aber nicht für uneingeschränkt gute Sicht in praller Sonne. Ein reflektierendes E-Ink-Display bleibt dort ein anderes Erlebnis.

TCL NXTPAPER 60 Ultra mit drei Karten für Max Ink Mode, Ink Paper Mode und Colour Paper Mode.
Das NXTPAPER-Menü bietet Max Ink Mode, einen Schwarzweißmodus und einen Farbmodus.

Schnelle Stiftnotizen mit klaren Grenzen

Der mitgelieferte EMR-Stift reagiert erfreulich direkt. Zusammen mit dem Widerstand der matten Oberfläche ergibt das ein angenehmes Schreibgefühl, das an manche E-Ink-Geräte erinnert. Beim schnellen Ziehen über das Glas entsteht allerdings ein leises, hohes Quietschen. Es ist kein gravierender Fehler, fällt mir aber unangenehm auf. Noch bedauerlicher ist die eingeschränkte Kompatibilität: Andere EMR-Stifte, die ich ausprobiert habe, wurden zwar erkannt, funktionierten schon bei geringstem Druck jedoch nicht mehr richtig. Dass ein bereits vorhandener EMR-Stift zuverlässig funktioniert, sollte man deshalb nicht voraussetzen.

TCL NXTPAPER 60 Ultra im Folio mit blauen handschriftlichen Linien und Text, daneben der schwarze Originalstift.
Mit dem mitgelieferten Stift lassen sich kurze Notizen direkt auf dem Telefon schreiben.

Die eingebaute Notiz-App bleibt überschaubar. Drei Stiftarten, einfache Farb- und Strichoptionen, wenige Seitenvorlagen und eine Glättungsfunktion reichen für kurze Notizen, ersetzen aber keine ausgefeilte Notizsoftware. Nützlicher ist die automatische Umwandlung von Handschrift in normalen Textfeldern. Sie funktioniert sehr gut, wenn man Touch abschaltet und nur Stifteingaben zulässt, denn eine Handballenerkennung fehlt. Die KI-Funktionen der Notiz-App können Texte überarbeiten oder zusammenfassen, verlangen dafür aber ein TCL-Konto. Bei sensiblen Inhalten sollte man das bedenken, denn eine lokale Verarbeitung sagt TCL nicht zu. Android-Apps wie Sketchbook erweitern die Möglichkeiten. Für spontane Notizen und Markierungen gefällt mir der Stift, als hauptsächliches Schreib- oder Zeichenwerkzeug würde ich eher ein dafür ausgelegtes Gerät wie den Paper Pro Move wählen.

TCL NXTPAPER 60 Ultra mit getippter Notiz und geöffnetem AI-refinement-Bereich samt Make-longer-Auswahl.
Die KI-Verfeinerung öffnet ihr Ergebnis in einem eigenen Bereich unter der Notiz.

Abseits der NXTPAPER-Funktionen bleibt Android 15 erfreulich nah am gewohnten Android. Das ist im Alltag angenehmer als eine stark umgebaute Spezialoberfläche. Einige vorinstallierte Apps und das per Wischgeste erreichbare Content Center sind allerdings entbehrlich; Letzteres habe ich zuerst deaktiviert. Zum Testzeitpunkt war keine verbindliche langfristige Updatezusage bekannt. Wer mehrere Jahre lang verlässlich Betriebssystem- und Sicherheitsupdates erwartet, sollte das beim Kauf bedenken.

Die Hauptkamera liefert bei Tageslicht bessere Ergebnisse als erwartet: guter Dynamikumfang, wenig Rauschen und ordentliche Schärfe, wenn auch mit leichter Überschärfung bei genauer Betrachtung. Standardmäßig entstehen Bilder mit zwölf Megapixeln. Der 50-Megapixel-Modus bringt keinen großen Qualitätsgewinn. Das dreifache Tele kann je nach Motiv brauchbare Ergebnisse liefern, wirkt aber weicher und weniger detailreich; das Ultraweitwinkel überzeugt noch weniger. Videos sind bis 4K mit 30 Bildern pro Sekunde möglich und scharf, haben jedoch einen begrenzten Dynamikumfang. HDR steht nur in Full HD zur Verfügung, dessen Gesamtqualität niedriger ausfällt. Bestimmte Bewegungen lassen 4K-Aufnahmen zudem etwas wackelig wirken. Insgesamt gelingen Fotos überzeugender als Videos.

Der 5.200-mAh-Akku liefert eine solide Ausdauer; wie viele Stunden es genau sind, hängt stark von der Nutzung ab. Mit 33 Watt dauert eine vollständige Ladung ungefähr anderthalb Stunden. Kabelloses Laden fehlt. Der Max-Ink-Modus kann Funktionen einschränken, um Strom zu sparen; wie viel länger das Telefon damit durchhält, habe ich nicht gemessen. Man sollte es daher nach dem Funktionsumfang beurteilen, den man tatsächlich braucht, und nicht allein nach dem Versprechen eines besonders langen Lesemodus.

Das NXTPAPER 60 Ultra ist die bisher stimmigste Umsetzung dieses TCL-Konzepts. Das matte LCD macht im täglichen Umgang einen echten Unterschied, ohne normale Smartphone-Apps mit E-Ink-Bildwechseln auszubremsen. Gute Alltagsleistung, IP68 und brauchbare Hauptkamera passen dazu. Die Größe muss man mögen, der Stift bleibt eine Ergänzung, und bei Zubehör sowie langfristigen Updatezusagen bleiben Abstriche. Bei den damaligen Preisen von ungefähr 480 bis 550 Euro für 256 beziehungsweise 512 GB war das kein günstiger Versuch, sondern obere Mittelklasse. Für jemanden, der ein großes, angenehm mattes Smartphone mit gelegentlichen handschriftlichen Notizen sucht, ist es eine überzeugende Alternative. Wer vor allem lange lesen oder umfangreich schreiben möchte, sollte die LCD- und Notizgrenzen ernst nehmen.

Unser Fazit

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Datenblatt: TCL NXTPAPER 60 Ultra

  • Display 7,2″ TCL NXTPAPER Farbe, Touchscreen
  • Auflösung 359 ppi 2340 × 1080 Pixel
  • Gewicht 227 g 174,45 × 81,23 × 7,57 mm
  • Speicher 256 GB kein Speicherkartenslot
  • Wasserschutz Wassergeschützt geschützt gegen Untertauchen
  • Licht Hintergrundbeleuchtung
  • Bedienung Touch + Stift keine Blättertasten
  • Audio Lautsprecher plus Bluetooth

Allgemein

Hersteller
TCL
Gerätetyp
Smartphone
Marktstart
2025
Preis zum Marktstart
499 €
Farben
Weiß, Schwarz

Display

Technologie
TCL NXTPAPER
Größe
7,2 Zoll
Auflösung
2340 × 1080 px
Pixeldichte
359 ppi
Farbdisplay
Ja
Touchscreen
Ja, kapazitiv + EMR-Stift
Beleuchtung
Hintergrundbeleuchtung

Gehäuse & Bedienung

Maße
174,45 × 81,23 × 7,57 mm
Gewicht
227 g
Wasserschutz
Wassergeschützt
Blättertasten
Nein
Lagesensor
Ja

Verbindungen

USB
USB-C
Bluetooth
Ja
WLAN
Ja, 2,4 und 5 GHz
Mobilfunk
Ja, 5G
GPS
Ja

Hardware

Prozessor
Octa-Core · MediaTek Dimensity 7400
Arbeitsspeicher
12 GB
Speicher
256 GB (bis 512 GB)
Speicherkarte
Nein
Lautsprecher
Ja, Stereo
Mikrofon
Ja
Akku
5.200 mAh
Betriebssystem
Android 16

Software

Vorlesefunktion (TTS)
Ja
eBook-Shop
Ja

Unterstützte Dateiformate

  • AAC
  • HE-AAC
  • AMR
  • MIDI
  • MP3
  • OGG Vorbis
  • WAV
  • FLAC
  • OPUS

Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.

Alternativen zum TCL NXTPAPER 60 Ultra

Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.

Im Vergleich

TCL NXTPAPER 60 Ultra im Vergleich mit ähnlichen Geräten
Merkmal TCL NXTPAPER 60 Ultra TCL NXTPAPER 60 Ultra Onyx Boox Tab Mini COnyx Boox Tab Mini C BOOX Nova Air2BOOX Nova Air2
Aktueller Bestpreis383,00 €??
UVP zum Marktstart499 €499 €390 €
Display7,2″ TCL NXTPAPER7,8″ Kaleido 37,8″ Carta
Pixeldichte359 ppi300 ppi300 ppi
Gewicht227 g310 g235 g
WasserschutzJa––
Blättertasten–––
Warmlicht–JaJa
Speicher256 GB64 GB32 GB
BluetoothJaJaJa
Marktstart202520232022
Geräteseite Zum Gerät Zum Test

Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.

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