TCL NXTPAPER 10s

Das TCL NXTPAPER 10s ist ein 10,1-Zoll-Tablet mit matter NXTPAPER-Anzeige, Android 11 und optionalem 4G für entspannteres Lesen, Surfen und Streamen

Derzeit kein geprüftes Angebot. Der Preis zum Marktstart lag bei 276 €.
Alternativen vergleichen

Auf einen Blick

Das TCL NXTPAPER 10s ist kein E-Reader im klassischen Sinn, sondern ein Android-Tablet, das die gewohnte LCD-Technik mit einer deutlich ruhigeren Bildschirmoberfläche verbinden will. Die matte NXTPAPER-Anzeige, der Lesemodus mit Graustufen, 4 GB RAM, 64 GB Speicher, MicroSD-Erweiterung und der große 8000-mAh-Akku machen das Gerät vor allem für Nutzer interessant, die lange lesen, browsen, Comics ansehen oder unterwegs Filme schauen und Apps auf einem augenschonenderen Display nutzen möchten. Genau darin liegt aber auch der wichtigste Vorbehalt: Das TCL NXTPAPER 10s wirkt angenehmer und reflexionsärmer als viele gewöhnliche Tablets, ersetzt ein echtes E-Ink-Gerät beim Lesen in direkter Sonne oder bei der reinen Buchnutzung aber nicht. Wer ein vielseitiges Mittelklasse-Tablet mit Komfortfokus sucht, findet hier ein stimmiges Paket; wer primär einen Buchleser erwartet, sollte die Grenzen des Konzepts kennen.

Ideal für: PDFs und Fachliteratur · Comics, Magazine, Kochbücher · Apps aus anderen Stores

Vorteile

  • Angenehm matte und deutlich reflexionsärmere NXTPAPER-Anzeige
  • 10,1-Zoll-FHD-Display mit Lesemodus und farbiger Darstellung
  • 8000-mAh-Akku sowie 4 GB RAM und 64 GB Speicher
  • MicroSD, USB-C, Bluetooth 5.0 und WLAN ac an Bord
  • Optionales Zubehör wie T-PEN, Typecase und Flip Case

Nachteile

  • Kein echter Ersatz für einen E-Ink-Reader beim reinen Bücherlesen
  • Leistung im Alltag solide, aber nicht immer völlig ruckelfrei
  • Lautsprecher klingen nur durchschnittlich und bei hoher Lautstärke etwas dünn
  • 4G hängt laut TCL von der jeweiligen Gerätevariante ab

Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?

Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.

  • PDFs und Fachliteratur10,1-Zoll-Display, nahe an A4 Ideal
  • Comics, Magazine, KochbücherFarbdisplay (TCL NXTPAPER) Ideal
  • Apps aus anderen StoresAndroid 11, Apps installierbar Ideal
  • Romane und Sachbücher224 ppi, für die meisten scharf genug Gut
  • Lesen im Bett und bei NachtHintergrundbeleuchtetes Display (LCD) Gut
  • Große Bibliothek offline64 GB plus Speicherkarte Ideal

TCL NXTPAPER 10s im Überblick

Mehr Lesekomfort als bei vielen Tablets, aber kein E-Ink-Ersatz

Das TCL NXTPAPER 10s ist vor allem deshalb interessant, weil es einen sehr klaren Mittelweg sucht. Offiziell positioniert TCL das Modell nicht als klassischen eReader, sondern als 10,1-Zoll-Tablet mit papierähnlicher Anzeige, Lesemodus, geringerem Blaulichtanteil und matter Oberfläche. Genau dieser Schwerpunkt ist im Alltag sehr deutlich spürbar: Die reflexionsarme Beschichtung fällt sofort auf und macht das Gerät merklich angenehmer als viele typische Glastablets. Spiegelungen werden stärker gestreut, die Anzeige wirkt ruhiger, und die Helligkeit muss in Innenräumen oft nicht so weit hochgedreht werden wie bei glänzenden Panels. Dazu kommt, dass Farben trotz des augenschonenderen Ansatzes nicht ausgewaschen wirken, sondern für ein Mittelklasse-Tablet ordentlich und alltagstauglich bleiben.

TCL NXTPAPER 10s mit laufendem Video auf dem matten Display

Die matte Anzeige wirkt im Alltag sichtbar ruhiger als bei vielen glänzenden Tablets.

Trotzdem wäre es falsch, das NXTPAPER 10s als direkten E-Ink-Konkurrenten zu sehen. Gerade diese Abgrenzung ist wichtig, weil TCLs Namensgebung leicht einen falschen Eindruck erzeugen kann. Dabei wird auch schnell klar, dass die Anzeige zwar ruhiger und papierähnlicher wirkt, aber eben kein transflektives Wunderpanel und schon gar kein echter Ersatz für einen Kindle Paperwhite oder andere E-Ink-Lesegeräte ist. Wer hauptsächlich Romane liest, oft draußen sitzt oder maximale Ablesbarkeit in der Sonne erwartet, ist mit E-Ink weiterhin besser bedient. Das NXTPAPER 10s spielt seine Stärken stattdessen dort aus, wo farbige Inhalte, Apps, Webseiten, Lernunterlagen oder Comics wichtig sind und ein normales LCD gleichzeitig etwas angenehmer wirken soll.

Solide Mittelklasse-Hardware mit großem Akku für den Alltag

Technisch bleibt das Tablet bewusst in einer bodenständigen Mittelklasse. TCL nennt ein 10,1-Zoll-Display mit 1920 x 1200 Pixeln, Android 11, einen Octa-Core-Chip MT8768, 4 GB RAM, 64 GB Speicher sowie MicroSD-Erweiterung bis 256 GB. Hinzu kommen USB-C, Bluetooth 5.0, WLAN ac, GPS, zwei Mikrofone, zwei Lautsprecher und ein 8000-mAh-Akku. In der Praxis passt diese Kombination gut zum Grundcharakter des Geräts: Das NXTPAPER 10s soll kein High-End-Tablet sein, sondern ein vielseitiges Alltagsgerät für Lesen, Streaming, Mails, Surfen, Lernstoff und gelegentliche Produktivität. Dazu passt der große Akku: Zusammen mit dem entspannteren Displaykonzept ist das Tablet auf lange Sitzungen ausgelegt.

Im Alltag wirkt die Leistung insgesamt solide, aber nicht makellos. Apps laufen grundsätzlich ordentlich, doch beim Wechsel zwischen Anwendungen können gelegentlich kleine Ruckler oder hakelige Animationen auffallen. Das ist kein dramatischer Ausreißer, verrät aber klar die Mittelklasse und verhindert, dass sich das Gerät völlig mühelos anfühlt. Auch die Lautsprecher passen zu diesem Bild: Stereo ist vorhanden, für Videos, Stimmen und den schnellen Alltagsgebrauch reicht das aus, klanglich gehören sie aber nicht zu den Highlights des Geräts und wirken bei höherer Lautstärke eher etwas dünn. Für Mediennutzung auf dem Sofa oder unterwegs ist das Tablet trotzdem stimmig, nur eben ohne Premiumanspruch.

TCL NXTPAPER 10s schräg gehalten, um die flache Bauform zu zeigen

Die flache Bauform passt gut zum Charakter als leicht entschleunigtes Alltags-Tablet.

Dazu kommt ein Ausstattungsprofil, das das Gerät breiter aufstellt als einen reinen Lesebegleiter. TCL nennt T-PEN-Zubehör, Typecase und Flip Case, wobei der passive T-PEN je nach Paket sogar schon zum Lieferumfang gehören kann und aktives Zubehör regional unterschiedlich ausfällt. Das macht das NXTPAPER 10s auch für Notizen, einfache Skizzen oder Schule und Studium interessanter, ohne es in die Klasse echter E-Note-Spezialisten zu heben. Wichtig ist außerdem der Mobilfunk: TCL nennt offizielle 4G-Bänder, weist aber selbst darauf hin, dass die Mobilfunkfähigkeit je nach Gerätevariante unterschiedlich ausfallen kann. Wer mobiles Internet braucht, sollte also auf die richtige Variante achten.

TCL NXTPAPER 10s mit passivem T-PEN vor dem Startbildschirm

Mit dem T-PEN rückt das Tablet etwas näher an einfache Notizen und Lernszenarien heran.

Für wen sich das TCL NXTPAPER 10s wirklich lohnt

Unterm Strich ist das TCL NXTPAPER 10s dann am überzeugendsten, wenn man es als komfortorientiertes Android-Tablet versteht und nicht als verkappten eReader. Wer viel im Browser liest, PDFs sichtet, Manga oder Comics in Farbe betrachtet, Videos schaut oder ein entspiegelteres Familien- und Alltagsgerät sucht, bekommt hier ein schlüssiges, klar eigenständiges Paket. Die matte Oberfläche, der Graustufen-Lesemodus und die insgesamt ruhigere Darstellung sind keine bloßen Marketingdetails, sondern im Alltag tatsächlich spürbar. Gleichzeitig bleiben die Grenzen sichtbar: In direkter Sonne ist das Gerät nicht auf dem Niveau echter E-Ink-Reader, die Leistung bleibt eher ordentlich als schnell, und die Lautsprecher unterstreichen den Mittelklassecharakter.

Gerade deshalb richtet sich das NXTPAPER 10s an eine ziemlich konkrete Zielgruppe. Es passt zu Nutzern, die ein normales Tablet zu anstrengend finden, aber nicht auf Farbe, Apps, Videos und Android-Flexibilität verzichten wollen. Für diese Mischung wirkt das Konzept durchdacht. Wer dagegen hauptsächlich Bücher lesen möchte und dafür maximale Outdoor-Lesbarkeit sucht, sollte eher bei einem echten E-Reader bleiben. Das TCL NXTPAPER 10s ist am Ende kein Angriff auf Kindle und Co., sondern ein angenehm entschleunigtes Mittelklasse-Tablet mit eigenem Profil.

TCL NXTPAPER 10s im Video

TCL NXTPAPER 10s - Hands-On-Review: Better than E-Ink Kaleido?

Testbericht

Chalid Von · Aktualisiert am

Das TCL NXTPAPER 10s ist ein gutes Tablet für Medienkonsum, weckt mit seinem Namen aber Erwartungen, die es beim Lesen nicht erfüllt. Die stark entspiegelte Oberfläche ist im Alltag tatsächlich angenehm. Farben sehen gut aus, die Verarbeitung überzeugt und die Leistung reicht für die getesteten Anwendungen. Wer darin einen Ersatz für einen E-Ink-Reader sieht, wird allerdings enttäuscht. Hinter der matten Oberfläche arbeitet ein gewöhnliches hintergrundbeleuchtetes IPS-Display. Gerade draußen und bei längeren Lesesitzungen bleiben damit wesentliche Unterschiede zu einem eReader bestehen. Die Stärke des 10s liegt im angenehmeren Umgang mit einem klassischen Tablet, nicht in einer neuen Art elektronischen Papiers.

Weniger Spiegelungen, aber weiterhin ein LCD

Der Hintergrund dieser Erwartung ist die ursprüngliche NXTPAPER-Vorstellung auf der IFA 2020. Damals stand eine transflektive Anzeige im Raum, mit der TCL näher an die Eigenschaften von E-Paper heranrücken wollte. Das später auf der CES 2022 vorgestellte NXTPAPER 10s verwendet diese Technik jedoch nicht. TCLs Werbung mit zehn besonderen Displayschichten, reduzierten Blaulichtemissionen und einer entspiegelten Oberfläche machte diesen Unterschied nicht besonders deutlich. Für die Einordnung ist er aber wichtiger als der Markenname. Eine matte Beschichtung allein ändert nicht, wie das Bild grundsätzlich erzeugt und beleuchtet wird. Entsprechend sollte man das 10s mit anderen Tablets vergleichen, bevor man es als Alternative zum Buchlesegerät betrachtet.

TCL nennt eine Blaulichtreduzierung um bis zu 50 Prozent und verweist auf die entsprechende TÜV-Rheinland-Zertifizierung auf der Verpackung. Anders als bei einem stark in Richtung Rot verschobenen Nachtmodus soll dabei die Farbwiedergabe erhalten bleiben. Der sichtbare Teil dieses Versprechens funktioniert gut: Die Farben gefallen mir und liegen auf dem Niveau anderer Tablets dieser Preisklasse. Eine deutlich verfärbte Darstellung muss man für das Konzept also nicht hinnehmen. Die Blaulichtreduzierung selbst konnte ich ohne geeignetes Messgerät jedoch nicht überprüfen. Ob sie mir bei der Nutzung tatsächlich etwas bringt, kann ich deshalb nicht beurteilen.

Deutlich unmittelbarer zeigt sich die Entspiegelung. Schon beim Auspacken fällt auf, wie anders die Oberfläche gegenüber einem üblichen glänzenden Tablet wirkt. Lichtquellen spiegeln sich nicht als scharfe, störende Abbilder, sondern werden diffus verteilt. Beim Einschalten bleibt dieser Eindruck bestehen. Ich empfinde das als angenehmen Unterschied, weil der eigentliche Inhalt weniger mit Spiegelbildern konkurriert. In Innenräumen kann die Helligkeit deshalb häufig niedriger bleiben: Die Hintergrundbeleuchtung muss nicht so stark gegen klare Reflexionen ankämpfen. Das ist ein praktischer Vorteil beim Lesen und Betrachten von Inhalten, der sich ohne technische Erklärung direkt bemerkbar macht. Spiegelungen verschwinden dabei nicht vollständig; ihre weichere Form stört nur deutlich weniger.

NXTPAPER 10s im Querformat in beiden Händen, mit farbigem Inhalt und diffuser Aufhellung auf dem Display.
Auf der matten Fläche zeigt sich das Umgebungslicht als weiche Aufhellung.

Im Freien stößt dieser Vorteil an seine Grenzen. Das IPS-Panel braucht seine Hintergrundbeleuchtung genauso wie andere LCD-Tablets. Direktes Sonnenlicht macht die Anzeige entsprechend schlecht ablesbar, und auch allgemein ist die Nutzung draußen keine Stärke. Ein Kindle Paperwhite oder ein anderer E-Ink-Reader bleibt in dieser Situation klar überlegen. Die Entspiegelung verbessert also einen Teil der Wahrnehmung, ersetzt aber keine reflektive Anzeigetechnik. Wer vor allem auf dem Balkon, im Garten oder unterwegs im hellen Tageslicht Bücher lesen möchte, sollte sich vom NXTPAPER-Namen nicht zu einer falschen Erwartung verleiten lassen. Gerade für diesen Zweck wäre die ursprünglich erwartete transflektive Technik interessanter gewesen.

Dunkel dargestelltes NXTPAPER 10s links neben einem Kindle Paperwhite mit sichtbarer Shopseite rechts.
NXTPAPER 10s links und Kindle Paperwhite rechts im direkten Vergleich auf dem Tisch.

Solide gebaut, beim langen Lesen spürbar schwer

Die Auflösung beträgt 1920×1200 Pixel. Im Inneren arbeiten ein Achtkernprozessor, 4 GB RAM und 64 GB Speicher, der sich per microSD erweitern lässt. Im normalen Umgang ergibt das eine gute, aber nicht völlig gleichmäßige Leistung. Besonders beim Wechsel zwischen Apps ruckeln Animationen gelegentlich. In den Apps, die ich genutzt habe, gab es dagegen keine Leistungsprobleme. Für mich ist diese Trennung wichtig: Ein kurzer unsauberer Übergang ist weniger störend als eine ständig stockende App. Wer sehr empfindlich auf ungleichmäßige Animationen reagiert, wird den Unterschied dennoch bemerken. Als durchgehend besonders flottes Tablet sollte man das 10s deshalb nicht einordnen.

Der Akku hat eine Kapazität von 8.000 mAh. Weil in Innenräumen oft eine niedrigere Helligkeit genügt, lässt das Konzept eine längere Laufzeit als bei ähnlich genutzten stärker spiegelnden Tablets erwarten. Gemessen habe ich die Laufzeit allerdings nicht, und aus der Akkugröße allein lässt sich keine verlässliche Zahl an Lese- oder Videostunden ableiten.

Die Verarbeitung gefällt mir ausgesprochen gut. Das Gehäuse fühlt sich hochwertig und fest an; selbst beim Verwinden knarzt nichts. Die beschichtete Kunststoffrückseite hat eine fast papierartige Haptik und trägt damit auf eine andere Weise zum NXTPAPER-Eindruck bei. Mit ungefähr acht Millimetern Dicke ist das Tablet angenehm schlank. Seine 490 Gramm sind für die Zehn-Zoll-Klasse üblich, beim langen Halten aber trotzdem deutlich zu spüren. Zum Vergleich: Der PocketBook InkPad Lite mit 9,7-Zoll-E-Ink-Bildschirm wiegt nur 369 Gramm. Gerade bei längeren Lesesitzungen fällt das zusätzliche Gewicht des TCL schnell auf. Eine ordentliche Gehäuseform kann diesen Unterschied nicht einfach ausgleichen.

Graue Rückseite des NXTPAPER 10s mit Kameramodul links unten und TCL-Schriftzug rechts, in beiden Händen gehalten.
Die matte Kunststoffrückseite trägt einen TCL-Schriftzug und ein Kameramodul.

Die integrierten Lautsprecher erfüllen ihren Zweck, gehören aber nicht zu den besonderen Stärken. Bei höherer Lautstärke klingt die Wiedergabe etwas blechern. Es handelt sich um ein Stereosystem, nicht um eine besonders aufwendige Mehrlautsprecherlösung. Für gelegentliche Medienwiedergabe ist der Klang in Ordnung. Wer beim Tablet großen Wert auf kräftigen, angenehmen Ton legt, bekommt hier keinen zusätzlichen Kaufgrund. Die gelungene Entspiegelung ist für den Medienkonsum das deutlich interessantere Merkmal.

Der Stift funktioniert besser als die mitgelieferte Notiz-App

Der beiliegende passive Stift besteht aus Metall und fühlt sich solide an. Seine harte Spitze ist beim Kontakt mit dem Bildschirm deutlich hörbar. Wer viel handschriftlich festhält oder zeichnet, sollte mit diesem Klacken rechnen. Die Reaktion ist gut, kommt aber nicht an die teureren Galaxy-S-Tablets der damals letzten beiden Generationen heran. Es handelt sich außerdem nicht um einen einfachen universellen Stift für kapazitive Touchscreens: An anderen solchen Bildschirmen funktionierte er nicht. Das solide Schreibwerkzeug ist damit eine sinnvolle Zugabe für das 10s, für andere Geräte sollte man es aber nicht einplanen.

Silberfarbener TCL-Stift waagerecht vor dem vollständig sichtbaren Tablet mit geöffneter Startseite.
Der mitgelieferte Metallstift hat eine schlanke Form und eine dunkle Spitze.

Ärgerlicher ist die mitgelieferte Notiz-App. Bei etwas längerem Kontakt mit dem Bildschirm treten Leistungsprobleme auf, und nicht mehr alle Eingaben werden richtig erkannt. Das stört ausgerechnet die Funktion, für die der Stift gedacht ist. Andere getestete Apps arbeiten mit dem Stift dagegen problemlos. Das spricht für ein Problem der vorinstallierten Anwendung und nicht für einen grundsätzlichen Defekt der Eingabe. Ein Softwareupdate könnte daran etwas ändern; auf meinem Testgerät trat der Fehler jedoch auf. Der Wechsel zu einer anderen App hilft hier praktisch weiter, während die mitgelieferte Lösung unnötig enttäuscht.

NXTPAPER 10s mit einem geschwungenen schwarzen Probierstrich in der Notiz-App; der TCL-Stift wird rechts daneben gehalten.
Ein langer Probierstrich liegt auf der weißen Fläche der Notiz-App.

Als Mittelklasse-Tablet mit einer ungewöhnlich gut entspiegelten Oberfläche kann ich das TCL NXTPAPER 10s empfehlen. Es verbindet angenehme Farben mit einer soliden Verarbeitung und im Alltag brauchbarer Leistung. Gegenüber den damaligen E-Ink-Kaleido-Anzeigen wirkt die Farbwiedergabe deutlich überzeugender. Für überwiegendes Bücherlesen würde ich es trotzdem nicht wählen: Die schwache Ablesbarkeit draußen und das spürbare Gewicht wiegen für diesen Zweck schwerer. Meine Enttäuschung betrifft vor allem die verpasste Chance einer anderen Displaytechnik. Wer dagegen bewusst ein normales LCD-Tablet mit weniger störenden Spiegelungen sucht und die Schwächen der Notiz-App akzeptiert, findet im 10s ein durchaus gelungenes Gerät.

Datenblatt: TCL NXTPAPER 10s

  • Display 10,1″ TCL NXTPAPER Farbe, Touchscreen
  • Auflösung 224 ppi 1920 × 1200 Pixel
  • Gewicht 490 g 241,3 × 159,2 × 8,3 mm
  • Speicher 64 GB plus Speicherkartenslot
  • Wasserschutz Keine von Wasser fernhalten
  • Licht Hintergrundbeleuchtung
  • Bedienung Touch keine Blättertasten
  • Audio Lautsprecher plus Bluetooth

Allgemein

Hersteller
TCL
Gerätetyp
Tablet
Marktstart
2022
Preis zum Marktstart
276 €
Farben
Blau, Grau

Display

Technologie
TCL NXTPAPER
Größe
10,1 Zoll
Auflösung
1920 × 1200 px
Pixeldichte
224 ppi
Farbdisplay
Ja
Farbtiefe
16M
Touchscreen
Ja, kapazitiv
Beleuchtung
Hintergrundbeleuchtung
Plane Front
Nein

Gehäuse & Bedienung

Maße
241,3 × 159,2 × 8,3 mm
Gewicht
490 g
Wasserschutz
Nein
Blättertasten
Nein
Lagesensor
Ja

Verbindungen

USB
USB-C
Bluetooth
Ja
WLAN
Ja, 2,4 und 5 GHz
Mobilfunk
Optional (4G)
GPS
Ja

Hardware

Prozessor
Octa-Core · MediaTek MT8768 (4x Cortex-A53 2.0 GHz + 4x Cortex-A53 1.5 GHz)
Arbeitsspeicher
4 GB
Speicher
64 GB
Speicherkarte
Ja, microSD
Lautsprecher
Ja, Stereo
Mikrofon
Ja
Akku
8.000 mAh
Betriebssystem
Android 11

Software

eBook-Shop
Nein

Unterstützte Dateiformate

  • AAC
  • HE-AAC
  • AMR
  • FLAC
  • MP3
  • MIDI
  • Vorbis
  • WAV

Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.

Alternativen zum TCL NXTPAPER 10s

Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.

Im Vergleich

TCL NXTPAPER 10s im Vergleich mit ähnlichen Geräten
Merkmal TCL NXTPAPER 10s TCL NXTPAPER 10s PocketBook InkPad LitePocketBook InkPad Lite Huawei MatePad PaperHuawei MatePad Paper Bigme inkNote Color+Bigme inkNote Color+
UVP zum Marktstart276 €259 €499 €?
Display10,1″ TCL NXTPAPER9,7″ Carta10,3″ Carta10,3″ Kaleido 3
Pixeldichte224 ppi150 ppi227 ppi300 ppi
Gewicht490 g369 g360 g?
Wasserschutz––––
Blättertasten–Ja––
Warmlicht–Ja–Ja
Speicher64 GB + microSD8 GB + microSD64 GB128 GB + microSD
BluetoothJa–JaJa
Marktstart2022202120222023
Geräteseite Zum Test Zum Test Zum Gerät

Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.