TCL 40 NXTPAPER

Mattes NXTPAPER-LCD, scharfe 396 ppi und solide Ausstattung – das rundere der beiden ersten NXTPAPER-Smartphones von TCL

Unser Fazit Im direkten Vergleich würde ich das Modell ohne 5G vorziehen.
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Derzeit kein geprüftes Angebot. Der Preis zum Marktstart lag bei 200 €.
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Auf einen Blick

Mit dem 40 NXTPAPER überträgt TCL seine von den NXTPAPER-Tablets bekannte Displaytechnik erstmals auf ein Smartphone und schickt gleich zwei Varianten ins Rennen, von denen das 4G-Modell klar die ausgewogenere ist. Das 6,78 Zoll große NXTPAPER-Display ist kein E-Ink, sondern ein LCD mit stark entspiegelter, matter Glasfront und hardwareseitiger Blaulichtreduktion. Im Alltag werden störende Spiegelungen dadurch deutlich gedämpft, und mit 396 ppi Pixeldichte wirkt auch kleine Schrift gestochen scharf. Dazu kommen 8 GB RAM, 256 GB Speicher samt MicroSD-Erweiterung, Stereo-Lautsprecher und ein Akku, der problemlos durch den Tag kommt. Zwar fällt der Kontrast geringer aus als bei einem herkömmlichen LCD und der Helio G88 ist kein Kraftpaket für Spiele, doch für rund 200 Euro bietet kaum ein anderes Einsteiger-Smartphone eine so augenschonende Darstellung. Gegenüber dem TCL 40 NXTPAPER 5G punktet das 4G-Modell mit schärferem Display, Stereo-Sound und schnellerem Laden. Wer ein günstiges Alltagshandy sucht und Spiegelungen auf normalen Displays als lästig empfindet, findet hier eine ungewöhnlich angenehme Lösung.

Ideal für: Comics, Magazine, Kochbücher · Romane und Sachbücher · Hörbücher und Vorlesen
Weniger geeignet für: Badewanne, Strand und Pool (nicht gegen Wasser geschützt)

Vorteile

  • Mattes NXTPAPER-Display mit wenig Spiegelungen
  • Hohe Pixeldichte von 396 ppi
  • Blaulichtreduktion auf Hardwareebene
  • Gute Ablesbarkeit im Freien
  • Hochwertig wirkende Glasfaser-Rückseite
  • Laute Stereo-Lautsprecher
  • Android 13 nah am Standard
  • Sinnvoller Graustufen-Lesemodus
  • 8 GB RAM und 256 GB Speicher
  • Speicherkartenerweiterung (MicroSD)
  • Akku mit Ausdauer für den ganzen Tag

Nachteile

  • NXTPAPER-LCD statt echtem E-Ink
  • Geringerer Kontrast als reguläre LCDs
  • Spürbare Kante zwischen Rahmen und Rückseite
  • Wenig Leistungsreserven für Spiele
  • Nur 4G statt 5G

Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?

Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.

  • Comics, Magazine, KochbücherFarbdisplay (TCL NXTPAPER) Ideal
  • Romane und Sachbücher396 ppi, sehr scharfe Schrift Ideal
  • Lesen im Bett und bei NachtHintergrundbeleuchtetes Display (LCD) Gut
  • Badewanne, Strand und PoolNicht gegen Wasser geschützt Eingeschränkt
  • Einhändig umblätternNur Touch, keine Tasten Gut
  • Hörbücher und VorlesenEingebauter Lautsprecher plus Bluetooth Ideal

TCL 40 NXTPAPER im Überblick

Lange stand die Marke NXTPAPER vor allem für Tablets wie das TCL NXTPAPER 10s, das sich trotz seines LCD-Panels als angenehm augenschonendes Arbeitsgerät etabliert hat. Mit dem 40 NXTPAPER bringt TCL dieselbe Displaytechnik erstmals in ein Smartphone und positioniert es mit rund 200 Euro klar im Einsteigersegment. Parallel dazu erscheint das TCL 40 NXTPAPER 5G, doch der gemeinsame Name täuscht: Beim 5G-Modell handelt es sich nicht um dieselbe Hardware mit schnellerem Mobilfunk, sondern um ein eigenständiges Gerät mit anderem Gehäuse, anderem Display und anderer Ausstattung. Das 4G-Modell ist dabei das eigentliche Hauptprodukt der Reihe. Die spannende Frage lautet deshalb weniger, ob ein günstiges Smartphone mit Spezialdisplay funktioniert, als vielmehr, ob die matte Anzeige im Alltag tatsächlich mehr ist als ein Marketingversprechen.

Verarbeitung, Leistung und Ausstattung

TCL versucht erkennbar, ein hochwertiges Gefühl ohne hohen Preis zu vermitteln. Der Rahmen besteht aus Kunststoff, die Rückseite aus Glasfaser, die optisch ein wenig an Glas erinnert und mit dem auffälligen Kameramodul aus zwei runden Elementen einen eigenständigen Look erzeugt. Nicht ganz sauber gelöst ist allerdings der Übergang zwischen Rahmen und Rückseite: Beim Darüberstreichen ist die Kante deutlich zu spüren. Die Handhabung beeinträchtigt das nicht, es wirkt aber weniger durchdacht als beim 5G-Schwestermodell, dessen Soft-Touch-Rückseite in einem Stück über die Seiten gezogen ist. Mit 6,78 Zoll Diagonale, flachen Seiten und 195 Gramm fällt das 40 NXTPAPER zudem recht groß aus, einhändig lässt sich das kompaktere 5G-Modell etwas angenehmer bedienen. Positiv fällt auf, dass der Einschaltknopf mit integriertem Fingerabdrucksensor auf einer gut erreichbaren Höhe sitzt.

Unter der Haube arbeitet ein MediaTek Helio G88 mit acht Kernen, wie er auch in anderen Budget-Smartphones wie dem Xiaomi Redmi 12 steckt. Für diese Klasse ungewöhnlich großzügig sind die 8 GB RAM und 256 GB interner Speicher, der sich zusätzlich per MicroSD erweitern lässt. Für den normalen Alltag reicht die Leistung völlig aus, Grund zur Klage gibt es hier nicht. Bei anspruchsvollen Spielen sollte man dagegen keine Wunder erwarten, und in der reinen CPU-Leistung liegt das 5G-Modell mit seinem moderneren Chipsatz spürbar vorn. Dafür punktet das 4G-Modell beim Klang: Weil die Hörmuschel als zweiter Lautsprecher dient, gibt es einen ordentlich lauten Stereo-Sound, während das 5G-Modell nur einen Mono-Lautsprecher bietet. Ein Kopfhöreranschluss ist ebenfalls an Bord. Der 5010-mAh-Akku bringt das Gerät zuverlässig durch einen normalen Nutzungstag, und auch das Laden per Kabel geht vergleichsweise zügig, deutlich schneller als beim 5G-Schwestermodell.

Das NXTPAPER-Display im Alltag

Wichtig für die Einordnung: NXTPAPER ist kein E-Ink und auch kein reflektives Display, sondern ein LCD mit Hintergrundbeleuchtung, das gezielt auf Augenkomfort abgestimmt wurde. Die Blaulichtreduktion erfolgt dabei auf Hardwareebene. Anders als die üblichen Augenschutzmodi, die das Bild gelb oder orange einfärben und so die Farbwiedergabe verfälschen, bleibt die Darstellung beim 40 NXTPAPER unverfälscht. Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal ist jedoch die entspiegelte Glasfront, die Reflexionen drastisch reduziert. In der Praxis zeigt sich ein auffallend mattes Finish ohne gespiegelte Lichtquellen. Im direkten Vergleich mit einem Samsung Galaxy S22 wird schon in einem normal beleuchteten Raum deutlich, wie störend die Spiegelungen auf einem herkömmlichen Smartphone sind und wie viel entspannter das Ablesen auf dem NXTPAPER-Panel ausfällt. Ein leichter Schimmer von Lichtquellen bleibt zwar erhalten, ist aber bei Weitem nicht so ausgeprägt.

Zwar kostet die matte Oberfläche etwas Kontrast im Vergleich zu einem regulären LCD, doch gegenüber einem E-Ink-Bildschirm liegt das Panel noch immer klar vorn – ein Kompromiss, der sich im Alltag gut verschmerzen lässt. Die Anzeige wirkt dafür eigentümlich weich und papierähnlich, ein Eindruck, der sich schwer beschreiben lässt, beim Lesen aber sofort auffällt. Auch Fingerabdrücke zeichnen sich auf der matten Front deutlich dezenter ab als auf glänzenden Displays. Die maximale Helligkeit fällt eher bescheiden aus, trotzdem ist die Ablesbarkeit im Freien dank des matten Finishs überraschend gut. Bei direkter Sonneneinstrahlung stößt aber auch diese Oberfläche an ihre Grenzen.

Beim Display zeigt sich zugleich der größte Unterschied zum 5G-Modell. Das 40 NXTPAPER bietet nicht nur die größere Diagonale, sondern auch eine Punch-Hole-Kamera statt einer Notch sowie etwas schmalere Ränder oben und unten, was das Gerät moderner wirken lässt. Entscheidender ist die Auflösung: Mit 2460 x 1080 Pixeln und 396 ppi Pixeldichte wirkt die Darstellung knackig scharf, während das 5G-Modell spürbar gröber auflöst. Gerade durch die matte Glasfront fällt dieser Unterschied bei kleiner Schrift auch unter normalen Bedingungen auf. Allein deshalb ist die 4G-Variante für alle, die viel auf dem Smartphone lesen, die bessere Wahl. Die erhöhte Bildwiederholrate sorgt zudem für flüssiges Scrollen.

Software, Lesemodi und Fazit

Ausgeliefert wird das 40 NXTPAPER mit Android 13 und einer TCL-Oberfläche, die nah am Standard-Android bleibt. Zu den Eigenheiten gehört eine Ansicht mit App-Vorschlägen und News-Feed, die beim Herunterwischen auf dem Homescreen erscheint und sich in den Einstellungen abschalten lässt. Etwas vorinstallierte Zusatzsoftware ist ebenfalls an Bord, sie lässt sich aber problemlos entfernen. Spannender für Lesende sind die speziellen Darstellungsmodi, die den Eindruck eines E-Ink-Bildschirms nachahmen sollen. Der Ink-Paper-Modus schaltet die gesamte Oberfläche auf Graustufen um und ist für längere Lesesitzungen durchaus sinnvoll. Der Color-Paper-Modus dagegen imitiert die blassen Farben eines E-Ink-Kaleido-Displays – ein fragwürdiges Feature, denn die gedämpften Farben sind bei Kaleido eine technische Einschränkung, die das NXTPAPER-LCD gar nicht hat.

Bei den Kameras liefert das 40 NXTPAPER, was in dieser Preisklasse zu erwarten ist; gegenüber dem 5G-Modell liegt es qualitativ leicht vorn und bringt zudem eine Ultraweitwinkelkamera mit. Insgesamt ist das TCL 40 NXTPAPER ein solides Einsteiger-Smartphone, das sich mit seinem Display deutlich vom Einheitsbrei abhebt. Das 5G-Modell ist nur dann alternativlos, wenn 5G zwingend nötig ist; in nahezu allen anderen Punkten ist die 4G-Variante das rundere Paket. Wer mit kleinem Budget ein Alltagshandy ohne High-End-Extras sucht, auf die Belastung der Augen durch lange Bildschirmzeit achtet oder Spiegelungen auf herkömmlichen Displays als störend empfindet, findet im 40 NXTPAPER eine ungewöhnlich angenehme Wahl – einen echten eReader mit E-Ink ersetzt es allerdings nicht.

TCL 40 NXTPAPER im Video

"ePaper" Phones — What's the catch? TCL 40 NXTPAPER & 40 NXTPAPER 5G Review

Testbericht

Chalid Von · Aktualisiert am

Das TCL 40 NXTPAPER macht etwas anders, das im Alltag tatsächlich auffällt: Sein Display spiegelt deutlich weniger als das eines gewöhnlichen Smartphones. Dafür braucht man weder einen Schwarz-Weiß-Modus noch eine besondere Lese-App. Die matte Oberfläche bleibt beim Lesen, Surfen und Anschauen von Bildern angenehm unaufdringlich. Gerade bei einem günstigen Smartphone ist das ein überzeugender Grund, genauer hinzusehen.

Mit E Ink hat die Technik allerdings nichts zu tun. Hier arbeitet ein normales, beleuchtetes LCD mit einer besonderen Oberfläche. Das bringt flüssige Bewegungen und volle Farben, aber eben auch die üblichen Grenzen eines LCDs bei direkter Sonne. Und trotz des ähnlichen Namens ist das 40 NXTPAPER 5G ein anderes Gerät. Das hier getestete Modell ohne 5G hat in mehreren wichtigen Punkten die bessere Ausstattung.

Großes Gehäuse mit kleiner Schwäche im Detail

Mit seinem 6,78 Zoll großen Bildschirm und den flachen Seiten ist das 40 NXTPAPER ein ziemlich großes Smartphone. TCL hat den Einschaltknopf samt Fingerabdrucksensor immerhin so platziert, dass er gut erreichbar bleibt. Wer sein Telefon oft einhändig bedient, sollte die Größe trotzdem ernst nehmen. Die 5G-Variante liegt durch ihre rundere Rückseite angenehmer in der Hand.

Das Kunststoffgehäuse versucht nicht ganz erfolglos, etwas hochwertiger zu wirken. Die Rückseite aus Glasfaser erinnert ein wenig an Glas. Weniger schön ist am getesteten Exemplar der Übergang zum Rahmen: Streicht man mit dem Finger darüber, spürt man dessen Kante. Das stört die Bedienung nicht, hätte aber sauberer gelöst werden können.

Die helle Rückseite trifft auf einen flachen Rahmen. Am Übergang bleibt eine Kante fühlbar.
Die helle Rückseite trifft auf einen flachen Rahmen. Am Übergang bleibt eine Kante fühlbar.

Bei der Ausstattung gibt es dafür erfreulich wenig Grund zum Nörgeln. Zum Lieferumfang des Testgeräts gehören Ladegerät und USB-C-Kabel; Hülle und Headset hängen vom jeweiligen Markt ab. Einen Stift mit passender Hülle gibt es optional, getestet habe ich ihn nicht.

Die matte Oberfläche ist der eigentliche Kaufgrund

NXTPAPER soll den Blaulichtanteil bereits über die Hardware reduzieren. So verspricht es zumindest TCL. Praktisch interessant ist daran, dass die Darstellung dafür nicht erst so gelb oder orange werden muss wie bei einem gewöhnlichen softwareseitigen Nachtmodus. Ein zusätzlicher Farbfilter lässt sich trotzdem einschalten.

Viel eindeutiger ist der Vorteil der matten Front. Lichtquellen zeichnen sich nicht als scharfe Spiegelbilder auf dem Bildschirm ab. Ein leichter Lichtschleier bleibt je nach Umgebung sichtbar, ist aber erheblich weniger störend. Das merkt man schon in einem normal beleuchteten Zimmer, nicht erst unter besonders ungünstigen Bedingungen.

Links streut die matte TCL-Oberfläche das Licht, rechts spiegelt das Galaxy S22 die Lichtquelle deutlich.
Links streut die matte TCL-Oberfläche das Licht, rechts spiegelt das Galaxy S22 die Lichtquelle deutlich.

Ganz umsonst bekommt man diesen Effekt nicht: Der Kontrast fällt etwas geringer aus als bei einem gewöhnlichen LCD. Dafür wirkt die Darstellung angenehm weich, ohne die typischen Einschränkungen eines E-Ink-Bildschirms mitzubringen. Auch Fingerabdrücke verschwinden nicht vollständig, fallen auf der matten Oberfläche aber weniger auf. Für mich ist das ein guter Tausch.

Die 4G-Version ist außerdem die bessere Wahl, wenn viel kleiner Text auf dem Bildschirm landet. Ihr Display ist nicht nur größer als das 6,6-Zoll-Panel der 5G-Version, sondern sichtbar schärfer. Zusammen mit der entspiegelten Oberfläche macht sich dieser Unterschied auch bei normalem Betrachtungsabstand bemerkbar. Gerade bei einem Smartphone, dessen Bildschirm das wichtigste Argument ist, würde ich hier ungern Abstriche machen.

Das 4G-Modell rechts hat den größeren Bildschirm mit Kameraloch; links steht die 5G-Version mit Notch.
Das 4G-Modell rechts hat den größeren Bildschirm mit Kameraloch; links steht die 5G-Version mit Notch.

Die Kamera sitzt in einem Loch im Display, während die 5G-Variante eine Aussparung am oberen Rand hat. Etwas schmalere Ränder lassen das 4G-Modell ebenfalls moderner aussehen. Entscheidend für die Benutzung sind eher die 90 Hz: Mit dieser Einstellung wirkt die Bedienung durchgehend angenehm flüssig. Alternativ stehen 60 Hz und eine automatische Anpassung bereit.

Die maximale Helligkeit von 450 Nits klingt für den Außeneinsatz nicht besonders großzügig. Die matte Oberfläche hilft hier spürbar, sodass der Bildschirm draußen besser ablesbar ist, als die Zahl vermuten lässt. Wunder sollte man trotzdem nicht erwarten. Direktes Sonnenlicht bleibt eine Grenze, und die Ablesbarkeit eines reflektiven E-Ink-Displays erreicht das TCL damit nicht.

Solide Leistung, viel Speicher und brauchbarer Klang

Der MediaTek Helio G88 gehört in die Einsteigerklasse. Für die alltägliche Bedienung reicht seine Leistung gut aus; störende Schwächen drängen sich dabei nicht auf. Ein anspruchsvolles Spielegerät wird das TCL aber nicht. Die 5G-Version erreicht im CPU-Benchmark deutlich höhere Werte, während die Grafikleistung der beiden Geräte näher beieinanderliegt.

8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB interner Speicher sind für diese Klasse erfreulich großzügig. Beim getesteten Gerät bleiben davon rund 227 GB nutzbar. Wem das nicht reicht, der kann eine microSD-Karte verwenden; unterstützt werden Karten bis 2 TB. Je nach Region gibt es außerdem eine Dual-SIM-Ausführung. Die konkrete Variante sollte man beim Kauf entsprechend prüfen.

Beim Klang nutzt TCL die Hörmuschel als zweiten Lautsprecher. Das ergibt einen ordentlich lauten Stereoton und ist der einzelnen unteren Klangquelle des 5G-Modells hörbar überlegen. Eine Kopfhörerbuchse ist ebenfalls vorhanden. Für ein günstiges Smartphone ist das ein angenehm vollständiges Paket.

Android mit sinnvollen und weniger sinnvollen Extras

Auf dem Testgerät läuft Android 13. TCL bleibt bei der Oberfläche recht nah an einem unveränderten Android, ergänzt aber einige eigene Funktionen. Eine Wischbewegung nach unten auf dem Startbildschirm öffnet beispielsweise eine Übersicht mit zuletzt verwendeten Apps und Nachrichten. Wer den Nachrichtenbereich nicht braucht, kann ihn abschalten. Die mitgelieferten Zusatz-Apps lassen sich ebenfalls entfernen.

Für NXTPAPER gibt es zwei besondere Darstellungsmodi. Der Ink-Paper-Modus stellt die Oberfläche in Graustufen dar. Das kann für eine bewusst farbarme Leseansicht reizvoll sein, ändert aber natürlich nichts an der LCD-Technik.

Im Ink-Paper-Modus erscheinen auch die App-Symbole in Graustufen.
Im Ink-Paper-Modus erscheinen auch die App-Symbole in Graustufen.

Weniger überzeugt mich der Color-Paper-Modus. Er schwächt die Farben ab und versucht damit, den Eindruck eines Farb-E-Ink-Displays nachzubilden. Dessen blasse Farben sind allerdings eine technische Einschränkung, kein Vorteil. Hier hat man ein LCD, das kräftigere Farben problemlos darstellen kann. Die würde ich normalerweise auch nutzen.

Kameras und Akku: Das 4G-Modell ist besser abgerundet

Die Hauptkamera löst mit 50 Megapixeln auf. Dazu kommen eine 5-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera, eine 2-Megapixel-Makrokamera und eine Frontkamera mit 32 Megapixeln. Die Ergebnisse passen insgesamt zur günstigen Preisklasse; innerhalb dieses Modellpaars hat die 4G-Version qualitativ die Nase vorn. Bei der 5G-Version fehlen zudem die Ultraweitwinkelkamera und die höher auflösende Frontkamera.

Die Kamera-App bietet unter anderem die Wahl zwischen der üblichen Ausgabe mit 12,5 Megapixeln und einer Aufnahme mit vollen 50 Megapixeln. Das ist eine nützliche Option, aber keine Garantie für bessere Fotos in jeder Situation. Wer das Telefon vor allem wegen der Kamera auswählt, sollte die Erwartungen an diese Geräteklasse anpassen.

Der Akku reicht gut für einen normalen Nutzungstag. Angenehm ist das Laden mit bis zu 33 Watt: Hier ist das 4G-Modell deutlich besser aufgestellt als die auf 15 Watt beschränkte 5G-Variante.

Fazit: Der Verzicht auf 5G lohnt sich hier

Das TCL 40 NXTPAPER ist kein Ersatz für einen E-Ink-eReader, sondern ein ordentliches günstiges Smartphone mit einer ungewöhnlich angenehmen Displayoberfläche. Wer sich an Spiegelungen stört und ein Telefon für den normalen Alltag sucht, bekommt hier einen Vorteil, der weit über ein zusätzliches Häkchen in der Ausstattungsliste hinausgeht.

Im direkten Vergleich würde ich das Modell ohne 5G vorziehen. Das schärfere Display, der Stereoton, die vielseitigere Kameraausstattung und das schnellere Laden ergeben zusammen das rundere Gerät. Die große Bauform und die fühlbare Rahmenkante bleiben kleine Einschränkungen. Nur wenn 5G ausdrücklich benötigt wird, führt innerhalb dieses Paars der Weg zum anderen Modell.

Unser Fazit

Im direkten Vergleich würde ich das Modell ohne 5G vorziehen.

Datenblatt: TCL 40 NXTPAPER

  • Display 6,8″ TCL NXTPAPER Farbe, Touchscreen
  • Auflösung 396 ppi 2460 × 1080 Pixel
  • Gewicht 195 g 168,16 × 75,53 × 7,89 mm
  • Speicher 256 GB plus Speicherkartenslot
  • Wasserschutz Keine von Wasser fernhalten
  • Licht Hintergrundbeleuchtung
  • Bedienung Touch keine Blättertasten
  • Audio Lautsprecher plus Bluetooth

Allgemein

Hersteller
TCL
Gerätetyp
Smartphone
Marktstart
2023
Preis zum Marktstart
200 €
Farben
Blau, Weiß

Display

Technologie
TCL NXTPAPER
Größe
6,8 Zoll
Auflösung
2460 × 1080 px
Pixeldichte
396 ppi
Farbdisplay
Ja
Touchscreen
Ja, kapazitiv
Beleuchtung
Hintergrundbeleuchtung
Plane Front
Ja

Gehäuse & Bedienung

Maße
168,16 × 75,53 × 7,89 mm
Gewicht
195 g
Wasserschutz
Nein
Blättertasten
Nein
Lagesensor
Ja

Verbindungen

USB
USB-C
Bluetooth
Ja
WLAN
Ja, 2,4 und 5 GHz
Mobilfunk
Ja, 4G
GPS
Ja

Hardware

Prozessor
Octa-Core · 2.0 GHz MediaTek Helio G88
Arbeitsspeicher
8 GB
Speicher
256 GB
Speicherkarte
Ja, microSD
Lautsprecher
Ja, Stereo
Mikrofon
Ja
Akku
5.010 mAh
Betriebssystem
Android 13

Software

eBook-Shop
Ja, begrenztes Angebot

Unterstützte Dateiformate

  • AAC
  • HE-AAC
  • AMR
  • MIDI
  • MP3
  • OGG Vorbis
  • WAV
  • FLAC
  • OPUS

Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.

Alternativen zum TCL 40 NXTPAPER

Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.

Im Vergleich

TCL 40 NXTPAPER im Vergleich mit ähnlichen Geräten
Merkmal TCL 40 NXTPAPER TCL 40 NXTPAPER Kindle Colorsoft Signature EditionKindle Colorsoft Signature Edition PocketBook Era ColorPocketBook Era Color Tolino Vision ColorTolino Vision Color
Aktueller Bestpreis?299,99 €215,10 €192,00 €
UVP zum Marktstart200 €?259 €199 €
Display6,8″ TCL NXTPAPER7″ Kaleido 37″ Kaleido 37″ Kaleido 3
Pixeldichte396 ppi300 ppi300 ppi300 ppi
Gewicht195 g219 g235 g200 g
Wasserschutz–IPX8IPX8IPX8
Blättertasten––JaJa
Warmlicht–JaJaJa
Speicher256 GB + microSD32 GB32 GB32 GB
BluetoothJaJaJaJa
Marktstart2023202420242024
Geräteseite Zum Test Zum Gerät Zum Gerät

Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.