Studie: Aktuelle Trends am deutschen eBook Markt

27. Mai 2014
Lesezeit: 2:51 Min.
Studie: Aktuelle Trends am deutschen eBook Markt

Auch wenn man die Entwicklung des eBook Marktes durchaus zu einem gewissen Grad am praktischen Alltag messen und so auch ohne großen Aufwand feststellen kann, dass die Beliebtheit der digitalen Bücher wächst, Studien sind zur klaren Abbildung des Status quo natürlich immer willkommen. So gibt’s nun von PWC eine neue Studie, welche die eBook Märkte in Deutschland, Belgien und den Niederlanden untersucht hat. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der eBook Nutzung im Winter 2013/2014. In Deutschland wurden zur Datenerhebung 1.000 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

Gleich zu Beginn der Studie wird die Gerätenutzung abgebildet. Vor wenigen Wochen gab es das schon mal in einer anderen Umfrage der GfK, wobei die hohe Anzahl der Smartphonenutzer unter den eBook Lesern deshalb ein wenig überraschend kam, weil eBook Reader weit abgeschlagen an letzter Stelle lagen (60 zu 25 Prozent). Bei der PWC-Studie sieht die Verteilung etwas gleichmäßiger aus, was auch daran liegt, das zwischen intensiver und gelegentlicher Gerätenutzung unterschieden wird.

eBook Reader auf Plätzen 1 und 4

Gerätenutzung zum eBook Lesen, nach Ländern und Häufigkeit

So schafft es der PC mit insgesamt 35,1 Prozent Nutzung zum Lesen von eBooks auf Platz 1, das Smartphone mit 31,3 Prozent auf Platz 2, Tablets mit 29,5 Prozent auf Platz 3 und eBook Reader mit 27,9 Prozent auf Platz 4. Einerseits ist der Abstand zwischen den unterschiedlichen Geräten hier nicht so groß wie in der GfK-Reihung, andererseits sieht die Reihung aber sogar gänzlich anders aus, wenn man nach der Intensität der Nutzung fragt.

Auf Platz 1 liegt der eBook Reader mit 15,9 Prozent intensiver Nutzung, auf Platz 2 kommen Smartphones mit 15,8 Prozent, PCs liegen mit 15,1 Prozent auf Platz 3 und Tablets mit 14,9 Prozent auf dem letzten Platz. Wie man sieht, die Plätze rücken hier noch deutlich dichter zusammen, wobei dedizierte Lesegeräte mit E-Paper-Display nicht abgeschlagen am letzten Platz liegen, sondern sich (knapp) an der Spitze befinden.

Vor- und Nachteile von eBooks

Auf die Frage nach den größten Vorteilen liegen die folgenden Punkte unter den Top 3:

  1. Spart Platz (77 Prozent)
  2. Geringes Gewicht (50 Prozent)
  3. Der Einkauf ist einfach und unkompliziert (43 Prozent)

Die drei größten Nachteile sind demnach:

  1. Kein echtes Buch in den Händen zu halten (57 Prozent)
  2. Der nötige Kauf eines teuren Geräts (42 Prozent)
  3. Abhängigkeit vom Strom (37 Prozent)

DRM wird abgelehnt, eBook-Preise sollten niedriger sein

Sonstige Meinungen zum eBook

Rund 23 Prozent der Deutschen empfinden es als nachteilig, dass man eBooks nicht verleihen oder (gebraucht) weiterverkaufen kann. Nur rund 29 Prozent der Befragten geben an, dass der günstige Preis von eBooks ein Vorteil ist, gleichzeitig fordert die Mehrheit allerdings, dass die Preise (deutlich) unter dem gedruckten Buch liegen sollte. Die Zahlen sind hier leider nicht nach Ländern aufgeschlüsselt, insgesamt geben allerdings 45 Prozent an, dass der Preis deutlich niedriger sein sollte, weitere 14 Prozent meinen, dass zumindest ein kleiner Preisvorteil für eBooks bestehen sollte.

Sehr eindeutig fällt auch die Ablehnung gegenüber DRM aus: 44 Prozent der Befragten geben an, dass komplizierte und restriktive Mechanismen zum Kopierschutz Gründe sind, keine eBooks zu nutzen.

Während 50 Prozent angeben, mehr zu lesen, seitdem sie ein Tablet bzw. einen eBook Reader besitzen, geben nur 24 Prozent an, dass sie deshalb weniger gedruckte Bücher lesen. Nur 31 Prozent glauben, dass sie in Zukunft mehr digitale als gedruckte Bücher lesen werden.

Die ganze Studie lässt sich hier nachlesen.

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