Tolino Vision 6

Mit einem verbesserten Display, behutsam erneuertem Gehäuse und schnellerem Prozessor präsentiert sich der neue Vision noch besser

Unser Fazit Auf den ersten Blick scheint der Tolino Vision 6 ein relativ behutsames Update des ohnehin sehr guten Vorgängers zu sein, frei nach dem Motto: Never change a running system.
Zum Fazit
179,00 €
Zum Angebot bei Thalia

Affiliate-Link: Kaufst du darüber, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ohne Mehrkosten. Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand.

Auf einen Blick

Finetuning, das man nicht sofort an jeder Ecke sieht, aber in der täglichen Nutzung doch deutlich spürt. So könnte man den Tolino Vision 6 zusammenfassen. Der jüngste Tolino-Neuzugang zeichnet sich mit dem E-Ink Carta 1200 Display durch noch bessere Kontrastwerte, eine angenehmere Haptik und potentere Hardware aus. Damit wurde der ohnehin schon sehr gute Vorgänger nochmal in vielen wichtigen Punkten verbessert. Punktabzug gibt's hingegen für die etwas schlechtere Akkulaufzeit im Vergleich zum Vorgänger.

Ideal für: Romane und Sachbücher · Lesen im Bett und bei Nacht · Badewanne, Strand und Pool
Weniger geeignet für: Hörbücher und Vorlesen (keine Audioausgabe) · PDFs und Fachliteratur (nur 7 Zoll, PDFs brauchen Zoom)

Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?

Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.

  • Romane und Sachbücher300 ppi, sehr scharfe Schrift Ideal
  • Lesen im Bett und bei NachtFrontlicht mit regelbarem Warmlicht Ideal
  • Badewanne, Strand und PoolIPX8-Wasserschutz Ideal
  • Einhändig umblätternPhysische Blättertasten Ideal
  • Hörbücher und VorlesenKeine Audioausgabe Eingeschränkt
  • PDFs und FachliteraturNur 7 Zoll, PDFs brauchen Zoom Eingeschränkt

Angebote und Preisvergleich

Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand · Stand: 19.10.2026 · Affiliate-Links

Tolino Vision 6 im Überblick

Der Tolino Vision 6 bleibt seiner bisherigen Formensprache treu, zeigt jedoch gezielte Anpassungen im Detail. Das Gerät ist etwas größer und schwerer geworden, was durch breitere Displayränder und das gewachsene Gewicht von 215 g spürbar wird. Gleichzeitig sorgen stärker abgerundete Kanten und eine entschärfte Griffleiste für ein angenehmeres Handling. Die Blättertasten sitzen nun näher am Rand und sind ergonomisch günstiger platziert. Insgesamt wirkt das Design ausgereifter, ohne seinen Wiedererkennungswert zu verlieren.

Neues E-Ink Carta 1200 Display mit starker Beleuchtung

Das 7-Zoll-Display bleibt in Auflösung und Pixeldichte unverändert, setzt aber erstmals auf die E-Ink Carta 1200 Technik. Diese soll für 20 Prozent schnellere Reaktionszeiten und 15 Prozent besseren Kontrast sorgen. Im Alltagsgebrauch zeigt sich der Vorteil besonders bei eingeschaltetem Licht: Der Text erscheint deutlich kontrastreicher und der Hintergrund heller – ein sichtbarer Qualitätssprung bei der Lesbarkeit. Auch die Nachtlichtfunktion ist weiterhin an Bord, sodass sich die Farbtemperatur individuell anpassen lässt.

Starke neue Hardware trifft Android 8.1

Mit einem neuen Quad-Core-Prozessor, 1 GB RAM und 16 GB internem Speicher legt der Vision 6 technisch deutlich zu. Gleichzeitig bringt er Android 8.1 mit, was nicht nur die Performance verbessert, sondern auch mehr Freiheiten für Bastler ermöglicht. Der offene Fastboot-Zugang erlaubt weiterhin eigene App-Installationen. Die Bedienoberfläche bleibt weitgehend unverändert, wodurch sich bestehende Tolino-Nutzer schnell zurechtfinden dürften. Ebenfalls neu ist der USB-C-Anschluss – eine zeitgemäße und praktische Ergänzung. Der Wasserschutz nach IPX8 bleibt erhalten.

Fazit

Der Tolino Vision 6 präsentiert sich als durchdachte Weiterentwicklung, die weniger durch sichtbare Designänderungen als vielmehr durch neue Display- und Systemtechnik überzeugt. Mit dem Schritt zu Carta 1200 und Android 8.1 schafft Tolino eine zukunftsfähige Plattform, die nicht nur für klassische Lesende, sondern auch für experimentierfreudige Nutzer interessant bleibt. Der eReader ist ab Ende Oktober für 169 Euro erhältlich.

Testbericht

Chalid Von · Aktualisiert am

Nachdem die Tolino-Partner 2020 keinen neuen eReader auf den Markt gebracht hatten, geht heuer mit Ende Oktober – und damit rechtzeitig zum startenden Weihnachtsgeschäft – die bereits sechste Generation des Vision an den Start.

Der Tolino Vision 6 bringt dabei eine Reihe interessanter Neuerungen. Nicht alle sind auf den ersten Blick sichtbar, aber versprechen das ohnehin schon sehr gute Nutzungserlebnis des Vorgängers noch weiter zu verbessern.

Verfeinertes Gehäuse

Tolino Vision 6 im Test, Foto 2An der grundsätzlichen Optik des Tolino Vision 6 hat sich zunächst wenig geändert. Die Knopf- und Griffleiste befindet sich seitlich neben dem hochformatig positionierten Bildschirm. Im Detail gibt’s aber doch ein paar Unterschiede: Der eBook Reader ist im Vergleich zum Vorgänger in jede Richtung minimal gewachsen. Nicht dramatisch, aber im direkten Vergleich durchaus sichtbar. Die Rahmen um das Display sind ein wenig breiter und auch in der Hand wirkt das Lesegerät etwas prominenter. Das ist aber wohl auch dem höheren Gewicht von 215 g geschuldet (Vision 5: 195 g).

Im Detail wurden die Kanten allesamt etwas stärker abgerundet, was die längerfristige Handhabung angenehmer gestalten dürfte. Auch die charakteristische Knick der Griffleiste wurde stark entschärft und in eine sanfte Biegung verwandelt. Lediglich am Ende der Griffleiste ist eine deutlich spürbare Kante vorhanden. Diese markante Biegung sorgt dafür, dass man das Gerät mit dem Daumen sicher und ohne großen Kraftaufwand fixieren kann.

Die Blättertasten sitzen gut positioniert näher an der Kante
Die Blättertasten sitzen gut positioniert näher an der Kante

Die Blättertasten sind zudem deutlich näher in Richtung des äußeren Randes gewandert. Das entspricht zumindest für meine Handhaltung eher der Position, auf der mein Daumen natürlichweise landet. Die kleine Vertiefung zwischen den Blättertasten, die der Tolino Vision 5 hatte, ist verschwunden.

Es handelt sich damit also um eine behutsame, durchaus gelungene Verfeinerung des bestehenden Designs.

Carta 1200 Display für mehr Kontrast

Die Displaydiagonale misst weiterhin 7 Zoll und auch die Auflösung bleibt mit 1680×1264 Pixel unverändert. Damit ergibt sich wieder eine gestochen scharfe Pixeldichte von 300 ppi. Mehr wäre zwar grundsätzlich möglich gewesen, macht sich im praktischen Alltag laut Tolino aber nicht wirklich bezahlt. Ebenso wieder mit dabei ist die Nachtlicht-Funktion, mit der sich die Farbtemperatur der Beleuchtung adaptieren lässt.

Gestochen scharfe und knackige Schrift, dank neuem Display
Gestochen scharfe und knackige Schrift, dank neuem Display

Besonders interessant wird es bei der verwendeten Bildschirmtechnik: Erstmals kommt E-Ink Carta 1200 in einem Tolino-eReader zum Einsatz. Die neue Technik verspricht eine um 20 Prozent schnellere Reaktionszeit und 15 Prozent mehr Kontrast.

Das erste Einschalten des Vorserienmodells, das ich vorab zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen habe, war dann aber zunächst ein wenig ernüchternd. Denn da sah das Display im direkten Vergleich zum Vision 5, den ich griffbereit hatte, nicht auffällig anders aus. Zwar sehr gut, aber auf den ersten Blick eben doch nicht besser. Erst wenn man bei guten Lichtverhältnissen genauer hinsieht, erkennt man das sattere Schwarz der Schrift am neuen Vision-6-Display.

Beleuchtung mit WOW-Effekt

Diese Ernüchterung verschwand nach dem Anschalten der Beleuchtung aber sofort. Denn mit eingeschaltetem Licht kann der Tolino Vision 6 mit einem echten WOW-Effekt aufwarten. Da stimmt die Bezeichnung „Schwarz-auf-Weiß“ für den angezeigten Text auch für einen eReader.

Denn: Der Hintergrund wird mit aktiviertem Licht deutlich heller, die Schrift bleibt aber knackig schwarz. Ganz offensichtlich wurde hier nicht nur innerhalb des Display an ein paar Stellschrauben gedreht, auch die Lichtträgerfolie ist wohl eine andere als zuvor. Ohne die genauen Kontrastwerte ermittelt zu haben, kann ich ganz ohne Übertreibung sagen, dass es sich dabei um eine der besten Textdarstellungen auf einem eReader handelt. 

Das Display ist damit hinsichtlich des Kontrasts – trotz Vorankündigung zur neuen Technik – eine willkommene Überraschung.

Neue Hardware, neue Android-Version

Einen deutlichen Sprung gab’s auch an der nicht sichtbaren Hard- und Software des Geräts.

Der Tolino Vision 6 nutzt nun einen AllWinner B300 Quad-Core Prozessor mit bis zu 1,8 GHz. Der CPU stehen 1 GB RAM Arbeitsspeicher zur Seite. Der interne Speicher hat sich ebenfalls auf 16 GB verdoppelt. Zusammen mit der neuen Hardware hält auch Android 8.1 am Gerät Einzug. Bisher griffen die Tolino eBook Reader auf Android 4.x Versionen zurück.

Klingt alles schön und gut, aber was bedeutet das für mich als Nutzer? Die auffälligste Änderung betrifft auf jeden Fall die fühlbare Reaktionszeit des Geräts auf Eingaben. Für eReader waren die Tolino Modelle auch bisher keineswegs langsam, mit dem neuen Unterbau und Display verbessert sich die Reaktionszeit aber tatsächlich nochmal spürbar. Beim bloßen Umblättern im Buch ist das nicht sonderlich auffällig, beim Navigieren durch die Benutzeroberfläche dafür umso mehr.

Abgesehen davon eröffnet Android 8.1 für Bastler mehr Möglichkeiten. Denn mit der jüngeren Android-Version sind auch mehr Apps kompatibel. Fastboot ist weiterhin aktiviert, womit die „Hintertür“ zur eigenen App-Installation offen bleibt. Das sei laut Tolino eine bewusste Entscheidung, da man schließlich ein offener Anbieter sei – wurde in einem Vorab-Gespräch verraten. Das heißt zwar nicht, dass es für immer so bleibt, für den Moment bleiben Tolino eBook Reader damit aber weiterhin eine tolle Anlaufstelle auch für Bastler.

Im vollständigen Testbericht werde ich die App-Installation dann wieder selbst testen. Im Kurzversuch lässt sich der eReader jedenfalls offenbar gewohnt einfach in den Fastboot-Modus versetzen.

Unabhängig von den genannten Punkten bleibt die Tolino-Benutzeroberfläche weitestgehend unverändert, sodass man sich als Umsteiger keine allzu großen Gedanken machen braucht.

Neben den anderen genannten Hardwareneuerungen gibt’s beim Vision 6 jetzt auch USB-C. Damit folgt der eBook Reader der Marktentwicklung bei Unterhaltungselektronikgeräten die sich allesamt langsam aber sicher von Micro-USB entfernen. Der eingebaute IPX8 Wasserschutz ist weiterhin vorhanden.

Fazit

Auf den ersten Blick scheint der Tolino Vision 6 ein relativ behutsames Update des ohnehin sehr guten Vorgängers zu sein, frei nach dem Motto: Never change a running system. Tatsächlich wurde das Gerät aber gerade systemseitig auf völlig neue Beine gestellt.

Tolino Vision 6: Auf den ersten Blick nicht so viele Änderungen, bei genauerem Hinsehen aber viel Neues
Tolino Vision 6: Auf den ersten Blick nicht so viele Änderungen, bei genauerem Hinsehen aber viel Neues

Der Vision 6 wird damit als neue Plattform für zukünftige Geräte der Kobo-Tolino-Partnerschaft dienen. Ob es hier nur hardwareseitig Neuerungen gibt, oder der Sprung zu Android 8.1 auch softwareseitig noch weitere Änderungen im Portfolio der beiden eReader-Schwergewichte bringt, bleibt aber offen.

Im ausführlichen Testbericht, in dem ich nach geraumer Inaktivität wieder einen genaueren Blick auf den neuen Vision 6 werfen werde, beleuchte ich das Gerät dann von allen Seiten.

Der Tolino Vision 6 ist derzeit für 169 Euro vorbestellbar und wird voraussichtlich ab 27. Oktober ausgeliefert.

Unser Fazit

Auf den ersten Blick scheint der Tolino Vision 6 ein relativ behutsames Update des ohnehin sehr guten Vorgängers zu sein, frei nach dem Motto: Never change a running system.

179,00 € bei Thalia Zum Angebot

Datenblatt: Tolino Vision 6

  • Display 7″ Carta 1200 16 Graustufen, Touchscreen
  • Auflösung 300 ppi 1680 × 1264 Pixel
  • Gewicht 215 g 144,6 × 161,6 × 5,9-10.5 mm
  • Speicher 16 GB kein Speicherkartenslot
  • Wasserschutz IPX8 geschützt gegen Untertauchen
  • Licht Warm + kalt Farbtemperatur regelbar
  • Bedienung Tasten + Touch physische Blättertasten
  • Audio Keine keine Hörbücher

Allgemein

Hersteller
Tolino
Gerätetyp
eReader
Marktstart
2021
Preis zum Marktstart
169 €
Farben
Schwarz

Display

Technologie
E Ink Carta 1200
Größe
7 Zoll
Auflösung
1680 × 1264 px
Pixeldichte
300 ppi
Farbdisplay
Nein
Graustufen
16
Touchscreen
Ja, kapazitiv
Beleuchtung
Frontlicht mit Warmlicht
Plane Front
Nein

Gehäuse & Bedienung

Maße
144,6 × 161,6 × 5,9-10.5 mm
Gewicht
215 g
Wasserschutz
IPX8
Blättertasten
Ja
Lagesensor
Ja

Verbindungen

USB
USB-C
Bluetooth
Nein
WLAN
Ja
Mobilfunk
Nein
GPS
Nein

Hardware

Speicher
16 GB
Speicherkarte
Nein
Lautsprecher
Nein
Mikrofon
Nein
Betriebssystem
Android

Software

Vorlesefunktion (TTS)
Nein
eBook-Shop
Ja

Unterstützte Dateiformate

Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.

Alternativen zum Tolino Vision 6

Geräte derselben Klasse mit dem entscheidenden Unterschied, aus unserer Gerätedatenbank.

Im Vergleich

Tolino Vision 6 im Vergleich mit ähnlichen Geräten
Merkmal Tolino Vision 6 Tolino Vision 6 PocketBook EraPocketBook Era Kindle Colorsoft Signature EditionKindle Colorsoft Signature Edition Boox Go Color 7Boox Go Color 7
Aktueller Bestpreis179,00 €?299,99 €?
UVP zum Marktstart169 €199 €?279,99 €
Display7″ Carta 12007″ Carta 12007″ Kaleido 37″ Kaleido 3
Pixeldichte300 ppi300 ppi300 ppi300 ppi
Gewicht215 g228 g219 g195 g
WasserschutzIPX8IPX8IPX8–
BlättertastenJaJa–Ja
WarmlichtJaJaJaJa
Speicher16 GB16 GB32 GB64 GB + microSD
Bluetooth–JaJaJa
Marktstart2021202220242024
Geräteseite Zum Gerät Zum Test Zum Test

Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.

179,00 € Thalia
Zum Angebot