Thalia Oyo
Preis zum Marktstart: 139 €
Auf einen Blick
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- Romane und SachbücherNur 167 ppi, Schrift wirkt etwas weich Eingeschränkt
- Lesen im Bett und bei NachtKeine Beleuchtung Eingeschränkt
- Badewanne, Strand und PoolNicht gegen Wasser geschützt Eingeschränkt
- Einhändig umblätternPhysische Blättertasten Ideal
- Hörbücher und VorlesenKeine Audioausgabe Eingeschränkt
- PDFs und FachliteraturNur 6 Zoll, PDFs brauchen Zoom Eingeschränkt
Thalia Oyo im Überblick
Der OYO wurde ab Oktober 2010 in Deutschland unter anderem über Thalia und Medion vertrieben. Dabei handelt es sich um ein E-Book-Lesegerät, das trotz früher WLAN- und optionaler UMTS-Unterstützung sowie kapazitiver Touchscreen-Bedienung mit SiPix-Display technisch eher im Einsteigersegment zu verorten ist. Die Steuerung erfolgt über den 6 Zoll großen Bildschirm sowie vier physische Tasten, der Funktionsumfang reicht von E-Book-Lektüre über Webzugriff bis hin zu Audiowiedergabe über MP3-Dateien.
Technische Ausstattung mit klaren Grenzen
Mit einem Gewicht von 240 Gramm und Abmessungen von 154 × 124 × 11 mm liegt der OYO größen- und gewichtstechnisch im Mittelfeld vergleichbarer Geräte jener Zeit. Der verbaute Bildschirm nutzt SiPix-Technologie und bietet eine Auflösung von 800×600 Pixeln bei 167 ppi – ein schwächerer Wert als die E-Ink-Pearl-Displays damaliger Konkurrenten wie Kindle oder Sony Reader. Der interne Speicher umfasst 2 GB und lässt sich via microSD-Karte erweitern. Für die Verarbeitung sorgt ein Samsung ARM9-Prozessor mit 128 MB RAM – ausreichend für einfache Anwendungen, aber wenig zukunftssicher.
Bedienung und Software mit Einschränkungen
Die Linux-basierte Firmware erlaubt neben E-Books im EPUB- und PDF-Format auch das Anzeigen von HTML- und Bilddateien sowie das Abspielen von MP3s. Der integrierte Webbrowser war zu seiner Zeit ein Pluspunkt, ebenso die Möglichkeit, Bücher via WLAN direkt herunterzuladen. Eine Besonderheit stellt die verpflichtende Registrierung über den jeweiligen Buchshop dar – ein Punkt, der spätestens mit Abschaltung des Medion-Registrierungsservers im Jahr 2016 problematisch wurde. Eine Nutzung ohne Registrierung ist seither nur noch mit älterer Firmware möglich. Der OYO nutzt DRM von Adobe und bindet Inhalte fest an die Geräte-ID, was die Flexibilität zusätzlich einschränkt.
Kritikpunkte: Schwaches Display, instabile Software
In Tests wurde das kontrastarme SiPix-Display regelmäßig als Schwachpunkt identifiziert – besonders im Vergleich zu E-Ink-Displays der Konkurrenz. Auch die Reaktionszeit des Touchscreens sowie das langsame Umblättern wurden bemängelt. Firmware-Updates funktionierten teilweise nicht wie gewünscht, und häufige Abstürze schränkten die Nutzerfreundlichkeit deutlich ein. Darüber hinaus wurde die Verarbeitungsqualität kritisiert, etwa in Form von Gehäuserissen oder geringer Akkulaufzeit.
Fazit: Ein Gerät seiner Zeit – aber nicht darüber hinaus
Der OYO war zur Markteinführung eine interessante Option für Einsteiger, vor allem durch die Vertriebskooperationen mit Buchhändlern. Im Rückblick zeigt sich jedoch, dass sowohl technische als auch konzeptionelle Schwächen den Langzeitnutzen stark einschränken. Heute ist der OYO allenfalls noch als technisches Relikt mit nostalgischem Charme von Interesse – für den alltäglichen Einsatz bietet er weder die Displayqualität noch die Stabilität oder Offenheit moderner Lesegeräte.
Datenblatt: Thalia Oyo
- Display 6″ SiPix 16 Graustufen, Touchscreen
- Auflösung 167 ppi 800 × 600 Pixel
- Gewicht 240 g 154 × 124 × 11 mm
- Speicher 2 GB plus Speicherkartenslot
- Wasserschutz Keine von Wasser fernhalten
- Licht Keine
- Bedienung Tasten + Touch physische Blättertasten
- Audio Keine keine Hörbücher
Allgemein
- Hersteller
- Thalia
- Gerätetyp
- eReader
- Marktstart
- 2010
- Preis zum Marktstart
- 139 €
- Farben
- Weiß
Display
- Technologie
- SiPix
- Größe
- 6 Zoll
- Auflösung
- 800 × 600 px
- Pixeldichte
- 167 ppi
- Farbdisplay
- Nein
- Graustufen
- 16
- Touchscreen
- Ja, kapazitiv
- Beleuchtung
- Nein
- Plane Front
- Nein
Gehäuse & Bedienung
- Maße
- 154 × 124 × 11 mm
- Gewicht
- 240 g
- Wasserschutz
- Nein
- Blättertasten
- Ja
Verbindungen
- USB
- Ja
- Bluetooth
- Nein
- WLAN
- Ja
- Mobilfunk
- Optional (3G)
- GPS
- Nein
Hardware
- Speicher
- 2 GB
- Speicherkarte
- Ja, microSD
- Lautsprecher
- Nein
- Mikrofon
- Nein
Unterstützte Dateiformate
- TXT
- ePub
- HTML
- JPEG
- PNG
- BMP
- MP3
Alle Angaben ohne Gewähr. Werte ohne gesicherte Angabe werden nicht angezeigt.
Heute kaufen statt Thalia Oyo
Aktuelle Geräte mit ähnlicher Displaygröße, automatisch aus unserer Gerätedatenbank gewählt.
- Wenn der Preis zählt

PocketBook Verse Lite
ab 103,50 € · 2025- 212 statt 167 ppi
- Beleuchtung
- Keine Blättertasten
- Wenn es schärfer sein soll

PocketBook Verse Pro
ab 152,10 € · 2023- 300 statt 167 ppi
- Wasserschutz
- Kein Speicherkartenslot
- Wenn du am Wasser liest

Tolino Shine 5
ab 149,00 € · 2024- 300 statt 167 ppi
- Wasserschutz
- Keine Blättertasten
Im Vergleich
| Merkmal | Thalia Oyo | PocketBook Verse Lite | PocketBook Verse Pro | Tolino Shine 5 |
|---|---|---|---|---|
| Aktueller Bestpreis | ? | 103,50 € | 152,10 € | 149,00 € |
| UVP zum Marktstart | 139 € | 115 € | 169 € | 119 € |
| Display | 6″ SiPix | 6″ Carta | 6″ Carta | 6″ Carta 1300 |
| Pixeldichte | 167 ppi | 212 ppi | 300 ppi | 300 ppi |
| Gewicht | 240 g | 170 g | 186 g | 173 g |
| Wasserschutz | – | – | IPX8 | IPX8 |
| Blättertasten | Ja | – | Ja | – |
| Warmlicht | – | – | Ja | Ja |
| Speicher | 2 GB + microSD | 8 GB | 16 GB | 16 GB |
| Bluetooth | – | – | Ja | Ja |
| Marktstart | 2010 | 2025 | 2023 | 2024 |
| Geräteseite | Zum Gerät | Zum Test | Zum Gerät |
Werte aus der ALLESebook-Gerätedatenbank. „?“ bedeutet: nicht gesichert. UVP = Preis zum Marktstart.



