Auf einen Blick
Der XTEINK X3 lohnt sich vor allem dann, wenn der normale Reader zu Hause bleibt, weil er unterwegs zu viel Platz braucht. Das sehr kleine, nur 58 Gramm schwere Gehäuse nimmt man leicht mit, und für kurze Lesepausen hat die Beschränkung aufs Wesentliche ihren Reiz. Auf die 3,7-Zoll-Anzeige passt allerdings nur wenig Text, und es gibt weder Touchscreen noch Frontlicht.
Dazu kommen eine zunächst gewöhnungsbedürftige Tastenbedienung und der spezielle magnetische Ladeanschluss. Mit alternativer Firmware lässt er sich weiter an die eigenen Wünsche anpassen, das kostet aber etwas Einarbeitung. Der X3 passt deshalb eher zu Lesern, die ihre Bücher selbst verwalten und bewusst mit einem kleinen Bildschirm leben wollen, als zu Käufern, die einen besonders komfortablen Allroundreader suchen.
Vorteile
- Sehr kleines und leichtes Gehäuse
- 259 ppi auf kompakter E-Ink-Anzeige
- Physische Blättertasten
- Austauschbare microSD-Karte
- Alternative Firmware CrossPoint Reader
- Magnetische Befestigungsmöglichkeit
- WLAN und Bluetooth
Nachteile
- Keine eingebaute Beleuchtung
- Keine Touchbedienung
- Kleine Textfläche bei großer Schrift
- Spezielles Ladezubehör erforderlich
- Einarbeitung in Software und Dateiverwaltung
Schnellcheck: Wofür eignet sich das Gerät?
Eingeordnet nach Einsatzzweck, auf Basis der technischen Daten.
- Romane und Sachbücher259 ppi, für die meisten scharf genug Gut
- Lesen im Bett und bei NachtKeine Beleuchtung Eingeschränkt
- Einhändig umblätternPhysische Blättertasten Ideal
- Hörbücher und VorlesenÜber Bluetooth-Kopfhörer oder -Lautsprecher Gut
- PDFs und FachliteraturNur 3,7 Zoll, PDFs brauchen Zoom Eingeschränkt
XTEINK X3 im Überblick
Wenig Gepäck, wenig Text pro Seite
Der XTEINK X3 ist ganz auf kurze Lesepausen zwischendurch ausgelegt. Mit 58 Gramm und einem Gehäuse von 97,6 × 63,7 × 5,1 Millimetern nimmt er noch weniger Platz ein als die ohnehin kleinen X4-Modelle. Das hilft vor allem, wenn neben Smartphone und Schlüsseln kaum noch Platz in der Tasche ist. Der entscheidende Kompromiss sitzt direkt auf der Vorderseite: 3,7 Zoll sind eine sehr kleine Fläche für ein ganzes Buch. Wer sich für dieses Format entscheidet, blättert zwangsläufig oft.
Das monochrome E-Ink-Display kommt laut XTEINK auf 259 ppi. Das ist mehr als beim größeren X4 Pro mit 219 ppi, aber eine höhere Pixeldichte ersetzt keine größere Textfläche. Bei gut lesbarer großer Schrift passen weniger Wörter auf eine Seite. Um einen Roman in kurzen Etappen zu lesen, reicht das; für große Tabellen oder Dokumente mit festem Layout taugt die kleine Diagonale dagegen kaum. Eine Beleuchtung gibt es nicht. Der X3 braucht deshalb Tageslicht oder eine zusätzliche Lampe, obwohl er wegen seines geringen Gewichts eigentlich gut zum Lesen im Bett passen würde.
Ein Touchscreen fehlt ebenfalls. Menüs und Buchseiten bedient man mit Tasten; außerdem kann man durch Schütteln blättern. Ob man das dem Tastendruck vorzieht, ist Geschmackssache. Die kleinen Tasten sind jedenfalls das zentrale Bedienelement und kein bloßes Extra. Wer direkt auf ein Buchcover oder eine Einstellung tippen möchte, sollte sich eher den etwas größeren X4 Pro ansehen. Touchscreen und Frontlicht machen im Alltag mehr aus, als der geringe Größenunterschied vermuten lässt.
Die Software gehört zur Kaufentscheidung
Die Originalsoftware gilt als stellenweise umständlich, man findet sich aber hinein. Im Frühjahr 2026 wirkten Navigation und drahtlose Übertragung noch holprig. An die Tastenbelegung muss man sich erst gewöhnen, danach ist sie überschaubar. Am einfachsten kommen eigene Bücher aufs Gerät, wenn man sie direkt auf die Speicherkarte kopiert. Ganz selbsterklärend ist der Einstieg nicht, etwas Zeit für die Einrichtung sollte man einplanen.
Als Alternative gibt es CrossPoint Reader auch für den X3. Damit kann man die Gerätesoftware austauschen und ist nicht auf die Originaloberfläche festgelegt. Das Aufspielen ist allerdings ein zusätzlicher Schritt und nicht so einfach wie das Öffnen einer App. Dass man frei eine andere Firmware aufspielen darf, sichert XTEINK ausdrücklich nur für Geräte zu, die direkt im eigenen Shop gekauft wurden. Bei Geräten aus anderen Shops sollte man deshalb vorher prüfen, ob sie für fremde Firmware freigegeben sind.
Bücher liegen auf einer austauschbaren microSD-Karte. Eine Karte mit 16 GB gehört zum Lieferumfang, bis zu 256 GB werden unterstützt. Laut XTEINK liest der X3 EPUB und TXT, dazu Bilder im JPG- und BMP-Format. PDF- und MOBI-Dateien stehen nicht auf der Liste und müssen vorher umgewandelt werden. Wer schon eine Büchersammlung hat, muss die Dateien also vorbereiten und selbst verwalten.
Besonderer Ladeanschluss und klare Zielgruppe
Geladen wird über magnetische Pogo-Kontakte, eine USB-C-Buchse hat der X3 nicht. Unterwegs muss man also das passende Ladezubehör dabeihaben; ein normales USB-C-Kabel lässt sich nicht direkt anschließen. Der Akku fasst 650 mAh. Zur Laufzeit nennt XTEINK einmal bis zu zehn Stunden Lesezeit, an anderer Stelle 10 bis 14 Tage bei ein bis drei Stunden Lesen pro Tag. Wie lange eine Ladung hält, hängt ohnehin von Nutzung, Funkverbindungen und Software ab.
Dank der magnetischen Rückseite lässt sich der kleine Reader auch an einem passenden Smartphone oder Zubehörteil befestigen und so mitnehmen. Am Telefon ist das kleinere Format praktisch, ohne Telefon bietet ein X4 mehr Textfläche. Allerdings hält der X3 nicht mit jeder Hülle und jedem Kamerabuckel sicher. Bevor man beide Geräte zusammen in die Tasche steckt, sollte man ausprobieren, ob er am eigenen Telefon gut hält. Außerdem hat der X3 WLAN im 2,4-GHz-Band und Bluetooth; ein Android-Reader, auf dem man beliebige Lese-Apps installieren kann, wird er dadurch aber nicht.
Ende Oktober 2026 kostete der X3 im Onlineshop von XTEINK 69 US-Dollar statt regulär 79 US-Dollar. Damit ist er ein günstiger Einstieg ins Lesen im Miniformat. Versand und mögliche Einfuhrkosten kommen je nach Lieferland hinzu. Gegenüber dem X4 Pro punktet er vor allem mit Größe und Gewicht, verzichtet dafür aber auf Touch und Licht. Wer selten lange am Stück liest, eigene Dateien nutzt und ein wenig Einrichtung in Kauf nimmt, dürfte genau diese Beschränkung schätzen. Als Ersatz für einen gut ausgestatteten Sechs- oder Siebenzollreader taugt er weniger. Am besten aufgehoben ist er als bewusst gewählter Zweitreader, den man jederzeit dabeihat.
Datenblatt: XTEINK X3
- Display 3,7″ E Ink Kein Touchscreen
- Auflösung 259 ppi
- Gewicht 58 g 97,6 × 63,7 × 5,1 mm
- Licht Keine
- Bedienung Tasten physische Blättertasten
- Audio Bluetooth Kopfhörer oder Lautsprecher
- Akku 650 mAh
- System XTEINK; CrossPoint Reader (optional)
Allgemein
- Hersteller
- Xteink
- Gerätetyp
- eReader
- Farben
- Schwarz, Grau
Display
- Technologie
- E Ink
- Größe
- 3,7 Zoll
- Pixeldichte
- 259 ppi
- Farbdisplay
- Nein
- Touchscreen
- Nein
- Beleuchtung
- Nein
Gehäuse & Bedienung
- Maße
- 97,6 × 63,7 × 5,1 mm
- Gewicht
- 58 g
- Blättertasten
- Ja
Verbindungen
- Bluetooth
- Ja
- WLAN
- Ja, 2,4 GHz
Hardware
- Speicherkarte
- Ja, microSD
- Akku
- 650 mAh
- Betriebssystem
- XTEINK; CrossPoint Reader (optional)
Unterstützte Dateiformate
- EPUB
- TXT
- JPG
- BMP
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