Kindle Voyage mit 300 ppi nach Leak jetzt offiziell vorgestellt

24. April 2016
Lesezeit: 12:16 Min.
Kindle Voyage mit 300 ppi nach Leak jetzt offiziell vorgestellt

Update 18. September 2014: Gestern ging’s nach der unbeabsichtigten Veröffentlichung des Kindle Voyage beim deutschen und japanischen Ableger von Amazon drunter und drüber. Es wurden aufgrund der kurzen Auflistung der Geräte viele Details bekannt, aber aufgrund einiger fehlender Spezifikationen auch reichlich spekuliert. Das hat nun ein Ende, denn Amazon hat den neuen eBook Reader endlich offiziell vorgestellt.

Die technischen Daten waren ja zum größten Teil bereits bekannt: Es kommt ein 6 Zoll Display mit einer Auflösung von 1440×1080 Pixel zum Einsatz, sodass die Pixeldichte ungeschlagene 300 ppi beträgt. Damit ist der Voyage der sprichwörtlich schärfste eBook Reader am Markt.

Bewährte E-Ink Carta Technik

Der neue Kindle Voyage erinnert optisch an eine Mischung aus Kindle Paperwhite und Tolino Vision. Beidseitig neben dem Bildschirm befinden sich die Blättertasten (PagePress-Sensoren)

Unklar war bis zum jetzigen Zeitpunkt allerdings, welche Displaytechnik zum Einsatz kommen wird. Das Geheimnis wurde nun schließlich gelüftet und die Auflösung hält im Grunde keine Überraschungen parat: Wie schon beim Kindle Paperwhite wird auch im Voyage ein E-Ink Carta Display genutzt. Die Hoffnungen auf eine einzigartige neue Displaytechnologie (Liquavista) sind damit zwar begraben, aber natürlich muss man trotzdem festhalten, dass der neue eReader mit der sehr hohen Pixeldichte auch der einzige seiner Klasse ist.

Die Bedienung erfolgt über einen kapazitiven Touchscreen, wobei die Gehäusefront plan ist. D.h. der Bildschirm ist nicht (fühlbar) eingelassen, sodass man mit dem Finger nahlos über die gesamte Front fahren kann. Damit folgt der Kindle Voyage der Bauform des Kobo Aura und Tolino Vision. Abgesehen davon, dass er von seinen Proportionen weiterhin an den Kindle Paperwhite erinnert, ist die Ähnlichkeit zu den genannten Konkurrenzmodell (insbesondere zum Vision) aber auch nicht von der Hand zu weisen. Macht aber nichts, denn die Bauform ist haptisch ansprechend und hübsch anzusehen. Bei der Kratzfestigkeit wird sich der neue Amazon eBook Reader aber noch beweisen müssen – Kobo und Tolino sind hierbei bei unvorsichtiger Nutzung deutlich anfälliger als andere Geräte.

Smarte Helligkeitsregulierung

Die Gehäusefront des eReader ist plan

Neben dem Bildschirm ist eine weitere Besonderheit des Kindle Voyage der Helligkeitssensor der die Beleuchtung automatisch reguliert. Glücklicherweise erlaubt Amazon weiterhin eine manuelle Einstellung, falls man das wünscht. Die Umsetzung der Lichtautomatisierung ist laut The Verge dabei ausgesprochen clever gelöst: Sobald man sich in eine dunklere Umgebung begibt (z.B. im abgedunkelten Schlafzimmer liest), regelt der Voyage die Beleuchtung runter. Das war allerdings ohnehin zu erwarten. Schlau ist dabei allerdings, dass der eBook Reader die Helligkeit im Verlauf des Lesens langsam und unmerklich immer weiter nach unten reguliert. Das ist deshalb sinnvoll, da sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen und eine gedimmte Beleuchtung auf Dauer sicherlich angenehmer zu nutzen ist. Im Grunde muss man sich damit (theoretisch) keine weiteren Gedanken über die Licht-Einstellung machen.

Ebenfalls neu sind die PagePress-Tasten beidseitig des Bildschirms. Dabei handelt es sich um eine druckempfindliche Bedienung zum Umblättern der Seiten im eBook. Mit dem Punkt (siehe Bild) blättert man zurück, mit der Linie vorwärts. Realisiert wird dies offenbar durch entsprechende Knöpfe die sich unter dem Gehäuse befinden. In der Praxis bedeutet dies, dass man keine unbeabsichtigten Seitenwechsel fürchten muss und die Finger völlig problemlos am Gehäuserand ruhen lassen kann. Und falls man doch mal unabsichtlich blättert, kann man die Sensitivität der Drucktasten einstellen und den persönlichen Vorlieben anpassen. Außerdem gibt’s bei Betätigung der Tasten ein haptisches Feedback, was wohl der nächstbeste Ersatz für echte physische Knöpfe mit ertastbarem Druckpunkt ist.

Saftiger Aufpreis zum Paperwhite

Highlights im Sketch; Grafik: Amazon.com

Abgesehen davon bietet der Kindle Voyage bekannte Amazon-Technik. Der interne Speicher ist 4 GB groß und kann nicht erweitert werden. Als Drahtlosverbindung steht standardmäßig WLan zur Verfügung und optional 3G. Mit der Mobilfunkverbindung lässt sich in weiten Teilen der Welt für den Nutzer kostenlos auf das Kindle Angebot zugreifen. Auf eine Audiofunktion muss man weiterhin verzichten, was zumindest eine kleine Überraschung ist, da Amazon die nahtlose Synchronisation zwischen Hörbüchern und eBooks immer stärker bewirbt.

Beim Gewicht und den Maßen hat Amazon Japan offenbar ein paar kleinere Fehler eingebaut, denn tatsächlich ist der Voyage laut offiziellen Angaben der Pressemitteilung und Produktseite noch leichter und dünner. 162 x 115 x 7,6 mm misst der eBook Reader und bringt 180 Gramm auf die Waage. Mit der geringen Tiefe unterbietet er die Konkurrenz, beim Gewicht ist er ihnen knapp auf den Fersen.

Die Spezifikationen und die gesamte Produktbeschreibung klingt in meinen Ohren jedenfalls sehr gut. Allerdings könnte der Erfolg des Kindle Voyage an einer Sache scheitern: dem Preis. Zwar ist die deutsche Produktseite zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikel noch nicht online, allerdings kennen wir die Preisgestaltung von den Leaks. Mit 189 Euro ist der eBook Reader das teuerste 6 Zoll Lesegerät am Markt und übertrifft auch den PocketBook Ultra nochmal deutlich. Will man die 3G-Version haben, werden sogar 249 Euro fällig. Ab 4. November wird Amazon.de mit der Auslieferung starten.

Es wird ohne Zweifel einen Markt für den Voyage geben, aber der wird jedenfalls nicht in der Masse zu finden sein. Dieser Tatsache ist sich Amazon aber ganz ohne Zweifel bewusst, denn der neue Basis-Kindle und der aktualisierte Paperwhite werden weiterhin die günstigeren Preissegmente bedienen.

In jedem Fall wird es interessant sein zu sehen, ob der Aufpreis zu den anderen erhältlichen beleuchteten 6 Zoll eReadern gerechtfertigt ist. Wenn man den ersten englischsprachigen Testberichten glauben darf (das Test-Emargo wurde zeitgleich mit der Vorstellung der neuen Kindle-Modellreihe aufgehoben), dann lautet die Antwort ganz klar: JA!

Update: Aktuell gibt es einige Unklarheiten bezüglich der Werbeunterstützung beim Voyage. Das Kindle-Basismodell ist wahlweise mit oder ohne Werbung zu haben, beim teureren High-End eReader gibt’s die Option zwar nicht, allerdings wird auf der Produktseite aktuell angegeben, dass die „Spezialangebote“ teil des Funktionsumfanges sind. Einige Rückmeldungen zu dem Thema gibt es bereits, wonach der Amazon Kundenservice von einer fehlerhaften Einbindung spricht. D.h. im Klartext, dass der Voyage angeblich doch ohne Werbung ausgeliefert wird und die Produktseite in Kürze korrigiert werden soll. Ob das wirklich der Fall ist, wird sich wohl in den nächsten Tagen zeigen.

Ich bin jedenfalls schon gespannt den Voyage durch unseren Testparcour zu schicken. Bis dahin könnt ihr euch die Zeit mit dem nachfolgenden Video von The Verge vertreiben, das einen sehr guten Einblick bietet:

YouTube Preview Image

Exklusiv: Offizielles Kindle Voyage Produktfoto

Update 17. September 2014: Heute haben wir im Verlauf des Tages dank der unbeabsichtigten Veröffentlichung bei Amazon Deutschland und Japan schon ausführlich über den neuen eBook Reader des Unternehmens, den Kindle Voyage, berichtet. Die Hardwarespezifikationen sind damit zu einem großen Teil bereits bekannt. Was allerdings noch gefehlt hat, war ein vernünftiges Produktfoto. Es gab zwar schon ein Bild aus dem offiziellen Handbuch des Geräts, aber ein hochauflösendes Rendering oder Foto war nirgendwo zu sehen.

Das ändert sich nun: Dank der Zusendung eines Tippgebers können wir euch das erste offizielle Produktfoto des Kindle Voyage präsentieren. Das Bild war offenbar bereits kurz auf der Amazon-Homepage einsehbar.

So sieht der Kindle Voyage aus (Klicken um zu vergrößern)

Gefälliges Design, ohne Experimente

Der neue eBook Reader präsentiert sich dabei in einem durchaus bekannten Look und erinnert von den Proportionen an den Kindle Paperwhite. Neu wird allerdings ganz offensichtlich die plane Gehäusefront sein. Die fehlenden Schatten um den Bildschirm deuten einmal mehr darauf hin, dass hier die gleiche Bauform zum Einsatz kommt wie beim Kobo Aura.

Es war bereits bekannt, dass Amazon den Voyage mit einem „intelligenten Frontlicht“ austatten wird. Dabei handelt es sich um einen Helligkeitssensor der die Lichtstärke der eingebauten Beleuchtung automatisch reguliert. Dieser sitzt in der linken oberen Ecke des Geräts.

Die „PagePress-Sensoren“ befinden sich an den Stellen, die heute am Nachmittag bereits gezeigt wurden. Allerdings sind besonders die vertikalen Streifen deutlich schmäler als dies im Handbuch demonstriert wurde. Damit sieht der Voyage jedenfalls eleganter aus als ursprünglich erwartet.

Mittlerweile ist auch bekannt, wie genau die Tasten funktionieren werden. Wie bereits erwartet, handelt es sich nicht um simple kapazitive Sensoren, sondern um druckempfindliche Felder. Das Besondere daran: Die Druckempfindlichkeit lässt sich in den Einstellungen anpassen.

Unterm Strich präsentiert sich der Kindle Voyage jedenfalls durchaus gefällig, wenngleich die optische Revolution jedenfalls ausbleibt. Grundsätzlich erinnert der neue eReader aufgrund seiner Bauform recht stark an den Tolino Vision oder Kobo Aura. Mit der offiziellen Vorstellung des Geräts ist in den kommenden Tagen zu rechnen.

Leak: Erstes Bild des Kindle Voyage

Originalmeldung 17. September 2014: Gerade eben wurde der Kindle Voyage durch eine Anzeige auf der Amazon-Homepage in Deutschland und Japan geleakt, schon können wir euch das erste Bild des Geräts präsentieren. Dieses stammt aus dem offiziellen Benutzerhandbuch des Geräts und zeigt den neuen eBook Reader in einer schematischen Darstellung.

Optisch erinnert der Voyage von den Proportionen sehr deutlich an den Kindle Paperwhite, inkl. der Logo-Platzierung am unteren Geräterand. Wie bereits bekannt wurde, besitzt der eBook Reader Blättertasten, wobei es sich um sensorische Tasten handelt. Korrektur: Es sind im Gehäuse versteckte druckempfindliche Sensoren, die Spannungsveränderungen der Gehäuseoberfläche registrieren. D.h. die bloße Berührung (=kapazitiv) reicht nicht zum Umblättern aus. Man muss tatsächlich (leichten) Druck auf das Gehäuse ausüben, wie man das von einem normalen Knopf auch kennt. Dies ist an der Zeichnung gut erkennbar. Die Tasten sind allerdings nicht so gut sichtbar, wie auf dem Bild, sondern in einem relativ neutral Farbton gehalten, der sich vom restlichen Hintergrund nicht so stark abhebt wie in der schematischen Zeichnung. Sie sitzen beidseitig des Bildschirms, womit Rechts- und Linkshänder problemlos mit dem Gerät zurecht kommen.

Der USB-Anschluss befindet sich wie üblich am unteren Geräterand, der Power-Knopf ungewöhnlich am rechten Gehäuserand platziert. Auf eine Speicherkartenerweiterung muss man – wenig überraschend – verzichten.

In der Zwischenzeit taucht der Name „Voyage“ auf weiteren Amazon-Seiten auf, z.B. auf der britischen und japanischen Hilfe-Seite. Die Produktvorstellung wird also sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lassen. Mal sehen, ob Amazon noch heute mit dem Gerät rausrückt.

Leak: Kindle Voyage mit 300 ppi für 189 Euro ab November erhältlich

Originalmeldung 17. September 2014: Lange hat’s gedauert bis weitere Details zum Kindle Ice Wine durchgesickert sind, doch jetzt ist es so weit. Wie mich gleich mehrere Tippgeber heute per E-Mail darauf aufmerksam gemacht haben, waren auf der deutschen Homepage von Amazon zwei neue eBook Reader gelistet. Mittlerweile sind die Geräte wieder von der Webseite verschwunden.

Der neue High-End-eReader von Amazon wird auf den Namen Kindle Voyage hören. Die Spezifikationen scheinen dabei den bisher bekannten Informationen des Kindle Ice Wine zu entsprechen. D.h. es wird ein Display mit einer Pixeldichte von 300 ppi zum Einsatz kommen, ein Helligkeitssensor wird die integrierte Beleuchtung steuern und es wird Blättertasten geben. Diese Tasten scheinen allerdings über eine eigene Sensorik gesteuert zu werden, denn auf Amazon.de werden sie „PagePress-Sensoren“ genannt.

Voyage mit Display-Überraschung

Die Displaygröße ist die wohl größte Überraschung des Kindle Voyage, denn sie wird wieder 6 Zoll betragen. Ich ging nach der Vorstellung des Kobo Aura H2O mit E-Ink Carta Display eigentlich fest davon aus, dass auch Amazon das größere Display-Segment erschließen wird. Gestern habe ich noch spekuliert, dass selbst 8 und 9,7 Zoll Formate nich undenkbar seien. Tja, offenbar doch. Weshalb Amazon den Kindle DX so lange mitgeschleppt hat, bleibt also weiterhin ein Rätsel, wenngleich der Voyage aber zumindest preislich in die Fußstapfen des DX-Geräts tritt.

Auf der Amazon Homepage war der Kindle Voyage bereits kurz zu sehen

Die Auflösung des Geräts wird aller Wahrscheinlichkeit nach 1440×1080 Pixel betragen. Mit 300 ppi ist der Voyage jedenfalls der sprichwörtlich schärfste eBook Reader am MArkt und lässt die bisherigen Spitzenreiter hinter sich. Welche Displaytechnik zum Einsatz kommt, ist nicht bekannt. Vermutlich wird aber mindestens E-Ink Carta Technik bereitstehen. Wenn man dem alten Leak glauben darf, dann wird der eBook Reader außerdem über eine plane Gehäusefront verfügen.

Die Maße betragen laut Amazon-Japan 162 x 115 x 8 mm mit einem Gewicht von 185 Gramm. Damit ist der Kindle Voyage kleiner und leichter als der Kindle Paperwhite.

Für 189 Euro wird die WLan-Variante des Geräts zu haben sein, was ein saftiger Aufpreis gegenüber dem Kindle Paperwhite mit derzeit 109 Euro bedeutet. Es wird auch gleichzeitig der teuerste 6 Zoll eBook Reader am Markt sein und den PocketBook Ultra hinter sich lassen. Die 3G-Variante ist dann sogar noch teuer. Dafür muss man wie gewohnt 60 Euro mehr bezahlen, sodass ein Preis bei 249 Euro rauskommt.

Übrigens: Auch im Kindle Paperwhite Handbuch ist der Name des neuen eBook Readers bereits aufgetaucht.

Neuer Basis-Kindle mit Touchscreen

Neben dem Kindle Voyage wird es außerdem ein neues Einsteigermodell geben. Wie im Vorfeld bereits spekuliert, legt Amazon das Basis-Modell neu auf, nachdem der aktuelle Kindle vor wenigen Tagen von der US-Homepage verschwunden ist.

Der neue eBook Reader wird über einen Touchscreen verfügen und die nicht mehr ganz zeitgemäße Tastenbedienung des Vorgängers hinter sich lassen. Ob man allerdings vollständig auf Blättertasten verzichten muss, bleibt offen. Im Grunde könnte es sich um eine Neuauflage des Kindle Touch (Paperwhite-Vorgänger) handeln – ohne Audiounterstützung.

Der Kindle wird ab 2. Oktober erhältlich sein und 59 Euro kosten. Erstmals in Deutschland bei einem Kindle-eReader wird das Gerät mit „Spezialangeboten“ ausgeliefert, d.h. Werbung am Standby-Bildschirm besitzen. Anders lässt sich der niedrige Einstiegspreis wohl nicht realisieren. WLan wird wieder mit dabei sein, sonstige technische Details bleiben zum aktuellen Zeitpunkt ungenannt.

Die gelieferten Informationen stammen alle von der Amazon-Homepage, wobei es keine weitere Details gibt, da die einzelnen Produkteseiten noch nicht freigeschaltet wurden. Die Vorstellung wird jetzt aber nicht mehr lange auf sich warten lassen. In den USA wurden in der Zwischenzeit auch die Produktseiten des Kindle Paperwhite (WLan- & 3G-Version) zusammengelegt, um Platz für die beiden Neuvorstellungen zu machen.

Nun darf man gespannt sein, wann Amazon die neuen Geräte offiziell vorstellt. Im vergangenen Jahr gab es am Tag der Vorstellung einen Leak zum Kindle Paperwhite, sodass man eventuell heute Abend bereits mit weiteren Details rechnen kann. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Was denkst du über die baldige Neuvorstellung? Zu teuer? Oder ist der Preis in Anbetracht der Spezifikationen gerechtfertigt?

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