M PocketBook Touch Lux geht bei der Mayerschen an den Start

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Vor wenigen Wochen haben wir bereits davon berichtet, dass die Mayersche Buchhandlung den PocketBook Touch Lux als eigenes Lesegerät auf den Markt bringen wolle. Mit dem heutigen Tag ist der Startschuss nun endlich gefallen und der eBook Reader ist nun offiziell als M PocketBook Touch Lux erhältlich.

M PocketBook Touch Lux als Tolino Shine Konkurrent

Wie man schon am Startbildschirm bzw. dem Standby-Bild mit den Smilie-Gesichtern erkennen kann (siehe Bild, links), wird der eBook Reader von der Mayerschen offenbar als direkte Konkurrenz zum Tolino Shine positioniert. Vom Äußeren hat sich ansonsten nur eine Kleinigkeit am PocketBook Logo verändert – dem wird noch das Mayersche Logo in Form eines „M“ vorangestellt (im Bild nicht zu sehen).

Ob es besondere Änderungen an der Software gibt, ist bisher nicht klar. Vermutlich wird sich das Hauptaugenmerk aber auf eine vernünftige Shopintegration gerichtet haben, die bei PocketBook in verschiedenen Formen mit Partnern zwar immer vorhanden war, die Umsetzung aber oft ein wenig stiefmütterlich erfolgt ist.

Der Preis des M PocketBook Touch Lux liegt bei 139 Euro, was auch der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers entspricht. In Anbetracht des großen Funktionsumfangs ist der Preis zwar durchaus gerechtfertigt, aber letztendlich doch ein wenig enttäuschend. Da habe ich mir zumindest eine kleine Subvention durch die Mayersche erwartet, um eben auch preislich mit der Konkurrenz besser mithalten zu können. Bei Amazon gibt’s den PocketBook Touch Lux aktuell sogar für nur 135 Euro. Hier gilt es in meinen Augen noch ein wenig nachzubessern.

Chancen und Möglichkeiten

Die Kritik am Preis soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der PocketBook Touch Lux weiterhin zu den besten eBook Readern am Markt gehört und eine vernünftige Shopintegration durch die Mayersche das Gesamtpaket nur verbessern kann.

Besonders für PocketBook ist die neue Zusammenarbeit aber eine bedeutende Chance am deutschen eReader-Markt einen größeren Anteil zu gewinnen. Zwar konnte man mit Libri und Umbreit in der Vergangenheit bereits zwei starke Partner gewinnen, letztendlich lag es dann aber am Buchhändler, ob er auf das Angebot zurückgreifen wollte. Wenn man sich die eBook-Reader Verkaufszahlen aus dem letzten Weihnachtsgeschäft ansieht, dann scheint das beim unabhängigen Buchhandel jedenfalls keinen allzu hohen Stellenwert zu haben.

Jedenfalls erreicht PocketBook mit der Mayerschen als Partner nun zweifellos deutlich mehr potentielle Kunden die sich mit den Geräten vertraut machen können. Ob das Experiment erfolgreich ist, wird die Zukunft zeigen, wobei besonders die kommenden eineinhalb Monate bis Weihnachten zeigen werden, ob das Angebot vom Kunden angenommen wird.

Bildquelle: Mayersche