USA: Negative Kundenstimmen zum Kindle Paperwhite; Displaybeleuchtung als Unzufriedenheitsfaktor

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Gestern habe ich davon berichtet, dass es Lieferprobleme mit dem Kindle Paperwhite gibt, welche vermutlich auf Produktionsschwierigkeiten zurückzuführen sind – so die Gerüchte. Wenn man sich die Kundenrezensionen auf der US-Homepage von Amazon ansieht, dann scheint das zuzutreffen, denn anstatt wie in den Testberichten verschiedener Technikblogs nur Lob zu ernten, wird der Kindle Paperwhite von vielen KundInnen kritisiert.

Hauptproblem mit dem Paperwhite ist demnach die Displaybeleuchtung. Schon auf den Bildern und in den Videos der großen englischsprachigen Technikblogs wie Engadget oder The Verge hat man kleinere Ungleichmäßigkeiten bei der Lichtverteilung gesehen – hauptsächlich am unteren Bildschirmrand wo die vier LEDs im Rahmen sitzen. Wenn man sich aber die Kundenrezensionen auf Amazon.com durchliest, dann scheinen diese Unregelmäßigkeiten bei vielen Geräten größer zu sein, als bei den genannten Testberichten. Einige Nutzer spekulieren sogar, dass Amazon den großen Tech-Seiten handverlesene Geräte geschickt hat.

Die Unregelmäßigkeiten machen sich hauptsächlich durch Schattenbildung zwischen den LEDs bemerkbar, welche einige Textzeilen vom unteren Bildschirmrand nach oben sichtbar sein kann. Erschwerend kommt bei manchen Geräten allerdings hinzu, dass die Lichtträgerfolie zum Teil helle Flecken hat, welche besonders bei bestimmten Betrachtungswinkeln sehr sichtbar werden können. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, scheint es andere Kindle Paperwhite zu geben, deren Beleuchtung verschiedene blau, grün und gelbe Farbtöne über das Display verteilen. Beim Anruf zum Kundenservice wurde einer Kundin mitgeteilt, dass es im Moment keine Austauschgeräte gibt, und sie 4-6 Wochen darauf warten müsste.

Die Kindle Paperwhite Licht-Anleitung beinhaltet offenbar den Tipp, die Beleuchtung in dunkler Umgebung auf die niedrigste oder einer möglichst niedrigen Stufe einzustellen. Das sieht dann aber unter Umständen so ungleichmäßig aus wie im Bild zu diesem Artikel.

Amazon hat in der Pressekonferenz mit der Brillanz der neuen Beleuchtungstechnik geworben und die perfekte Gleichmäßigkeit der Lichtverteilung hervorgehoben. Man ist sogar der Ansicht, dass die Beleuchtung auch bei normalem Umgebungslicht benutzt wird. Da scheint man offenbar auch gar keine andere Wahl zu haben, denn einige Kunden berichten, dass man das Licht gar nicht ganz abdrehen kann. Das sieht man zwar bei Tageslicht nicht, aber zieht wohl trotzdem unnötig Strom.

Letztendlich empfiehlt es sich daher noch mit etwaigen Importplänen des Paperwhite zu warten, bis die Probleme behoben wurden. Sollte man nämlich eines der „fehlerhaften“ Modelle erhalten, dürfte man sich mit dem Umtausch aufgrund von Zoll, Versand und letztendlich auch fehlender Verfügbarkeit vermutlich schwer tun.

Bildquelle: YouTube

Noch bevor Kindle und Tolino in Deutschland an den Start gegangen sind, hat Chalid seinen ersten eBook Reader im Jahr 2007, aus Begeisterung an der Technik, aus den USA importiert. Als Mitbegründer und Chef-Redakteur hat er seit der Gründung von ALLESebook.de, im Jahr 2010, inzwischen über 100 eReader zahlreicher Hersteller getestet. Mehr erfahren
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