Kobo Aura H2O Nachfolger kündigt sich in neuer Firmware an

4. März 2017
Lesezeit: 2:57 Min.
Kobo Aura H2O Nachfolger kündigt sich in neuer Firmware an

Der Kobo Aura H2O gehört seit dem Marktstart im Jahr 2014 zweifellos zu den beliebtesten und auch heute noch zu den besten eBook Readern am Markt. Die Gründe dafür sind vielfältig, insbesondere aber der sehr hohe Kontrast, der helle Bildschirmhintergrund und die größere Anzeigefläche dürften die wichtigste Rolle spielen.

Darüber hinaus bekommt man beim Aura H2O auch noch einen Wasserschutz und eine mittlerweile rar gewordene MicroSD-Speicherkarten-Erweiterung geboten.

Nun jährt sich der dritte Geburtstag des wasserdichten eReaders mit großen Schritten und da fragt man sich langsam aber sicher, ob Kobo das Modell irgendwann mit einem Nachfolger beglücken wird. Nun scheint es bald so weit zu sein.

Kobo Aura H2O Edition 2 in neuer Firmware

Wie ein findiger Mobileread-Nutzer herausgefunden hat, taucht der sogenannte Kobo Aura H2O Edition 2 erstmals in einer Lokalisationsdatei der jüngsten Kobo-Firmware auf (dank an trekk für den Hinweis).

Damit ist es jetzt nur noch eine Frage der Zeit, wann das kanadisch-japanische Unternehmen den Nachfolger des beliebten H2O auf den Markt bringen wird. Kobo stellt neue Modelle üblicherweise entweder im April oder August vor.

Welche Veränderungen der neue eBook Reader mitbringen wird, das steht noch in den Sternen. Seit dem Marktstart des Kobo Aura H2O hat sich bei der Displaytechnologie nicht allzu viel getan. Am wahrscheinlichsten ist, dass der eReader dem neuen Aussehen der jüngeren Neuvorstellungen (Aura Edition 2 und Aura One) angepasst wird.

Eine plane Gehäusefront zur optischen Modernisierung könnte damit ebenfalls Einzug halten. Einen solchen Schritt würde ich aber insbesondere deshalb kritisch sehen, da das aktuelle Modell massiv vom Infrarot-Touchscreen profitiert und unter anderem deshalb den mitunter hellsten Bildschirmhintergrund (ohne Beleuchtung) bietet.

Gespannt sein darf man, ob der neue Kobo Aura H2O Edition 2 eine RGB-Beleuchtung spendiert bekommt. Die letztjährig eingeführte Blaulichtreduktion stellt die mitunter größte Änderung am eReader-Markt seit einiger Zeit dar. Aktuell gibt’s nur zwei Modelle die eine solche bieten: Der Aura One und der Tolino Vision 4 HD.

Einen neuerlichen Wasserschutz kann man in Anbetracht des Namens wieder als gegeben annehmen. Ob die Speicherkartenerweiterung den Generationenwechsel überlebt bleibt aber fraglich. Aktuelle Mainstream-Modelle der meisten Hersteller verzichten in jüngster Zeit vermehrt darauf.

Kobo Namenswirrwarr Edition 2.0

Abschließend möchte ich noch ein Wort über die in meinen Augen absolut furchtbare Namensgebung der Kobo eReader verlieren.

Nachdem der Kobo Touch 2.0 bei mir schon für ein wenig Stirnrunzeln gesorgt hat, musste ich bei der Vorstellung des Kobo Aura Edition 2 dann doch ein wenig den Kopf schütteln. Von der Zunge rollen diese Bezeichnungen nicht gerade. Und jetzt kommt auch noch der Kobo Aura H2O Edition 2. Viel unglücklicher lässt sich die Namensgebung meiner Meinung nach kaum noch wählen. Was kommt als nächstes? Kobo Touch 2.0 Edition 2?

Wie es richtig geht, zeigen Amazon und Tolino. Die Kindle-Modelle kommen offiziell gänzlich ohne Zahlenzusätze aus, was deshalb so problemlos funktioniert, da Amazon die eReader hauptsächlich über die eigene Plattform vertreibt und die alten Generationen mit einem Schlag nicht mehr beworben werden bzw. erhältlich sind.

Dahingegen nutzen die Tolino-Partner ein fortlaufendes und leicht verständliches Zahlensystem, mit dem es keine Verwirrung gibt. Man darf gespannt sein, ob dies so bleibt, oder ob wir uns demnächst auch auf einen Tolino Shine 2 HD Edition 2 einstellen müssen.

Es ist zwar nur ein kleiner Schönheitsmakel, der die Nutzbarkeit der Geräte nicht negativ beeinflusst, aber es wäre doch irgendwie sinnvoll, wenn Kobo knackigere Bezeichnungen für die Generationenwechsel findet.

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