Gerücht: Apple wird bald 80.000 japanische eBooks anbieten

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Japan gilt als wichtiger Wachstumsmarkt für alle eBook-Anbieter. Sony, Google, Kobo, Amazon und auch Apple sind dort inzwischen aktiv. Doch obwohl die Japaner als technikbegeistert gelten, hat der eBook-Markt noch nicht die Dimensionen erreicht, die ihm schon seit Jahren vorausgesagt werden.

Der Hauptgrund dafür liegt im mangelnden eBook-Angebot. Schon Kobo hatte trotz Rückendeckung durch den japanischen Internetriesen Rakuten, Probleme das versprochene eBook-Sortiment anzubieten. So waren im August 2012 nur 26.000 Titel im eBook-Format verfügbar, wovon aber wiederum 12.000 Stück von Aozora-Bunko stammem – einem kostenlosen Projekt für gemeinfreie Bücher. Versprochen hatten Rakuten und Kobo rund 200.000 Bücher bis Ende August. Es wurde schon damals angenommen, dass viele japanische Verlage den Erfolg des Kobo Touch abwarten wollten, bevor sie in den eBook Markt einsteigen.

Vor einem ähnlichen Problem stand auch Apple. Zwar war man schon 2010 mit der iBooks-Plattform in Japan gestartet, allerdings ließen japanische Inhalte im iBooksstore bisher auf sich warten. Das soll sich nun ändern, wie TheVerge berichtet.

Das Online-Magazin spricht von 80.000 eBooks, welche noch im Januar verfügbar sein sollen. Angeblich hat Apple mit mindestens drei großen japanischen Verlagen eine Einigung erzielt, wonach man schon bald mit dem Angebot starten könnte. Allerdings gilt hier festzuhalten, dass es sich offenbar nur um ein prinzipielles Abkommen handelt und die Details noch auszuhandeln sind. Auch wenn laut der japanischen Tageszeitung Nikkei der baldige Start damit schon bevorzustehen scheint, sollte man wohl trotzdem nicht allzu ungeduldig sein. Auch Amazon stand in der Vergangenheit laut Nikkei schon mehrmals vor dem Japan-Marktstart, was letztendlich aber erst Ende 2012 geklappt hat. Bleibt zu sehen, ob Apple dieser vermeintliche „Blitzstart“ gelingt.