TEST: iPad eBook Reader Apps

Geschätzte Lesezeit: 13:27 min.

Ob sich das iPad 2 als eBook Reader eignet, konntet ihr bei uns bereits in unserem Test nachlesen. Da sich das iPad(2) mittlerweile auf dem Markt etabliert hat und sich auch viele Personen seiner eBook Reader-Funktion bedienen, möchten wir euch gerne einen Überblick über die derzeit verfügbaren Apps geben, welche über eBook-Reader Funktionalität verfügen. Genauer unter die Lupe genommen wurden hierfür: iBooks, Bluefire, Stanza, Kobo, Cloudreader, Quickreader, Kindle, Kindle Cloud Reader, PerfectReader, Bookman und FreeBooks. Kurz vor Veröffentlichung dieses Tests wurden übrigens die Geschäftsbedingungen für eBook-Apps geändert, woraufhin viele Anbieter die eBook Stores aus Ihren Apps entfernen mussten, um nicht 30% des Umsatzes an Apple abzuführen. Folglich wurden einige Apps im Laufe des Tests etwas niedriger bewertet als zu Beginn, auch wenn es auf den zweiten Blick vielleicht nicht fair erscheint.

Fehlt euch eine App? Dann vermerkt diese in den Comments und wir versuchen möglichst zeitnahe einen Test nachzuliefern.

 

iBooks:

Der Klassiker unter den eBook-Reader-Apps. Die hauseigene Lese-App von Apple bietet solide Kost ansprechend verpackt. Es kann aus einer Vielzahl an kostenlosen und auch aus vielen kostenpflichtigen Büchern gewählt werden. Ärgerlich ist jedoch die Lizenzsituation in Ländern wie Österreich. Hier findet man ausschließlich kostenlose Bücher und kann auf den regulären eBook-Store nur über Umwege und einen z.B. deutschen iTunes-Account zugreifen. Die App liest ePub und PDF-Dateien, für welche es jedoch keine Reflow-Option gibt. Die Darstellung ist ansprechend und es stehen die wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. eBooks vom PC werden mittels iTunes Synchronisierung auf das iPad transferiert.

Fazit: Basiskost ohne viel Schnickschnack – gehört eigentlich zur Standardausstattung.

positiv: ansprechende Darstellung, gute Buchauswahl, ePub- und PDF Wiedergabe, einfacher Transfer über iTunes

negativ: in bestimmten Ländern kein Zugriff auf kostenpflichtigen Store (Österreich), kein PDF-Reflow, andere Apps bieten „mehr“

iBooks – Note 2.1

 

Bluefire:

Bluefire ist eine eReader App die sowohl kommerzielle als auch gratis eBook Stores in einer App vereint. Leider können auch hier eBooks nicht mehr direkt im Programm gekauft sondern nur extern getätigte Käufe hinzugefügt werden, gratis eBibliotheken stehen jedoch zur Verfügung. Darüber hinaus können auch eigene ePub oder PDF Bücher der Bibliothek über iTunes hinzugefügt werden. Die App unterstützt hierbei auch Adobe DRM. Allgemein weiß diese App zu gefallen, bietet gute Einstellmöglichkeiten, eine optisch ansprechende Aufmachung (jedoch nicht im Lesemodus) und vor allem eine intuitive Bedienoberfläche.

Fazit: Ein bisschen mehr von allem und Bluefire wäre ganz vorne mit dabei. Trotzdem eine gute Alternative.

positiv: Viele Einstellmöglichkeiten, Nachtlesemodus, gratis eBibliotheken, einige Bookstores zum einkaufen, unterstützt Verleihfunktion (Adobe DRM), ePub und PDF Support, übersichtlich

negativ: begrenzte Auswahl an eBook Stores – vor allem keine deutschen eBook-Läden, kein In-App-Kauf möglich, eBooks schlecht verwaltbar da keine Verwaltungs- oder Sortierfunktion verfügbar, Lesemodus optisch etwas altbacken

Bluefire – Note: 2.5

 

Quickreader:

Quickreader soll sowohl als regulärer eBook Reader als auch als Speed Reading-App dienen. Hierbei können mehrere Funktionen eingestellt werden: vom Speedreading-Test bis hin zu unterstütztenden Modi die den Lesefluss verbessern sollen – hiervon konnten wir in unserem Test jedoch nicht all zu viel bemerken. Ob sich diese Techniken langfristig positiv auf die Lesegeschwindigkeit auswirken und ob schnelleres Lesen einen sinnvollen Ansatz darstellt, möchten wir an dieser Stelle nicht bewerten. Von diesem speziellen Feature abgesehen bietet der Quickreader optisch etwas verwegene Kost. Für uns erscheint das Farb und Icondesign nicht sehr ansprechend, doch Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Dafür bietet der Quickreader im Lesemodus eine üppige Optionsausstattung. Insbesondere die vielen Farbschemata sind hierbei hervorzuheben. Leider fehlen hier dann wieder alle Standardfeatures wie Wörterbuch, Wikipedia, Suchfunktion und wir konnten nicht mal Lesezeichen setzen. Die Verwaltung ist wie bei den meisten eBook Reader Apps wenig zufriedenstellend gelöst, lediglich eine Liste, welche nach Titel, Autor und Aktualität zu ordnen ist, steht zur Auswahl. Dafür könnte eine Vielzahl an kostenlosen eBook Bibliotheken wie Feedbooks, Gutenberg, Baen Books und Munseys durchsucht werden – Voraussetzung hierfür ist jedoch ein Upgrade auf die Pro-Version für 3.99$ – zu viel wie wir meinen…

Fazit: Leider weit am Ziel vorbei, die Zusatzfunktion könnte jedoch eine Nische bedienen.

positiv: innovativer Quickread-Modus, viele Optionen im Lesemodus

negativ: Zugriff auf gratis eBooks nur bei Upgrade auf Pro-version ($3,99), ständige Frage nach einem Upgrade auf die Pro-Version (Pop-Ups), keine Synchronisation über iTunes oder WiFi, keine Lesezeichen, kein Wörterbuch, optisch wenig ansprechend, weniger intuitiv als andere Apps, schlechte Verwaltbarkeit der eBooks

Quickreader – Note: 4.2

 

Kindle-App:

Die Kindle App lockt vor allem mit dem Namen seines bekannten Schöpfers Amazon. Dieser lieferte ursprünglich nämlich den gleichnamigen Shop gleich mit und somit auch Zugriff auf die schier imense Amazon-Bücherwelt. Sowohl im Bereich der kostenlosen als auch der kostenpflichtigen Apps konnte hier aus dem Vollen geschöpft werden. Nun wurde auch hier die Kauffunktion entfernt jedoch eine alternative Web-App geschaffen welche diese Funktionen bietet (siehe Kindle Cloud Reader). Auf bereits gekaufte Bücher kann jedoch über die Amazon Cloud zugegriffen werden. Positiv hierbei sei zu erwähnen, dass auch Bookmarks, Markierungen und Notizen gespeichert werden. Auch die Notizen anderer Nutzer können in den Büchern angezeigt werden. Die Darstellung ist generell recht unspektakulär, bietet aber das Nötigste. Glänzen kann die Kindle App jedoch bei der Usability – ein eingebautes Wörterbuch mit erweiterter Google- und Wikipedia-Funktion sind sehr gut in das Programm eingebunden. Man merkt, dass Amazon schon ausreichend Erfahrung im Bereich der eBook Reader vorzuweisen hat. Wesentliches Manko der Kindle App ist wohl, dass man eigene eBooks nicht in die App transferieren kann. Es können daher lediglich über Amazon erworbene Inhalte auf dem iPad wiedergegeben werden.

Fazit: Solide App, die jedoch vor allem eine bessere Verwaltungsfunktion verdienen würde. Dafür beste Leseusability im Test.

positiv: Sehr gute Usability, Wörterbuch-, Google- und Wikipedia-Funktion, Cloud-Synchronisation (inkl. Notizen, Markierungen und Bookmarks)

negativ: kein In-App-Store mehr, keine eigenen eBooks in die Kindle App transferierbar, Wörterbuch nur auf Englisch, optisch etwas eintönig, eBook-Verwaltungsfunktion verbesserungsfähig, wenig Darstellungsoptionen

Kindle – Note 2.2

 

Kindle Cloud Reader:

Als Antwort auf Apples harte Politik zu In-App-Käufen brachte Amazon als erstes Unternehmen eine webbasierte App heraus, welche es erlaubt über den Browser einzukaufen, ohne hierfür Geld an Apple abführen zu müssen und trotzdem das Feeling einer nativen iOS-App anbieten zu können. Dies ist Amazon auch sehr gut gelungen. Nachdem read.amazon.com über den Browser besucht wird und man sich mit seinen Amazon-Accountdaten eingeloggt hat, erscheint auch schon die App im Browser. Über den Button links der Adresszeile lässt sich schließlich noch über den Befehl „Add to Homescreen“ ein App-Icon auf das iPad transferieren um den Cloud Reader wie auch jede andere iOS-App zu starten und nicht jedesmal über den Browser zugreifen zu müssen.

Die App selbst bietet die Möglichkeit bequem auf den gesamten Amazon eBook Store zuzugreifen und bietet somit die mit Abstand größte Auswahl aller Apps im Test. Der Kauf oder der Download von Probekapiteln geht problemlos und wirklich angenehm von statten und kann auch gleich direkt in der App gelesen werden. Zum Zeitpunkt des Tests waren zwar alle deutschen eBooks verfügbar, die schöne Übersicht und die Empfehlungsseiten stehen jedoch nur in englischer Sprache zur Verfügung. Generell ist die App sehr schlicht gehalten, wirkt aber trotzdem elegant und bietet die wichtigsten Optionen. Die Geschwindigkeit kommt mittlerweile der einer nativen App sehr nahe und stört das Lesegefühl eigentlich kaum. Der Reader sowie die Bücher können außerdem für den Offline-Gebrauch gespeichert werden.

Achtung: Sollte beim Versuch die App für den Offline-Modus zu sichern eine Fehlermeldung erscheinen, dann löscht in den Settings von Safari den Cache und probiert es erneut.

Als reine eBook-Reader App kann die Webapplikation natürlich nicht mit den besseren nativen Apps mithalten, wer jedoch gerne simpel und wunderbar einfach auf die Amazon-Kollektion zugreifen möchte für den stellt der Kindle Cloud Reader eine gute Möglichkeit dar.

Fazit: Schöne Alternative zu nativen Apps mit einer Fülle an Büchern. Sehr netter Browsershop, allerdings bietet die App nur reduzierten Funktionsumfang.

positiv: Große eBook-Auswahl dank Kindle-Shop, einfaches optisch schlicht und elegant, Sehr gute Cloud-Reader-Funktion, Offline-Modus

negativ: vergleichsweise wenig Optionen und Features, für große Kollektionen schlechte Verwaltungsfunktion, teilweise etwas langsamer als native Apps (kaum störend), keine Wörterbuchfunktion

Kindle Cloud Reader – Note 2.7

 

Stanza:

Mit Stanza steht auf dem iPad wohl eines der vielseitigsten Apps zur Verfügung. Stanza bietet hierbei ein optisch ansprechendes Design und liefert aber zusätzlich eine Fülle an Features. Dies zeigt sich schon bei dem initialen Büchertransfer: Bücher können entweder direkt über iTunes, über WLan und auch mit Calibre synchronisiert werden. Weiters bietet Stanza eine Vielzahl von gratis eBooks (sogar auf kostenlose Noten für diverse Instrumente kann zugegriffen werden) sowie immer noch kommerzielle Bücher über Bookstores wie BooksonBoard an. Jedoch läuft der Kauf mittlerweile über eine externe Internetseite im Webbrowser ab und einzelne Kataloge funktionieren nicht mehr vollständig. Im derzeitigen Zustand ist die Auswahl somit recht dürftig.

Auch bei der Verwaltung der eigenen Bibliothek bietet Stanza mehr als die Konkurrenz. So können eigene Kollektionen angelegt und Bücher einer oder mehreren zugeordnet werden. Somit lassen sich auch größere eBook-Sammlungen relativ angenehm verwalten. Der Lesemodus bietet wiederum ausreichende Einstellmöglichkeiten – besonders gut hat uns die frei einstellbare Schriftart gefallen – das Buch kann durchsucht werden, ein Schalter für einen Nachtmodus steht zur Verfügung sowie Lesezeichen können gesetzt werden. Natürlich dürfen auch Notiz- und Markierfunktionen nicht fehlen sowie die Möglichkeit Textblöcke oder ganze Bücher zu sharen. Das Wörterbuch steht leider nur in Englisch zur Verfügung.

Fazit: Beste Allround-App im Test

positiv: umfangreichstes Gesamtpaket im Test, gute Verwaltungsfunktion, viele gratis eBook Datenbanken, komfortabler Lesemodus, umfassende Einstellmöglichkeiten

negativ: leider nur kleine kommerzielle Bookstores zur Auswahl welche zur Zeit nur eingeschränkt funktionieren, Usability des Wörterbuchs und der Kommentarfunktionen bei Kindle-App etwas besser

Stanza – Note: 1.9

 

Cloudreader:

Cloudreader ist leider ein sehr rudimentärer eBook Reader der nur das aller aller Notwendigste liefert um ein Buch lesen zu können (sowohl technisch als auch grafisch). Unverzeihlich: schwere Formatprobleme bei der Wiedergabe einiger ePub Dokumente.

Fazit: Einer der schlechtesten Reader im Test. Hier bietet die Konkurrenz in allen Belangen Besseres.

positiv: WLan-Synchronisation

negativ: Fehlende Leseoptionen und Verwaltungsmöglichkeiten, lieblose Darstellung, kostenpflichtiges Upgrade für p2p-Synchronisation, schwere Darstellungsfehler bei der ePub-Wiedergabe

Cloudreader – Note 4.5

 

Perfectreader HD:

Bei Perfectreader HD handelt es sich streng genommen eigentlich um ein PDF-App, wir haben diese der Vollständigkeit halber dennoch in unseren Test aufgenommen. Sie unterstützt ausschließlich PDF-Dateien; ePub-Dateien wird man vergeblich versuchen zu öffnen. Der Datei-Transfer wird wie bei einigen anderen Apps relativ unkompliziert über WLan oder iTunes-Synchronisation vollzogen. Die Dateiverwaltung präsentiert sich ebenso wie bei den meisten anderen Apps relativ unübersichtlich – größere Bibliotheken sind schwer zu verwalten. Die Darstellung nach dem Öffnen des eBooks wirkt etwas altbacken, auch divere Optionen präsentieren sich eher unübersichtlich. Besonder störend fanden wir im Test die etwas träge Eingabe – der Finger musste beinahe über die gesamte Bildschirmbreite gezogen werden um ein Blättern zu bewirken. Dafür bietet die App die Möglichkeit des PDF-Reflows – wenn auch nur in einer Variante, welche auch nicht in jeder Situation und für jede Datei brauchbare Ergebnisse liefert. Zusätzlich wartet das Programm noch mit einer Screenshotfunktion sowie allgemein guter Konnektivität auf (e-Mail-Sharing, Druckfunktion, seitenweises Versenden). Ein Wörterbuch (welches jedoch für deutsche Bücher mehr schlecht als recht funktionierte) sowie eine Vorlesefunktion runden das Angebot ab.

Fazit: Eine der wenigen Möglichkeiten falls pdf-Reflow benötigt wird. Für den Rest gibt es Besseres.

positiv: gute Konnektivität (e-Mail-Sharing, Druckfunktion, seitenweises Versenden, Screenshotfunktion), rudimentäres PDF-Reflow, einfacher Filetransfer via WLan

negativ: altbackene Darstellung, kein eBook Store (weder kostenlos noch kommerziell) träge Eingabe, stark lückenhaftes Wörterbuch, fehlerhafte Vorlesefunktion, Wiedergabe von nur 5 Dokumenten bei free-Version

Perfectreader – Note 3.6

 

FreeBooks:

FreeBooks ist eine App der etwas anderen Art: Schon beim Öffnen springen einem knallige Farben und eine Aufmachung im Kinderlook entgegen. Jedoch bietet sich hier eine nette Möglichkeit virtuell durch kostenlose Bibliotheken zu schlendern und auch Inhaltsangaben und Reviews zu den jeweiligen Büchern zu lesen. Die „erworbenen“ Werke werden in einem iBooks-ähnlichen Bücherregal gelagert – leider wieder mit eingeschränkten Sortier- und Verwaltungsmöglichkeiten. Auch die Buchwiedergabe ist sehr an die Original-Apple-App angenähert und bietet die wichtigsten Basislesefunktionen, leider jedoch ohne Wörterbuch und Wikipedia, dafür mit der Möglichkeit die Bücher zu bewerten und Reviews zu verfassen.

Negativ anzumerken sei zudem, dass im Übersichtsmodus regelmäßig kleine Werbeeinblendungen eingespielt werden und sich Bücher leider nicht von externen Quellen einspielen lassen.

Fazit: Nette, alternative App mit einer Vielzahl an kostenlosen eBooks. Jedoch zu schwacher Lesemodus und keine Synchronisationsfunktion.

positiv: Look hebt sich von anderen Readern ab, netter Bookstore mit Bewertungen und Inhaltsangaben, übersichtlicher Lesemodus

negativ: regelmäßige Werbeeinblendungen im Shop und in der Verwaltung, beschränkte Leseoptionen, keine Wörterbuch- oder Wikipediafunktion, keine Synchronisation möglich

FreeBooks – Note 3.2

 

Kobo App:

Kobo bietet derzeit noch keine eigene webbasierte App an, daher steht noch ausschließlich die reguläre, über den Appstore erhältliche Applikation, zur Verfügung. Diese ist sehr elegant und aufgeräumt gehalten und wirkt sehr freundlich. Darüberhinaus bietet die App auch eine Vielzahl von Funktionen und Einstellmöglichkeiten (Helligkeit, Schriftarten, Nachtmodus, Schriftgröße…) sowie unterstützende Funktionen beim Lesen (Wörterbuch, Wikipedia). Besonders interessant ist die App für Freunde des Social Networkings, denn Kobo hat für alle Produkte ein nettes Feature namens Reading Life eingebaut. Hiermit lassen sich Infos und Nachrichten zu dem gerade gelesenen Buch auf Facebook posten, Meinungen etc. mit Freunden teilen aber auch Awards einheimsen und Statistiken anzeigen. Dieses Feature fügt eine nette Komponente zu dem simplen Vorgang des Lesens hinzu.

Einige Kleinigkeiten verhindern leider dass die Kobo-App Spitzenwertungen einfahren kann: Immer wieder gibt es Grafikfehler in der Navigationsleiste der eBooks, so dass man auf bestimmte Einstellmöglichkeiten nicht zugreifen kann. Des Weiteren hätten wir uns einen etwas besseren Buchverwaltungsmodus gewünscht (nur Sortierung nach Art des Mediums, Titel, Autor und Datum möglich) und der nun entfernte Store-Link wird auch schmerzlich vermisst. Leider wurde bei der Entfernung des Store-Buttons auch darauf vergessen noch weiterhin die kostenlosen Bücher zur Verfügung zu stellen. So muss man nun eingeloggt auf die Kobo-Webseite wechseln und dort die kostenlosen Bücher auswählen, welche sogleich über die Kobo-Cloud auch in die App eingespielt werden.

Nichts desto trotz gehört der Kobo-Reader allein schon auf Grund seines sympathischen Auftritts zu unseren Lieblings eReader-Apps.

Fazit: Optisch für uns ansprechendste App mit sehr netten Zusatzfeatures im Social Media Bereich. Durch kleine Bugs leider nicht ganz vorne dabei.

positiv: Elegant und stylisches Design, großer Optionsumfang, starke Einbindung in soziale Netzwerke, Wörterbuch, Wikipedia

negativ: Grafikfehler in der Menüleiste, rudimentäre Verwaltungsfunktion, entfernter Gratis-eBook-Store (kompliziertes hinzufügen der gratis eBooks möglich)

Kobo – Note 2.2

Gesamt-Fazit: eBook Reader-Apps für das iPad gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die Spreu lässt sich hier jedoch schon meist nach einem kurzen Blick vom Weizen trennen und so konnten einige der Apps in unserem Test gar nicht überzeugen. Darüber hinaus war eigentlich auch keine der Apps ohne Mängel – lediglich Stanza kam unseren Vorstellungen einer perfekten eBook-Reader-App relativ nahe. Solide Pakete lieferten darüber hinaus die „Großen“ wie iBooks (Apple) und Kindle (Amazon) ab, verpassten bessere Noten auf Grund des mageren Funktionsumfangs jedoch knapp. Zwei interessante Alternativen stellen noch die Bluefire-App und insbesondere der Kobo-Reader dar, welche mit wenigen Modifikationen ganz weit vorne mitspielen könnten.

Wem besonders der integrierte eBook Store am Herzen liegt, der sollte sich die webbasierte Kindle Cloud Reader App ansehen, welche wohl die erste einer Reihe von HTML5-Apps sein dürfte.

Mehr zum Thema

Noch bevor Kindle und Tolino in Deutschland an den Start gegangen sind, hat Chalid seinen ersten eBook Reader im Jahr 2007, aus Begeisterung an der Technik, aus den USA importiert. Als Mitbegründer und Chef-Redakteur hat er seit der Gründung von ALLESebook.de, im Jahr 2010, inzwischen über 100 eReader zahlreicher Hersteller getestet. Mehr erfahren
Anzeige