PocketBook Sense kommt im Oktober für 149 Euro mit neuer Benutzeroberfläche

11. September 2014
Lesezeit: 2:44 Min.
PocketBook Sense kommt im Oktober für 149 Euro mit neuer Benutzeroberfläche

Kurz vor der IFA in Berlin hat PocketBook mit dem Sense einen neuen eBook Reader enthüllt. Zur Vorstellung hielt sich das Unternehmen beim Preis des „Fashion“-eReaders aber noch bedeckt. Zum Start der Funkausstellung rückte PocketBook dann aber endlich mit einer Zahl raus: 149 Euro wird das neue Lesegerät kosten – inkl. Kroko-Cover. Ein Verkauf ohne die Lederhülle ist aktuell nicht vorgesehen. Die Markteinführung soll im Oktober erfolgen.

Damit schickt der eBook Reader Spezialist im heurigen Weihnachtsgeschäft gleich drei beleuchtete 6 Zöller in unterschiedlichen Preisklassen ins Rennen – so viel wie kein anderer Hersteller in diesem Größensegment. Neben dem Preis blieb längere Zeit auch das verwendete Betriebssystem offen. So wird als Version für das üblicherweise verwendete Linux Betriebssystem 2.6 angegeben. Das ist jene Versionsnummer die auch bei älteren PocketBook Modellen zum Einsatz kommt. Daher vermutete ich, dass der neue eReader auch mit der alten Oberfläche ausgestattet sein würde.

Neue Oberfläche trotz älterer Linux-Version

Die neue PocketBook Bedienoberfläche konnte im erstmaligen Test überzeugen

Das ist allerdings nicht der Fall, denn wie man mir bestätigt hat, wird der PocketBook Sense mit dem neuen User Interface (UI) ausgeliefert werden. Das kommt bereits beim Ultra zum Einsatz, der im Test zwar in Hinblick auf die Beleuchtung nicht unbedingt überzeugen konnte, aber von der Bedienoberfläche einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ. Die Softwareprobleme die es zum Start gab, sind dabei mittlerweile zum größten Teil behoben, sodass davon ausgegangen werden kann, dass es beim PocketBook Sense zur Markteinführung im Oktober keine nennenswerten Schwierigkeiten mehr gibt.

Bei der Bildschirmqualität kann man offenbar auch Entwarnung geben, denn der Sense wird laut Aussage von PocketBook mit dem exakt gleichen Bildschirm ausgestattet sein, wie der Touch Lux 2. Trotz E-Ink Pearl Technik (die ja bekanntlich weiterhin eine sehr gute Ablesbarkeit bietet, aber unbeleuchtet eben nicht an die Carta-Technik ranreicht) bedeutet das für den Praxisbetrieb, dass man sich über ein ausgezeichnetes Kontrastverhältnis mit aktivierter Beleuchtung freuen darf.

Im neuen Messverfahren, das beim PocketBook Ultra Test erstmals zum Einsatz gekommen ist, ermittelten wir ein hervorragendes Kontrastverhältnis von 9,4:1 für den Touch Lux 2, das sogar über dem des Kindle Paperwhite liegt. In Kombination mit der neuen Bedienoberfläche verspricht der Sense damit jedenfalls direkt zum Start ein tolles Gerät zu werden. Aber auch der Touch Lux 2 soll ja noch mit dem neuen UI ausgestattet werden, sodass bestehende Besitzer ebenfalls in den Genuss der vereinfachten Bedienung kommen.

Widersprüchliche Angaben gibt’s in der Zwischenzeit zum ersten beleuchteten Lesegerät des Unternehmens. Im Juni hat Pocketbook noch bestätigt, dass auch der erste Touch Lux ein Softwareupdate erhalten soll, das die neue Bedienoberfläche einführen wird. Bei Mobileread erhielt ein Nutzer vor wenigen Tagen allerdings Nachricht vom Support, dass keine weiteren Updates für das Gerät geplant sind. In Anbetracht der Probleme die es zum Start des Ultras gab und die es noch immer auszuräumen gilt, ist es wohl nicht auszuschließen, dass PocketBook die Ressourcen die ursprünglich für den Touch Lux geplant waren, anderweitig verwendet wurden (und werden). Eine Anfrage an PocketBook ist von meiner Seite nun jedenfalls raus, um zu sehen, worauf sich die Besitzer des ersten Leucht-Modells einstellen dürfen.

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