Netronix zeigt eBook Reader Konzept und E-Ink Monitor

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Auch wenn es viele E-Ink Konzepte nicht auf den Markt schaffen, so ist es doch immer interessant zu sehen, welche Ideen verschiedene Hersteller haben und gerne vermarkten würden. Netronix ist eines dieser Unternehmen und zeigt auf einer Elektronikmesse ein Konzept zu einem eBook Reader und einem externen 13,3 Zoll Monitor. ARMDevices.net war vor Ort und hat sich die Geräte am Stand des Unternehmens angesehen.

Der eReader-Prototyp verfügt über einen 6,8 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 1440x1080 Pixel. Das gleiche Display kommt auch im Kobo Aura HD und Onyx Boox T68 zum Einsatz, wobei das Gehäuse optisch dem Kobo eBook Reader sehr nah zu kommen scheint – bis hin zum roten Power-Knopf. Die Rückseite sieht allerdings ein wenig anders aus. Generell ist die Nähe zum Kobo Aura HD aber keine Überraschung, denn neben den PocketBook Lesegeräten fertigt Netronix auch die eReader für Kobo.

Im Prototypen werkelt ein Freescale i.MX 6 Chip und sorgt dafür, dass das Android Betriebssystem ausreichend schnell läuft. Im Titel des Videos und auch im Video selbst ist die Rede davon, dass das Gerät über einen Wacom Bildschirm verfügt, was bedeuten würde, dass man den eBook Reader nur mit einem Stift bedienen kann. Ganz überzeugt bin ich allerdings nicht, denn die Gehäuseabstände um den Bildschirm deuten eher auf Infrarot-Technik hin und die Stifteingabe zur Notiznehmung funktioniert erfahrungsgemäß bei der IR-Technik genauso gut wie demonstriert. Die Zweifel rühren auch daher, dass der Ersteller des Videos zunächst falsche Angaben zur Displaygröße und -auflösung gemacht hat und der Netronix-Mitarbeiter bei den Aussagen zur Touchscreentechnik auch nie zustimmt. In jedem Fall ist es aber interessant zu sehen, dass weiterhin an 6,8 Zoll eBook Readern mit Android gearbeitet wird.

Außerdem zeigt das Video einen 13,3 Zoll E-Ink Fina Bildschirm der per USB als externer Monitor fungieren kann. Dabei erklärt der Vizepräsident von Netronix außerdem, dass die Mobius-Technik die im Sony DPT-S1 zum Einsatz kommt bei einem solch großen Bildschirm rund drei mal so teuer ist, wie die Fina-Technik. Der E-Ink Bildschirm ist zu Demonstrationszwecken an ein Notebook angesteckt. Ob es bereits einen Abnehmer für das Display gibt bleibt ebenso unbekannt wie ein möglicher Preis.


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Noch bevor Kindle und Tolino in Deutschland an den Start gegangen sind, hat Chalid seinen ersten eBook Reader im Jahr 2007, aus Begeisterung an der Technik, aus den USA importiert. Als Mitbegründer und Chef-Redakteur hat er seit der Gründung von ALLESebook.de, im Jahr 2010, inzwischen über 100 eReader zahlreicher Hersteller getestet. Mehr erfahren
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