eBook Reader im Weihnachtsgeschäft 2011: Buchhandel skeptisch

Geschätzte Lesezeit: 1:20 min.

Wir berichten ja andauernd, welcher eBook Reader hier und da neu im Sortiment zu finden ist, sodass man fast den Eindruck bekommen könnte, dass man wirklich schon überall ein solches Gerät erwerben kann. Dem ist aber nicht so, wie eine aktuelle Buchreport-Umfrage zeigt.

Abgesehen von den großen Buchhandelsketten, bieten stationäre Buchhändler mehrheitlich keine eBook Reader an. 52 Prozent der Befragten geben an keine Lesegeräte zu führen, nur 39 Prozent haben welche auf Lager. Interessant dabei ist, dass 50 Prozent dennoch eBook Angebote auf deren Homepages haben, während 40 Prozent keine eBooks verkaufen.

Die Aussicht des Buchhandels für das diesjährige Weihnachtsgeschäft sieht auch nicht allzu gut aus. Auf die Frage „Zieht das E-Reader- bzw. E-Book-Geschäft im Weihnachtsgeschäft an?“ antworten nur 25 Prozent mit „ja“, während 46 Prozent nicht daran glauben. 29 Prozent sind sich nicht sicher.

Die aktuelle Situation zum Thema eBook reicht demnach von „überhaupt keine Nachfrage“ bis „man bemerkt ein leichtes Anziehen der Verkäufe“. Dass das eBook-Geschäft allerdings nicht überall in Deutschland und Österreich so zaghaft verlaufen muss, beweist libri.de. Vor wenigen Tagen hat der Onlinehändler gemeldet, dass man im Oktober erstmals mehr eBooks verkauft hat, als Taschenbücher oder Hardcover. Konkrete Zahlen hat man aber leider nicht genannt.

Dass das Thema eBooks und eBook Reader allerdings generell stärker in den Fokus des Handels rückt, zeigen einige eBook Reader Neuerscheinungen. PocketBook bietet den neuen eBook Reader 611 Basic erstmals über deutsche Media Markt Filialen an, Kobo sollte ebenfalls demnächst dort zu haben sein und den Sony PRS-T1 kann man jetzt schon bei verschiedenen Einzelhandelsketten kaufen.