Kindle Voyage, schärfster eBook Reader im Test

1. Dezember 2014
Lesezeit: 40:16 Min.

Beleuchtete eBook Reader gehören mittlerweile zum Standard am digitalen Lesemarkt und auch wenn die Geräteklasse bereits seit 2012 erhältlich ist, so gibt’s weiterhin noch viel Spielraum für mögliche Verbesserungen. Der Kindle Voyage erlaubt dabei mit besonders hochwertigen Spezifikationen einen Blick in die Zukunft, denn mit seinem „Retina“-Display wird er wohl nicht allzu lange alleine bleiben.

Aktuell ist der Voyage aber der einzige eBook Reader mit einer solch hohen Pixeldichte, was ihn durchaus zu etwas Besonderem macht. Daneben bringt Amazon mit den PagePress-Tasten seitlich des Bildschirms die Blättertasten zurück – wenn auch in abgewandelter Form.

Das große Fragezeichen hinter dem Gerät betrifft den Preis. Der Kindle Voyage kostet (189 Euro) deutlich mehr als der weiterhin erhältliche Paperwhite (99 Euro) und Interessenten stellen sich dabei natürlich völlig zu Recht die Frage, ob sich der Aufpreis lohnt. Können Display, Beleuchtung und Verarbeitung überzeugen? Diese und noch ein paar weitere Fragen beantworten wir im nachfolgenden Testbericht.

Kindle Voyage Fotos

Unboxing

Eine im wahrsten Sinne des Wortes kleine Überraschung gibt’s gleich bei Erhalt des Kindle Voyage. Der eBook Reader wird in einer ausgesprochen kleinen Verpackung geliefert, sodass man zunächst eigentlich kaum glauben mag, dass sich darin ein üblicher 6 Zöller befindet. Darin befindet sich dann aber doch der erwartete eReader, der die Packung gut ausfüllt. Außerdem findet man noch die übliche Schnellstartanleitung, die Garantiekarte und das Micro-USB-Kabel darin.

Kindle Paperwhite (links) und Voyage (rechts)

Verarbeitung

Während der Kindle Paperwhite im vergangenen Jahr mit einem fast unveränderten Gehäuse auf den Markt gekommen ist, sieht die Sache beim Voyage ganz anders aus. Das neue Modell verfügt über ein völlig neues Gehäusedesign, inkl. neuer Materialwahl. Da ist zunächst das neue, leichtere Magnesium-Gehäuse zu nennen, das man bereits von den Amazon-Tablets kennt. In erster Linie machen sich die Veränderungen dabei im geringeren Gewicht bemerkbar. Mit 180 Gramm ist der Voyage spürbar leichter als der Paperwhite (206 Gramm).

Auch in der Größe hat der neue eReader ein wenig abgespeckt und ist geringfügig kleiner, aber merkbar dünner (162 x 115 x 7,6 mm). Hierbei ist ebenfalls positiv zu erwähnen, dass die Rückseite sehr schlau gestaltet wurde und mit den abgeschrägten Seitenflächen einen sehr guten und angenehmen Halt der Finger erlaubt. Das kennt man in dieser Form bereits vom Kobo Aura H2O, wo dies ganz ähnlich ausgeführt wurde. Weniger schön ist allerdings die Fingerabdrucksempfindlichkeit des Geräterückens. Berührungen hinterlassen recht schnell entsprechende Abdrücke. Beim Kindle Paperwhite ist der Effekt etwas geringer ausgeprägt.

Neues Gehäusedesign, auch gut ersichtlich an der Rückseite

Nicht allzu begeistert bin ich außerdem von der glänzenden Plastikoberfläche, hinter der sich die WLan- bzw. 3G-Antenne versteckt. Zwar sieht man diese während des Lesens nicht, allerdings ist sie noch anfälliger auf Berührungen als die restliche Oberfläche. Hier wäre eine matte Plastikabdeckung in meinen Augen hübscher gewesen. Aber das ist glücklicherweise nur ein optischer Makel und letztendlich Geschmackssache.

Auch die Vorderseite wurde neu gestaltet. Man erkennt den Kindle Voyage zwar weiterhin als Amazon eBook Reader, da die Proportionen sich letztendlich optisch nur geringfügig vom Paperwhite unterscheiden und das Kindle-Logo natürlich wieder direkt unter dem Bildschirm sitzt, aber die plane Gehäusefront bringt doch eine durchaus willkommene Modernisierung des Designs. Wie man das vom Tolino Vision 2 auch kennt, sitzt der Bildschirm nun hinter einer durchgehenden Plastik-(bzw. Glas-)Oberfläche.

Die Haptik erinnert dabei ebenfalls sehr stark an den Kobo Aura H2O, d.h. die Oberfläche ist sehr glatt. Paperwhite und andere eReader mit eingelassenem Bildschirm fühlen sich hier in der Regel etwas rauher an. Beide Oberflächenbeschaffenheiten sind allerdings gleichwertig. Lichtreflexionen und Spiegelungen gibt’s auch beim Voyage nur im üblichen Ausmaß, wie man das von quasi jedem anderen aktuellen eBook Reader kennt und Fingerabdrücke sieht man ebenfalls kaum häufiger als bei anderen Geräten.

Druckempfindliche Tasten als praktischer Mehrwert

Beidseitig neben dem Bildschirm befinden sich die PagePress-Tasten. Dabei handelt es sich um Blättertasten mit einer besonderen Funktionalität. Aufgrund der planen Gehäusefront handelt es sich nicht um reguläre Druckknöpfe, sondern um druckempfindliche Sensoren die unter der Oberfläche sitzen. Damit man auch weiß, wo man drücken muss, sind die Berührungspunkte markiert. Die Funktionsweise ist im Endeffekt identisch mit üblichen Knöpfen. Man lässt den Finger einfach an der Stelle ruhen und drückt dann sanft auf’s Gehäuse. Der Blättervorgang wird dabei zuverlässig ausgelöst und mit einem haptischen Feedback (der Voyage vibriert kurz) signalisiert.

Die PagePress-Druckzonen sind markiert

Die PagePress-Funktion ist in meinen Augen eine wirklich sehr gelungene Neuerung, will man sie allerdings nicht benutzen, kann man die Tasten auch deaktivieren. Eine unbeabsichtliche Betätigung kann man aber im Grunde ohnehin ausschließen, da man die Druckempfindlichkeit in drei Stufen anpassen kann, sodass man damit eigentlich keine Probleme bekommen sollte. Auch das haptische Feedback lässt sich in drei Stufen einstellen (oder gänzlich deaktivieren).

Am unteren Geräterand befindet sich der Micro-USB-Anschluss, der Einschalt-Knopf ist ungewöhnlicherweise auf die Rückseite gewandert (wie bei den Amazon Tablets). Das ist für den regulären Betrieb kein Problem, allerdings dürften Dritt-Anbieter von Hüllen mit der neuen Positionierung des Knopfes nur wenig Freude haben. Die originalen Kindle-Hüllen verfügen allerdings sowohl über einen entsprechenden Knopf und ohnehin über eine SleepCover-Funktion, sodass das Gerät automatisch in den Standby-Modus versetzt wird bzw. aufgeweckt wird, wenn man die Hülle schließt oder öffnet. Dabei bleibt auch festzuhalten, dass die Originalhülle sehr clever entworfen wurde, weshalb wir uns die Funktionalität in Kürze in einem weiteren Artikel separat ansehen werden. Dies wird an dieser Stelle dann entsprechend vermerkt.

Die Verarbeitung des Voyage ist tadellos. Die Spaltmaße sind gleichmäßig, nichts wackelt, knackst oder knarzt. So soll es sein.

Ausstattung

Der Kindle Voyage verfügt, wie auch der Paperwhite (seit dem heimlichen Facelift), über einen 4 GB großen internen Speicher. Davon sind 3,04 GB für den Nutzer frei verfügbar. Wie von Amazon gewohnt, lässt sich der Speicherplatz nicht erweitern, wobei man allerdings mit dem vorhandenen Angebot, Platz für mehrere tausend Bücher hat, sodass die meisten Nutzer keine Probleme haben dürften. Abgesehen davon befinden sich alle bei Amazon erworbenen eBooks ohnehin in der Cloud und lassen sich jederzeit herunterladen, wenn man sie nicht am Gerät gespeichert hat.

Wie schon den Kindle Paperwhite gibt’s auch den Voyage in zwei Ausführungen. Einerseits kann man den eBook Reader in der WiFi-Version für 189 Euro erwerben, zusätzlich wird auch weiterhin ein 3G-Modell (249 Euro) angeboten.

Die Der Voyage 3G ist direkt mit einem Mobilfunknetz verbunden (wie ein Handy), sodass man auch ohne WLan-Verbindung Zugriff auf den eingebauten eBook-Shop und das Kundenkonto bekommt. Besonders für Personen die häufig unterwegs, auf Reisen im Ausland sind oder zuhause kein drahtloses Netzwerk eingerichtet haben, ist dies eine gangbare und komfortable Option zum digitalen Bücherkauf. Das ganze klappt für den Kunden – abgesehen vom höheren Gerätepreis – ohne zusätzliche monatliche Kosten. Es wird keine SIM-Karte und kein Vertrag benötigt.

Selbstverständlich kann man auch mit der WiFi-Version direkt am Gerät einkaufen, muss dann allerdings mit einem lokalen Drahtlosnetzwerk verbunden sein. Das funktioniert im Grunde wie bei jedem anderen eBook Reader und dürfte für das Gros der Nutzer völlig ausreichend sein – ist aber eben nicht ganz so komfortabel wie die 3G-Option. WLan kann man ebenfalls nutzen um mit dem eingebauten Webbrowser im Internet zu surfen (auch beim Voyage 3G ist dafür WLan nötig).

Abgesehen vom Micro-USB-Anschluss gibt’s – wie gewohnt – keine Anschlüsse oder Erweiterungsmöglichkeiten

Über den Micro-USB-Anschluss kann man den eBook Reader direkt mit dem PC verbinden und auch auf diesem Weg mit eBooks befüllen.

Als Chipsatz kommt wieder ein Freescale iMX 6 zum Einsatz, der eine 1 GHz CPU besitzt. Der Arbeitsspeicher hat sich auf 512 MB RAM verdoppelt. Die Arbeits- und Bediengeschwindigkeit ist damit unterm Strich ausgesprochen schnell – flotter als bei den vielen anderen Geräten am Markt. Aber das galt auch schon für den Paperwhite.

Display & Beleuchtung

Mit der Qualität des Bildschirms steht und fällt ein eBook Reader. Es ist das Herzstück eines digitalen Lesegeräts, denn damit soll nach Möglichkeit die hohe Qualität einer regulären Papierseite erreicht werden. In den letzten Jahren gab es in diesem Bereich sehr große Fortschritte und besonders mit der 2013 beim Paperwhite eingeführten E-Ink Carta Technik ist man diesem Ziel so nah wie noch nie. Auch der Kindle Voyage verfügt über diese Bildschirmtechnologie.

Dabei verspricht das Gerät mit einer enorm hohen Auflösung von 1440×1080 Pixel und der Bildschirmdiagonale von 6 Zoll eine besonders scharfe Abbildleistung. Die Pixeldichte beträgt somit 300 ppi und lässt jeden anderen eBook Reader hinter sich. Zum Vergleich: Übliche 6 Zöller (Paperwhite, Tolino Vision 2, PocketBook Touch Lux 2, etc. …) lösen mit 212 ppi auf, der Kobo Aura H2O mit 264 ppi (bei 6,8 Zoll).

Und natürlich besitzt auch der Kindle Voyage wieder eine eingebaute Beleuchtung, die nochmal besser sein soll als am ohnehin schon sehr guten Paperwhite. Das Licht wird dabei ebenfalls wieder von der unteren Bildschirmseite über das Display geworfen, im Gegensatz zu jedem anderen eReader kann man die LEDs allerdings selbst bei direktem Draufblick nicht erkennen (siehe unten).

E-Ink Carta 2.0: Schärfer und Kontrastreicher

Kommen wir also ohne weiter lange um den heißen Brei zu reden, zur Sache. Der Kindle Voyage verfügt über das schärfste Display am gesamten eReader Markt. Kein anderes Lesegerät bietet eine ebenso gute Textschärfe. Die hohe Pixeldichte macht sich hier in jedem Fall bezahlt – nicht nur bei den technischen Daten am Papier, sondern auch im Praxisbetrieb.

Das wird schon bei der ersten Inbetriebnahme sofort klar. Die Kantenschärfe ist hervorragend, die Buchstaben und alle Bedienelemente sehen aus als wären sie direkt auf’s Display gedruckt. Damit kommt der Voyage einer papierähnlichen Darstellung so nah wie noch nie.

Kobo Aura H2O (links) und Kindle Voyage (rechts) im Vergleich

Fairerweise muss man aber auch festhalten, dass es einen Konkurrenten gibt, der eine ebenso gute Vorstellung abliefert. Der Kobo Aura H2O verfügt zwar über eine etwas geringere Pixeldichte (264 ppi), hat aber den geringfügig helleren Bildschirmhintergrund (und damit ohne Beleuchtung einen minimal besseren Kontrast). Unterm Strich hält es sich also die Waage und beide Kontrahenten liefern ausgezeichnete Vorstellungen ab.

Auch einen Blick auf den Kindle Paperwhite muss man hier werfen, denn der deutlich günstigere eBook Reader bietet mit der gleichen Bildschirmtechnik ebenfalls eine ausgezeichnete Ablesbarkeit. Die Pixeldichte ist zwar deutlich geringer (212 ppi), aber das fällt wirklich nur im direkten Vergleich auf. Für sich genommen sieht auch die Schrift am Paperwhite bestens aus. Es ist also in jedem Fall auch hier ein Abwägen der Vorteile (bestes Display) und Nachteile (hoher Preis).

Aber zurück zum Voyage. Wie immer haben wir das Kontrastverhältnis auch beim neuen Premium-Modell gemessen, wobei eine praxisnahe Beleuchtung des Bildschirms genutzt wird. Als Lichtquelle kommt eine handelsübliche LED mit einer Leistung von 1080 lumen und einer Farbtemperatur von 3000 K zum Einsatz. Dabei beträgt das Kontrastverhältnis des Displays 6,3:1, was das beobachtete sehr hohe Niveau bestätigt.

Kontrastverhältnis X:1, ohne Beleuchtung (höher ist besser)

  • Kobo Aura H2O 6.5
  • Kindle Voyage 6.3
  • Kindle Paperwhite 2 6.1
  • Tolino Vision 2 5.8
  • PocketBook Ultra 5.4
  • PocketBook Touch Lux 2 4.8
  • PocketBook Sense 4.8

Auch hier zeigt sich somit wieder der größte Vorteil der E-Ink Carta Technik. Die Reflektivität ist sichtbar besser als bei üblicher E-Ink Pearl Technologie, was bei unbeleuchteten Displays in vielen Situationen gut sichtbar ist und sich auch in den Messungen bemerkbar macht (siehe oben). In anderen Worten: Der Bildschirmhintergrund ist in den allermeisten Situationen heller.

Ausgezeichnete Lichtverteilung

Eine ebenso gute Vorstellung bietet der Kindle Voyage bei der Lichtverteilung. Wie üblich wird der Bildschirm durch LEDs am unteren Bildschirmrand beleuchtet. Im Gegensatz zu quasi jedem anderen eBook Reader am Markt, sieht man das allerdings nicht wirklich, d.h. es gibt am unteren Rand keine Lichthöfe oder Schatten.

Selbst wenn man steil auf die LEDs blicken will, so lässt sich die Position der Lichtquellen bestenfalls erahnen, aber nicht genau auszumachen. So gut hat dies bisher noch keines anderes Gerät hinbekommen.

Ebenso auffällig ist wieder der enorme Kontrastgewinn, wenn man die Beleuchtung aktiviert. Bei einer Vielzahl anderer Geräte erhellt die Beleuchtung auch den Schwarzton der Schrift, womit der Kontrast kaum besser wird. Beim Kindle Voyage ist das (ebenso wie beim Paperwhite, Kobo Aura H2O oder PocketBook Touch Lux 2 & Sense) aber anders. Hier wird die Schrift kaum heller, der Bildschirmhintergrund aber umso deutlicher. Im Praxisbetrieb macht sich dies durch ein ausgezeichnetes Kontrastverhältnis mit einer tadellosen Ablesbarkeit bemerkbar.

Beinahe perfekter Kontrast sowohl am Paperwhite (links) als auch am Voyage (rechts). Die Lichtverteilung am Voyage ist besser, die Farbtempertur aber ungleichmäßiger. Zur besseren Sichtbarkeit wurde die Sättigung der Bildschirmhälften um 90% erhöht.

Besonders bei höchster Helligkeitseinstellung kann der neue Premium-eReader alle anderen Geräte hinter sich lassen. Die Messung bei einer reduzierten Einstellung von 40 cd/m² zeigt wiederum, dass es bei absoluter Dunkelheit keine nennenswerten Unterschiede zwischen den genannten Modellen gibt.

Kontrastverhältnis X:1, mit voller Helligkeit (höher ist besser)

  • Kindle Voyage 10.5
  • Kobo Aura H2O 10
  • PocketBook Touch Lux 2 9.4
  • Kindle Paperwhite 2 9.0
  • PocketBook Sense 8.4
  • Tolino Vision 2 7.4
  • Tolino Vision 6.5
  • PocketBook Ultra 4.9

Schwarzton bei 40 cd/m² (niedriger ist besser)

  • Kindle Voyage 2
  • Kobo Aura H2O 2
  • Kindle Paperwhite 2 2
  • PocketBook Touch Lux 2 2
  • PocketBook Sense 2
  • Tolino Vision 2 3
  • Tolino Vision 5
  • PocketBook Ultra 6

Damit präsentiert sich der Voyage in dieser Hinsicht definitiv von seiner besten Seite.

Farbtemperatur und Bildschirmhelligkeit

Wie auch der Kindle Paperwhite ist die Beleuchtungsfarbe schwach weiß-gelblich, aber grundsätzlich relativ neutral. In jedem Fall weiß diese Farbtemperatur zu gefallen. Wie bereits erwähnt, ist die maximale Helligkeitseinstellung des Voyage besonders hoch. Mit 122 cd/m² ist es der hellste Main-Stream eReader seit dem Kobo Glo. Das macht sich besonders in hellen Umgebungen positiv bemerkbar, wo der Voyage dank des integrierten Lichts noch besser ablesbar ist. Gleichzeitig lässt sich die Helligkeit aber in der niedrigsten Einstellung auf die Stufe des Kindle Paperwhite schalten. So soll das sein.

Maximale Bildschirmhelligkeit in cd/m² (höher ist besser)

  • Kindle Voyage 122
  • Kobo Glo 121
  • Kobo Aura 112
  • Kobo Aura H2O 99
  • PocketBook Touch Lux 2 96
  • Kindle Paperwhite 2 91
  • PocketBook Sense 70
  • Tolino Vision 2 53
  • Tolino Shine 41
  • PocketBook Ultra 40

Minimale Bildschirmhelligkeit in cd/m² (niedriger ist besser)

  • Kobo Glo 4
  • Tolino Shine 2.4
  • PocketBook Sense 2.4
  • Tolino Vision 2 2.2
  • PocketBook Ultra 2
  • Kobo Aura H2O 1.2
  • Kobo Aura 1.2
  • PocketBook Touch Lux 2 1.1
  • Kindle Voyage 0.2
  • Kindle Paperwhite (2013) 0.2

Helligkeitssensor, mit Macken?

Die Lichteinstellung lässt sich am Voyage auch automatisch vornehmen. Möglich wird das durch einen Lichtsensor, der die Umgebungshelligkeit misst, woraufhin das Gerät die Beleuchtung automatisch entsprechend reguliert, sodass diese nicht zu hell oder zu dunkel ist.

Was in der Theorie sehr ansprechend und praktisch klingt, entpuppt sich auch im Alltag als tolle Neuerung. Wie schon beim kürzlich getesteten PocketBook Sense sorgt der Sensor dafür, dass die Lichteinstellung einfach immer passt. Man braucht sich also (normalerweise) um nichts mehr zu kümmern, sondern kann sich voll und ganz auf das hoffentlich gute Buch konzentrieren.

Zwischenfazit

Amazon begibt sich mit dem Kindle Voyage in Hinblick auf den Bildschirm gewissermaßen wieder in eine Vorreiterrolle. Der Versandriese nutzt erstmals ein E-Ink Carta Display mit einer enorm hohen Pixeldichte von 300 ppi. Selbstverständlich ist da der Kobo Aura H2O mit 264 ppi dicht dran, aber in Hinblick auf die Textschärfe eben doch ein wenig schlechter.

Der Bildschirmkontrast ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben: Ohne Beleuchtung ist die Ablesbarkeit sehr gut, mit aktiviertem Licht ist sie hervorragend. Kein anderer eReader bietet, in Kombination mit einer solch großen Spanne bei den Helligkeitseinstellungen, einen ähnlich guten Kontrast.

Die Qual der Wahl. Im Bild: 2x Voyage, 1x Paperwhite (rechts unten)

Als abschließende Bewertung des Bildschirms kann man somit festhalten: „Ausgezeichnet“.


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