USA: eBook-Verkäufe steigen rasant; Deutschland: Nicht so sehr

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Es sollte eigentlich keine große Überraschung sein, denn in den letzten Monaten hat eine Erfolgsmeldung die andere gejagt und wie die Association of American Publishers (AAP) nun aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten meldet, sind die eBook-Umsätze von Januar bis Mai 2010 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2011 um satte 160,1% gestiegen.

In konkreten Zahlen bedeutet dies ein Ansteigen von 149,8 Millionen auf 389,7 Millionen US-Dollar. Damit sind eBooks von Platz 7 im Verkaufsranking, auf Platz 2 geklettert und liegen direkt hinter den Taschenbüchern (bzw. Paperbacks), welche einen Umsatz von 473,1 Millionen US-Dollar generiert haben.

Insgesamt ist der US-Markt für gedruckte Bücher im Vergleichszeitraum in fast allen Bereichen geschrumpft.

Der deutsche Buchmarkt hat allerdings noch keine solch drastischen Umwälzungen erfahren. Nur 1% (!) des deutschen Gesamtbuchmarktes machten im Jahr 2010 eBooks aus. Der europäische eBook-Markt steckt also im direkten Vergleich zu den USA noch in den Kinderschuhen und besonders die fehlenden Vertriebsrechte vieler US-Anbieter für den hiesigen Markt, sowie die zaghafte Vermarktung von eBook Readern, hemmen das Wachstum. Mit der kürzlichen Einführung des Amazon Kindle und der Ankündigung von Kobo auch auf dem deutschen Markt durchstarten zu wollen, könnte aber besonders im kommenden Weihnachtsgeschäft der Stein ins Rollen gebracht werden.

Category 2011 YTD 2010 YTD Percent Change
Adult Paperback $473.1 Million $576.4M -17.9%
E-Books $389.7M $149.8M +160.1%
Adult Hardcover $386.2M $504.1M -23.4%
Religious Books $252.5M $227.8M +10.8%
Children’s/YA Hardcover $198.1M $211.4M -6.3%
Adult Mass Market $185.1M $264.8M -30.1%
Children’s/YA Paperback $163.5M $192.5M -15.1%
Downloaded Audiobooks $36.5M $31.2M +17.0%