USA: Ein Drittel der eBook Reader BesitzerInnen nutzen das Lesegerät nur ein einziges Mal

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Wir berichten ja immer wieder von Umfragen und Statistiken, welche den Siegeszug des eBooks und der dazugehörigen eBook Reader untermauern. Es gibt aber auch eine andere Seite der Medaille. Die Anschaffung eines eBook Readers macht aus vielerlei Gründen durchaus Sinn, aber trotzdem ist ein digitales Lesegerät nicht zwingend für jeden das richtige. Das kann z.B. Nostalgiegründe haben, mit der Ablesbarkeit des Bildschirms zusammenhängen, mit dem Anschaffungspreis oder mit dem eBook-Kaufvorgang.

Untermauert wird diese Tatsache von einer neuen Umfrage in den USA. Hierfür wurden 1.983 US-BürgerInnen befragt, welche allesamt ein digitales Lesegerät (d.h. eBook Reader oder Tablet) besitzen. 37 Prozent von ihnen gaben an, dass der Kauf des eBook Readers kein guter war. 694 Personen (35 Prozent) benutzten ihren eBook Reader nur ein einziges Mal. Von diesen 694 Personen gaben etwas mehr als die Hälfte (396 Personen; 57 Prozent) an, dass sie nicht genügend Zeit zum Lesen hätten.

Weitere 22 Prozent haben den eBook Reader als Geschenk bekommen und keinen Bedarf dafür, während 25 Prozent der Befragten lieber in einem gedruckten Buch lesen. 19 Prozent gaben an, das Gerät wieder verkaufen zu wollen. Man sieht also, die reinen (schnell wachsenden) Verkaufszahlen von eBook Readern, sagen nicht unbedingt etwas über die Akzeptanz der digitalen Leseplattform aus.

Aber es ist natürlich nicht alles schlecht. 17 Prozent gaben an, den eBook Reader zumindest einmal die Woche in Betrieb zu haben, während 29 Prozent jeden Tag darauf lesen. D.h. knapp die Hälfte der BesitzerInnen nutzt das Lesegerät regelmäßig.

Die Umfrage lässt leider ein paar Fragen offen, z.B. wie jene Personen die keine Zeit für das Gerät hatten, oder welche lieber am Papier lesen, die Bedienbarkeit der eBook Reader emfpanden bzw. ob es beim Befüllen mit eBooks Probleme gab. Eventuell sind die Hürden dafür noch immer zu hoch, denn die Ersteinrichtungsprozesse einiger Geräte sind für den Techniklaien nicht immer verständlich.