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TEST: Kindle Paperwhite 2

24. Oktober 2013
geschrieben von

Der neue Kindle Paperwhite 2 tritt die Nachfolge des Kindle Paperwhite an und verspricht trotz kaum verändertem Aussehen ein paar interessante Neuerungen unter der Haube. Da ist neben der neuen E-Ink Carta Bildschirmtechnik auch die verbesserte Beleuchtung zu nennen.

Besonders das eingebaute Licht hat bei der vergangenen Paperwhite-Generation für ein paar Probleme gesorgt, die Amazon aber nach einiger Zeit weitestgehend in den Griff bekommen hat. Der Start des Kindle Paperwhite 2 scheint hingegen relativ problemlos zu verlaufen.

Ob der neue eBook Reader aber tatsächlich besser ist als sein Vorgänger, erfährst du im nachfolgenden Test.

Kindle Paperwhite 2 im Video-Test

Neuer Kindle Paperwhite 2 Test / Review (Deutsch / German)

Kindle Paperwhite Fotos

Unboxing

Das Auspacken des Kindle Paperwhite bringt keine Überraschungen. Kauft man den eBook Reader direkt bei Amazon, wird er in der unspektakulären schwarzen Umverpackung verschickt. Kauft man bei einem Vertriebspartner (Media Markt, Saturn, etc.) gibt’s einen etwas aufwendiger gestalteten Karton. Der Inhalt ist aber in beiden Fällen der gleiche: Neben dem Kindle Paperwhite 2 befindet sich ein Micro-USB-Kabel, eine Schnellstartanleitung und eine Garantiekarte in der Verpackung.

Verarbeitung

Optisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel verändert: Der neue Kindle Paperwhite ist weiterhin komplett in Schwarz gehalten, wobei die Vorderseite aus einem glatten Kunststoff besteht, der sich gut angreift und kaum Fingerabdrücke zeigt. Lichtreflexionen schluckt die schwarze Oberfläche problemlos. Die Rückseite besteht aus rauhem Plastik, ebenfalls in schwarzer Farbe. Unter unter dem Display gibt’s wieder das silberne Kindle Logo, dessen Aufdruck nun etwas anders aussieht als beim Vorgänger. Den Unterschied kann man aber nur im direkten Vergleich erkennen.

Das Kindle Logo wurde geringfügig verändert

Abgesehen davon ist die Vorderseite frei von irgendwelchen Markierungen. Auf der Rückseite ist die Änderung größer, dort befindet sich nun das Amazon-Logo, statt dem Kindle-Logo beim alten Paperwhite. Abgesehen von diesen beiden Logoänderungen gibt’s zwischen altem und neuem Kindle Paperwhite gehäusetechnisch keine Unterschiede. Damit sind die beiden eBook Reader auf den ersten Blick auch kaum zu unterscheiden. Das Maße betragen weiterhin 169 x 117 x 9,1 mm, das Gewicht hat sich auf 206 Gramm minimal verringert (PW1: 213 Gramm).

Am unteren Geräterand befindet sich der Einschaltknopf (bzw. Standby-Knopf) und der Micro-USB-Anschluss. Weitere Knöpfe oder Anschlüsse besitzt der Kindle Paperwhite nicht.

Wie schon beim Vorgänger ist die Verarbeitung auch beim neuen Gerät tadellos. Nichts wackelt oder knarzt – alles sitzt an seinem Platz.

Ausstattung

Der Kindle Paperwhite 2 verfügt wieder über einen internen Speicher von 2GB, der weiterhin nicht erweiterbar ist. Davon sind ca. 1,3GB für den Nutzer frei verfügbar. Die meisten High-End eBook Reader können aktuell 4GB Speicherplatz vorweisen, womit der neue Amazon-Reader in dieser Hinsicht am unteren Ende der Skala angesiedelt ist. Immerhin passen weiterhin viele hundert eBooks auf den Reader – und der Rest kann bei Amazon in der Cloud gespeichert werden. Gegen einen größeren internen Speicher wäre aber natürlich nichts einzuwenden gewesen.

Als einziger eBook Reader am Markt gibt es den Kindle Paperwhite in zwei Ausführungen: Einmal in der günstigeren WLan-Variante und zusätzlich als 3G-Modell. Das 3G-Modell ist per eingebautem Modem mit einem Handynetz verbunden und erlaubt so Zugriff auf den integrierten eBook-Shop. Man muss also nicht mit einem WLan-Netzwerk verbunden sein, um am 3G-Paperwhite einkaufen zu können. Das ist besonders praktisch wenn zuhause kein WLan hat, oder man unterwegs bzw. im Ausland ist, denn die Netzfunktion funktioniert dank vieler internationaler Amazon-Partner in über 100 Ländern – ohne zusätzliche Kosten. D.h. man benötigt keine eigene Sim-Karte und es fallen auch, abgesehen vom höheren Gerätepreis, keine weiteren Kosten für die Nutzung an. Noch komfortabler geht’s nicht.

Auch mit der WiFi-Version des Kindle Paperwhite kann man direkt am Gerät einkaufe. Wie der Name aber schon verrät, muss man dafür mit einem lokalen Drahtlosnetzwerk verbunden sein. Dies deckt sich auch mit der Funktionalität anderer eBook Reader und dürfte für die meisten Personen mehr als ausreichend sein. Außerdem kann man über WLan auch den integrierten Browser nutzen um im Internet zu surfen – dies funktioniert bei der 3G-Version ebenfalls nur über WLan.

Abgesehen von den Drahtlosverbindungen gibt’s noch den Micro-USB-Anschluss, über den sich der eBook Reader beim Anschluss am PC mit digitalen Büchern befüllen lässt.

Der Prozessor des Paperwhite 2 ist außerdem um 25 Prozent schneller als beim Vorgänger, d.h. er taktet nun mit 1GHz statt 800 MHz. Der Unterschied lässt sich im direkten Vergleich durchaus feststellen und sorgt auch dafür, dass man den neuen Paperwhite sehr flott bedienen kann.

Display & Beleuchtung

Der Kindle Paperwhite 2 verfügt wieder über ein 6 Zoll Display mit einer Auflösung von 1024×758 Pixel, das 16 Graustufen darstellen kann. Das war’s aber schon mit den Gemeinsamkeiten zum Vorgänger und anderen eBook Readern, denn das neue Amazon Lesegerät verfügt erstmals und exklusiv über E-Ink Carta Bildschirmtechnik. Diese verspricht dank verbesserter Kontrastwerte und höherer Reflektivität eine deutlich verbesserte Ablesbarkeit.

Aber auch beim integrierten Licht hat Amazon nachgebessert und verspricht eine Next-Gen Beleuchtung. Diese soll besonders die Probleme des Vorgängers (Schattenbildung, fleckige Lichthöfe und Farbwolken) ausbessern. Die Beleuchtung erfolgt weiterhin mit 4 LEDs, die sich im Rahmen am unteren Bildschirmrand befinden.

Die Bedienung erfolgt über einen kapaziven Touchscreen, der sehr empfindlich auf Eingaben reagiert.

E-Ink Carta

Halten wir uns nicht länger mit den theoretischen Spezifikationen auf und schauen uns das Gerät einfach mal an. Wie bei unseren Gerätetests üblich, haben wir auch den Kindle Paperwhite 2 unters Mikroskop gelegt und uns angesehen wie es um das maximale Kontrastverhältnis bestimmt ist.

Hier gibt’s auf den ersten Blick nur eine kleine Änderung zum Vorgänger, denn der Kindle Paperwhite verfügt über ein maximales Kontrastverhältnis von 12:1 bei deaktivierter Beleuchtung. Dieser Wert ist doch überraschend weit weg von dem durch die E Ink Holding angegebenen Wert von 15:1. Allerdings erzählt das Kontrastverhältnis hier nur die halbe Geschichte, denn der eigentliche Clou liegt in der besseren Reflektivität des Displays. Aber bevor wir das weiter ausführen, schauen wir uns zunächst noch die Wertetabelle an.

Kontrastverhältnis ohne Beleuchtung (höher ist besser)

  • Sony PRS-T2 13:1
  • Kindle Paperwhite (2013) 12:1
  • Sony PRS-T3 12:1
  • PocketBook Touch Lux 12:1
  • Kindle Paperwhite (2012) 11,5:1
  • Tolino Shine 11:1
  • Kobo Aura 10,5:1
  • Kobo Glo 10:1

Keine großen Unterschiede unter dem Mikroskop

Wie man sehen kann, gibt’s auch unter dem Mikrosko nur minimale Veränderungen. Allerdings ist die Ablesbarkeit des Kindle Paperwhite 2 dennoch deutlich besser als bei allen anderen aktuellen eBook Readern. Dies ist der besseren Reflektivität zu verdanken.

Zum Verständnis eine kurze Begriffserklärung: Die Reflektivität bzw. der Reflexionsgrad gibt das Verhältnis zwischen reflektierten und einfallenden Licht an. Bei einem Spiegel liegt der Reflexionsgrad zwischen 90 und 95 Prozent, bei weißem Papier zwischen 70 und 80 Prozent. Dabei bestimmt die Oberflächenbeschaffenheit, wie das Licht reflektiert wird. Bei einem Spiegel wird das Licht aufgrund der glatten Oberfläche fast ohne Brechung reflektiert, wohingegen die Oberfläche von Papier rauh ist und Licht in alle möglichen Richtungen wirft.

Wird also ein weißes Blatt Papier mit einer bestimmten Lichtstärke angestrahlt, dann reflektiert es das Licht zu 70 bis 80 Prozent. Dadurch ist die Ablesbarkeit von Papier trotz E-Ink-ähnlicher maximaler Kontrastwerte (zwischen 10:1 und 15:1) dennoch besser. Im Vergleich dazu haben E-Ink Pearl Bildschirme nur einen Reflexionsgrad von 40,7 Prozent. Das bedeutet, dass das maximale Kontrastverhältnis bei Papier schneller und einfacher erreichbar ist, als bei einem eBook Reader, was sich besonders bei geringem Umgebungslicht sehr deutlich bemerkbar macht. Ist die Umgebung also nicht sonnig ausgeleuchtet, dann wirkt ein E-Ink Bildschirm im Vergleich zum Papier schnell grau und schal.

Diesem Umstand widmet man sich mit der neuen E-Ink Carta Bildschirmtechnik, die eine um rund 8 Prozent bessere Reflektivität verspricht. Das entspricht zwar weiterhin nur einem – im Vergleich zu Papier – deutlich geringeren Wert von 44 Prozent, hat aber trotzdem eine sichtbare Verbesserung der Ablesbarkeit zur Folge. Legt man einen E-Ink Pearl eBook Reader (Kobo Glo, Tolino Shine, Sony PRS-T3, etc.) neben den Kindle Paperwhite 2, ist der Unterschied zugunsten des Amazon Geräts klar sichtbar.

Wie groß der 8 prozentige Unterschied in der Praxis wirklich ist, zeigt das nachfolgende Bild im Vergleich zum Tolino Shine sehr eindrucksvoll.

Deutlich bessere Ablesbarkeit dank E-Ink Carta am Kindle Paperwhite (rechts) im Vergleich zum Tolino Shine (links)

Während sich das maximale Kontrastverhältnis also nur unwesentlich verbessert hat, ist die Ablesbarkeit dank verbesserter Reflektivität aber dennoch deutlich besser.

Eine fast perfekte Beleuchtung

Die fehlenden 26 bis 36 Prozent in der Reflektivität, die dem E-Ink Carta Bildschirm im Vergleich zum Papier noch fehlen, werden mit der eingebauten Beleuchtung überbrückt. Diese erhellt den Bildschirm mit Hilfe einer Lichtträgerfolie, die das Licht der LEDs gleichmäßig über den Bildschirm verteilt.

Dabei ist die Technik an sich natürlich nicht neu, aber beim Kindle Paperwhite 2 gibt’s drei Besonderheiten die sich im Vergleich zur Konkurrenz positiv bemerkbar machen:

  1. Zunächst ist die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung zu nennen. Der Kindle Paperwhite verfügt über die gleichmäßigste Ausleuchtung die man aktuell bei einem eBook Reader finden kann. Die Schattenbildung am unteren Bildschirmrand ist zwar nicht ganz verschwunden, wurde aber deutlich reduziert und ist damit kaum noch sichtbar. Viel wichtiger ist allerdings, dass auch der restliche Bildschirm gleichmäßig ausgeleuchtet wird, ohne störende flächige Schatten oder Lichthöfe. Der Helligkeitsverlauf den man technikbedingt bei jedem beleuchteten eBook Reader wahrnehmen kann, wurde beim neuen Kindle Paperwhite ebenfalls stark reduziert.
  2. Die Farbtemperatur der Beleuchtung des Kindle Paperwhite 2 ist weiß-gelblich. Die meisten anderen eBook Reader verfügen über eine bläuliche Beleuchtung, dessen Kälte oft bemängelt wird – ähnlich der Vorliebe vieler Personen zu warmleuchtenden Glühbirnen, gegenüber kalten Leuchtstoffröhren. Und selbst wenn die Beleuchtung anderer Geräte dann doch mal eine wärmere Farbtemperatur hat, gibt es in der Regel einen deutlich sichtbaren Farbverlauf (siehe Bild unten). All das ist beim Kindle Paperwhite kein Problem, denn sichtbare Farbverläufe und Farbwolken gibt’s hier nicht
  3. Offenbar handelt es sich bei Amazons Werbeversprechen zur Nutzung einer speziell nanogeprägten Lichtträgerfolie nicht bloß um eine leere Marketingfloskel, denn während bei anderen eBook Readern das eingebaute Licht meist nicht nur den Hintergrund deutlich erhellt, sondern auch die Schrift, ist der Effekt beim Kindle Paperwhite deutlich geringer ausgeprägt. D.h. wenn man die Beleuchtung beim Amazon Gerät aktiviert, erhellt sich der Bildschirmhintergrund stärker als die Schrift. Das kommt dem Kontrastverhältnis und der Ablesbarkeit zugute.

Kontrastverhältnis mit Beleuchtung (höher ist besser)

  • Kindle Paperwhite (2013) 15:1
  • Kindle Paperwhite (2012) 15:1
  • PocketBook Touch Lux13:1
  • Kobo Aura HD 12,5:1
  • Tolino Shine 12:1
  • Kobo Glo 11,5:1
  • Kobo Aura 11:1

Unterm Strich verfügt der Kindle Paperwhite zweifellos um die aktuell beste Beleuchtung am Markt. Amazons Kauf der auf Lichttechnik spezialisierten Firma Oy Modilis im Jahr 2010 war also auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

Beleuchtung, Gleichmäßigkeit und Helligkeit

Das nachfolgende Bild visualisiert die beschriebenen Effekte. Die Sättigung wurde über das gesamte Bild gleichmäßig erhöht um Farbtöne, Verläufe und Unregelmäßigkeiten besser hervorzuheben. Die Beleuchtung der abgebildeten eBook Reader wurde auf ca. 32 cd/m² gestellt (aufgrund teilweise ungleichmäßiger Ausleuchtungen gibt es geringfügige Schwankungen).

Gut zu erkennen, der Kindle Paperwhite 2 (2013) verfügt über die gleichmäßigste Beleuchtung mit warmer Farbtemperatur; Sättigung +90

Der neue Kindle Paperwhire verfügt über die gleichmäßigste Beleuchtung mit warmer Farbtemperatur. Dabei ist auch wichtig anzumerken, dass dieser Effekt über alle Helligkeitseinstellungen hinweg erhalten bleibt.

Bei den nun 26 Helligkeitsstufen hat Amazon ebenfalls Hand angelegt und die Einstellungsmöglichkeiten im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Maximal strahlt der Kindle Paperwhite 2 nun mit 91 cd/m² deutlich heller und muss sich nur noch den Kobo-Geräten geschlagen geben.

Auch die minimale Helligkeitsstufe wurde optimiert, womit die Beleuchtung auf Stufe 0 nun selbst bei absoluter Dunkelheit kaum noch sichtbar strahlt (ca. 0,2 cd/m²). Damit wurde auch ein Kritikpunkt ausgeräumt, den es noch beim Vorgänger gab, nämlich, dass man die Beleuchtung nicht ganz abschalten konnte. Das geht zwar auch weiterhin nicht, aber die kleinste Helligkeitsstufe ist tatsächlich so gering, dass es im Grunde keinen Unterschied mehr macht. Selbst bei minimal beleuchteter Umgebung ist die Beleuchtung auf Stufe 0 nicht sichtbar.

Maximale Bildschirmhelligkeit in cd/m² (höher ist besser)

  • Kobo Glo 121
  • Kobo Aura 112
  • Kindle Paperwhite (2013) 91
  • Kindle Paperwhite (2012) 55
  • Tolino Shine 41
  • PocketBook Touch Lux 38
  • PocketBook Color Lux 34

Minimale Bildschirmhelligkeit in cd/m² (niedriger ist besser)

  • Kobo Glo 4
  • Tolino Shine 2.4
  • PocketBook Color Lux 2
  • PocketBook Touch Lux 1.2
  • Kobo Aura 1.2
  • Kindle Paperwhite (2012) 0.8
  • Kindle Paperwhite (2013) 0.2

Kindle Paperwhite vs. Buch

Die technischen Ausführungen sind ja immer schön und gut, aber wie schlägt sich der Kindle Paperwhite in der alltäglichen Nutzung? Um diese Frage beantworten zu können, haben wir kurzerhand ein handelsübliches Taschenbuch mit dem Kindle Paperwhite verglichen.

Dabei wurde die Beleuchtung des Geräts so eingestellt, dass die Hintergrundhelligkeit in etwa der des Papiers entspricht, sodass der zuvor genannte Unterschied im Reflexionsgrad keine große Relevanz mehr hat. In den beiden nachfolgenden Bildern kann man erkennen, dass die Darstellungsunterschiede zwischen dem Buch und dem beleuchteten E-Ink Carta Bildschirm (abgesehen vom Farbton) nur sehr gering sind.

Die Unterschiede zwischen einem handelsüblichen Buch und dem Kindle Paperwhite sind sehr gering …

… und nochmals in der Nahaufnahme

In der Praxis ist es auch wichtig zu beachten, dass man die Beleuchtung immer so reguliert, dass sie dem Umgebungslicht entspricht. D.h. wenn die Umgebung eher schlecht ausgeleuchtet ist, dann stellt man die Beleuchtung am eBook Reader auf eine niedrigere Stufe. So vermeidet man, dass der Bildschirm unnatürlich stark strahlt und kann das “Papierfeeling” besser erhalten.

Im zweiten Bild kann man zudem auch gut erkennen, dass beim Papierbuch Buchstaben von der nächsten Seite durchscheinen. Einen “Ghosting-Effekt” gibt’s also auch bei normalen Büchern (abhängig vom Papier und dem Druck). Hier bewegt sich der Kindle Paperwhite aber weitestgehend auf hohem Niveau, was bedeutet, dass Ghosting dank Regal-Technik geringer ausfällt als beim Vorgänger. Wie aber schon beim Sony PRS-T3, funktioniert die Regal-Technik zeitweise aber nicht so perfekt wie man das gern hätte. Ghosting tritt also auch beim Kindle Paperwhite weiterhin (zwar selten, aber doch) sichtbar auf und kann nur durch eine vollständige Seitenaktualisierung vollständig eliminiert werden.

Keine Produktionsprobleme

Noch ein kurzes Wort zu möglichen Problemen mit dem Kindle Paperwhite 2. Der Vorgänger hatte ja einen sehr holprigen Start hinter sich, was einerseits an deutlich sichtbaren Farbwolken bei der Beleuchtung lag und andererseits an Verarbeitungsmängeln beim Bildschirmeinbau (Stichwort: schiefe Displays). Diese Probleme scheinen beim neuen Kindle Paperwhite behoben zu sein. Von insgesamt drei verschiedenen Kindle Paperwhite, die ich inzwischen hier habe, weist keines irgendwelche Fehler auf. Ein viertes Gerät, das ich in der Zwischenzeit begutachten konnte, war ebenso fehlerfrei. Die Umtauschorgien die es beim Vorgängermodell gab, sollten hier also ausbleiben und nicht nötig sein.

Erwähnen sollte man aber, dass es minimal verschiedene Farbtemperaturen bei den Geräten gibt. Die Unterschiede sind allerdings als eher gering einzustufen, sodass die Anzeige dadurch nicht leidet und alle Geräte gleiche Kontrast- und Helligkeitswerte aufweisen. Unterschiedliche Farbtöne sind bei Bildschirmen im Übrigen nicht ungewöhnlich und treten bei Smartphones, Tablets und PC-Monitoren ebenso auf. Wichtig ist hierbei, dass die generelle Ausleuchtungsqualität stimmt – und das ist beim neuen Kindle Paperwhite zweifellos der Fall. Nachfolgend findest du ein Vergleichsbild, das die Unterschiede zwischen drei neuen Kindle Paperwhite und dem alten Modell zeigt.

3x Kindle Paperwhite 2013 vs. Kindle Paperwhite 2012 (rechts außen)

Im Bild kann man gut erkennen, dass die Beleuchtung des alten Kindle Paperwhite (rechts außen) fleckig wirkt, wohingegen die drei neuen Geräte über eine ausgesprochen gleichmäßige Beleuchtung verfügen.

Abschließend kann man ohne Umschweife sagen, dass der Kindle Paperwhite aktuell über das beste Display und die beste Beleuchtung am Markt verfügt. Damit punktet der Paperwhite mit der besten Ablesbarkeit und darf sich im Bereich der Bildschirmtechnik als klarer Sieger sehen. Den Namen Paperwhite (papierweiß) verdient der neue eBook Reader nun auf jeden Fall.


Kommentare:

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Date19.05.2014, 23:33
JulesWDD
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Experte
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Zitat Zitat von Der Hansi Beitrag anzeigen
Mein Kindle ist okay. Die Beleuchtung erzeugt so eine Art leichte "Schmutzlinie" am unterem Rand, aber das scheint bei vielen PWs der Fall zu sein, wie ich auf Fotos sehen konnte, außerdem störts mich nicht sonderlich. Ist es Euch wirklich den Aufwand wert, das perfekte 1A Gerät zu finden? Ein schiefes Display würde mich auch stören, aber minimale Mängel sind mir kaum die Rede wert.
Ist nur meine Meinung dazu, ich wünsche Euch jedenfalls viel Gelingen bei der weiteren Suche.

Stören würde mich erst dieser Lichthof vom Tolino Vision, der ist offenbar bei jedem Gerät zu finden ( genau so war das Gerät im meinem Hugendubel ausgeleuchtet ):
Link
( links Tolino Shine, rechts Vision )  

Unter welchen Bedingungen wurden denn diese Bilder aufgenommen? Das sieht ja fürchterlich aus! Haben die Toilinos so schreckliche Bildschirme?
Date20.05.2014, 08:05
drizztfor23
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Interessent
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Zitat Zitat von JulesWDD Beitrag anzeigen
Unter welchen Bedingungen wurden denn diese Bilder aufgenommen? Das sieht ja fürchterlich aus! Haben die Toilinos so schreckliche Bildschirme?  

Bei der Aufnahme wurde der Kontrast stark aufgezogen um die Ausleuchtung beider Geräte besser erkennen zu können.
Aber auch im täglichen Gebrauch kann man die ungleichmäßige Beleuchtung beim Shine und den Lichthof beim Vision am unteren Rand des Displays mehr als deutlich erkennen.
Date20.05.2014, 08:24
waslosmann
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Zitat Zitat von Der Hansi Beitrag anzeigen
Ist es Euch wirklich den Aufwand wert, das perfekte 1A Gerät zu finden? Ein schiefes Display würde mich auch stören, aber minimale Mängel sind mir kaum die Rede wert.
Ist nur meine Meinung dazu, ich wünsche Euch jedenfalls viel Gelingen bei der weiteren Suche.  

Muss jeder für sich selbst wissen, aber der hell leuchtende große Pixelfehler und der 3cm ins Schriftbild reinragen daumenförmige Schatten ( das sah so aus als hätte irgendwer mit Gewalt drauf rumgedrückt, war aber wahrscheinlich nur ein schlecht angebrachtes Lämpchen ) hätte mich die gesamte Lebensdauer des Kindles über gestört.

Für mich war es das hin- und hergeschicke wert, auch wenn auch der jetzt behaltene Kindle noch einen ( wirklich sehr kleinen und kaum wahrnehmbaren ) Pixelfehler hat. Einen sehr sehr minimalen Schatten am unterem Bildschirmrand entlang ( weit unter der Schrift ) hat er auch, aber das ist so schwach ( nur bei sehr starker Beleuchtung bemerkbar ) und abseits, dass ich es beim lesen nicht mal merke.

Schief war übrigens keins der drei Geräte die ich hatte.
Date20.05.2014, 09:27
JulesWDD
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Zitat Zitat von drizztfor23 Beitrag anzeigen
Bei der Aufnahme wurde der Kontrast stark aufgezogen um die Ausleuchtung beider Geräte besser erkennen zu können.
Aber auch im täglichen Gebrauch kann man die ungleichmäßige Beleuchtung beim Shine und den Lichthof beim Vision am unteren Rand des Displays mehr als deutlich erkennen.  

Wurde das Bild nachträglich bearbeitet oder wie kann ich mir das mit dem "Kontrast aufziehen" vorstellen?
Date20.05.2014, 09:44
drizztfor23
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Interessent
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Zitat Zitat von JulesWDD Beitrag anzeigen
Wurde das Bild nachträglich bearbeitet oder wie kann ich mir das mit dem "Kontrast aufziehen" vorstellen?  

Ich denke mal das Bild wurde nachträglich bearbeitet.
Date20.05.2014, 10:15
JulesWDD
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Zitat Zitat von drizztfor23 Beitrag anzeigen
Ich denke mal das Bild wurde nachträglich bearbeitet.  

Dann macht das wenig Sinn, wenn man nicht weiß, wie konkret das Bild verändert wurde. Optisch vergleichbar sind ja mE nur Bildschirme, die unter gleichen Bedingungen mit der gleichen Kamera und den gleichen Einstellungen fotografiert wurden und bei denen ggf. die gleichen Manipulationen an der Bilddatei vorgenommen wurden.
Date20.05.2014, 12:54
Der Hansi
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Ich glaube auf der Webseite mit dem Test, wo ich das Bild her habe ( Adresse steht drauf ), ist auch noch ein equivalentes Foto ohne Kontrasterhöhung. Man geht diesen Schritt, um die Ausleuchtungsqualität deutlich zu machen, das ist eigentlich eine gängiges Verfahren. Wie man an diesem Beispiel sieht, ist die Ausleuchtung des Vision ( stark ) verbesserungswürdig - als würde von unten jemand ne Taschenlampe dran halten oder so. : (
Der Shine hat ebenfalls Lichthöfe, aber die fallen recht gleichmäßig aus und dürften wahrscheinlich nicht großartig auffallen.
Ich habe das Bild auch nur hervorgezerrt, weil ich mich wunderte, über was für Ausleuchtungsdetails des Paperwhite hier geredet wurde, um es zu vergleichen.

@waslosmann: ja, diese dramatischen Mängel würde ich auch zurückschicken, das kann ich noch gut verstehen. ;  )
Date20.05.2014, 13:24
JulesWDD
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Experte
Registriert: Dec 2011
Ort: Dresden
Beiträge: 2.659
Zitat Zitat von Der Hansi Beitrag anzeigen
Ich glaube auf der Webseite mit dem Test, wo ich das Bild her habe ( Adresse steht drauf ), ist auch noch ein equivalentes Foto ohne Kontrasterhöhung. Man geht diesen Schritt, um die Ausleuchtungsqualität deutlich zu machen, das ist eigentlich eine gängiges Verfahren. Wie man an diesem Beispiel sieht, ist die Ausleuchtung des Vision ( stark ) verbesserungswürdig - als würde von unten jemand ne Taschenlampe dran halten oder so. : (
Der Shine hat ebenfalls Lichthöfe, aber die fallen recht gleichmäßig aus und dürften wahrscheinlich nicht großartig auffallen.
Ich habe das Bild auch nur hervorgezerrt, weil ich mich wunderte, über was für Ausleuchtungsdetails des Paperwhite hier geredet wurde, um es zu vergleichen.

@waslosmann: ja, diese dramatischen Mängel würde ich auch zurückschicken, das kann ich noch gut verstehen. ;  )  

Den Zweck der Kontrasterhöhung meine ich schon verstanden zu haben; aber solange das nicht standadisiert ist - bzw. mir dieser Standard nicht bekannt ist - kann man seriöserweise die Bilder nicht miteinander vergleichen. Ich selbst habe den PW 2 und wollte eben durch ein - vielleicht vorhandenes - Standardverfahren überprüfen, wie das bei meinem Gerät aussieht.

Ist aber vielleicht auch nur "brotlose" Kunst ... cool ... ich bin mit dem Display und der Ausleuchtung meines PW 2 sehr zufrieden, da würden auch noch so tolle Fotos nichts daran ändern ... cool
Date20.05.2014, 15:31
Der Hansi
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Klar, wenn man andere Reader nicht auf dem gleichen Foto hat, kann man es sehr schlecht vergleichen, da man keinen Anhangspunkt hat. Zumindest kann man die Gleichmäßigkeitsunterschiede zum Shine sehen - die Fläche ist deutlich weniger in hell/dunkel unterteilt , als beim Vision.
Mir ging es in diesem Fall nur darum ein entprechendes Bild im Internet zu finden, das die Ausleuchtung des Geräts aus unserem "Hugendubel um die Ecke" wiederspiegelt und anhand dieser Darstellung kann man das deutlich sehen.
Ich glaube, es gibt keinen Paperwhite mit solch deutlichen Lichthöfen.

Einen Standardwert braucht man auch nicht, wenn es darum geht, einfach nur die Verteilungsunterschiede sichtbar zu machen, d.h. einfach nur den Kontrast langsam aufdrehen, bis man es gut erkennen kann. ;  )
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