Amazon führt Kindle Direct Publishing und Createspace zusammen

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Im Jahr 2005 hat Amazon die Selbstpublikationsplattform Createspace übernommen, die es Autoren erlaubt, Bücher, eBooks, sowie Musik- und Filmaufnahmen ohne Vertragsbindung und ohne Vorlaufkosten zu veröffentlichen. Der On-Demand Publishing Service ermöglicht den Druck bzw. die Erstellung von Büchern und DVDs auf Anfrage.

Wie The Digital Reader berichtet, ist damit bald Schluss – zumindest unter dem Createspace-Namen. Auf einer eigens eingerichteten Hilfe-Seite gibt Amazon bekannt, dass Kindle Direct Publishing und Createspace zusammengeführt werden und die (verbleibenden) Services Interessenten zukünftig als KDP weiterhin zur Verfügung stehen. Dort wird ebenfalls beschrieben, welche weiteren Schritte für Createspace-Nutzer nötig sind.

Zusammenführung war Jahre in Arbeit

Es ist die letzte Maßnahme in einer Reihe von vorangegangenen Schritten, die das Ende von Createspace als eigenständigen Dienst in der Vergangenheit bereits mehrfach impliziert haben. Zuletzt wurden Nutzer im Juli 2018 darüber informiert, dass die DVD-Produktion zu Amazon Media on Demand wandern wird und welche Schritte aus Kundensicht nötig sind, um den Wechsel so problemlos wie möglich zu machen.

Mit 31. August 2018 wird der Zugriff auf die Createspace-Daten für betroffene Kunden nicht mehr möglich sein – spätestens mit 15. September 2018 sollen die Nutzer über weitere Schritte zum Zugriff auf Amazon Media on Demand informiert werden.

Zuvor wurde im Januar 2018 bekannt, dass Createspace seine Unterstützungsdienstleistungen für Lektorat, Buchcovererstellung und Marketing einstellen wird. Davor hatte Amazon nach einer längeren Testphase den Print-on-Demand-Service von Kindle Direct Publishing im letzten Quartal 2017 für alle zugänglich gemacht.

Abgesehen von diesen Konsolidierungsschritten auf Dienstebene, waren aber auch bereits ein Standortwechsel und Entlassungen Hinweise darauf, dass Amazon den Publishing-on-Demand-Service in das Kindle Portfolio integrieren wird. Für Beobachter kommt der aktuelle Schritt – 13 Jahre nach der Firmenübernahme – also nicht gänzlich überraschend.